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Ergebnis 251 bis 275 von 442
  1. #251
    Mitglied Avatar von amicus
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    Corona ist ein gewaltiger Katalysator, aber schon seit Jahren werden Reiche immer reicher und Arme immer ärmer. Die Steuerpolitik ist leider so angelegt, das untere Einkommen unverhältnismäßig stark belastet werden. Und das obwohl in den vergangenen Jahren die Konjunktur gut war. Aber es wurden lieber Banken gerettet, Griechenland saniert und Flüchtlingen und aktuell die deutsche Wirtschaft geholfen, was riesige Summen verschlang und verschlingt. Vergessen werden immer diejenigen, die generell zu wenig haben. Und diese Klientel muckt nicht auf. Nicht einmal an der Wahlurne.

    Die Schere zwischen reich und arm geht immer weiter auseinander. Tja, die Reichen können eben von vorzüglichen Renditen aus Kapital-, Immobilien und Unternehmenseinkommen profitieren. Die steigen nämlich deutlich stärker, als die Löhne im Niedriglohnland Deutschland. Es gibt unfassbarerweise tatsächlich Menschen in unserem Land die sage und schreibe nach 45 Jahren Erwerbstätigkeit auf eine Grundsicherung angewiesen sind. Alleinerziehende gehören ebenfalls zu den Verlieren. Der Mindestlohn ist doch viel zu gering.
    Geändert von amicus (14.05.2020 um 08:18 Uhr) Grund: 1 Wort fehlte

  2. #252
    Schräger Admin Avatar von Bernd Glasstetter
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    Zitat Zitat von frank1960 Beitrag anzeigen
    Als Ich noch als kleiner Frank1960 kickte, wurden wir bei Auswärtsspielen auf verschiedene Pkws der Spielerväter und Verwandtschaft verteilt. Wenn man Glück hatte, durfte man im Porsche des Sohnes von unserem Dorfsponsor über die Landstraßen heizen. Da gab's noch keine luxuriösen Mannschaftsbusse.
    Und Du bist an einem Tag 400 Kilometer durch die Gegend kutschiert worden?

    Der "luxuriöse" Mannschaftsbus ist ein VW Bus. Der einzige Luxus: Eine Klima-Anlage ;-)

  3. #253
    Mitglied Avatar von thepigeon
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    Denn auch mal mein Senf zum Thema Sportvereine im Allgemeinen und Fußballvereine im Besonderen.
    Es dürfte unstrittig sein, dass alle Sportvereine einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Dieser Umstand hat zumindest in Hessen den Sport sogar in den Rang eines (m.M.n. unsinnigen) Verfassungsranges gehievt.

    Ich bin aber trotzdem Staatshilfen für Sportvereine generell eher skeptisch gegenüber eingestellt. Zum Einen wird man aufgrund Begrenzung der Mittel eh nicht allen helfen können. Zum Anderen bietet die private Vereinsstruktur mit vielen Mitgliedern durchaus Möglichkeiten eine solche Krise zu überbrücken, z.B. mit einem Kredit und einer zeitlich gestreckten Refinanzierung durch die Vereinsmitglieder. Das sollte zumindest dann funktionieren, wenn wir nur über das Jahr 2020 reden.

    Im Fußball kommt leider noch ein anderer Aspekt hinzu. Der DFB ist einer der größten und wohlhabendsten Sportverbände der Welt. Daher ist der aus meiner Sicht primär gefordert, die Vereinsbasis über Wasser zu halten. Derzeit sehe ich nicht, dass dieser Verband dabei an seine Schmerzgrenzen gehen würde. Gleiches gilt für die Vereine der DFL. Solange das so ist, sehe ich keinen Ansatz für Staatszuschüsse.

  4. #254
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Der DFB hat zwar ein bißchen Geld, seine Haupteinnahmequelle sind aber Länderspiele, und da kommt in letzter Zeit nicht viel zusammen. Und er hat 25.000 Mitgliedsvereine. Er hat also gar nicht die Mittel, die alle entsprechend zu unterstützen:

    Noch hat der DFB Rücklagen in Höhe von 132 Millionen Euro, 75 Millionen sind jedoch fix eingeplant für den insgesamt 150 Millionen Euro teuren Bau der neuen DFB-Akademie in Frankfurt. (MOPO vom 24.03. 2020)
    Dazu kommen 50 Millionen Euro Einnahmeausfälle durch die Corona-Krise.

    Und die Vereine der DFL sind nun mal nicht auf den kompletten Ausfall ihrer Einnahmen auf Monate hinaus eingerichtet. Das ist übrigens kein Unternehmen. Einbrüche lassen sich gelegentlich kompensieren, der komplette Wegfall der Geschäftsgrundlage nicht.

    Da mutet die Forderung einiger Fangruppieren, komplett auf Geisterspiele zu verzichten, schon etwas seltsam an. Wenn ein bis zwei Jahre nicht gespielt werden kann, sind ALLE Bundesligavereine weg vom Fenster.
    Geändert von Mick Baxter (14.05.2020 um 09:54 Uhr)
    Das ICOM-Heft zum Gratis Comic Tag 2012 jetzt herunterladen (7,3 MB)!

  5. #255
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Fangruppierungen kann ich spätestens seit der leidigen Diskussionen darüber ob Bengalos Fankultur sind oder nicht eh nicht mehr für voll nehmen. Von den zunehmenden Verbalexzessen mal ganz ab.

  6. #256
    Mitglied Avatar von thepigeon
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Der DFB hat zwar ein bißchen Geld, seine Haupteinnahmequelle sind aber Länderspiele, und da kommt in letzter Zeit nicht viel zusammen. Und er hat 25.000 Mitgliedsvereine. Er hat also gar nicht die Mittel, die alle entsprechend zu unterstützen:



    Dazu kommen 50 Millionen Euro Einnahmeausfälle durch die Corona-Krise.

    Und die Vereine der DFL sind nun mal nicht auf den kompletten Ausfall ihrer Einnahmen auf Monate hinaus eingerichtet. Das ist übrigens kein Unternehmen. Einbrüche lassen sich gelegentlich kompensieren, der komplette Wegfall der Geschäftsgrundlage nicht.

    Da mutet die Forderung einiger Fangruppieren, komplett auf Geisterspiele zu verzichten, schon etwas seltsam an. Wenn ein bis zwei Jahre nicht gespielt werden kann, sind ALLE Bundesligavereine weg vom Fenster.
    Das sind sicher Gesichtspunkte, die man bedenken muss. Andererseits kann auch der DFB mal einen Kredit aufnehmen und die Ausgaben für die Akademie dürften sich auch auf mehrere Jahre verteilen. Spannend wäre in dem Zusammenhang auch der Zuschussbedarf der einzelnen Amateurvereine. Das dürfte zwischen Landesliga und Kreisliga auch unterschiedlich zu beurteilen sein.

  7. #257
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    Zitat Zitat von amicus Beitrag anzeigen
    Aber es wurden lieber Banken gerettet, Griechenland saniert und Flüchtlingen und aktuell die deutsche Wirtschaft geholfen, was riesige Summen verschlang und verschlingt. V
    Du spielst also arme Menschen gegen andere arme Menschen aus, weil die einen deutsch sind und die anderen nicht.

    Herzlichen Glückwunsch, so geht Unsolidarität. Und es ist mindestens der erste Schritt zu Fremdenhass.

    Aber mal so am Rande angemerkt: Deutschland hat an der Griechenlandhilfe extrem gut verdient, wären es den Griechen immer noch beschissen geht, und auch die Flüchtlingshilfe, die imho viel zu gering war, ist eher als Investition zu betrachten denn als humanitäre Maßnahme.

    Davon abgesehen, dass die Summen, die für Flüchtlingshilfe ausgegeben wurden, schon eher so pillepalle waren, vor allem wenn man die Rücklaufeffekte mit in Betracht zieht.

    Ich weiß noch, wie vor sechs Wochen alle gehofft hatten, Deutschland würde vielleicht ein wenig solidarischer in der Krise. Ich sehe, das wird wohl eher nix, weil manchem eben die eigene Wurstpackung näher ist als das trockene Brot der anderen.

  8. #258
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Dazu muss man vielleicht ergänzen, dass Griechenland nicht wirklich geholfen wurde. Den Banken griechische Staatspapiere abzukaufen und die Griechen dafür mit massiven Sparprogrammen zu sanktionieren wird kaum dazu geführt haben, dass sich irgendein Grieche sonderlich unterstützt gefühlt hat. Die zunehmenden Ressentiments speziell Deutschland gegenüber kommen nicht von ungefähr.

    Und in Sachen Flüchtlingshilfe sind vermutlich eher die Rücklaufeffekte pillepalle. Ändert aber in der Tat nichts daran, dass die Summen, die dort reingehen, vergleichsweise gering sind und in Teilen IMO völlig falsch adressiert werden. Ergänzend muss man dazu aber auch wissen, dass diese vergleichsweise geringen Beträge zu nicht unwesentlichen Teilen zulasten der eh schon klammen Kommunen gehen.

    Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

  9. #259
    Mitglied Avatar von thepigeon
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    Zitat Zitat von LaLe Beitrag anzeigen
    Dazu muss man vielleicht ergänzen, dass Griechenland nicht wirklich geholfen wurde. Den Banken griechische Staatspapiere abzukaufen und die Griechen dafür mit massiven Sparprogrammen zu sanktionieren wird kaum dazu geführt haben, dass sich irgendein Grieche sonderlich unterstützt gefühlt hat. Die zunehmenden Ressentiments speziell Deutschland gegenüber kommen nicht von ungefähr.
    Als passionierter Griechenlandreisender kann ich das im wesentlichen bestätigen. Folge der "Hilfe" war ein heftiger Kahlschlag in allen Bereichen öffentlicher Daseinsvorsorge und insbesondere auch im Gesundheitswesen. Das war i.ü. auch ein Grund dafür, warum Griechenland sehr früh sehr strikte Coronamaßnahmen angeordnet hat. Die wussten, dass da nicht mehr viel Gesundheitssystem war.
    Ich möchte aber auch anmerken, dass mir seitens der Griechen nie Ressentiments entgegengebracht wurden. Offene Diskussionen gab es jede Menge aber die Leute wussten schon, wer die Verantwortung trug (viele griechische Regierungen und Wolfgang S.).

  10. #260
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Da gehört dann aber auch zur Wahrheit dazu, dass diese Regierungen gewählt wurden und dass sie möglicherweise gerade wegen der Dinge gewählt wurden, die den Griechen am Ende das finanzielle Genick brachen.

  11. #261
    Mitglied Avatar von thepigeon
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    Zitat Zitat von LaLe Beitrag anzeigen
    Da gehört dann aber auch zur Wahrheit dazu, dass diese Regierungen gewählt wurden und dass sie möglicherweise gerade wegen der Dinge gewählt wurden, die den Griechen am Ende das finanzielle Genick brachen.
    Nach meiner Wahrnehmung ist das den meisten Griechen abseits des Verwaltungswasserkopfes in Athen auch durchaus bewußt.

  12. #262
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    Zitat Zitat von L.N. Muhr Beitrag anzeigen
    ... wärend es den Griechen immer noch beschissen geht, ....
    Und ewig grüßt das Murmeltier!

    Man sollte irgendwann mal anerkennen, dass es
    nicht "den Griechen "schlecht geht, sondern
    dass der griechische Staat finanzschwach ist
    weil die Griechen bisher traditionell wenige Steuern
    zahlten bzw. wenn sie dann welche zahlten das
    Geld in der Korruption versickerte.

    Griechenland ist angeblich auf dem Wege der
    Besserung. Diese Gesundung kommt aber nicht
    durch noch mehr Geld zustande.

    Aber dem "Griechen" geht es eben nicht beschissen!

    Medianvermögen des Deutschen = 35.000.- Euro!
    Meidanvermögen des Griechen = 40.000.- Euro!

  13. #263
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Das Medianvermögen sagt nur leider nicht das geringste über die Verteilung aus und wenn man berücksichtigt, dass die Wohneigentumsquote lt. Statista in Griechenland bei 73,5 % und in Deutschland bei 51,5 % (und es wohnen nur 42,1 % in den eigenen vier Wänden) liegt, dann sieht das nochmal ganz anders aus.

    Abgesehen davon sagt das Vermögen nichts über das Einkommen aus, das man normalerweise für die Lebenshaltung aufwendet. Selbst in Griechenland wird man von einem Vermögen von T€ 40 nicht lange leben können. Schon gar nicht wenn man die eigene Hütte verkaufen müsste um die Mittel liquide zu machen.

  14. #264
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    Vermögen hat nichts damit zu tun, wie gut es einem geht. Wenn ich auf einer Schrottimmobilie im hintersten Sachsen für 20.000 hocke, habe ich davon gar nichts, vor allem nichts zu fressen. Das geht den Griechen auch so. Vermögen, vor allem gebundenes oder unveräußerliches, ist kein direkt vergleichbarer Wert. In Deutschland ist das Vermögen häufig Barvermögen, in Griechenland nicht. Barvermögen ist immer sofort einsetzbar, das unterscheidet es von fast allen anderen Vermögen.

    Das Medianeinkommen - und nur das zählt - sieht dagegen so aus:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Einkom...A4ischen_Union

    Dort liegt Griechenland bei einem Drittel des deutschen Medianeinkommens (das im Grunde nochmal in Ost- und Westdeutschland geteilt werden müsste). Bei relativ nahem Gini-Koeffizienten, das sei außerdem angemerkt.

    Nein, Horst, die Griechen sind arm - nicht explizit jeder einzelne, aber bei einem Gini-Koeffizienten von 3 kann man gerade mal von mittlerer ungleicher Einkommensverteilung sprechen, die Armut betrifft also viele Griechen gleichermaßen.

    Mich ärgert dieses cherry picking, das von einem eklatanten Fehlverständnis für Statistik zeugt.

    PS: Hier ist Horsts Quelle. Dort kann nachgelesen werden, dass u.a. Immobilien in den Vermögenswert einberechnet wurden:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_...B6gen_pro_Kopf

    Interessant ist an der Liste auch der Durchschnittswert in Relation zum Median. In Griechenland beträgt das Verhältnis knapp 1:2,2, in Deutschland knapp 1:6. Das heisst, dass in Deutschland eine große Zahl großer Vermögen den Durchschnittswert nach oben reißt, in Griechenland nur eine relativ kleine. (Wobei hier natürlich nicht die genaue Zahl von Besitzenden und deren Besitz bekannt ist, theoretisch kann auch ein Hypermilliardär den Wert nach oben reissen. Aber gehen wir mal realistisch und wissend davon aus, dass in Deutshcland eine Menge Millionäre und -iardäre leben.) Auch hieran lässt sich ablesen, dass Armut insgesamt in Griechenland umfassender verbreitet ist als in Deutschland, in dem Fall tatsächlich Armut an Besitz.(Fun fact: wenn ein deutscher Millionär eine Villa in Griechenland besitzt, reisst das den deutschen Wert nach oben. Und wenn ein deutscher Flugunternehmer die griechischen Flughäfen aufkauft ...)

    Edit: Was LaLe sagt.
    Geändert von L.N. Muhr (14.05.2020 um 12:40 Uhr)

  15. #265
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Dazu kommen 50 Millionen Euro Einnahmeausfälle durch die Corona-Krise.
    Die Sozialgemeinschaft wird sicher jemandem, der strauchelt unter die Arme
    greifen. Hilfsbereitschaft und Solidarität sind traditionell ein großer Vorteil
    unserer deutschen Gesellschaft.

    Jedoch stehen wir hier vor etwas ganz neuem ... mindesten seit dem letzten
    Weltkrieg nicht mehr dagewesenem.

    Denn den 50 Millionen beim DFB stehen wahrscheinlich 50 Milliarden und mehr
    "monatlich" in der Industrie und im Mittelstand gegenüber.

    Soll heißen: finanzielle Solidarität funktioniert dort, wo Gutverdiener den
    Bedürftigen bzw. hier den Verlierern helfen. Nun stellt sich die Frage wer
    der Gutverdiener nach der Krise sein wird, wenn diese nun die größten
    Verlierer sind
    ?

    50 Millionen bei DFB und "wahrscheinlich" eine dreistellige Summe (Rate) bei
    Bernds Vereinsbus sind da jeweils nicht wirklich das große Problem für 2020.

    Aber Bernd wollte sicher auch nicht das Geld in den Vordergrund stellen.
    Er betonte eindeutig die soziale Funktion. Vielleicht sind kleine
    Untergruppierungen im Verein die Lösung!? So könnte man mit weniger
    Aufwand (z. B. keine weite Fahrten) die problematische Zeit überwinden.

  16. #266
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    Zitat Zitat von horst Beitrag anzeigen
    Hilfsbereitschaft und Solidarität sind traditionell ein großer Vorteil
    unserer deutschen Gesellschaft.
    Wieder was gelernt.

  17. #267
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    Zitat Zitat von L.N. Muhr Beitrag anzeigen
    Dort liegt Griechenland bei einem Drittel des deutschen Medianeinkommens (das im Grunde nochmal in Ost- und Westdeutschland geteilt werden müsste). Bei relativ nahem Gini-Koeffizienten, das sei außerdem angemerkt.

    Nein, Horst, die Griechen sind arm - nicht explizit jeder einzelne, aber bei einem Gini-Koeffizienten von 3 kann man gerade mal von mittlerer ungleicher Einkommensverteilung sprechen, die Armut betrifft also viele Griechen gleichermaßen.

    Mich ärgert dieses cherry picking, das von einem eklatanten Fehlverständnis für Statistik zeugt.

    Wie kann man mit einem solch klugen Kopf nur einen solchen
    Schrott schreiben!

    Wir reden hier über die Corona-Auswirkungen und jetzt die Verluste,
    und wenn der deutsche bisher das dreifache verdiente aber in der Krise nun
    nichts verdient, dann hat er auch dreimal so hohe Verluste!

    Denk mal über diese einfachen Zusammenhänge nach!

    Du machst das viel größere cherry pickung indem du die Einkommens-Statistik
    des Jahres 2019 dem Zustand Corona-2020 gegenüberstellst.

    Das Einkommen fliegt weg! Das persönliche Vermögen ist da viel wertstabiler -
    es wird meist nur über Jahre hinweg angeknabbert!

    Ich bin jederzeit bereit mein Haus hier gegen eines auf Santorini (auch wenn dieses
    in diesem Jahr aktuell komplett leer steht bleibt) einzutauschen.

    Obwohl? Vielleicht? Ich muss noch mal darüber nachdenken - vielleicht hat sich der
    Wert meines Hauses ja in den letzten Tagen verdoppelt? Immerhin habe ich erstmals
    seit 50 Jahren nicht mehr jede Minute einen Flieger am darüberdonnern.

    Ich hatte es schon mal erwähnt. Für mich könnte der Frankfurter Flughafen
    für immer geschlossen bleiben. Ich gebe dafür gerne ein Viertel meines Einkommens
    her. Das wäre herrlich! Merke: auch Wohlstand auf dem Papier ist nicht immer
    Lebensqualität! Denn auch die zusätzlichen 15.000 Euro für Schallschutzfenster
    werden in der Statistik als zusätzliche Lebensqualität gewertet!
    Geändert von horst (14.05.2020 um 16:18 Uhr) Grund: gramma.

  18. #268
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    Zitat Zitat von LaLe Beitrag anzeigen
    Das Medianvermögen sagt nur leider nicht das geringste über die Verteilung aus und wenn man berücksichtigt, dass die Wohneigentumsquote lt. Statista in Griechenland bei 73,5 % und in Deutschland bei 51,5 % (und es wohnen nur 42,1 % in den eigenen vier Wänden) liegt, dann sieht das nochmal ganz anders aus.
    .
    Was willst du damit aussagen?

    Die höhere Wohneigentumsquote
    von 73,5% ist sicher besser als
    die in Deutschland!

  19. #269
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    Zitat Zitat von LaLe Beitrag anzeigen
    Das Medianvermögen sagt nur leider nicht das geringste über die Verteilung aus ....
    Eigentlich schon, denn genau
    dafür wird der Median errechnet!

  20. #270
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    Äh, nein. Der Median wird errechnet, um Ungleichverteilungen in begrenztem Rahmen in der Darstellung zu eliminieren. Er sagt also ganz bewusst nichts über die Verteilung aus, sondern im Gegenteil.

  21. #271
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    Zitat Zitat von horst Beitrag anzeigen
    Wir reden hier über die Corona-Auswirkungen und jetzt die Verluste,
    und wenn der deutsche bisher das dreifache verdiente aber in der Krise nun
    nichts verdient, dann hat er auch dreimal so hohe Verluste!
    Ja, und dreimal lebenslänglich dauert länger als doppelt lebenslänglich.

    Die Frage ist doch eher, ob du dein Haus gegen ein haus in Kleinwurzenisch/ Landkreis Popeln mit einem Nennwert von 15.000 EU zu tauschen, das in den nächsten 50 Jahren niemand kaufen wollen wird.

    Wert ist nunmal ein relativer Begriff, das sollten doch gerade Comicsammler wissen: deine Sammlung ist immer exakt so viel wert, wie dir jemand dafür bezahlen will. Und nicht das, was im Hethke steht.

    Das gilt auch für Häuser. Und ja, wenn du Top-Immos hast, ist das super. Aber viele Immos sind halt einfach Ramsch, in Deutschland vor allem auf dem Land. Das ist dann eher ein hypothetisches Vermögen, das dir niemand versilbern wird.

    Insofern: Nein. Armut wird, aus gutem Grund, am Einkommen gemessen, nicht am Vermögen.

  22. #272
    Mitglied Avatar von Moonie
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    Ich komm' hier rein, um was über Corona zu lesen, stattdessen bekomme ich was über den Medianwert des Vermögens der ehemals so betitelten "Pleite-Griechen" und die finanziellen Mitteln des DFB erzählt, nebenbei geht's noch um Flüchtis und die Bankenrettung.
    Huiuiui, da muß ich erst einmal durchsteigen.
    Geändert von Moonie (14.05.2020 um 13:49 Uhr)

  23. #273
    Mitglied Avatar von thepigeon
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    Zitat Zitat von horst Beitrag anzeigen

    Das Einkommen fliegt weg! Das persönliche Vermögen ist da viel wertstabiler -
    es wird meist nur über Jahre hinweg angeknabbert!

    Ich bin jederzeit bereit mein Haus hier gegen eines auf Santorini (auch wenn dieses
    in diesem Jahr aktuell komplett leer steht bleibt) einzutauschen.
    Wenn dich der örtliche Vulkan nicht nervös macht.

    Ansonsten ist Santorini kein gutes Beispiel. Das ist neben Mykonos sowas wie das Sylt der Ägäis.

    Die Realität heißt im Schnitt Amorgos, Karphatos oder Folegandros. Da hat das Häuschen vielleicht einen nominellen Wert, der zur von der Troika vorgesehenen Zahlung von Grundsteuer auch mal ermittelt wurde. Die Steuer konnten die meisten nicht zahlen und verkaufen kann man die Bude auch nicht. Ansonsten leben die Leute da mehr schlecht als recht von Tourismus, d.h. im Moment von nix und die Infrastruktur drum rum wurde in den letzten Jahren massiv zurückgefahren.

  24. #274
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Da der Median aus einer Menge X genau den einen Punkt ermittelt der in der ungewichteten Mitte liegt lässt das keine Aussage darüber zu wie nah oder weit sich der Rest um diesen herum bewegt. Aus dem Median allein auf die Verteilung zu schließen halt ich daher für grundverkehrt (Edith stimmt da L. N. Muhr völlig zu).

    Nehmen wir mal folgendes Beispiel:

    A = 1.000.000
    B = 1
    C = 1
    D = 0
    E = 0.

    Hier liegt der Median genauso bei 1 wie bei folgender Verteilung

    A = 1
    B = 1
    C = 1
    D = 1
    E = 1.

    Da würde ich behaupten, dass die Verteilung im zweiten Beispiel trotz identischen Medians deutlich gerechter ist.

    Ich hatte mir vor einiger Zeit spaßeshalber mal den deutschen Einkommensmedian angeschaut, der ja u. a. zur Definition der Einkommensmittelschicht herangezogen wird. Wenn man sich den mal genauer anschaut, gibt es Bundesländer/Orte in denen man SGB II-Bezieher zur unteren Mittelschicht zählen müsste, weil die über Leistungen zur Unterkunft ein Einkommen erreichen, das die 60% des Medians überschreitet. Und es gibt Bundesländer in denen ein Auszubildender in meiner Branche ebenfalls zur unteren Mittelschicht gerechnet werden müsste.

    Jetzt kann man dahergehen und sagen, dass dann die Leistungen wohl zu hoch bemessen sind. Mein Rückschluss wäre eher der, dass die Löhne zu niedrig sind.

    Und warum Immobilienvermögen (speziell selbstgenutztes) zur Bestreitung des Lebensunterhaltes eher ungeeignet ist hatte ich bereits geschrieben.
    Geändert von LaLe (14.05.2020 um 13:56 Uhr) Grund: Die Beispiele mal drastisch "verdeutlicht".

  25. #275
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Zitat Zitat von Moonie Beitrag anzeigen
    Ich komm' hier rein, um was über Corona zu lesen, ...
    Ist hier halt kein Virologenforum. Da können Randthemen zumindets zeitweise mal die Diskussion bestimmen.

    Ansonsten schön, mal wieder von dir zu lesen.

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