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Ergebnis 1 bis 13 von 13
  1. #1
    Mitglied Avatar von Filmfreak
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    Lesbische (Liebes-)Filme

    Auch wenn ich denke, das Männer und Frauen sich ergänzen, vervollständigen können, so glaube ich noch viel mehr, das es keine reinere Liebe gibt, als jene zwischen zwei weiblichen Wesen, die sich von ganzem Herzen lieben und begehren. Darum gebührt ihnen auch ein gesonderter Thread, wo sämtliche Filme – ob Mainstream oder Indie, ob zart oder hart (gefühlsmäßig natürlich) – hier gesammelt werden; sofern es keinen eigenen Thread von ihnen gibt. Es ist ebenso ein Thread für alle, die den Lesbismus zu schätzen wissen ^__^

    Filme, die ich gesehen habe: Blau ist eine warme Farbe | Room in Rome | Lost & Delirious | Lesbian Vampire Killers | Guns for Hire | Love my Life – Du bist mein Herzschlag (japanisch) | Kakera – A Piece of our Life (japanisch; Review) | Water Lilies – Der Liebe auf der Spur | Memento Mori - Gedenke des Todes (koreanisch), und wahrscheinlich noch andere, die mir im Moment aber gerade nicht einfallen.
    Geändert von Filmfreak (02.07.2020 um 13:49 Uhr)

  2. #2
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    Ungehorsam

    An unzählige Gesetze muß man sich halten und schränken uns ein, von den ungeschriebenen Regeln und Zwängen, welche die Gesellschaft uns auferlegt, ganz zu schweigen. Da sollte man sich nicht auch noch von der Religion vorschreiben lassen, wie man sein Leben zu leben hat. Erst recht nicht, wenn Liebe im Spiel ist. Als Ronit und Esti sich zum ersten Mal nach langer Zeit treffen, habe ich nicht spüren können, das sie sich besser kennen als sie es hier zeigen. Beide konnten es ziemlich gut verbergen. Hier lag leider keine Liebe in der Luft.

    Nach 44 Minuten der erste Angriff, welcher von Esti ausgeht – als hätte sie in diesem einen Moment all die Jahre nachholen wollen. Ronit mußte sie bremsen. Damals ging es also schon von Esti aus, sie ergriff die Initiative – und das ist es auch, was ich sehen will. Weniger cool ist, das Esti sich angepaßt und sich für andere verbogen hat. Ich glaube, beide haben Narben, seit sie getrennt wurden. Ab Minute 62 wird‘s (im Hotel) etwas heißer. Hatte nämlich schon Angst, das Esti Ronit verschlingen könnte, so sehr riss sie den Mund auf beim „küssen“ ^^

    Fand Estis Mann komisch, der es nicht wahrhaben wollte, das die Leidenschaft von Esti ausgeht. Sogar ich hab mitbekommen, das sie so ist und ich war seinerzeit, als sie Mädchen waren, nicht mal dabei. Doch selbst Esti konnte mich nicht immer überzeugen – sie hört die richtigen Worte von ihrem Mann und geht dennoch nicht mit Ronit nach Amerika. Nun hätte sie die Gelegenheit gehabt, nutzt sie aber nicht. Lockte sie Ronit nicht deswegen her? Oder hat sie Ronit nur benutzt, damit sie ihre Freiheit bekommt? Auch dies konnte sie sehr gut verbergen.

    Große Teile gehen für den toten Vater drauf, was allein schon nervte. Ich verstand Ronit nicht. Sie ist wegen der Liebe zu einer Frau damals abgehauen, lieben tut sie ihn trotzdem? Das jüdische gefiel mir ganz und gar nicht, dieses gefangen sein schnürte mir die Kehle zu, wie mußte Esti sich erst fühlen? Nicht mal die Perücken konnten mich verzücken, weil sie mich verwirrt haben. Jede Frau hatte so eine auf. Das Drama hat mir nicht gefallen, im Grunde ein schlimmer Film, der nicht das hält, was das Cover versprochen hat: Zweisamkeit.

  3. #3
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    Below her Mouth

    Dallas ist ne Rebellin und Jasmine ein Yuppie – schnallt man schnell. Auf den ersten Blick haben sie nichts gemein. „Danach“ hat Dallas Jasmine nicht weggestoßen, wie die anderen. Da wußte man schon, das was anders ist, aber nach ihrem „ich will dich nicht verlieren“, war’s klar wie Kloßbrühe. Für sie war es ein Fortschritt, ich für meinen Teil fand es eher interessant, das sie gerade bei ihr so reagiert. Denn Dallas hatte kurz davor eine längere Beziehung, dann machte sie Schluß, weil sie die Nase voll hatte: Was also ist so anders mit Jasmine?

    »Below her Mouth«, ein komischer Titel, zeigt viel mehr nackte Haut und Sex-Szenen als mein letzter Film, es gibt hier nicht nur eine Turnübung im Bett. Diese Turteltäubchen machen jedenfalls keine halben Sachen ^^ Was recht ansehnlich, aber nicht das wichtigste war. Blieb nur die Frage, ist es bloß der Sex oder doch mehr? Jasmine soll sich verdammt nochmal entscheiden, dachte ich mir. Kurz vor Schluß und innerhalb von 3 Minuten konnte sie es plötzlich doch. Mit ihrer Entscheidung konnte ich leben. Das sie so lange dafür brauchte, nicht.

    Dallas wurde vom Rausschmeißer „schmuddelige Bitch“ genannt – muß heute noch darüber lachen ^^

  4. #4
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    Better than Chocolate

    Es war Liebe auf den ersten Blick, da gab‘s überhaupt keinen Zweifel. Maggies Lächeln hat sie verraten. Kim sagt, sie hat wunderschöne Augen. Ich sage, sie besitzt ein zauberhaftes, entwaffnendes Lächeln, das Männer wie Frauen verzaubert – und schöne Haare hat sie auch. Die Chemie stimmte, man mußte kein Einstein sein, zu erkennen: Beide sind füreinander geschaffen ^-^ Jeder weiß, sie ist lesbisch und doch traut sie sich nicht, ihrer Mutter davon zu erzählen. Da ruft eben jene an und verkündet, das sie und ihr Bruder bei ihr einziehen werden. In der Zwischenzeit schmieren Maggie und Kim sich gegenseitig mit Farbe ein, um ein Kunstwerk zu gestalten – und so wurde ich Zeuge, wie ihre Beziehung wuchs und wuchs.

    Bevor Mutter und Bruder eintrudeln wird noch schnell die Wohnung „jugendfrei“ gemacht. Super waren die Leute im Buchladen „Ten Percent Books“, die mit Maggie dort arbeiten. Frances ist gerade am ausflippen (echt klasse), denn der Zoll macht Ärger und beschlagnahmt eine Ladung Bücher, weil sie angeblich pornographisch sind. Ich hab nur darauf gewartet, das die Mutter die Sex-Toys findet und sie.... ^^ Judy, die Frau im Körper eines Mannes, hat mir auch gefallen. Mit Frances schien sich eine Romanze anzubahnen. Starke Frauen, Lesbismus, erotisches, der Witz und die Songs, all das kam bei mir gut an. Die freizügigen und tollen Dialoge muß ich ebenso erwähnen wie die fantastische deutsche Synchro. Glaubwürdig ist »Better than Chocolate« zudem, sei es mit dem Paar schlechthin (Maggie & Kim) oder der nicht ganz einfachen Mutter-Tochter-Beziehung. Und alles wird mit sehr viel Gefühl serviert.


    7/10

  5. #5
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    Der Honiggarten – Das Geheimnis der Bienen



    Kinostart: 05. September 2019 | Trailer

    FSK 12 | 108 Minuten |


    Inhaltsangabe: Schottland, 1952: Seit sie von ihrem Mann verlassen wurden, zieht Lydia (Holliday Grainger) ihren Sohn Charlie (Gregor Selkirk) alleine groß. Weder für die Mutter noch für den Sohn ist es ein leichtes Los und während Lydia Tag und Nacht schuftet, um sich und das Kind durchzubringen, wird Charlie in der Schule drangsaliert. Als er eines Tages als Patient zu Dr. Jean Markham (Anna Paquin) kommt, die gerade erst in ihren Heimatort zurückgekehrt ist um die Praxis ihres Vaters zu übernehmen, findet er in der jungen Ärztin eine neue Freundin. Die passionierte Bienenzüchterin weiht ihn in die Kunst der Imkerei ein und bald erzählt Charlie den Bienen seine Geheimnisse, so wie es auch Jean als Kind getan hat. Über Charlie lernt Jean auch Lydia kennen und als das Mutter-Sohn-Gespann aus seiner Wohnung geschmissen wird, weil Lydia die Miete nicht mehr bezahlen kann, nimmt die Ärztin die beiden bei sich auf. Schon bald entwickelt sich mehr als Freundschaft zwischen Lydia und Jean – in dem kleinen schottischen Städtchen der 1950er Jahren ganz klar ein Tabubruch.... Quelle: Filmstarts | YouTube (Capelight)

  6. #6
    Mitglied Avatar von Yoitsu
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    Cooler Thread. Bookmarked. Beschäftige mich morgen oder sonntag damit und trag ein paar filme nach.
    Denkbloggade - Die aufwühlenden Gedanken eines kleinen Teilzeit-Menschen


  7. #7
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    Updates im Anfangsthread:

    1] 2 Filme sind mir wieder eingefallen
    2] Titel nun mit Cover versehen

  8. #8
    Mitglied Avatar von Filmfreak
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    Letztens im Müller gesehen und hab ich nun im Auge:

    And then came Lola


    Leider keine deutsche Synchro (Untertitel only), aber vielleicht ja doch mal einen Blick wert

  9. #9
    Mitglied Avatar von Angel of Death
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    Der Thread gefällt mir sehr. Mir fiele auch noch ein Film ein, der auf den ersten Blick nicht in die Kategorie fallen würde, es aber durchaus tut: Chloe

    @Filmfreak
    Würdest du den EP evtl. um eine Liste mit lesbischen Filmen ergänzen?
    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.

    Menschen sind Monster, mit Monsterfüllung und Monsterguss überzogen.

    Normalität ist eine Illusion. Was für die Spinne normal ist, ist für die Fliege das Chaos.







  10. #10
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    Zitat Zitat von Angel of Death Beitrag anzeigen
    @Filmfreak
    Würdest du den EP evtl. um eine Liste mit lesbischen Filmen ergänzen?
    Der Thread soll inspirieren, dafür ist er gedacht, damit ihr vergnügt recherchieren könnt, DVDs kauft und Reviews postet. Ist es nicht schöner, selber zu jagen und die Beute zu erlegen? *lach* Möchte mehr Ideengeber sein, und zu den obigen Filmen kann ich wenigstens was sagen. Ich wüßte nicht mal, wo ich anfangen soll, bin auf dem Gebiet ja selber noch ein Neuling.

  11. #11
    Mitglied Avatar von Filmfreak
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    Bonnie & Bonnie | Kinostart: 24. Oktober 2019 | FSK 16 | 87 Minuten | TRAILER




    Porträt einer jungen Frau in Flammen | Kinostart: 31. Oktober 2019 | FSK 12 | 122 Minuten | TRAILER


  12. #12
    Mitglied Avatar von Filmfreak
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    Eva + Candela | DVD: Bereits erhältlich
    https://www.youtube.com/watch?v=KWE5fx5VY58

    My Days of Mercy | DVD: Bereits erhältlich
    https://www.youtube.com/watch?v=B8d0IPkSl4s


    Zitat Zitat von Angel of Death Beitrag anzeigen
    Der Thread gefällt mir sehr. Mir fiele auch noch ein Film ein, der auf den ersten Blick nicht in die Kategorie fallen würde, es aber durchaus tut: Chloe
    Siehst Du, und ich finde das nicht. Bei „Chloe“ geht es vorrangig um was ganz anderes (anderes Thema, anderes Feeling). Wenn ich danach ginge, bräuchten wir überhaupt keine Liste, weil ja heutzutage überall Lesbismus zu finden ist – in jedem Film, in jeder Serie sehe ich etwas davon. In Lesben-Filmen, so wie ich sie definiere, stehen ein oder mehrere lesbische Figuren wie auch deren Beziehungen im Vordergrund – und das von Anfang bis Ende. Denn so spielen sie nicht nur einen kleinen Part, sondern die Hauptrolle in unseren Herzen ^-^
    Geändert von Filmfreak (09.12.2019 um 12:46 Uhr)

  13. #13
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    Guns for Hire

    Athena möchte sterben, daher beauftragt sie Beatle, eine Auftragskillerin, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Da Athena knapp bei Kasse ist, quartiert sie sich für 14 Tage bei ihr ein, solange bis die Lebensversicherung auf B überschrieben wurde. WG!! ^^ Als ich die DVD in der Hand hatte, sah ich zwar, das Lesbismus vorkommt, das es meiner Meinung nach aber ein richtiger Lesben-Film ist, hat selbst mich komplett umgehauen. Er ist ferner heiter (daran ändert auch der Eingangssatz nichts), doch ihn einzuschätzen, was er wirklich ist, ist schwer.

    Witzig wird’s deshalb, weil die beiden unterschiedlichen Frauen zusammenleben und sich auf diese Weise kennenlernen (A ist blond, B brünett. A ist etwas chaotischer und direkter, B mehr in sich gekehrt). Sie streiten sich, schauen fern, reden und tun so, als wären sie in einem Restaurant. Sie tun sich gut, sodass für mich immer ersichtlicher wurde, das beide sich ähneln – zumindest was das Innenleben betrifft. Das es schön blieb, auch wenn jemand hinter Beatle wegen Athena her war, garantierte der Seelenklempner, den B regelmäßig aufsucht.

    90% des Films ist von Lesbismus nur so erfüllt, und war, bis auf die enttäuschende Wendung, echt gelungen.


    7/10

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