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  1. #51
    Moderator Comicgarten Leipzig
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    Zitat Zitat von Nante Beitrag anzeigen
    Andererseits scheine ich zu der verschwindenden Minderheit zu gehören, der die Lutherserie wirklich SEHR GUT gefallen hat.
    Die "Luther"-Serie war- vor allem und gerade noch im Nachhinein betrachtet- schon ein Stück greifbare mitteldeutsche Geschichte und hat mir sehr gut gefallen. Sie lebte aber eben auch von tatsächlich existierenden Persönlichkeiten. Leider ist man dem Irrglauben aufgesessen, dass man das irgendwie fortführen könnte. Selten ist etwas aus meiner Sicht gründlicher schief gegangen. Es ist meine höchstpersönliche Meinung und muss nicht geteilt werden.

  2. #52
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    Wild Wedding
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    Zitat Zitat von Nante Beitrag anzeigen
    Ich glaube, hier ging es eher um die ironisch überspitzte Abwehr von einigen sehr viel ausführlicheren Beiträgen, die genau so etwas zumindest in Erwägung ziehen.
    Ich zB bin nicht der Meinung, dass man Veränderungen nur mit personellen Umbrüchen erreichen kann. Genauso gut kann man die Abläufe ändern, Verantwortung anders verteilen oder die Personenkonstellationen durcheinander würfeln. Gerade letzeres kann in künstlerischen Bereichen sehr hilfreich sein, wenn sich die Kreativen gegenseitig mit neuen Ideen beflügeln.

    Ich finde zB auch die Dialoge und Erzähltexte von JUS nicht schlecht (das oben zitierte Beispiel aus der Amazon-Rezension ist halt sehr blumig, aber bildhafte Beschreibung ist per se nichts schlimmes. Im übrigen könnte das auch schon als Parodie auf Rosamunde Pilcher durchgehen - vielleicht war es sogar so gemeint?), nur sein Storytelling ist halt wenig mitreißend.
    Bitte beachtet meinen Verkaufsthread.

  3. #53
    Moderator Comicgarten Leipzig
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    Zitat Zitat von FilthyAssistant Beitrag anzeigen
    Ich zB bin nicht der Meinung, dass man Veränderungen nur mit personellen Umbrüchen erreichen kann. Genauso gut kann man die Abläufe ändern, Verantwortung anders verteilen oder die Personenkonstellationen durcheinander würfeln. Gerade letzeres kann in künstlerischen Bereichen sehr hilfreich sein, wenn sich die Kreativen gegenseitig mit neuen Ideen beflügeln.
    Ich halte es auch nicht für angebracht, das steht uns gar nicht zu, irgendjemanden weg zu verteufeln. Man muss sich mal selber hinterfragen, ob man noch in den Spiegel schauen kann, wenn man so verdienstvolle und kreative Leute wegwünscht. Andererseits sind Veränderungen - wie man sie hier diskutiert- nur mit Einsichten an ganz bestimmter Stelle durchzusetzen. So lange, wie ein bestimmter grundsätzlicher Erfolg da ist, auf dem man sich mutmaßlich in gewisser Weise doch etwas ausruhen kann, werden von innen heraus auch keine Änderungen und damit auch Verbesserungen erzeugt. Und dann kann das ja auch vollkommen nach hinten losgehen und man erreicht genau das Gegenteil.

  4. #54
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Ich kann der Kritik am künstlerischen Leiter bis jetzt noch nicht ganz folgen. Um nicht ins Missverständliche zu argumentieren, würde ich Bastos ganz gerne bitten, seine Kritik ein wenig zu spezifizieren. Zweifellos hat Bastos diesbezüglich die meiste Ahnung von uns allen, von daher bin ich wirklich gespannt.

    Was ich selber kann, ist die Qualität der Story zu beurteilen. Und hier herrscht ja ganz erstaunlich viel Konsens. Sowas habe ich in fast 20 Jahren (oh Gott, so lange schon?) im Mosaikforum noch nicht erlebt.
    Dem Autor eine kreative Pause zu gönnen, ist sicherlich eine Möglichkeit. Hier redet keiner von "Rausschmeißen". Das ist Quatsch und vor allem unverschämt. Aber Fakt ist, dass die in meinen Augen(!) besten Mosaikserien unter der Ägide Schubert diejenigen waren, bei denen ein Autorenteam verantwortlich zeichnete.
    Ich mag ein paar Aspekte Schuberts sehr, darunter seinen hintergründigen Humor, der häufig auch ohne Brechstange und Klamauk auskommt. Sein Dialogwitz ist mitunter eine wahre Wonne. Das sind Dinge, die ich nicht missen möchte. Jedoch fehlt mir manchmal das meiner Meinung nach nötige Quäntchen Raffinesse im Handlungsaufbau. Dass einem aber nach 15 Jahren Dauerschreiben am Stück und bald einem Vierteljahrhundert insgesamt, dazu noch zwei Serien gleichzeitig, zwischendurch auch noch mit Onepagern, irgendwann mal die Ideen rar werden, ist doch mehr als verständlich.
    Von daher wäre vielleicht eine Unterstützung und eine Rückkehr zum Autorenteam ein guter Lösungsansatz. Jens Fischer ist meines Erachtens dafür prädestiniert. Ab seinem Einstieg in die Griechenland-Ägyptenserie ging es dort dermaßen ab, das war eine wahre Freude und eines meiner größten Highlights in der gesamten Mosaikgeschichte.


    Dass Schubert langweilig wird, wenn er die Faxe nicht mehr alleine schreiben darf, glaube ich nicht. Den allumfassenden Verzückungen über die Caramellen-Serie nach zu urteilen, liefert er ja dort erstklassige Arbeit ab. Es scheint sich also lediglich um eine Abrafaxe-Müdigkeit zu handeln.
    Geändert von CHOUETTE (26.02.2019 um 11:15 Uhr)

  5. #55
    Mitglied Avatar von Bastos
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    wieder in Berlin :-))
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    Zitat Zitat von CHOUETTE Beitrag anzeigen
    Ich kann der Kritik am künstlerischen Leiter bis jetzt noch nicht ganz folgen. Um nicht ins Missverständliche zu argumentieren, würde ich Bastos ganz gerne bitten, seine Kritik ein wenig zu spezifizieren. Zweifellos hat Bastos diesbezüglich die meiste Ahnung von uns allen, von daher bin ich wirklich gespannt.
    Mir „Ahnung“ zu unterstellen, ist mehr als schmeichelhaft, geliebtes Federvieh.

    Aber, wenn aus einem „künstlerischen Leiter“ ein Kompanieführer wird (meine Meinung), erkenne ich das schon. Und da gibt es ja noch den „General“, der fleissig seine Orden putzt und dem Gehorsam geschuldet wird.

    Ich weiß leider nicht, welchen „Eid“ die „Zeichner-Soldaten“ abgelegt haben, für welchen Preis sie ihre Kreativität unterdrücken.
    SIE ALLE SIND EINZIGARTIGE ZEICHNERKOLLEGEN!
    Ihnen unterstelle ich ein hohes Maß an Kreativität (immer wieder bewiesen in „freien Arbeiten“! Ihnen unterstelle ich ein „ICH MÖCHTE MEHR!“ (ansonsten wäre der Job sinnlos).

    Wer oder was also steht dem im Wege? Ist es der „geistiger Vorruhestand“ eines Herrn R. (nicht tragbar in dieser Position), eine kreative Erschöpfung (wäre verständlich, nachvollziehbar und verzeihlich- muss aber zu Konsequenzen führen) oder einfach die Macht der Gewohnheit (ich befürchte).

    Warum schaut der „Künstlerische Leiter“ nicht einmal über den Tellerrand, was seine Aufgabe wäre? Weil es da zieht?

    Den „Totengräber“ nehme ich an dieser Stelle zurück. Dieser könnte es mir übel nehmen, denn – man muss ja auch mal in die nahe Zukunft blicken …

  6. #56
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Alles klar. Besten Dank für die erhellenden Worte! Und hier, teuerster Bastos, fehlt es mir tatsächlich vollständig am nötigen Einblick, um dazu irgendwelche schlauen Kommentare abgeben zu können.

    Mich würde mal interessieren, wer die treibende Kraft hinter den kreativen Veränderungen v.a. während der Amerika-Serie war. Die Erzählstruktur ist klar, das war Rufledt. Ich meine die hier schon angesprochenen optischen Veränderungen. Und wer dafür verantwortlich war, dass danach wieder komplett zurückgerudert wurde.
    Geändert von CHOUETTE (26.02.2019 um 13:21 Uhr)
    Fasse dich kurz! Nimm Rücksicht auf Wartende!

  7. #57
    Noch mal was zu den Verkaufszahlen: Es ist sicher ein Erfolg den nach 1990 bestimmt niemand für möglich gehalten hat, dass eine Mosaikausgabe sich in Gesamtdeutschland mal besser verkaufen würde als eine MickyMaus-Ausgabe. Aber es ist ja ein Erfolg unter dunklen Vorzeichen. Er ist nicht das Resultat eines stetigen Mosaik-Wachstums, sondern vielmehr Resultat eines extremen Auflagenrückgangs bei der MickyMaus, der sich auch nicht allein mit der Kraft der printmedien-Gefahr "Internet" erklären lässt, denn der Einbruch begann schon in der zweiten Häfte der 1990er Jahre als digitale Medien kaum eine Rolle spielten (zumal Comics da wohl sowieso weniger stark drunter leiden als etwa Tageszeitungen). Weiß der Teufel wem oder was die MickyMaus zum Opfer gefallen ist. Zudem ist es etwas geschmeichelt, die Auflage des Mosaik als "stabil" zu bezeichnen. Eher ist von einer langsamen, aber stetigen Tendenz nach unten zu sprechen. Man sollte eher mal fragen wie es nach 1991 möglich war, dass es seinerzeit dem Mosaik gelang, massiv neue Leserschaft zu akquirieren. Ich denke schon dass das neben dem informativen Mittelteil etwas mit den erzählerisch gelungenen Mittelalter-, Griechenland-, Ägypten- und Eldora-Geschichten zu tun hat.
    Geändert von Max schwalbe (26.02.2019 um 13:45 Uhr)

  8. #58
    Moderator Comicwerk Forum
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    Die erste Mittelalterserie fand ich damals gar nicht so stark

    Die fallenden Zahlen in den Neunzigern bei der Micky Maus haben auch etwas damit zu tun, dass weniger Kinder geboren werden. Mosaik hat auch viele Käufer jenseits der klassischen Kinderzielgruppe. Bei den harten Zahlen hat das Mosaik hinzugewonnen, sprich mehr Abos, das hängt auch mit der verstärkten Medienpräsenz zusammen. So erfolgreich trotz fehlender Fernsehserie zu bleiben, ist an für sich ein starkes Stück.
    PR empfiehlt: Rückkehr von "der drei" auf www.comicwerk.de. Außerdem unterstützt "der drei" im Wettbewerb bei www.mycomics.de.

  9. #59
    Die ursprüngliche Frage lautete ja "Quo vadis Abrafaxe". Daraus wurde mittlerweile eine sehr angeregte und weit gefächerte Diskussion. Und so langsam zeichnet sich auch der wichtigste Kern im Austausch der Meinungen ab. Egal wie interessant auch die Argumente bezüglich der einzelnen Zeichenstile oder der Verkaufszahlen sind und hier hat die Schwalbe sicher recht, dass die Micky Maus mit gewissem Auflagenschwund zu kämpfen hat. Nicht umsonst erscheint nur noch alle zwei Wochen ein Heft, statt wie früher üblich einmal pro Woche. Und über einen Zeitraum von sieben Jahren gingen sogar 74 Prozent der Abonnenten verloren. wie man einigen Artikeln über dieses Phänomen entnehmen konnte. Das Mosaik hingegen erscheint monatlich und muss deshalb auch anders betrachtet werden - auch wenn sich jeder Fan eine wöchentliche oder vierzehntägige Ausgabe des Mosaiks sicher vorstellen könnte, vermutlich gäbe es dann eventuell genau dieselben Probleme und die Diskussion wäre auch eine ganz andere.


    Das Mosaik ist schon immer ein Comic gewesen, der Geschichte mit Unterhaltung verknüpft hat - genau darin liegt die Stärke des Hefts. Und auch wenn hier auch radikale Brüche gefordert worden, bis hin zu Science Fiction oder der Gegenwart - all das hätte mit dem Markenkern des Mosaiks nichts mehr zu tun. Die Amerika-Serie war genau der schmale Grat auf dem man perfekt balanciert ist - bis zu den 30er Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts funktioniert genau diese Magie der Zeitreisen - gerade in der Amerika-Serie wurden erzählerische und zeichnerische Pfade beschritten, die sehr faszinierend und interessant waren, man spürte, dass hier wirklich an Grenzen gegangen wurde - der Hauptheld kam zu Tode, es gab sogar nackte Damen zu sehen, man erahnte Prostitution, Not, Elend und das Verbrechen und einen recht ungeschönten Blick auf die Wirklichkeit der damaligen Zeit. Etwas das in den heutigen Serien eher nicht thematisiert wird, obwohl es zu jeder Zeit all diese Elemente gab. Genau hier wäre die realistische Darstellung der damaligen Verhältnisse eine spannende Herausforderung und es würde sehr viel schneller Atmosphäre erreicht. Statt dessen haben wir momentan Wegel und Agerer, ganz sicher nicht die Superhirne der Kriminalität jener Zeit und einen Großkaufmann der seinen "großen" Laden ganz alleine schmeißt. Diese Mißverhältnisse machen auf Dauer jede Handlung kaputt - und hier gilt es anzusetzen - ein genaues Abbild der Zeit, verknüpft mit einer spannenden Geschichte und schon hat man jene Magische Formel, welche seit dem allerersten Heft funktioniert. Und die Neuerungen, wie der informative geschichtliche Mittelteil und die Aufbereitung der relevanten Fakten, haben sich als sehr gut erwiesen und besitzen eine große Berechtigung.


    Denn genau darin liegt die Stärke des Mosaiks, weil selbst in schwachen Hauptserien gibt es so viel Tolles zu entdecken, weil es immer spannend ist, mit den Abrafaxen durch die Zeit zu reisen. Also mehr Mut bei der Auswahl der Themen und Stoffe - mehr Realismus und bereit sein auch mal Grenzen auszuloten und komplexere Handlungsstränge aufbauen, vielleicht auch mit früheren Serien verknüpfen, ein wirklich funktionierendes, rätselhaftes Gesamtuniversum aufbauen, denn da liegt soviel Potential in diesen Stoffen, auch wenn man mal zwei Seiten einer Medaille beleuchtet, klar macht, wie Geschichte funktioniert, was man daraus lernen kann, wie komplex und schwierig es für die unterschiedlichsten Parteien in einem Konflikt war, also auch mal ein Zeitsprung zurück in eine bekannte Serie, aber dabei sozusagen die Seiten wechseln, es gäbe so viele Ideen dafür und auch das wäre eine Innovation, die interessant sein könnte. Und generell gilt - erzählt Geschichten die wirklich geheimnisvoll sind, mitfiebern lassen und Spannung erzeugen.


    Genau dahin sollte die Reise der Abrafaxe gehen, wenn es darum geht, das Quo vadis? zu beantworten.

  10. #60
    Mitglied Avatar von pits
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    Zitat Zitat von CHOUETTE Beitrag anzeigen
    Hoppala, Gegenwind aus einer völlig unerwarteten Ecke. Ähm ... nein, deinen Wismar-Bezug hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. tl;dr, weißte?
    Nein, ich meine das so, wie ich es schrieb: Wir haben im ersten Jahr Leipzig, Lübeck, Rostock, Visby, Reval, Narva, Pleskau, Nowgorod, Köln, London und Brügge kennengelernt. Ich muss im zweiten Jahr nicht unbedingt noch Münster, Bremen, Halle, Stockholm, Riga und Bergen kennenlernen um zu verstehen, wie weitverzweigt die Hanse ist. Außerdem lernten wir, dass man mit Stoffen, Heringen, Salz, Fellen, Gewürzen und was weiß ich och alles handeln kann. Noch mehr Handelsgüter brauche ich auch nicht.

    Nichts läge mir ferner, als Wismar zu diffamieren! Ich halte Wismar für die mit großem Abstand bedeutendste Metropole zwischen Gägelow und Hornstorf. Ohne Scheiß!
    😁

  11. #61
    Mitglied Avatar von pits
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    Zitat Zitat von thowiLEIPZIG Beitrag anzeigen
    Ich bin eine ganze Weile hier nicht zum Lesen gekommen, sorry, war unterwegs. Aber DAS HIER OBEN ZITIERTE setzt Allem wohl eine Krone auf.
    Falls das jedoch WITZIG sein sollte: NEIN, isses nicht, sondern eine schlimme Beleidigung. Ich bezweifele, dass der gute Pits die Diskussion derartig ausarten lassen wollte...
    Stimmt. Ich halte alle Beteiligten für fähig und willens, sich progressiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich habe zumindest Jörg als wunderbaren Menschen und fähigen Künstler kennengelernt und bin der Meinung, dass alle Beteiligten beim Mosaik das besser machen könnten als ich. Deshalb bin ich ja auch ein wenig gefrustet, verstehe aber durchaus die wirtschaftlichen Zwänge.

  12. #62
    Zitat Zitat von pits Beitrag anzeigen
    ...verstehe aber durchaus die wirtschaftlichen Zwänge.
    Genau das verstehe ich nun wiederum nicht.
    Ich lese einerseits dass es "brummt", die Abozahlen stimmen, das Produkt einen hohes Stammkundenpotential hat und die meisten davon sowieso nicht gleich wegrennen.
    Dann ist der wirtschaftliche Zwang doch gar nicht so groß oder zumindest kein Hinderungsgrund, Fan-Wünsche nach weniger Langeweile und mehr Innovativität zu berücksichtigen.

  13. #63
    Werter Herr Bender dem kann ich mich voll und ganz anschließen.

    Nachdem wir hier "gut das wir darüber gesprochen haben" abschließen. Wie wäre denn eine Zusammenfassung der sehr guten und realistischen Vorschläge zu verstehen, die dann auch per Post und Leserbrief der CF-Gemeinde an die Redaktion geht?

    Die ganzen Wortbeiträge werden sie wahrscheinlich nicht lesen, aber vor einer gesammelte "Petition" kann die Redaktion sicher nicht die Augen verschließen
    Und so kann des "Lesers Wille" vielleicht doch was verändern.

    Es wäre zu wünschen, die werte Redaktion würde dieses kostenlose QM zu würdigen wissen. Sie muß keine hochbezahlten Unternehmensberater einschalten, sondern bekommt es praktisch gratis!

    Der Kern des Unternehmens "procom" hat doch Anfang der 90er Jahre, genau das für den "neuen" Verlag Junge Welt GmbH getan.
    Danke für die Aufmerksamkeit!

  14. #64
    Mitglied Avatar von Nafi Dhu Asrar
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    Ich möchte ob des Eindrucks, dass hier alle einer Meinung sind, nur anmerken, dass sich hier vielleicht zehn von grob 70.000 Lesern äußern. Vielleicht sind wir nur eine Minderheit und der Mehrheit, ob Ama oder acht, gefallen die Geschichten sehr gut. Vielleicht befinden wir uns nur in einer Echokammer, geschult an der jahrzehntelangen Analyse von Mosaikplots.

  15. #65
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Deine Skepsis teile ich nicht. Die hier angesprochenen Mängel scheinen mir objektiv. Ich halte es sogar für gut möglich, dass man das im Verlag genau so sieht. Würde aber hier in hundert Jahren keiner zugeben.
    Geändert von CHOUETTE (27.02.2019 um 07:10 Uhr)

  16. #66
    Mitglied Avatar von Remory
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    Zitat Zitat von Nafi Dhu Asrar Beitrag anzeigen
    Ich möchte ob des Eindrucks, dass hier alle einer Meinung sind, nur anmerken, dass sich hier vielleicht zehn von grob 70.000 Lesern äußern. Vielleicht sind wir nur eine Minderheit und der Mehrheit, ob Ama oder acht, gefallen die Geschichten sehr gut. Vielleicht befinden wir uns nur in einer Echokammer, geschult an der jahrzehntelangen Analyse von Mosaikplots.
    Es sind genau 21, die sich hier zu Wort gemeldet haben.
    Aber eine Petition halte ich auch für übertrieben. Der Verlag hat doch die Chance hier mitzulesen und seine Schlüsse draus zu ziehen, oder auch eben nicht. Wer von uns Lesern weiß schon so genau, was hinter den Kulissen im Verlag vor sich geht und warum welche Entscheidungen genau so getroffen werden und nicht anders? Jedenfalls schaue ich mir jede neue Serie gern an und wenn es nichts für mich ist, dann lass ich es halt.

  17. #67
    Zitat Zitat von prothowi Beitrag anzeigen
    ...
    Die ganzen Wortbeiträge werden sie wahrscheinlich nicht lesen, aber vor einer gesammelte "Petition" kann die Redaktion sicher nicht die Augen verschließen
    Und so kann des "Lesers Wille" vielleicht doch was verändern.

    Es wäre zu wünschen, die werte Redaktion würde dieses kostenlose QM zu würdigen wissen. Sie muß keine hochbezahlten Unternehmensberater einschalten, sondern bekommt es praktisch gratis!

    Der Kern des Unternehmens "procom" hat doch Anfang der 90er Jahre, genau das für den "neuen" Verlag Junge Welt GmbH getan.
    Ich schließe mich da dann doch schon eher der Auffassung von Remory an.

    Des "Lesers Wille" lässt sich nun wirklich nicht von den hier sicher sehr kompetent und engagiert schreibenden Mosaik-Aktivisten ableiten. Das Heft wird wirklich nicht für die überschaubare Hardcore-Fanszene verlegt. Zudem meine ich, dass der mit Steinchen gepflasterte Weg von Procom zum Mosaik nicht so unheimlich viel mit QM zu tun hatte...
    Es grüsst
    Uhrviech aus Passow, wo die Digedags ein Zuhause haben

  18. #68
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Was braucht ihr denn, um an die Existenz der hier angesprochenen Probleme zu glauben? Zugegeben, um eine statistisch verwertbare Analyse zu treffen, brauchen wir etwa doppelt so viele Meinungen. Aber jetzt nun bei weitem nicht die aller Leser. Ein kleiner Bruchteil reicht. Und der Trend ist doch nun eindeutig.
    Es gibt reichlich wissenschaftliche Studien mit ähnlicher Probandenzahl. Die werden sogar in Fachzeitschriften veröffentlicht.

    Es ist doch nun auch keine Lösung, sich anhand von fünf Leserbriefen bildermalender Grundschüler selbst zu beglückwünschen, während man eindeutige Kritik anderswo als nicht relevant weil zu wenig ignoriert.
    Geändert von CHOUETTE (27.02.2019 um 11:45 Uhr)

  19. #69
    Zitat Zitat von Uhrviech Beitrag anzeigen
    Das Heft wird wirklich nicht für die überschaubare Hardcore-Fanszene verlegt.
    Interessante Aussage. Diese Worte fallen immer mal wieder und heißen übersetzt: Man interessiert sich einen Schei......k für die mit Herzblut dranhängen. Man kann sich natürlich immer weiter vom Kern entfernen, die jahrzehntelang jeden Dödel mitmachen, Events auf die Beine stellen, zu jeder Sinnlosveranstaltung mit drei wie die Faxe angezogenen Laiendarstellern rammeln. Im Gegenteil, ich habe meist den Eindruck, es wird hier schon fleißig mitgelesen. UND: Genau das Gegenteil gemacht! Ist auch ne Strategie, kann man machen, muss man aber nicht.
    Geändert von Niklas Bender (27.02.2019 um 08:01 Uhr)

  20. #70
    Zitat Zitat von CHOUETTE Beitrag anzeigen
    Was braucht ihr denn, um an die Existenz der hier angesprochenen Probleme zu glauben? Zugegeben, um eine statistisch verwertbare Analyse zu treffen, brauchen wir etwa doppelt so viele Meinungen. Aber jetzt nun bei weitem nicht die aller Leser. Ein kleiner Bruchteil reicht. Und der Trend ist doch nun eindeutig.
    Es gibt reichlich wissenschaftliche Studien mit ähnlicher Probandezahl. Die werden sogar in Fachzeitschriften veröffentlicht.

    Es ist doch nun auch keine Lösung, sich anhand von fünf Leserbriefen bildermalender Grundschüler selbst zu beglückwünschen, während man eindeutige Kritik anderswo als nicht relevant weil zu wenig ignoriert.
    Es geht doch nicht um das "daran glauben" oder um richtige oder falsche Einschätzung. Wir bewegen uns hier in einem Forum des Verlages. Remory hat es doch richtig formuliert:
    Zitat Zitat von Remory Beitrag anzeigen
    ... Der Verlag hat doch die Chance hier mitzulesen und seine Schlüsse draus zu ziehen, oder auch eben nicht. Wer von uns Lesern weiß schon so genau, was hinter den Kulissen im Verlag vor sich geht und warum welche Entscheidungen genau so getroffen werden und nicht anders?...
    Sicher hat (oder hätte) der Verlag bei Bedarf auch andere Möglichkeiten eine breitere Meinungsvielfalt seiner Leser einzuholen, so er es wollte.
    Es grüsst
    Uhrviech aus Passow, wo die Digedags ein Zuhause haben

  21. #71
    Zitat Zitat von Niklas Bender Beitrag anzeigen
    Interessante Aussage. Diese Worte fallen immer mal wieder und heißen übersetzt: Man interessiert sich einen Schei......k für die mit Herzblut dranhängen. Man kann sich natürlich immer weiter vom Kern entfernen, die jahrzehntelang jeden Dödel mitmachen, Events auf die Beine stellen, zu jeder Sinnlosveranstaltung mit drei wie die Faxe angezogenen Laiendarstellern rammeln. Im Gegenteil, ich habe meist den Eindruck, es wird hier schon fleißig mitgelesen. UND: Genau das Gegenteil gemacht! Ist auch ne Strategie, kann man machen, muss man aber nicht.
    Deine "Übersetzung" kann ich nicht teilen! Allerdings funktioniert ein Verlag nach anderen Spielregeln als ein Fanclub.
    Es grüsst
    Uhrviech aus Passow, wo die Digedags ein Zuhause haben

  22. #72
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Deine Beiträge sind schon bemerkenswert. Korrigiere mich, wenn ich mich irre, aber soweit ich mitbekommen habe, bist du kein Leser der aktuellen Hefte. Du kennst nur unsere Meinungen, meinst aber beurteilen zu können, dass diese kaum relevant seien.
    Mein Vorschlag: Lies die Hefte der letzten Dekade und urteile dann, ob unsere Kritik nur die einiger weniger „Hardcorefans“ ist, oder ob du vielleicht doch einige Kritikpunkte als augenfällig akzeptierst.

    Vielleicht liegt es aber auch an mir. Vielleicht bin ich einfach nur viel zu unbescheiden, um die eigene Meinung als völlig irrelevant abzutun, sobald sie sich mit 95% der anderen deckt.
    Wenn ich so denken würde, bräuchte ich aber nie wieder mit meiner Frau zu diskutieren.

    Apropos: Diese ist dem Mosaik schon während der Australien-Serie als Leserin abhanden gekommen.
    Geändert von CHOUETTE (27.02.2019 um 08:30 Uhr)

  23. #73
    Da die ursprüngliche Frage ja Quo vadis? lautet - kann man doch durchaus auch mal anregen eine Online-Abstimmung über das nächste Reiseziel der Abrafaxe zu veranstalten. Das wäre etwas innovativ Neues - direkte Leserbeteiligung und man würde auch eine größere Anzahl an aussagekräftigen Lesern bewegen dabei mitzumachen. Und natürlich könnte man die Abstimmung auch gleich noch zu Inhalten etc. erweitern.

    Denn die sicher mit viel Mühe krakelig gemalten Bilder der Grundschüler sind hoffentlich nicht wirklich als Feedback zu verstehen, da vermutlich eher die Eltern die Hefte kaufen und es selten geschieht, dass ein Grundschüler dafür sein Taschengeld investiert. Das sind dann eher Spontankäufe weil die Aufmachung des Titelbildes anspricht. Aber die regelmässigen Käufe erfolgen wahrscheinlich erst im späteren Alter oder eben durch die erwähnten Eltern.

    Insofern wäre es ein spannender, basisdemokratischer Schritt, wenn man vielleicht über diese Umfage auch mal Erhebungen dahingehend macht, wie hoch der Anteil der älteren Leser ist - es mag ja angehen, dass man von einer jüngeren Zielgruppe ausgeht - aber was, wenn die tatsächliche Käufergruppe sehr viel älter ist und dadurch natürlich auch andere Wünsche und Ansprüche an das Heft hat? Mit diesem Wissen könnte man vielleicht auch mal sehr viel mutiger sein bei der Erzählweise und der thematischen Herangehensweise.


    Denn dann würden bei der Abstimmung auch wirklich Leute mitmachen, die seit Jahren jedes Heft lesen und man kann über die Fragestellung sogar herausfiltern, wer einfach nur mal in ein Heft reinschaut. Hier könnte man wirklich viel Wertvolles für die weitere Arbeit der kommenden Jahre gewinnen - man muss ja nicht über jede neue Serie abstimmen lassen - aber hin und wieder - zu Jubiläen oder einfach um mal wirklich etwas radial Neues zu wagen, wäre so eine Umfrage und Abstimmung gelegentlich sehr hilfreich. Und da wir noch eine ganze Weile vermutlich in der Welt der Hanse herumdümpeln, ehe die nächsten blauen Kristalle uns in eine andere Zeit entführen, wäre es doch sicher umsetzbar so eine Onlineumfrage vorzubereiten und anzubieten. Und vermutlich hätten alle Schreibenden hier im Forum schon eine Menge Ideen wohin diese nächste Reise gehen könnte. Auch auf diese Weise könnte man also Quo vadis Abrafaxe? sehr gut beantworten.

  24. #74
    Zitat Zitat von CHOUETTE Beitrag anzeigen
    Deine Beiträge sind schon bemerkenswert. Korrigiere mich, wenn ich mich irre, aber soweit ich mitbekommen habe, bist du kein Leser der aktuellen Hefte. Du kennst nur unsere Meinungen, meinst aber beurteilen zu können, dass diese kaum relevant seien.
    Mein Vorschlag: Lies die Hefte der letzten Dekade und urteile dann, ob unsere Kritik nur die einiger weniger „Hardcorefans“ ist, oder ob du vielleicht doch einige Kritikpunkte als augenfällig akzeptierst.

    Vielleicht liegt es aber auch an mir. Vielleicht bin ich einfach nur viel zu unbescheiden, um die eigene Meinung als völlig irrelevant abzutun, sobald sie sich mit 95% der anderen deckt....
    Korrigieren möchte ich dich tatsächlich: ich wollte damit nicht einmal im Ansatz ausdrücken, dass eure Meinungen kaum relevant sind. Ich finde es auch gut, wenn diese hier besprochen werden! Auch ich gehe davon aus, dass diese Meinungen zur Kenntnis genommen werden. Mich bewegte nur die Auffassung von "prothowi" man müsse durch eine "Petition" einer Handvoll engagierter Fans dem Verlag zeigen wo es lang zugehen hat - wie ein Verlag zu führen ist.
    Meine Vergleichsbasis ist eine andere - und sie betrifft das andere Mosaik. Da weiß ich ziemlich genau warum Dinge nicht so laufen wie sich das viele Fans wünschen und wie es auch einzelne Verlagsmitarbeiter gerne hätten. Das ist zwar ein anderes Thema, aber einige Hintergründe könnten schon vergleichbar sein.

    Nein, deine Auffassung sollte nicht als irrelevant abgetan werden. Bleibe unbescheiden wie du bist, an dieser Stelle vertrittst du immerhin stolze 0,02 % der Leserschaft ... Das ist jetzt ein Spaß, selbst ich als "Außenstehender" kann viele der angeführten Argumente nachvollziehen.
    Es grüsst
    Uhrviech aus Passow, wo die Digedags ein Zuhause haben

  25. #75
    Zitat Zitat von SilverBlade Beitrag anzeigen
    Da die ursprüngliche Frage ja Quo vadis? lautet - kann man doch durchaus auch mal anregen eine Online-Abstimmung über das nächste Reiseziel der Abrafaxe zu veranstalten. Das wäre etwas innovativ Neues - direkte Leserbeteiligung und man würde auch eine größere Anzahl an aussagekräftigen Lesern bewegen dabei mitzumachen. Und natürlich könnte man die Abstimmung auch gleich noch zu Inhalten etc. erweitern. ...
    Eine solche Umfrage müsste schon mit gewissen Maßnahmen die Motivation zu einer Teilnahme steigern und natürlich aus dem geduckten Heft heraus gestartet werden (Beispiel: das gute, alte Preisausschreiben gut illustriert im Sonderteil des Mosaiks). Man darf auch nicht vergessen, dass viele es satt haben ständig von irgendjemanden zu irgendeinem Thema befragt zu werden. Ein anderer Teil der "Mosaik-Generation" bewegt sich eher weniger im Internet, auch die sollten nicht ausgeschlossen werden.
    Es grüsst
    Uhrviech aus Passow, wo die Digedags ein Zuhause haben

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