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Thema: Fix und Foxi Gutachten von 1969

  1. #26
    ................................Teil 4


    a. Inhaltliche und formale Beurteilung von FIX UND FOXI und MICKY MAUS

    Es gibt verschiedene Gesichtspunkte, nach denen die Kinder die beiden Zeitschriften unterscheiden. Dabei geht es nicht nur um das Inhaltliche, auch das Formale spielt eine Rolle.

    1. Inhaltliche Beurteilung

    Es gibt immer wieder Beiträge, die für den Kauf entscheidend sind. Das aber auch unterscheidet sich radikal nach Geschlechtern. Die Jungen finden bei MICKY MAUS den „Daniel Düsentrieb“, den „Onkel Dagobert“ gut, bei FIX UND FOXI „Pit und Pikkolo“ und „Tom und Klein-Biberherz“. Die Mädchen lehnen gerade diese Beiträge meistens ab. Sie verstehen sie nur zum Teil, und sie fallen nicht in die weiblichen Interessensrichtungen.

    So ist es kein Wunder, wenn ein Mädchen zu „Pit und Pikkolo“ sagt:

    Das ist so ein Durcheinander, man findet sich gar nicht zurecht.“

    Ein Junge meint:

    Das ist Klasse. Wenn ich gewußt hätte, daß die drin sind, hätte ich es gekauft.“

    Die Mädchen, die wahrscheinlich die intensiveren (und vielleicht auch zahlreicheren) Leser dieser Art von Jugendzeitschriften sind, finden an FIX UND FOXI sehr viel mehr auszusetzen als an MICKY MAUS. Für sie sind nämlich eher die Hauptbeiträge wichtig, so eben MICKY MAUS und FIX UND FOXI.

    Zu „Donald Duck“ sagen die Mädchen:

    Dem passieren immer soviel Mißgeschicke, aber es geht immer gut aus.“

    Zu „Onkel Dagobert sagen sie:

    Der ist immer so knausrig mit dem Geld, das ist ulkig.“

    MICKY MAUS wird allgemein akzeptiert, FIX UND FOXI dagegen wird aus verschiedenen Gründen, die noch zu besprechen sind, weniger positiv beurteilt.

    Es hat – nach Überschau der Ergebnisse – den Anschein, als sei FIX UND FOXI zu sehr auf Jungen zugeschnitten, die eine ganze Reihe mehr Nebeninteressen haben als Mädchen. Es wäre also denkbar, daß man die Zielgruppe nicht genau trifft. Das könnte inhaltlich der Fall sein durch die Überbewertung von auf Karl May ausgerichtete oder zu real-technische Beiträge.

    Es ist zwar aus zwei solcher Gruppendiskussionen noch nicht der Weisheit letzter Schluß zu ziehen, aber es kann doch von der Tendenz her gesagt werden, daß beim Vergleich zweier Hefte (MICKY MAUS und FIX UND FOXI) FIX UND FOXI inhaltlich schlechter wegkommt.

    Was ausgesetzt wird, richtet sich z.B. gegen...

    - Jo-Jo, er wird nicht als der Botschafter der Redaktion erlebt, sondern eher als eine „zu kurze“ Geschichte.

    - Den Brief von Rolf, der kaum genutzt wird.

    Ist zuviel geschrieben

    Sagen die Kinder, und alles das ist für sie toter Raum. Sie kommen ja auch zu dem Empfindungsschluß, daß in FIX UND FOXI weniger steht als in MICKY MAUS.

    - Die Geschichten insgesamt, weil da

    nicht soviel passiert

    Wie bei MICKY MAUS. Die Gestaltungstendenz will in diesem Alter noch unterstützt werden. Was da bei FIX UND FOXI nicht so recht trifft, ist möglicherweise ein zu konkret verstandener Realismus für ein Entwicklungsalter, in dem der phantastische Realismus (Märchenalter) regiert.

    Begeisterung herrscht bei Jungen und Mädchen über die Witze und über „Lupo“. In diesem Zusammenhang ist interessant, daß „Eusebia“ und „Lupo“ oft miteinander identifiziert werden. „Lupo“ ist auf jeden Fall die stärkere Figur, und die Kinder wollen sie häufiger sehen.

    Wie am Anfang schon anklang, als es darum ging, was gelesen werde, so sei auch an dieser Stelle noch einmal darauf verwiesen, daß die Kinder zwischen „lustig“ und „spannend“ unterscheiden.

    Bei lustig „kann man sich schon denken, wie es weitergeht“. Hier trägt also die Handlung das Geschehen nicht. Jungen wie Mädchen ziehen dem Lustigen spannende Geschichten vor, doch verstehen beide etwas anderes darunter, und beide wollen beides in einer gewissen Dosierung, die etwa auf ein Verhältnis von sechs für Spannung und vier für Lustiges hinausläuft.

    Während die Jungen „Daniel Düsentrieb“ oder „Pit und Pikkolo“ als spannend bezeichnen, sind für die Mädchen durchaus auch FIX UND FOXI-Abenteuer spannend, wie sie in Nr. 47/68 gezeigt werden (Süße Früchte und ein Früchtchen).

    Wettbewerbe, Preisrätsel usw. sind in der Altersgruppe offenbar noch nicht attraktiv. Die echte Beteiligung (also Einsendung) lag in den Gruppen ca. bei 1 von 10. Die Mehrheit verstand damit noch garnicht umzugehen.

    Man sollte hier entweder den Raum sinnvoller ausnutzen oder als Preise eine adäquatere Lösung finden (z.B. Poster).
    Herzliche Grüße
    nc

  2. #27
    ................................Teil 5


    2. Formale Beurteilung


    Zu diesem Punkt gibt es konkrete Einstellungen der Kinder. Man kann ihn wohl unterteilen nach gewissen Schwerpunkten.


    2a Bilder der Geschichten

    Bilder sind alles. Sie brauchen den Text nur als Ergänzung – sie dominieren. Entsprechend müssen sie auch aus sich verständlich sein.

    Man hat z.B. auszusetzen, dass die Bilder bei FIX UND FOXI

    immer so eng wirken, so verwirrt. Sie sind ja so unübersichtlich.“

    Bei MICKY MAUS sind sie klarer, leichter überschaubar. Bilder wie „Familie Feuerstein“ werden abgelehnt, abgesehen davon, daß man sie inhaltlich für „zu blöd“ hält.


    2b Bilder zum Sammeln

    Die Mädchen wenden sich entschieden gegen die von den Jungen bevorzugten Auto- und vor allem Fußballbilder. Gewiß ist beides durchaus ein Zugmoment, dem schwer etwas Vergleichbares entgegengestellt werden kann.

    In diesem Zusammenhang kam der Vorschlag, die handelnden Figuren (natürlich nur die sympathischen) in großer Form (man machte den Vergleich mit dem Bravo-Starschnitt) herauszubringen. Sofort kam auch der Einwand, daß man sich ja nicht jedes Heft kaufen könne. Entsprechend begeistert wurde das Poster aufgenommen. Das „ist einfach klasse“. Vielleicht aber sollte man es nicht unter dieser Bezeichnung ankündigen, denn die Kinder wußten nichts damit anzufangen.


    2c Titelbild

    Das Titelbild hat eine besondere Bedeutung bei der Auswahl, denn in vielen Fällen läßt der Händler das Durchblättern nicht zu. Die Kinder sagen:

    Es müßte ein Bild drauf sein von einer Geschichte, die drin ist.“

    Das wäre zu nutzen, indem man aus der interessantesten Geschichte ein Bild, das einen Höhepunkt andeutet, verwendet, um die Neugier zu entfachen. Bisher geschieht das offensichtlich weder bei MICKY MAUS noch bei FIX UND FOXI. Ein Junge sagte z:B.:

    Man denkt, das ist toll, und dann ist das gar nicht drin!“

    Die Mädchen meinen zwar:

    Könnte ruhig drin davon handeln, was vorn drauf ist

    Aber auf der anderen Seite sind sie eben doch mehr Intensiv-Leser, denen die Verpackung weniger wichtig ist als der Inhalt.


    2d Farbe

    Die Farbe ist ein ganz wesentlicher Bestandteil der Einstellungen zu den Heften. So werden die Farben von MICKY MAUS als deutlich, klar und „aufregend“ bezeichnet, während die Farben von FIX UND FOXI als leer, oft unpassend, nicht so schön gedruckt, nicht kräftig erlebt werden. Auch das „Unwirkliche“ eines Hintergrundes (s. MICKY MAUS) wirkt oft auf Kinder aufregender, überzeugender als die natürliche Farbe (weiß). Sie neigen eher zur Rot-Gelb-Komponente. Aktive Farben müssen für sie auf einem konträren Hintergrund stehen.

    Die MMK-Zeitung und der Mittelteil von FIX UND FOXI genießen schon aufgrund ihrer farblichen Impotenz eine mangelhafte Aufmerksamkeit. Sie wirken tot nach der Lektüre der Farbgeschichten. Wollte man sie also beibehalten, sollte man sie an den Anfang des Heftes verlegen.

    Beim Rohrschach-Test gibt es so etwas wie einen Farbschock. Es hatte den Anschein, als seien die Kinder mit den Innenseiten des Heftes nur deshalb nicht einverstanden, weil hier die Farbe ausfiel.


    2e die Figuren

    Es wurde festgestellt, daß MICKY MAUS dadurch im Vorteil ist, daß die Figuren „leben“. Sie sind im Kino und im Fernsehen zu sehen, agieren und „sprechen“. Dem hat FIX UND FOXI kaum etwas entgegenzusetzen.

    Aber es ist nicht nur die Aktion der Figuren. Man bemängelt an FIX UND FOXI auch, daß in den Geschichten nicht genug neue Figuren auftauchen. Dieses (Vor)Urteil bleibt auch bestehen beim Vergleich zwischen etwa „Daniel Düsentrieb“ und „Pit und Pikkolo“, wo in letzterer Geschichte weit mehr Personen handeln.

    Noch etwas anderes wird zur Entscheidung herangezogen, nämlich die Art der Äußerung der Figuren. Bei MICKY MAUS sind sie „natürlich“,

    die könnte es geben, die von FIX UND FOXI nicht“.

    Die Kinder denken hier an die exaltierte Art zu reagieren, die ihnen selbst näher liegt.

    Ein Hinweis ist vielleicht auch, daß ein Junge feststellt:

    FIX UND FOXI spielt mehr auf dem Lande, MICKY MAUS mehr in der Stadt und so …“

    Hier ist doch wohl nur transponiert worden, denn der Junge hatte den Gegensatz „lahm – aktiv“ im Sinn.

    Zu „Onkel Dagobert“ sagt ein Mädchen:

    Das ist gut, wenn die Fetzen fliegen (Kracks! und so) oder die Papiere (Hoppla!)
    (MICKY MAUS 48/68 Seite 3 und 6)

    Agilität ist also wichtig.

    Ein sehr positiver Punkt für FIX UND FOXI ist anscheinend, daß die letzte Seite auch noch mit „Schnieff und Schnuff“ bedruckt ist.

    Das fängt immer so harmlos an, und dann kann man immer so darüber lachen“.
    Herzliche Grüße
    nc

  3. #28
    ................................Teil 6 (Ende)



    d. Erwartete Verbesserungen


    1. Fortsetzungen
    Es ist wahrscheinlich irrig anzunehmen, daß durch Fortsetzungsgeschichten Leser gebunden würden. Alle Kinder sprachen sich im Prinzip gegen solche Folgen aus, da sie ja nicht regelmäßig kaufen können. Man schafft also mehr Leserverärgerung als Leserbindung.


    2. Hauptfiguren
    Man erwartet bei FIX UND FOXI mehr Hauptfiguren. Immer wieder wird gesagt, daß FIX UND FOXI eintöniger sei als MICKY MAUS.


    3. Witze
    Als besonders gut an FIX UND FOXI sehen die Kinder die Witze an. Sie sollten groß herausgestellt und evtl. durch (farbige) Zeichnungen genügend unterstützt werden, denn sie sind eine der wesentlichsten Parzellen der Zeitschrift.


    4. Abfolge der Geschichten
    Kinder sind keine Erwachsenen. So primitiv das klingt, so münzt es sich um in Einstellungen. Geschichten, die auseinandergerissen werden. Mögen sie nicht. Man sollte also vermeiden, daß sie zehn oder zwanzig Seiten später weiterlesen müssen.

    Ein anderer Gesichtspunkt ist, daß die Aufteilung der Geschichten nicht stimmt. Die Jungen halten die Hefte mit „Superman und Batman“ für besser, weil sie zwei abgeschlossene Geschichten bringen, die Mädchen nennen Bücher als „liebere“ Lektüre. Die Tendenz geht also zum Abgeschlossenen. Wenn man a priori damit rechnen muß, daß ein regelmäßiger Kauf nicht stattfindet, sollte man eher danach streben, den Käufer gut zu bedienen.

    Wichtig scheint das Problem, wie Fortsetzungen eingeführt werden. Alle Kinder neigten dazu, die wesentlichsten Ereignisse noch einmal im Bild (dem wichtigsten Bestandteil der Zeitschrift) vorgeführt zu bekommen. Das könnte durchaus auch in verkleinerter Form geschehen. Einer textlichen Einführung widerstreben sie.

    Man möchte also keine Fortsetzungen, aber auch keine Unterbrechung einer Geschichte (z.B. weiter auf Seite sowieso). Insgesamt werden weniger und vollständige Geschichten vor vielen mit Fortsetzungen begrüßt.


    5. Sammelbilder
    Man kann natürlich vieles sammeln. Es ist eine Tatsache, daß MICKY MAUS mit den Fußballbildern eine Domäne beschlagnahmt hat, die nicht einzureißen ist – soweit es die Jungen anbelangt. Bei den Mädchen sieht das anders aus. Sie finden die „für die Schule so gut zu gebrauchenden Bilder“ ganz toll.


    6. Verstehbarkeit der Geschichten
    Am Rande klang an, daß nicht alle Geschichten genügend verständlich sind. Teils wurde die bildliche Unterteilung für zu grob gehalten, teils aber auch der Text für ungenügend deutlich erklärt. In dieser Richtung sollte man sich also auch mehr orientieren und Mühe geben, dem Leser gerecht zu werden.

    Es ist einfach zu hochgestochen und zu erwachsen gedacht, wenn es in einem Bildtext heißt (FIX UND FOXI 46/68, Seite 6 unten)

    Morgen früh habe ich alles bereit: hochstereopure Hilpertritschen-Attrappen für das Täuschungsmanöver, Hilpertriotylen-Spray und ein elektronisches Katapultiergerät!“

    Was kann ein neunjähriges Mädchen das ja durchaus zur kaufenden Zielgruppe gehört, mit diesem Text anfangen? Es liest darüber hinweg, und wenn diese Situation häufiger Eintritt, kann das zur Frustration und zum negativen Kaufentscheid führen.


    E N D E
    Herzliche Grüße
    nc

  4. #29
    Mitglied
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    Danke, dass Du das gezeigt hast!

    Leider kann ich dazu nicht viel sagen. Es kommt wie ein Bericht über eine Leserbefragung in kleiner als Schulklassenstärke rüber. Davon wird es in all den Jahren vermutlich noch mehr - insbesondere vom Verlag selbst (keine externe Vergabe) - gegeben haben.

    PS:
    Gibt es Anzeichen dafür, dass sich auf diese Arbeit hin etwas in den Kauka-Heften verändert hat?
    Geändert von Pickie (09.12.2018 um 12:38 Uhr)

  5. #30
    Mitglied Avatar von Fax
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    Ich muss da, bei einigen Ausführungen eines Gutachtens des Diplom-Psychologen G. Kerze widersprechen
    Ich denke, es ist eher Geschmackssache ob einem Fortsetzungsgeschichten, liegen oder nicht.
    Ich habe z. B. immer sehr gerne die Storys von Pit und Pikkolo, als Fortsetzung gelesen (auch als Kind oder Jugendlicher)
    Oder von Lucky Luke, oder von den Schlümpfen. Ich hatte natürlich auch immer als Kind jemanden, der mir dann das nächste Heft gekauft hat.
    Klar, es wäre natürlich schlecht gewesen, wenn jede FF - Story auf Fortsetzungen angelegt gewesen wäre.
    Es hängt aber auch meiner Meinung nach, immer von dem jeweiligen Kind ab, ob es Fortsetzungen mag oder eher nicht.
    Außerdem möchte ich hier noch auf die Zeitschrift ZACK verweisen. Die bestand doch nur aus Fortsetzungen,
    war aber doch lange Zeit sehr erfolgreich.

    Abfolge einer Geschichte: 10 oder 20 Seiten eine Geschichte weiter zu lesen ist natürlich nervend, gerade für ein Kind
    Kurze Werbeunterbrechungen von 1-2 Seiten gehen aber noch, denke ich. Mich hat das damals jedenfalls nicht gestört.

    Hauptfiguren: Also das Fix und Foxi eintöniger sein sollte als MM, ( zumindest damals) kann ich überhaupt nicht verstehen.
    Ich hatte mir auch in der Kindheit und als Jugendlicher häufiger mal die MM gekauft, bin aber immer wieder auf die FF zurückgekommen.
    Ich fand damals die MM Storys eintöniger. Z.B. immer das Gleiche: Donald ist ständig pleite, Onkel Dagobert hockt auf seinem Geld, die Panzerknacker
    wollen DDs Geldspeicher knacken, Gustav Gans ist der ständige Glückspilz, Donald wirbt um Daisy u.s.w. Darum geht es doch in sehr vielen MM - Storys.
    Da fand ich, auch damals, die FF-Storys lustiger und interessanter. Lupo war auch ständig pleite, aber während sich Donald um einen Job abmühte, versuchte es Lupo eben auf andere "ART".

    Wie gesagt, ich schreibe hier nur so, wie ich meine Kindheit in Erinnerung habe. Natürlich haben Andere Leser von damals als Kinder auch andere Sichtweisen gehabt und ihnen gefiel die MM besser. Bei mir war es eben anders. Aber ich denke, man kann das nicht verallgemeinern. Es ist nur schade, dass die FF heute keiner mehr kennt.
    Geändert von Fax (09.12.2018 um 14:02 Uhr)

  6. #31
    Zitat Zitat von Pickie Beitrag anzeigen
    Danke, dass Du das gezeigt hast!
    Gerne!
    Ich verkaufe ja selbst über Ebay - und wenn man gute Erlöse erzielt, sollte man irgendwie auch wieder etwas zurückgeben. Ist aber auch nur meine Meinung.

    Zitat Zitat von Pickie Beitrag anzeigen
    Gibt es Anzeichen dafür, dass sich auf diese Arbeit hin etwas in den Kauka-Heften verändert hat?
    Ich selbst habe keine Veränderung feststellen können.
    Die "Bilder" (Fix und Foxi Kartei) liefen bis Heft 21/1969. Ab Nummer 22 startete PANORAMA.
    Tramp lief bis Nummer 8/1969 und wurde ersatzlos gestrichen. (Ich selbst mochte die Texte nicht, weil es viel zu viel zu lesen war. Außerdem mochte ich den s/w-Teil aus Prinzip nicht. So fand ich als Kind auch den Umstand in den LTB doof, dass es immer einen Wechsel zwischen Farb- und s/w-Seiten gab. Ich habe mir dann später die reinen Farbausgaben zugelegt. Zumindest bis Nr. 36.)
    Die Fortsetzungsgeschichten sind unverändert geblieben.
    Herzliche Grüße
    nc

  7. #32
    Zitat Zitat von Fax Beitrag anzeigen
    Ich muss da, bei einigen von deinen Ausführungen zumindest zum Teil widersprechen, nc_Schmidt

    Das sind nicht meine Ausführungen, sondern das Zitat eines Gutachtens des Diplom-Psychologen G. Kerzel.
    Und bitte..... nc-schmitt (KATHOLISCH!)

    Zitat Zitat von Fax Beitrag anzeigen
    Ich denke, es ist eher Geschmackssache ob einem Fortsetzungsgeschichten, liegen oder nicht.
    Ich habe z. B. immer sehr gerne die Storys von Pit und Pikkolo, als Fortsetzung gelesen (auch als Kind oder Jugendlicher)
    Oder von Lucky Luke, oder von den Schlümpfen. Ich hatte natürlich auch immer als Kind jemanden, der mir dann das nächste Heft gekauft hat.
    Klar, es wäre natürlich schlecht gewesen, wenn jede FF - Story auf Fortsetzungen angelegt gewesen wäre.
    Es hängt aber auch meiner Meinung nach, immer von dem jeweiligen Kind ab, ob es Fortsetzungen mag oder eher nicht.
    Jedoch habe ich Verständnis, dass Fortsetzungen unerwünscht sind. Ich hatte zu dieser Zeit als Kind 50 Pfennig "Sonntagsgeld" bekommen und war tatsächlich auf Zufälle angewiesen, überhaupt ein Heft in die Hand zu bekommen.

    Zitat Zitat von Fax Beitrag anzeigen
    Außerdem möchte ich hier noch auf die Zeitschrift ZACK verweisen. Die bestand doch nur aus Fortsetzungen,
    war aber doch lange Zeit sehr erfolgreich.
    ZACK war lediglich im Jahre 1973 "erfolgreich". Ab Heft 18/1974 traten die ersten Einsparungen in Form des labbrigen Umschlages ein. Die Krise zeigte sich weiterhin, bis Kauka & P. Wiechmann engagiert wurden, um das Magazin wieder in die Gewinnzone (höhere verkaufte Auflage) zu bringen. Wiechmann's Idee war geprägt von abgeschlossenen Geschichten.

    Zitat Zitat von Fax Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, ich schreibe hier nur so, wie ich meine Kindheit in Erinnerung habe. Natürlich haben Andere Leser von damals als Kinder auch andere Sichtweisen gehabt und ihnen gefiel die MM besser, bei mir war es eben anders. Aber ich denke, man kann das nicht verallgemeinern. Es ist nur schade, dass die FF heute keiner mehr kennt.
    Völlig in Ordnung, über Geschmack braucht man nicht zu streiten/diskutieren.
    Herzliche Grüße
    nc

  8. #33
    Zitat Zitat von nc-schmitt Beitrag anzeigen
    ZACK war lediglich im Jahre 1973 "erfolgreich".
    Aber z. B. die Wäscher-Comics waren viele Jahre erfolgreich und bestanden, zumindest bei den Piccolos und Großbänden, aus Abenteuern, die sich jeweils über viele Hefte hinzogen. Dazu kam noch, dass die Großbände nur 14täglich erschienen sind, von den Piccolos weiß ich's jetzt nicht.
    Für die ganze Arbeit Herrn Kerzels gilt, dass auf der Grundlage von viel zu wenigen Daten arg vollmundige Urteile gefällt werden, die ziemlich apodiktisch klingen. Die den Urteilen zugrundeliegenden Schlüsse sind obendrein meistens schief. Die Aussage von Knox (Punkt 6) soll nicht verständlich sein, weil ein normaler Mensch - so der Topos - einen genialen Professor eben nicht versteht. Mit diesem Zitat die Unverständlichkeit von FF belegen zu wollen, ist lächerlich. Was die Panelfolgen angeht, wird nur behauptet, dass sie in der MM verständlicher seien, weder aus FF noch MM werden konkrete Beispiele gebracht.

    Kurz: Diese Untersuchung ist das Papier nicht wert, auf das sie mal getippt wurde. Und das hat mit "Geschmack" nichts zu tun.

  9. #34
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    Als Zeitdokument ist eine solche Studie gleichwohl wichtig. Denn es zeigt, dass man sich beim Kauka-Verlag Gedanken um sein Hauptprodukt machte. Und für uns bereichert es den Diskussionsstoff in diesem Forum.

  10. #35
    Zitat Zitat von Old Pauli Beitrag anzeigen
    Als Zeitdokument ist eine solche Studie gleichwohl wichtig. Denn es zeigt, dass man sich beim Kauka-Verlag Gedanken um sein Hauptprodukt machte. Und für uns bereichert es den Diskussionsstoff in diesem Forum.
    Dass sich Kauka Gedanken um sein Hauptprodukt machte, merkte man an den ständigen Innovationen (Ich-weiß-mehr, Schmuckbilder, Pony-Preisausschreiben, Lizenzserien usw.) und an seinen Leitartikeln und dem Aufruf "schreibt mir!".
    Diskussionsstoff: Diskutieren lässt sich nur Argumentiertes. Die Untersuchung behauptet nur. Da ist die Diskussion schnell zu Ende, indem ich sage: Nuja, ich hab das alles genau andersrum erlebt. Und ich bezweifle im Übrigen, dass ich da zur Minderheit der Leser gehörte. Aussage gegen Aussage. Das ist keine Diskussion. Schade, ich hatte mir von der Untersuchung wesentlich mehr erwartet.

  11. #36
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    Ich kann mir richtig vorstellen, wie Rolf Kauka beim Lesen der Studie geknurrt hat: "Und für sowas haben wir jetzt Geld ausgegeben!"

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