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  1. #1
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von thowiLEIPZIG
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    Mosaik 515 "Vor den Toren Nowgorods"

    Vorschau bei Facebook:

    "Es ist da! Und bald dann auch bei euch!"


  2. #2
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    Ich freu mich schon auf das Heft schon!

  3. #3
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    So, das Heft ist da und ich habe es auch schon durchgelesen. Es heißt "Vor den Toren Nowgorods" und es werden, wie ich finde, alle Handlungsstränge ein gutes Stück vorangebracht.
    Besonders schön, finde ich diesmal das Titelbild. Die Szene kommt zwar genau so nicht im Heft vor, aber das kleine Holzhaus, die Zwiebeltürmchen und die Herbststimmung schaffen schöne Atmosphäre. Für mich eines der besten Titelbilder der aktuellen Serie.
    Die Mönche erzählen jetzt auch ihren Teil des Schatz-Rätsels und es scheint so, als ob Brabax und Califax im nächsten Heft wieder zusammentreffen...
    Bei Abrax kommen dafür ein paar Schwierigkeiten dazu, die seinen gut ausgedachten Plan etwas durcheinanderbringen...
    Die Hanseserie besticht für mich sowieso dadurch sehr positiv, dass es eine etwas komplexere Handlung ist und es mehrere Handlungsstränge gibt, bei denen noch nicht immer klar ist, wie sie wieder zusammenkommen. Das hat zwar für die Einzelhefte den Nachteil, dass es nicht immer überall zügig vorwärts geht, aber als Gesamtserie macht es einen sehr guten Eindruck!
    Vom Zeichnerischen her hat mir das Heft auch wieder gut gefallen. Sehr schön fand ich die vielen Landschaftsbilder in Califax' Handlungsteil. Vor allem das allererste Bild und die Waldbilder am Ende.
    Alles in allem wieder eine runde Sache und ich bin natürlich wieder gespannt, wie es weitergeht.

  4. #4
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von thowiLEIPZIG
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  5. #5
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von thowiLEIPZIG
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  6. #6
    Mitglied Avatar von Brabrax
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    Das Heft hat mir ausnehmend gut gefallen. Zeichnerisch (abgesehen von den erkennbaren Handschriften bei den Abrafaxen) sehr schön aus einem Guss, auch wenn hin und wieder die unvermeidlichen Orgien in Lila die Tonalität zu stark dominieren.

    Vor allem aber fand ich die Handlungsstränge und die Spannungsbögen, die geschickt aufgebaut bzw. weitergesponnen werden, dramaturgisch ganz außerordentlich gelungen. Das Heft war einfach richtig spannend! Außerdem kommt der Wortwitz nicht zu kurz („Soll ich Lady Catherine etwa in den Tower werfen?" – „Das wäre ein Anfang."

    Der Kleinigkeiten sind es diesmal wenige, und die sind so deutlich zu sehen, dass ich mich fast scheue, sie aufzuzählen. Da ist auf Seite 3 das überdachte Vogelnest mit Balkon, auf Seite 17 der Heißluftballon und auf Seite 49 oben links am Tannenbaum eine vergessene Christbaumkugel.

  7. #7
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    Also den zeichnerischen Guss, den hier enige so loben, kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt mindestens drei verschiedene Zeichenstile, die nicht miteinander harmonieren. Ganz abgesehen davon, dass der klassische Mosaik-Strich immer mehr verwässert wird...

    Auch erzählerisch hat mir das Heft nicht allzuviel Freude gemacht. Diese ewige Szenenwechsel sind mir einfach zu sprunghaft. Teilweise gibt es pro Handlungsort genau zwei Seiten, dann wird schon wieder zum nächsten Handlungsort gesprungen... ein Lesefluss baut sich für mich so nicht auf, von einem Spannungsbogen ganz zu schweigen.

    Zitat Zitat von Brabrax Beitrag anzeigen
    Außerdem kommt der Wortwitz nicht zu kurz („Soll ich Lady Catherine etwa in den Tower werfen?" – „Das wäre ein Anfang.")
    Das ist kein Wortwitz, das ist Humor auf der Textebene. Wortwitze sind lt. Duden "auf einem Wortspiel beruhender Witz" (zB der Name Gugmorin Tipubileh für einen Hypnotiseur). Dein Beispiel ist einfach nur eine schlagfertige, humorvolle Antwort.
    Bitte beachtet meinen Verkaufsthread.

  8. #8
    Meine Vorredner betreffend so deucht's, sitz' ich zwischen den Stühlen ach. Denk' ich so redlich drüber nach, ob des Eindrucks des Hefts in seiner Gänze, halt ich's wohl mit Brabrax, hingegen ich von dessen Gemüthsregung den Farbton lila betreffend, keinerlei Überzeugtheit, gewinnen kann.

  9. #9
    Mitglied Avatar von Brabrax
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    Max Schwalbe, so mich deuchtet
    des Textes Sinn sehr tief beleuchtet.
    Und wenn der Assistent sogar
    aus Wissens Füllhorn uns beglücket,
    und so das Forum mich entzücket
    dann ist das schlichtweg wunderbar.

  10. #10
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    Das Heft ist ganz nett und spannend. Leider fällt der durch diverse Zeichenstile etwas mitgenommene Abrax etwas negativ auf. Auch finde ich die spitzen Nasen einiger Londoner Ladys etwas übertrieben und die sympathische Heringskäuferin könnte eigentlich ganz süss wirken, tut sie allerdings irgendwie nicht auf mich. Durch ihre überdimensionierten Augen kommt sie mir wie ein Fremdkörper vor.

    Schade, dass es keine Leserbiefseite gibt.

    Ich habe den Eindruck, dass sich die Schatzsuche dem Ende neigt. Könnte es sein, dass das Hanseabenteuer nach einem Jahr schon wieder vorbei sein wird?

  11. #11
    Mitglied Avatar von Jaromar
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    Zitat Zitat von kiro Beitrag anzeigen
    Ich habe den Eindruck, dass sich die Schatzsuche dem Ende neigt. Könnte es sein, dass das Hanseabenteuer nach einem Jahr schon wieder vorbei sein wird?
    Das glaube und vor allem HOFFE ich nicht. Es kommt mir aber auch nicht so vor. Ich denke auch, dass der Schatz (was immer der auch sein wird - ich vermute kein "profaner" Schatz) gaaaaanz woanders zu finden ist, als an allen bisherigen Handlungsorten.
    Außerdem haben die handelnden Personen noch so viel Potenzial zu unerwarteten Koalitionen oder Gegnerschaften, sodass sie Schatzsuche noch echt spannend werden könnte.

  12. #12
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    Das hoffe ich auch, denn mir gefällt diese Serie sehr gut. Allerdings könnten sich auch alle Handlungsstränge in zwei, drei Heften auflösen...

  13. #13
    Wenn der Wille dazu da wäre, könnte man die Rahmenhandlung in 2-3 Heften zuendebringen, sehe ich auch so. Für wünschenswert halte ich es nicht, gerade die Figuren Simon und Clarus wirken eher so als stünden sie erst in den Startlöchern!

    Die Fischhändlerin (wieso fragt Califax nicht nach dem Namen?) wirkt ein bisschen alienhaft. Naja, es muss ja nicht alles immer nur "süß" sein. Das betrifft auch die gageligen Nasen einiger Damen. Finde ich okay. Unerfreulich - das sehe ich auch so - ist die sich ständig wandelnde Gestalt von Abrax in diesem Fall. Ich hoffe da findet man irgendwann eine Lösung damit das Erscheinungsbild wieder homogener wird, das irritiert einfach nur.

    Schön finde ich die überraschende Tendenz Simsons hin zu geistiger Verwirrung. Damit wird die Blässe Simsons Charakter sogar noch ein interessantes Merkmal, wer hätte das gedacht. Mal sehen ob das noch handlungstragend wird oder nur als kleine Einlage verpufft.

    Seite 10: Lackierte Fingernägel dürfte es damals auch unter den Eliten nicht gegeben haben.
    Seite 6 oben: Stimmt schön auf gemütliche Vorweihnachtszeit ein, ich bekomme schon Lust die Räucherhäuschen herauszuholen ^^

    Insgesamt wiegesagt ein tolles Heft, ich vermute der Reiter (Hunne?) wird noch weiterhin eine Rolle spielen.
    Geändert von Max schwalbe (31.10.2018 um 04:07 Uhr)

  14. #14
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Ich bin bezüglich des Heftes etwas hin und her gerissen. Der Brabax-Strang ist wirklich ganz feines Mosaik-Abenteuer. Hier ein Häppchen, da ein Häppchen und langsam aber sicher nimmt das Puzzle Gestalt an. Die Mönche sind nach wie vor eine Wucht, konzeptionell wie zeichnerisch. Da will man keinen Monat auf das nächste Heft warten.
    Aber die anderen Teile ... Die fallen nicht nur thematisch, sondern auch zeichnerisch ab. Simon ist diesbezüglich immer noch ein Augengraus und im Califax-Strang ist es mir ein Rätsel, wie man sich zu dieser optisch furchtbar unpassenden Fischhändlerin hinreißen lassen könnte. Hab schon mitbekommen, dass das ein Gastauftritt ist, aber wenn eine Figur optisch so gar nicht passt, stellt man die in eine Ecke, wenn sie denn unbedingt mit rein muss.
    Dann muss ich ehrlich gestehen, dass mich das Gehandel mittlerweile nervt. Ich habe mich tatsächlich beim Querlesen ertappt. Hab ganze Seiten übersprungen. So gesehen war das ein recht kurzes Vergnügen. Aber ein sehr feines, den Brabax-Teil betreffend.
    Fasse dich kurz! Nimm Rücksicht auf Wartende!

  15. #15
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    Das Vorbild der Fischhändlerin sieht ja etwas anders aus. Man hätte sie ein wenig an den Mosaik-Stil anpassen können (vor allem mit kleineren Augen) und sie hätte gut gepasst. Die Brüste hat man ihr ja auch schon verkleinert...

  16. #16
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    Ja...

    ..., hin und her gerissen - das kann auch ich als Kurzformel und Zusammenfassung für dieses Heft bringen. Einige tolle Zeichnungen und auch zeichnerische Gags (die Zipfelmützen der Mönche auf dem Wagen - köstlich) vs. der schon oft erwähnte gelegentlich entstellte Abrax. Und die textliche Umsetzung auch eher schwankend. Aber o. k., immer noch in Summe ein ordentliches Heft in einer sowieso überdurchschnittlich guten Serie und man darf gespannt sein, wie es weiter geht und auch, ob es eher schneller zu einem Ende kommt (ein Gedanke, der sich mir beim lesen dieses Heftes komischer Weise auch auftat), oder ob es noch länger dauert, bis alle Stränge auserzählt sind oder es sogar einen "Handlungsschwenk" gibt.

    UNVEU

  17. #17
    Mitglied Avatar von Brabrax
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    Zitat Zitat von wow! Beitrag anzeigen
    die Zipfelmützen der Mönche auf dem Wagen - köstlich
    Ja, das ist mir auch aufgefallen. Nette Idee!

    ... oder ob es noch länger dauert, bis alle Stränge auserzählt sind
    Nein nein, da habe ich keine Zweifel, es werden exakt 24±0 Hefte. Notfalls, wenn man sich unterwegs in den Handlungssträngen verplaudert, wird die Handlung innerhalb eines Heftes gewaltsam und mit Lichtgeschwindigkeit zu Ende gebracht . Keine Experimente!

  18. #18
    Mitglied Avatar von Capitano Spavento
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    ... und in Hessen ist doch ein Feiertag, ich habe mein Abo-Heft doch heute schon erhalten!

  19. #19
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von thowiLEIPZIG
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  20. #20
    Mitglied Avatar von Nafi Dhu Asrar
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    bin halber Sachse
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    Ich muss gestehen, mir gefällt die Weiterreise nicht so gut. Mir wäre es lieber, sie würden ein Heft den Entwicklungen in London widmen, ein weiteres Heft der Reise der beiden andere Faxe nach Nowgorod. Etwas schade fand ich, dass die Deutschritter wohl nur eine kurze Begegnung waren, dabei hätten sie genauso wie die Hussiten-Kreuzzügler spannende Gefahren für die Faxe bringen können. Es scheint sich doch sehr bequem zu reisen, im Vergleich zu den Schwierigkeiten der Rom-, der Templer- oder ganz früher der Don Ferrandoserie. Geschmälerte Gewinnerwartungen elektrisieren mich bei weitem nicht so wie Freiheitsverlust oder Todesgefahr.
    Der Mongole ist wunderbar gelungen. Schön wäre, wenn er ein Begleiter der Abrafaxe würde möglichst mit tragender Rolle.
    Geändert von Nafi Dhu Asrar (04.11.2018 um 13:37 Uhr)

  21. #21
    Mittlerweile sind wir also "Vor den Toren Nowgorods" gelandet und das im mittlerweile 9. Heft der Hanse-Serie (ja Max, extra für dich mitgezählt und auch die langen Sätze kann ich dir nicht ersparen, die deutsche Sprache ermöglicht es ja selbst dem Mosaik längere Sprechblasen einzubauen. Auch wenn es einfaches Deutsch gibt, baue ich auf das Forum und darauf sich umfassend und mit langen Sätzen auszutauschen.).


    Das Titelbild ist einfach bombastisch, stimmungserzeugend, handlungsorientiert und sehr neugierig machend, auf das, was im Inneren des Heftes auf den Leser wartet. Der Tartare oder Mongole (auf einen Fall ein Hunne Max, die Hunnen hatten ihre große Zeit etwa 1000 Jahre vorher) könnte sogar, wenn man ganz mutig spekuliert, den Weg ebnen für das zweite Jahr der Serie - von der Hanse ins Mongolenreich - wobei das eher nicht zu erwarten ist, aber wer weiß vielleicht, wenn man schon mal in Rußland ist, ein Zeitsprung ins Reich von Katharina der Großen, doch hier schweifen die Spekulationen tatsächlich vom eigentlichen Heft ab.


    Und die vielen Jahrestage (vom Suezkanal, bis zu Alexander von Humboldt, Napoleon, Queen Victoria - da hätten wir dann wieder die Chance auf ein Crossover mit den Caramellen oder alles überstrahlend natürlich Leonardo da Vinci - und der ist ja von der Zeit her gar nicht so weit weg und die kurzen Zeitsprünge scheinen sich ja zu etablieren.)


    Der Ballon auf Seite 17 - irgendwie hatte man da sofort Jules Verne im Sinne - war ja vielleicht ein versteckter Hinweis, wohin die nächste Reise geht?


    Beim Heft selbst fällt der richtig tolle Innenteil auf - Pelze und Stahlhof und jede Menge Infos, die das Lesen des Heftes selbst noch einmal intensiver machen. Die fehlenden Leserbriefe waren da eher eine angenehme Begleiterscheinung.


    Die verschiedenen Handlungsstränge und der häufige Wechsel ist beinahe so wie Zapping, aber gleichzeitig ist es auch ein gutes Mittel die Parallelität aufzuzeigen und genau das macht den Effekt so wohltuend. Jedem Handlungsstrang ein eigenes Heft zu geben hätte da eher Langeweile hervorgerufen, egal wie ausführlich man da das eine oder andere hätte erzählen können.


    Clarus hat Gelegenheit ihre Weiblichkeit zu zeigen in einigen Szenen und auch wenn die Spekulation von Kaine in seinem Video ganz nett ist in Bezug auf Jeanne d' Arc, so ganz taugt Clarus dann doch nicht als strahlende Ikone.


    Der Ziegenkarren und seine Humorfähigkeit wird allerdings etwas überstrapaziert, dafür ist die Passage mit "Feuerschweif" einfach sehr ansprechend. Califax hat einige durchaus gute Momente, doch leider ist die junge Dame, die ihm dann am Ende die Heringe abkauft tatsächlich sehr "alienmäßig" und passt nicht unbedingt ins Heft. Und wenn man dann noch hört, das Händler aus Nowgorod erzählt hätten, das Califax käme - na ja es ist schwer zu glauben,das ganz Nowgorod auf die paar Heringsfässer wartet.


    Brabax ist dann viel traditioneller unterwegs - die Handlung vorantreibend, mittlerweile sind es drei Viertel des Geheimnisses - da kann in der Tat sehr schnell sehr viel zusammengefügt werden - und wer weiß, was, wenn der Schatz ein Zeitportal beinhaltet?


    Sehr interessant gestaltet sich der Handlungsstrang von Abrax und auch wenn Simon mittlerweile nur noch als "Drama-Queen" eingesetzt wird, ist das Schlußbild im Hühnerstall sehr tiefsinnig und überhaupt zeigt der sehr komplexe Plan und seine Irrungen und Wirrungen in Bezug auf die Stoffe durchaus noch Potential für ein, zwei weitere Hefte, ehe sich dann sicher die Handlungslinien wieder zusammenfügen lassen - und der Hinweis auf Frankreich und die Krönung eröffnet dann doch erneut spannende Spekulationen und Möglichkeiten mit dem 100jährigen Krieg so direkt vor der Tür. Abrax verschollen, Brabax und Califax machen sich auf und starten
    eine Rettungsmission, Spannung, Gefahr und richtig tolle Handlung, aber das ist ja das Faszinierende an den Heften, man kann so herrlich spekulieren und sich ganz viele Varianten vorstellen - was wirklich passiert erfahren wir, ganz sicher, am 28. November 2018, beim dann zehnten Heft der Serie.

  22. #22
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    Da ich in letzter Zeit weniger zum Schreiben hier im Forum gekommen bin, wird das hier eher ein Kommentar zur Gesamtsituation der Serie und weniger nur einer zu dem aktuellen Heft. Was soll man zu dem auch sagen? Nicht schlecht, bei weitem nicht, ganz sicher aber auch kein neues Meisterwerk der Weltliteratur. Immerhin ist der Humor zurück, den man vorher zwei Jahre lang hinter bedeutungsschwangeren Endlosdialogen und christlicher Ernstlichkeit versteckt hielt.

    Und Califax ist zurück. Und da kommen wir zu meinem Problem mit der aktuellen Serie. Es ist ja die Hanseserie, und Hanse, das bedeutet in erster Linie Handel. Eine Hanseserie, in der man den Kindern als Hauptzielgruppe den Handel nicht vorstellt, hätte wohl das Thema verfehlt und müsste sich glücklich schätzen, nicht der Zensurvergabe einer Deutschlehrerin zu unterliegen. Aber, und das habe ich wirklich schon häufiger angeführt, die historische Einbettung sollte sich nicht als mehr als die Kulisse verstehen. Sie bildet den Rahmen, sie gibt auch gewissenmaßen vor, was auf irgendeine Weise doch Eingang in die Hefte finden sollte, aber die Hauptstory sollte darin so befreit aufspielen können, wie es die Zeit nur irgendwie zulässt. Nicht gefangen in der absoluten historischen Genauigkeit und auch nicht gebunden, Hauptelemente der Zeit in übertriebener Detailliebe darstellen zu wollen. Beides hat ja schon der Reformationsserie ein zweijähriges Wachkoma bereitet, man wollte ja keinen Protagonisten der Wittenberger High Society unerwähnt lassen und wenn sich der Buchdruck eben nur auf geschlagenen 15 Seiten erklären lässt und der kirchliche Streit jeder freien Geschichte den Platz raubt, dann galt es sie genau so aufzuschreiben. Auch wenn darin Califax dann kaum noch ein Panel für sich fand. Jetzt, nachdem Califax 2 Jahre quasi in der Cranachküche gelebt hat und dort vom Autor vergessen wurde, scheint er plötzlich wiederentdeckt. Er lebt!, das beweist er jetzt in einem eigenen Geschichtsstrang und im eigenen Unglauben über die eigene Lebendigkeit scheint er plötzlich ein anderer 'Mensch' zu sein. Nein, eigentlich nicht deshalb, sondern weil ja der Handel vorkommen muss und der Strang um Abrax scheint da nicht zu langen, also lässt man ihn 3 Heringsfässer durch die Landschaft rollen und verzweifelt nach ihnen suchen wie früher nur nach den anderen Abrafaxen (wenn sie noch ein bisschen rollen würden, könnten sie glatt die neuen ständigen Begleiter werden... Fassfax I -III (gut das hat sich jetzt erledigt, aber sie waren so nah dran. So nah.)). Ist das Kämpfen um den besten Preis für ein paar tote Fische auch nur annähernd so spannend wie einer um einen Seeräuberschatz? Nein, natürlich nicht, aber man will die Kulisse nun mal nicht Kulisse sein lassen, wegen der ungenutzten Potenziale, vor denen alle plötzliche so viel Angst haben. Passt es denn wenigstens zu Califax, dieses Abenteuer? Auch hier nein, er war zwar schon in Amerika Unternehmer, da aber unter völlig anderen Vorzeichen. Jetzt kommt er aus der Küche in die Hansezeit und auch hier scheint er anfangs nicht hocheuphorisch und motiviert, ein großer Händler der Hanse zu werden. Dann von einem Heft aufs andere, beginnt sein Fisch"abenteuer". Nein, da wollte keiner über Hefte das kleine 1x1 des kapitalistischen Kleingewerbes erlernen, so wirkt es nicht auf mich, sondern als wolle der Autor ihn irgendwie wieder zum Zug kommen lassen und als wolle er unbedingt die Hanse erklären und als verbinde er nun beides, ohne darüber nachzudenken, ob das jetzt zum Charakter, der Situation und dem Gesamtbild passt.Der arme Califax…. Nein wirklich, ich finde diese Bedingungslosigkeit, mit der es für Califax plötzlich nichts anderes mehr gibt, als die Fässer möglichst teuer zu verkaufen (eine alte Version Califax' hätte sie wohl entweder längst gegessen oder irgendwelchen Armen geschenkt), ist weder empathisch, noch glaubwürdig. Und wenn die Glaubwürdigkeit bröckelt, hat eine Geschichte das wichtigste Instrument verloren, seine Leser mit Spannung an die Charaktere zu binden. Also ein Comeback für Califax und das in einer sicherlich schönen Serie, aber in der ist er wohl als beliebtester Charakter gleichsam das erzählerisch schwächste Glied. Schade drum.

  23. #23
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    Der Kampf um den Schatz selbst rückt dabei mehr und mehr in den Hintergrund, der Handel überlagert 2 von 3 Hauptsträngen. Grundsätzlich verstehe ich das Motiv, wobei ich anfangs selbst ein bisschen verwirrt war, was denn nun die Geschichte sei. Ich war davon ausgegangen, dass man mit der Ankunft in Lübeck in die Jagd nach dem Schatz vollends einsteigt und die Luneborgs langfristig entweder das "Basiscamp" der Schatzsuche oder die Gegner oder beides werden. Stattdessen kauft verkauft man immer noch in ihren Namen. Vor allem bei Abrax ist das durchaus verwunderlich, wenn man bedenkt wie sehr er anfangs auf die Schatzjagd fokussiert war und nun betrachtet, wie selten er daran noch einen Gedanken verschwendet, muss man sich fragen, ob bei ihm ein ähnliches Problem vorliegt wie das in aller Breite beschriebene um Califax'.

    Tja und was bleibt im Kampf um den Likedeelerschatz? Nun, auch nach 10 Monaten Hanse fragt man sich, ob fiese und raffinierte Gegner spätestens nach Rom alle waren. Gut, die Serie hat einen ausgemachten Feind der Luneborgs, aber der betrifft im Moment nur das Kapitel Handel und berührt bislang nicht die Schatzsuche.
    Die Suche ist zumindest bislang faszinierend simpel, gefahrlos und teils leider auch fantasielos.


    Die Serie, versteht mich nicht falsch, gefällt mir wirklich, aber sie verspielt viel in meinen Augen und sollte aufpassen, sich nicht zu viel anzutun, der Fokus muss wieder hin zum Schatz und der muss wiederum schwerer aufzufinden sein, als es bislang den Anschein hat.

  24. #24
    Mitglied Avatar von Capitano Spavento
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    Zitat Zitat von elerius Beitrag anzeigen
    also lässt man ihn 3 Heringsfässer durch die Landschaft rollen und verzweifelt nach ihnen suchen wie früher nur nach den anderen Abrafaxen (wenn sie noch ein bisschen rollen würden, könnten sie glatt die neuen ständigen Begleiter werden... Fassfax I -III
    Also "Karbid und Sauerampfer" für Kinder?

  25. #25
    Zitat Zitat von SilverBlade Beitrag anzeigen
    Mittlerweile sind wir also "Vor den Toren Nowgorods" gelandet und das im mittlerweile 9. Heft der Hanse-Serie (ja Max, [...]
    Na, eines muss man dir lassen: Konsequenz.

    Gegen lange Sätze habe ich im übrigen gar nichts, wie man vielleicht auch meinem ersten Beitrag dieses Fadens entnehmen können darf. Nur, wenn die Verschachtelung ein Ausmaß annimmt, das selbst gepflegtestes Juristendeutsch übersteigt, sollte man ggf. einen Gang zurückschalten meine ich.

    Der Tartare oder Mongole (auf einen Fall ein Hunne Max, die Hunnen hatten ihre große Zeit etwa 1000 Jahre vorher)
    ... und danach sind die alle zurückgewandert? Frag doch mal den Ur^40-Opa des Reiters was er dazu sagt Ok, sehr anpassungsfähig scheint seine Familie dann eher nicht gewesen zu ein. Wäre schon ein Unikat ^^

    könnte sogar, wenn man ganz mutig spekuliert, den Weg ebnen für das zweite Jahr der Serie - von der Hanse ins Mongolenreich - wobei das eher nicht zu erwarten ist, aber wer weiß vielleicht, wenn man schon mal in Rußland ist, ein Zeitsprung ins Reich von Katharina der Großen, doch hier schweifen die Spekulationen tatsächlich vom eigentlichen Heft ab.
    Russland hat nichts mit Ruß zu tun (oder manchmal doch, egal). Die Spekulationen sind jedenfalls inspirierend. Mit Ballons hingegen sind auch schon andere Leute gefahren außer der Jules in seinen verschriftlichten Gedanken.
    Die fehlenden Leserbriefe waren da eher eine angenehme Begleiterscheinung.
    Keine Zustimmung. Die Aussage strotzt voller Arroganz, wenn sie von einem Forianer getroffen wird.

    Clarus hat Gelegenheit ihre Weiblichkeit zu zeigen in einigen Szenen
    Ich hoffe du meinst jetzt lediglich rein körperliche Aspekte? (Achtung, Trittbrett).
    Brabax ist dann viel traditioneller unterwegs - die Handlung vorantreibend, mittlerweile sind es drei Viertel des Geheimnisses - da kann in der Tat sehr schnell sehr viel zusammengefügt werden.
    Wobei mir noch unklar ist, was die Mönche veranlasste, das Kloster zu verlassen. Die Alte hatte ihnen nicht Bescheid gesagt. Simon erwähnte ebenfalls nichts derartiges. Sie müssten demnach vom Geheimnisträger in Nowgorod über den Beginn der Schatzsuche informiert worden sein. Dann ist den Mönchen auch der Aufenthaltsort des vierten Geheimnisträgers genau bekannt. Aber selbst das erklärt noch nicht, warum die Mönche das Kloster verlassen haben, denn der vierte Geheimnisträger wusste von den Aktivitäten der Abrafaxe ja gar nichts (jedenfalls, wahrscheinlich nicht!). Oder habe ich was überlesen?

    - was wirklich passiert erfahren wir, ganz sicher, am 28. November 2018, beim dann zehnten Heft der Serie.
    Geändert von Max schwalbe (12.11.2018 um 14:19 Uhr)

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