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Thema: "Leichte Beute" von Miguelanxo Prado

  1. #1
    Mitglied Avatar von Gagel
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    "Leichte Beute" von Miguelanxo Prado

    Der etwas andere Krimi, toll gezeichnet und erzählt. Auch wenn man die Taten nicht gut heißt, verstehen kann man sie.

    "Frau Kommissarin, ich bin konservativ. Ich habe politisch immer Mitte oder rechts gewählt und mein Leben lang Ordnung und System verteidigt."
    "Und gerade diese Gewissheit hat mich zu der Überzeugung gebracht und dazu bewegt, diese ... Taten zu verüben."
    "Wenn das System seine Funktionen nicht erfüllt, die Bürger schutzlos ausliefert und zulässt, dass man sie ausplündert, und es noch dazu mit leerem Schaustellergerede rechtfertigt, verliert es seine Legitimität."
    "Wir wollen nicht etwas das System zerstören... Wir wollen, dass es seiner Verantwortung nachkommt."
    ...
    "Wir wollen nicht mit dem bitteren Gefühl davongehen, dass das System uns Alte gering schätzt." (Seite 81, Panel 2 bis 6)

    https://www.deutschlandfunk.de/graph...icle_id=421829
    https://comickunst.wordpress.com/201...leichte-beute/

    Unbedingt empfehlenswert

  2. #2
    Den Band setze ich nicht "nur" auf meine Merkliste. Den hole ich mir gleich!

  3. #3
    Mitglied Avatar von Gagel
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    Hier eine weitere Besprechung auf Comicleser.de
    http://www.comicleser.de/?p=7009

  4. #4
    Gleich geholt, aber jetzt erst gelesen.

    Für alle, die nicht nur auf Feen, Elfen, Morks vom Ork usw. stehen, sondern auch auf aktuelle "Krimis" vor einem realistischen Hintergrund. Es geht um dubiose Wertpapiere, Skrupellosigkeit und Gier "der Banken", Fehlen von persönlicher Verantwortung und den "kleinen Sparern", die die Zeche bezahlen. Dieser Comic ist eine einzige Anklage. Nicht nur in Spanien gibt es Menschen, die nicht oder nur unzureichend auf die Gefahr des Totalverlustes ihrer Anlagen hingewiesen wurden. Zum Teil haben sie den Vermittlern (die hohe Provisionen kasssiert haben) vertraut, zum Teil war es auch die eigene Gier nach hohen Gewinnen/Zinsen. Der Comic hat in gewisser Hinsicht ein offenes Ende. Ich bin mit dem spanischen Rechtssystem nicht vertraut, aber die Frage der Kommissarin am Ende des Bandes regt zum Nachdenken an. Neben der gut erzählten Geschichte fallen die sehr schönen s/w-Zeichnungen auf.

    Wie Gagel schon sagte: Unbedingt empfehlenswert

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