Ergebnis 1 bis 8 von 8

Thema: Fulgur

  1. #1

    Fulgur

    Ein typischer Bec: ein Gruppe von Personen, mehr oder weniger gut charakterisiert, sieht sich einer außergewöhnlichen Gefahr ausgesetzt. Dass auch Meeresungetüme auftauchen, dürfte keine große Überraschung sein. Trotzdem gefällt mir der Band. Anleihen bei Jules Verne, ein Hauch von steampunk und die der damaligen Zeit entsprechenden Formulierungen in den Dialogen, die heute etwas antiquiert erscheinen, einschließlich der schönen Übersetzung, lassen Erinnerungen an eine Jugend aufkommen, in der tatsächlich noch Bücher von Verne gelesen wurden. Lang, lang ist ist es her. Kommt mir wie eine Ewigkeit vor.

    Wie häufig gibt es die ein oder andere logische Ungereimtheit (man achte auf das Seil bzw. den Schlauch, das bzw. der sich trotz verschlossener ("Torpedo-")Ausstiegsröhre anscheinend ungehindert entfalten kann, Seite 34 Mitte). Gleichwohl ist der Comic eine angenehme Abwechslung zu aktuellen oder SciFi-Themen. Besonders gut hat mir auch die Einteilung in Kapitel gefallen, denen jeweils ein einleitendes/vorausschauendes Blatt vorangestellt ist. Die Zeichnungen sind guter fb-Stil. Die großen, zum Teil über Doppelseiten gehenden Zeichnungen und hier insb. Seite 29 hat mich wieder an die Bücher von Verne erinnert, die schwarz-weiß gezeichnete Illustrationen enthielten.

    Auch wenn man den Eindruck gewinnt, dass Beck sich teilweise selbst zitiert, für mich ein schöner Comic. Bei den angekündigten 2 Fortsetzungen bin ich dabei.

  2. #2
    Mitglied Avatar von Gagel
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    Man, du probiert ja viel aus und machst mich (fast) immer neugierig, wenn ich nicht sowieso schon eingekauft hatte. Catamount habe ich mir nach deinem Post gekauft und schon gelesen, Katanga liegt bereit, Ar-Men steht auf der Einkaufsriste für nächsten Freitag. Und jetzt? Soll ich oder soll ich nicht?

  3. #3
    Ich gehe fest davon aus, dass Du deutlich mehr Comics liest als ich.

    Fulgur ist kurzweilige Unterhaltung, für Leute die Bec und Jules Verne mögen. Im Zweifel würde ich aber vermutlich Ar-Men wählen.
    Geändert von Zardoz (26.06.2018 um 21:15 Uhr)

  4. #4
    Mitglied Avatar von Jolly Roger
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    Aus meiner Sicht eine sehr passende Bewertung. Fulgur ist ein schöner, empfehlenswerter Abenteuer-Comic a la Bec/Verne.

  5. #5
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    Warum nur Verne? Bec hat doch noch mehr von Stevenson geklaut. "Fulgur" ist "Die Vergessene Welt" 4.000 Meter unter dem Meer.
    Die Abenteuergeschichte ist okay, das Gekrakel (Wortspiel) hätte mir aber auch in drei Bastei-Hefterln gereicht. Oder im ZACK. Splitter ist ja Luxus.

  6. #6
    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    Warum nur Verne? Bec hat doch noch mehr von Stevenson geklaut ... "Die Vergessene Welt"
    ... oder von Arthur Conan Doyle.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    Die Abenteuergeschichte ist okay, das Gekrakel (Wortspiel)
    Und was für ein Wortspiel! Kein Wunder, dass man dann vor der Schatzinsel falsch in die vergessene Welt abbiegt so ganz ohne Holmes' Vater als Navigator!

    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    hätte mir aber auch in drei Bastei-Hefterln gereicht. Oder im ZACK. Splitter ist ja Luxus.
    Die etwas hingekrakelten (kein Wortspiel) Zeichnungen haben mich bislang von einem Kauf abgehalten (Bastei-Hefte passt), obwohl ich mich sehr auf diesen Titel gefreut habe. Das Cover ist zumindest ein Hit.
    Heißt "Abenteuergeschichte ist okay" nun, dass ich als Genre-Dumpfbacke trotzdem auf meine Kosten kommen werde?

    Zardoz Empfehlung lässt mich schon ganz unruhig werden, auch wenn dieser Frevler das "Sir" beim Doyle vergessen hat

  8. #8
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    Zitat Zitat von Gimli Beitrag anzeigen
    Heißt "Abenteuergeschichte ist okay" nun, dass ich als Genre-Dumpfbacke trotzdem auf meine Kosten kommen werde?
    Was weiß denn ich schon? Meine automatische Fehlerverbesserung hat schon hartnäckig Fulgur zu Bulgur vermanscht und ich weiß jetzt auch, warum mir dauernd Sherlock Holmes durch die Gehirnwindungen geströmt ist. Schieben wir den literarischen Aussetzer auf tentakelige Meereswürmer, die meine Ganglien kurzzeitig okkupiert haben. Wir geben dir einfach nach Band 2 Bescheid. Die Geschichte soll ja in drei Teile gesplittert worden sein. Band 1 ist mal Ouvertüre gewesen. Die Gruppe von Personen ist eher weniger als mehr charakterisiert worden, sie sind austauschbar. Aber irgendwie logisch, die allermeisten Rotpulloverträger auf der Enterprise hat man auch nur kurz vor dem Beamen auf die fremden Planeten kurz kennengelernt. Ihr weiteres Schicksal war ja von vornherein klar.
    Zumindest die Kraken sind eher ausführlicher gekrakelt und wer auf Unterwasserabenteuer steht, kann zugreifen. Menschen sind hier Nebenrolle und Futterzusatz.
    Geändert von Huxley (Heute um 13:00 Uhr) Grund: Ich spüre die Urlaubsreife in mir...

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