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Thema: Fix und Foxi in Oberhausen

  1. #1
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    Fix und Foxi in Oberhausen

    Hat sich schon jemand die neue Fix+Foxi-Ausstellung in Oberhausen angeschaut und kann erste Eindrücke vermitteln? Mich erreichte vorgestern die zugehörige Begleitpublikation, verlegt bei der Edition Alfons, und diese hinterlässt ausstattungsmäßig einen hervorragenden Eindruck. Die Publikation ist zweisprachig angelegt, was den Umfang der Beiträge natürlich schmälert, aber Martin Budde findet darin m. E. auf den Seiten 49-55 die passenden kritischen Worte bezüglich Rolf Kaukas Umgang mit Urheberrechten und Lizenzmaterial; er weist aber auch auf Fehler in der Berichterstattung über die Ausstellung in Hannover hin.
    Mich würde interessieren, ob nur die 103 Exponate gezeigt werden, die in dem Katalogteil gelistet werden, und ob sich die Präsentation in der Schlossgalerie nach dieser Reihenfolge richtet, was anzunehmen ist. Die zugehörigen Angaben auf den Seiten 124-126 sind leider sehr knapp gehalten. Man vermisst generell Größenangaben, was bei den Originalen besonders bedauerlich ist, und mitunter fehlen Angaben zur Datierung, z. B. beim "Stammbaum". Den Lupo-Einseiter von Bone Buddros auf der Rückseite des Schutzumschlages finde ich gelungen, da ein Bezug zur Ausstellung hergestellt wird, welche ich mir nach Ende der Fußball-WM ganz sicher anschauen werde.

  2. #2
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    Ein Besuch in Oberhausen steht immer noch aus (leider), aber wir haben ein Interview mit der Kuratorin Linda Schmitz geführt:

    Kauka und seine Kultfüchse in der LUDWIGGALERIE

    Noch bis zum 9. September zeigt die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen die bis dato umfangreichste Sammlung an Originalzeichnungen aus dem Archiv des Kauka Verlages, in dem seit 1953 das Magazin Fix und Foxi erschien, das maßgeblich zu einer Produktion deutschsprachiger Comics führte und in dem heute als Klassiker geltende Serien wie Lucky Luke oder Spirou und Fantasio in Deutschland populär wurden. CRON sprach mit Kuratorin Linda Schmitz.

  3. #3
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    Der gestrige Besuch der Ausstellung hat sich für mich gelohnt. Bei der über drei Etagen laufenden Ausstellung gab es viel Neues zu entdecken. Neben Exponaten, die bereits in Hannover gezeigt wurden, hat man aus dem Fundus der Sammlung Piëch zahlreiche neue Originalzeichnungen ausgewählt. Ein Höhepunkt für mich war eine von Walter Neugebauer getuschte Kitty Braun-Seite. Ich muss unbedingt mehr von den holländischen Fix+Foxi-Ausgaben haben, in der die Serie zum Abdruck kam. Die Papierarbeiten werden ergänzt mit Originalheften und Merchandising-Produkten, die Heiner Jahncke beigesteuert hat, und in mehreren Tischvitrinen präsentiert werden. Ein Highlight dabei: eine kleine ovale Blechspardose und ein Brief, den die Fix+Foxi-Redaktion 1971 an den jungen Fan schickte. Sehr interessant auch Leihgaben von C. Schmidt, mit Originalkorrespondenz zwischen dem Kauka-Verlag und dem genialen, viel zu früh verstorbenen Zeichner Karl Ludwig Schmidt (Kasch). Ganz herrlich anzuschauen ist seine großformatige, in Acryl und Tusche angelegte Lupo-Darstellung, die zur Frühphase seines Schaffens gehören dürfte. Bis zum 9. September ist noch Zeit, sich die Ausstellung im Schloß Oberhausen anzuschauen. Man kommt auf seine Kosten.

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