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Thema: Myre

  1. #1
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    Myre

    Zitat SPLITTER-Homepage:

    "Ein Comic made in Germany, wie es ihn bisher noch nicht gegeben hat!"

    Dem kann ich so nicht ganz zustimmen, "Die Wormworld Saga" und die Moers-Adaption "Die Stadt der träumenden Bücher" (die in derselben Liga spielt) sind schließlich ebenfalls made in Germany und in der Machart vergleichbar. Ändert aber nichts daran, dass ich von diesem ersten Band absolut begeistert bin.

    Jede Seite ein optischer Genuss. Die Hintergründe - ein Traum. Die Figuren - zum Zungeschnalzen.
    Vermutlich gab es das schon öfter, aber mir ist aufgefallen, dass die Sprechblasen teilweise (oder durchgehend?) etwas transparent sind, was mir wider Erwarten sehr gut gefallen hat. Die Kolorierung trifft meinen Geschmack völlig auf die Zwölf.

    Optisch also absolute Comic-Champions-League. Inhaltlich ist dies zwar nicht viel mehr als ein längerer Prolog, in dem Hauptfigur und Welt eingeführt und Weichen für den weiteren Plot gestellt werden, aber das auf so hervorragende Art und Weise, dass ich wunderbar in diese Welt entführt wurde.

    Ich habe mich zunächst gewundert, warum bei einem deutschen Projekt eine Übersetzerin tätig war, was aber am Ende dieses Prachtbandes erklärt wird.

    Ich möchte nicht zu euphorisch wirken, aber für mich ist "Myre" die positivste Überraschung seit langer Zeit und ganz locker eine Anwärterin auf Comic des Jahres. Mindestens.

    Die nächsten Bände können gar nicht schnell genug erscheinen, ich bin angefixt.

  2. #2
    Mitglied Avatar von Raro
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    Ich hatte den Band auf der Vorbestellung beim Händler, habe mich dann im Netz mit den Probeseiten beschäftigt, war mir dann doch zu "computerkolorierungslastig", zu sehr wie ein Computerspiel gemacht. Heißt aber nicht, daß ich die Arbeit nicht toll finde, aber eben nichts für mich. Im Vergleich habe ich gestern den Chaykin Moorcock Band von Titan gelesen, 70er Jahre und so toll koloriert, und keine decompressed Erzählweise. Mit Verlaub, sieben Seiten für einen Ritt und der Fehlschlag eine Zigarette anzuzünden ist schon sehr gewöhnungsbedürftig.

  3. #3
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    "Computerkolorierungslastig": stimmt. Aber hier funktioniert es sehr gut, vergleichbar mit "Die Stadt der träumenden Bücher". Generell schreckt mich so etwas ebenfalls eher ab, aber wenn es so stilvoll gemacht ist und kein "Plastik-Look" entsteht, dann darf das heutzutage gerne häufiger gemacht werden (was ja eh der Fall ist, mal mehr, mal weniger). Außerdem sieht das Ganze gedruckt noch wesentlich organischer/natürlicher aus.

    Gerade das Beispiel mit dem Zigarettenanzünden ist etwas, was mich bei diesem Comic begeistert. Atmosphärisch ist das schon ganz großes Kino.

    Und jetzt erzähl mir nicht, du magst keine Pixar-Filme, weil's keine traditionell gemachten Zeichentrickfilme sind
    Wobei, vermutlich habe ich damit ins Schwarze getroffen?

  4. #4
    Ich hatte einen ähnlichen Eindruck aus der Vorschau gewonnen wie Raro. Die extreme Entschleunigung und die auf mich persönlich fast "esoterisch" wirkenden Bilder mit sehr übersichtlichem Textteil haben mich bisher vom Kauf abgehalten. Im Hinblick auf die positive Beurteilung von Gimli werde ich mir den Band im Comicladen aber noch einmal etwas näher anschauen.

  5. #5
    Mitglied Avatar von Raro
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    Zitat Zitat von Gimli Beitrag anzeigen
    "Computerkolorierungslastig": stimmt. Aber hier funktioniert es sehr gut, vergleichbar mit "Die Stadt der träumenden Bücher". Generell schreckt mich so etwas ebenfalls eher ab, aber wenn es so stilvoll gemacht ist und kein "Plastik-Look" entsteht, dann darf das heutzutage gerne häufiger gemacht werden (was ja eh der Fall ist, mal mehr, mal weniger). Außerdem sieht das Ganze gedruckt noch wesentlich organischer/natürlicher aus.

    Gerade das Beispiel mit dem Zigarettenanzünden ist etwas, was mich bei diesem Comic begeistert. Atmosphärisch ist das schon ganz großes Kino.

    Und jetzt erzähl mir nicht, du magst keine Pixar-Filme, weil's keine traditionell gemachten Zeichentrickfilme sind
    Wobei, vermutlich habe ich damit ins Schwarze getroffen?
    Ich habe bisher noch keinen Pixar Film angeschaut.

  6. #6
    システムオペレーターの鬼 | SysOp no oni Avatar von Clint Barton
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    Die Probeseiten sahen doch sehr langweilig und stellenweise ungelenk aus. Das ist zum Glück nicht beim ganzen Album der Fall und gerade das letzte Drittel hat einige umwerfende Bilder. Für mich ist das allerdings nichts, diese überladenen Computerbilder finde ich, obwohl handwerklich einwandfrei, einfach nicht ansprechend (weswegen ich auch "Die Stdt der träumenden Bücher" weiträumig umschifft habe und "Wormworld-Saga" nach dem ersten Band abgebrochen habe). Sowas erwarte ich als Storyboards bei den Spielen von Daedalic (Whispered World, Deponia).
    Was für mich aber garnicht geht, sind die transparenten Sprechblasen, die von einem Bild ins andere übergehen. Das gefällt mir garnicht. Auch die Panelspielereien mit schiefen Rahmen sind für mich ein reines Spiel-Element und nichts, was erzähltechnisch nötg wäre. Soll halt gut aussehen. Das tut es allerdings.
    Und das decompressed storytelling ist mir schon bei Warren Ellis ein Gräuel. Wenn man 200-300 Seiten pro Band zur Verfügung hat (wie bei den Manga) kann man das machen, aber bei einem Album mit 48-72 Seiten?

  7. #7
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    Zitat Zitat von Clint Barton Beitrag anzeigen
    Sowas erwarte ich als Storyboards bei den Spielen von Daedalic (Whispered World, Deponia).
    Exakt das Gleiche dachte (und denke) ich auch, wobei Deponia ein schlechtes Beispiel ist und eher "Silence" (ebenfalls von Daedalic) oder gar die DSA-Adventures wie die Faust aufs Auge passen. Aber der Vergleich stimmt natürlich. Comic-Ästhetik befruchtet Spiele und dann wieder anders herum. Habe ich kein Problem mit. Im Gegenteil, meinetwegen darf es mehr davon geben.

    Zitat Zitat von Clint Barton Beitrag anzeigen
    Und das decompressed storytelling ist mir schon bei Warren Ellis ein Gräuel. Wenn man 200-300 Seiten pro Band zur Verfügung hat (wie bei den Manga) kann man das machen, aber bei einem Album mit 48-72 Seiten?
    Da es jetzt schon häufiger angesprochen wurde, habe ich "decompressed storytelling" mal nachgeschlagen und bin zu dem Schluss gelangt, dass ich ein absoluter Fan davon bin (ohne die Begrifflichkeit gekannt zu haben)
    Gibt es noch mehr Beispiele, wo dies in Comics zelebriert wird? Bin dankbar für jeden Tipp.

    Zum Thema Seitenanzahl: Das liegt eventuell an der Art, wie SPLITTER diesen ersten Band veröffentlicht. Nämlich in zwei Teile aufgesplittet. Im Original hat die Zeichnerin ca. 172 Seiten Platz. Daher passt es dann doch besser, oder?

  8. #8
    システムオペレーターの鬼 | SysOp no oni Avatar von Clint Barton
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    Zitat Zitat von Gimli Beitrag anzeigen
    Exakt das Gleiche dachte (und denke) ich auch, wobei Deponia ein schlechtes Beispiel ist und eher "Silence" (ebenfalls von Daedalic) oder gar die DSA-Adventures wie die Faust aufs Auge passen.
    Das waren halt die, die ich (an)gespielt habe. Hätte auch "Night of the Rabbit" oder "A New Beginning" nehmen können.

    Gibt es noch mehr Beispiele, wo dies in Comics zelebriert wird? Bin dankbar für jeden Tipp.
    "Iron Man: Extremis" - da braucht Tony Stark 8 Seiten, um seine Rüstung anzuziehen.
    Ansonsten hab ich letzte Woche "Skyward" #1 gelesen. Da passiert auf den 32 Seiten auch nicht viel, sieht aber gut aus.
    "Homunculus" war z.B. auch noch ein guter Manga, der da umgesetzt hat (aber viel Glück, die Bände zu finden ).

    Zum Thema Seitenanzahl: Das liegt eventuell an der Art, wie SPLITTER diesen ersten Band veröffentlicht. Nämlich in zwei Teile aufgesplittet. Im Original hat die Zeichnerin ca. 172 Seiten Platz. Daher passt es dann doch besser, oder?
    Kommt halt drauf an, was man erzählen will. Wenn nur gezeigt werden soll, wie Person X von A nach B reist, kann man das machen. Möchte man ungefähr den Inhalt von LotR oder ASoIaF erreichen, sollte man etwas eher in die Pötte kommen, da man nicht davon ausgehen kann, dass die Leser am Ende 50 HC mit 72 Seiten Umfang im Regal stehen haben wollen.
    "Decompressed Storytelling" ist gut eingesetzt ein tolles Mittel, sehr ans Filmische angelegt, aber da muss dann auch Substanz hinter sein.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Clint Barton Beitrag anzeigen
    Möchte man ungefähr den Inhalt von LotR oder ASoIaF erreichen, sollte man etwas eher in die Pötte kommen, da man nicht davon ausgehen kann, dass die Leser am Ende 50 HC mit 72 Seiten Umfang im Regal stehen haben wollen.
    Was erklärt, warum es keine gelungenen Comic-Adaptionen dieser Werke gibt Es geht halt nicht nur um den bloßen Inhalt. Wobei eine Comic-Adaption von GoT/ASoIaF (ich HASSE Abkürzungen haha) zumindest einen Vorteil hätte: Wappen - und Bekleidungsbeschreibungen wären mit einem Bild erledigt

  10. #10
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    Da ja der Gimli so wie meinereiner ebenfalls gerne die weltbesten Fantasy-Comics liest, habe ich den neuerworbenen Band jetzt ganz geschwind aus seiner Plastikverhütung befreit und mir ganz kurz diese fantastische Bilderwelt durchgeblättert. Ich freue mich auf die etwas längere Dekompressionszeit mit einer bunten und fabulösen Gschichtldruckerei rund um Myre in der Welt von Yria. Ich glaube nämlich schon, dass ich in diesen Bildern herrlich schwelgen werden kann. Denn die Wormworld Saga und Die Stadt der träumenden Bücher aus deutschen Griffeln haben auch bei mir ihre Ehrenplätze fix.

  11. #11
    Mitglied Avatar von radulatis
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    Zitat Zitat von Raro Beitrag anzeigen
    Ich habe bisher noch keinen Pixar Film angeschaut.
    was sind Dir deshalb für Perlen entgangen... Übrigens wird bei einem CGI-Film auch wahnsinnig viel gezeichnet... wie kannst Du beurteilen, ob Du die Filme magst, wenn Du keinen kennst? Ich würde Dir Toystory empfehlen, der hat eine ganz wunderbare Geschichte.
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  12. #12
    システムオペレーターの鬼 | SysOp no oni Avatar von Clint Barton
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    Zitat Zitat von Gimli Beitrag anzeigen
    Was erklärt, warum es keine gelungenen Comic-Adaptionen dieser Werke gibt Es geht halt nicht nur um den bloßen Inhalt.
    Klar, ein gutes Mittelding will gefunden werden. Und HdR wird ja von den Rechteinhabern geblockt (war das Hobbit-Ding von Wenzel eigentlich gut?) und GoT... Dynamite halt. Stell dir das mal von den Machern von "Die Druiden" vor.

    Wobei eine Comic-Adaption von GoT/ASoIaF (ich HASSE Abkürzungen haha) zumindest einen Vorteil hätte: Wappen - und Bekleidungsbeschreibungen wären mit einem Bild erledigt
    Oder die Landschaftbeschreibungen Marke Tolkiens.

  13. #13
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    Herrlich! Diese ausdrucksstarke Mimik in den anthropomorphen Kleinkindergesichtern. Passt! Mal schauen, wann ich das Stück lesen kann.

    Pixar-Filme sind genial. "Oben" und "Alles steht Kopf" sind erzählerische Meisterleistungen für Groß und Klein.

  14. #14
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    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    Denn die Wormworld Saga und Die Stadt der träumenden Bücher aus deutschen Griffeln haben auch bei mir ihre Ehrenplätze fix.
    Ach, dafür hat der Herr dann wieder genügend Platz im Regal? Hihi.
    Ist bei mir ebenfalls so.

    Zitat Zitat von Clint Barton Beitrag anzeigen
    (war das Hobbit-Ding von Wenzel eigentlich gut?)
    Ich hab's zumindest gut in Erinnerung, wobei es schon sehr, sehr textlastig war.
    Längst nicht so gut wie Myre, um mal zum Thema zurückzukehren

  15. #15
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    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    Pixar-Filme sind genial. "Oben" und "Alles steht Kopf" sind erzählerische Meisterleistungen für Groß und Klein.
    Und ganz nebenbei hat "Oben" auch noch eine der schönsten, ergreifendsten und wunderbarsten Eröffnungen der Filmgeschichte zu bieten.

    @ Raro: Es gibt von Pixar noch einige gute Filme, auf die du dich freuen kannst. So gut möchte ich es auch mal haben

  16. #16
    Mitglied Avatar von Raro
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    Glaube nicht, daß ich jemals einen sehen werde, außer wenn ich bewegungsunfähig irgendwann im Altenheim vor den Fernseher gesetzt werde und mich nicht dagegen wehren kann, zum Glück habe ich dann bestimmt Alzheimer und dann schon wieder vergessen, daß ich einen davon gesehen habe. Ich schaue sehr wenige Filme, und so Sachen wie Toy Story, Shreck oder Minions sind nicht mein Geschmack.

  17. #17
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    Zitat Zitat von Gimli Beitrag anzeigen
    Ach, dafür hat der Herr dann wieder genügend Platz im Regal? Hihi.
    Ist bei mir ebenfalls so.
    Im Regal stehen nur Moers und Biege. Zwischen "The Stuff of Legend" (eine etwas härtere Toy Story), der OZ-Reihe von Panini und den diversen Dark Crystal - Bänden, die uns keiner übersetzen will. Davor stehen dann so komische Figuren rum.
    Die Wormworld-Saga wartet noch auf das Comic-Zimmer. Sind vorerst am Dachboden gestapelt. Neben dem ganzen Disney-Kram und den StrumpfhosensuperheldInnen. Das Chaos kann ich keinem mehr zumuten, da liegen die meterhohen Comic-Stapel schon vor den Regalen rum.

    Myre kommt aber dann ins heilige Splitter-Regal im Wohnzimmer. Das ist jedoch auch schon bald voll. Die anderen Verlage müssen sukzessive weichen.
    Bei mir daheim schaut es ja auch so aus wie bei jedem besseren Geek aus unseren erlauchten Kreisen. Feine Nerd-Landschaften und ganz viele Parallelwelten.

    Myre hat ja nicht so viel Text, wie ich schon erkennen konnte. Da lebt die Geschichte vom Ausdruck der einzelnen Bilder. Perfekt für mich.
    Geändert von Huxley (27.04.2018 um 14:02 Uhr)

  18. #18
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    @ Raro:

    Man kann halt niemanden zu seinem Glück zwingen. Im Altersheim am wenigsten...

    Shreck und Minions sind allerdings nicht von Pixar. Nicht als Klugscheißerei gemeint, ich weiß (glaube ich) was du meinst, aber die Pixar-Filme haben in der Regel wesentlich mehr Substanz als andere Animationsfilme. Pixar geht (teilweise) eher in Richtung Studio-Ghibli.

  19. #19
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    "Stuff of Legend" ist notiert. Sieht vielversprechend aus. Muss zuhause aber erst noch den neu geschaffenen Platz sichten, ob's passt. Lanfeust wird sich ganz schön breit machen...

  20. #20
    Mitglied Avatar von Raro
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    Stuff of Legend, da habe ich zwei sehr schöne Omnibus Ausgaben, auch mal nach dem Band I was the Cat schauen, sehr schöne Story.

  21. #21
    Mitglied Avatar von OK.
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    Zitat Zitat von Gimli Beitrag anzeigen
    @ Raro:
    Shreck und Minions sind allerdings nicht von Pixar. Nicht als Klugscheißerei gemeint, ich weiß (glaube ich) was du meinst, aber die Pixar-Filme haben in der Regel wesentlich mehr Substanz als andere Animationsfilme. Pixar geht (teilweise) eher in Richtung Studio-Ghibli.
    Abweichende Meinung A:
    Die besten Mainstream-Filme anderer Animations-Studios wie Shrek 1, Minions 1 oder z.B. auch "Ab durch die Hecke" können m.E. an Drehbuch-Substanz und (marktbedingt gedämpfter) Subversivität durchaus mit den besten Pixar-Filmen mithalten.

    Abweichende Meinung B:
    Wir wissen zwar, dass John Lasseter & Co. Hayao Miyazaki & Co. bewundern, aber ein (auch von Pixar-Leuten) gerne mal behaupteter Ghibli-Einfluss ist in Pixar-Filmen mMn nicht wirklich sicht- oder spürbar. Pixar-Filme waren und sind immer von Disney geprägt, haben aber der Animations-Drehbuch-Tradition eine ganz eigene Note hinzugefügt, die wiederum andere Studios aufgegriffen haben. Disney ist Lasseters Ausbildungssätte und das große Vorbild, das er nie zerstören wollte (wie von den Medien nach den ersten Pixar-Megaerfolgen gerne behauptet), sondern heute sogar leitet. Zerstört hat er allerdings in Windeseile - wenn auch unbeabsichtigt - die traditionelle Animationskunst in Hollywood.

  22. #22
    Nur kurz zurück zu Myre: habe soeben den ganzen Band durchgeblättert und angelesen. Textlastigkeit kann man dem Comic nicht vorwerfen. Aber er ist deutlich besser, als ich ursprünglich vermutet habe. Wer Moers und Fantasy mag, wird sich wahrscheinlich gut unterhalten fühlen. Ich selbst bin mir nicht ganz sicher, ob er meinen Geschmack trifft und werde erst einmal den zweiten Band abwarten, bevor ich entscheide, ob ich einsteige.

  23. #23
    Mitglied Avatar von OK.
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    Ich glaub mir könnte Myre gefallen. Ist auf meiner Kaufliste, allerdings nicht auf der mit der höchsten Priorität.

    Grün aus deutschen Landen von deutschen Damen interessiert mich derzeit mehr und wird früher geholt.

  24. #24
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    Bin schon durch. Zwanzig Minuten im Zug. Myre ist sensationelle bildgewaltige Fantasy mit traumhaft schönen Zeichnungen. Die Handlung von Band 1 passt aber in einen Fingerhut.

  25. #25
    Mitglied Avatar von Gagel
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    Ich habe länger als 20 Minuten gebraucht. In den Bildern kann man versinken, man schaut auf, holt Luft und schaut wieder hin - und sieht Neues, und wenn man es noch einmal so macht, entdeckt man etwas, was man zuvor nicht wahrgenommen hat. So geht es Panel für Panel. Ein Band zum immer wieder anschauen.
    Ich werde Myre auf ihrer Reise begleiten.

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