Die Sprechblase 238

August 2018
€ 9,90
43. Jahrgang
Nr. 238


INHALT
3 Vorwort, Abos, Impressum
5 TUNGA-Zeichner
Edouard Aidans
16 BIBER-PATROUILLE
18 QRN ruft Bretzelburg
23 HARRY-Magazin: Rezensionen,
News, Generation Lehning, Heimische
Superhelden
42 Bernhard Schaffer
44 MAC COY
46 Wer ist Don Rosa?
50 Comic v. Heinz Wolf und G. F.
52 Sechs edle Disney-Hommagen
54 THANOS - Starlins irrer Tyrann
60 MICHEL VAILLANT-Comic
64 Helga Wäscher im Interview
76 BILLY JENKINS ist zurück
78 Westernautor Jonny Pegg
86 Die Romancovermaler
R. Sieber-Lonati und G. König
90 Zwei außergewöhnliche
Propagandacomics
93 Leserbriefe
97 Heiner Jahnkes Archiv


Leserbriefe:
Gerhard Förster
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Ergebnis 201 bis 217 von 217
  1. #201
    Mitglied Avatar von Pickie
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    June Moon Lagoon
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    Zitat Zitat von forevercomic Beitrag anzeigen
    So wie es aussieht, wird da was kommen
    Haben sie jetzt doch angefangen mit einer Recherche oder meinst Du die Überarbeitung und Erweiterung (-> Variante) der Preisnotizen?

    Fotos von der aufgetrennten NN kommen wohl nicht mehr? (Oder sollen die ggf. im neuen PK gebracht werden, wär auf jeden Fall ein Kaufanreiz.)

  2. #202
    Mitglied
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    (...) Aber da wir grad bei der "Micky Maus" sind: Wie sieht denn eine Andruckpresse für Tiefdruck aus? Eine Offsetdruckplatte kann man plan in der Andruckpresse drucken oder in die Rotationsoffsetmaschine spannen. Aber wie geht das mit den geätzten Druckformen? Das sind Stahlzylinder, die lassen sich ja nicht einfach in einer Radierpresse ausdrucken.
    Es gibt auch flache Tiefdruckplatten. Meines Wissens gab es in den 50er Jahren unterschiedliche Tiefdruckmaschinen. Da war sicher auch eine für Flach-Tiefdruck dabei. Genaueres kann nur ein Drucktechniker sagen.

    Zu den Mini-Auflagen – in den 50er Jahren war Papierknappheit immer noch ein Thema. Damals wurde Papier nicht verschwendet.


    Hab interessehalber mal im Netz recherchiert – die gebräuchlichste kleine Tiefdruckmaschine dürfte damals die 'Albertina' gewesen sein. Sie wurde ab 1943 in Deutschland in einer hohen Stückzahl kostengünstig gebaut.


    Vom Arbeitsablauf her war und ist es immer so, dass die ungefalzten und unbeschnittenen Drucke an die Binderei geliefert werden. Erst dort werden
    sie gefalzt, gebunden und beschnitten.
    Ein ungefalzter Druckbogen z.B. aus einem Druckerei-Archiv hat daher meist ein größeres Format als das beschnitte Endprodukt in einem Magazin.
    Nur der Testdruck der an den Kunden geht, wird meist vorher einzeln beschnitten, damit der Kunde das Endformat des Produktes sieht.


    Nach meiner Vermutung – wenn der ungefalzte MM-Beilage-Bogen im beschnittenen Endformat aller anderen bekannten gefalzten und geklammerten Bögen ist, müsste er aus dem Archiv des Kunden, nämlich dem Ehapa-Verlag stammen. Und dort dürfte ihn vermutlich jemand geklaut haben.

  3. #203
    Moderator Splitter Forum
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    @ Horst: Andruck als Proof? Auch für Farbdrucke? Ich hab einmal ein Portfolio auf einer Andruckpresse gedruckt. Das Walzwerk einer Andruckpresse ist so klein, daß es keine fünf Drucke lang die Farbe in der korrekten Farbdichte hält. Man erhält also bei zwanzig Drucken zwanzig unterschiedliche Ergebnisse. Entsetzliche_Angst_Ephanie

    Was meinst du wozu sonst Andruckpressen gebaut wurden?

    Und natürlich war eine kleine Andruckpresse für vielleicht 2.000.- DM
    nicht die "Profimaschine" (und schon gar nicht Farbproof-Maschine),
    wie eine Andruckpresse für 100.000.- DM!

    Siehe Wikipedia:

    "... Ein Andruck ist ein Probedruck zur Überprüfung der Qualität der Druckvorlagen, besonders bei mehrfarbigen Arbeiten an einer Druckmaschine.... Andrucke werden in der Regel an speziell entwickelten Andruckpressen gefertigt, um die kostenintensiven Fortdruckmaschinen nicht zu blockieren. ..."


    https://de.wikipedia.org/wiki/Andruck

    Ich habe an solchen Maschinen den Farbdruck gelernt.
    Das war damals die führende Technik, um die gängigen
    Bedruckstoffe, deren Farbaufnahme und auch den
    Punktzuwachs zu emulieren.
    Geändert von horst (22.03.2018 um 20:37 Uhr) Grund: Quote gesetzt!

  4. #204
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von horst Beitrag anzeigen
    Und natürlich war eine kleine Andruckpresse für vielleicht 2.000.- DM
    nicht die "Profimaschine" (und schon gar nicht Farbproof-Maschine),
    wie eine Andruckpresse für 100.000.- DM!
    Ich rede von den Geräten, die an der Akademie der Bildenden Künste in der Druckerei standen. Da hat die Andruckpresse mit einer Standfläche von über 4 qm sicher deutlich mehr als 2.000 DM gekostet. Und die Rollenoffsetmaschine war als Spende in Höhe von 170.000 DM ausgewiesen.

    Mit Tiefdruck hast du keine praktische Erfahrung, wenn ich dein Schweigen richtig deute. Wie schätzt du denn die Wahrscheinlichkeit ein, daß Seiten im Tiefdruck gefälscht wurden?

    Wobei ja immer noch die Möglichkeit besteht, daß die Bilder und der Text in unterschiedlichen Druckverfahren erstellt wurden (da müßte sich dann halt wirklich mal ein Fachmann die erhaltenen Exemplare anschauen).
    Geändert von Mick Baxter (22.03.2018 um 23:01 Uhr)
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  5. #205
    Moderator Splitter Forum
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Ich rede von den Geräten, die an der Akademie der Bildenden Künste in der Druckerei standen. Da hat die Andruckpresse mit einer Standfläche von über 4 qm sicher deutlich mehr als 2.000 DM gekostet. Und die Rollenoffsetmaschine war als Spende in Höhe von 170.000 DM ausgewiesen.

    Wenn ihr mit dieser (verlinkten) Maschine keine guten
    Ergebnisse hinbekommen habt, dann spricht das nicht
    für deinen Lehrer, denn - wie gesagt - der Andruck als
    Farbproof ist (war) die ureigenste Aufgabe einer solchen
    hochwertigen Andruckpresse.

    Selbst Dinge wie der Punktzuwachs wurden per
    Erfahrungstabellen verlässlich simmuliert. Und auch
    in der Übergangsphase zur "Moderne" war dieser Andruck
    den "Labortechniken", wie z. B. einem Cromalin
    überlegen, da er näher am realen Druck war - also
    verbindlicher zur Auflage.


    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Mit Tiefdruck hast du keine praktische Erfahrung, wenn ich dein Schweigen richtig deute.
    Ein vergleichbares und standardisiertes Proofgerät gibt es
    im Tiefdruck nicht. Druckzylinder, Rakel und Druckgeschwindigkeit
    funktionieren so nur an der individuellen Tiefdruckmaschine
    und sind sehr abhängig von der gesamten Produktionsumgebung.
    Mal einfach so nebenbei 10 Exemplare macht man mit diesen
    Maschinen eigentlich nicht.

    Ich weiß aber, dass z. B. viele Tageszeitungen mit ihren
    hochspezialisierten individuell gebauten Tiefdruck-
    maschinen einfach die jeweilige Druckpause in den
    Redaktions-Zeitspannen nutzen um individuell
    auf der Auflagenmaschine Testdrucke zu machen
    (z. B. alle Farbbbilder der nächsten Ausgabe auf einer
    Sammelform vordrucken).

    Da diese Maschinen so groß und so teuer sind, kann
    diese Frage imho aber nur individuell beantwortet werden.
    Möglich wäre, dass ein Druckmeister mal diese Zeitspanne
    und einen offenen Platz einfach so zur Verfügung stellte
    und somit in einem Testlauf das Magazin entstand.

    Denkbar wäre auch ein "Druck ohne Druckauftrag" zum
    Beispiel im Rahmen einer Reparatur oder Wartung ...
    auch hier sind Testläufe zwingend notwendig
    (aber auch hier natürlich keine Auflage von 10!).

    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Wie schätzt du denn die Wahrscheinlichkeit ein, daß Seiten im Tiefdruck gefälscht wurden?
    All das zuvor genannte sind Möglichkeiten ... ich sehe mich
    aber außer Stande hier eine Wahrscheinlichkeitsaussage
    zu treffen.
    Geändert von horst (23.03.2018 um 01:04 Uhr)

  6. #206
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Die im Bild gezeigte Andruckpresse (oder zumindest die in unserer Druckwerkstatt) hatt kein Farbdepot, man spachtelte die Farbe direkt auf die Farbwalzen. Vielleicht hat mein Lehrer damit farbechte Drucke hingekriegt, ich jedenfalls nicht. Ich hab das erwähnte Portfolio in einer 120er Auflage gedruckt und alle fünf Drucke die Farbdichte gemessen. Und die ging rapide runter (etwa von 1,7 auf auf 0,6, soweit ich mich nach 30 Jahren erinnere). Die Farbtreue eines Proofs hing also sehr vom Können des Druckers ab.

    Zur MM-Nullnummer:
    Bei Fälschungen stellt sich natürlich die Frage, wo der Druckfilm herkommen soll, wenn als Vorlage nur die Printausgabe des zu fälschenden Drucks zur Verfügung steht (und die ist ja gerastert).
    Geändert von Mick Baxter (23.03.2018 um 01:34 Uhr)
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  7. #207
    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Die im Bild gezeigte Andruckpresse (oder zumindest die in unserer Druckwerkstatt) hatt kein Farbdepot, man spachtelte die Farbe direkt auf die Farbwalzen. Vielleicht hat mein Lehrer damit farbechte Drucke hingekriegt, ich jedenfalls nicht. Ich hab das erwähnte Portfolio in einer 120er Auflage gedruckt und alle fünf Drucke die Farbdichte gemessen. Und die ging rapide runter (etwa von 1,7 auf auf 0,6, soweit ich mich nach 30 Jahren erinnere). Die Farbtreue eines Proofs hing also sehr vom Können des Druckers ab.

    Zur MM-Nullnummer:
    Bei Fälschungen stellt sich natürlich die Frage, wo der Druckfilm herkommen soll, wenn als Vorlage nur die Printausgabe des zu fälschenden Drucks zur Verfügung steht (und die ist ja gerastert).
    Wieso sollte jemand ein Exemplar fälschen und sich eine Rückseite mit geänderten Texten ausdenken? Macht überhaupt keinen Sinn.
    Dann wäre doch logischerweise die reguläre bekannte Ausgabe verwendet worden. Fälschung halte ich auch aus diesem Grund für ausgeschlossen.

  8. #208
    Mitglied Avatar von Froschgrün
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    Zitat Zitat von forevercomic Beitrag anzeigen
    Wieso sollte jemand ein Exemplar fälschen und sich eine Rückseite mit geänderten Texten ausdenken? Macht überhaupt keinen Sinn. (...)
    Doch, macht es. Denn mit einer neuen "Variante" wird der Vergleich mit dem Original schwierig.

    Aber ich glaube trotzdem nicht an eine Fälschung, denn wie Mick Baxter schon schrieb, müsste die
    Vorlage für die Druckfilme + Druckstöcke ungerastert sein.
    Ich denke auch dass dieser Bogen ein Original ist und aus dem Archiv von Ehapa stammt.

  9. #209
    Mitglied Avatar von Pickie
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    Zitat Zitat von forevercomic Beitrag anzeigen
    Wieso sollte jemand ein Exemplar fälschen und sich eine Rückseite mit geänderten Texten ausdenken? Macht überhaupt keinen Sinn.
    Es müsste nicht ausgedacht sein, als Vorlage einer Fälschung könnte ein Original der Variante gedient haben.

    Aber interessantes Thema, wirklich.

  10. #210
    Zitat Zitat von Pickie Beitrag anzeigen
    Es müsste nicht ausgedacht sein, als Vorlage einer Fälschung könnte ein Original der Variante gedient haben.

    Aber interessantes Thema, wirklich.

    Jetzt wird es ja immer skurriler

  11. #211
    Mitglied Avatar von Pickie
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    Genau das wollte ich damit sagen.

    Schönes Wochenende!

  12. #212
    Die Mafia NN ist doch keine Variante, sondern die Ur-Nullnummer.

    Sie muß nicht zwingend aus dem Ehapa-Archiv kommen. Es verbleibt immer ein Exemplar in der (An) Druckerei.

  13. #213
    Zitat Zitat von DER LETZTE APACHE Beitrag anzeigen
    Die Mafia NN ist doch keine Variante, sondern die Ur-Nullnummer.

    Sie muß nicht zwingend aus dem Ehapa-Archiv kommen. Es verbleibt immer ein Exemplar in der (An) Druckerei.
    Du hast absolut Recht. So gesehen ist es natürlich keine Variante.

  14. #214
    Mitglied Avatar von Froschgrün
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    Zitat Zitat von DER LETZTE APACHE Beitrag anzeigen
    Die Mafia NN ist doch keine Variante, sondern die Ur-Nullnummer.
    Ist ja völlig egal wie man das Teil nennt. Die "Ur-Nullnummer" ist gleichzeitig auch eine Variante

    Zitat Zitat von DER LETZTE APACHE Beitrag anzeigen
    Sie muß nicht zwingend aus dem Ehapa-Archiv kommen. Es verbleibt immer ein Exemplar in der (An) Druckerei.
    In Druckereien werden unbeschnittene Andrucke archiviert auf denen am Rand Farbkeil
    und sonstige Druckangaben sowie evtl. auch handschriftliche Anmerkungen zum Druck
    zu sehen sind.
    Die Variante "Ur-Nullnummer" ist aber meines Wissens beschnitten, deshalb ist das
    Ehapa-Archiv viel wahrscheinlicher. Aber letzlich wird sich die Herkunft des Blattes
    vermutlich nie feststellen lassen.

  15. #215
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von Pickie Beitrag anzeigen
    Es müsste nicht ausgedacht sein, als Vorlage einer Fälschung könnte ein Original der Variante gedient haben.
    Ein Original der Variante, das dann vernichtet wurde? Oder weiter im Besitz des Fälschers ist, der nur sein Original nicht verkaufen will und deshalb die Fälschung anfertigte? Nee, die Textvariante spricht deutlich für ein Original.
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  16. #216
    Zitat Zitat von Pickie Beitrag anzeigen
    Haben sie jetzt doch angefangen mit einer Recherche oder meinst Du die Überarbeitung und Erweiterung (-> Variante) der Preisnotizen?

    Fotos von der aufgetrennten NN kommen wohl nicht mehr? (Oder sollen die ggf. im neuen PK gebracht werden, wär auf jeden Fall ein Kaufanreiz.)
    Ich denke die werden im neuen Katalog kommen inkl. eines Marktreportes.
    Geändert von forevercomic (05.06.2018 um 14:23 Uhr)

  17. #217
    Mitglied Avatar von Pickie
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    thx

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