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  1. #26
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Zitat Zitat von Klein Wanda Beitrag anzeigen
    Gerade ist mir aufgefallen, dass ich die 500 noch gar nicht fertig gelesen hatte. Und dass ich vergessen hatte, dass ich sie noch nicht fertig gelesen hatte ...
    Na, wenn sogar du sowas schreibst ...

    Nachwendeserien generell als "weniger knackig" zu bezeichnen, ist sicherlich nicht ganz korrekt, aber auch nicht sooo ganz falsch. In fast allen Serien nach der Wende gab es entweder zum Ende hin Zerfallserscheinungen am Handlungsgerüst (Mittelalter, Eldorado) oder aber dieses stand zu Beginn der Serie offensichtlich noch nicht vollständig (Griechenland). Ausnahmen: Orient-Express, Amerika und Japan 2 (allesamt von anderen Autoren als dem Stammautor) und mit einer gewissen Sonderstellung auch die Weltreise. In den letzten Jahren (seit Johanna) ist man ja dann eh mehr oder weniger davon abgerückt, komplexere Handlungsgerüste zu entwerfen, sondern der Fokus liegt auf handlungsmäßig recht lose verbundenen Einzelheften. Dass es dann weniger "knackig" zugeht, liegt in der Natur der Sache. Es geht eben aber auch zu Lasten der Spannung. Aber immer, wenn man so ein heftübergreifendes Handlungsgerüst doch wieder einbaute (zweite Hälfte Römer-Serie, zweites Kapitel der Australien-Serie), wurden schöne, auch spannende Geschichten draus. Bemerkenswerterweise gab's auch immer dann einen vernünftigen Schurken.
    Geändert von CHOUETTE (14.08.2017 um 16:35 Uhr)
    Und am 365. Tag erhob er sein Glas und sagte in seinem feierlichsten Ton: "Darauf wollen wir trinken - dass es nicht noch besser wird!"

  2. #27
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Zitat Zitat von CHOUETTE Beitrag anzeigen
    Nachwendeserien generell als "weniger knackig" zu bezeichnen, ist sicherlich nicht ganz korrekt, aber auch nicht sooo ganz falsch. In fast allen Serien nach der Wende gab es entweder zum Ende hin Zerfallserscheinungen am Handlungsgerüst (Mittelalter, Eldorado) oder aber dieses stand zu Beginn der Serie offensichtlich noch nicht vollständig (Griechenland). Ausnahmen: Orient-Express, Amerika und Japan 2 (allesamt von anderen Autoren als dem Stammautor) und mit einer gewissen Sonderstellung auch die Weltreise. In den letzten Jahren (seit Johanna) ist man ja dann eh mehr oder weniger davon abgerückt, komplexere Handlungsgerüste zu entwerfen, sondern der Fokus liegt auf handlungsmäßig recht lose verbundenen Einzelheften. Dass es dann weniger "knackig" zugeht, liegt in der Natur der Sache. Es geht eben aber auch zu Lasten der Spannung. Aber immer, wenn man so ein heftübergreifendes Handlungsgerüst doch wieder einbaute (zweite Hälfte Römer-Serie, zweites Kapitel der Australien-Serie), wurden schöne, auch spannende Geschichten draus. Bemerkenswerterweise gab's auch immer dann einen vernünftigen Schurken.
    Ziemlich gut analysiert, Chouette.
    Sehe ich ähnlich.
    Ich könnte mir vorstellen, dass diese "Ein-Heft-Politik" bei einer Serie dazu dienen soll, es neuen Lesern zu erleichtern, bei den Faxen einzusteigen.
    Allerdings muss ich gestehen, dass es mir als Stammleser nach mittlerweile fünf Einzelheftserien, die sich jeweils über ca. zwei Jahre hinschleppen hinziehen, langsam reicht.
    Es wäre mal wieder an der Zeit für knackigere Handlungsgerüste mit spannendem Handlungsbogen und ordentlichem Cliffhanger am Ende der dazugehörigen Hefte, weg vom Einzelheft-Standallone.
    Meine rein subjektive Meinung.
    Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

  3. #28
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    Ich könnte mir vorstellen, dass diese "Ein-Heft-Politik" bei einer Serie dazu dienen soll, es neuen Lesern zu erleichtern, bei den Faxen einzusteigen.
    Ganz sicher erleichtert es alten Lesern auszusteigen.
    Aber du hast sicherlich recht mit deiner Vermutung. Dennoch erscheint mir das Vorgehen unlogisch. Ich bin mir sicher, dass Neuleser so oder so rückwärts sammeln, wenn sie mitten in einer Serie einsteigen. Und da ist eine spannende Handlung, die sich über die komplette Serie erstreckt, sicherlich kein Hindernis.
    Geändert von CHOUETTE (14.08.2017 um 21:04 Uhr)

  4. #29
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Ja.
    Ich habe sowieso den Verdacht, dass man die Leserschaft permanent unterschätzt.
    Wer MOSAIK lesen WILL, steigt ein, wo immer es passt.
    Die Leute, die temporär begrenzt mal zum MOSAIK greifen, weil mal grad ein Einzelheft ihr Interesse weckt, die werden nicht auf Dauer zur Umsatzsteigerung beitragen.
    Und durch fehlende Cliffhanger als Spannungssteigerer werden sie auch nicht animiert, weitere Hefte zu holen.
    Solche zeitlich begrenzten Leser kann man auch über ein simples cooles Titelbild locken.
    Da braucht's keine "Ein-Heft-Strategie".
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  5. #30
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    Ich glaube, was ich jetzt schreibe hat nicht mehr unbedingt was mit der ursprünglichen Fragestellung zu tun, trotzdem will ich es aus gegebenen Anlass ansprechen.
    Ich muss hier Chouette und Pegasau einfach recht geben, in allen Punkten. Das Mosaik ist nicht mehr das, was es mal war, wenn man die aktuellen Hefte liest. Die Spannung ist am Boden und sie war auch in der ganzen Serie nie da. Vllt ist man manchmal knapp dran vorbei geschrammt, da sah es dann aber zu sehr nach etwa was fast schon Spannung sein könnte aus und dann ist das Mosaik gekonnt vorher abgebogen. Nein, ganz ehrlich, ich bin kein Fan von der 1-Heft-Strategie. Die besten Serien waren die, die möglichst komplex und spannend waren. Trotzdem gab es auch Zeiten, in denen ich mich mit Einheftlern anfreunden konnte, weil sie wenigstens noch etwas hatten, aber die aktuellen Hefte sind ein groß geschriebenes GÄHN. Und das sehe ja nicht nur ich so, dieses Forum ist seit Monaten ein Hort solcher Kritiken.

    Was macht das Mosaik? Man könnte meinen hier lesen ja Verlagsarbeiter mit, die Kritiken kriegt die Redaktion und der Autor also mit. Pustekuchen! Stattdessen klopfen sie sich auf die Schultern und bejubeln gestiegene Verkaufszahlen, als wären sie ausschließlich Ergebnis der Geschichte, die sich der Autor erdacht hat (und der Arbeit der anderen am Mosaik). Wenn man das denn wirklich tatsächlich als Geschichte benennen kann. Leute, Mosaikredaktion, Verkaufszahlsteigerungen- und verluste können die unterschiedlichsten Gründe haben. Und in dieser Serie liegen Gründe, die nichts mit der Geschichte an sich zu tun haben auf der Hand, wie eben der regionale Bezug oder das Reiten auf der Lutherjahrwelle. Nein, ich finde dieses Forum bietet der Redaktion und dem Autor eine einmalige Gelegenheit ein Käuferprofil zu erstellen und Marktforschung zu betreiben. Was wollen va. die Langzeitleser? Was taucht hier immer und immer und immer und immer wieder als Kritikpunkt auf? Welche neuen Reiseziele werden vorgeschlagen?
    Das der Autor nicht ständig mitlesen kann ist klar. Aber warum verschafft er sich keinen Überblick? Das müsste er ja nicht mal selbst tun- Bhur und die anderen von der Redaktion könnten die schärfsten wiederkehrenden Kritikpunkt und besten Anregungen sammeln (sie lesen ja eh mit, der zusätzliche Aufwand wäre gering). Zusammen mit den angebrachten Punkten aus den Leserbriefen könnte in einem zweiten Schritt ein umfassenderes Bild über die Meinungen der Leser geschaffen werden. Und mit den Kritiken und Anregungen der Leser aus dem Forum und von den Leserbriefen könnte man final immer mal wieder eine Gesprächsrunde führen, wobei die gesammelten Erkenntnisse dem Autor vorgestellt werden- beispielsweise im Anschluss an die Heftdiskussionen.

    Nur ganz ehrlich- ihr könntet mit diesem Forum so viel Gewinn für das Mosaik herausschlagen- tut es doch endlich. Und applaudiert dem Autor nicht zu gestiegen Verkaufszahlen und verheimlicht den Rest der Wahrheit. Nämlich das die Kritik der Langzeitleser an dieser Serie enorm ist. Weil die Spannung fehlt.

    Wird dem Autor nämlich nicht gezeigt, was er "falsch" macht- oder wo er noch Potential hätte- dann, nun dann erkennt er das vllt nie

  6. #31
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von ali@thowi
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    elerius:

    Bei der ganzen Sache sollte man jedoch nie vergessen, dass die geringe Zahl der hier lesenden und schreibenden User nun mal gar nichts mit der Zahl der Käufer und Abonnenten zu tun hat. Und ohne diese Käufer und Abonnenten gehen wir irgendwann den Weg der -bspw.- Micky Maus. Da mögen die einzelnen User hier die unterschiedlichsten Vorstellungen äußern, was zählt, ist das Abo oder der Kiosk. Und auch du kannst ja wohl nicht abstreiten, dass das im Augenblick sehr gut läuft.

    Ich habe einigen meiner Schülern das Heft empfohlen und es immer wieder auch im Unterricht (unterrichte auch Neigungskurs Comics) eingesetzt. Und da erlebe ich immer wieder, dass sie mir berichten, wie gut es ihnen gefallen hat.
    Das hat rein gar nichts mit einer Art "Vasallentreue" zu tun, das ist einfach Realität, die ich erlebe.

    Und ganz ehrlich: Ich gebe zu, dass ich VIELE der hier geäußerten Kritiken nicht nachvollziehen kann.

  7. #32
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Elerius spricht mir aus der Seele. Vor allem in seinen Analysen die offensichtlichen Gründe für den aktuellen Erfolg betreffend. Und die vom Verlag kommunizierte Umgangsweise mit der Kritik.
    Und das Argument von Thowi, wir seien hier so wenige, das sei statistisch vernachlässigbar, ist auch falsch. Ist zwar schon länger her, dass ich mich mit Statistik befassen musste, aber wenn ich mich nicht täusche, reicht unsere "Probandenzahl" durchaus aus, um statistisch verlässliche Aussagen zu treffen. Standardabweichung inbegriffen, das wäre Klein Wanda. Und selbst von der kam weiter oben ganz vorsichtig formulierte Kritik. Also hat Elerius recht, man sollte anders damit umgehen.
    Und noch was, Thowi: Es zählt eben nicht "Steigerung der Verkaufszahl um jeden Preis"! Man sollte auch sein Gesicht wahren und für die Werte einstehen, die zu verkörpern man sich auf die Fahnen, resp. das Heft geschrieben hat. Dass ich gerade dir das sagen muss ...
    Man kann sich durch dermaßen in den Vordergrund gestellte Verkaufszahlen auch sehr viel kaputtmachen. So viel, dass der Schuss nach hinten losgeht. Ein mahnendes Beispiel hat man im eigenen Hause: Man muss nur mal in anderen Foren im CF nachlesen, was Sammler von ZACK Edition so halten. Gleicher Verlag wie das Mosaik. Das heißt auch gerne mal "ZACK und weg", weil hier gnadenlos Serien mitten im Zyklus geopfert werden, die unter den Verkaufserwartungen blieben. Die Folge: Dort steigt keiner mehr ins Albenprogramm ein, weil eh irgendwann Schluss ist. Und wenn keiner erst einsteigt, lohnt sich nix. Und so ist das Albensegment von ZACK schon mehr als scheintot, während ringsum der Albenmarkt boomt. Was wiederum die Leute bei ZACK verwundert die Augen reiben und letztens im Editorial und im Splitter-Forum einen baldigen Kollaps prophezeien lässt. Passiert aber nicht. Der Unterschied ist der: Andere Verlage bringen Misserfolge trotzdem mit Anstand zu Ende, nehmen schwächelnde Verkaufszahlen bei der einen oder anderen Serie zähneknirschend hin, erhalten sich aber so ihre Leser.
    Geändert von CHOUETTE (15.08.2017 um 10:23 Uhr)

  8. #33
    @ Möhrenfelder
    Doch, habe ich erlebt. Mal was nicht so gut laufen, das kann immer passieren; finde an der Orang-Laut-Serie aber auch einiges sehr Gutes.


    Einzelheft-Strategie bietet sich bei Luther, denke ich, aber besonders an, denn der Handlungszeitraum ist ja groß, weil man von historischem Ereignis zu hist. Ereignis springt. Die beiden Augsburg-Hefte hingen ganz nett zusammen.

    @ eierlus
    Hier schreiben halt 5 Hanseln und lesen tun's 200000.

    @ Mod.
    Wie alt sind deine Schüler?

    Die Caramellen haben aber Cliffhänger, da habe ich das aktuelle Heft auch sofort lesen müssen.

  9. #34
    Ich weiß nicht recht - Printmedien jeglicher Art kämpfen seit einigen Jahren vielfach ums blanke Überleben, dürfen sich zumindest mit bedrohlich stetigen Auflagerückgängen befassen, nicht nur bei der MickyMaus. Das ist erstmal Fakt. Wenn es dem Mosaik gelingt, sich da wacker zu halten, ist das zunächst positiv. Es hätte schließlich auch anders kommen können.

    Einheft-Strategie hin oder her, es ist doch unverkennbar, dass sich der Lesegehalt für den Neuling dadurch vergrößert. Die lasche Spannung hat vielleicht auch andere Ursachen, die sich unabhängig davon beheben lassen. Hoffe ich jedenfalls!

  10. #35
    Mitglied Avatar von Rookie
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    Dazu habe ich vor kurzem einen Bericht auf N-TV gesehen: Bedrucktes Papier statt Smartphone. Kinder lesen nach wie vor gern Bücher. Also, klar werden die Auflagen geringer, aber ganz verschwinden werden Printmedien nicht. Es gibt dann halt beides, analog und digital.

    Neues über Remory 9:http://www.comicforum.de/showthread....n-Remory/page3

  11. #36
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von ali@thowi
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    Zu Wandas Frage: Neigungskurs Klasse 7-9.

  12. #37
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von ali@thowi
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    Zitat Zitat von Rookie Beitrag anzeigen
    Dazu habe ich vor kurzem einen Bericht auf N-TV gesehen: Bedrucktes Papier statt Smartphone. Kinder lesen nach wie vor gern Bücher. Also, klar werden die Auflagen geringer, aber ganz verschwinden werden Printmedien nicht. Es gibt dann halt beides, analog und digital.

    Neues über Remory 9:http://www.comicforum.de/showthread....n-Remory/page3
    Zu Rookie: Meine Enkelin ist jetzt in die erste Klasse gekommen. Und sie liebt Hörspiele. Gerade habe ich ihr "Peter und der Wolf", gelesen von Gregor Gysi, geschenkt. Sie hat gelauscht wie ein Iltis.

  13. #38
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Zitat Zitat von [email protected] Beitrag anzeigen
    Bei der ganzen Sache sollte man jedoch nie vergessen, dass die geringe Zahl der hier lesenden und schreibenden User nun mal gar nichts mit der Zahl der Käufer und Abonnenten zu tun hat. Und ohne diese Käufer und Abonnenten gehen wir irgendwann den Weg der -bspw.- Micky Maus. Da mögen die einzelnen User hier die unterschiedlichsten Vorstellungen äußern, was zählt, ist das Abo oder der Kiosk. Und auch du kannst ja wohl nicht abstreiten, dass das im Augenblick sehr gut läuft.
    ...
    Und ganz ehrlich: Ich gebe zu, dass ich VIELE der hier geäußerten Kritiken nicht nachvollziehen kann.
    Aber es sollte schon zu denken geben, wenn User, die sonst selten bis nie auch nur annähernd einer Meinung sind, plötzlich unisono dasselbe postulieren!
    Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

  14. #39
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von ali@thowi
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    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    Aber es sollte schon zu denken geben, wenn User, die sonst selten bis nie auch nur annähernd einer Meinung sind, plötzlich unisono dasselbe postulieren!
    Wage ich nicht zu bezweifeln.

  15. #40
    Zitat Zitat von Rookie Beitrag anzeigen
    Also, klar werden die Auflagen geringer, aber ganz verschwinden werden Printmedien nicht. Es gibt dann halt beides, analog und digital.
    Diese Prognose teile ich. Es wird sich dabei die Spreu vom Weizen trennen, was Printmedien betrifft.

  16. #41
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    Zitat Zitat von Klein Wanda Beitrag anzeigen
    Die Caramellen haben aber Cliffhänger, da habe ich das aktuelle Heft auch sofort lesen müssen.
    Und genau da finde ich es, wegen des Erscheinungszeitraums, unpassend.
    Andersrum sollte es sein: Ein-Heft-Geschichten bei den Clarabellen, Cliffhanger beim richtigen mosaik.

    Aber beim Lesen des Wortes "Caramellen" fiel mir folgendes auf: Wenn der Verlag eine Ein-Heft-Politik verfolgt, um den Zufallskäufern den Einstieg zu erleichtern - was sollte dann das Crossover? Sowas ist doch unter diesem Aspekt erst recht kontraprodutiv? Oder geht der Gedanke dahin, dass das Rosaik und das Mosaik gleichzeitig am Kiosk ausliegen und deshalb der Erwerb des jeweils "anderen" Heftes leichter ist als der Nachkauf mehrerer Vorgängerhefte?
    Von Blutbäumen und Weltraumgärtnern: Neue Horrorkracher von mir demnächst irgendwann bei Weissblech.

    Bitte beachtet auch meinen Verkaufsthread.

  17. #42
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
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    Zitat Zitat von FilthyAssistant Beitrag anzeigen
    Wenn der Verlag eine Ein-Heft-Politik verfolgt, …
    Ja, wenn … Aber das wurde hier im Forum postuliert, ist aber gar nicht so.

  18. #43
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von ali@thowi
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    Zitat Zitat von FilthyAssistant Beitrag anzeigen
    Wenn der Verlag eine Ein-Heft-Politik verfolgt, um den Zufallskäufern den Einstieg zu erleichtern - was sollte dann das Crossover? Sowas ist doch unter diesem Aspekt erst recht kontraprodutiv? Oder geht der Gedanke dahin, dass das Rosaik und das Mosaik gleichzeitig am Kiosk ausliegen und deshalb der Erwerb des jeweils "anderen" Heftes leichter ist als der Nachkauf mehrerer Vorgängerhefte?
    Wird wohl an BEIDEM etwas dran sein.

  19. #44
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Zitat Zitat von FilthyAssistant Beitrag anzeigen
    Wenn der Verlag eine Ein-Heft-Politik verfolgt [...]
    Zitat Zitat von Bhur Beitrag anzeigen
    Ja, wenn … Aber das wurde hier im Forum postuliert, ist aber gar nicht so.
    Dann ist das seit fast zehn Jahren eine Ausnahme?
    Da bin ich aber froh.
    Geändert von CHOUETTE (16.08.2017 um 14:14 Uhr)

  20. #45
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Ganz im ernst, das lässt sich ganz einfach nachvollziehen: Bei den Abenteuern um Johanna, Flinders und zur Römer-Zeit bestand die erklärte Hauptmotivation in einer Reisebegleitung. Die Abenteuer gliederten sich in ein bis zwei Hefte lange Zwischenepisoden. Erst in der zweiten Hälfte der Römer-Serie kam mit der Story um Selenes Entführung und den Sklavenaufstand über mehrere Hefte tragende Handlungselemente hinzu. Davor waren es wirklich bloß Einzelheft-Episoden. Dazwischen die Baldo-Serie kam ganz ohne Rahmenhandlung aus. Zumindest hab ich keine erkannt. Auch hier erstreckten sich die Episoden über ein oder zwei Hefte, manchmal gar noch weniger. Auch das Abenteuer um Sinclairs Schatz bestand aus abgeschlossenen Einzelepisoden, wenngleich das verbindende Element, die Teile der Schatzkarte, die es zu finden galt, stärker hervortrat. War auch eine gelungene Serie, wie ich finde. Selbiges gilt für die Weltreise-Serie, die aber schon über zehn Jahre zurückliegt, und deshalb aus der Rechnung ausgeklammert wird.
    Die Templer-Serie, die vor zehn Jahren lief, bestand zwar auch weitgehend aus einzelnen Episoden, aber hier war der Zusammenhang deutlich größer als bei Johanna, Baldo und Flinders. Und letztere Serien umfassen immerhin über fünf der letzten zehn Jahre. Dazu Luther(?) und eine halbe Römer-Serie. Das macht also so ungefähr acht. Und da hab ich Sinclairs Schatz schon rausgerechnet.

    Die Ein-Heft-Politik zu negieren, ist also aus meiner Sicht nicht haltbar. Höchstens mit der Ausnahme, dass manchmal zwei Hefte stärker zusammenhingen, wie z.B. die Abenteuer in Waldenfeld und Köln und noch ein paar andere. Aber mehr war's wirklich nicht. Also von mir aus Ein-bis-zwei-Heft-Politik.
    Geändert von CHOUETTE (16.08.2017 um 14:54 Uhr)
    Und am 365. Tag erhob er sein Glas und sagte in seinem feierlichsten Ton: "Darauf wollen wir trinken - dass es nicht noch besser wird!"

  21. #46
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    Zitat Zitat von Klein Wanda Beitrag anzeigen




    @ elerius
    Hier schreiben halt 5 Hanseln und lesen tun's 200000.
    Ok, erstmal sind wir mehr als 5 aktive Nutzer. Zweitens muss Kritik nicht statistisch sein, um Kritik zu sein. Genau wie Anregungen nicht 1000x auftreten müssen, damit man sie aufgreifen kann.

    Dennoch sind diese Werte hier, denke ich, ausreichend statistisch. Ich schreibe meine Facharbeit (Seminarfacharbeit) über Virtual Reality in Zusammenarbeit mit der Bahausuni Weimar. Unser Experiment haben wir mit 20 Probanden durchgeführt. Wir haben deshalb mit einigen der dortigen Dozenten und Studenten gesprochen, ob 20 denn ausreicht. Als Antwort erhielten wir, dass 20 eine gute Zahl ist und mehr als sie für ihre Forschung oft selbst zur Verfügung haben.

    Wenn eine Uni also mit 20 Probanden hinkommt, dann sollte eine (geschätzt!) ähnliche Anzahl Kritiker in diesem Forum doch auch dem Mosaik reichen, um sich ein Bild zu machen.

    Und damit das Teilnehmerfeld an der Mosaikmarktforschung größer wird, hab ich ja auch bereits vorgeschlagen, dass man dabei die Leserbriefe mit einbeziehen könnte.

    Von daher finde ich nicht, dass dieses Forum nicht als Stimmungsbild gelten kann.

  22. #47
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Zitat Zitat von Sinus_Cosinus Beitrag anzeigen
    Ich kann diese Einzelheft-Kritik nicht nachvollziehen. [...] Was ich aber sehr vermisse, ist der Spannungscharakter. Es passiert zu wenig Aufregendes (Luther-Serie), alles fließt sehr allmählich hin. Ich bin durchaus ein Freund solcher Erzählweisen, aber wie die Kritik hier im Forum zeigt, ist die Grenze zur Langeweile offensichtlich sehr schmal.
    Letzterem Problem lässt sich aber ganz einfach beikommen, indem man sich eben davon verabschiedet, jedes aufgetretene Problem noch im selben Heft zu lösen. Woher soll die Spannung sonst kommen? Die kann sich ja so maximal über dreißig Comic-Seiten entwickeln und auflösen. Es geht auch anders, da hast du recht. Dann darf aber der Handlungsbogen nicht vorhersehbar sein. Wie das funktioniert, hat die Weltreise-Serie eigentlich schön gezeigt. Das waren auch alles Einzelepisoden, aber die Spannung generierte sich dadurch, dass nach und nach einzelne Teams auf der Strecke blieben. Welches als nächstes folgen würde, konnte man damals nicht mal ansatzweise erahnen. Das war clever gemacht, es blieb bis zum letzten Heft spannend und unerwartbar.
    Jedoch bezogen auf die aktuelle Serie, hat's Bhur so zusammengefasst:

    Zitat Zitat von Bhur Beitrag anzeigen
    Michael wird im ersten Heft vorgestellt, trifft im zweiten Heft Katharina und Adrian, ect. ect ..., Adrian blamiert sich, Michael und Katharina heiraten. Das ist der ganz abgekürzte und vereinfachte (Teil-)Storybogen zwischen den Heften 483 und 500.
    Joa. Dass es genau so kommt, war doch nun wirklich jedem schon nach Heft 2 klar.
    Ich will Überraschungen als Leser. Ich will nicht schon immer zu Anfang wissen, wie es am Ende ausgeht. Mehr Mut, auch mal ein Abenteuer unkonventionell, jenseits der Klischees enden zu lassen. Kurz, etwas mehr Kreativität beim Erzählen der Geschichten. Das ist sogar zielgruppenkonform, Kinder lieben Überraschungen. Das wünsche ich mir vom Mosaik der Zukunft.
    Geändert von CHOUETTE (18.08.2017 um 21:07 Uhr)
    Und am 365. Tag erhob er sein Glas und sagte in seinem feierlichsten Ton: "Darauf wollen wir trinken - dass es nicht noch besser wird!"

  23. #48
    Mitglied Avatar von Tilberg
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    Es ist schon immens schwer bis eigentlich unmöglich, einer solchen Serie wie der Reformations-Serie echte Spannung zu entlocken. Einzelheft-System oder nicht. Alle wissen ja, wie es ausgehen wird, und ein Subplot wie die Michael-Katharina-Romanze hat ebenfalls ein klar erkennbares Ziel. Insofern kann man dem Autor nicht wirklich einen Vorwurf machen; er hat halt versuchen müssen, mit dem vorgegebenen Sujet zurechtzukommen. Daß er auch spannend erzählen kann, hat man ja schon oft gesehen, zuletzt in der Römerserie und im zweiten Teil der Australienserie (der erste Teil der Australienserie hingegen "krankte" ebenfalls daran, daß man wußte, wie die Hauptgeschichte ausgehen wird).

    Und bevor Fragen kommen: Natürlich hat JUS nicht alleine und aus sich heraus entschieden, die aktuelle Serie in der Reformationszeit anzusiedeln. Das war schon eine Entscheidung des Verlags, wie man ja auch oft kommuniziert hat. JUS hat dann versucht, das Beste daraus zu machen. Man merkt oft, wie die Figuren an ihren Ketten zerren, aber die Historizität zwingt sie immer wieder zurück ins Glied. Ich hoffe, daß man das im Verlag ähnlich sieht und künftig vermeidet, dem Autor ein solch starres Konzept "aufzuzwingen". Historischer Rahmen, grafische und narrative Hintergründe, authentische und zeitgenössische Details - alles wunderbar und erwünscht und unverzichtbar. Aber bei der Story sollte man rein fiktiv bleiben. (Aus demselben Grund hat man sich ja auch längst und völlig nachvollziehbarerweise von einer Metastory verabschiedet.)

    Meine Meinung.

    PS: Anders ausgedrückt, es wäre super, wenn man sich wieder an Bhurs Zitat erinnern würde, das ich als Mahnung in meine Signatur übernommen habe.
    Geändert von Tilberg (19.08.2017 um 09:58 Uhr)
    Wir pfeifen immer noch darauf, wenn es der Story dienlich ist!

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  24. #49
    Mitglied Avatar von Tilberg
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    Mal als Vergleich die Erfinderserie bei den Digedgas. Wie hat man es damals gemacht, als man sich ebenfalls lauter historische Gestalten als Begleiter wählte? Man hat sich aus dem Leben der Erfinder immer das rausgepickt, was man lustig oder erstaunlich oder visuell gut umsetzbar fand, und das hat man dann in eine möglichst spannende, völlig fiktive Geschichte eingebaut, in der die Digedags meist irgendwelchen Unfug treiben. Dabei hat man sich auch von der historischen Abfolge oder den zeitlichen Abständen der "echten" Ereignisse nicht ablenken lassen, sondern hat alles so gemacht, wie es einem paßte ("James Watt hatte während seiner Ausbildung in London Angst davor, von Häscherbanden zum Kriegsdienst gezwungen zu werden? Egal! Unsere Geschichte spielt in Schottland, also verlegen wir die Episode einfach nach Glasgow, denn sie ist lustig und spannend und paßt in unsere Story."). Und wenn man noch ein paar zusätzliche Infos unterbringen wollte, die nicht so recht in die eigene Story paßten, hat man es halt in den Einleitungstext oder die Rückseite gepackt und nur in einem Textkasten darüber berichtet. Das war schon alles ziemlich clever und vor allem souverän.
    Geändert von Tilberg (19.08.2017 um 10:22 Uhr)
    Wir pfeifen immer noch darauf, wenn es der Story dienlich ist!

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  25. #50
    Zitat Zitat von Tilberg Beitrag anzeigen
    Historischer Rahmen, grafische und narrative Hintergründe, authentische und zeitgenössische Details - alles wunderbar und erwünscht und unverzichtbar. Aber bei der Story sollte man rein fiktiv bleiben.
    Ja, genau so sehe ich das auch. Ist es etwa german angst, dass man sich nicht mehr zur virtuosen Fiktion traut? ("es könnte ja ein unkorrekter oder unmoralischer Eindruck entstehen auweia!") Da geht auf jeden Fall noch etwas. Zumal es inzwischen einen breiten Mittelteil im Mosaik gibt, der ausreichend Platz lässt, nüchterne Fakten und Tatsachen zu vermitteln.

    P.S. Dass man es sich mit moralisch stark aufgeladenen Figuren wie Luther besonders schwer macht, das mag schon sein. Aber da die Abrafaxe ebenfalls tendeziell altkluge Figuren sind, wird das ganze dann halt recht schnell dröge. Man hätte beispielsweise Abrax oder gerade auch Califax eine schrägere Rolle in der Lutherstory beimessen können, das wäre bestimmt möglich gewesen. Aber klar, Luther ist halt Luther. Bei einem James Watt oder Sonnengott lässt sich Spinnerei sicherlich einfacher umsetzen und Spannung entwickeln.
    Geändert von Max schwalbe (19.08.2017 um 11:10 Uhr)

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