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  1. #51
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    Es dürfte wohl jedem klar sein, dass er "im Auftrag" schreibt.
    Nicht doch! Erinnere dich an die zwischen Handlungsfindung und Auftragsanruf gelegene Mittagspause!

  2. #52
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Zitat Zitat von CHOUETTE Beitrag anzeigen
    Nicht doch! Erinnere dich an die zwischen Handlungsfindung und Auftragsanruf gelegene Mittagspause!
    Hast Recht!
    Ich bin aber auch ein Dummerle ...
    Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

  3. #53
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Wenn wir uns mal überlegen, seit wann Schubert die Geschichten schreibt, und zwar in Doppelbeslastung nicht erst seit den Caramellen, sondern schon vorher für die Super Illu, dann könnte doch an dieser These durchaus was dran sein.
    Ein User, der hier im Forum nur mitliest, hat mich vor ein paar Tagen an einen mehrere Jahre alten Beitrag eines anderen Users erinnert. Ich zitiere diesen mal komplett:

    Zitat Zitat von Schnomsens Beitrag anzeigen
    Hallo Kosima,
    ich bin Journalist und habe die Geschichte des „Mosaik“ vor einigen Jahren für ein längeres Hörfunkfeature aufgegriffen. Damals führte ich ein sehr ausführliches Interview mit Mosaikautor Lothar Dräger. Dabei interessierte mich, warum es in den 80er Jahren zu einem qualitätsmäßigen Einbruch des Heftes kommen konnte. Als Grund nannte er zunächst interne Streitigkeiten in der Redaktion, die immer wieder sein Konzept torpedierten. Die Situation mündete für ihn als Autor schließlich in einem starren Korsett, in dem er sich mit seinen Geschichten bewegen durfte. Zitat: „Es ist schon so, dass das dann zu Ermüdungerscheinungen führte. Ich war ja nachher selber total ausgebrannt auch. Ich war in den letzten Tagen meiner Tätigkeit - das sind ja immerhin 15 Jahre für die Abrafaxe gewesen - nicht mehr in der Lage, diese Geschichten, die ich da machte, durch eine wirklich große Idee zu erneuern.“ Zitatende.
    Wenn ich mir mit meinem Abstand - also als Außenstehender jenseits aller Fanclubs - das heutige „Mosaik“ anschaue, dann erinnert mich die heutige Situation fatal an die 80er Jahre. Nein, nicht zeichnerisch, aber erzählerisch. Als Jens-Uwe Schubert im Jahre 2004 mit seiner Weltreiseserie zum zweiten Mal als Mosaik-Autor antrat, da hatten seine Geschichten etwas erfrischendes, flottes und witziges. Mittlerweile werden die Hefte immer langweiliger. Genau wie in den 80er Jahren werden substanzlose Ideen zu ganzen Heften gedehnt. Die Geschichten selbst sind handwerklich bzw. dramaturgisch teilweise sehr schlecht aufgebaut. Und nicht nur die Erwachsenen, gerade auch Kinder haben hier ein sehr feines Gespür. Ich denke, dass jeder Autor an den Punkt kommt, wo ihm die Ideen ausgehen. Das ist völlig normal. Die menschliche Kreativität ist eben keine Maschine, die schier endlos mit monatlicher Präzision immer gleich funktioniert. Deshalb fand ich Eure von 1999 bis 2004 ansatzweise praktizierte Methode, mit wechselnden Autoren zu arbeiten, sehr gut. Damals hatte ich das Gefühl, wirklich frische Ideen und spannende Geschichten mit viel Witz und Humor präsentiert zu bekommen. Und genau das braucht eine bereits so lange laufende Serie wie das monatlich erscheinende Mosaik mit den Abrafaxen.
    Im übrigen haben mich Deine Beiträge sowie die Reaktion auf CHOUETTE wirklich geärgert - auch in meiner Rolle als eher unbeteiligter (Mit-)Leser dieses Forums. Sie zeigen mir, dass eine selbstkritische Auseinandersetzung mit Eurer eigenen Arbeit zur Zeit wohl nicht stattfindet. (Oder zumindest nicht in dem Maße, wie es eigentlich erforderlich wäre.) Dieser Tenor ist leider auch auf den Leserbriefseiten sowie in den redaktionellen Beiträgen der Sammelbände spürbar. Schade. Ihr vergebt Euch damit viele kreative Chancen.
    Ob Schnomsens diesen jahrealten Beitrag heute noch genau so schreiben würde, weiß ich natürlich nicht. Aber seine Gedanken zur menschlichen Kreativität sind zeitlos - und völlig logisch und nachvollziehbar. Und damit sind wir wieder bei gbg, der mutmaßte, der Autor könne vielleicht müde sein. Es wäre ihm jedenfalls nicht zu verdenken.
    Geändert von CHOUETTE (21.08.2017 um 10:45 Uhr)

  4. #54
    Interessanter Beitrag, von wann stammt er? Ich denke auch dass da etwas wahres dran sein könnte, kann ich als Außenstehender aber nur begrenzt beurteilen bzw. ist ja alles sehr spekulativ.
    Widersprechen würde ich aber bei der Frage, inwiefern Verlag oder Redaktion sich sowohl im Forum als auch im Leserbriefe-Bereich der Hefte ständig selbstkritisch geben müssen. Irgendwelche Kundenzufriedenheits-Floskeln nach dem Motto "Vielen Dank für Ihre Anregungen, wir nehmen diese sehr gern auf und leiten diese an die zuständigen Sachbearbeiter weiter" finde ich noch wesentlich abstoßender als eine direkte Antwort nach dem Motto "Nö, das sehen wir nicht so" oder vielleicht manchmal auch "ja, warum eigentlich nicht". Aber ein Recht auf Letzteres hier im Forum einzufordern finde ich schon etwas seltsam, und das schreibe ich als Forianer Überlegt mal, was Hannes Hegen dazu gesagt hätte ^^

    P.S. wobei ich zugeben muss, früher auch manchmal gedacht zu haben "hamm die ne Meise?", wenn interessante Leserbrief-Fragen einfach mit einer mehr oder weniger rausgesteckten Zunge (nicht) beantwortet wurden ^^
    Geändert von Max schwalbe (21.08.2017 um 12:49 Uhr)

  5. #55
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Zitat Zitat von Max schwalbe Beitrag anzeigen
    Interessanter Beitrag, von wann stammt er?
    2009, Baldo-Serie
    Und am 365. Tag erhob er sein Glas und sagte in seinem feierlichsten Ton: "Darauf wollen wir trinken - dass es nicht noch besser wird!"

  6. #56
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    Das hier würde mich ein bisschen detaillierter interessieren:
    Die Situation mündete für ihn als Autor schließlich in einem starren Korsett, in dem er sich mit seinen Geschichten bewegen durfte.
    Was genau mag Lothar Dräger damit wohl gemeint haben?
    Vorgaben hinsichtlich der zu erzählenden Geschichten, der grafischen Stilmittel, der Kindheitstauglichkeit? Bildungsbürgerliche oder doch sozialistische Prägung? Schauplätze und Zeiträume? Oder doch etwas ganz anderes?
    Von Blutbäumen und Weltraumgärtnern: Neue Horrorkracher von mir demnächst irgendwann bei Weissblech.

    Bitte beachtet auch meinen Verkaufsthread.

  7. #57
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    Kurz zur Info, dieser Thread war doch etwas ins Offtopic abgeglitten. Diskussionen wie "Du hast aber geschrieben, dass...", "Du hast behauptet, ich hätte X gemeint, ich habe aber doch Y geschrieben, Unverschämtheit!!!" und so weiter haben nichts mehr mit dem Thema des Threads zu tun. Und auch der Tonfall wurde, nennen wir es galliger, als nötig.

    Ich habe daher in Absprache mit dem Verlag einige Beiträge aus diesem Thread entfernt und einige Beiträge bearbeitet, wo sie auf die entfernten Beiträge Bezug genommen haben.

    Bis dann,

    scribble
    If you have enough book space, I don't want to talk to you - Terry Pratchett

  8. #58
    Mitglied Avatar von gbg
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    Hä, der nächste Antonia-Anfall beim Mosaik?

    Und wer wählt, was Off topic ist ?

    Auch gut! "Also auch Du, mein Sohn Brutus!"

    Sic transit gloria mundi!
    Geändert von gbg (21.09.2017 um 15:36 Uhr)

  9. #59
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Passt schon, gbg. Scribble hat recht. Und was er gelöscht hat, geht auch in Ordnung.
    Und am 365. Tag erhob er sein Glas und sagte in seinem feierlichsten Ton: "Darauf wollen wir trinken - dass es nicht noch besser wird!"

  10. #60
    Junior Mitglied Avatar von Digedirk
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    Zitat Zitat von scribble Beitrag anzeigen
    Kurz zur Info, dieser Thread war doch etwas ins Offtopic abgeglitten.
    Warum dann nicht einfach mit etwas mehr ontopicartigem fortfahren?

    Zitat Zitat von Germon Beitrag anzeigen
    Ich könnte nicht behaupten, dass es mir jetzt leichter fällt eine Entscheidung zu treffen...
    Trotzdem Danke, ich lese sehr interessiert mit.
    Mich würde ja interessieren, welche Serie denn nun das Rennen gemacht hat. Erzähl doch mal. Oder sollten wir noch einmal abstimmen?

    Wir haben nun nach Abschluss des Wettrennens um die Welt mit dem Orient Express weitergemacht. Keine Ahnung, woher dieser Parforceritt quer durch die Zyklen kommt. Der Kleine schnappt von mir wohl immer mal wieder irgendwelche Anekdoten aus früheren Geschichten auf oder erinnert sich an beeindruckende Titelseiten und haut dann bei der nächsten Wahl so Sachen raus wie: "Jetzt wollen wir aber die "Lamirint der Zeit"-Geschichte lesen."

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