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  1. #1
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    Post LTB 43 - Unterwegs in Sachen Gold

    Hallo Vicaristen und anderes Volk. Da ich - wie bereits mehrfach erwähnt - nichts von den monatlichen "was haben wir wieder für ein mieses neues LTB"-Threads halte, möchte ich den Versuch unternehmen, die glorreiche Vergangenheit dieser Publikation wieder aufleben zu lassen.
    Daher werde ich jetzt jeden Monat das Erscheinen eines neuen LTB´s zum Anlass nehmen, mit Euch über ein altes LTB zu plaudern und mich mit Euch in Nostalgie verlieren.
    Zum Beginn habe ich eines meiner persönlichen Lieblings-LTB´s gewählt : Unterwegs in Sachen Gold
    Die Storys sind:
    -Onkel Dagobert und die Modelleisenbahn
    -Onkel Dagobert und der Schatz des Pharao
    -Kampf dem gemeinsamen Gegner
    -Ein hartnäckiger Gegner
    -Onkel Dagobert und der geheimnisvolle Geppi
    -Onkel Dagobert und das Gold der Wüste

    Protagonisten sind neben den Ducks die Panzerknacker (inkl. "begnadigt".Soll das Opa Knack sein ?)und Gitta Gans. Mir gefällt persönlich die Geppi-Story am Besten.

    Wäre nett, wenn ein Klügerer als ich mal postet, von wem die Storys sind und wenn ihr alle ein paar Worte dazu findet.

    Und ansonsten dürft ihr gespannt sein, welches LTB ich nächsten Monat aus dem Regal ziehe.

    So long
    euer aller Ungewitter

  2. #2
    Mitglied Avatar von Kronion
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    Das nenne ich eine gute Idee!! Nur leider hast du in dieser Woche einen Band hervorgezaubert, von dem ich nur eine Geschichte kenne - die allerdings finde ich ganz lustig. Die Sache mit dem Geppi findet sich nämlich auch in Band 172 (25 Jahre Jubiläum). Aber da die Sammlerecke bei mir praktisch um die Ecke ist, werde ich mir diesen Band wohl demnächst mal holen (schließlich fehlen mir immer noch ein paar Exemplare zur Vollständigkeit!).
    Ansonsten sollten wir uns hier weiterhin über die neuen LTBs beschweren - denn sonst ändert sich ja nie was (tut es wahrscheinlich sowieso nicht ). Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, denn schließlich stirbt die Hoffnung zuletzt (das ist auch aus einem LTB - welchem nur?).

  3. #3
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    Hallöle Ungewitter,
    begnadte Idee. Vielleicht geht einem so der schreckliche Zustand des LTBs leichter übers Herz, wenn man über die guten alten Zeiten redet...

    Zeichner etc. gibt's natürlich in den INDUCKS, hier: http://stp.ling.uu.se/cgi-bin/starba...ssue?de-LTB+43

    Wenn man sich dieses Beispiel eines LTBs mal anguckt: Da würde man doch bei jeder Geschichte (Mal abgesehen von "Onkel dagobert und das Gold der Wüste") mit der Zunge schnalzen, wenn so etwas heute noch erscheinen würde.
    So gehen die guten Geschichten bei dieser hochwertigen Masse fast unter.

    Schwer zu entscheiden, welche Geschichte ich am Schönsten finde. Aber mit der "Geppi"-Geschichte habe ich persönlich auch die grössten erinnerungen und deswegen votiere ich auch für diese Geschichte.

    Einfach schön zu lesen.

    Christian

  4. #4
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    In weniger als einer Viertelstunde zwei positive Reaktionen, man sieht, dieses Thema hat danach geschrien, geboren zu werden.

    @ Christian P.: Kannst Du nicht die Infos über die Zeichner kurz hier reinstellen, weil, also ääh, ehrlich gesagt finde ich die Inducks nicht sehr benutzerfreundlich (*bettelndguck*)

    @Kronion: Wir lassen das Thema ja einen Monat stehen, bis zum nächsten LTB. Hast also Zeit zum Kaufen und Lesen und Posten und Freuen

    [Dieser Beitrag wurde von Ungewitter am 24. April 2001 editiert.]

  5. #5
    Mitglied Avatar von Lupo
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    @Ungewitter: Echt eine glorreiche Idee! Ich bin jetzt schon gespannt wie ein britischer Regenschirm, welches nächste Woche dran ist!

    In besagtem LTB finde ich natürlich auch die besagte Geppi-Story am besten, auf Rang zwei liegt mit einem halben Punkt Rückstand "Ein hartnäckiger Gegner" - Gitta und Kuno Knäul (bzw. Michel) gegen Dagobert; einfach immer wieder herrlich.

    Insgesamt spielt dieses Buch, was die Qualität und Unterhaltsamkeit der Geschichten betrifft, absolut in der Bundesliga!

  6. #6
    Mitglied Avatar von Lupo
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    Ich bin jetzt schon gespannt wie ein britischer Regenschirm, welches nächste Woche dran ist!
    [/B]
    Ups! Ich meinte latürnich nächsten Monat!

  7. #7
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    Gute Idee - eigentlich könnte man das für die Bücher 1 - 45 machen, die erste goldene Zeit der LTB´s.

    Das ist übrigens die einzige Hoffnung für mich für die derzeitige Situation: es gab schon einmal eine Zeit der grottenschlechten LTB´s: ca 50 - 122. Was da an zeichnerischen Mist und miesen Stories geboten wurde kommt wirklich an die heutigen LTB´s ran. Ab und zu war mal eine Perle dabei, aber der Großteil: Brrr

    Mein Vorschlag für den nächsten Monat: Band 2

  8. #8
    Mitglied Avatar von KTobi
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    Question

    In "Ein hartnäckiger Gegner" (meinem Topfavorit in diesem LTB) wird Kuno Knäuel durchgehend "Michel" genannt (wie Lupo schon bemerkt hat). Weiß irgendjemand warum? Kommt das auch in einer Übersetzung einer anderen Geschichte vor, oder ist das ein Einzelfall? Und warum wurde das in der Zweitauflage nicht abgeändert? Fragen über Fragen...

  9. #9
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    Stimmt, es fällt mir wirklich schwer ein Ranking der Geschichten zu machen, aber der Geppi ist wahrscheinlich doch noch ein kleines bißschen besser als die anderen.

  10. #10
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    Danke, dass Ihr die Idee so gut aufgenommen habt.
    Ich habe mir überlegt, dass ich das ganze alle 2 Wochen mache, einverstanden ?
    Und soviel sei verraten, das nächste wird ein Micky LTB.

  11. #11
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    @Ungewitter: Klasse, eim Micky TB! Damit die Jugend mal sieht, was es für gute Micky Geschichten gegeben hat!

  12. #12
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    Ich tippe auf LTB 2...

    Christian

  13. #13
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    Nachdem das nun schon zweimal vorgeschlagen wurde, wird es natürlich definitiv NICHT das LTB 2, sorry.
    Aber auch das kommt irgendwann dran.

  14. #14
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    Ungewitter, du bist hier der Boss.
    - Bzw. Märchenonkel und darfst somit entscheiden, welches Buch du uns "kredenzen" willst.

    Christian

  15. #15
    Mitglied Avatar von Lupo
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    Nr. 40 find ich auch ganz klasse...

  16. #16
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    Ich halte Nr. 40 und Nr. 42 für die besten Micky-LTB´s überhaupt.
    Zurük zum Thema. Von wem ist eigentlich das Cover von LTB 43 ?

  17. #17
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    Das weiß ich leider auch nicht, aber jetzt habe ich mir das LTB besorgt und kann mir zumindest eine Meinung über den Inhalt erlauben.
    Es ist durchaus keine schlechte Wahl, um es für den ersten dieser Art von Threads zu verwenden. Die Geschichten sind alle ganz in Ordnung, wobei ich die Geppi-Story nach wie vor favorisiere. Aber das ist schließlich jedem selbst überlassen.

  18. #18
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    Original erstellt von Ungewitter:
    Ich halte Nr. 40 und Nr. 42 für die besten Micky-LTB´s überhaupt.
    Zurük zum Thema. Von wem ist eigentlich das Cover von LTB 43 ?
    Sieht nach Giovan Battista Carpi aus.
    Lasse mich aber gerne von den echten Experten in dieser Runde belehren.

    Christian


  19. #19
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    Cool

    Jau, das LTB 43 ist schon ein klasse Klassiker unter den LTB´s. Es gehört sicher zu den 10 Besten.
    Zufall (oder auch nur meine Meinung), dass gerade die 4 LTB´s Nr. 40 - 43 so sensationell gut gelungen sind ?
    Egal, auf den nächsten Thread zum Thema müsst Ihr nicht mehr lange warten, denn künftig will ich immer so am ersten und am fünfzehnten eines Monats ein neues altes LTB zur Diskussion stellen. Beim nächsten Mal wird es ein LTB sein, bei dem in erstaunlicher Weise Genialiät und Stumpfsinn in einem LTB vereint sind. Aber vielleicht sind ja andere ganz anderer Meinung ? Ich freue mich schon darauf.

    Euer Ungewitterchen. Hoffentlich scheint bald mal die Sonne.

  20. #20
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    Original erstellt von Christian P:
    Sieht nach Giovan Battista Carpi aus.
    Ist er auch!

    -- Brix

    Und ich bin endlich auch das "Junior" los. Ich wollte schon fragen, wie viel man dafür eigentlich posten muß. :-)



    [Dieser Beitrag wurde von Inducks-de am 30. April 2001 editiert.]

  21. #21
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    Sorry, daß ich diesen Thread wieder hochhole, aber ich wollte die Heftbesprechungs-Threads gern vor Bernds bevorstehender Löschaktion retten (bei der alle Thread deren letzte Antwort vor dem 1.6.2001. war verschwinden)

  22. #22
    Wie angekündigt gebe ich heute meinen Senf zu LTB 43, „Unterwegs in Sachen Gold“, oder „Der Schatz des Pharao“, wie es in der derzeit erhältlichen Neuauflage heisst.
    Ich kann nicht behaupten, dass es mir besonders gut gefallen hat – damit liege ich im Gegensatz zu den meisten vorhergehenden (und vier Jahre zurückliegenden Voten) in diesem Thread.
    Aber seht selbst…
    Ich habe mir die Neuauflage von 2005 besorgt.

    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Die Storys:

    -„Onkel Dagobert und die Modelleisenbahn“/“Volldampf im Geldspeicher“ (40 Seiten): Los geht’s mit einem Frühwerk Massimo DeVitas. Donalds Hobby – der Modelleisenbahnbau – rettet Dagoberts Milliarden. Obwohl die Panzerknacker diesmal eine sichere Geldspeicher-Räumungsmethode entdeckt zu haben scheinen, vereitelt die im Geldspeicher aufgebaute Modelleisenbahn den Coup – ihr eigener Spieltrieb macht den Räubern einen Strich durch die Rechnung.
    Die Story von Rodolfo Cimino operiert leider mit kaum kaschierten Unwahrscheinlichkeiten: Ausgerechnet in dem Moment, wo die Panzerknacker keine Einbruchs-Ideen mehr haben, entdecken sie eine magische Quelle, die nur alle fünfzig Jahre erscheint (!) und deren Wasser sie auf Playmobil-Grösse verkleinert (womit sie durchs Lüftungssystem in den Geldspeicher gelangen können). Das ist erzähltechnisch zu billig – der Autor oder der Zeichner hätten leicht einen anderen Dreh’ finden können, um die Entdeckung der Quelle glaubhaft herzuleiten (mir ist jedenfalls nach kurzem Überlegen mehr als einer in den Sinn gekommen). Zudem: Wie schaffen es die Panzerknacker, das Wasser genau so zu dosieren, dass dessen Wirkung Glock zwölf nachlässt?
    Solche offensichtlichen dramaturgischen Ungeschicktheiten trüben das Vergnügen an der Story. Zudem: DeVitas Zeichnungen wirken hier noch ziemlich domestiziert. Seine Glanzzeit sollte erst noch kommen.

    -„Der Schatz des Pharao“ (37 Seiten): Hier geht nun aber richtig was ab! Es folgt eine herrliche Abenteuerschnurre mit schwer komödiantischem Einschlag, erneut geschrieben von Rodolfo Cimino, gezeichnet diesmal von Giorgio Cavazzano.
    Ein gigantischer neuer Geld- und-Geschäfte-Detektor bringt Dagobert auf die Spur eines in der Wüste versteckten, geheimnisvollen Schatzes. Stracks fliegen die Ducks Richtung Morgenland, wo sie nach einer spektakulären Landung von einer im Wüstensand verborgenen Pyramide erfahren. Doch der Erbauer jener Pyramide, Pharao Tutangaton, hatte den Beinamen „der Philosoph“. Und so werden die Ducks von einem Rätsel zum nächsten gejagt, und vom Pharao sozusagen posthum genasführt.
    Cavazzano zeichnete hier noch sehr ähnlich wie sein Lehrmeister Romano Scarpa. Die Zeichnungen sind herrlich, das Tempo reisst an keiner Stelle ab, und die Geschichte vermag dank einer Fülle von herrlich witzigen Einfällen zu überzeugen. Sehr schön!

    -„Kampf dem gemeinsamen Gegner“/“Partner in der Not“ (40 Seiten): Eine weitere Geschichte aus der Feder von Rodolfo Cimino, diesmal zeichnerisch umgesetzt von Giorgio Bordini. Ausgerechnet in dem Moment, wo die Panzerknacker gezwungenermassen beschliessen, Korbflechter zu werden, kommt der Alchimist des Staates Brutopia auf die Idee, zwecks Mehrung des Staatsschatzes Robot-Panzerknacker zu bauen, die das duck’sche Vermögen nach Brutopia abtransportieren sollen. Schon die Ausgangslage ist ein schauderhafter Schmarren; und die Fortführung der Geschichte bringt leider keine Verbesserung – im Gegenteil! Die Story wird mittels „Wendungen“ und „Lösungen“ der billigsten Art vorangetrieben. So verliert ausgerechnet Dagobert Duck beim Zusammenstoss mit den elektrisch geladenen Blech-Dieben sein Gedächtnis nicht (weshalb, wird nicht erklärt – alle anderen verlieren es nämlich). Er identifiziert sie vor der Polizei – trotz deren auffällig steifem, maschinenhaft-unnatürlichem Gang – nicht als Roboter, sondern als die Panzerknacker. Die echten Knacker verbünden sich sodann mit Dagobert, und Daniel Düsentrieb erfindet ein Seil, das die Roboter ruckzuck vernichtet. Zuletzt wird Brutopia barbarisch in die Luft gesprengt und die Panzerknacker rauben Dagobert nach Ablauf ihres Paktes aus – obwohl sie doch zu Beginn ehrlich werden wollten. Eine lieblos ‚runtergespulte Geschichte, für welche die Macher jede Mühe gescheut haben. Schrott!

    -„Ein hartnäckiger Gegner“/„Erbarmungsloser Schuhkampf“ (37 Seiten): Noch ‚ne Geschichte von Cimino! Schuh-Mogul Dagobert beleidigt Gitta Ganz derart, dass sie ihm und seiner Schuh-Produktion den Kampf ansagt. Von einem befreundeten Medizinmann erhält sie ein Geheimrezept, Leder zu gerben. Da jedes ihrer Schuh-Paare dadurch die Eigenschaft eines bestimmten Tieres an den Träger weitergibt, verkaufen sie sich – auf Kosten der Duck-Schuhe – wie warme Semmeln. Romano Scarpa hat die Geschichte gut umgesetzt, doch sie vermag nicht wirklich zu befriedigen. So ist der Exkurs auf die Südseeinsel umständlich, unnötig und unoriginell (man hätte dort durch zwei Sätze um vier Seiten abkürzen können). Kuno Knäuel verschwindet plötzlich sang- und klanglos aus der Geschichte, und auch der wirre Schluss überzeugt nicht. Angenehm zu lesen einzig dank Scarpas Zeichnungen.

    -„Der geheimnisvolle Geppi“ (33 Seiten): Und nochmals eine Scarpa-Geschichte, diesmal aus der Feder von Guido Martina. In gewisser Weise ähnelt diese Geschichte der Pharao-Story von Cavazzano: Hier wie dort sind die Ducks in einem fremden Land auf fieberhafter Suche, hier wie dort geschieht dies in beträchtlichem Tempo.
    Sein Roboter-Berater gibt Dagobert den Tipp, sich einen Geppi zur Rettung seiner Zuckerkringel-Fabrik zu besorgen. Nur: was ein Geppi ist, verrät die Maschine nicht. So nimmt eine haarsträubende Jagd nach Informationen über diesen Geppi seinen Lauf, welche die Ducks schliesslich ins Pamir-Gebirge führt. Dort weilt Professor Delta, der Informationen über den Geppi haben soll. Dass sie ebendort gleich auch den Geppi finden, ist ein an den Haaren herbeigezogener Zufall, der aber von Scarpa hübsch „verkauft“ wird. Insgesamt eine ganz schöne Geschichte, die grandios startet, im letzten Drittel aber dank einiger allzu simpler Wendungen und plumper Behauptungen stark an Überzeugungskraft einbüsst. Schade!

    -„Das Gold der Wüste“ (34 Seiten): Recht nette Geschichte, die ganz gut startet, dann aber mit den in diesem LTB offenbar üblichen billigen Lösungen enttäuscht.
    Dagobert findet in einem Buch einen Hinweis auf das „Gold der Wüste“ (mir war von Anfang an klar, dass damit nicht Gold gemeint ist!) Hals über Kopf trommelt er die Verwandtschaft zusammen, auf dass sie ihm in Ägypten beim Suchen helfe. Nett an dieser von Giuseppe Perego gezeichneten und von Guido Martina geschriebenen Story sind einige gelungene Randepisoden. Dass die fünf Verdurstenden mitten in der weiten Wüste ausgerechnet kurz vor ihrem Zusammenbruch auf einen Beduinen treffen – der dann ausgerechnet Lebensmittel geladen hat – ist schon schwer zu verdauen. Dass der dann auch noch ein Kamel dabei hat, das Wasser findet, ist mal wieder zuviel des Guten.
    Den „Schlussgag“ hat man bereits zu Beginn der Geschichte zehn Meter gegen den Wind gerochen.


    -------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Fazit: Ein LTB, für das ich mich nicht richtig erwärmen kann.
    Vier der sechs Geschichten stammen von Rodolfo Cimino. Ich habe ihn bislang als Autor von schwachen Geschichten wahrgenommen – lasse mich aber gern eines Besseren belehren. Drei der vier hier vorliegenden Storys bestätigen mir dies allerdings – und in gewissem Sinn auch die vierte: Die von Cavazzano umgesetzte Pharao-Story stimmt in sich ja auch nicht; Beispiel: der Schatz-Detektor, für dessen Einführung fünf Seiten verwendet werden, der aber im Verlauf der Geschichte einfach fallengelassen wird. Doch Cavazzano baut genügend Gags und witzige Details ein, welche die Geschichte dennoch tragen.
    Hier stellt sich nun die Frage: Wieweit – wenn überhaupt - haben die Zeichner die Text-Vorlagen jeweils verändert, bezw. verbessert? Im Nachhinein lässt sich ja auch bei der Pharao-Geschichte nicht feststellen, ob Cavazzano die Story wirklich aufgewertet hat, oder ob die Gags bereits im Script vorhanden waren.
    Damit möchte ich die Diskussion wiedereröffnen!

    Der nächste Band, den ich bald zur Diskussion stellen möchte, wird LTB 166 sein, „Auf König Midas’ Spuren“ – ein LTB, das ich mit weit mehr Vergnügen gelesen habe.

  23. #23
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    Mir gefiel (und gefällt immer noch) "Volldampf im Geldspeicher" recht gut. Und mit der Quelle - tja, Zufälle gibts... Mir hat immer Donalds Modelleisenbahn supergut gefallen und fand es köstlich, als Dagobert das Schienensystem auf sein Netz anwenden wollte! Meiner Meinung nach die beste Geschichte des Bandes, denn die verschiedenen Schatzsuchen nerven mich eher, da einmal nur Getreide und einmal Wasser gefunden wird. Die Geppi Geschichte hingegen gefällt mir wegen dem Schluss, wenn Donald dann an die Fabrik angeschlossen wird!
    mfg, Gerhard

  24. #24
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    Zitat Zitat von Tonda
    In "Ein hartnäckiger Gegner" wird Kuno Knäuel durchgehend "Michel" genannt. Weiß irgendjemand warum? Kommt das auch in einer Übersetzung einer anderen Geschichte vor, oder ist das ein Einzelfall?
    Bei seinem allerersten Auftritt in Deutschland in der Geschichte "Onkel Dagobert ist ein Schatz" (LT 7) hieß Kuno Knäul übrigens noch "Jakob Quackmann"; der Name "Kuno Knäul" war quasi der dritte - und letzte - Versuch (was bei Ehapa aber nicht ungewöhnlich ist)!
    Geändert von Plattnase (04.10.2005 um 21:52 Uhr)

  25. #25
    Zitat Zitat von Edgar Allan Maus
    Meiner Meinung nach die beste Geschichte des Bandes, denn die verschiedenen Schatzsuchen nerven mich eher, da einmal nur Getreide und einmal Wasser gefunden wird.
    Ich muss ehrlich sagen, dass ich es Dagobert gönne, wenn er mal kein Gold findet! Das alte Ekel hat genug davon, und seiner ständigen Ausbeuterei muss m.E. eine gerechte Strafe folgen!
    Ich stosse mich an jenen italienischen Duck-Geschichten, die Dagoberts Raffgier kritiklos als Gegebeheit darstellen und sie durch erzwungene Happy-Endings glorifizieren. Da ziehe ich eindeutig Barks vor, bei welchem der Kapitalismus menschliche Züge und Zwischentöne erhält und wo die Raffgier immer mal wieder in Frage gestellt wird.

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