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  1. #1
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    Der grosse Duckhaus der Entengeschichte

    Dass ich mit dem LTB-Lesen so im Rückstand bin, hat zwei Hauptgründe. Der eine heisst BONE. Ein ziemlich langer Comic in neun Bänden, den ich sehr empfehlen kann. Der andere sind Ziegelsteinbände wie der grosse Duckhaus zur Entengeschichte, über den ich hier ein paar Wote verlieren will.

    Der Band lohnt sich auf jeden Fall. Bevor ich zu den Lobeshymnen ansetze aber der grosse Makel. Die redaktionellen Texte verwenden nicht die echten Namen der historischen Personen, sondern die duckifizierten. Wer also beispielsweise das historische Vorbild von „Mauspierre“ nicht kennt, wird es auch nach der Lektüre der Texte nicht kennen. Schade.

    Steinzeit: Steinzeit-Gundel und Steinzeit-Panzerknacker bestehlen Steinzeit-Dagobert. Steinzeit-Donald muss in Steinzeit-Auto mit eckigen Steinrädern auf die Suche gehen. Wer absurden Humor mag, wie dass die Panzerknacker mit einem Pfeil den Steinreifen „durchbohren“, sodass Donald einen „Platten“ hat, der kommt auf seine Kosten. Alle anderen können sich einfach an den Ziche-Zeichnungen freuen.

    Altes Ägypten: Die ägyptische Daisy will Tanzkarriere machen, doch weil das Kleid nicht passt, geht die Sache schief. Stattdessen ist sie für eine bedeutende Neuerung verantwortlich. Gelungene Geschichte, die der Taschenbuch-Leser schon aus LTB Spezial 40 kennt.

    Altes Griechanland: Die Ducks geraten mit ihrem Kreuzfahrtschiff in einen Zeitstrudel und landen im antiken Griechenland. Donald tritt bei den olympischen Spielen gegen einen Vorfahr von Gustav an. Nett. Und sehr schön gezeichnet von Vicar.

    Wikinger: Es folgt die erste Geschichte einer Reihe in Albenlänge. Donald und seine Neffen probieren eine Zeitmaschine von Düsentrieb aus. Man landet in der Wikingerzeit, wo sie gleich von den behelmten Plünderern geklaut wird. Die Ducks schliessen sich anderen Wikingern an, in der Hoffnung, die Maschine zurückzubekommen. Was nach langer Odyssee auch gelingt. Gelungene Sache, tolle Zeichnungen von Marco Rota.

    Mittelalter: Die Mittelalter-Episode ist eine weitere Folge dieser Zeitmaschinen-Reihe. Denn das Blöde an der Sache ist, dass sich die Maschine nicht richtig steuern lässt und die Ducks jeweils an einem zufälligen Ot in Raum und Zeit landen. Diesmal glaubt Donald daheim zu sein, schliesslich trifft er auf Donald und Daisy, die miteinander picknicken. Doch die zwei scheinen ihn nicht zu kennen. Es stellt sich heraus, dass er gerade die Prinzessin und einen Ritter belästig hat. Ein Duell gegen Ritter Gustav gewinnt Donald zwar, dafür hat die Mittelalter-Version von Gundel sich in der Zwischenzeit die Zeitmaschine gekrallt. Mithilfe von Zauberer Merlin und einigen magischen Wesen gelingt die Rettung. Diese Geschichte fällt hinter die erste zurück. Es geht nicht um Geschichte, sondern verschiedene Mythen werden aneinandergereiht. Die ganze Reihe am Stück in einem LTB präsentiert wäre trotzdem wünschenswert.

    Renaissance: Es folgt ein Klassiker. Das Geheimnis des Panettone lässt Micky und Goofy in der Renaissance-Zeit nach dem Ursprung des Mailänder Doms suchen – und dabei nebenbei ein anderes Geheimnis entdecken. In LTB 131 zuerst erschienen und in gleich zwei LTB Spezials nachgedruckt. Und hier ebenfalls noch. Aber zurecht. Gelungene Story, ebensolche Zeichnungen von De Vita.

    Ming-Dynastie & Barock: : Es folgen zwei Episoden der Reihe Junior Woodchuck time travel, in der die Fieselschweiflinge in Begleitung von Onkel Dagobert einmal in die Ming Dynasie reisen, um etwas über einen Feuerwerkskünstler herauszufinden, und einmal ins barocke Holland, um die Ursache einer Wirtschaftskrise zu suchen. Kurz, nicht schlecht, vor allem toll gezeichnet von Arild Midthun, dem historische Geschichten liegen. Auch hier wäre es schön, die ganze Reihe gesammelt zwischen zwei Buchdeckeln zu veröffentlichen.

    Französische Revolution: Goofy ist der Nachfahre des purpurnen Rächers, der nach der französischen Revolution viele Adlige vor der Guillotine bewahrt hat. Mickys Vorfahre Mauspierre dagegen wollte die Adligen und andere unliebsame Leute mit diesem berühmten französischen Mordinstrument hinrichten. So sagt es die Geschichtsschreibung. Als Micky und Goofy durch ein Zeitportal aus Versehen ins alte Frankreich gelangen, erleben sie aber Erstaunliches. Eine der besseren dänischen Mäuse.

    Viktorianisches Zeitalter: Wenn das viktorianische Zeitalter behandelt wird, muss natürlich eine Folge der Reihe Victorian Ladies abgedruckt werden. Und die ist auch nicht schlecht. Mickys an Holmes angelehnter Detektiv hat sich bei einem Einsatz unterkühlt und liefert sich nun einen Privatkrieg mit der Krankenschwester (Minni), die ihn im Spital und damit den Ermittlungen fern halten will. Aus dem Krieg wird Zuneigung und am Ende lösen sie den Fall gemeinsam.

    Moderne: Da der Trojaner aus der Computersprache nach dem trojaischen Pferd benannt ist, konnte noch der van Horn 24-Seiter in den Band geschmuggelt werden, der zwar gut ist, aber schon dermassen oft abgedruckt, dass es auch eine Geschichte getan hätte, die sich wirklich um Computer dreht.
    Kampf um die Auskunft beschäftig sich immerhin mit der modernen Technik. Genauer damit, dass Computer mittlerweile soweit sind, dass sie sogar via Telefonauskunft den Anrufern praktische Alltagstipps geben können.
    Zukunft: Am Ende beschäftigt sich der Band noch mit der Zukunft. In der ersten Geschichte dazu referiert ein zukünftiger Donald darüber, dass sämtliche historisch bedeutenden Ereignisse den Ducks zu verdanken sind. Den vielen Gantern unter den Zuschauern passt das gar nicht, und Veranstalter Dagobert bittet Donald immer wieder, seine Schilderungen dem Publikum anzupassen.
    In der zweiten Geschichte wird Helferlein unternimmt Helferlein eine Odyssee in der Zukunft, verzweifelt darum bemüht, wieder in die Gegenwart zu Düsentrieb zu gelangen.

    Unterm Strich ein empfehlenswerter, abwechslungsreicher Band, der Lust auf mehr macht. Insbesondere auf Komplettveröffentlichung verschiedener Serien, auf die hier zurückgegriffen wurde. Einzig aus dem Mittelalter hätte man eine andere Geschichte nehmen können. Denn Hexen und Kobolde sind alles andere als historisch.

  2. #2
    Mitglied Avatar von Junior Woodchuck
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  3. #3
    Mitglied Avatar von TomiS
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    ich habe ihn daheim aber nich nicht gelesen. Schöner wäre es gewesen wenn sie alle Zeitreise Teile gemeinsam veröffentlicht hätten!


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  4. #4
    In der Tat. Ich hoffe dieser Band schließt eine Komplettveröffentlichung der Zeitmachine-Reihe (naheliegend wäre in der Tat LTB präsentiert) nicht aus. Schade wenn solche Reihen immer nur häppchenweise veröffentlicht werden.

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