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Thema: FIX & FOXI Austellung in Hannover

  1. #51
    fuxiger Teilzeit-SysOp Avatar von Markus
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    also ich bin ja mit den Heften ab 1980 aufgewachsen und hab da natürlich bisserl andere Vorstellungen was das Golden Age ist
    aber schon richtig, LUPO usF und die Seitz-Stories gehören zum Besseren Teil. Aber gerade auch die FF-Stories von ca 1976 - 1983 finde ich aus der Zeit äusserst gelungen.

  2. #52
    Mitglied Avatar von albert-enzian
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    Zitat Zitat von Markus Beitrag anzeigen
    also ich bin ja mit den Heften ab 1980 aufgewachsen und hab da natürlich bisserl andere Vorstellungen was das Golden Age ist
    Eben, meine Rede.
    Und darum überlasse ich Dir, großzügig wie ich bin, als "Member of the Next Generation" die Erkundung und Erforschung des schwarzen Loches VPM 1979 - 1994.
    Auf geht's Markus, ran an den Speck.
    Und Du bekommst bei Pabel sogar einen "Blaumann" für das stöbern im "Archiv" (= riesige Kisten auf Paletten im Hochregallager) gestellt.
    Nach 6 - 8 Stunden siehst Du aus wie "Sau" und der Rücken ist nicht mehr zu gebrauchen.

  3. #53
    fuxiger Teilzeit-SysOp Avatar von Markus
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    du scheinst ja schon Erfahrungen mit VPM zu haben
    Da wird uns Knox erstmal einen Roboter bauen müssen. Schauen wir mal was die Zukunft bringt.

  4. #54
    Mitglied Avatar von albert-enzian
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    Zitat Zitat von Markus Beitrag anzeigen
    du scheinst ja schon Erfahrungen mit VPM zu haben
    Klar, weißt Du nicht mehr? Für die wirklich "ERSTE" FF-Ausstellung in Deutschland (2007 beim Münchner Comicfestival) haben wir uns dort etliche Originalseiten als Leihgabe besorgt.
    Die waren damals sehr kooperativ, weil wir zeitgleich für sie das 40-jährige Jubiläum von Bussi Bär mit ausgestellt haben.

  5. #55
    fuxiger Teilzeit-SysOp Avatar von Markus
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    stimmt ich erinnere mich Die Frage ist halt ob sie heute ebenso kooperativ wären.

  6. #56
    Mitglied Avatar von Fax
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    Zitat von Carl Cnolle: Allerdings ist der Zeitraum kurz, sagen wir mal das Alter von 9 bis etwas über 10, danach sind dann Tim und Struppi, Asterix, Spirou und Fantasio und aktuell Clever und Smart gefragt. .
    Gut, aber viele Altersgruppen wurden ja damals auch durch die FF selber aufgefangen. Dadurch das z. B. Spirou und Fantasio oder Tim und Struppi und auch Lucky Luke viele Jahre in der FF erschienen sind, wurden natürlich diese Altersgruppe, der über 10 Jährigen, ebenfalls durch die FF "bedient".
    Wenn damals in der FF nur "reine" Kauka Comics wie z. B. Fix und Foxi, Lupo oder Pauli Storys erschienen wären, wären die typischen Leser der FF auch zur damaligen Zeit sicherlich einige Jahre jünger gewesen.
    Durch diese Lizenz Comics ist die FF ja damals für ältere Leser ebenfalls interessant gewesen. Die mussten daher dann auch nicht unbedingt wechseln.

    Ich glaube also nicht, dass der Altersunterschied, was das Lesen der Comics angeht, zwischen früher und heute so groß ist.
    Geändert von Fax (07.12.2016 um 14:33 Uhr)

  7. #57
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    Ich habe am Samstag die vier Stunden Zugfahrt von Dresden auf mich genommen und schaute mir die Ausstellung in Hannover an. Es war sehr interessant, viele Originalseiten aus den 50er- und 60er-Jahren zu sehen. Sie vermitteln einen ganz anderen Eindruck als der Nachdruck in dem Katalog, der trotzdem aufgrund seiner Fülle an Zusatzinformationen unverzichtbar bleibt - ein Dank hier noch einmal an die Macher. Besonders eindrucksvoll waren in der Ausstellung die ausgetuschten Seiten von Branco Karabajics Geschichte "Pauli fliegt zum Mond" aus dem Weihnachtssonderheft 1961.
    Die Ausstellung war erfreulicherweise auch gut und stetig besucht. Im Museumsshop gab es nehen dem Katalog die hier schon erwähnten Malbücher, sowie diverse FF-Postkarten, allerdings zu einem überhöhten Preis von € 2,-

  8. #58
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    Die Ausstellung in Hannover ist vorgestern zu Ende gegangen. Gespannt darf man auf die Besucherzahlen sein.
    Anfang März gab es unter dem Titel "Kuratorischer Fehlschlag" einen äußerst polemischen Artikel in der TAZ zur Ausstellungskonzeption: http://www.taz.de/!5388920/

  9. #59
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    Hab's auf den letzten Drücker auch noch geschafft, mir die FF-Schau anzusehen, und ich muss sagen: nette Momente, insgesamt aber... ein bisschen mager. Im Erdgeschoss mit dem Schwerpunkt Anfangszeit/Früh-60er noch recht ansehnlich, in der ersten Etage dann etwas konfus und lückenhaft. Ein Gesamtkonzept nicht zu erkennen. Obendrein waren etliche der erläuternden Begleittafeln nicht eben fehlerfrei und generell nicht auf dem neuesten Stand. Insofern hat der taz-Kritiker recht: eine kuratorische Minderleistung des WBM - es wirkt, als habe man nur die Räume zur Verfügung gestellt und sich um die Ausstellungsarchitektur gekümmert, die inhaltliche Aufbereitung aber anderen überlassen. Der Rest des Artikels ergeht sich dann allerdings vorwiegend im Wiederaufwärmen der leider weit verbreiteten Voreingenommenheit, dem Kauka-Komplex gegenüber, angereichert um einige nicht ausrecherchierte neue Vorhalte. Schade, das Ganze. Und eine Aufforderung, weiter und es besser zu machen.

  10. #60
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    Vonder Konzeption her war die Ausstellung nicht anderes angelegt als die großeAusstellung über Winsor McCay, Lyonel Feininger etc. letztes Jahr in derSchirn. Was der TAZ-Schreiber fordert, kann ein Kurator nur schwerlich leisten,sondern ist Aufgabe der wissenschaftlichen Comicforschung.
    Leider fehlt für eine gute Methode der Geschichtswissenhandel,die Oral History, zunehmend die Basis, weil wichtige Zeitzeugen, wie zuletztFrau Jolán Sohn, von uns gehen.

  11. #61
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    Welche Konzeption? Im Ernst, am Anfang war's ja noch schlüssig, was aber auch naheliegend war, weil man sich eben an den Anfängen orientierte. Im Fortgang fehlte m. E. so etwas wie ein roter Faden. Für den geneigten Fan ja ganz schön, ein bisschen hiervon & ein bisschen davon zu sehen, aber dem Außenstehenden, fürchte ich, erschloss sich das Phänomen FF auf diese Weise nicht unbedingt.
    Zumal manche Exponate auch nicht stark genug waren, um für sich selber stehen zu können. Verwunderlich z. B., dass von Walter Neugebauer herzlich wenig zu sehen gewesen ist, obwohl er in den 60er Jahren einen prägenden Einfluss auf das Kauka-Artwork ausübte. (Und von dem Wenigen, das unter seinem Namen lief, war ihm ca. die Hälfte auch noch fälschlicherweise zugeschrieben.) Das ist in etwa so, als würde man eine große Donald-Duck-Comicschau ankündigen - und dann statt Carl Barks vorwiegend Tony Strobl oder den überschätzten Don Rosa präsentieren.

  12. #62
    Ich habe mich daran gewöhnt, dass FF seit 15 Jahren nur mehr von Dilettanten und Marketing-Leuten angefasst wird. Was der taz-Autor erwartet, Analyse, Nachdenken und Verstehen statt Zur-Schaustellen, Produkt-Placement und Marken-Branding, wird er so schnell nicht bekommen, zumindest nicht öffentlich. Heute muss alles "sexy" daherkommen, positiv und schulterklopfend. Yes, we can. Man sollte auch über das nachdenken, was wir nicht so gut können und konnten, nur so verstehen wir uns und die anderen. Danke für den Hinweis auf den Artikel.

  13. #63
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    CcPolte: Eine falsche Zuweisung von Zeichnungen ist für jeden Ausstellungsmacherhochnotpeinlich. Da war wohl kein Weiser von kaukapedia bei der Hängung dabei.Falls die Schau irgendwo anderenorts (Berlin?) noch gezeigt werden sollte,müsste dies natürlich auch korrigiert werden.
    Denzweiten Raum fand ich aber auch interessant, weil dort einzelne Zeichner bzw.Zeichnerinnen der späten 60er-Jahre beispielhaft vorgestellt worden sind. Dazugab es an einer Schmalseite das komplette Script für die unveröffentlichte Tomund Klein-Biberherz-Geschichte und auf der anderen, als Zugeständnis an dieganz jungen Besucher, Trickfilme in Endlosschleife. Das hatte also schon eineStruktur.



  14. #64
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    Schon recht, auch so ergibt sich eine Struktur, und das Überraschendste war, dass der Ausstellungskommentar das im gleichen Atemzug dementierte. Denn an einer Stelle stand tatsächlich zu lesen, seit dem federführenden Wirken von Walter Neugebauer, also ab ca. 1960, wären Inhalte und individuelle Handschrift der einzelnen Künstler "standardisiert und anonymisiert" worden, was wohl so viel bedeutet wie: Es sah alles gleich aus. Man brauchte sich ja nur umzublicken, um festzustellen, dass dem eben nicht so war.
    Um aber auch mal einen m. E. gelungenen Einfall aufzugreifen: Den nicht unwichtigen Aspekt der "Vereinnahmung" lizenzierter Comics dokumentierte man mit überwiegend recht gelungenen "Doppelporträts", in denen Kauka-Figuren (meist auf Titelbildern) zusammen mit ihren frankobelgischen Gästen in Szene gesetzt wurden. In diesem Punkt kann ich übrigens auch FAZ-Feuilletonist Andreas Platthaus nicht folgen, der unter anderem eben das vermisste: die Bedeutung der Kauka-Produkte als Plattform für die Verbreitung von Spirou & Co. in Deutschland herauszustellen (s. hier: http://www.faz.net/aktuell/feuilleto...-14539844.html). Mal abgesehen davon, dass dies nun wirklich nicht Gegenstand der Ausstellung war, wurde es trotzdem im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten anschaulich eingelöst. Insofern, und auch wenn ich ihm in mancherlei Hinsicht bei seiner Kritik zustimme, würde ich von einem "Scheitern" der Ausstellung nicht sprechen wollen.

  15. #65
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    Danke für den Link auf den FAZ-Artikel. Dessen Grundtenor: „Sie haben alles verpatzt“ kann manvielleicht teilen, wenn man kein Fix+Foxi-Freund ist und eine wissenschaftlicheAufarbeitung der Produktionsverhältnisse einfordert. Und Du hast Recht. In derAusstellung wurden genügend Beispiele gezeigt, wie die frankobelgischen Comicfigurenin Kaukas Comicuniversum integriert wurden. Wenigstens wurde derAusstellungskatalog hinreichend gelobt, und der Kommentarspalte war zuentnehmen, dass diverse Leser durch den Hinweis auf die laufende Ausstellungdazu animiert wurden, diese zu besuchen.
    Geändert von Old Pauli (04.04.2017 um 16:42 Uhr)

  16. #66
    Zitat Zitat von Old Pauli Beitrag anzeigen
    Danke für den Link auf den FAZ-Artikel. Dessen Grundtenor: „Sie haben alles verpatzt“ kann man vielleicht teilen, wenn man kein Fix+Foxi-Freund ist und eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Produktionsverhältnisse einfordert.
    Nö, sehe ich nicht so. Und es geht auch nicht bloß um Produktionsverhältnisse und Kaukas Art, sondern darum, warum die FF-Geschichten damals so waren, wie sie waren. Warum sich überall, so die taz, "Abgründe auftun", in die man reinfällt, und warum man unschuldig schuldig wird, "obwohl man von nichts wusste". Und das kratzt meiner Ansicht nach überhaupt nicht am Vergnügen des Rezipienten. Verstehen zerstört nicht den Spaß, ganz im Gegenteil. Zum emotionalen Genuss kommt noch die intellektuelle Lust. Und wenn die eine oder andere Seite an Fix und Foxi keine glanzvolle ist, oder wenn sie ein ungünstiges Licht auf die Macher wirft, was ist denn die Alternative? Geschichtsfälschung? Die FF-Geschichte als Märchenbuch? "Kaukas Welterfolg" und alles war eitel Sonnenschein? Kann das jemand wollen? Ich meine, gerade wenn man Fan ist, sollte man das nicht wollen!

  17. #67
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    Zitat Zitat von fixundfertig Beitrag anzeigen
    warum die FF-Geschichten damals so waren, wie sie waren
    Ja, das ist m. E. die Schlüsselfrage und zugleich der große weiße Fleck in der Beschäftigung mit "Kaukas Art". Wobei mir bei aller Sympathie die Thematisierung der "Schuldfrage" in der taz reichlich oberflächlich vorkommt, wenn nicht perfide. Aber lieber eine anregende, auch kontroverse Diskussion als ein gemütliches Abnicken...

  18. #68
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    EinFan sollte sicherlich nicht blauäugig sein, jedenfalls dann nicht, wenn er denKinderbeinen entwachsen ist. Das geht ja den Fußballfans mit ihren Vereinengenauso. Als ich als Kind Fix+Foxi las, wurde für mich im Fernsehen Petar „Radi“ Radencovic (s. Cover Lupo Modern 26, 1965) der erste Fußballheld und ichfolglich ein Anhänger der Löwen. Das ist auch 50 Jahre später noch so,aber zwischenzeitlich musste man akzeptieren, dass der TSV nach 1933 eine sehrunrühmliche Geschichte hatte, anders als etwa der andere Münchner Verein –Stichwort Landauer.
    Poltes Wunsch nach Aufarbeitung des „großen weißenFleckes“ wird sicherlich noch erfolgen. Auf diese Entschlüsselung dernarrativen Elemente und deren chronologische Entwicklung darf man gespanntsein.

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