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  1. #51
    Mitglied Avatar von zaktuell
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    Zitat Zitat von idur14 Beitrag anzeigen
    (...) Im Endeffekt um es praktisch zu benennen sollte sich an einigen Kostenbestandteilen nichts ändern, ob man jetzt 10000 Stk. eines Albums oder 1000 stk von 10 Alben produziert, andere steigen an, aber dies auch nicht in einer geraden Linie. (...)
    Natürlich, es gibt Fixkosten pro Betrieb, pro Titel und pro Exemplar. Für die pro Betrieb (Miete, Heizung,...) ist es egal, ob ich 10.000 mal einen Titel verkaufe oder je 1.000 mal von 10 Titeln.
    Für die Kosten pro Titel ist der Unterschied aber eben schon im Vergleich ein Zehntel geringer, bzw. 10 mal so hoch.
    Gruss!,liver
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  2. #52
    Mitglied Avatar von the_rooster
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    @zaktuell: Du widersprichst dir selbst.

    Einerseits behauptest du, die hohe Anzahl an unterschiedlichen Titeln zeige dass de Markt kaputt sei.

    Andererseits meinst du dann aber wieder, wenn der Markt gesund wäre würden die großen Verlage so viele unterschiedliche Titel produzieren dass für die kleinen Verlage gar nichts mehr übrigbliebe, das sie bringen könnten.

    Also was denn nu?

  3. #53
    Moderator Zack-Forum Avatar von efwe
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    Ich darf der Einfachheit halber mal eine ordentliche Comic-Kalkulation posten, um zu zeigen, wie man Alben ordentlich kalkuliert. Und wenn man das richtig macht, dürfte man eigentlich keine Comics mehr produzieren.

    EfWe

    pdf24 Job Printing.pd.pdf

  4. #54
    Ziel-Umsatzrendite 30%

  5. #55
    Das ist sportlich! Die Umsatzrendite des Mittelstandes liegt laut Statista bei knapp 7% (Branchenübergreifend). Der Mittelwert ist aber auch nur so hoch, weil einige wenige Branchen nach oben ausreißen, die meisten liegen darunter. Die angepeilten 30% Umsatzrendite sind aber schon mehr als doppelt so hoch, wie bei den Statista-Spitzenreitern.

    Edit: Ich bin in der falschen Branche!
    Geändert von moriturus (16.06.2016 um 22:10 Uhr) Grund: Grammatik

  6. #56
    Mitglied Avatar von zaktuell
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    Zitat Zitat von the_rooster Beitrag anzeigen
    @zaktuell: Du widersprichst dir selbst.

    Einerseits behauptest du, die hohe Anzahl an unterschiedlichen Titeln zeige dass de Markt kaputt sei.

    Andererseits meinst du dann aber wieder, wenn der Markt gesund wäre würden die großen Verlage so viele unterschiedliche Titel produzieren dass für die kleinen Verlage gar nichts mehr übrigbliebe, das sie bringen könnten.

    Also was denn nu?
    Tja, was nu? Nochmal genau lesen? Und versuchen zu verstehen...





    Also gut, kleine Hilfe: Ich hab nie nirgens behauptet, dass hohe Anzehl an Titeln n Indiz für n kaputten Markt sei. Vielleicht(!) hab ich das mal irgendwo verkürzend so formuliert, weil das Prinzip altbekannt und daher nicht immer wieder ausführlichst und detailgenau ausformuliert werden muss, aber was ich immer sagte und meinte, war: Immer mehr Titel in immer kleineren Auflagen(!) sind ein Zeichen für n kränkelnden Markt. Viele Titel in Auflagen in Asterix-Höhen wären natürlich ein pumperl gesunder Markt! Ham wa abba nich...

    Und eben: Viele Serien sind in den Auflagen so weit gesunken, dass sie sich für die 'Großen' nicht mehr gerechnet haben. Deshalb konnten kleine Verlage (mit kleinerem, kostengünstigeren Apparat) diese 'Krumen' auflesen. Wären die Auflagen in 'höheren Sphären' geblieben (oder hätten sie überhaupt erstmal erreicht), hätten sie die 'Großen' weiter geführt und sie wären nicht für 'die Kleinen' frei geworden. Wenn Du also da n Widerspruch siehst, hast Du irgendwas nicht richtig verstanden - oder ich hab mich irgendwo missverständlich ausgedrückt.
    Gruss!,liver
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  7. #57
    Moderator Zack-Forum Avatar von efwe
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    Die Umsatzrendite bezieht sich auf den DB I, also den Deckungsbeitrag der direkt zurechenbaren Kosten. Davon gehen dann nochmals die indirekten Kosten wie Abschreibungen, Miete, Heizung etc ab.da sind 30% schon realistisch.

    EfWe

  8. #58
    Mitglied Avatar von PhoneBone
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    Entscheidend für die Analyse des Marktes ist meines Erachtens nicht die Auflage der einzelnen Titel, sondern eher die Gesamtauflage der erhältlichen Titel - verlagsübergreifend. Früher gab es nur wenige Titel, also war man auf diese beschränkt, wenn man Comics kaufen wollte. Das führte zwangsläufig zu einer höheren Auflage der einzelnen Titel. Heute sieht das aber ganz anders aus. Die Auswahl ist riesig. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei - logisch, dass das zu kleineren Auflagen führt. Ausschlaggebend ist doch der Gesamtabsatz der Titel und wenn der wächst, ist der Markt gesund. Tut er das nicht, dann nicht. Der Markt hat sich also klar verändert, aber Ablesen lässt sich die Gesundheit allein an dieser Tatsache nicht.

  9. #59
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Ob der Comic-Markt langfristig funktioniert, hängt aber auch davon ab, ob es eine regionale/nationale Zeichnerszene gibt. Und die bleibt bei 2000er-Auflagen im Amateurstatus stecken.
    Das ICOM-Heft zum Gratis Comic Tag 2012 jetzt herunterladen (7,3 MB)!

  10. #60
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    In Belgien werden in den Dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts bereits Abenteuer von "Tim und Struppi" veröffentlicht. In Deutschland begeistern die Bildergeschichten von „Hanni, Fritz und Putzi“ und von "Vater und Sohn" die Zeitungsleser.
    Im besetzten Europa sind mit Kriegseintritt der USA keine US-amerikanischen Comics mehr zu kaufen.
    Drüber dem Teich amüsiert man sich mit Flash Gordon und vielen Superhelden und der Micky Maus.


    In den Fünfzigern kommen westlich von Deutschland Spirou und Fantasio, Asterix und etliche andere Abenteuergeschichten, Western oder fantastische Geschichten raus.
    In Comic-Zeitschriften für Jugendliche (Spirou, Tintin, Pilote) werden die Abenteuer in Fortsetzungen vorabgedruckt, bevor sie als Album erscheinen. In Deutschland erscheinen Micky Maus und Fix und Foxi und Felix. Übersetzungen werden aus den Fingern gesogen und haben mit dem eigentlichen Inhalt oft gar nichts zu tun. Eigenproduktionen werden schamvoll verschwiegen. Außer Hansrudi Wäscher, er rockt heute noch in unzähligen Sammlerhirnen den aktuellen Zeitgeist. Neues wird sicher nicht angefasst. Im Gegenteil, man träumt wieder vom Retro-Magazin, welches den "dahinsiechenden" Markt "retten" soll.

    Heute entstehen im angloamerikanischen Raum gänzlich neue und moderne Erzählperspektiven in etlichen Kurzserien, in Frankreich nähern sich die Nachwuchskünstler immer mehr dem japanischen Zeichenstil an und in Deutschland kommen heutzutage nach dem Kleinen ********* und Werner Beinhart aus den Neunzigern Luzian Engelhardt oder Kommissar Fröhlich oder Holzhofproduktionen oder andere Underground-Comics raus. Der Unterleib und dessen Öffnungen haben immer noch gerne Hochkonjunktur. Viele Geschichten werden auch im Magazin fürs Massenpublikum nicht funktionieren, selbst wenn sie hochgefeiert werden. Mainstream wird oft abgelehnt. Vielleicht muss die hiesige Szene und ihre selbsternannten Schutzpatrone einfach auch mal ihre Inhalte überdenken. Wie viele gefühlte Jahrzehnte ist der deutsche Markt bis auf ganz wenige Ausnahmen immer noch streckenweise hinten nach???
    Geändert von Huxley (17.06.2016 um 11:53 Uhr)

  11. #61
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    Noch 10 Jahre, würde ich sagen. Dann ist der Zopf ab und der Blick wird klar.

  12. #62
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    Es sind schon so viele Zöpfe abgeschnitten worden und der Comicmarkt geht trotzdem weiter...

  13. #63
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Ob der Comic-Markt langfristig funktioniert, hängt aber auch davon ab, ob es eine regionale/nationale Zeichnerszene gibt. Und die bleibt bei 2000er-Auflagen im Amateurstatus stecken.
    Bei den Amateuren schon.

  14. #64
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    In Deutschland erscheinen Micky Maus und Fix und Foxi und Felix. Übersetzungen werden aus den Fingern gesogen und haben mit dem eigentlichen Inhalt oft gar nichts zu tun. Eigenproduktionen werden schamvoll verschwiegen. Außer Hansrudi Wäscher, er rockt heute noch in unzähligen Sammlerhirnen den aktuellen Zeitgeist.
    Und leider wurde schon wieder einmal das Mosaik unterschlagen. Gab es damals ebenfalls, gibt es heute immer noch. Monatlich in fünfstelliger Auflage, wenn ich nicht irre.
    Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

  15. #65
    Welches uns hoffentlich noch lange erhalten bleibt.

    Ansonsten könnte man fast behaupten, der Comicmarkt in Deutschland wäre ohne ausländische Lizenzen nicht existent.

  16. #66
    Mitglied Avatar von the_rooster
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    Zitat Zitat von zaktuell Beitrag anzeigen
    Und eben: Viele Serien sind in den Auflagen so weit gesunken, dass sie sich für die 'Großen' nicht mehr gerechnet haben. Deshalb konnten kleine Verlage (mit kleinerem, kostengünstigeren Apparat) diese 'Krumen' auflesen. Wären die Auflagen in 'höheren Sphären' geblieben (oder hätten sie überhaupt erstmal erreicht), hätten sie die 'Großen' weiter geführt und sie wären nicht für 'die Kleinen' frei geworden.
    Na, dass die Großen die vielen verschiedenen Titel nur dann bringen würden, wenn ihnen die Auflage auch Gewinn bringt, ist klar. Aber das Prinzip deines gesunden Marktes bleibt ja dasselbe: die Großen bringen so viel dass für die Kleinen gar keine Krumen überbleiben die sie bringen könnten.

    Trotzdem läuft dein "gesunder Markt" auf folgendes hinaus:
    - Die Großen bringen praktisch alles was an Lizenzen und Künstlern verfügbar ist, so dass für die Kleinen eben gar keine Krumen übrigbleiben die sie bringen könnten.
    - Die Großen machen auch mit sämtlichen Titeln Gewinn. Und zwar nicht nur ein bisschen Gewinn, sondern ordentlichen Gewinn.* Denn würde ein Titel keinen (bzw. zu wenig) Gewinn machen, würde er ja eingestellt werden und wäre wieder eine Krume für die Kleinen.

    Mit Verlaub, wenn du DAS unter einem gesunden Markt verstehst, dann ist klar dass der hiesige jeder Comicmarkt aus deiner Sicht immer nur kaputt sein KANN (und auch schon immer war und immer sein wird).

    Wenn man solche Mindestanforderungen an "gesund" überall stellen würde, wären auch 99,9 % der Menschen krank, weil sie nicht durchtrainiert sind wie ein Zehnkämpfer.

    *Meiner Erfahrung nach sind die Erbsenzähler in so einem paradiesischen Markt mit einer kleinen Gewinnmarge gar nicht zufrieden, sondern setzen ordentliche Mindestmargen an - das macht sich einfach viel besser in den Kennzahlen. EfWe hat ja vorher schon erklärt, welche Vorstellungen von Umsatzrendite da kursieren. Meine Vermutung ist ja auch, dass viele von den Großen abgebrochene Serien dieses Schicksal nicht etwa traf, weil sie gar keinen Gewinn machten, sondern weil sie schlicht zu wenig machten.

  17. #67
    Mitglied Avatar von TheDuck
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    Was wir gerade sehen ist eine typische Marktbereinigung,
    neue Player haben sich positioniert und alte Player gehen nun.
    Es ist ja nicht das erste Mal das Ehapa sich von den frankobelgischen Comics verabschiedet,
    und was ist daraufhin passiert?
    In die offene, selbstverschuldete Flanke sind neue Verlage wie z.B. Bunte Dimensionen und Splitter eingesprungen und haben die alten Marktsegmente konsequent übernommen.

    In letzter Zeit sind zudem eine Vielzahl an neuen Verlagen entstanden - unter anderem Dani Books, All Verlag, Kult Comics, Erko die alle bisher einigermaßen gut laufen - und bei andere Verlage aus dem letzten Jahrzehnt läuft der Rubel (Splitter, Cross Cult, Reprodukt, Avant etc...). Kurzum - es sind neue Player auf dem Markt erschienen, die mit neuen Hebelwirkungen (z.B. dem Versprechen keine Serien mehr abzubrechen, bessere drucktechnische Verarbeitung...), die alten verdrängt haben.

    Ist das neu?
    Nein, Comicplus war ja auch mal ein kleiner Verlag der damals Carlsen gut zugesetzt hat und sich in das Albensegment reingsetzt hat .. oder Kult Editionen, welche auch lange Zeit fantastische Comics veröffentlicht haben.


    Wie ich die aktuelle Lage für mich als Comicleser sehe?
    Fantastisch! Noch nie hatte ich so eine große Auswahl an tollen, neuen Comics, die zeitnah zum Herstellungsland zu uns nach Deutschland kommen, in meist brillianter Herstellungsqualität, was Druck, Papier und Übersetzung angeht. Für mich als Comicleser ist das hier aktuell das "goldene Zeitalter". Und ja, keiner weiß wie es in 10, 15 Jahren ausschaut, und auch wenn immer noch die meisten Comics bei uns importiert werden, so gibt es inzwischen auch mehr Comics die direkt in Deutschland entstehen und erfolgreich sind, oder sind Euch: Flix, Ruthe, Sauer, Sarah Burrini, Erik, Ulf S. Graupner, Ralf König, Ingo Römling, Barbara Yelin etc... alle kein Begriff?

    Kurzum, ja für manche Marktteilnehmer sind es harte Zeiten,
    für mich als Comicleser hingegen konnte ich noch nie aus einer solch fantastischen Vielfalt auswählen,
    und natürlich tun sich da auch die Comicverkäufer schwerer - war es für die doch früher einfacher,
    mal ein Stapel Tim & Struppi oder Spirou ausgelegt und schwupps nach ein paar Tagen war der Umsatz gemacht,
    heute hingegen müssen mehr Bücher von mehr Verlagen geführt werden um den gleichen Umsatz wie damals zu erfüllen.

    Aber auch heute gibt es noch sehr erfolgreiche Comicshops (siehe Nürnberg).

    So hart es sich anhört,
    man muss sich und sein Geschäft immer an die kommenden Begebenheiten anpassen,
    nur so bleibt man erfolgreicher Marktteilnehmer.
    Warum wohl steigt VW nun in den Elektromarkt ein?
    Oder warum erweitert Microsoft sein Geschäftsfeld über das klassische Windows/Word Geschäftsfeld hinaus?
    Warum ist wohl BASF an Monsanto interessiert, nachdem sie vor ein paar Jahren noch sämtliche Genforschungseinrichtungen in Europa geschlossen haben?

    Das es manchen hier schwer fällt die neuen Marktbegebenheiten zu akzeptieren, kann ich verstehen,
    mein Bruder schreibt heute noch immer Postkarten und weigert sich Internet zu Hause einzurichten,
    und wundert sich das er als Informatiker keine neuen Berufschanchen bekommt ;-)
    [Er hat zu einer Zeit studiert als man noch mit Lochkarten programmiert hat ;-)

    lg
    TheDuck

  18. #68
    Mitglied Avatar von zaktuell
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    Zitat Zitat von PhoneBone Beitrag anzeigen
    Entscheidend für die Analyse des Marktes ist meines Erachtens nicht die Auflage der einzelnen Titel, sondern eher die Gesamtauflage der erhältlichen Titel - verlagsübergreifend. Früher gab es nur wenige Titel, also war man auf diese beschränkt, wenn man Comics kaufen wollte. Das führte zwangsläufig zu einer höheren Auflage der einzelnen Titel. Heute sieht das aber ganz anders aus. Die Auswahl ist riesig. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei - logisch, dass das zu kleineren Auflagen führt. Ausschlaggebend ist doch der Gesamtabsatz der Titel und wenn der wächst, ist der Markt gesund. (...)
    Letztlich eine Frage, wie definiert man 'gesunder Markt'. Und wenn ich mal meine bisherige Sichtweise verlasse und mich in Deine reindenke, komm ich eher zu dem Gedanken:
    Ausschlaggebend ist nicht 'der Gesamtabsatz der Titel' sondern wie entwickelt sich der Gewinn -verlagsübergreifend- über die Zeit. Aber das allein kann es auch nicht sein, denn man stelle sich vor, dass bis auf zB Asterix, LTB, Spiderman und Sigurd ALLE anderen Titel eingestellt würden und die Verlage mit diesen vier Serien trotzdem stetig steigenden Gewinn machen würden, würde wohl auch niemand von nem 'gesunden' Markt sprechen (wobei es schwer vorstellbar ist, denn eine Konzentration auf nur diese vier Titel ist an sich schon arg absurd, dass man damit auch noch stetig wachsenden Gewinn machen könnte, erst recht. Aber ist ja nur ein 'Gedankenspiel', das mich zu diesem Ergebnis führt: )

    Ein 'gesunder' Markt definiert sich aus einem vielfältigen Angebot und stetig wachsendem Gewinn (verlagsübergreifend). Problem für die Analyse, ob der aktuelle Markt gesund ist (und ob und wann er's in der Vergangenheit war), ist dann aber: Ob und wieviel Gewinn gemacht wird, verrät uns kein Verlag. Und schon gar nicht alle, ums verlagsübergreifend beurteilen und vergleichen zu können.

    Und es gibt auch keine 'Verlagspersönlichkeiten' mehr wie Walter Lehning oder Rolf Kauka von deren Lebensstil (Farm in Amerika) man auf ein 'millionenschweres' Einkommen rückschliessen könnte, um zumindest ne vage Vorstellung vom Gewinn zu bekommen. Oder weiß jemand wieviele Rolls Royce in den Garagen von Horst Gotta, Mirko Piredda, Eckart Sackmann, Marc O. Fischer, Eckart Schott, Ansgar Lüttgenau, Klaus Schleiter und Konsorten stehen?
    Gruss!,liver
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  19. #69
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    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    Und leider wurde schon wieder einmal das Mosaik unterschlagen. Gab es damals ebenfalls, gibt es heute immer noch. Monatlich in fünfstelliger Auflage, wenn ich nicht irre.
    Ich habe gar nichts unterschlagen. Sind ja nur Auszüge in meinem kurzen Beitrag. Was in Honeckers Ostreich einst abging, haben wir in Österreich lange gar nicht mitbekommen. Traurig, dass etliche Deutsche viel länger "ausgeschlossen" oder "eingeschlossen" wurden. Hier lief Mosaik leider unter der Wahrnehmungsgrenze. Bis heute.

  20. #70
    Zitat Zitat von zaktuell Beitrag anzeigen
    Ein 'gesunder' Markt definiert sich aus einem vielfältigen Angebot und stetig wachsendem Gewinn (verlagsübergreifend).
    Da möchte ich ein Veto einlegen, stetig wachsender Gewinn ist ein Wunschtraum. Ein Markt der stagniert oder sogar rückläufig ist, ist auch nicht gleich kaputt, das ist eher Normalität. Problematisch wird es erst, wenn es über langen Zeitraum kontinuierlich nach unten geht.

    Zitat Zitat von zaktuell Beitrag anzeigen
    Problem für die Analyse, ob der aktuelle Markt gesund ist (und ob und wann er's in der Vergangenheit war), ist dann aber: Ob und wieviel Gewinn gemacht wird, verrät uns kein Verlag.
    Die Symptome eines kollabierenden Marktes sind verschwindende Produkte und Firmen, beides kann ich nicht sehen, das Gegenteil ist der Fall. Die Firmen müssen keine Zahlen vorlegen, wäre kein Gewinn da, wäre über kurz oder lang keine Firma mehr da. Nur weil etwas Bewegung im Markt ist und Auflagen runtergefahren werden, muss man nicht den Teufel an die Wand malen. Lieber ins Skizzenbuch und anschließend am Markt veröffentlichen.

  21. #71
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    Französische Billig-Comic-Aktion mit TV-Werbespot 2016
    https://www.youtube.com/watch?v=c_X6Am4zP0k

  22. #72
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    Was in Honeckers Ostreich einst abging, haben wir in Österreich lange gar nicht mitbekommen. Traurig, dass etliche Deutsche viel länger "ausgeschlossen" oder "eingeschlossen" wurden. Hier lief Mosaik leider unter der Wahrnehmungsgrenze. Bis heute.
    Tja, das ist leider sehr traurig und spricht nicht gerade von Aufgeschlossenheit gegenüber "Neuem".
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  23. #73
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    eher, das mosaik hier und dort keine werbung macht, die hefte nur in die läden gebracht werden und das wars. kein wunder also das viele die es vielleicht kaufen würden, gar nicht mitbekommen das es mosaik in westdeutschland und österreich gibt

  24. #74
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Zitat Zitat von Lola65 Beitrag anzeigen
    eher, das mosaik hier und dort keine werbung macht, die hefte nur in die läden gebracht werden und das wars. kein wunder also das viele die es vielleicht kaufen würden, gar nicht mitbekommen das es mosaik in westdeutschland und österreich gibt
    Das ist leider völliger Quatsch, denn Mosaik macht neben gelegentlicher Fernsehwerbung (welcher Comicverlag macht das schon) auch Werbung im hauseigenen Fachmagazin Zack und sonst wo. Wenn Mosaik in den letzten 26 Jahren jemand nicht wahrgenommen hat, dann liegt das jedenfalls nicht an mangelnder Werbung! Ich halte es eher für symptomatisch, was das Leseverhalten und die Aufgeschlossenheit angeht.
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  25. #75
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    Als ich mir die Mosaik-Gesamtausgabe hierhin in den Comicladen bestellt habe, wurde ich angeguckt wie ein Autobus. Mittlerweile habe ich aber sogar das aktuelle Heft gefunden. Der Morawa in der Wollzeile in Wien führt es.
    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    Ich halte es eher für symptomatisch, was das Leseverhalten und die Aufgeschlossenheit angeht.
    Was bringt mir ein Magazin, wenn es selbst in Deutschland nur in gewissen Bundesländern präsent ist. Süddeutschland und das noch südlichere Österreich haben Jahrzehnte lang durch die Finger geguckt, wenn es um Verbreitung von Kioskausgaben ging.
    Geändert von Huxley (17.06.2016 um 21:28 Uhr)

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