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Thema: Preacher

  1. #1
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    Preacher

    Nach einer gefühlten Ewigkeit ist es endlich soweit: Preacher - die berühmte Comic Serie aus den 90ern von Garth Ennis und Steve Dillon - kommt ins TV, in Amerika auf AMC, bei uns nur kurz darauf auf Amazon Prime. 2 Folgen sind schon verfügbar.

    Worum geht es? Grundsätzlich um den texanischen Pfarrer Jesse Custer, in dessen Körper ein gottähnliches Wesen einfährt, woraufhin er in der Lage ist, mit der "Stimme Gottes" zu sprechen, deren Kommandos jeder Folge leisten muss. Dazu kommt noch Jesses Ex Tulip - eine anscheinend Profikillerin - und ein irischer Vampir namens Cassady, der auf der Flucht vor Vampirjägern ist. Rundherum gibts schräge Nebencharaktere en Masse...

    Die Comicserie gehört für mich zu den 5 besten, die jemals geschrieben wurden!! Ein Roadtrip, auf der Suche nach Gott, der seinen Posten verlassen hat. Komplett abgedrehte Figuren, Ereignisse, Vergangenheitsbewältigung, Romantik, Blut, usw. Was will man mehr?

    Die Serie (von Seth Rogen & Evan Goldberg) lässt sich momentan noch gewaltig Zeit und erfindet Material dazu, was nicht immer zum Verständnis eines Neulings beiträgt. Zwischen den Personen wird wild herumgesprungen, neue werden eingeführt, wenig erklärt... Das muss sich noch ändern, sonst droht die Überforderung!

    Fakt ist, das Setting, die Bilder, die Musik, die Humor/Gewalt Mischung, alles gehört zur absoluten Oberklasse! So gehörts gemacht! Die Schauspieler, allen voran Dominic Cooper (Howard Stark aus Captain America) als Jesse, machen ihre Aufgabe ebenfalls toll! Wenn in den letzten 7 Folgen von Staffel 1 weniger Sünder der Woche und mehr gestraffte Handlung vorkommen, dann wird das ein Hit!
    Act, and you shall have dinner!
    Think, and you shall BE dinner!

  2. #2
    Ich kenne die Comics (noch) nicht und kann an die Serie entsprechend unvoreingenommen angehen. Ich stimme Tom zu, daß mir derzeit noch mindestens drei große Fragezeichen auf der Stirn stehen, aber genau das macht die Serie interessant und Lust auf mehr. Hat etwas von David Lynch ala Twin Peaks.

    Die Gewalt jedoch könnte für den einen oder anderen zu viel des Guten sein, da man sich schon im Splatterbereich bewegt.

    Joe Gilgun als Cassidy ist klasse und kann übrigens ebenfalls in der Brit-Serie "Misfits" ab Staffel drei bewundert werden.
    Geändert von Whoosher (08.06.2016 um 12:25 Uhr)

  3. #3
    Ich bin stark am überlegen, ob ich anfangen soll, die Serie zu schauen... bei den Beschreibungen.... bin ich mir grade nicht sicher. Die Comicvorlage kenne ich nicht, d.h. ich gehe da ohne Vorkenntnisse oder Vergleichsmaterial rein...

    Kann man den die Serie mit einer anderen vergleichen? So, was Art der Erzählung, die Chara angeht, die Stimmung etc.?
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  4. #4
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    Puh schwierig...

    Die Charaktere find ich sind relativ einzigartig. Wenn ich allein an Arseface denke...

    Vom Erzählstil her wird viel in der Zeit herumgesprungen, also vielleicht ein Hauch Lost? Mit einem Hauch Twin Peaks, wie schon Whoosher sagte... Das momentane "Sünder der Woche" erinnert leicht an Dr. House
    Die Grundhandlung des Comics, die hier hoffentlich bald aufgegriffen wird, ist mit nichts was ich kenne vergleichbar, andererseits ist sie wie 1000 andere "ein Mann, eine Mission" Geschichten, ein Roadtrip gepaart mit einem Buddy Movie.

    Das Setting ist typische texanische Kleinstadt. Also viel Sonne, viele Rednecks, Johnny Cash Musik... Dazu eben ein Vampir, eine Profikillerin, zwei Engel... Man muss sich drauf einlassen.
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  5. #5
    Mitglied Avatar von Filmfreak
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    Preacher – 1. Staffel

    Eine seltsame Staffel, oft wußte ich nicht, was ich von ihr halten sollte. Als Jesse kein Priester mehr sein wollte, da konnte ich es verstehen, denn es ging in seinem Leben kein Stück weiter. Doch mit der Macht in sich ging es wieder aufwärts, er war wieder wer, darum hätte er dem Kaff den Rücken kehren sollen. Will er damit nur Hunde zum Schweigen bringen? Mit der Superkraft läuft man in eine oder mehrere Banken und raubt sie aus – bis man genug Geld für den Ruhestand hat. Leider passierte hier nichts Interessantes. Ihn 10 Folgen lang bloß in dem scheiß Kaff zu sehen, war nicht prickelnd. Nicht bei solch einer Macht, die der Prediger in sich trägt. Nur Tulip wollte mehr. Selbst das kleine 10-jährige Mädchen aus der Pilotfolge, welches immerzu grinste, wenn Tulip was Cooles machte, hatte mehr Drive. Mädchen von heute sind nicht aufzuhalten, aber die Serie heißt nun mal »Preacher« und er enttäuschte mich.

    Jesses Freundschaft war ab und zu nicht schlecht, gefiel mir aber nicht immer. Ein Vampir mit Blutdurst und ein Prediger mit Superkräften tun sich zusammen, das andere war, das es sich um die Macht der Worte dreht. Er legt keine Hand auf und die Leute erheben sich oder öffnen die Augen, er spricht ausschließlich in dem „Befehlston“ – ähnlich wie mit Tulips Mundwerk *lach* Schaue ich mir Odin Quincannon so an, könnte ich mir gut vorstellen, das er seine komplette Familie in den Tod geschickt hat. Was auch immer die Leute in der Stadt machten, es erinnerte mich an das Eine, und es ließ mich bis zum Schluß nicht los: Der Megastar soll lieber an sich denken, Banken ausrauben und sich auf einer Insel zur Ruhe setzen. Er hätte wirklich gehen sollen, dann wäre das alles nicht passiert. Unschön: Engel sehen wie Killer aus und Tulip tat nicht immer das Richtige (Carlos). US Comics sind komisch.

    Fand den Cowboy sympathisch, er rächte seine Frau und kleine Tochter, köpfte dafür sogar Kinder, zudem hat er nicht viel gesprochen. Konsequenter als Tulip ist er jedenfalls schon mal. Man hatte mir eine wilde und düstere Reise versprochen, die mit nichts und niemandem zu vergleichen ist. Ich mußte eine ganze Staffel drauf warten, bis es soweit ist, denn das Kaff war ja wichtiger, doch nun sind sie zu dritt unterwegs. Macht der Cowboy jetzt Jagd auf ihn? Das Ende mit dem bevorstehenden Roadtrip konnte die Staffel gerade noch so retten.


    5/10

  6. #6
    Mitglied Avatar von Filmfreak
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    Preacher – 2. Staffel

    Starker Auftakt mit coolem Song, Verfolgungsjagd, Schießerei und Flucht vor dem heiligen, unverwundbaren Killer. Da schaute ich gerne weiter. Als dieser am Motel auftaucht und wie ein Terminator rumwütet, hatten Cassidy und ich den gleichen Gedanken ^^ War schön gruselig, spannend und verdammt knapp. Immer wenn der Heilige der Killer sich blicken läßt, ist Nägelkauen angesagt. Die Suche nach Gott in New Orleans, obwohl es ganz und gar nicht meine Stadt ist, gestaltete sich ebenfalls super – dies war schließlich ihre eigentliche Misison.

    Das mit der Geheimorganisation, der Hölle und das man zurück in Jesses und Tulips Vergangenheit geht, zog alles ziemlich runter. Bei Denis angekommen wurde es immer schlechter. Die Organisation „Gral“ und der Leiter der Samson-Einheit Herr Starr konnten mich überzeugen. Er ist so schräg und konnte nur punkten, doch Jesse als Messias? Will ich nicht sehen. Zumal man das Team auseinandergerissen hat. Ich wußte, das der Killer wiederkommt. Nicht mal die Hölle wird ihn festhalten können. Ist Tulip tot? Und kommt sie jetzt in die Hölle?


    5/10

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