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Thema: No Borders

  1. #1
    Mitglied Avatar von Huckybear
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    No Borders

    Diese Woche in einer Buchhandlung vor Ort überraschenderweise 2 Exemplare von No Borders gesehen.
    Ein Band war noch verschweisst, der andere zur Ansicht offen.
    Dabei bemerkt ich, das der gesamte Seiteninhalt vollständig auf den Kopf gegenüber dem Cover und Backcovereinband gedreht gewesen ist.
    Erst dachte ich, dass das evtl. künstlerische Absicht gewesen sein könnte, aber das glaube ich ich nicht, da es den eben die gesamten Seiten betraf,

    Ansonsten machte der Band im Hardcoverkleinformat inhaltlich einen ganz guten und passablen Eindruck. Jedenfalls viel besser als es das eher abschreckende und wirklich mehr als schlechte Cover erahnen liessen.

  2. #2
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    Zitat Zitat von Huckybear Beitrag anzeigen
    Dabei bemerkt ich, das der gesamte Seiteninhalt vollständig auf den Kopf gegenüber dem Cover und Backcovereinband gedreht gewesen ist.
    Erst dachte ich, dass das evtl. künstlerische Absicht gewesen sein könnte, aber das glaube ich ich nicht, da es den eben die gesamten Seiten betraf
    Wird wohl ein Bindungsfehler sein. Kann bei allen Verlagen passieren, ist halt wegen der viel geforderten Einschweißung velagsseitig nicht überprüfbar. Selbst bei stichprobenartigen Kontrollen kann es passieren, dass so ein Fehler nicht bemerkt wird, wenn er nur einen kleinen Teil der Auflage betrifft.
    Von Blutbäumen und Weltraumgärtnern: Neue Horrorkracher von mir demnächst irgendwann bei Weissblech.

    Bitte beachtet auch meinen Verkaufsthread.

  3. #3
    Moderator dani books Avatar von Jano
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    Zitat Zitat von FilthyAssistant Beitrag anzeigen
    ist halt wegen der viel geforderten Einschweißung velagsseitig nicht überprüfbar.
    Äh ... nein. Das hat rein gar nichts mit'm Einschweißen zu tun ... oder glaubst du im Ernst, das könnte und/oder würde tatsächlich jemand immer vorher für 1000+ Exemplare einzeln noch mal kontrollieren, wenn die nicht eingeschweißt wären?

    Ohne Einschweißen kann man das zwar für die ggf. vereinzelten Direktbestellerexemplare noch mal schnell überprüfen, aber für alles, was über den Vertrieb rausgeht, ist das völlig irrelevant.

  4. #4
    Mitglied Avatar von jo.wind
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    Das Cover ist für mich wirklich nicht gelungen.

    Aber die Geschichte hat mir gefallen!
    (Am Anfang etwas verwirrend, am Ende löst sich alles auf)

  5. #5
    Auf Comicgate.de ist jetzt ein langes Interview mit dem Künstler-Duo von "No Borders" erschienen:

    Überwachungsstaat und Katzenbilder – Interview mit TeMeL & Michael Barck

  6. #6
    Mitglied Avatar von MissMoxxi
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    Also ich muss zugeben, ich bin nur aufgrund des Covers in Verbindung mit dem Titel auf diesen Band aufmerksam geworden ^^" zum Glück. Nachdem ich ewig drumherum geschlichen bin, habe ich dann doch zugeschlagen. Der Comic hat mir optisch, wie auch inhaltlich echt gut gefallen. Das Backcover ist auch super Leider reichen die 158 Seiten für eine volle Entfaltung der Story nicht aus. Da hätte ruhig noch wesentlich mehr drin sein können aber ich steh auf das Genre und es war eine sehr nette Abwechslung. Zumal das Szenario natürlich nicht unrealistisch ist - außer vielleicht die Art der Zeitreisen. Aber das nur aus heutiger Sicht angemerkt xD
    Geändert von MissMoxxi (05.04.2017 um 16:41 Uhr)
    Probleme löse ich grundsätzlich mit Feenstaub!


  7. #7
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    Ach, es bleibt zum Heulen, ich finde einfach keinen Comic, den ich gut finden kann.
    (Wobei ich auch nicht danach suche, weil meine Hobbies andere sind.)
    "No borders" war ein weiterer Versuch, möglichst unvoreingenommen einen Comic zu lesen.
    Zumindest das hat funktioniert!
    Doch begeistert hat er mich nicht. Und gut finden kann ich ihn auch nicht mehr, weil beim zweiten Mal lesen er mir auf Seite 131 im übertragenen Sinn kaputtgegangen ist, ab da fand ich ihn widersinnig und undurchdacht. Zweifel kamen, glaube ich, schon beim ersten Lesen, als Jill versucht, ihr "früheres Ich" auszutricksen. Beim zweiten Lesen sah ich dann die Unsinnigkeit: Warum muß sie ihr zweites Ich austricksen? Bzw. warum verhält sie sich so unsinnig: Warum dieser unsinnige Versuch mit den Schlaftabletten im Wasserglas, sie hat es doch selbst gelebt, daß sie es weggeschüttet hatte, das hätte sie doch noch wissen müssen! Genauso wie die Tatsache, daß sie danach das Haus verlassen hatte, warum denkt sie: "Wie ich mich kenne, gehe ich sonntags häufig früh raus", sie müß es doch noch genau wissen, daß sie an diesem Sonntag früh rausging.

    Irgendwie zeigt sich da die Unsinnigkeit von Zeitreisegeschichten.
    Eigentlich hätte Jill gar nichts machen brauchen, um ihr zweites Ich auszuschalten, denn es war ja passiert, sie war auf den Kakau eingeschlafen und erst am Dienstag wieder aufgewacht. In diesem Sinn hätte sie einfach denken können: "Ich bin ja eingeschlafen, also muß ich mein zweites Ich auch nicht diesbezüglich austricksen, ich muß nur sichergehen, daß es passiert ist und kann dann einfach am Montag die Vorbereitungen treffen".

    Nur wenn sie so nichts unternommen hätte, wieso wäre sie dann an diesem Sonntag im Lokal eingeschlafen und erst am Dienstag wieder aufgewacht....?

    Doch für mich liegt die Unsinnigkeit konkret mehr darin: Jill hätte sich nicht fragen dürfen, wie sie ihr zweites Ich austricksen kann, sondern was sie auf alle Fälle machen muß, damit das Geschehene auch wirklich genau so passiert!

    Deswegen gefällt mir die Geschichte nicht, weil die unterschwellige, bei genauerer Überlegung aber recht offensichtliche Gefahr besteht, daß die zeitgereiste, ins Jahr 2023 zurückgekehrte Jill durch Fehlentscheidungen ihre Existens auslöscht, (wenn dadurch zum Beispiel der Zeitsprung am Dienstag nicht stattfindet), weil die Geschichte plötzlich nicht mehr so passiert, wie sie passierte, zum Beispiel wenn sie nach dem Impuls: "Hm, na erstmal weg hier" (Seite 142) in eine andere Richtung gelaufen wäre als direkt am Autocucumber vorbei oder... Es hat etwas Bizarres, daß sie quasi hellsehend etwas machen muß, damit genau das herauskommt, was tatsächlich passiert ist, sie muß es MACHEN, damit es auch wirklich PASSIERT IST....

    Jill wird dargestellt, als hätte sie Entscheidungsmöglichkeiten, ihr zweites Ich auszutricksen, dabei ist ihr Handeln strickt vorbestimmt und sie darf exakt nur das tun, was dazu führt, daß ihr zweites Ich im Lokal einschläft, erst wieder am Dienstag aufwacht und dadurch überstürzt in die Arbeit hetzt.

    Gefällt mir nicht, find ich unsinnig.


    Doch wie gesagt, die Geschichte ging beim zweiten Lesen schon vorher kaputt, mit dem mittleren Bild oben auf Seite 131. Denn beim zweiten Mal entdeckte ich, daß Ho seinen Pock it mit physischer Verbindung zum Internet nutzt! Da stellt sich für mich unweigerlich die vernichtende Frage, warum er dann lediglich nur eine E-mail verschickt, warum löst er keinen Zeitsprung aus und entgeht so der Verhaftung. So heldenhaft es auch gestaltet ist, daß er sich vor einer Verhaftung nicht fürchtet, weil er in einer totalüberwachten Welt nicht leben will, aber wenn er verhaftet ist, kann er nicht mehr weiter daran arbeiten, die Entstehung eines totalitären Überwachungsstaates zu verhindern, das System zu crashen, wenn er verhaftet ist, ist er den "No borders" keine Hilfe mehr. Oder anders ausgedrückt: Warum gefährdet er die Aktivitäten oder gar den Erfolg von "No borders", indem er sich widerstandslos verhaften läßt, anstatt die Zeitreisemöglichkeit zu nutzen, um einer Verhaftung zu entgehen und so mit seinem Hackerwissen und seinen (Zeitreise)Fähigkeiten für die Widerstandsgruppe "No borders" weiterhin zur Verfügung zu stehen?

    Er stellt es doch selbst dar, wie wichtig seine Zeitreisefähigkeit für "No borders" ist (Seite 80) und wie wichtig es ist, sich zu engagieren (Seite 126), warum läßt er sich dann so resigniert durch die Verhaftung außer Gefecht setzen?

    Nur weil Jill ihm einen Korb gegeben hat?
    Doch durch diesen Korb ist doch nicht alles verloren, zumal Jill ja recht SCHEINBAR entschlossen gestaltet wurde, neben der Körperhaltung dieses typische: "Ich kann nicht" (Seite 127, 1. Bild) ...."aber ich würde eigentlich doch irgendwie gerne...." Was eventuell auch Ho bemerkt haben könnte. Das wäre dann die einprozentige Wahrscheinlichkeit, die man als Gewißheit sehen soll, siehe Seite 122.

    An dieser Stelle fällt mir auf, daß ich Hos resignierte Bitterkeit im 4. und letzten Bild, Seite 127 gar nicht als solche wahrgenaommen hatte, für mich wirkte sie irgendwie doch eher gespielt, theatralisch überspitzt, vielleicht auch, um vor Jill noch 'ne Nummer abzuziehen, um sie vielleicht doch noch rumzukriegen, für mich entstand sehr offensichtlich der Eindruck eines unerschütterlichen Hos, der dann eben seine Konzentration auf Kat legt, dabei auch mit einer gewissen Selbstironie, wie er sich so auf Jill versteifen konnte: "Es hätte alles so einfach sein können", Seite 128, letztes Bild, ganz seiner Lebensphilosophie entsprechend: "Anyway". Eben: Anyway, wenn nicht so (einfach), dann eben anders!

    Doch dann läßt er sich so billig und wehleidig von der Polizei überrumpeln, anstatt mit Hilfe seiner Zeitreisefähigkeit zu flüchten.

    Bei der Gelegenheit hätte er dann gleich mal ins Jahr 2024 vorbeischauen können, ob Jill nicht doch noch etwas gemacht, eine Hintertür geöffnet hat. Und wenn nicht, zurück ins Jahr 2016, zu einer anderen Destination, von wo aus er pünktlich sich mit Kat hätte treffen können....


    Ich finde den Comic undurchdacht.
    Unkreativ, die Möglichkeiten einer fantastischen Geschichte gar nicht genutzt.
    Bei manch hervorragend gezeichnetem Bild hatte ich die Idee, daß die Geschichte so viel mehr hätte sein können.


    Traumwaldschrat

    (#100)

  8. #8
    Mitglied Avatar von Mimile
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    Zitat Zitat von Traumwaldschrat Beitrag anzeigen
    Ach, es bleibt zum Heulen, ich finde einfach keinen Comic, den ich gut finden kann.
    (Wobei ich auch nicht danach suche, weil meine Hobbies andere sind.)
    Wenigstens einer hier im Forum, der mich zum Lachen bringt!

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