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Thema: Max und Moritz-Publikumspreis 2016 – Runde 3

  1. #1
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Max und Moritz-Publikumspreis 2016 – Runde 3

    Die drei nominierten Titel des Publikums aus Runde 2 sowie die weiteren Nominierungen der Max und Moritz-Jury werden jetzt in der abschließenden dritten Runde als Komplettliste zur Abstimmung gestellt. Bis zum 26. Mai 2016 um 19 Uhr kann pro Person eine Stimme abgegeben werden.


    Zur Abstimmung geht es HIER


    Die 25 für den Max und Moritz-Preis 2016 nominierten Titel in alphabetischer Reihenfolge:

    Come Prima von Alfred. Übersetzung: Volker Zimmermann (Reprodukt)

    Crash 'n' Burn von Mikiko Ponczek (Tokyopop, nominiert durch das Publikum)

    Crissis Tagebücher von Joris Chamblain und Aurélie Neyret. Übersetzung: Tanja Krämling (Popcom)

    Das Hochhaus. 102 Etagen Leben von Katharina Greve (www.das-hochhaus.de)

    Das Leben ist kein Ponyhof von Sarah Burrini (www.sarahburrini.com/Panini Books)

    Das Nichts und Gott von Aike Arndt (Zwerchfell)

    Der Araber von morgen von Riad Sattouf. Übersetzung: Andreas Platthaus (Knaus Verlag)

    Descender von Jeff Lemire und Dustin Nguyen. Übersetzung: Bernd Kronsbein (Splitter Verlag)

    Die Toten von Stefan Dinter, Christopher Tauber und anderen (Panini Comics/Zwerchfell, nominiert durch das Publikum)

    Ein Ozean der Liebe von Wilfrid Lupano und Grégory Panaccione (Splitter Verlag)

    Ein Sommer am See von Mariko Tamaki und Jillian Tamaki. Übersetzung: Tina Hohl (Reprodukt)

    Fahrradmod von Tobi Dahmen (www.fahrradmod.de/Carlsen Verlag, nominiert durch das Publikum)

    Irmina von Barbara Yelin (Reprodukt)

    Junker. Ein preußischer Blues von Simon Spruyt. Übersetzung: Rolf Erdorf (Carlsen Verlag)

    Kiste von Patrick Wirbeleit und Uwe Heidschötter (Reprodukt)

    Kleiner Strubbel von Pierre Bailly und Céline Fraipont (Reprodukt)

    Können wir nicht über was anderes reden? Meine Eltern und ich von Roz Chast. Übersetzung: Marcus Gärtner (Rowohlt Verlag)

    Madgermanes von Birgit Weyhe (avant-verlag, Erscheinungstermin: 20. Mai 2016)

    Ms. Marvel von G. Willow Wilson und Adrian Alphona. Übersetzung: Carolin Hidalgo (Panini Comics)

    Opus von Satoshi Kon. Übersetzung: John Schmitt-Weigand (Carlsen Manga)

    Penner von Christopher Burgholz (Jaja Verlag)

    The Singles Collection (Vom Leben gezeichnet) von Mawil (Der Tagesspiegel/Reprodukt)

    Tobisch von Joachim Brandenberg (Jaja Verlag)

    Von Spatz von Anna Haifisch (Rotopolpress)

    78 Tage auf der Straße des Hasses von David Füleki (Tokyopop)
    Geändert von Martin Jurgeit (25.04.2016 um 21:10 Uhr)

  2. #2
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    Aaaah, Ozean der Liebe oder Barbara Yelin? Mensch, das ist schwer!!!

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  3. #3
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Die Laudationes der nominierten Titel ...


    Come Prima von Alfred. Übersetzung: Volker Zimmermann (Reprodukt)
    Eine französische Kleinstadt in den späten Fünfzigerjahren. Gerade hat Fabio im Boxring seinen Meistertitel aus dem letzten Jahr verloren, da steht plötzlich Giovanni vor ihm, unter dem Arm eine Urne mit der Asche ihres Vaters. Über zehn Jahre haben sich die Brüder nicht mehr gesehen, seit damals, als Fabio mit siebzehn von zu Hause abgehauen ist. Nun machen sich die Söhne, die unterschiedlicher kaum sein könnten, auf den Weg nach Süden, um die sterblichen Überreste des Vaters in ihr Heimatdorf zu bringen. Der französische Autor und Zeichner Alfred pfercht die beiden sich fremd gewordenen Männer in einen winzigen Fiat 500 und entrollt damit ein behutsam, geradezu poetisch erzähltes und in warmen Farben gestaltetes Roadmovie, das mit jedem Kilometer über die Landstraßen und durch die flirrende Hitze Südfrankreichs und Italiens immer tiefer in Fabios und Giovannis Vergangenheit vordringt. Langsam verstehen sie, dass die alte Geschichte, die trennend zwischen ihnen steht, sie ebenso verbindet.


    Nominiert durch das Publikum:
    Crash 'n' Burn von Mikiko Ponczek (Tokyopop)
    Es ist inzwischen schon gute Tradition, dass das Publikum im Vorentscheid für die Manga-Kategorie ein einheimisches Werk auswählt, einen sogenannten Germanga. Dies spiegelt nicht zuletzt die enge Verbundenheit der Künstler/innen dieser Werke mit ihren Lesern wieder, für die auch Mikiko Ponczek steht. Die deutsch-japanische Comic-Zeichnerin veröffentlichte erste Werke zunächst unter ihrem Künstlernamen Zombiesmile im Internet, wo sie auf Youtube seit mehreren Jahren auch als Moderatorin verschiedener Online-Formate zu Mangas und Animes präsent ist. Seit fast zehn Jahren erscheinen ihre Mangas auch in gedruckter Form – zuletzt "Crash 'n' Burn". Die in zwei Bänden abgeschlossene Miniserie gehört zum Genre "Boys Love", in dem die romantische Liebe zweier Männer behandelt wird. In Mikiko Ponczeks Manga aus der Musiker-Szene geht es allerdings anders als in vielen anderen Geschichten dieses Genres außerordentlich handfest zur Sache, lernen sich die beiden Protagonisten Tyler und Kyle doch während einer veritablen Schlägerei bei einem Musikwettbewerb kennen.


    Crissis Tagebücher von Joris Chamblain und Aurélie Neyret. Übersetzung: Tanja Krämling (Popcom)
    Crissi ist zehn Jahre alt und träumt davon, Schriftstellerin zu werden. "Dann musst du schreiben", rät die Mutter und kauft ihr ein Tagebuch, das sei doch ein guter Anfang. Crissi legt los und hat schon bald heraus, wie sich Geschichten am besten erzählen lassen. Sie beobachtet andere Menschen und versucht sich deren Leben und Geheimnisse vorzustellen. Eines Tages bemerkt Crissi einen seltsamen alten Mann, der mit Farbeimern bepackt im Wald verschwindet. Crissi beschließt, seinem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Schnell findet sie heraus, dass auch der Mann dabei ist, eine Geschichte zu erzählen – mit dem Pinsel.
    "Crissis Tagebücher" handelt von der Macht der Worte und der Magie der Bilder und vor allem davon, dass die Welt um uns herum voller Geheimnisse und Geschichten steckt, wenn wir nur genau hinsehen. Aurélie Neyret hat das ebenso lebendige wie einfühlsame Szenario von Joris Chamblain in Zeichnungen von märchenhafter Leichtigkeit umgesetzt, die immer wieder ergänzt werden von Auszügen aus Crissis Tagebuch. Eine wunderbare Hommage an die Kraft der Fantasie.


    Das Hochhaus. 102 Etagen Leben von Katharina Greve (www.das-hochhaus.de)
    Immer dienstags kommen die Bauarbeiter. Dann wächst das Hochhaus, das die Berliner Comic-Autorin Katharina Greve im Internet entstehen lässt, um eine Etage. Und um jeweils eine weitere Episode, mit der Greve Zwischenmenschliches, Soziales und Politisches kommentiert. Da pöbelt ein Ehepaar über Flüchtlinge – und die Tochter sehnt sich nach politischem Asyl bei den Nachbarn. Da provozieren die Fernsehnachrichten in einem Wohnzimmer den Dialog: "Warum machen diese Selbstmordattentäter das?" – "Vielleicht, damit sie sich diese Frage niemals selbst stellen müssen." Und im Keller schimpft ein Mann, der Kisten durchsucht, während seine Frau die Taschenlampe hält: "Wie schon Goethe sagte: ,Mehr Licht‘, blöde Kuh!" – und sie denkt sich: "Wenn ich ihn JETZT umbringe, wären sogar seine letzten Worte abgedroschen!"
    Die studierte Architektin Katharina Greve verbindet in ihrem aktuellen Projekt die pointierte Unmittelbarkeit des Einbildwitzes auf erfrischende Weise mit dem Potenzial der längeren Bilderzählung, komplexe Geschichten zu erzählen. Denn es zeichnet sich ab, dass die vielfältig miteinander verbundenen Episoden am Schluss etwas ergeben, was die Grenzen der Kunstform formal erweitert.


    Das Leben ist kein Ponyhof von Sarah Burrini (www.sarahburrini.com/Panini Books)
    Der Web-Comic "Das Leben ist kein Ponyhof" geht inzwischen ins siebte Jahr und ist nichts weniger als die großartige Kunst- und Charakterperformance einer Comic-Schaffenden, die an Jahren noch jung, an Ehrungen schon reich ist. Die Printausgabe gibt Einblick in Burrinis klassischen Vierbild-Strip, doch erst die digitale Präsenz im Netz (jede Woche neu) zeigt das volle Ausmaß ihrer zeichnerischen Kompetenz und Experimentierlust, ihrer Freude an Vernetzung mit Gleichgesinnten und ihrer sonnigen Art, im Blog zum Strip Leser anzusprechen, die die gute Laune in der Kommentarspalte erwidern. Ausgangspunkt der Strips ist der Alltag einer Zeichnerin ("Sarah"), die mit einem Pony, einem Pilz und einem Elefanten in einer WG lebt. Es versteht sich von selbst, dass sich damit alle Themen der Welt, der Weltgeschichte, und des gleichgültigen Universums abdecken lassen.


    Das Nichts und Gott von Aike Arndt (Zwerchfell)
    Gott sieht erstaunlicherweise aus wie ein wandelnder Bienenkorb? Na gut, warum nicht. In seiner Fortsetzung von "Die Zeit und Gott" schildert Aike Arndt wieder Schlaglichter aus dem Alltag des Schöpfers mit der skurrilen Gestalt. Arndts verschlungen-komische Szenarien haben etwas Hochgewitztes, machen Philosophie ganz leicht und sind Lichtjahre entfernt von dem Altherrenhumor, den man häufig (noch) in Cartoons findet. Selbst Friedrich Nietzsche hat einen für seine Verhältnisse sehr luftigen Moment. Es treten weiter auf: Die Sonne, der Mond, eine Schneeflocke namens Lars, der Sand, und alle haben kluge Sachen zu sagen. Ihr Fett weg bekommen dagegen alle Social Media-Verliebten und Smartphone-fixierten Zeitgenossen. Übrigens wurde das Universum gar nicht von Gott selbst geschaffen, sondern von seiner Oma im Ofen gebacken und wäre beinahe, weil arg verkokelt, im Müll gelandet. Doch dank Aike Arndts völlig plausibler Theorie wissen wir jetzt, warum die Geschichte gerade noch gut ausging ...


    Der Araber von morgen von Riad Sattouf. Übersetzung: Andreas Platthaus (Knaus Verlag)
    Riad Sattouf, der 1978 geborene Sohn eines Syrers und einer Französin, wuchs in Libyen und Syrien auf. Sattouf schildert die ländliche Männerwelt Syriens mit der Unvoreingenommenheit eines sechsjährigen Jungen. Das ist die große Kunst Sattoufs – egal wie komplex die Themen sind, die er anspricht, nie fällt er aus der Rolle des Kindes, das alles beobachtet, vieles nicht versteht und das Wenigste hinterfragt: die Widersprüche des Vaters, der vom idealistischen und atheistischen Panarabisten zum Traditionalisten mutiert, die Melancholie der Mutter, die ihren Platz in dieser Welt nicht finden kann, die politische und religiöse Indoktrination in der Schule, die Diskrepanzen zwischen Idealen und Realität, zwischen Politik, Religion und Alltag oder den Antisemitismus der syrischen Kinder ... Sattoufs Erinnerungen sind böse und hochkomisch und weit mehr: Sie gewähren einen aufschlussreichen Einblick in autoritär regierte arabische Länder in den Achtzigerjahren.


    Descender von Jeff Lemire und Dustin Nguyen. Übersetzung: Bernd Kronsbein (Splitter Verlag)
    Auch Androiden träumen. Aber nicht von elektrischen Schafen, sondern von anderen Robotern. Oder sind die (alb-)traumartigen Bilder, die bei der menschenähnlichen Maschine namens Tim-21 durch einen Systemausfall freigesetzt werden, etwa doch nur gespeicherte Informationen ohne jede emotionale Komponente? In "Descender", der Science-Fiction-Comic-Serie um den kleinen Androiden Tim-21, verschwimmen die Grenzen zwischen Mensch und Maschine. Ein nicht ganz neues, aber nach wie vor ergiebiges Genre-Motiv, das hier aufs Schönste variiert wird. Die fragilen, transparent anmutenden und sparsam kolorierten Aquarell-Panels von Zeichner Dustin Nguyen scheinen zwar auf den ersten Blick nicht zu dem harten, schnell getakteten und stellenweise schockierend brutalen Plot um eine intergalaktische Kopfgeldjagd von Autor Jeff Lemire zu passen. Tatsächlich bewirkt jedoch gerade dieser Kontrast ein besonderes Leseerlebnis, dazu trägt auch die einfühlsame Figurenentwicklung bei. Lemire und Nguyen verhandeln in ihrer an Cliffhangern reichen Erzählung grundlegende philosophische Fragen. Vor allem aber ist "Descender" verdammt gut gemachtes Comic-Entertainment. Kein Wunder, dass Sony sich schon lange die Filmrechte gesichert hat.


    Nominiert durch das Publikum:
    Die Toten von Stefan Dinter, Christopher Tauber und anderen (Panini Comics/Zwerchfell)
    Einer der innovativsten deutschen Comics der letzten Jahre ist die von den beiden Zwerchfell-Herausgebern Stefan Dinter und Christopher Tauber erschaffene Zombie-Reihe "Die Toten", die inzwischen bei Panini auch ein breiteres Publikum erreicht. Und das völlig zu Recht, präsentiert die Anthologie-Reihe doch in jeder Ausgabe mehrere Kurzgeschichten verschiedener Zeichner und Szenaristen, die zu den interessantesten zeitgenössischen Comic-Künstlern der deutschsprachigen Szene gehören – darunter Ingo Römling, Boris Kiselicki, Christina Reigber, Andreas Völlinger oder Boris Koch. Das wirklich Besondere an der Reihe ist, dass wir hier live dabei sind, wie direkt vor Ort in Deutschland eine Zombie-Epidemie ausbricht. Jetzt werden also nicht mehr nur amerikanische Großstädte von Untoten bevölkert – nein, jetzt sind endlich auch mal Bochum, Potsdam oder Bad Homburg dran! Dass all diese parallelen Erzählstränge zusammengehalten werden, dafür sorgt routiniert als "Showrunner" das Team Dinter und Tauber.


    Ein Ozean der Liebe von Wilfrid Lupano und Grégory Panaccione (Splitter Verlag)
    Mit wundervoller Leichtigkeit erzählt Wilfrid Lupano die (Liebes-)Geschichte vom kleinen Fischer und seiner großen Frau. Dabei ist der Verlauf so dicht und die Wechsel so groß, dass die karikaturhaften und doch so liebevollen Zeichnungen von Grégory Panaccione ganz ohne Worte auskommen. Diese würden nur stören und die manchmal heitere und manchmal dramatische, manchmal erstaunliche und manchmal kuriose Bildgeschichte unnötig unterbrechen. Der kleine bretonische Fischer geht auf See verloren, seine liebende Frau macht sich auf die Suche. So können parallel zwei Reisegeschichten mit ihren besonderen Erlebnissen, mit den Auftritten historischer Personen wie Che Guevara und Fidel Castro gezeigt werden. Und dass bretonische Häkelspitzen durchaus zum modischen Trendsetter werden können, beweist die Story augenzwinkernd. Besonders beeindruckend ist die eingewebte Kritik zur Verschmutzung der Meere und die unter anderen davon betroffene Möwe zählt zu den schrägsten Vögeln der letzten Comic-Jahre.


    Ein Sommer am See von Mariko Tamaki und Jillian Tamaki. Übersetzung: Tina Hohl (Reprodukt)
    So lange sich Rose erinnern kann, verbringt sie jeden Sommer mit ihren Eltern im selben Haus am See. Und jedes Jahr trifft sie dort ihre Freundin Windy, deren Eltern ebenfalls ein Ferienhaus im kanadischen Awago Beach gemietet haben. Rose liebt es, mit der etwas jüngeren Windy am Strand zu liegen, gemeinsam zu schwimmen oder einfach nur den Wellen zu lauschen. Zunächst beginnt auch dieser Sommer so, doch dann kommt alles ganz anders. Auf einmal erscheinen Rose die Probleme der Eltern viel aufregender als das Sandburgenbauen. Dann sind da auch noch die Jungs im Dorf und die Frage, wie groß Rose‘ Brüste wohl einmal werden. Die beiden kanadischen Cousinen Mariko (Szenario) und Jillian (Zeichnungen) Tamaki erzählen ebenso feinfühlig wie rasant von einer Mädchenfreundschaft und von jenem Sommer, in dem sich die Pubertät über die Kindheit schiebt und das Leben von nun an ein anderes ist. "Ein Sommer am See" ist eine bestechend einfühlsam erzählte Coming-of-Age-Story, deren geradezu filmisch wirkende Zeichnungen dem Leser das Gefühl geben, in diesem letzten Moment einer Kindheit unmittelbar dabei zu sein.


    Nominiert durch das Publikum:
    Fahrradmod von Tobi Dahmen (www.fahrradmod.de/Carlsen Verlag)
    Der Fangemeinde ist die autobiografisch angelegte Geschichte um den begeisterten Mod aus Wesel bereits seit 2011 umfänglich als Web-Comic bekannt. Seit 2007 hat Tobi Dahmen an dem weit über 400 Seiten umfassenden Werk gearbeitet. In abwechslungsreichen Szenarios schildert der Erinnerungsrückblick die Kindheit und ausführlich dann die Jugend am Niederrhein. Die Musik und Gruppenzugehörigkeit spielen eine zentrale Rolle, beides wird in klaren Bildern dargestellt. Der Beat scheint aus den Seiten heraus zu wummern und man wird zurückversetzt in die Zeit, in der Mods und Skins, Popper und Punker auf keinen Fall miteinander sprachen. Mal humorvoll, mal melancholisch schildert Dahmen seine Geschichte und die große Liebe zur immer stilvollen britischen Subkultur. Dabei werden auch pubertäre Peinlichkeiten nicht unterschlagen. Die Coming-of-Age-Story fasziniert durch ihre Details und transportiert ein Lebensgefühl der 1980er- und 1990er-Jahre, wie es nicht nur am Niederrhein erlebt wurde.


    Irmina von Barbara Yelin (Reprodukt)
    Irmina ist gerade einmal neunzehn Jahre alt, noch ein Backfisch, als sie mit dem Schiff nach London fährt. Es ist das Jahr 1934. Irmina kommt bei einer älteren Dame unter, lernt Englisch und beginnt eine Ausbildung als Fremdsprachensekretärin. Und sie entdeckt eine ihr völlig neue Welt. Während einer Party lernt sie den Studenten Howard aus Barbados kennen und verliebt sich in ihn. Wie sie als "deutsches Fräulein" in dieser Zeit, so ist auch er ein Außenseiter. Ihr Leben ist somit keineswegs leicht und doch ganz wunderbar. Dann zwingt Geldnot Irmina zurück nach Deutschland. Arbeit findet sie dank ihrer Englischkenntnisse im Reichskriegsministerium und auch einen neuen Liebhaber, einen strammen Nazi, der kurz vor Kriegsende an der Ostfront stirbt. Barbara Yelin erzählt mit meisterhaftem Strich, frei basierend auf der Geschichte ihrer Großmutter, von einem Leben zwischen Aufbegehren und stiller Anpassung und von den Grauzonen dazwischen. Von einer Zeit, die ungezählte Lebensentwürfe zum Einsturz brachte. Mit "Irmina" ist ihr ein großartig dichter, vielschichtiger Comic-Roman gelungen, der ein tiefes Verständnis seiner Protagonistin erlaubt, ohne dabei zu verurteilen.


    Junker. Ein preußischer Blues von Simon Spruyt. Übersetzung: Rolf Erdorf (Carlsen Verlag)
    Die Geschichte einer preußischen Kleinadelsfamilie am Vorabend des Ersten Weltkriegs ist kein Thema, das Leser in Scharen in die Buchhandlungen treibt. Das könnte sich mit Simon Spruyts "Junker" ändern, ein Comic, der mit erzählerisch-bildnerischem Witz und Können eine vergangene Zeit beschwört. Den 1978 geborenen Belgier Spruyt scheint biografisch recht wenig mit seinem Thema zu verbinden, die Stimmung eines langsamen Untergangs, begleitet von den überholten Weltbildern einer sich überholenden Ära, trifft er allerdings genau. Joseph Roth lässt grüßen, ein wenig auch Thomas Mann (und wer weiß, welcher Dichter noch) – es sind literarische Räume, die sich hier in eine bemerkenswert ökonomische, immer wieder überraschende Bilderwelt übersetzen. Es gibt hier (auch) was zu lernen und noch viel mehr zu genießen.


    Kiste von Patrick Wirbeleit und Uwe Heidschötter (Reprodukt)
    Für einen leidenschaftlichen Bastler wie den Jungen Mattis kann es wohl kaum einen besseren Freund geben als diesen Karton. "Kiste" heißt der und ist eine lebende Schatztruhe. In seinem Innern befindet sich ein ganzer Werkzeugschuppen, auch wenn er äußerlich nur ein kleiner kastenförmiger Kerl mit dünnen Beinchen und großen Augen ist. Kiste lebt eigentlich bei dem Zauberer Tamäus Bartelstrunk in einem abgeschiedenen Wald, aber seitdem er eines Tages in Mattis‘ Leben auftauchte, sind die beiden beste Freunde. Mit seinen verrückten Ideen und seiner Tollpatschigkeit bringt Kiste immer wieder Mattis‘ Leben durcheinander. Gemeinsam erleben sie die tollsten Abenteuer, bei denen ein Zauberschlüssel, der Eintritt in andere Welten gewährt, eine wichtige Rolle spielt. Im dritten Band dieser Comic-Reihe setzt das Zeichner-Autoren-Duo Patrick Wirbeleit und Uwe Heidschötter erneut auf die gelungene Mischung aus Magie und Realismus, in der sich ihre liebevoll gestalteten Charaktere bewähren und entwickeln. Die Dialoge sind pointiert, die Handlung turbulent und komisch, die Zeichnungen cartoonhaft, professionell und sehr lebendig. Ein großer Spaß, auch für ältere Leser.


    Kleiner Strubbel von Pierre Bailly und Céline Fraipont (Reprodukt)
    Eine rote Nase, strubbelige Haare und eine große Portion Neugierde, Zuversicht und Mut. Das ist der kleine Strubbel, der sich jeden Morgen auf den Weg in die Schule macht und ebenso oft in ein großes Abenteuer gerät: Er landet im Bauch einer nimmersatten Meerjungfrau, in einem eingenebelten Spukschloss, einem fantastischen Gemüsegarten oder wird von einem Schneesturm in die Berge zum Yeti gewirbelt, der sich als liebenswerter, melancholischer Tollpatsch entpuppt. Mit "Kleiner Strubbel" haben Pierre Bailly und Céline Fraipont eine unwiderstehlich charmante Kinderserie geschaffen, die ohne Belehrungen und ohne Worte auskommt. Die Zeichnungen und die Erzählweise sind so klar, dass auch kleine Kinder problemlos in Strubbels Abenteuer eintauchen können und sich – nach allerhand Verwicklungen und Spannungen – freuen, wenn der kleine Strubbel abends zu seinen Eltern nach Hause zurückfindet und erschöpft, aber glücklich ins Bett fällt.


    Können wir nicht über was anderes reden? Meine Eltern und ich von Roz Chast. Übersetzung: Marcus Gärtner (Rowohlt Verlag)
    Regelmäßige "The New Yorker"-Leser kennen und schätzen den vertüdelten Strich und messerscharfen Humor von Roz Chast. Erste Seiten aus "Können wir nicht über was anderes reden?" erschienen als Vorabdruck im amerikanischen Monatsmagazin. Die Überraschung ist nun, dass diese "Memoire" auch in der Langstrecke funktioniert. Vorrangig erzählt Roz Chast die Geschichte von Eltern, die gebrechlich werden und sterben, tatsächlich aber geht es ebenso sehr um eine Tochter, die sich in dieser Familienaufstellung nie aufgehoben fühlte und sich nun am Rand von Kraft und Geduld um eine letzte Annäherung bemüht. Chasts Genre ist der Humor, der hier wie selten richtig am Platz ist, das ganze Unternehmen ist eines für das der Comic eigentlich erfunden wurde: berührend, komisch, hochrelevant.


    Madgermanes von Birgit Weyhe (avant-verlag)
    Madgermanes nennen sich heute Afrikaner, die in den Siebzigerjahren als billige Arbeitskräfte aus der Volksrepublik Mosambik in das sozialistische Bruderland DDR kamen. Rund 30.000 waren es, die nach dem Ende der DDR Job und Aufenthaltsgenehmigung verloren. Die meisten kehrten in ihr inzwischen vom Bürgerkrieg verwüstetes Heimatland zurück, wo sie mit ihren Berufen nicht viel anfangen können. Viele verlieren sich in Alkohol und Drogen, stranden zwischen den Welten. Birgit Weyhe, selbst in Uganda und Kenia aufgewachsen, hat den Geschichten der ehemaligen Vertragsarbeiter über etliche Jahre hinweg in Interviews nachgespürt. Die Ergebnisse ihrer Recherche hat sie in Zeichnungen, in denen allegorische Motive aus beiden Kulturen verschmelzen, zu drei exemplarischen Biografien verwoben, die von der Entfremdung erzählen, von Perspektiv- und Heimatlosigkeit. Und in denen sie zugleich einen Blick auf die untergehende DDR aus einer ganz ungewöhnlichen Perspektive wirft.


    Ms. Marvel von G. Willow Wilson und Adrian Alphona. Übersetzung: Carolin Hidalgo (Panini Comics)
    Strenge Eltern, die den abendlichen Party-Besuch untersagen, nervige Mitschülerinnen, die sich über Muslime lustig machen und Stress mit Jungs – Kamala Khan, Tochter pakistanischer Einwanderer, schlägt sich in New Jersey mit den üblichen Teenager-Problemen herum. Wie es sich für einen echten Nerd gehört, flüchtet sie sich in das Zeichnen von "Avengers" Fan-Fiction und träumt davon, selbst eine intergalaktische Superheldin zu werden – bis genau dies eines Abends geschieht. Im dichten Nebel, den Schurke Black Bolt über die Erde geschickt hat, trifft sie auf ihre Helden und erwacht als Ms. Marvel – inklusive klassischem Outfit mit hohen Stiefeln, kurzem Rock und blonden Haaren. Doch während sie langsam aber sicher lernt, mit ihren neuen gestaltwandlerischen Superkräften umzugehen, wird Kamala bald klar, dass sie diese Art Verkleidung gar nicht nötig hat, um für das Gute einzutreten, und dass das selbstgeschneiderte Kostüm aus einem alten Burkini im Grunde viel besser zu ihr passt. Erstaunlich, wie gut sich das Superheldengenre eignet, kluge und einfühlsame Geschichten über den Alltag zwischen verschiedenen Kulturen zu erzählen!


    Opus von Satoshi Kon. Übersetzung: John Schmitt-Weigand (Carlsen Manga)
    Zum Vermächtnis des 2010 früh gestorbenen Manga- und Anime-Schöpfers Satoshi Kon gehört neben brillanten Filmen wie "Paprika" und "Tokyo Godfathers" auch dieser packende Meta-Thriller um einen Manga-Autor, der als Figur in seiner eigenen Story landet. Darin agieren telepathische Killer, ein maskierter Magier und andere Charaktere, die er geschaffen hat, über die er aber zunehmend die Kontrolle verliert. Klare Zeichnungen im Stil von "Pluto" und "Akira" helfen dabei, in der verschachtelten Geschichte nie den Überblick zu verlieren. Die Figuren sind fein differenziert ausgearbeitet, die Action- und Traumszenen von betörender Schönheit. Während die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, zwischen Handlung und Erinnerung zunehmend verschwimmen, kann man nur staunen, wie klug und unterhaltsam diese Auseinandersetzung mit der Rolle des Autors und der Dynamik des Geschichtenerzählens geraten ist. Rundum stimmig – bis hin zum abrupten Ende, das der Einstellung der Serie und dem Tod des Autors mit gerade einmal 46 Jahren geschuldet ist.


    Penner von Christopher Burgholz (Jaja Verlag)
    Kleingeld für die Flasche abzählen. Schlafplatz suchen. Die Bauchschmerzen aushalten. Und auch die Sehnsucht nach der Familie, die es nicht mehr gibt. Das ist der Alltag von Walter – dichter Bart, eckige Brille – der mit ein paar Habseligkeiten auf dem Rücken durch die Stadt zieht. Christopher Burgholz braucht nur gut 60 Seiten, um das ganze Drama dieses Mannes aufzufalten. Er schildert ein zermürbendes Leben, ohne dass seine Graphic Short Story je zum Betroffenheitsstück wird. Was Walter aus der Bahn geworfen hat, ist nicht wichtig. Wie er sich als Obdachloser durchschlägt zwischen Resignation und Irgendwie-Weitermachen und sich trotz allem seine Selbstachtung erhält, das erzählt der Autor reportagehaft und mit großer Lakonie. Da ist kein Strich und kein Wort zu viel. Hat man "Penner" gelesen, sieht man Menschen wie Walter mit anderen Augen.


    The Singles Collection (Vom Leben gezeichnet) von Mawil (Der Tagesspiegel/Reprodukt)
    In "The Singles Collection", der üppigen Sammlung seiner Sonntagsseiten aus dem "Tagesspiegel", schildert Mawil kleine und große Alltagsgeschichten, knapp, zugespitzt und witzig. Er wettert gegen Wohnungsmakler und Fahrraddiebe, er schlägt sich mehr oder minder erfolgreich mit Mädchen, Hipstern und (falschen) Freunden herum, denkt laut über Comics, das Comic-Zeichnen und Comic-Festivals nach, und immer wieder hat er einen patenten Tipp für die Optimierung des Alltags parat. Er selber steckt mittendrin, mal in Form seines Alter Egos Supa-Hasi, oft als er selber, ein tollpatschiger, aber liebenswerter Schlacks. Mawils Beobachtungsgabe paart sich mit einer beschwingten Leichtigkeit in Zeichnung und Text. Die Seiten wirken spontan hingeworfen, Mawil spielt mit Stilen, Techniken und Material, er experimentiert und riskiert Einiges und erfindet sich immer mal wieder neu. Damit reflektiert "The Singles Collection" sowohl den formalen Reichtum des Comics als auch die Fragmentierung des urbanen Alltags und wird zur atemlosen Chronik des Lebens seiner Generation.


    Tobisch von Joachim Brandenberg (Jaja Verlag)
    Einen prägnanten Zinken soll er haben, der Mann, der Eduard Tobisch retten wird. So hat es die Wahrsagerin auf Coney Island prophezeit. Also heftet sich der frisch nach Amerika ausgewanderte Spross einer bayerischen Fleischerfamilie an die Fersen eines Schriftstellers. Den hat er nach dem Besuch des Orakels auf seiner nächtlichen Odyssee durch Manhattan zum Retter erkoren, weil dessen Nase so eine imposante Form aufweist. Getrieben wird der so leichtgläubige wie verzweifelte Auswanderer von der Hoffnung, am Ende seine verloren gegangene Verlobte zu finden, mit deren Konterfei er zuvor die halbe Stadt tapeziert hat. Es ist ein moderner Ritter von der traurigen Gestalt, den der Offenbacher Künstler Joachim Brandenberg da durch das New York des frühen 20. Jahrhunderts irren lässt. Seine Bilderzählung im Retro-Look hat er aus eigenen Zeichnungen im Cartoon-Stil, zerschnittenen Fotos und Fundstücken wie gemusterten Papieren zu einer Collage montiert, ergänzt durch eingescannte und neu zusammengesetzte Buchstaben aus Telefonbüchern, US-Zeitungen und Magazinen. Die altmodische, die an ein Papiertheater erinnert, passt bemerkenswert gut zu den schrulligen Charakteren.


    Von Spatz von Anna Haifisch (Rotopolpress)
    Anna Haifisch, Leipziger Comic-Schaffende und Mitbegründerin des "The Millionaires Club", legt mit "Von Spatz" einen kleinen, feinen Comic vor, der in seiner Seltsamkeit so ziemlich alles erfüllt, was man sich von einem noch ungefestigten Medium wünscht. Das Setting der Story ist eine Nervenheilanstalt für ausgebrannte Künstler in der Wüste, in der unter anderem Walt Disney, Tomi Ungerer und Saul Steinberg Aufnahme finden. Popkulturelle Referenzen fliegen kreuz und quer durch das Regenbogenpastell der Szenenbilder, die in losen Folgen um die Verwirrung des Künstlers kreisen. Hier geht’s ums Vergnügen, nicht um Bildung. Pinguine sind wesentlich, Kleinstadtleben bietet Abwechslung vom Klinikalltag, "l’artiste" liegt aber auch gerne mal im Bett und starrt wortlos zur Decke. Das alles wird mit einem gekonnt sparsamen Einsatz von Worten erzählt, wie es sich für einen Wüsten-Comic gehört, und einem hinreißenden Sinn für heitere Absurditäten.


    78 Tage auf der Straße des Hasses von David Füleki (Tokyopop)
    Ein Killer-Pinocchio, tödliche Tentakeln, fleischfressende Elefanten, Horden von Zombies und andere teuflische Geschöpfe – und dann auch noch Max und Moritz als abgebrühte Gangsterkids: Das sind einige der Herausforderungen, denen sich die gezeichneten Alter Egos von Comic-Autor David Füleki alias Def und seinem Kumpel Roy in der Mangaserie "78 Tage auf der Straße des Hasses" stellen müssen. Eine überdrehte, als Satire angelegte Jagd von einem Tabubruch zum nächsten, gespickt mit krachenden Pointen, Popkulturzitaten und Pennälerhumor. Doch hinter der zynisch-albernen Fassade kann man hier einen der besten und produktivsten deutschen Comic-Autoren seiner Generation in Höchstform erleben. Unter der Oberfläche des Gemetzels erweist er sich als selbstironischer Meister der Metaebenen und offenbart in fast jeder Szene ein tiefes Verständnis von den Möglichkeiten der Kunstform Comic. Nur dass er sein Können eben hinter der Maske des Klassenclowns versteckt, der für seine Kumpels Witzchen macht, um davon abzulenken, dass er einer der Klügsten im Raum ist.

  4. #4
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    "Inhaltsangaben" trifft es wohl besser. Und besonders wenig Laudatio ist bei den vom Publikum nominierten Titeln drin. Überhaupt wäre es interessant zu erfahren, wer da nun was geschrieben hat.
    Das ICOM-Heft zum Gratis Comic Tag 2012 jetzt herunterladen (7,3 MB)!

  5. #5
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    Und ein Link zur jeweiligen Seite wäre cool... So kann man sich besser einen Eindruck verschaffen...

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  6. #6
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    @Mick Baxter:
    Diese Texte werden traditionell – auch im Programmheft – ohne Autorenangabe veröffentlicht, da die gesammte Jury die Nominierten und späteren Gewinner dem Kollegialitätsprinzip folgend nach außen mit einer Stimme vertritt.
    Die Kürze der Texte ist unter anderem auch dem Ziel geschuldet, diese in die trotzdem höchst umfangreiche Pressemitteilung einfließen zu lassen – deshalb vielleicht (teilweise) etwas wenig "Lob" für deinen Geschmack.
    Für den Zweck an dieser Stelle, nämlich den Einstieg in die Endabstimmung des Publikumspreises, passen die Laudationes in Form und Inhalt meiner Meinung nach aber ganz hervorragend.

    @Comic_Republic:
    Wie bei den letzten Abstimmungen werden wieder Leseproben zusammengestellt, die wieder gebündelt auf myComics und der Website des Comic-Salons hochgeladen werden. Das ist aber ein ziemlicher Aufwand, weshalb wir noch um etwas Geduld bitten. Sobald alles fertig ist, werden hier die Links eingefügt.

  7. #7
    Mitglied Avatar von navigator
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    Sind die Laudationes der nominierten Titel frei bzw. darf man sie für andere Websites, Blogs, Magazine etc. kopieren?

  8. #8
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Zitat Zitat von navigator Beitrag anzeigen
    Sind die Laudationes der nominierten Titel frei (...)
    Da sie so im Wortlaut in die Pressemitteilung aufgenommen wurden, stehen sie tatsächlich zur "freien" Verfügung, sofern sie im Zusammenhang mit der Berichterstattung über den Max und Moritz-Preis benutzt werden.

  9. #9
    abgestimmt - auch wenn die Auswahl so groß war...

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