Die Sprechblase 236

Mai 2016
€ 9,90
40. Jahrgang
Nr. 235


INHALT
3 Vorwort, Abos, Impressum
5 "Asterix erobert Rom"
6 Der neue MICHEL VALLIANT
10 Der unbekannte M. VALLIANT
26 M.-VALLIANT- Werbecomic
30 Der bekannte M. VALLIANT
45 CORTO MALTESE ist zurück!
46 Rückblick: Erlangen 2016
48 Interview: Martin Frei
50 Comic von Heinz Wolf
52 ROBIN AUSDEMWALD
53 HARRY-Magazin: Rezensionen, News, Generation Lehning
66 Nachruf auf G. Ferri (ZAGOR)
70 Nachruf auf Luke Haas
72 Russ Mannings TARZAN
74 SIGURD-Comic: Das Finale!
93 Leserbriefe, SIGURD-Umfrage, Heiner Jahnckes Archiv


Leserbriefe:
Gerhard Förster
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Ergebnis 1 bis 14 von 14
  1. #1
    Moderator Sprechblase Forum
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    Hansrudi Wäscher ist verstorben

    Hallo Leute,

    vor etwa zwei Stunden ist Hansrudi Wäscher verstorben.

    Untenstehend ein Nachruf von Wäschers Agenten Hartmut Becker.

    Natürlich gilt mein allerherzlichstes Beileid Helga Wäscher und allen anderen Hinterbliebenen.

    Mehr kann ich im Moment nicht sagen, es ist schrecklich.

    In tiefer Trauer
    Gerhard Förster


    HANSRUDI WÄSCHER GESTORBEN



    Am 07.01.2016 verstarb in Freiburg im Alter von 87 Jahren Hansrudi Wäscher, der Pionier der deutschen Comics. In den Fünfzigerjahren hat er dem Lehning Verlag mit Sigurd, Akim, Nick der Weltraumfahrer, Falk und Tibor Millionenauflagen beschert. Und schuf damit im zerbombten Nachkriegsdeutschland eine erste Jugendkultur. Wäschers Abenteuerhelden sind bis heute unvergessen geblieben und inzwischen sogar als iPhone-App verfügbar.

    Die Idee war ebenso simpel wie genial und stammte ursprünglich aus Italien: Schmale Schwarz-weiß-Heftchen mit spannenden Bildergeschichten im Streifenformat, die erschwinglich waren für ebenso schmales Taschengeld. 1952 entdeckte der Hannoveraner Verleger Walter Lehning die „Piccolos“ während eines Urlaubs in Mailand. Er importierte drei der Serien, und vor allem der Dschungelheld Akim, ein plumpes Tarzan-Plagiat, eroberte im Jahr darauf die Herzen einer lebenshungrigen Generation im Sturm. Die wuchs noch ohne Fernsehen heran und ohne Rock ’n‘ Roll und blickte in eine ungewisse Zukunft.
    Auch Hansrudi Wäscher hatte die Hefte in Italien entdeckt und wollte etwas Ähnliches in Deutschland versuchen. Doch nun war ihm Lehning zuvorgekommen. Wutentbrannt stürmte er mit den eigenen Entwürfen in den Verlag. Lehning erkannte das Talent des jungen Zeichners, und da ihm noch eine Ritterserie fehlte, beauftragte er kurzerhand Wäscher damit. Der soll schon in der nächsten Woche ein Heft liefern, und so hängt im Oktober 1953 das erste Sigurd-Piccolo an den Kiosken. Auf dem Umschlag prangt der Titel „Die Falle“ und der Preis: 20 Pfennig.
    Hansrudi Wäscher wurde am 5. April 1928 in der Schweiz geboren und wuchs in einem historischen Städtli bei St. Gallen auf, wo der Vater ein Friseurgeschäft betreibt. Die Mutter hilft im Laden mit, und um den Sohn zu beschäftigen, gibt ihm der Vater Papier und Buntstifte. So entdeckt Hansrudi für sich das Zeichnen. „Ich vergaß alles um mich herum und kritzelte und malte stundenlang bunte Bilder.“ Kurz nach seiner Einschulung zieht die Familie um, zuerst nach Zürich, wo sich der Vater eine Verbesserung seines Geschäfts verspricht, dann nach Lugano. Hansrudi kommt auf eine italienische Schule, ohne der Sprache mächtig zu sein.
    In Lugano entdeckt er die Comic-Hefte, die aus Italien in die Schweiz gelangen – so etwas hat er zuvor noch nicht gesehen. Die „fumetti“ werden für ihn zur Zuflucht und helfen ihm dabei, Italienisch zu lernen: „Nach einem halben Jahr habe ich meinen ersten Aufsatz geschrieben und hatte überhaupt keine Probleme.“ Doch dann erkrankt er an Morbus Perthes und verbringt fast zwei Jahre im Krankenhaus, eingegipst, sechs Monate lang kann er sich nicht einmal aufrichten. Er flüchtet sich in Abenteuergeschichten, die er auf Italienisch liest, am liebsten Emilio Salgaris Sandokan-Romane. „Meine Eltern konnten gar nicht genügend Bücher anschleppen. Ich hatte keinerlei Einfluss auf die Dinge und rutschte wahrscheinlich auch deshalb in die Fantasiegeschichten hinein.“
    Sein Vater ist Deutscher und wird zunehmend angefeindet, eines Nachts schmiert jemand „Fachgeschäft für Hitler, Göring und Goebbels“ auf das Schaufenster seines Salons. 1940 siedelt die Familie deshalb um nach Hannover, zur Schwester seiner Mutter. „Das war schrecklich“, erinnert sich Wäscher später. „Das Erste war, dass wir an der Grenze gefilzt wurden, total. An meinem ersten Schultag bekam ich gleich die Jacke voll, da ich nur Schwyzerdütsch sprach und man mich für einen Italiener hielt.“ Und es gibt in Deutschland keine Comics, die er doch so liebt. Der Vater, der „nie hatte eine Waffe anrühren wollen“, wird bald eingezogen und fällt 1945 beim Kampf um Berlin.
    Wäscher ist gerade siebzehn geworden, als der Krieg zu Ende ist. Er hat inzwischen seine Lehre als „Gebrauchswerber“ abgeschlossen und besucht von 1947 bis 1950 die Werkkunstschule. Erste Aufträge findet er als Plakatmaler für drei Innenstadtkinos in Hannover und als Illustrator für die Wochenzeitung Heim und Welt, wo er die Redakteurin Helga Bertelmann kennenlernt, die er 1954 heiratet. Doch es gehen ihm nicht die Comics aus dem Kopf, und schließlich beginnt er mit eigenen Entwürfen. Ende 1951 ist zum ersten Mal die Micky Maus erschienen, mit einem Preis von 75 Pfennig für viele Kinder unerschwinglich, doch sonst gibt es weit und breit so gut wie nichts. Eine Serie, die Wäscher plant, fußt auf der Nibelungensage und soll Sigurd heißen. Da entdeckt er die Piccolos des Lehning Verlags an den Kiosken.
    Die Zusammenarbeit mit Wäscher soll sich für Walter Lehning als Glücksgriff erweisen. Nicht nur, dass sich die Sigurd-Piccolos fast aus dem Stand heraus Woche für Woche weit über eine halbe Million Mal verkaufen, er kann den Zeichner zudem überall dort einsetzen, wo er ihn braucht. Als sich Lehning 1955 mit seinem italienischen Lizenzgeber überwirft und kein Material für weitere Akim-Hefte mehr bekommt, übernimmt Wäscher kurzerhand die Abenteuer des Dschungelhelden und zeichnet während der nächsten vier Jahre fast 200 Piccolos.
    Als die Sowjets Ende 1957 den Sputnik ins All schießen, reagiert Lehning sofort und will „etwas Utopisches“ machen. „Wie üblich hielt ich mich an einem Montag im Verlag auf, um mein Wochenpensum abzuliefern“, so Wäscher später. „Herr Lehning stürzte gleich auf mich zu mit den Worten: ‚Haben Sie das von dem Sputnik gehört?‘ Wir müssen unbedingt eine Weltraumserie machen! Bringen Sie nächsten Montag das erste Heft mit!‘ … Laut überlegte ich: ‚Sputnik, Sputnik? … NICK!‘“ Und so liegt im Januar 1958 an den Kiosken das erste Piccolo-Heft von Nick der Weltraumfahrer aus. Der Titel konnte nicht besser gewählt sein: „Sputnik explodiert!“
    Und so geht es Schlag auf Schlag. Als Lehning nach langwierigen juristischen Auseinandersetzungen Akim endgültig einstellen muss, schafft Wäscher von einer Woche auf die nächste mit Tibor einen eigenen Dschungelhelden. 1960 folgt mit Falk eine zweite Ritterserie, zu seinen weiteren Schöpfungen zählen Bob und Ben und Roy Stark. Zeitweise zeichnet Wäscher bis zu vier wöchentlich erscheinende Comic-Hefte gleichzeitig und zusätzlich auch noch Titelbilder für nicht von ihm stammende Reihen, die der Verlag in Lizenz aus dem Ausland übernommen hat, sowie für die ständigen Neuauflagen seiner eigenen. Sammler werden später nachzählen, dass Wäscher allein für Lehning weit über 22.000 Comic-Seiten und fast 3.500 Titelbilder geschaffen hat.
    Doch in den Sechzigerjahren verändert sich der Comic-Markt, immer mehr und vor allem zeitgemäßere Titel überfluten die Kioske, und Lehning verpasst den Anschluss. 1968, gerade erscheinen der erste Asterix-Band und Robert Crumbs Fritz the Cat, muss der Verlag Konkurs anmelden. Tibor und Sigurd sind am Ende die beiden letzten Hefte. Wäscher findet die nächsten Jahre Unterschlupf beim Bastei Verlag und zeichnet anonym für dessen Heftserien Buffalo Bill und Gespenster Geschichten, für die auch andere Zeichner, vornehmlich in Spanien, arbeiten. Dann ist auch diese Ära vorbei.
    Ohne dass Wäscher es selbst bemerkt hätte, ist nach dem Ende des Lehning Verlags eine rasch wachsende Sammlerszene entstanden, 1977 erscheinen erste Nachdrucke seiner populären Helden in kleiner Auflage als Liebhaberausgaben. Der Comic-Antiquar Norbert Hethke nimmt Wäscher unter seine Fittiche, und nach mehreren Lehning-Reprints entwirft Wäscher für dessen Insidermagazin Die Sprechblase 1982 das neue Fantasy-Abenteuer Fenrir. Bald darauf folgen auch weitere Episoden seiner einstigen Lehning-Recken Sigurd, Nick und Tibor. Wäschers Fans sind begeistert; die sind nun keine Teenager mehr, sondern langsam ergrauende Dreißig- und Vierzigjährige, die sich die Träume ihrer Kindheit bewahren wollen. Damit setzt ein weiteres Phänomen ein, Wäscher lebt von nun an ausschließlich von seinen Fans, die ihn vergöttern und seine Helden fortleben lassen.
    1993 beginnt Wäscher, inzwischen 65 Jahre alt, für Hethke sogar eine neue Sigurd-Piccolo-Serie ganz im Stil seiner alten Lehning-Hefte. Als er die nach zehn Jahren beenden und Sigurd sterben lassen will, widerspricht sein Verleger und lässt von dem argentinischen Zeichner Daniel Müller weiterzeichnen. Mittlerweile hat die Reihe der neuen Sigurd-Piccolos die des Lehning Verlags, mit der 1953 alles begonnen hatte, an Umfang übertrumpft. 2008 erhält Wäscher auf dem Internationalen Comic-Salon in Erlangen für seine „Pionierleistung für den deutschen Comic“ den Max-und-Moritz-Preis.
    Hansrudi Wäscher war vor allem ein fulminanter, überbordender Erzähler, der sich in jedem Genre sofort zu Hause fühlte. In die Abenteuer seiner Helden zog er seine Leser förmlich hinein und ließ sie am Ende eines jeden Heftes mit geschickten Cliffhangern der Fortsetzung entgegenfiebern: „Verpasst auf keinen Fall das nächste Heft! Es heißt …“ In der Realzeit der Leser erstreckten sich seine Geschichten zuweilen über bis zu einem Jahr. Unvergessen sind auch seine dramatisch arrangierten Titelbilder, die die Höhepunkte der Hefte zu Szenen von mythischer Kraft verdichten und den Lehning Verlag in dessen Spitzenzeit zum Marktführer unter den deutschen Comic-Verlagen werden ließen.
    Die Filmrechte an Sigurd, Falk und Tibor hat unlängst die Constantin Film erworben.

    Hartmut Becker
    Geändert von Neander (07.01.2016 um 23:40 Uhr) Grund: Bild von Hansrudi Wäscher eingefügt
    Tipp: Auf www.die-neue-sprechblase.at findet ihr sehr detaillierte Inhaltsangaben zu allen unseren SPRECHBLASE-Ausgaben!

  2. #2
    Moderator Zack-Forum Avatar von efwe
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    bitte nehmt die werbung für buch und webseite raus. das passt hier überhaupt nicht her.

    efwe

  3. #3
    Moderator Sprechblase Forum
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    Hast recht, efwe. Ich hab´s rausgenommen, in vollem Einverständnis mit Becker. Ist halt irgendwie passiert, aber er sieht das genauso.
    Tipp: Auf www.die-neue-sprechblase.at findet ihr sehr detaillierte Inhaltsangaben zu allen unseren SPRECHBLASE-Ausgaben!

  4. #4
    Moderator Splitter Forum
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    Ich nehme an, man kann hier sagen:

    ein glückliches und langes Comicmacher-
    Leben ging zu Ende! ... R. I. P., Hansrudi!

  5. #5
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    Eine Legende des deutschen Comics ist nun gegangen. Seine Werke haben jahrzehntelang Millionen Kinder und alte Männer träumen lassen. Mein verstorbener Vater hatte immer leuchtende Augen, wenn er von Wäschers Piccolos und den dazu gehörenden Kindheitserinnerungen geschwärmt hat.

  6. #6
    Mitglied Avatar von G.Nem.
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    Es gibt eine schöne Kondolenzseite des Hansrudi-Wäscher-Fanclubs-Bayern
    auf der man sich eintragen kann >http://www.burg-eckbertstein.de/kond...i_waescher.php

  7. #7
    Moderator Sprechblase Forum
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    Noch ein paar Gedanken zu Wäscher: Er hatte dieses ganz erstaunliche Erzähltalent, das sich nicht nur in den Geschichten zeigte, sondern auch in den Bildern, die erzählerisch so stark sind, dass es egal ist, ob die Anatomie ganz korrekt ist oder nicht. Sein Erzähltalent hatte er auch, wenn er aus seinem Leben plauderte. Ich denke da z.B. an eine Podiumsdiskussion in Erlangen, wo das Publikum von seinen Anekdoten gefesselt war und sich köstlich amüsierte. Man hätte glauben können, dass dieser Mann ständig in der Öffentlichkeit steht, dabei war das Gegenteil der Fall.

    Dass Wäscher die Leser mit spannenden, geheimnisvollen Abenteuern in seinen Bann zog, wie es nur wenigen gelang, ist die eine Sache, doch die Langzeitwirkung hat meiner Meinung nach noch einen anderen Grund: die den Wäscher-Comics zugrunde liegende Moral, die stets mehr war, als eine Pflichtübung vor der Bundesprüfstelle. Hat nicht auch sie uns geprägt? Von Star Treck heißt es, dass die humanistische Botschaft einen Teil des Erfolges ausmacht. Ich glaube, dass es bei Wäscher auch so ist.
    Tipp: Auf www.die-neue-sprechblase.at findet ihr sehr detaillierte Inhaltsangaben zu allen unseren SPRECHBLASE-Ausgaben!

  8. #8
    Ich kann mich nicht erinnern, den Tod eines Künstlers derartig stark empfunden zu haben wie den Hansrudi Wäschers. Wahrscheinlich deshalb, weil er uns seit der frühen Kindheit begleitet hat - wenn wir auch erst in 70gern den Namen dieses großartigen Comicschöpfers erfuhren. Dass er eine Moral vermittelt hat, steht für mich außer Frage. Bei Wäscher-Sammlern gibt es nur ganz ganz wenige Ausnahmen, denen man nicht beim Heftverschicken o.ä. vertrauen kann. Mich, wahrscheinlich schon als Kind, hat im Sigurd immer die Darstellung des Waldes fasziniert. Ich sehe da durchaus Parallelen zur Malerei der deutschen Romantik. Ich finde die Waldtitelbilder des Sigurd am Faszinierendsten.
    Ruhe in Frieden

  9. #9
    Ich habe das Gefühl einen sehr guten Freund verloren zu haben. Er hat mich bis heute mit seinen Geschichten durchs Leben begleitet. Seine moralischen Werte sind für mich immer noch Maßstab. Ich bin sehr traurig. Mein Beileid gilt seiner Frau Helga. Ruhe in Frieden Hansrudi.

  10. #10
    Mitglied Avatar von Pickie
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    Ich kannte ihn nicht. Ich kannte auch Carl Barks, Erika Fuchs und Hergé nicht und ich kenne auch Bill Watterson nicht. Ich weiß aber, dass all diese Menschen über ihre gemeinsame Berufung sehr, sehr viel Gutes bewirkt haben und weiter bewirken werden.

  11. #11
    Moderator Sprechblase Forum
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    Zum Thema Wäschers Beerdigung

    Sie wird nicht stattfinden. Es war Hansrudi Wäschers ausdrücklicher Wunsch, dass er eingeäschert und seine Asche verstreut wird. Da in Deutschland Einäscherung nur in Verbindung mit einer Urne möglich ist, wird die Verstreuung an einem Ort im Elsaß geschehen, im sogenannten „Garten der Erinnerung“. Diese Vorgehensweise entspricht der atheistischen Einstellung des Künstlers, die er mit bewundernswerter Konsequenz lebte.

    „In der Idee eines Weiterleben nach dem Tode steckt viel Größenwahn, den ich mir nicht anmaßen will.“ Hansrudi Wäscher
    Geändert von Gerhard Förster (10.01.2016 um 14:46 Uhr)
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  12. #12
    Mitglied
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    Zitat Zitat von G.Nem. Beitrag anzeigen
    Es gibt eine schöne Kondolenzseite des Hansrudi-Wäscher-Fanclubs-Bayern
    auf der man sich eintragen kann >http://www.burg-eckbertstein.de/kond...i_waescher.php
    Danke für diesen Link (da konnte ich wenigstens ein klein wenig von meiner persönlichen Erschütterung abgeben ...)!!

  13. #13
    Moderator Sprechblase Forum
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    Hiermit leite ich ein Statement von Frau Wäscher in ihrem Auftrag weiter. Es wurde geschrieben, nachdem sie die vielen E-Mails und Postings gelesen hat, die Fans und Außenstehende nach dem Tod ihres Mannes verfasst haben:

    Ich bin zutiefst berührt von der grossen Anteilnahme anlässlich Hansrudis Tod. Am liebsten würde ich jeden einzelnen dafür umarmen. Wie unsagbar schmerzlich der Verlust für mich ist, können Sie sich sicher vorstellen.

    Helga Wäscher
    Geändert von Gerhard Förster (03.02.2016 um 15:32 Uhr)
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  14. #14
    Moderator HRW-Forum & Sprechblase-Forum Avatar von Neander
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    .
    Zum Gedenken an Hansrudi Wäscher



    Unvergessen: Hansrudi Wäscher, wie ihn die Fans kennen, beim Signieren


    Mit dem Comic-Pionier Hansrudi Wäscher verstarb am 7. Januar 2016 einer der ganz Großen der gesamtdeutschen Comic-Szene

    Vor genau einem Jahr verstarb in Freiburg am 7. Januar 2016 völlig unerwartet für seine Fans im Alter von 87 Jahren Hansrudi Wäscher, der Pionier der deutschen Comics. In den Fünfzigerjahren hat er dem Lehning Verlag mit Sigurd, Akim, Nick der Weltraumfahrer, Falk und Tibor Millionenauflagen beschert. Und schuf damit im zerbombten Nachkriegsdeutschland eine erste Jugendkultur. Wäschers Abenteuerhelden sind bis heute unvergessen geblieben und werden sogar in seinem Sinne weitergeführt. Es bleibt zu konstatieren: Was Karl May seinerzeit für die seine Romane lesende Jugend bedeutete, ist heutzutage vergleichbar mit dem, was der großartige Geschichtenerzähler und Comiczeichner Hansrudi Wäscher für die ersten Generationen der jugendlichen Comicleser bewirkt hat.

    Als Kinder und Jugendliche hat uns Hansrudi Wäscher seinerzeit in seinen Abenteuergeschichten durch die Tugenden seiner Helden vor allem Werte vermittelt wie Hilfsbereitschaft, Aufrichtigkeit, Verständnis gegenüber Andersdenkenden und Aufklärung, Taktgefühl, Mut, Vergebung, Gerechtigkeit, Rücksichtnahme und vieles mehr. Wenn sich ein Großteil dieser Leser von damals einige dieser Werte und Eigenschaften bis in die heutige Zeit verinnerlicht und bewahrt hat, so ist das mit Hansrudi Wäschers größter Verdienst und für viele seiner Fans ein zusätzlicher Trost.

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