Die Sprechblase 237

August 2017
€ 9,90
42. Jahrgang
Nr. 237


INHALT
3 Vorwort, Abos, Impressum
5 Die Comics des M. Deix
11 Comicfestival München
12 Buffalo Bill
21 HARRY-Magazin: Rezensionen,
News, Generation Lehning
32 Nachrufe: Achim Danz, Harry Messerschmidt, Jidéhem, Pierre Seron, Gotlib, Jirō Taniguchi, Bernie Wrightson, Dan Spiegle, Rich Buckler, Darwyn Cooke, Adam West, Herbert Karbaumer
48 DAMPYR
50 Fletcher Hanks' irre Welten
54 DC Rebirth
58 ASH - Das große Interview
64 CAPTAIN BERLIN
65 Buch über Denis Kitchen
66 Frank Frazettas WHITE INDIAN
68 Wer ist Professor van Dusen?
69 JULIE WOOD (Artikel und Comic)
78 HERNAN, DER KORSAR
79 KARL, DER WIKINGER
82 PEGGY, Lehning-Mädchenserie
86 Wiechmans TEX AND MEX
88 Hommage an CLEVER & SMART
90 Das ital. Fachmagazin FUMETTO
91 Taschens Disney-Prachtband
92 Leserbriefe
96 Jahnckes Archiv: rare Piccolos


Leserbriefe:
Gerhard Förster
[email protected]

Bestellungen und Abonnements:
Stefan Schlüter
[email protected]

Abo-Preise für Deutschland und Österreich:
€ 35,60 (4 Ausgaben)
€ 68,- (8 Ausgaben)
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Ergebnis 901 bis 925 von 986
  1. #901
    Zitat Zitat von felix da cat Beitrag anzeigen
    Erst einmal Danke für das Lob!
    Und dann für die Recherche.
    Beides gern geschehen!

    Zitat Zitat von felix da cat Beitrag anzeigen
    Du scheinst ja auch eine umfangreiche Tintin-Sammlung zu haben!
    Ich habe das belgische Journal Tintin von 1957-88 komplett - einem Abo ab Nr. 27/78 und Michel Vaillant sei Dank
    incl. der Taschenbücher und Sonderbände in diesem Zeitraum, d.h. es fehlt der "Vorläufer" "Sélection Tintin 1955":
    https://www.bedetheque.com/revue-Tintin-Selection.html

    Zitat Zitat von felix da cat Beitrag anzeigen
    Den Lerman-Sekundärband hatte ich mir überlegt zu kaufen, aber da ich schon so viel Sekundäres zur Heftreihe habe (auch einen anderen Band von Lerman), habe ich verzichtet. War wohl ein Fehler ...
    Der Band ist natürlich eine Fundgrube, aber wie ich finde etwas unhandlich und unübersichtlich - aber vielleicht nutze ich ihn nur zu selten ...

    Pat Patrick macht wirklich einen guten Eindruck! Hier noch der Link zu bdzoom:
    http://bdzoom.com/99722/patrimoine/l...nees%e2%80%a6/
    Hidalgo war ja sehr vielseitig. Einiges kenne ich, aber der Künstler war mir unbekannt ...

  2. #902
    Eine weitere schöne Seite von Hidalgo. Die Serie Bob Mallard zeichnete übrigens auch André Cheret (Rahan) in seinen jungen Jahren.

    Wenn man sich die Hidalgo-Seite auf bdzoom genauer anguckt, dann entdeckt man da etwas ganz besonderes.
    Den Leserbrief eines nicht ganz unbekannten Mannes! (bis nach unten scrollen)
    Und das passt, da "Leserbriefe" im Moment mein Thema sind ...

    In dieser Post verbirgt sich eine interessante Info:
    Hidalgo hat beim ersten Valerian-Album (1984-Die Erde ertrinkt oder Die Stadt der tosenden Wasser) mitgeholfen.
    JCM sagt, er habe für die Story nach Fotos der Freiheitsstatue gesucht. In Internet-losen Zeiten war das noch mit Arbeit verbunden. Hidalgo, der in seiner Nähe wohnte und auch Fotograf war, bot ihm an, sich seine Fotos der Freiheitsstatue anzusehen. Eines, das sie von oben zeigt (von der Flamme aus aufgenommen), hatte es JCM angetan. Er verwendete es für seine Darstellung des sinkenden Steinkopfes in Bild 2 der Comicseite 4 des Abenteuers.

    Ich weiß, es ist trivial, aber ich liebe diese kleinen Anekdoten.

    Dass man über Blackie an neue Erkenntnisse zu seinem Valerian-Lieblingsalbum kommt ... es ist wirklich unglaublich, wohin der Zufall manchmal führt.
    Geändert von felix da cat (06.08.2017 um 13:57 Uhr)

  3. #903

  4. #904
    Mitglied Avatar von Schock
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    Bob Mallard erschien übrigens auch in Deutsch: als Zweitserie von Raumagent Alpha:

    http://www.comicguide.de/index.php/c...=long&id=40030

  5. #905
    ... und wieder was gelernt!

  6. #906
    Die Leserbriefe stehen heute im Zeichen von Michel Vaillant:

    Leserbrief in Tintin 29/1966 :

    Von Vincent stammt der zweite Leserbrief aus der Nummer 29, der eine interessante Antwort zur Folge hat. Er wünscht sich eine abgeschlossene Kurgeschichte über das Leben des im Mai 1966 tödlich verunglückten Stuntman Gil Delamare.
    Der Name wird nur wenigen Comicfans ein "Aha" entlocken, dennoch war der Mann in seinem zweiten Leben, dem auf dem Papier, eine Nebenfigur der Serie Michel Vaillant. In dessen Album 7 hatte er seinen großen Auftritt.
    Tintin will über den Kurzgeschichten-Wunsch nachdenken, weist aber auch darauf hin, dass die neuen Vaillante-Fahrzeuge "Spéciale Gil" genannt wurden (in Album 13, siehe Comicseite 60). Ein Adieu von Graton an den Freund, der in mehreren Vaillant-Episoden zu sehen war.
    In späteren Jahren gab es weitere Vaillante-Modelle mit diesem Namen, was auf eine starke Verbundenheit Gratons mit dem Stuntman schließen lässt.
    Eine Comickurzbio ist jedoch - nach meiner Erinnerung - nie in Tintin erschienen.

    Leserbrief in Tintin 30/1966:

    G. übt harte Kritik an Michel Vaillant. Der Held scheint ihm/ihr müde, der letzten Geschichte habe es gar an Biss gefehlt (das war das oben erwähnte Album 13, Zwischen Himmel und Erde, in dem es mehr um einen Großbrand denn um Rennen geht. Vielleicht nicht das Richtige für die Fans dröhnender Motoren).
    Tintin versichert, dass Michel nur eine Pause eingelegt hat. In wenigen Wochen werde Gratons Held wieder an das Steuer schwerer Boliden zurückkehren und die Reifen werden quietschen.
    Aber wie der MV-Fan weiß, sollte der nächste große Auftritt an seinen Kumpel Steve gehen. Mach 1 für Steve Warson hieß das kommende Abenteuer und markiert den Übergang von 62-Seitigen zu 44-Seitigen Geschichten.

    Nachdem G. eine saftige Polemik gegen Signore Spaghetti ("von kaum zu fassender Dummheit") losgeworden ist, wird ihm/ihr dann versichert, dass der bei G. ungleich beliebtere Umpah-Pah nicht eingestellt, sondern nur in Urlaub sei (siehe Post 889). Noch hatte man gehofft …

    Das anschließende Versprechen, dass Anatol zurückkehren werde, wurde tatsächlich gehalten. Macherot, der bereits ein paar Jahre zuvor zum Konkurrenten Spirou "übergelaufen" war, wurde neun Ausgaben später, in der 20-Jahre-Jubiläumsausgabe, ein letztes Mal mit einer neuen Story in Tintin gesichtet: für vier Seiten widmete er sich noch einmal seinem bekanntesten Helden.
    Zwei Jahre später übernahmen Guilmard (Boogie und Woogie) und Hubuc (Pancho Bomba) die Serie.
    Geändert von felix da cat (08.08.2017 um 18:20 Uhr)

  7. #907
    Mitglied Avatar von Schock
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    Zitat Zitat von Schock Beitrag anzeigen
    ...Felix 255-260, mit der Geschichte "Wie Pankwitz König wurde". Auch hier gibt es fiktive (Ostblock?) Länder - wie so oft im Doppelpack: Bazaria und Solidia.
    Wie die beiden Länder wohl in der deutschen Version heissen?


    https://stripcollectie.files.wordpre...goedzaaier.jpg
    Ein kleiner Nachtrag zu den Phantasiestaaten:
    Die beiden Länder Bazaria und Solidia heißen in der deutschen Version Biskaria und Kohlrabien.
    Danke für die Info an Manfred von der Suske und Wiske-Seite:

    http://rz-home.de/~mhaertel/sw/suske_wiske.html

  8. #908
    Die liegen sicher weit östlich von Mocano.

  9. #909
    Mitglied Avatar von Schock
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    das glaub ich auch, da es sich wohl wieder mal um einen "Zweiländerstreit" handelt, und die sind ja traditionsgemäß eher im Osten angesiedelt.

  10. #910
    Da kann Tintin ein Lied von singen ... womit ich wieder bei den in ihm abgedruckten Leserbriefen wäre (hört sich irgendwie eklig an ).

    Leserbriefe in Tintin 34/1966

    Eigentlich keine Leserbriefe, sondern vielmehr Antworten in Telegrammform:

    Raymond Reding ist aufgrund seines Autounfalls weiter nicht in der Lage, ein neues Abenteuer von Fußballstar Vincent Larcher anzufertigen. Immerhin ist er auf dem Weg der Besserung (siehe auch Post 898).

    Tintin behauptet, Greg arbeite gerade an der 8-Seitigen Kurzgeschichte Hurra, Derby!
    Falls er sie je beendet haben sollte, eine Veröffentlichung kam jedenfalls nicht zustande. Die letzte Rock Derby-Geschichte von Greg wurde 1963, also drei Jahre zuvor, veröffentlicht. Die nächste und letzte, ein 12-Seiter, anno 1981, 15 Jahre nach dieser Leserbriefseite. Immerhin: Greg hatte sie zumindest noch getextet (Zeichner ist Dimberton, wie Schock sehr gut weiß ).

    Mit der Beantwortung zu Anfragen bezüglich Stups und Steppke liegt Tintin richtiger. Da wird klar gesagt, dass es vorerst keine neuen Folgen gibt, denn wenn Hergé gerade an einem neuen Tim arbeite, sei es unnötig, ihn darum zu bitten noch etwas anderes zu tun. Man sei schon "verrückt vor Freude", wenn er die Arbeit an diesem wieder aufnimmt.

    Sven Janssen ist um die 30, sein Sohn Didi ca. acht Jahre alt. Und was Frau Janssen angeht, wäre es ein bisschen unhöflich, sie nach ihrem Alter zu fragen.

    Roland, Ritter Ungestüm wird uns weiter mit atemberaubenden Abenteuern erfreuen (er hatte zu diesem Zeitpunkt erst eines hinter sich). In seinem nächsten stößt er auf die schrecklichen Wölfe von Rotteck.

    Leserbriefe in Tintin 36/1966

    Emile hat viel zu kritisieren und er scheint Tintin relativ forsch gebeten zu haben, seine Standpunkte zur Diskussion freizugeben.

    Da wäre zuerst die hohe Seitenzahl (drei oder gar vier) mit der die Fortsetzungsgeschichten Woche für Woche in Tintin vertreten sind. Höchstens zwei sollten es sein. Emile will mehr Abwechslung im Heft. Tintin fragt die Leser durchaus in seinem Sinn, was sie davon halten.

    Emile lehnt Werbung im Magazin ab. Tintin kontert, dass ohne sie der Preis nicht zu halten sei. Man achte aber darauf, dass im Heft nur "Qualitätsprodukte" beworben werden (Anm. des Übersetzers: was zweifellos eine zusätzliche Werbung ist). Im Übrigen müsse man auch die Seiten, die der Unterhaltung dienen, reduzieren, wenn man die Werbung reduziert. Weil letzteres ersteres finanziert.

    Emile mag auch die "dummen Dokumentationen" nicht (anm. des Übersetzers: in etwa vergleichbar mit ZACK 2000, Anm. 2 des Übersetzers: die empfand ich zumeist auch als überflüssig). Tintin ist der Meinung, dass diese nicht unbedingt dumm sind und auch nicht zu viel Raum einnehmen würden.

    Und schließlich ist Emile nicht einverstanden mit dem neuen Helden Balthazar (Anm. des Übersetzers: von Bob De Moor, wir erinnern uns: zwei Gags im ersten Zack-Jahrgang), der nur die leeren Seiten fülle. Auch sind ihm die Zeichnungen von Mausi und Paul (Anm. des Übersetzers: damals bereits seit langem von Dino Attanasio) und Roland, Ritter Ungestüm, zu hintergrundarm. "Donnerwetter! Das sind deine Kritikpunkte, Emile, und wie von dir gewünscht, stelle ich sie alle zur Diskussion."

    Im Anschluss bedankt sich Tintin bei den vielen Lesern, die sich positiv zum Ferien-Spezialheft geäußert haben, obwohl dieses gemessen an der (in drei Wochen erscheinenden) 20-Jahres-Jubiläumsnummer etwas blass wirken wird. Voll mit Lesestoff werden die Fans Stunden brauchen alles zu konsumieren.

    Anm. des Übersetzers:
    Ich guck mal kurz in die Zukunft: und ja, die Ausgabe war wirklich etwas Besonderes. Und wenn jemand nach den Ursprüngen der Jugendabenteuer etablierter Helden sucht (von Blueberry bis Lucky Kid), ist er hier näher dran als bei den Pilote Taschenbüchern. In der Nummer 39/1966 finden wir den ersten Fall von Rick Master, das erste Rennen von Michel Vaillant und den ersten Flug von Dan Cooper.
    O.k., Superboy war noch früher als alle zusammen.

    Auch auf eine weitere Anfrage nach Anatol wird auf die Nummer 39 verwiesen. Und schließlich für diese Ausgabe die Rückkehr eines Mannes mit widerspenstiger Locke angekündigt, der immer mit Hund und jähzornigem Seemann unterwegs ist.

    Und dann hat der aufmerksame Philippe einen Fehler entdeckt. Bei Andy Morgan!
    Es geht um das Cover zur Kurzgeschichte Nur eine alte Laterne, das die Nummer 27 der Zeitschrift ziert.
    Das grüne Licht ist hier am linken Flügel, das rote Licht am rechten Flügel befestigt (siehe Link). Tatsächlich verhielte es sich normalerweise genau andersherum. Tintin gibt Philippe recht, gibt aber zu bedenken, dass es sich hier um einen Trick des Detektivs halten könnte (Andy war damals noch bei Interpol), um bei den Gangstern den Eindruck zu erwecken, das Flugzeug würde sich entfernen. Denn wenn die den Lichtern glauben würden, meinten sie, das Flugzeug von hinten zu sehen.

    Anm. des Übersetzers: Ähem … genialer Trick!

    Luc stellt fest, dass Rick Master keinen Porsche, sondern einen Volvo fährt. Und dass, wenn man in Frankreich sein Auto wechselt, auch das Kennzeichen gewechselt wird. Dennoch stünde auf dem von Rick nach wie vor: 0386.U.75. Tintin meint, Rick würde an seinem Nummernschild hängen, es sei gar eine Art Fetisch für ihn (Anm. des Übersetzers: Zeit für eine Neubewertung!). Und dann fragt Tintin, ob man noch betonen müsse, dass Rick gute Beziehungen zur Polizei hat (Anm. des Übersetzers: der alte Günstling!)
    Geändert von felix da cat (12.08.2017 um 12:13 Uhr)

  11. #911
    Mitglied Avatar von Schock
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    Zitat Zitat von felix da cat Beitrag anzeigen
    Die letzte Rock Derby-Geschichte von Greg wurde 1963, also drei Jahre zuvor, veröffentlicht. Die nächste und letzte, ein 12-Seiter, anno 1981, 15 Jahre nach dieser Leserbriefseite. Immerhin: Greg hatte sie zumindest noch getextet (Zeichner ist Dimberton, wie Schock sehr gut weiß ).
    Oh ja, der gute alte Dimberton. Eine Schande, dass er in der Versenkung verschwinden musste.
    Wir könnten uns da wieder schön in die Haare kriegen, denn ich bin der Meinung, er wäre der bessere Chaland II. Besser als dein geliebter kleiner Schwartz

  12. #912
    Blasphemie!

    Dafür muss ich dir leider den Punisher vorbeischicken.

  13. #913
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von Schock Beitrag anzeigen
    Oh ja, der gute alte Dimberton. Eine Schande, dass er in der Versenkung verschwinden musste.
    Wir könnten uns da wieder schön in die Haare kriegen, denn ich bin der Meinung, er wäre der bessere Chaland II. Besser als dein geliebter kleiner Schwartz
    Allerdings war Chaland in erster Linie Zeichner, Dimberton ist seit 1990 vorwiegend als Texter tätig (zumindest läßt die Liste seiner Albenveröffentlichungen darauf schließen). Sie haben also gleichzeitig mit dem Zeichnen aufgehört.
    Das ICOM-Heft zum Gratis Comic Tag 2012 jetzt herunterladen (7,3 MB)!

  14. #914
    Wahrscheinlich hat Dimberton den Zeichenstift fallen lassen, weil er in Schwartz seinen Meister gefunden hat!


    (Na, Schock, der saß! )

  15. #915
    Mitglied Avatar von Schock
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Allerdings war Chaland in erster Linie Zeichner, Dimberton ist seit 1990 vorwiegend als Texter tätig (zumindest läßt die Liste seiner Albenveröffentlichungen darauf schließen). Sie haben also gleichzeitig mit dem Zeichnen aufgehört.
    Ja, nur der eine eher unfreiwillig, beim zweiten sind mir die Gründe nicht bekannt.

  16. #916
    Mitglied Avatar von Schock
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    Zitat Zitat von felix da cat Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich hat Dimberton den Zeichenstift fallen lassen, weil er in Schwartz seinen Meister gefunden hat!

    (Na, Schock, der saß! )
    Ich bin Chef einer weltumspannenden Organisation, nimm dich in Acht!

  17. #917
    Sagst Du einem der besten Kumpel von Harry & Platte ...

    Leserbriefe in Tintin 38/1966

    Zunächst wird kurz berichtet, dass im Hause Lombard alles Aktivität ist.
    Nächste Woche erscheint die 20-Jahre-Jubelausgabe und man treffe fiebrig die letzten Vorbereitungen.

    Dann geht es über zu den Briefen:
    Nachdem Leser G. in der Nummer 30 Dampf abgelassen hat (siehe Post 906), gibt’s nun die Reaktionen.
    Jean-Francois gibt G. recht und meint auch, dass Michel Vaillant sein Niveau nicht gehalten hat (sein letztes Abenteuer war das Großbrand-Drama Zwischen Himmel und Erde, bekannt als Album Nummer 13) und hinsichtlich Spaghetti stimmt er der heftigen Kritik ebenfalls zu.
    Roseline verteidigt Graton und nennt seine letzte Geschichte "faszinierend" und ist traurig, dass sie beendet ist.
    Jacques schließlich soll laut Tintin die allgemeine Leser-Stimmung wiedergeben, die Kritiker G. kritisiert, auch wenn Jacques die einschränkende Bemerkung macht, dass die letzte Geschichte nicht ganz so gut war (durch die Formulierung ist für den Leser nicht erkennbar, ob auch diese Einschränkung die allgemeine Meinung wiedergibt). Jean Graton sei ein sehr guter Künstler geworden, es reiche, seine ersten mit den aktuellen Zeichnungen zu vergleichen, um den zurückgelegten Weg anzuerkennen. Jacques schließt mit der Hoffnung: "Auf dass er uns eine sehr gute neue Geschichte beschere!" Tintin meint, das habe Graton vor und er werde es schon bald beweisen.
    Die nächste Story war tatsächlich gut: Mach 1 für Steve Warson.

    Dino Attanasios Spaghetti ist umstrittener.
    Nach G.'s harschen Äußerungen würden die Briefe nur so strömen, manche zustimmend, manche abwehrend. Namentlich werden vier Spaghetti-Gegner und zwei Befürworter genannt. Die Debatte ist offen und weitet sich auf eine weitere Attanasio-Serie aus: Ambroise & Gino.

    Dass eine Serie so öffentlich wie hier im Fall Spaghetti in Frage oder gar zur Disposition gestellt wird, ist für sie (und ihren Schöpfer) kein gutes Zeichen. Tatsächlich erschienen nur noch zwei längere und eine Kurzgeschichte bevor sie Ende 1967 (vorläufig) eingestellt wurde.
    Die Serie wurde 1957 mit Texter-Legende René Goscinny gestartet und sollte dessen Ausstieg 1963 offenbar nicht verkraften.
    Ambroise & Gino hielten nur ein Vierteljahr länger durch. Nach drei Fortsetzungsgeschichten fiel der Vorhang für diese Serie im Frühjahr 1968.

    Spaghetti hatte in der zweiten Hälfte der 1970er noch ein kurzes Comeback bevor er in der Versenkung verschwand. Für die Komplettisten: 2011 bis 2012 erschienen 6 Integrales bei Lombard.
    In Deutschland wurden seine Geschichten in MV Comix und Lupo und seine Freunde (hier die frühen Goscinnys) veröffentlicht.


    Ein von Emile zwei Wochen zuvor angesprochenes Problem (siehe Post 910) wird weiter diskutiert. Sicher nicht in Reaktion auf sein Schreiben, dazu hätte man zu wenig Vorlaufzeit:
    Zwei oder vier Seiten pro Fortsetzung einer Fortsetzungsgeschichte, das ist hier die Frage!
    Die einen meinen, vier Seiten bedeuten weniger Serien und erwecken den Eindruck von Knappheit, und das, wo so viele Leser auf die Rückkehr von Anatol, Zig & Puce und den Chevalier Blanc (Der Weiße Ritter, eine Serie der Geschwister Funcken) warten würden.
    Andererseits bevorzugt J. vier Seiten pro Fortsetzung, da man dann am Ende einer Geschichte noch den Anfang in Erinnerung habe.
    Rund 50 Schreiben zu diesem Thema habe Tintin erhalten, die zum Teil diametral gegensätzlichen Inhalts wären. Und in einem hätte jemand sogar eine 12-Seitige abgeschlossene Geschichte für jede Ausgabe gefordert (das ist eine Anspielung auf den Blackie-Comic von Hidalgo … wie wir jetzt wissen ). Und im nächsten Brief will jemand nur zweiseitige Fortsetzungen und überhaupt keine Kurzgeschichten.
    Was also tun?
    So oder so, Tintin versichert, das Material werde nie knapp ... um einer der geäußerten Befürchtungen entgegenzutreten.
    Geändert von felix da cat (15.08.2017 um 14:02 Uhr)

  18. #918
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    Zitat Zitat von felix da cat Beitrag anzeigen
    Die nächste Story war tatsächlich gut: Mach 1 für Steve Warson.
    Nee, da fing Graton an, völlig durchzudrehen. Der Kampf um den Rekord mag ja noch ganz spannend und gut erzählt sein, aber die kilometerlange unterirdische Verbrecherbasis des ambitionierten Weltenbeherrschers war doch wirklich bulshit hoch drei. Wer soll die denn heimlich gebaut haben? Da müßten ja Tausende von LKW mit Bauschutt unbemerkt (!!!) rumgefahren sein. Nee, das ist fast so bescheuert wie das (sicher weit über 20.000 Polizisten, die eine Grenze von 125.000 km in der Antarktis bewachen – völlig geheim natürlich. Ganz abgesehen davon.).
    Geändert von Mick Baxter (15.08.2017 um 09:29 Uhr)
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  19. #919
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    Die Dreharbeiten für den James Bond-Film "Man lebt nur zweimal" begannen am 4. Juli 1966. Mit dem Hauptquartier im erloschenen Vulkan.

    Sowas brauchte man im Jahr 1966.

  20. #920
    Ich denke, hier liegt eine Verwechslung vor. Die Vulkan-Basis hatte ihren ersten Auftritt erst in Schlacht um einen Motor, Anfang der 1970er.

    Was die Logik hinter solchen Geheimverstecken angeht: ist halt wie mit der Bat-Höhle. Einfach dran glauben und durch!

  21. #921
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    Zitat Zitat von felix da cat Beitrag anzeigen
    Ich denke, hier liegt eine Verwechslung vor. Die Vulkan-Basis hatte ihren ersten Auftritt erst in Schlacht um einen Motor, Anfang der 1970er.
    Ja, natürlich!

  22. #922
    Geheimes Hauptquartier im Vulkan?
    Da war doch was in meiner Jugend.
    Ach ja, gab's sogar schon vor Bond.

  23. #923
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    Also mir reicht da ein Schloss oder eine kleine Insel. Zur Not tut´s auch ein altes Herrenhaus.

    Bescheidenheit ist eine Tugend - für den Schock und für die Jugend.

    Das hat Oma Schock schon immer gesagt!

  24. #924
    Fantomas und Du!
    Ihr beiden steckt doch unter einer Decke!!!

    Aber ich krieg EUCH! ICH KRIEG EUCH!


    P.S.: Hat Oma Schock eigentlich auch Ritterhelm getragen?

  25. #925
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    Zitat Zitat von felix da cat Beitrag anzeigen
    P.S.: Hat Oma Schock eigentlich auch Ritterhelm getragen?
    Selbstverständlich, bei uns wurde Tradition schon immer groß geschrieben! Glaubst du, wir rennen mit Jeans und Baseballkappe rum?

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