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Thema: Oink

  1. #1

    Oink

    Oink! war eigentlich einer der Comics, die ich im Laden lassen wollte. So richtig gefallen hatten mir die Seiten im Katalog nicht. Upton Sinclairs "Dschungel" und George Orwells "Farm der Tiere" neu zusammengestellt und mit bunten Bildchen hinterlegt.
    Muss ich nicht haben. Dachte ich. Bis ich etwas länger und intensiver hingeschaut habe. Nein, schöne Bilder hat der Comic immer noch nicht, aber eine Aussage die zutiefst verstört.
    Eine Lektüre ganz im Böllschen Sinne: "Lesen macht frei und rebellisch, wenn man über den bloßen Zustand der Erbauung hinweg ist."
    Dieser Band steht auf meiner persönlichen Bestenliste 2015, auch wenn ich ihn nach der Lektüre eher in Richtung Giftschrank geschoben habe -- aber vielleicht auch gerade deswegen.

  2. #2
    Mitglied
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    Oink hatte ich mir am Wochenende fest vorgenommen und leider nicht geschafft. Nach dem Kommentar isser in den nächsten 6 Tagen auf jeden Fall dran.
    Die Zeichnungen haben mich nicht abgeschreckt im übrigen.

  3. #3
    Mitglied Avatar von Comic_Republic
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    Ich habe damals mit meinem Vorsatz "nur HC aus dem Previews zu bestellen" gebrochen und mir das SC bestellt, da ich das Artwork so genial fand... Naja, habe es gegen die sehr schöne Splitter-Ausgabe ausgetauscht und das TPB für kleines Geld weggeben!
    Mir gefiel die Story richtig gut. Das Artwork ist echt super. Aber dieses Buch ist garantiert nicht für jeden etwas! Schlachten und Blut ist da doch etwas mehr vorhanden...

    C_R
    VERKAUFE COMICS
    (US, Superhelden, Frankobelgisch, Graphic Novel, ganze Serien)


  4. #4
    Mitglied Avatar von dino1
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    Habe von Oink nur die erste US Ausgabe von Anfang der 90er, weiß also nicht welche Änderungen im Splitterband sind, kann aber sagen, dass mir schon damals der spezielle Orwell Bezug sehr gut gefallen hat. Nachdem ich ihn bei Splitter in der Vorschau sah, nach langer Zeit mal wieder gelesen.
    Fazit: Nichts für Feen- und Elfen- oder Drölfenliebhaber, eher für Freunde der etwas härteren Art, dabei aber durchaus tragbar, da keinesfalls bloßes Gemetzel im Vordergrund steht.

  5. #5
    Zitat Zitat von dimo1 Beitrag anzeigen
    Habe von Oink nur die erste US Ausgabe von Anfang der 90er, weiß also nicht welche Änderungen im Splitterband sind, kann aber sagen, dass mir schon damals der spezielle Orwell Bezug sehr gut gefallen hat. Nachdem ich ihn bei Splitter in der Vorschau sah, nach langer Zeit mal wieder gelesen.
    Fazit: Nichts für Feen- und Elfen- oder Drölfenliebhaber, eher für Freunde der etwas härteren Art, dabei aber durchaus tragbar, da keinesfalls bloßes Gemetzel im Vordergrund steht.

    Ach Gott, Danke. Beim Anblick des Covers dachte ich, dass es sich um einer Comicadaption von Peter Pan handelt.

  6. #6
    Mitglied Avatar von dino1
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    Ach Gott, Danke. Beim Anblick des Covers dachte ich, dass es sich um einer Comicadaption von Peter Pan handelt.
    Schön, dass ich dir helfen konnte.

  7. #7
    Sambir
    Gast
    Ist ein echt widerlich schönes Album. Story mäßig, Zeichnungen genial.

    Die Rezi auf Comickunst:
    https://comickunst.wordpress.com/2015/07/27/oink/

  8. #8
    Bin heute zufällig über das folgende Kickstarter Projekt gestolpert. Autor + Zeichner John Mueller möchte Oink selbst als Hardcover-Großformat verlegen. Als Extra-"Nur Kickstarter"-Edition gibts das Ganze noch im Schuber mit allerlei Extras. Generell ist es schon finanziert, wer noch mitbieten möchte - 29 Stunden läuft es noch.

  9. #9
    Mitglied Avatar von Franco
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    Thumbs up

    Oink ist eine sehr deprimierende, gleichzeitig aber auch absolut großartige Geschichte,
    die mich auch noch einige Tage nach dem Lesen beschäftigt.
    Die Story ist zwar auf dramatische Weise abgeschlossen,
    andererseits könnte man das Ende in gewisser Art auch als offen bezeichnen,
    da der Leser doch mit einigen Fragen zurück bleibt.
    Die wichtigste Frage lautet wohl:
    Oink war doch eigentlich schon frei, wie konnte er wieder in die Fänge dieses grausamen Systems gelangen?

    Das Artwork ist ebenfalls große Klasse und passt perfekt zur Story.

    Bin absolut begeistert von diesem Band.

    Gruß, Frank

  10. #10
    Zitat Zitat von Franco Beitrag anzeigen
    Die wichtigste Frage lautet wohl:
    Oink war doch eigentlich schon frei, wie konnte er wieder in die Fänge dieses grausamen Systems gelangen?
    Die Frage hat mich auch umgetrieben. Ich kann da nur spekulieren.

    Himmel stand in Flammen und Oink selbst das letzte Abbild der Perversion, gegen die er zu Felde zog. So betrachtet ist sein Tod nur folgerichtig.
    Warum er durch die Hand derer sterben wollte, die ihn einst schufen? Er hatte als Geächteter gelebt, warum nicht als ein solcher sterben? Vielleicht wollte er Mahnmal sein, für den Aufbruch in eine neue Zeit? Seine Geschichte wurde festgehalten und vielleicht hoffte er, dass aus dieser Lehren gezogen werden.

    Die letzten Bilder fand ich sogar hoffnungsvoll, wie er dort am Galgen hing und seine verfluchte Seele sich in Form eines Raben in die Lüfte erhob, frei nach altem Volks(Aber-)glauben. Seine erhoffte Freiheit, sein Chaos, die größtmögliche Entfernung von dem, was er verachtete?

    Aber wie schon gesagt, alles nur Spekulationen meinerseits. Auf jeden Fall ist Oink ein außergewöhnlicher Comic, der mich immer noch umtreibt. Sehr atmosphärisch! Mehr davon!
    Geändert von moriturus (01.09.2015 um 21:48 Uhr)

  11. #11
    Mitglied Avatar von Franco
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    Meine Überlegungen gingen in eine ähnliche Richtung.

    Oink war zwar ein freies Tier, aber auch völlig allein.
    Letztendlich denke ich, dass er gefasst werden wollte, damit er seine Geschichte erzählen kann.

    Gruß, Frank

  12. #12
    Mitglied Avatar von Gagel
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    Auch nach zwei Jahren immer noch lesenswert.

  13. #13
    Junior Mitglied
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    Als Oink damals bei Splitter erschien hatte ich ihn links liegen gelassen, ich fand ihn zwar von der Story und den Zeichnungen her interessant aber ich habe ein festes Budget und zum damaligen Zeitpunkt war es ausgeschöpft. Diesen Monat hatte ich einen freien Slot, und sieh da, was finde ich im Laden, Oink, kurz freudig gegrunzt und und mitgenommen

    Lange Rede kurzer Sinn, ich fand die Story zwar unterhaltsam aber etwas unrund. Wie oben schon erwähnt fehlt in der Story etwas, ein Puzzlestück das (mir) erklärt warum Oink nachdem er Himmel abgefackelt hat, eingekerkert ist.

    Bereut habe ich den Kauf aber dennoch nicht, wird mit Sicherheit wieder gelesen, Unwuchten können ja auch beflügelnd sein

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