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  1. #151
    Mitglied Avatar von Samide
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    Interessanter Seitenstrang, der mir bislang nicht weiter auffiel. Wüsste von null auf nichts jetzt keine zusätzliche Ausstrahlung, die vor Ort für eine ungute Geknicktheit sorgen würde, dafür nenne ich Lex Barker pauschal. Wann immer er in einer Wiederholung seiner vorzüglichen Filme für ein gerammelt volles Wohnzimmer (künftig bestimmt auch untersagt) sorgt, heißt es heulend-lamentieren, dass er viel, viel zu früh abgerufen wurde; dorthin wo noch lange Verzicht auf ihn hätte geübt werden können. Selbst nichtsnutzige Drehbücher konnten mit ihm in einer Rolle - egal ob als Neben- oder Haupt-Darsteller - nur weithin glänzen! Und plötzlich … war nichts mehr. Auch heute noch ist in und bei dieser mehr als verdienten Unvergessenheit ein Schlittern durch die Jammertäler der Gefühle angesagt. Und obendrein, die Damenwelt: Wie hätte die sich bei weiteren sechs bis sieben Eheschließungen geehrt fühlen dürfen?! So aber … WEHKLAG´ total

  2. #152
    Mitglied Avatar von OK Boomer
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    Wie wär‘s mit einem Thread zu den witzigsten Filmen aller Zeiten?

  3. #153
    Mitglied Avatar von joe ker
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    Wer sich gerne runterziehen lässt, kann mal zwei mMn feine Colin Farrell Filme kucken:

    The Lobster und Killing of a sacred Deer. Beide Filme haben Farrell als Schauspieler bei mir enorm aufgewertet.
    "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields

  4. #154
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    Bela Tarr, Das Turiner Pferd. Sprengt jede Vorstellung von Trostlosigkeit, die man haben könnte, nochmal um Längen, und haut dann kurz vor Schluß einen gewaltigen Hammer an Ausweglosigkeit oben drauf. Relativ dazu ist jeder Film von Kaurismäki oder Jarmush ein Gute-Laune-Film.

    In meinen Augen ein Meisterwerk, bestechend auch durch brillante Kameraführung und den phantastischen Soundtrack von Mihaly Vig.

    Der Trailer fasst es hervorragend zusammen:

    https://www.youtube.com/watch?v=ZNkN_xCXozw

    Wer es etwas leichter mag: Bela Tarr, Die Werckmeister-Harmonien. Vergleichen mit dem Turiner Pferd wirkt der Film poetisch und entspannt, verglichen mit dem Rest der Filmgeschichte ist er die deprimierende Erzählung des Abrutschens eines Landes in die Diktatur und des Verlusts von Bindung.

    Die Eröffnungsszene ist in meinen Augen die schönste, die je gedreht wurde.

    https://www.youtube.com/watch?v=_d5X2t_s9g8

  5. #155
    Mitglied Avatar von Huckybear
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    Zitat Zitat von franque Beitrag anzeigen
    Human Centipede - Der menschliche Tausendfüßler (The Human Centipede (First Sequence))
    Niederlande, 2009 Regie: Tom Six
    mit Dieter Laser, Ashley C. Williams

    - Kurz und knackig der Inhalt im Wortlaut der imdb: "A mad scientist kidnaps and mutilates a trio of tourists in order to reassemble them into a human centipede, created by stitching their mouths to each others' rectums."
    - Viel kranker geht's nicht mehr. Dieter Laser im Ausnahmezustand, gleichzeitig in der Rolle seines Lebens: "Ja bist du denn total wahnsinnig?" gröhlt er - Vollsuff-style, auf dt., in dem ansonsten englischsprachigen Film, ein mitleiderregendes Opfer an, das die Dreistigkeit besass, einen Fluchtversuch aus diesem Irrenhaus zu starten.
    - In Deutschland grotesk geschnitten.
    - Es existieren noch mehrere Fortsetzungen, die ich mir allerdings nicht mehr gegeben habe; sie sollen teilweise noch bekloppter sein.

    http://www.imdb.com/title/tt1467304/
    Verdammt , Mr. Centerpede Dieter Laser ist bereits schon am 29. Februar.2020 gestorben, das teilte seine Frau aber erst heute derv Öffentlichkeit mit
    Das ist wirklich Deprimierend, nicht durch Fassbinder erst durch die Centerpede Reihe wurde der Darsteller mit dem markanten Gesicht erst spät wirklich Weltberühmt
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  6. #156
    Mitglied Avatar von franque
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    Der Goldene Handschuh, Deutschland/Frankreich 2019, Regie: Fatih Akin
    - Oh Gott, auf diesen Hammer war ich wirklich nicht vorbereitet. Heutzutage sind ja massenfreundlich aufbereitete True-Crime-"Dokus" im TV allgegenwärtig, als letzte Zuflucht des Narren. Es ist zu vermuten, dass den meisten Zuschauern jenes Zeugs (nicht nur) die Gesichtszüge entgleisen werden bei Akins Geschichte über den Hamburger Kiezmörder "Fiete" Honka, einer Milieustudie härtesten Kalibers, die das massenkompatible öffentlich-rechtlich-typische Ausstattungsstück in einem Akt des Hyperrealismus transzendiert, der nicht nur im deutschen Film seinesgleichen sucht. Ein Abstieg in die Hölle, als Groteske inszeniert. Honka zerstückelt sich durch den mitleiderregenden Abschaum der Menschheit zum Soundtrack von Adamo und Bata Illic. Und Heintje. Und Roy Black. Ohne jede Übertreibung gilt hier noch einmal: Muss man gesehen haben, um es zu glauben.

    Vergesst "Mindhunter", vergesst "Zärtlichkeit der Wölfe" und "Der Totmacher", vergesst Buttgereits "Schramm", vergesst das berüchtigte Reeperbahn-Segment aus "Mondo Cane". Hier darf man am Ende die Kinnlade wieder vom Boden auflesen. Es geht eine Träne auf Reisen, fucking indeed.
    Geändert von franque (16.05.2020 um 10:15 Uhr) Grund: Deutsch/Frank

  7. #157
    Mitglied Avatar von franque
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    Die absichtlich unerträglich banale Kleinbürgerhölle in Fassbinders "Warum läuft Herr R. Amok?" (1970) ist hier eine mögliche Referenz, auch das irrsinnig abstoßende Freak-Panoptikum in seinem "Satansbraten" (1976), sowie des weiteren im Neuen Deutschen Film z.B. der mittlere Teil von Werner Schroeters "Palermo oder Wolfsburg" (1980, die "Ausländerthematik" kommt bei Akin auch kurz zum Anklingen, wenn die griechischen Nachbarn für den bestialischen Gestank in Fietes Bruchbude verantwortlich gemacht werden) oder Sohrab Shahid Saless' Frauen-werden-von-Zuhälter-zu-Vieh-erniedrigt-Brocken "Utopia" (1983).

    Die Kneipenszenen in "Der Goldene Handschuh" kann man nicht beschreiben; nur soviel: Hark Bohm als Doornkat-Max in einem (wie gesagt: hyper-realistisch überhöhten) Sleaze-Ambiente, in Vergleich zu dem die Proll-Kneipen-Sequenzen in der "Lass jucken Kumpel"-Reihe wie eine sensible Nabelschau in der Waldorfschule wirken. Das Genie des Films liegt in der (audio-)visuellen Möglichmachung der Darstellung des Unsagbaren (um nicht zu sagen, Unerträglichen), wie bei vielen großen Filmen, außer den genannten z.B. auch "Uhrwerk Orange", eigentlich eine entfesselte Gewaltorgie, die durch Kubricks extreme Stilisierung einen Brecht'schen V-Effekt bekam.

  8. #158
    Mitglied Avatar von franque
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    Loveless (Nelyubov), Russland/Frankreich/Belgien/Deutschland 2017, Regie: Andrey Zvyagintsev
    - Gnadenlos, erbarmungslos, wie mit dem Skalpell ins Ultra-Widescreen-Format geritzt. Ein Paar in St. Petersburg befindet sich mitten in einem Scheidungskrieg, es ist nur noch Hass geblieben, unter dem insbesondere der ungeliebte 12jährige Sohn leidet, den beide Seiten nur noch schnellstens loswerden wollen. Eines Tages verschwindet er spurlos... Nun bricht die Panik aus, die Behörden erweisen sich als resigniert und/oder unfähig, lediglich eine freiwillige Bürgerorganisation geht dem Fall nach.

    -

    Es gibt keine Auflösung, geschweige denn Katharsis. Oder war die schlimm zugerichtete Leiche, die die Eltern im schäbigen Leichenschauhaus zu Gesicht bekommen und bei dessen Anblick sie zusammenbrechen, der Sohn?
    Das Schlussbild mit dem im Baumwipfel wehenden Polizei-Absperrungsband zeigt: Die Unschuld hat die Erde verlassen.



    Stattdessen setzt sich der Zyklus der "Lieblosigkeit" fort, wenn der Vater sein Neugeborenes in den Laufstall wirft. Die Frau optimiert weiter ihren Körper auf dem Laufband, damit ihr neuer Lover ihrer nicht zu schnell überdrüssig wird.
    Geändert von franque (20.05.2020 um 13:12 Uhr)

  9. #159
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von Huckybear Beitrag anzeigen
    Verdammt , Mr. Centerpede Dieter Laser ist bereits schon am 29. Februar.2020 gestorben, das teilte seine Frau aber erst heute derv Öffentlichkeit mit
    Das ist wirklich Deprimierend, nicht durch Fassbinder erst durch die Centerpede Reihe wurde der Darsteller mit dem markanten Gesicht erst spät wirklich Weltberühmt
    Er hat immerhin schon 1975 (also 34 Jahre vor "The human centipede") den deutschen Filmpreis für "John Glückstadt" (nie gesehen, Literaturverfilmungen sind nicht so meins) gewonnen und wurde in "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" in Deutschland bekannt. Ich hab ihn danach nur noch in ein par Rainer-Erler-Filmen ("Das blaue Palais", "Operation Gynymed") gesehen, danach hat ist er unter meinem Radar geflogen (obwohl ich "Väter und Söhne" vermutlich gesehen habe).
    Geändert von Mick Baxter (20.05.2020 um 17:22 Uhr)
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  10. #160
    Mitglied Avatar von Huckybear
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    Hey, in den damals populären Rainer Erler FIlmen hatte ich Dieter Laser ( die Englischsprachigen Centerpede Fans fanden seinen Namen ja immer so cool) dann wohl auch gesehen
    Damals ist er mir aber nicht so markant ala Boris Karloff wie zum Schluss in seinen letzten Lebensjahren in Erinnerung geblieben.
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  11. #161
    Mitglied Avatar von Huckybear
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    Anlässlich des Todes von Michel Piccoli
    Wurde eigentlich hier der französische Anarcho Höhlen Film Themroc von 1972 schon aufgeführt ?
    Der hatte mich bei seiner Erstaufführung im deutschen TV damals faziniert,deprimiert und verstört
    https://de.wikipedia.org/wiki/Themroc

    Zuletzt passierte das mir u.a im TV noch bei einem deutschen Film mit dem Titel Rammbock
    https://de.wikipedia.org/wiki/Rammbock_(Film)
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  12. #162
    Mitglied Avatar von frank1960
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    Das wirklich deprimierende ist, was der franque sich dauernd für Filme anschaut. Ich dagegen hab mir gestern den Anfang von Wuduh-Die Schreckeninsel der Zombies gegönnt. Bis Tisa Farrow auftaucht, die wie ne verschreckte Kuh in die Kamera glotzt, und ihren Text runterleiert. Ein Schnuckelbepperle. Den Rest schau Ich die Tage.
    Ach wär Ich doch ein Junge noch wie einst
    Mit Bastei-Gruß,
    Euer Frank

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  13. #163
    Mitglied Avatar von frank1960
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    Schreckensinsel
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  14. #164
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von frank1960 Beitrag anzeigen
    Bis Tisa Farrow auftaucht, die wie ne verschreckte Kuh in die Kamera glotzt, und ihren Text runterleiert.
    Hat immerhin die letzten 40 Jahre keine Filme mehr gedreht, also deutlich weniger als ihre Schwester Mia (und auch die hat seit bald zehn Jahren nichts mehr geschauspielert). In "Manhattan" war sie entsprechend ihren Fähigkeiten als Partygast wohl optimal besetzt.

    Man müßte Threadersteller franque mal fragen, ob schauspielerische Leistungen auch zu den Kriterien für deprimierende Filme zählen.
    Geändert von Mick Baxter (20.05.2020 um 22:57 Uhr)
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  15. #165
    Mitglied Avatar von franque
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    Tisa war ja nur kurz im Filmgeschäft, bis 1980, da allerdings in einigen Kult-Titeln wie "Woodoo", "Jäger der Apokalypse" und D'Amatos "Man-Eater - Der Menschenfresser". Ob sie schauspielerisch je richtig was taugte, weiß ich nicht. In den genannten sind ja jetzt nicht die höchsten Weihen der Schauspielkunst zu erwarten, da war sie für meine Begriffe aber okay. Sie war immerhin Harvey Keitels Partnerin in James Tobacks "Fingers" (dem Original von "Der wilde Schlag meines Herzens", Jacques Audiard), den habe ich aber nicht gesehen.
    In Bonusmaterial wird sie auch mal gerne kritisiert (ich glaube z.B. auf der "Man-Eater"-Blu-Ray von 88), das hörte sich alles nach keinem wirklichen Interesse an Film an, und später wurde sie offenbar Krankenschwester.


    Man müßte Threadersteller franque mal fragen, ob schauspielerische Leistungen auch zu den Kriterien für deprimierende Filme zählen.
    Dann müsste ja, wie schon mal gesagt, fast das Gesamtwerk von Til Schweiger hier aufgeführt werden. Aber nicht von mir. Dafür habe ich zuviel Selbstachtung.
    Geändert von franque (21.05.2020 um 11:12 Uhr)

  16. #166
    Mitglied Avatar von frank1960
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    In der zweiten Szene nachts auffem Schiff wirkt es schon überzeugender. Außerdem is sie einfach zu goldisch, um sie nicht zu mögen.
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  17. #167
    Mitglied Avatar von franque
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    Der Leuchtturm (The Lighthouse), USA/Kanada 2019, Regie: Robert Eggers
    - Noch ein Brocken zunehmenden und dann ungefilterten Wahnsinns. Lagerkoller im Leuchtturm, Ende des 19. Jhrs, mit Willem Dafoe und dem in letzter Zeit extrem arthouselastigen Robert Pattinson (z.B. Claire Denis' "High Life") als komasaufendes, wichsendes und sich gegenseitig tödlich auf den Senkel gehendes Leuchtturmwärter-Duo. Mit bisweilen Lovecraft-esken Einschüben und in neo-expressionistischer Optik, in Schwarzweiß und fast quadratischem Vollbild (1.19:1), mit Dialogen in einer unglaublichen Pseudo-Shakespeare/Seemannsgarnsenglisch-Kunstsprache (im Original, keine Ahnung was man in der dt. Fassung daraus gemacht hat) und zu allem Überfluss auch noch begleitet von einem ins Atonale quietschenden Avantgarde-Soundtrack. Wer "The Wild Boys" schätzte, wird sich auch hier wie zuhause fühlen. Halluzinatorisch ist das Wort. MMn noch eine Verbesserung gegenüber Eggers' Debüt "The Witch".

    Yup, nach "Hereditary", "Midsommar", "The Wild Boys", "Mandy", dem unheiligen Cattet/Forzani-Trio sowie "Der Goldene Handschuh" ein weiteres schwer delirierendes Knockout-Opus.

  18. #168
    Mitglied Avatar von Mio Meier Foster
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    Zitat Zitat von franque Beitrag anzeigen
    Der Leuchtturm (The Lighthouse), USA/Kanada 2019, Regie: Robert Eggers
    - Noch ein Brocken zunehmenden und dann ungefilterten Wahnsinns. Lagerkoller im Leuchtturm, Ende des 19. Jhrs, mit Willem Dafoe und dem in letzter Zeit extrem arthouselastigen Robert Pattinson (z.B. Claire Denis' "High Life") als komasaufendes, wichsendes und sich gegenseitig tödlich auf den Senkel gehendes Leuchtturmwärter-Duo. Mit bisweilen Lovecraft-esken Einschüben und in neo-expressionistischer Optik, in Schwarzweiß und fast quadratischem Vollbild (1.19:1), mit Dialogen in einer unglaublichen Pseudo-Shakespeare/Seemannsgarnsenglisch-Kunstsprache (im Original, keine Ahnung was man in der dt. Fassung daraus gemacht hat) und zu allem Überfluss auch noch begleitet von einem ins Atonale quietschenden Avantgarde-Soundtrack. Wer "The Wild Boys" schätzte, wird sich auch hier wie zuhause fühlen. Halluzinatorisch ist das Wort. MMn noch eine Verbesserung gegenüber Eggers' Debüt "The Witch".

    Yup, nach "Hereditary", "Midsommar", "The Wild Boys", "Mandy", dem unheiligen Cattet/Forzani-Trio sowie "Der Goldene Handschuh" ein weiteres schwer delirierendes Knockout-Opus.
    Der Film ist klasse! Basiert übrigens auf einem Novellenfragment von Edgar Allan Poe. Genial sind die Szenen mit .... "I like your cooking" und der

    überraschenden Rückkehr von Willem Dafoe am Ende.



    Und für die die Arielle die Meerjungfrau mögen, in dem Film taucht auch hin und wieder eine auf.

  19. #169
    Mitglied Avatar von joe ker
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    Zitat Zitat von franque Beitrag anzeigen
    Yup, nach "Hereditary", "Midsommar", "The Wild Boys", "Mandy", dem unheiligen Cattet/Forzani-Trio sowie "Der Goldene Handschuh" ein weiteres schwer delirierendes Knockout-Opus.
    Klingt mal wieder interessant, danke. Die Liste arbeite ich scheinbar von hinten ab. Goldener Handschuh war gut, das Buch wesentlich besser. Das Trio hab ich ebenfalls geschafft, der Rest der Liste liegt hier wenigstens schon mal
    Würde da ja noch Killing of a sacred deer mit reinnehmen, den fnad ich gegen Ende auch sehr schmerzhaft, aber hab ich oben ja schon erwähnt
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