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  1. #4776
    Danke Euch für die Beiträge! Mein Problem ist,ich finde es falsch gar nicht zu Wählen! Lieber wähle ich für mich das kleinste Übel...

  2. #4777
    Sein Kreuz aus purer Resignation zu setzen, nur um in den kleinsten Haufen zu treten, kann es aber auch nicht sein, ich kann die Motive einiger Nichtwähler da schon nachvollziehen. Die SPD hätte in der heutigen Zeit schon einiges an Potential, wenn sie sich auf ihren Ursprung besinnen und den Leuten wieder eine Lobby geben würde, die seit über einer Dekade rumgeschubst werden. Weniger Gerede, eine klare und verbindliche Richtungsvorgabe und kein halbseidenes Bla Bla, aus dem sich leicht herausgewunden werden kann. Von Schulz kam bisher nur Bla Bla, der ist aalglatt - viele Worte, kein Inhalt - der läßt sich auf nichts festnageln. Nur ein weiteres Fähnlein im Wind. Der ist doch nur deshalb so beliebt, weil immer mehr der Merkel überdrüssig werden und er in einer Tour etwas von der 'hart arbeitenden' Bevölkerung vor sich her faselt und alle sich angesprochen fühlen. ^^

    Ich setze meine Hoffnungen in Rot-Rot-Grün, was den Schulz zwangsläufig einschließt, werde aber wohl nur das 'böse' rot wählen. Wegen mir könnte es auch ein Rot-Rot-Gelb werden, die Grünen sind auch nicht viel mehr, als eine grün angestrichene FDP, ich kann beiden Parteien nichts abgewinnen. Interessant wäre es, wenn der Stimmenanteil vom guten Rot und vom bösen Rot annähernd gleich wäre - da könnte sich einiges bewegen - aber das ist nur Wunschdenken. Mein Hauptanliegen ist es, die große Koalition unter Führung der CDU abzulösen und damit den Weg des geringsten Widerstandes, welcher die letzten Jahre Programm war (von der Flüchtlingsthematik in Teilen einmal abgesehen).

    Wünschen würde ich mir aber eine Politik die Mißstände angeht, was Standfestigkeit und etwas Courage erfordert, die den Fokus nicht nur auf die Wirtschaft setzt, sondern vor allem dem Bürger dient, egal in welcher persönlichen Situation sich dieser befindet. Da braucht es keine Ämter die nachtreten und keinen öffentlich-medialen Pranger, der durch dumme Phrasen künstlich angeheitzt wird. Im Zeitalter der durch Arroganz, Ego-Trips, Klüngelei und Grabenkämpfe geprägten Berufspolitiker, wird es wohl ein frommer Wunsch bleiben. Erstmal Jura studieren und dann in die Politik. ^^

  3. #4778
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    Zitat Zitat von moriturus Beitrag anzeigen
    Ich setze meine Hoffnungen in Rot-Rot-Grün, was den Schulz zwangsläufig einschließt, werde aber wohl nur das 'böse' rot wählen. Wegen mir könnte es auch ein Rot-Rot-Gelb werden, die Grünen sind auch nicht viel mehr, als eine grün angestrichene FDP, ich kann beiden Parteien nichts abgewinnen. Interessant wäre es, wenn der Stimmenanteil vom guten Rot und vom bösen Rot annähernd gleich wäre - da könnte sich einiges bewegen - aber das ist nur Wunschdenken. Mein Hauptanliegen ist es, die große Koalition unter Führung der CDU abzulösen und damit den Weg des geringsten Widerstandes, welcher die letzten Jahre Programm war (von der Flüchtlingsthematik in Teilen einmal abgesehen).
    Was dann wohl bedeutet: Europa implodiert wahrscheinlich
    und die Welt steht noch vor sehr viel größeren Herausforderungen,
    aber Deutschland beschäftigt sich hauptsächlich damit, ob
    vielleicht die Hartz 4 Reform eine kleinere Korrekturreform
    abbekommt.

  4. #4779
    Ob Europa "implodiert" oder nicht sei mal dahingestellt und selbstverständlich steht auch die Welt vor grossen Herausforderungen.
    Aber was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Meine Wahlentscheidung treffe ich nicht nach irgendwelchen Verschwörungstheorien oder Weltlagen (auch wenn die AfD das sicher gerne hätte). Meine Wahlentscheidung treffe ich aufgrund meines täglichen Lebens und des Einflusses der Politik darauf.
    Hartz 4 gehört dringend korrigiert (und nicht nur in Kleinigkeiten) oder am Besten ganz abgeschafft und durch etwas sinnvolleres, unbürokratischeres und menschlicheres ersetzt.
    Die SPD wird das (auch wenn sie gerade ihr soziales Mäntelchen mal wieder umgehängt hat) ganz sicher nicht machen .......

  5. #4780
    Also ich denke gar nicht daran, irgendjemanden zu wählen. Keine Partei vertritt einen Kurs, der auch nur annährend dem gesundem Menschenverstand folgt.
    Macht mich zunehmend zynisch.
    Meine Schadenfreude über den Trump-Sieg wächst von Tag zu Tag. Er ist ein Idiot, aber einer, den sich noch einige Länder mehr redlich verdient hätten, allen voran Schweden, das Land der totalen Realitätsverweigerung..

    A propos: am vergangenen Wochenende noch Fake News oder "alternative Fakten, mittlerweile Realität.
    Und über das, was wirklich in dem Land abgeht, wird der Mantel des Schweigens ausgebreitet. Der schwedischen Polizei wurde ein Maulkorb verpasst. Tja, Zensur im Dienst der "guten Sache". Warum regt sich darüber niemand auf?
    Und die Krönung: die sich selbst als "erste feministische Regierung der Welt" bezeichnende schwedische Kasperltruppe tritt mit Kopftuch versehen zum Iran-Besuch an.

    Was für ein erbärmliches Schauspiel!
    Geändert von felix da cat (23.02.2017 um 20:45 Uhr)

  6. #4781
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    Ich werde die AfD wählen. Wählen sollte man immer. Das Wahlrecht erachte ich als ein Privileg jedes Demokraten und sollte dementsprechend nicht boykottiert werden.

  7. #4782
    Innenpolitik und Außenpolitik sind doch zwei paar Schuhe, wir werden hoffentlich keinen Superminister kriegen, der beide Resorts besetzt. ^^
    Für europäische Fragen sehe ich auch eher das Europaparlament und den europäischen Rat in der Bringschuld, damit läßt sich schlecht Wahlkampf machen, auch wenn es Parteien gibt, die dies im negativen versuchen werden, mit Europa sonst aber Berührungsängste haben. Für einen nationalen Wahlkampf sollten rationale Themen gewählt werden, die auch im Land umgesetzt werden können. In Europa sind wir nur ein Land von 27, wenn auch wohl das Zugpferd.

    Hartz4 sehe ich tatsächlich problematisch, da werden in Jahrzehnten Kosten aufkommen, mit denen heute keiner rechnet (rechnen will?). Wir haben mittlerweile einen Niedriglohnsektor in Deutschland, subventionieren Arbeit durch Steuergelder, weil Firmen sich aus der Verantwortung stehlen. Leiharbeit hat sich verbreitet wie eine Seuche, obwohl sie nur für Konjunkturspitzen gedacht war, Werksverträge unterlaufen nicht selten geltendes Vertragsrecht, befristete Arbeitsverträge sind in einigen Branchen mittlerweile Standard. Politisch ist das wohl so gewollt, werden doch Hartz4 Empfänger gerne mit dem Pöbel gleichgesetzt, damit die, die darauf angewiesen sind, sich auch noch schlecht dabei fühlen, egal ob sie arbeiten oder nicht. Hartz 4 hat ein großes Stück dazu beigetragen, dass Menschen ausgebeutet werden können, stehen sie doch unter Zwang. Die Billiglöhner von heute werden in Zukunft noch richtig teuer und deren Lebensabend wird wohl bis zum Tod Existenzangst sein.

    Ursprünglich sollte die Reform Kosten senken, das Gegenteil ist der Fall. Zuviel Bürokratie, folgerichtig nicht sehr effizient. Die Komplexität des Systems sieht man schon an den Heerscharen von Anwälten, die sich auf Hartz4 spezialisiert haben und durch eine Unmenge von Klagen unsere Sozialgerichte verstopfen. Auch dadurch entstehen Kosten, die aber mit den Gesamtkosten von Hartz 4 in der jährlichen Hochrechnung nicht berücksichtig werden. Von den unsinnigen und überflüssigen Maßnahmen will ich erst gar nicht anfangen, da werden Menschen einfach nur umgeparkt, um Listen zu schönen, ohne Bezug zur realen Arbeitswelt. Fördern und fordern ist ein netter Slogan, in der Realität geht es meist am Leben vorbei.

  8. #4783
    Zitat Zitat von felix da cat Beitrag anzeigen
    Meine Schadenfreude über den Trump-Sieg wächst von Tag zu Tag. Er ist ein Idiot, aber einer, den sich noch einige Länder mehr redlich verdient hätten, allen voran Schweden, das Land der totalen Realitätsverweigerung..

    A propos: am vergangenen Wochenende noch Fake News oder "alternative Fakten, mittlerweile Realität
    Du tust gerade so als sei das ein "Schweden" oder "Migranten" Phänomen. Solche Ausschreitungen gibt es in allen Ländern. Man denke nur an die Ausschreitungen jedes Jahr am ersten Mai in Kreuzberg, an die Hogesa Randale in Köln, an die Straßenschlachten in Ferguson oder die Ausschreitungen letzte Woche in Frankreich.

    Es ist jedoch natürlich klar das es der rechtspopulistischen "Welt" in die Argumentation passt wenn jetzt gerade Schweden dran ist. Wird dadurch nur auch nicht sinnvoller.

  9. #4784
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    Zitat Zitat von Zauberland Beitrag anzeigen
    Aber was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Meine Wahlentscheidung treffe ich nicht nach irgendwelchen Verschwörungstheorien oder Weltlagen (auch wenn die AfD das sicher gerne hätte). Meine Wahlentscheidung treffe ich aufgrund meines täglichen Lebens und des Einflusses der Politik darauf.
    Hartz 4 gehört dringend korrigiert (und nicht nur in Kleinigkeiten) oder am Besten ganz abgeschafft und durch etwas sinnvolleres, unbürokratischeres und menschlicheres ersetzt.
    Ja richtig, wer aber die Reform von Hartz4 angeht, der
    verhindert faktisch deren Abschaffung. Und Deutschland
    wird mit sich selbst beschäftigt sein ... während die länder-
    übergreifenden Entscheidungen immer mehr ohne uns
    stattfinden.

    Und warum geht das? Weil Deutschland "nur auf dem Papier"
    an Wert dazugewinnt, während der reale Wohlstand der
    Deutschen innereuropäisch immer weiter nach unten durch-
    gereicht wird.

    Das ist das Eine, was mit dem Anderen zu tun hat.

  10. #4785
    Zitat Zitat von horst Beitrag anzeigen
    Und warum geht das? Weil Deutschland "nur auf dem Papier"
    an Wert dazugewinnt, während der reale Wohlstand der
    Deutschen innereuropäisch immer weiter nach unten durch-
    gereicht wird.
    Beleg?

  11. #4786
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    Zitat Zitat von Zauberland Beitrag anzeigen
    Beleg?
    Beleg für was?

    Für "nur auf dem Papier"?

    Ganz einfach: das zeigen die Finanzdaten ...
    wir sind der größte Gläubiger innerhalb der EU!

  12. #4787
    Zitat Zitat von moriturus Beitrag anzeigen
    Hartz4 sehe ich tatsächlich problematisch, da werden in Jahrzehnten Kosten aufkommen, mit denen heute keiner rechnet (rechnen will?). Wir haben mittlerweile einen Niedriglohnsektor in Deutschland, subventionieren Arbeit durch Steuergelder, weil Firmen sich aus der Verantwortung stehlen. Leiharbeit hat sich verbreitet wie eine Seuche, obwohl sie nur für Konjunkturspitzen gedacht war, Werksverträge unterlaufen nicht selten geltendes Vertragsrecht, befristete Arbeitsverträge sind in einigen Branchen mittlerweile Standard.
    @moriturus: Ein sehr,sehr gutes Posting von dir! Viele sind sich anscheinend gar nicht bewußt dass sie sehr schnell in diese Harz4 Falle geraten können. Wenn ich den Leuten sage sie sollen in die Gewerkschaft Eintreten oder einen Betriebsrat Gründen lächeln sie nur,dies aber ist meiner Meinung nach der erste Schritt um die beschriebenen Auswüchse zu stoppen.

  13. #4788
    Zitat Zitat von horst Beitrag anzeigen
    Beleg für was?

    Für "nur auf dem Papier"?

    Ganz einfach: das zeigen die Finanzdaten ...
    wir sind der größte Gläubiger innerhalb der EU!
    Das ist kein Beleg für sinkenden realen Wohlstand. Im Gegenteil. Deutschland ist ja auch durch seinen ungesunden Handelsüberschuss grösste Exporteur (und damit auch Profiteur) innerhalb der EU.

    Zitat Zitat von Manfred G Beitrag anzeigen
    Viele sind sich anscheinend gar nicht bewußt dass sie sehr schnell in diese Harz4 Falle geraten können. Wenn ich den Leuten sage sie sollen in die Gewerkschaft Eintreten oder einen Betriebsrat Gründen lächeln sie nur,dies aber ist meiner Meinung nach der erste Schritt um die beschriebenen Auswüchse zu stoppen.
    Nicht vergessen: Die Gewerkschaften waren am Entstehen von Hartz iV beteiligt und haben, bis Heute, kaum jemals ernsthaft Stellung gegen das Gesetz bezogen.
    Geändert von Zauberland (Gestern um 08:29 Uhr)

  14. #4789
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    Zitat Zitat von felix da cat Beitrag anzeigen
    Also ich denke gar nicht daran, irgendjemanden zu wählen. Keine Partei vertritt einen Kurs, der auch nur annährend dem gesundem Menschenverstand folgt.
    Macht mich zunehmend zynisch.
    Verstehe ich nur zu gut.

    Und die Krönung: die sich selbst als "erste feministische Regierung der Welt" bezeichnende schwedische Kasperltruppe tritt mit Kopftuch versehen zum Iran-Besuch an.

    Was für ein erbärmliches Schauspiel!
    Pippi Långstrump på de sju haven oder Mera om oss barn i Bullerbyn.

    Der linkspopulistische Spiegel-Online relativiert sogleich.
    http://www.spiegel.de/politik/auslan...a-1135729.html
    Passt eh alles!

    Morgen startet auf Tele 5 die schwedische Comedy-Serie "Boy Machine". Kennt das jemand?

    Zufälligerweise gibt es im aktuellen National Geographic gerade einen Artikel zu "Die Wahrheit über die Wikinger". Die schwedischen Parade-Feministinnen haben im persischen Reich sicher wieder nur den Tarn- und Täuschmodus eingelegt, die haben es faustdick hinter den Ohren, die Parade-Feministinnen. Aber ein bisschen was von Kasperlbühne hat der Auftritt der gesetzestreuen schwedischen Schleiereulen schon gehabt, das kann man nicht abstreiten.
    Geändert von Huxley (Gestern um 15:17 Uhr)

  15. #4790
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    Zitat Zitat von Zauberland Beitrag anzeigen
    Das ist kein Beleg für sinkenden realen Wohlstand.
    Die Begriffe für sich sicher nicht ... aber sehr wohl, wie
    sie zustandekommen bzw. unter welchen Bedingungen sie
    laufen.

    Oder würdest du behaupten, ein Kredit mit vielleicht 5% Zinsen
    über 10 Jahre Laufzeit ist dasselbe, wie ein Kredit mit erster
    Tilgung nach 25 Jahren und komplett rückzahlbar gar erst
    in 60 Jahren!

    Das ganze dann noch für 1% Zinssatz (bei gleichzeitig einem
    Inflationsziel von 2%)! Denk mal darüber nach, denn
    das ist unser zukünftiger Wohlstand.


    Zitat Zitat von Zauberland Beitrag anzeigen
    Deutschland ist ja auch durch seinen ungesunden Handelsüberschuss grösste Exporteur (und damit auch Profiteur) innerhalb der EU.
    Wie zuvor gesagt: mit den falschen Voraussetzungen ist
    ein Handelsüberschuss eine Belastung
    und kein Vorteil.
    Wir machen unsere Produkte im Ausland künstlich kaufbar,
    sind die billige Werkbank und geben dann auch noch die
    billigsten Kredite (mit allen Vorteilen auf Seiten der
    Schuldner) für den Kauf einfach so dazu.

    Das ist alleine von der betriebswirtschaftlichen Idee
    her schon total "ungesund".
    Geändert von horst (Heute um 04:17 Uhr) Grund: gramma.

  16. #4791
    Zitat von Zauberland:
    Es ist jedoch natürlich klar das es der rechtspopulistischen "Welt" in die Argumentation passt wenn jetzt gerade Schweden dran ist. Wird dadurch nur auch nicht sinnvoller.
    Rechtspopulistisch? Ist das jetzt mal wieder eine Behauptung oder kannst Du das belegen? (Z.B. durch einen Welt-Artikel, in dem Rechtspopulisten positiv erwähnt werden, denn ich hab noch keinen gelesen, obwohl ich die Seite fast täglich besuche)
    Meine Wahrnehmung ist eine andere: AFD, Trump und Co. werden dort täglich kritisiert.

    Zudem: das Problem lässt sich doch nicht mit dem Verweis wegleugnen, dass es in der falschen Zeitung steht.
    Das ist Trump-Logik! "CNN? Fake-News!" Keine weiter Auseinandersetzung nötig!
    Die Inhalte aller meiner Verlinkungen sind auch auf anderen Seiten zu finden. Nur mal zum Beispiel: Vom großen Schweigekartell berichtete auch der Deutschlandfunk und der Spiegel.
    Wenn man in der dir sicher genehmeren taz nichts zum Thema finden sollte (auf Anhieb hab ich dort dazu nichts gefunden), dann würde ich mir Gedanken darüber machen, ob ich eine Zeitung lesen sollte, die mir die unschönen Dinge der Welt vorenthält. "Nanny-Journalismus" nennen das die Spötter. Alles, was dein Weltbild erschüttern könnte, wird von dir ferngehalten.

    Zitat von Zauberland:
    Du tust gerade so als sei das ein "Schweden" oder "Migranten" Phänomen. Solche Ausschreitungen gibt es in allen Ländern. Man denke nur an die Ausschreitungen jedes Jahr am ersten Mai in Kreuzberg, an die Hogesa Randale in Köln, an die Straßenschlachten in Ferguson oder die Ausschreitungen letzte Woche in Frankreich.
    In Schweden ist es natürlich ein "Migrantenproblem", was denn sonst? Und ganz bestimmt keines, das man mit Norwegern hat, trotz deren Rivalität.

    Vor 20 Jahren – also vor den dortigen großen Einwanderungsschüben - wären solche Unruhen undenkbar gewesen, Schweden galt als eines der sichersten und wohlhabendsten Länder der Welt, selbst die Linken fühlten sich wohl in ihrem "Volksheim" wie sie es nannten. Jetzt rumst es in immer kürzeren Intervallen. Krawalle und Kriminalität in Malmö (die Stadt hat bei 300.000 Einwohnern fast 50 % Zuwanderer) oder Stockholm , das ist mittlerweile normal.
    Beispiele dafür findest du massig im Netz, hier aus dem Jahr 2013.

    All das war vorprogrammiert, wenn man zu viele Leute in ein Land lässt, das diese nicht gebrauchen und auf Dauer auch nicht finanzieren kann und deren Wertesystem auf Kollisionskurs mit dem eigenen steht. Was der schwedische Steuerzahler, der die Aggressoren finanziert und für die Zerstörungen aufkommen muss, davon hält ... egal, Hauptsache die schwedischen Politiker zeigen Menschlichkeit! Aber nur vordergründige Menschlichkeit, denn die ehrlichen Bewohner, die in diesen Vierteln leben, werden allein gelassen ... und damit meine ich auch die ehrlichen Einwanderer.
    Ganz zu schweigen von der Polizei. Die haben die Nase gestrichen voll und kündigen in Scharen.
    Aus dem Artikel:
    Alvarsjö zufolge brauchte die Polizei mit rund 10.000 Beamten um die Hälfte mehr an Personal, um ihre Arbeit verantwortungsvoll wahrnehmen zu können. In vielen Vorstädten bestimmten bereits kriminelle Banden die Spielregeln, so der Kommissar: „In diesen Gegenden ist es Alltag, dass Polizisten mit Steinen oder Molotowcocktails beworfen und bedroht werden oder auf andere Formen von Gewalt treffen.“
    Auch der Deutschlandfunk berichtet.
    Aus dem Artikel:
    Es gibt tatsächlich etwa 50 "No-Go-Areas" vor allem in Vorstädten, Problemgebiete mit extrem hoher Kriminalität, in die sich normale Streifen nicht mehr hinein trauen. Dazu seit Januar die Grenzkontrollen, um den Flüchtlingsstrom einzudämmen. Sie belasten die rund 20.000 schwedischen Polizisten ebenso wie Bandenkriminalität etwa in Malmö, wo zurzeit fast jede Nacht die Autos brennen und es immer wieder brutale Morde gibt. Dann das geringe Gehalt und ein Umstrukturierungsprozess, der für viel Unsicherheit sorgt. Polizist in Schweden – das ist der reinste Alb-Traumjob.
    Dass das Wählerpotenzial der rechten Schwedendemokraten stetig steigt (gegenwärtig liegt es bei ca. 25 %) ist die logische Folge.

    Hier kann man wie in einem Lehrstück sehen, was amateurhafte Politik, die nicht in der Lage ist, über den Tag hinaus zu denken, anrichtet.

    Was die Ausschreitungen letzte Woche in Frankreich betrifft: same problem.
    Der ewige Kreislauf:
    Erst unkontrollierte Einwanderung, dann Ghettobildung und No-Go-Areas, dann soll's die Polizei richten (hinter die sich kein Politiker wirklich stellt), dann ein aggressiver Polizist oder eine Aggro-Truppe, die ihren Frust ausleben. Und schließlich sind wieder alle über die Polizei empört, ganz vorne die Politiker, deren Politik diese Situation heraufbeschworen hat und die diejenigen kritisieren, die sie mit dem von ihnen geschaffenen Problem alleine gelassen haben.

    Wie schrieb es Imad Karim so schön:
    Unsere Eliten warnen uns vor den einheimischen Rechtsradikalen, die sie in 70 Jahren nicht integrieren konnten, aber gleichzeitig sind sie sicher, Millionen Menschen, die aus dem Islam mit seinen mittelalterlichen Vorstellungen kommen, integrieren zu können. Dazu sage ich: Jedes Unrecht beginnt mit einer Lüge.

    Zitat von muka:
    Ich werde die AfD wählen. Wählen sollte man immer. Das Wahlrecht erachte ich als ein Privileg jedes Demokraten und sollte dementsprechend nicht boykottiert werden.
    Das ist kein Boykott.
    Wenn ich in den Supermarkt gehe, um ein Erdbeereis zu kaufen, dieses aber nicht im Angebot ist, boykottiere ich doch niemanden, wenn ich den Laden ohne Eis verlasse. Andere nehmen in der gleichen Situation halt das "kleinere Übel". Mir schmeckt selbst das nicht.

    Die AFD kommt für mich nicht in Frage. Ich brauche weder die von Frau Petry beworbene Neubewertung des Begriffs "völkisch" (was sollte so ein Unsinn auch hinsichtlich des Flüchtlingsproblems bringen???) noch muss ich mich - wie von Brownie Höcke gewünscht - von einem "Schuld-Kult" befreien, den ich erstens in Deutschland nicht wahrnehme und folglich zweitens auch nie pflegen konnte. Einige unserer Opas und Uropas haben fürchterliche Verbrechen begangen. Punkt. Wem sollte es bei der Bewältigung heutiger Probleme nützen, die Geschichte neu zu bewerten???

    Schöner Artikel (mit Schlägen gen linkes und rechtes Lager) von Parviz Amoghli zu diesem völlig sinnfreien Gequatsche.
    Aus dem Artikel:
    Auf der rechten Seite scheinen Teile zu glauben, den Problemen der Jetztzeit mit Revisionismus Herr werden zu können. Als ob die schamlose Koketterie mit dem Holocaust oder die Behauptung, beim Überfall auf die Sowjetunion hätte es sich "in Wahrheit" um einen Präventivschlag gehandelt, irgendetwas an der momentanen Schieflage des Landes ändern würden.
    und auch er kommt auf die Schweden zu sprechen:
    Ein Blick auf Schweden, immerhin ein Land ohne größere NS-Kontamination, zeigt, dass eine Migrationspolitik keinen Hitlerkult braucht, um hirnrissig zu sein.
    Allerdings gibt es all das, was in der AFD an rechtem Spuk zu finden ist spiegelverkehrt bei der Linken. Vor der moralischen Entrüstung sollte man sich auch daran erinnern. Beispiele gefällig? Frau Wagenknecht hat in jüngeren Jahren lobende Worte zu Stalin gefunden, Gesine Lötzsch sehnt den Kommunismus herbei und zum Tode von Diktator Fidel Castro hatte die Linke einen ganzen Sack voller Huldigungen für den Menschenrechtsverletzer.
    Das sollte den Linke-Wählern auch peinlich sein.

    Zitat von Huxley zu meinem wachsenden Zynismus:
    Verstehe ich nur zu gut.
    Früher gab's mal einen Begriff: Staatskunst.
    Verwendet man den noch?
    Wohl nicht, man hat keine Veranlassung mehr dazu.
    Einst wussten Politiker noch, wer Max Weber ist und was er schrieb. Heute muss es ihnen Bassam Tibi erklären:
    Gesinnungs- vs. Verantwortungsethik

    Die Diskussion darüber, ob die Flüchtlinge gut oder schlecht für Deutschland seien, wird vorwiegend gesinnungsethisch, nicht verantwortungsethisch geführt. Zur Verantwortungsethik gehören nach dem Soziologen Max Weber drei Qualitäten: 1. Verantwortungsgefühl, 2. Augenmaß, 3. Leidenschaft im Sinne von Sachlichkeit. Dagegen beruhe Gesinnungsethik nach Weber auf der „Romantik des intellektuell Interessanten“, die „irrationale Taten“ hervorruft, deren Urheber die „ethische Irrationalität der Welt nicht ertragen“. Zur Gesinnungsethik gehört auch ein Moralisieren, das die Welt in „Gutes und Böses“ zweiteilt, nach der Logik, dass „aus Gutem nur Gutes, aus Bösem nur Böses“ kommen könne.

    Gesellschaftlich ist es neben der Differenzierung zwischen Ein- und Zuwanderung erforderlich, auch zwischen humanitärer Politik und Einwanderungspolitik zu unterscheiden. Es ist unbestreitbar, dass politisch Verfolgte ein Recht auf Asyl haben – dieses Recht ist aber ein individuelles und kein Gruppenrecht. Die Verfolgung verleiht dem Antragsteller zudem keinen Dauerstatus. Denn das Asylrecht berechtigt zeitlich nur zu einem begrenzten Aufenthalt. Einwanderung erfolgt dagegen erstens nach Bedarf der Aufnahmegesellschaft und zweitens mit dem Ziel, die eingewanderte Person auf Dauer zum individuellen Mitglied des Gemeinwesens zu machen. Ein Bürgerstatus als Citoyen muss durch Arbeit erworben und kann nicht geschenkt werden, so wie Gesinnungsethiker dies tun, wenn sie Flüchtlinge, die noch nicht einmal die Landessprache sprechen, zu „neuen Bürgern“ hochstufen
    Geändert von felix da cat (Heute um 00:32 Uhr)

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