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Thema: Max und Moritz-Publikumspreis – Runde 3

  1. #51
    Mitglied Avatar von the_rooster
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    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    Das würden dann aber auch bedeuten, dass die Nominierten des Publikums nicht mehr auf die große Liste kommen. Und diese Liste ist ein zentraler Eckpunkt der ganzen Max und Moritz-Preise und wird in Branchenblättern, im Internet etc. abgedruckt. Ich zumindest fände es schade, wenn der Publikumspreis nur noch ein Anhängsel der "richtigen" Preise wäre und nicht mehr fest mit diesen verzahnt wäre, so wie er es auch auf anderen Kultur-Festivals der Fall ist.
    Was spricht dagegen, dass die Jury auch die Publikumsnominierungen bei ihren Nominierungen beachtet? Es muss keine automatische Übernahme aller vom Publikum nominierten sein, aber zumindest könnte die Jury mal einen Blick auf die Publikumsfavoriten werfen (irgendeinen Grund muss es ja geben, dass so viele Menschen dafür stimmen). Und wenn die Jury dann draufkommt "Hey, da ist ja wirklich eine Perle die wir übersehen haben" dann können die das immer noch auf ihre Nominierungsliste übernehmen. Du hast ja sogar selbst oben erwähnt, dass das ohnehin schon geschieht.

    Und ich finde es schon etwas befremdlich, wie du hier aus "Publikums- und Jurypreis sauber trennen" gleich eine "eigene Veranstaltung" machst.

  2. #52
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Zitat Zitat von Pegasau Beitrag anzeigen
    (...) Das alles sind natürlich rein theoretische und hypothetische Angaben, die völlig irrelevant sind, wenn der M+M-Preis ein reiner Jury-Preis bleiben soll.
    Die Max und Moritz-Preise sollen nicht "reine" Jury-Preise bleiben (sind sie ja auch jetzt nicht), aber "vorwiegend" von einer Jury bestimmte Preise. Genauso wie bis vor zwei Jahren die Sondermann-Preise vorwiegend vom Publikum bestimmt worden, ergänzt durch ein bis zwei Jury-Preise.

  3. #53
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    Die Max und Moritz-Preise sollen nicht "reine" Jury-Preise bleiben (sind sie ja auch jetzt nicht), aber "vorwiegend" von einer Jury bestimmte Preise. Genauso wie bis vor zwei Jahren die Sondermann-Preise vorwiegend vom Publikum bestimmt worden, ergänzt durch ein bis zwei Jury-Preise.
    Du weißt genau, wie das gemeint war, und musst jetzt keine Erbsen zählen!
    Und die Grinsekuller hast du offensichtlich auch übersehen.
    Naja ...
    Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

  4. #54
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Zitat Zitat von the_rooster Beitrag anzeigen
    (...) Und wenn die Jury dann draufkommt "Hey, da ist ja wirklich eine Perle die wir übersehen haben" dann können die das immer noch auf ihre Nominierungsliste übernehmen (...)
    Das wäre dann aber relativ viel "hätte" und "könnte". Ich persönlich habe da gerne etwas konkretere Regularien. Entscheidend bleibt aber aus meiner Sicht, dass dann keine Publikumstitel zwingend und/oder als solche ausgewiesen auf der Nominierungsliste stünden. Diese Liste dürft ihr in ihrer (auch zunehmenden) Bedeutung einfach nicht unterschätzen.

  5. #55
    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    Die Titel bzw. ihre Autoren können ja am Ende in verschiedenen Kategorien Preise gewinnen - gegebenfalls sogar gleichzeitig in mehreren. Eine derart aufgesplittete und sich gleichzeitig überlappende Auflistung wäre einer breiteren Öffentlichkeit nur schwer zu vermitteln. Da finde ich eine "einfache" Auflistung erheblich übersichtlicher.
    Das versteh ich ehrlich gesagt überhaupt nicht. Was soll die Öffentlichkeit daran nicht verstehen, wenn Comic XY in mehr als einer Kategorie nominiert ist?? Man stelle sich vor, dass beispielsweise bei den Oscars einfach vorab eine Liste mit 25 Filmen veröffentlicht, deren Filme dann halt in irgendwelchen Kategorien (oder mehreren?) nominiert sind (was man erst bei der Verleihung erfährt). Ich würde jetzt mal eben behaupten, dass fast jede Verleihung vorab bekanntgibt, was in welcher Kategorie nominiert ist und die Öffentlichkeit das auch so gewohnt ist.

    Wenn man jetzt zynisch wäre, dann könnte man sagen, dass diese beim M&M-Preis nicht geschieht, weil schon die Kategorien der vom Publikum vorgeschlagenen Titel nicht mit den Siegerkategorien der Jury übereinstimmt, oder? Zumindest wenn man die Kategorien vom letzten Jahr heranzieht. (Die von diesem Jahr finde ich auf der Website vom Comicsalon gar nicht; auch wieder so eine Intransparenz)
    Excelsior

  6. #56
    Mitglied Avatar von the_rooster
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    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    Ich persönlich habe da gerne etwas konkretere Regularien.
    Dann nehmt halt einfach die Top 3 oder Top 6 der Publikumsnominierung in die Jury-Nominierung auf und fertig.

  7. #57
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    Bei jeder neuen Durchführung des Publikumspreises wurde bisher an den Rahmenbedingungen gefeilt - da ist nichts "in heiligen Stein gemeißelt". Aber wie es unser geschätzter Mitdiskutant Pegasus in seiner Signatur so schön stehen hat: "Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann."
    Allerdings hat man in Erlangen ja bisher nie versucht, einen wirklichen Publikumspreis einzuführen, sondern es immer an die Vorauswahl der Jury gekoppelt. Das verhindert zwar, daß immer Asterix oder Naruto gewinnen (die jeder kennt und schon deshalb viele Stimmen akkumulieren), aber wenn es den Abstimmenden wie Suppenseppel geht (und es es wird vielen so gehen), wird das Problem nur auf eine andere Ebene verlagert.
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  8. #58
    Mitglied Avatar von Pegasau
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Allerdings hat man in Erlangen ja bisher nie versucht, einen wirklichen Publikumspreis einzuführen ...
    "Aber Centurio, das geht doch nicht!
    Die Suppe bekommt einen komischen Geschmack!"

    Geändert von Pegasau (06.05.2014 um 07:17 Uhr) Grund: Grinsi vergessen
    Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

  9. #59
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Zitat Zitat von Ben82 Beitrag anzeigen
    (...) Man stelle sich vor, dass beispielsweise bei den Oscars einfach vorab eine Liste mit 25 Filmen veröffentlicht, deren Filme dann halt in irgendwelchen Kategorien (oder mehreren?) nominiert sind (...)
    Die Oscars werden aber auch nicht im Rahmen eines Festivals verliehen. So gibt es auf der Berlinale, in Canne usw. auch "nur" die Wettbewerbsfilme als solche. Und etwa auch im Vorfeld des Comic-Festivals in Angoulême gibt es eine Werke-Liste.

    Ich selbst weiß aus meiner journalistischen Arbeit wie fast unmöglich es war, mit den alten Nominierungs-Auflistungen, die sich immer weiter aufblähten, in Redaktionen durchzudringen. Deren Konzentration auf ca. zwei Dutzend seit Mitte der Nullerjahre war auch mittels der "Liste" ein großer Fortschritt. Jetzt werden schon die Nominierungen breiter wahrgenommen und nicht nur die Sieger am Ende.

    Zitat Zitat von Ben82 Beitrag anzeigen
    (...) Zumindest wenn man die Kategorien vom letzten Jahr heranzieht. (Die von diesem Jahr finde ich auf der Website vom Comicsalon gar nicht; auch wieder so eine Intransparenz)
    Hierzu steht auf der Website des Comic-Salons: "Neben dem Sonderpreis für ein herausragendes Lebenswerk legte die Jury 22 Nominierungen fest, die durch drei weitere Titel, die in Internet-Umfragen durch das Publikum ermittelt wurden, zur 25 Titel umfassenden Nominierten-Liste ergänzt wurden. Ausgehend von dieser Liste werden im Rahmen der Max und Moritz-Gala am Freitag, 20. Juni, 21:00 Uhr im Markgrafentheater Erlangen die Preise in den Kategorien „Bester deutschsprachiger Comic“, „Bester internationaler Comic“, „Bester deutschsprachiger Comic-Strip“ und „Bester Comic für Kinder“ verliehen. In den Kategorien „Bester deutschsprachiger Comic-Künstler“ (Dotierung: 5.000,– Euro), „Beste studentische Comic-Publikation“ (Dotierung: 1.000,– Euro) und „Spezialpreis der Jury“ wurden keine Nominierungen vorgenommen, die Preisträger in diesen drei Kategorien werden ebenfalls im Rahmen der Max und Moritz-Gala bekannt gegeben."

    Ich werde aber in Erlangen anregen, dass das noch etwas prominenter an der entsprechenden Stelle platziert wird.

    Zitat Zitat von the_rooster Beitrag anzeigen
    Dann nehmt halt einfach die Top 3 oder Top 6 der Publikumsnominierung in die Jury-Nominierung auf und fertig.
    Wenn du jetzt "dreimal drei" damit meinst (drei Publikumsnominierungen werden ja jetzt schon aufgenommen), so würde dies wieder in einem krassen Missverhältnis zu den zu vergebenen Preisen stehen (siehe weiter oben).

    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    (...) aber wenn es den Abstimmenden wie Suppenseppel geht (und es es wird vielen so gehen) (...)
    Die erheblichen Teilnehmerzahlen in den bisherigen Runden zeigen aber auch, dass der Publikumspreis ziemlich viel Zuspruch findet - alles Betrachtungssache.

    Wichtig ist halt, dass sich der Max und Moritz-Publikumspreis zumindest in gewissem Maße in den organisatorischen (und durchaus auch inhaltlichen) Rahmen der gesamten Preisverleihung einfügt. Er soll definitiv nicht eine Art Sondermann-Preis mit diversen Kategorien etc. werden, wie es wohl einige Diskutanten hier wünschen.

  10. #60
    Mitglied Avatar von idur14
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    Dann hat er den Namen Publikumspreis nicht verdient und führt ihn ad absurdum.

    Bin voll bei Pegasau mit 12 Nominierten durch das Publikum (vielleicht nur einer pro Verlag) und daraus wird der Sieger (vielleicht sogar auch am Salon mittles Gewinnspiel) gewählt.

    Was die jury daneben macht mit ihren Preisen bleibt denen überlassen, ja vielleicht kommt sogar derselbe Sieger raus.

    Und nein, das Regularium findet bei mir keinen positiven Zuspruch und ich hab trotzdem mitgemacht. Diesen kausalen zusammenhang interpretierst du falsch.
    Geändert von idur14 (06.05.2014 um 08:47 Uhr)

  11. #61
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Zitat Zitat von idur14 Beitrag anzeigen
    (...) vielleicht nur einer pro Verlag (...)
    Also man könnte über alles mögliche reden, aber das hielte ich nun wirklich für daneben. Es sollte bei den Max und Moritz-Preisen IMMER in erster Linie nur um das Werk als solches und seine Künstler gehen. Bei welchem Verlag die Comics erscheinen MUSS IMMER absolut sekundär bleiben.

    Wie gefährlich so eine Überlegung ist, zeigt schon ein Blick auf die Verlagsprogramme. Auf der einen Seite haben wir hier Häuser mit sehr breit aufgestellten Programmen - gewissermaßen von Manga bis Graphic Novel - und daneben andere, die sich fast ausschließlich auf ein einziges Marktsegment konzentrieren - ganz abgesehen von den völlig unterschiedlichen Novitätenzahlen!

    Dass Künstler jetzt darunter leiden sollten, dass ihre Werke bei einem Verlag mit vielen (vielseitigen) Veröffentlichungen rauskommen, kann ich nicht nachvollziehen.
    Geändert von Martin Jurgeit (06.05.2014 um 09:00 Uhr)

  12. #62
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    Die erheblichen Teilnehmerzahlen in den bisherigen Runden zeigen aber auch, dass der Publikumspreis ziemlich viel Zuspruch findet - alles Betrachtungssache.
    In den ersten Runden besteht das Problem nicht, denn dort schlagen die Teilnehmer ja die Comics vor, die sie kennen (und darüber hinaus gut finden) bzw. stimmen unter wesentlich mehr "Publikumstiteln" ab. In der Endrunde kann sich das aber soweit zuspitzen, daß die Leute außer den Publikumsvorschlägen (und dann eventuell nur aus der bevorzugten Richtung) keinen Titel mehr kennen. Das dann als Publikumspreis zu verkaufen, geht schon weit an der Realität vorbei.
    Das ICOM-Heft zum Gratis Comic Tag 2012 jetzt herunterladen (7,3 MB)!

  13. #63
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    (...) In der Endrunde kann sich das aber soweit zuspitzen, daß die Leute außer den Publikumsvorschlägen (und dann eventuell nur aus der bevorzugten Richtung) keinen Titel mehr kennen (...)
    Es soll ausdrücklich nicht nur darum gehen, beim Publikum abzufragen, was es eh schon kennt. Dann könnten wir ja einfach "Goldene Schallplatten" an die Bestsellerlisten-Sieger verteilen.

    Die Intention des Preises soll es auch ausdrücklich sein, dass das Publikum zusätzlich neue Stoffe für sich entdeckt, die es so zuvor noch nicht auf seinem Horizont hatte. Deshalb ja auch der große Aufwand mit Online-Leseproben etc. Und da wir diesmal fast zwei Monate Abstimmungszeitraum in der entscheidenden dritten Runde haben, gibt es auch wirklich genug Zeit, sich breiter mit dem Feld der Nominierten zu befassen.

  14. #64
    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    In den Kategorien „Bester deutschsprachiger Comic-Künstler“ (Dotierung: 5.000,– Euro), „Beste studentische Comic-Publikation“ (Dotierung: 1.000,– Euro) und „Spezialpreis der Jury“ wurden keine Nominierungen vorgenommen, die Preisträger in diesen drei Kategorien werden ebenfalls im Rahmen der Max und Moritz-Gala bekannt gegeben."
    Wieso werden bei den drei Kategorien erst überhaupt gar keine Nominierungen aufgestellt?

    Im Endeffekt gibt man also vorab eine 25 Titel lange Nominiertenliste bekannt, bei denen nicht klar ist, wer für was genau einen Preis kriegen könnte. Und im Gegenzug sagt man, es gibt noch drei weitere Kategorien, aber für die gibt man wiederum gar keine Nominierten bekannt?? Mir kommt das seltsam vor. Dann wird der Sieger hier also einfach bestimmt, wie beim Spezialpreis fürs Lebenswerk.

    Und vielleicht könnte man mir nochmal kurz erklären, warum die Kategorien des Publikumspreises (wenn es um die Vorschläge geht) nichts mit denen der Ergebnisse bzw. mit denen der Jury zu tun haben. Ist das nicht von Grund auf eine unnötige Verzerrung im System?
    Excelsior

  15. #65
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Zitat Zitat von Ben82 Beitrag anzeigen
    Wieso werden bei den drei Kategorien erst überhaupt gar keine Nominierungen aufgestellt?
    Das passiert auch bei anderen Festivals nicht. Man kann aber davon ausgehen, dass sich der Kreis der Sieger in den Personen-Kategorien um die nominierten Werke gruppiert. So wie auch auf Film-Festivals Personen geehrt werden, die an den Wettbewerbs-Filmen mitgewirkt haben.

    Zitat Zitat von Ben82 Beitrag anzeigen
    (...) Und vielleicht könnte man mir nochmal kurz erklären, warum die Kategorien des Publikumspreises (wenn es um die Vorschläge geht) nichts mit denen der Ergebnisse bzw. mit denen der Jury zu tun haben (...)
    Hier ist die Überlegung zumindest zum Start des Publikumspreises eine gewisse inhaltliche Breite sicherzustellen. Es ist ja kein Geheimnis, dass wir ein sehr dominierendes Segment im Markt haben, das auch beim Publikumspreis hier sehr stark vertreten ist. Ich halte diesen "Eingriff" durchaus noch für vertretbar, etwa auch im Vergleich zu einer viel härteren "Verlagsquote", wie sie hier schon angesprochen wurde.

    Man kann aber feststellen, dass dieses Jahr in der zweiten Runde alles "etwas" weniger unausgewogen ablief im Hinblick auf die Teilnehmerzahlen in den verschiedenen Kategorien als noch vor zwei Jahren. Bitte habt aber Verständnis dafür, dass ich dazu auch auf Nachfragen nicht deutlicher werde. Denn das könnte man schon als Wettbewerbsverzerrung werten.

  16. #66
    Mitglied Avatar von Geier
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    Eigentlich sollte ja der Jurgeit Martin den nächsten Spezialpreis der Jury bekommen Für seine Vollzeitbeschäftigung das Prozedere des Publikumpreises zu erklären, zu rechtfertigen, schönzureden und sich immer neue Gründe aus den Fingern zu saugen und Argumente derart hinzudrehen warum es so und nicht anders gut+richtig+für alle von Vorteil ist, und dabei selbst (mehr oder weniger) als Zielscheibe herhält. Eine Aufgabe die eigentlich die Juryisten übernehmen sollten die sich stattdessen lieber dezent im Hintergrund bw aus der Schußlinie halten

  17. #67
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    Habe ich das jetzt richtig verstanden:

    Das Publikum schlägt in drei Kategorien (Album/Graphic Novel - Manga - US) Titel vor und wählt anschließend aus den je 20 Erstplatzierten je einen Titel aus. Diese drei gehen dann in die Liste der Jury mit ein, die damit von 22 auf 25 Titel wächst. Aus diesen 25 kann dann das Publikum seinen einen Favoriten wählen.

    Parallel gibt es die Max und Moritz Preise in unterschiedlichen Kategorien (von denen eine der "Publikumspreis" ist), die von der Jury vergeben werden (bis auf den "Publikumspreis"). Dazu wählt die Jury 22 Comics aus, zu denen dann noch die drei durchs Publikum gewählten hinzukommen.

    Wie genau ist denn der Publikumspreis einzuordnen? Welchen Wert hat er? In der zitierten Liste der Preise zur Max und Moritz-Gala findet er nicht statt. Aus meiner Sicht darf das Publikum letztlich nur bestätigen, was die Jury zuvor ausgewählt hat, mit drei "Alibi-Titeln". Etabliert doch mal einen richtigen Preis, der durch die Leser vergeben bzw. ermittelt wird, in klaren Kategorien (nichts gegen Schisslaweng, aber ein Web-Comic ist weder Album noch Graphic Novel), anstatt alle 2 Jahre wieder Diskussionen hervorzurufen, vor allem, wenn in der Liste der Jury kein oder wenig der zuvor durchs Publikum vorgeschlagenen Titel vorkommen. Oder noch gar nicht erschienen sind.

  18. #68
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Zitat Zitat von Geier Beitrag anzeigen
    (...) Eine Aufgabe die eigentlich die Juryisten übernehmen sollten die sich stattdessen lieber dezent im Hintergrund bw aus der Schußlinie halten
    Nein, so ist das durchaus nicht. Lars von Törne etwa kämpft hartnäckig im Twitter-Umfeld in Sachen Max und Moritz-Preis und ich bin halt zuständiger Moderator im Comicforum.

  19. #69
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Zitat Zitat von uwe Beitrag anzeigen
    (...) In der zitierten Liste der Preise zur Max und Moritz-Gala findet er nicht statt (...)
    Der Textauszug bezog sich nur auf die Jury-Kategorien. Natürlich wird auch der Publikumspreis im Rahmen der Max und Moritz-Gala als vollwertiger Preis übergeben.

    Zitat Zitat von uwe Beitrag anzeigen
    (...) Etabliert doch mal einen richtigen Preis, der durch die Leser vergeben bzw. ermittelt wird (...)
    Einen solchen "richtigen Preis" des Publikums gab es ja früher mit den Sondermann-Preisen. Leider wurde er von der Buchmesse abgeschafft. Bisher haben sich diese "reinen Publikumspreis" (auch ich selbst war mal an solch einem beteiligt) leider nie wirklich lange halten können.

    Zitat Zitat von uwe Beitrag anzeigen
    (...) in klaren Kategorien (nichts gegen Schisslaweng, aber ein Web-Comic ist weder Album noch Graphic Novel) (...)
    Zum einen wurde "Schisslaweng" natürlich auch als Album veröffentlicht (sogar im Hardcover) und zum anderen sollen die Kategorien eher eine inhaltlich Orientierung sein. Ausdrücklich zeichnet gerade die Max und Moritz-Preise schon immer aus, dass sie etwa auch Zeitungs-Comics prämieren und das sollte in Zukunft ruhig auch für Web-Comics gelten.

  20. #70
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    In den ersten Runden besteht das Problem nicht, denn dort schlagen die Teilnehmer ja die Comics vor, die sie kennen (und darüber hinaus gut finden) bzw. stimmen unter wesentlich mehr "Publikumstiteln" ab. In der Endrunde kann sich das aber soweit zuspitzen, daß die Leute außer den Publikumsvorschlägen (und dann eventuell nur aus der bevorzugten Richtung) keinen Titel mehr kennen. Das dann als Publikumspreis zu verkaufen, geht schon weit an der Realität vorbei.
    Als Ergänzung zu diesem Punkt: In Runde drei gibt es jetzt schon mehr Teilnehmer als in der Vorrunde und das, obwohl die Abstimmung gerade erst richtig anläuft. in der vorgefundenen Liste scheint das Publikum also durchaus preiswürdige Titel auffinden zu können.

  21. #71
    Mitglied Avatar von idur14
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    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    Dass Künstler jetzt darunter leiden sollten, dass ihre Werke bei einem Verlag mit vielen (vielseitigen) Veröffentlichungen rauskommen, kann ich nicht nachvollziehen.
    Das Problem sind hier weniger die Künstler, sondern das Publikum, das sonst nur Titel eines Verlages (Splitter anyone? oder Panini?) vorschlägt, aber ja es gibt sicher bessere Regeln bitte, aber jedenfalls Nominierung und Endabstimmung ausschließlich durch das Publikum (halt in ein Regelwerk gegossen).

    Ehrlich die aus meiner Sicht beste Variante wäre vorab eine 12 Liste zu ermitteln und den Sieger dann vorab bzw, direkt beim Salon mittels beiliegendem Gewinnspiel zu ermitteln.

    Das führt dazu, dass die Nominierten Comics viel besser wahrgenommen werden (Mitmacheffekt vor ort) und es einen breiteren zulauf zu den Ständen gibt (deshalb auch mein Vorschlag max ein Comic pro Verlag).
    Geändert von idur14 (06.05.2014 um 14:48 Uhr)

  22. #72
    Mitglied Avatar von idur14
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    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    Als Ergänzung zu diesem Punkt: In Runde drei gibt es jetzt schon mehr Teilnehmer als in der Vorrunde und das, obwohl die Abstimmung gerade erst richtig anläuft. in der vorgefundenen Liste scheint das Publikum also durchaus preiswürdige Titel auffinden zu können.
    Schon wieder so eine Misinterpretation. Wie kommst du nur auf diese kausalen zusammenhänge wie im letzten Satz? Gib einem Affen 25 comics und er wird sich auch einen krallen! Ob er ihm gefällt oder nicht!
    Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass das kein echter Publikumspreis ist! ich habe z.B den imho besten der wenigen Guten genommen. 15 Titel hätte man von mir aus sofort streichen können. Da ist die Liste der besten/Wichtigsten Comics 2013, die vom Spiegel kam deutlich aussagekräftiger und ausgewogener.

  23. #73
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Zitat Zitat von idur14 Beitrag anzeigen
    Das Problem sind hier weniger die Künstler, sondern das Publikum, das sonst nur Titel eines Verlages (Splitter anyone? oder Panini?) vorschlägt (...)
    Ich glaube, du siehst teilweise Probleme, wo wirklich keine sind. So hat das Publikum in Runde 2 - ganz ohne Quote - über Titel von insgesamt 19 Verlagen abstimmen können und in Runde 3 sind jetzt immer noch Comics von insgesamt 17 Verlagen dabei. Und ich bleibe dabei: Der Max und Moritz-Preis ist nicht in erster Linie da, um Publikum an die Verlagsstände zu spülen (dafür gibt es dann eher Aktionen wie das Sticker-Album), sondern um Comic-Werke und ihre Künstler zu ehren - ganz egal, welcher Verlag sie veröffentlicht hat.

  24. #74
    Mitglied Avatar von the_rooster
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    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    Wenn du jetzt "dreimal drei" damit meinst (drei Publikumsnominierungen werden ja jetzt schon aufgenommen), so würde dies wieder in einem krassen Missverhältnis zu den zu vergebenen Preisen stehen (siehe weiter oben).
    Nein, ich meine einmal drei. Dann hätte die Jury ihre Liste im Prinzip so wie jetzt auch (22 Jurynominierungen + 3 Publikumsnominierungen), wenn ihr schon unbedingt auch in der "Juryliste" ein paar Publikumsnominierungen (Feigenblatt?) drinhaben wollt aber es euch andererseits zu viel Aufwand ist mehr als 3 Publikumsnominierungen bei der Erstellung der Juryliste zu beachten.

    Aber bei der Liste für den Publikumspreis sollten auch nur die Publikumsnominierungen drauf sein - oder zumindest mehr als 3 Publikumsnominierungen im Verhältnis zu 22 Jurynominierungen.

    Worauf das hinaufläuft, sind separate Listen für die Jurypreise und den Publikumspreis - ersterer mit mehr Gewicht auf die Jurynominierungen (wobei gerne ein paar Publikumsnominierungen einfließen können), letztere mit mehr Gewicht auf die Publikumsnominierungen.

    Ich verstehe, dass man in die Juryliste nicht zur Hälfte Publikumsnominierungen aufnehmen kann. Was ich aber nicht verstehe ist, warum man krampfhaft daran festhalten muss dass auch der Publikumspreis aus genau der gleichen Liste (wo das Hauptgewicht naturgemäß auf den Jurynominierungen liegt) gewählt wird.

  25. #75
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Zitat Zitat von the_rooster Beitrag anzeigen
    (...) Was ich aber nicht verstehe ist, warum man krampfhaft daran festhalten muss dass auch der Publikumspreis aus genau der gleichen Liste (wo das Hauptgewicht naturgemäß auf den Jurynominierungen liegt) gewählt wird.
    Weil das zum einen bei Festivalpreisen so durchaus nicht unüblich ist und weil außerdem die Erfahrungen von vor zwei Jahren ganz klar zeigt, dass für das Publikum das Hauptgewicht gerade nicht auf den Jury-Nominierungen liegen muss.
    Man könnte eher fast schon argumentiere, ob es nicht eventuell eine grobe Benachteiligung ist, dass die übrigen Comics nicht der Zusatz "nominiert durch das Publikum" ziert.

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