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Ergebnis 301 bis 307 von 307

Thema: Max und Moritz-Publikumspreis – Runde 3

  1. #301
    Moderator Carlsen Manga
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    Klar, Podien alleine ziehen natürlich noch keine großen Besuchermassen, die deswegen extra nach Erlangen fahren. Das tut aber auch kein anderes Podium.
    Kishimoto und Oda (die vermutlich ohnehin mindestens auf Jahre hinaus ihr Land kaum für Festivals verlassen werden), braucht man dazu allerdings nicht zwingend - sie waren auch noch nie in Leipzig, Bonn, Kassel oder Frankfurt, und trotzdem tummeln sich da jedesmal Tausende von Mangafans.

    Japanische Gäste wären natürlich toll, allerdings ist das immer auch insbesondere die Frage, wie weit ein japanischer Mangaka über Monate im voraus "zugeplant" ist mit Arbeit usw. - und, aus Verlagssicht gesehen, welche Zielgruppe und welche Bedingungen sind vor Ort zu erwarten.
    Taniguchi würde m.E. der Comic-Salon sehr gefallen, und er wurde vom Salon und von Verlagen gemeinsam mehrfach eingeladen, musste aber immer aus terminlichen Gründen absagen. Je regelmäßiger Manga inhaltlich (und qualitativ) in Erlangen stattfindet, desto größer sind die Chancen, dass man japanische Künstler zum Salon lotsen kann.

    Im Kern hielte ich es dennoch für eminent wichtig, einheimischen Mangaka (gerade auch dem Nachwuchs, der Dojinshi produziert) ausreichend Orte und Gelegenheiten anzubieten, ihre Werke zu zeigen und zu verkaufen. (In Leipzig waren dieses Jahr zig Mini-Stände dieser Art auf der Messe, so viele wie nie zuvor.) Ein Manga-/Anime-/Cosplay-bezogenes Rahmenprogramm gehört darüber hinaus natürlich dazu, um Fans anzulocken. Interessant wäre aber, wenn dieses nicht die existierenden Conventions kopieren, sondern eigene Akzente setzen würde.
    Geändert von Kai Schwarz (17.07.2014 um 23:26 Uhr)

  2. #302
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von Kai Schwarz Beitrag anzeigen
    Kishimoto und Oda (die vermutlich ohnehin mindestens auf Jahre hinaus ihr Land kaum für Festivals verlassen werden), braucht man dazu allerdings nicht zwingend - sie waren auch noch nie in Leipzig, Bonn, Kassel oder Frankfurt, und trotzdem tummeln sich da jedesmal Tausende von Mangafans.
    Das sind allerdings auch alles Mangaveranstaltungen (abgesehen von dem bißchen Restbuchmesse). Erlangen ist aber Feindesland, da müssen schon starke Anreize geschaffen werden (und möglichst so, daß die bisherigen Besucher nicht verscheucht werden).

    Wie könnten denn diese eigenen Akzente aussehen? Workshops für Mangaka gibt es ja schon in Erlangen.
    Eine mögliche Ausrichtung könnte das Zusammenführen europäischer und fernöstlicher Stilrichtungen sein, z.B. beim Vermitteln von Grundlagen des Zeichnens, die auf der Natur beruhen und nicht auf dem Kopieren von Vorlagen (das gilt ja für viele Manga genauso wie für Funny-Stile wie die École Marcinelle).
    Geändert von Mick Baxter (18.07.2014 um 00:28 Uhr)
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  3. #303
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    (...) sondern da müßten es schon Masashi Kishimoto und Eiichirô Oda sein (und ob sich deren Fans dann für das Diskussionsangebot interessieren, ist nicht raus).
    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    (...) Erlangen ist aber Feindesland, da müssen schon starke Anreize geschaffen werden (und möglichst so, daß die bisherigen Besucher nicht verscheucht werden) (...)
    Ich wäre da nicht so pessimistisch. Ich kann mich z.B. noch sehr gut an den Erlangen-Besuch von Gōshō Aoyama ("Detectiv Conan") vor acht Jahren erinnern und der lief wirklich sehr erfolgreich ab. Es kamen damals sehr viele ausgewiesene Manga-Fans nach Erlangen (die meisten sicherlich zum ersten Mal) und auch die Einbindung in das Rahmenprogramm des Comic-Salons lief sehr, sehr erfreulich ab. Ich denke da etwa an das große Gesprächspanel mit ihm, das sowohl höchst informativ wie auch vom Publikumszuspruch geradezu überlaufen war.

  4. #304
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Gōshō Aoyama ist kein Gegenargument zu meinem Posting (eher zu Kais), sondern eine Bestätigung,. Es geht ja nun nicht darum, ob man den bekanntesten oder den drittbekanntesten Zeichner einlädt.

    Wobei seit 20 Jahren der Besucheranstrom IMMER mit 25.000 angegeben wird. Ich kann mir aber nicht vorstellen, daß es da keine Schwankungen gab. Oder für die Mangafans blieben andere Besucher dem Salon fern.
    Geändert von Mick Baxter (18.07.2014 um 11:57 Uhr)
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  5. #305
    Mitglied Avatar von navigator
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    Im Tagesspiegel stand doch das dieses Jahr 8000 Karten verkauft wurden und 3000 Karten an Aussteller verteilt.

    "Mehr als 25 000 Besucher verzeichnete man in diesem Jahr auf dem Festival, das als das größte seiner Art im deutschsprachigen Raum gilt. Nach Rückfragen schlüsselte Birk die Zahlen auf: Jeder einzelne Besuch in der Heinrich-Lades-Halle und in den Satelliten-Ausstellungen wurde vermerkt. Das entspricht den Regeln, nach denen auch auf der Frankfurter Buchmesse oder auf der Documenta abgerechnet wird. In Verkaufszahlen übersetzt heißt das: Es wurden rund 8000 Karten verkauft, 3000 weitere gingen an Aussteller."
    Zitat:
    http://www.tagesspiegel.de/kultur/co.../10088280.html

  6. #306
    Mitglied Avatar von navigator
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Schöne Vorschläge. Die Frage ist aber natürlich auch: An wen sollen sich die Veranstaltungen richten? Nur weil Erlangen den Manga-Anteil in den Rahmenveranstaltungen erhöht, kommen ja nicht mehr mangainteressierte Besucher zum Salon. Die wären auch nicht mit Yoshihiro Tatsumi oder Jiro Taniguchi anzulocken, sondern da müßten es schon Masashi Kishimoto und Eiichirô Oda sein (und ob sich deren Fans dann für das Diskussionsangebot interessieren, ist nicht raus).
    Anstatt Künstler oder bestimmte Künstler einzuladen, sollte man mit anderen Dingen anlocken. Z.B. kostenloser Manga oder ein anderes kostenloses und exklusives Produkt
    Wenn man mehr Besucher haben will und mehr Geld verdienen will, dann muss man kommerziell denken.
    Natürlich kostet das Geld, aber das Geld welches man für einen Künstler spart (Flugticket, Hotel etc.) kann man vielleicht in ein kostenloses Produkt investieren.
    Wir sind Konsumkinder, wenn wir bei Veranstaltung XYZ ein kostenloses Pokémon Nintendo DS Spiel bekommen, dann nehmen wir auch ne lange Busfahrt und 10 Euro Eintritt in Kauf.

  7. #307
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    Der deutsche Comickomplex - Extended

    In der neuen Ausgabe von ALFONZ - Der Comicreporter beschäftigt sich Kristina Auer in ihrem lesenswerten Statement »Der deutsche Comickomplex« mit der Frage, warum eine Laudatio während der Max und Moritz-Preisverleihung auf dem diesjährigen Comic-Salon in Erlangen keineswegs zur Spaltung der deutschen Szene führen sollte. Wir begleiten den Artikel, in dem u.a. Hella von Sinnen und Melanie Schober zu Wort kommen, ab sofort auch mit einer ergänzenden Berichterstattung auf CRON. Neben den kompletten Interviews mit Schober und von Sinnen gibt es ab sofort auch das vollständige Interview mit Andreas Wiedemann (Verlagsvertreter, Egmont) zu lesen, der in seiner Eigenschaft als Vermittler zwischen Comicproduzent und -händler den Wandel des Marktes seit Ende der 1980er Jahre erlebt hat. Er erzählt uns, was sich aus der Entwicklung für heutige Konsumenten von Comics, Manga und Graphic Novel ableiten lässt und was wir alle aus den Fehlern und Erfolgen der Verlage lernen können.

    Hier die Links der einzelnen Beiträge:

    Der deutsche Comickomplex - Extended
    Teil 1: Melanie Schober (Mangazeichnerin aus Österreich; aktuelle Mangaserie Skull Party, Carlsen)
    Teil 2: Andreas Wiedemann (Verlagsvertreter für den Comic- und Bahnhofsbuchhandel, Egmont)
    Teil 3: Hella von Sinnen (deutsche Komikerin; Moderation der Max-und-Moritz-Preisverleihungsgala seit 2010)

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