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  1. #51
    Zitat Zitat von donald57 Beitrag anzeigen
    Das müsste diese Geschichte sein: http://coa.inducks.org/story.php?c=D+93423&search=

    Allgemein sind die Geschichten aus dieser Reihe besonders gute. Hätten definitiv 1-2 Mauseditionen verdient.
    Volltreffer! Genau die war es!
    Ich wusste gar nicht, dass die zu "ein Fall für Micky" gehört. Von denen kenne ich zwar nur ein paar, die fand ich aber durchwegs sehr gut bis genial.
    Die könnte ich mir auch gut für eine Maus-Edition vorstellen!

  2. #52
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    LTB Maus-Edition 3 - Die größten Gegner

    Ist das nicht ein Widerspruch? In ein Fall für Micky gehts nur um Detektivgeschichten ...

  3. #53
    Zitat Zitat von unwichtig Beitrag anzeigen
    Daran merkt man den Einfluss der Zeitungsstrips von Walsh & Gottfredson auf Scarpa. Bei deren Nachdrucken war so ein "unpassender" Anfang ganz normal, da die Geschichten "durchgängig" erzählt wurden. Wie seinerzeit Gamma in den Zeitungsstrips war Atömchen bis dahin in mehreren aufeinanderfolgenden Micky-Stories von Scarpa aufgetreten und verschwand mit dieser Geschichte aus dessen Comics.
    Aha, Danke.

  4. #54
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    LTB Maus-Edition 3 - Die größten Gegner

    Dann wünschen wir uns eine Scarpa Collection :-P

  5. #55
    Mitglied Avatar von Brook Smargin
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    Dann wünschen wir uns eine Scarpa Collection :-P

    Die kommt!
    http://www.amazon.de/gp/product/3770...A3JWKAKR8XB7XF

    Ist bei mir auch schon lange auf dem Wunschzettel. Hoffentlich sind auch wirklich ein paar Mäuse drin, und nicht wieder nur Entengeschichten.
    Wenn man könnte, wie man wöllte - aber ich hab getutet, was ich gekonntet hab!

  6. #56
    Mitglied Avatar von Johnny_Hazard
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    Naja das ist nur ein weiterer Best of Band, wobei man hoffen muß daß da nicht wieder zuviel an Nachdrucken drin ist sondern auch einige EVÖ. Also auf deutsch wird es nie eine SCARPA GA geben, dann eher eine GOTTFREDSON GA...
    aber die ist auch unwahrscheinlich.

  7. #57
    Freiwillig ausgetreten Avatar von Brisanzbremse
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    Bei mageren 192 Seiten würden da gerade mal drei 60-Seiter reinpassen. Aber immerhin wird sich unter den Geschichten "Tapioco Sesto" befinden, wie heute durchsickerte.

    (Dem Titelbild nach zu urteilen könnte überflüssigerweise auch "Der Meister aller Klassen" enthalten sein, den es bereits in der Scarpa-HoF gab. Mir wurscht, ich warte eh, bis "Tapioco" irgendwann in LTB & Co erscheint.)

    Sorry fürs off-topic.

  8. #58
    Zitat Zitat von unwichtig Beitrag anzeigen
    Dem Titelbild nach zu urteilen könnte überflüssigerweise auch "Der Meister aller Klassen" enthalten sein
    Keine Sorge, der ist nicht drin. Schätze, das Titelbild ist auch noch nicht der finale Entwurf.

    Sorry fürs off-topic.
    Dito.

  9. #59
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    Vor Scarpa kommt aber noch Cavazzano:

    http://www.amazon.de/Disney-besten-G...d_bxgy_b_img_y

  10. #60
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    da wohn ich.
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    MausEdition 3 finde ich großartig. Schöne EVs - die Story mit Karlo, Micky und dem Baseball ist klasse! - und dazu das Wiedersehen mit zwei Klassikern, die ich panel für panel aus der Kindheit noch halb auswendig kenne. Supi!

  11. #61
    Moderator D.O.N.R.O.S.A.
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    Die Diskussion ist jetzt zwar schon etwas älter, aber einiges was da geschrieben wurde, kann einem ja im Herzen wehtun. Deswegen noch einige Anmerkungen:

    Zuerst mal zur angeblichen Überlegenheit der Duck-Comics. Barks hat die Ducks entwickelt und ihnen die Form gegeben, aber danach hat niemand mehr überhaupt irgendetwas entwickelt, auf jeden Fall nichts was kanonisch geworden wäre, mit Ausnahme von Phantomias. Bei den amerikanischen, dänischen und holländischen Vierreihern: Stillstand. Genauso wie die Ducks durch Barks geworden sind, haben Gottfredson und Scarpa Mickey definiert. Aber wie schon NRW-Radler bemerkt hat, geht es bei den Charakteren gar nicht um "Weiterentwicklung", das würde in so einem eng geschlossenen Universum zu nichts führen (ausser Überfrachtung oder der Aufgabe des Status Quo, siehe z.B. DC oder Marvel), sondern um die Interpretation und Variation der Figuren. Und da haben in meinen Augen die Mäuse mehr Potential, das von Leuten wie Faraci oder Casty auch fleissig genutzt wird. Man siehe sich nur die zeitgenössische italienische Produktion an: es gibt viel weniger Maus- als Duckgeschichten, aber die haben imho durchschnittlich ein höheres Niveau. Es fällt leicht, die letzten Highlights aus dem Mausbereich aufzuzählen, aber bei den Ducks...? Da bleibt kaum was Herausragendes. Es ist viel einfacher, Storys mit den Ducks zu schreiben, weil die Figuren gefälliger sind, einfacher zu nutzen, da kann man sich schnell mal was aus der Nase ziehen. Schlussendlich lässt sich sagen: beide Universen sind gleichermassen vielschichtig, es kommt nur darauf an, wie das vorhandene Potenzial genutzt wird, und da gibt es an beiden Orten Künstler, die dazu fähig sind.

    Dann zu den "Krimis". Wie schon bemerkt wurde, sind die meisten sogenannten Detektivgeschichten gar keine Krimis, sondern lassen sich genremässig eher zu Mystery, Abenteuer oder sogar Thrillern zählen. Persönlich kann ich mit Krimis ansonsten gar nichts anfangen, und ich habe diesen Band geliebt (genau wie den ersten..."Der Meisterdetektiv" hiess er übrigens). Es gibt natürlich auch 08/15-Krimis, aber Storys wie die um das doppelte Geheimnis des Phantoms und andere Klassiker zählen bestimmt nicht dazu. Die "richtigen" Krimis aus EFFM sind teils zwar auch interessant, unterschätzen die Figuren im Grunde aber. Die Redaktion hat mit der Themenwahl also gar nichts falsch gemacht, sondern einen tollen Band mit Krimigeschichten zusammengestellt; solchen, die welche sind und vielen anderen, die es nicht sind. Wenn man die Unbeliebtheit und angebliche mangelnde Abwechslung der Maus mit den bisherigen drei Bänden bestätigt sieht, hat man leider nur ein sehr oberflächliches Bild vom Inhalt. Und die Abenteuer-, Western- und Zeitreisebände kommen sicher auch noch.

    Und zum Schluss, als Zusammenfassung: Micky wegen seiner "Krimis" nicht zu mögen oder seine Unbeliebtheit auf den "fehlerfreien Besserwisser" und Detektiv zurückzuführen, sind unhaltbare Behauptungen, die auf einer äusserst selektiven Wahrnehmung beruhen...
    Geändert von SDMcD (30.04.2013 um 19:35 Uhr)
    "... wie eine Seekuh hineinzuspringen, wie ein Maulesel darin... Ach, wenn ich mich doch nur erinnern könnte!"
    - Onkel Dagobert in Der arme reiche Mann -

  12. #62
    Zitat Zitat von Sir Damian McDuck Beitrag anzeigen
    Man siehe sich nur die zeitgenössische italienische Produktion an: es gibt viel weniger Maus- als Duckgeschichten, aber die haben imho durchschnittlich ein höheres Niveau. Es fällt leicht, die letzten Highlights aus dem Mausbereich aufzuzählen, aber bei den Ducks...? Da bleibt kaum was Herausragendes.
    Das ist mir auch schon aufgefallen: in den letzten LTBs war für mich meistens einer der beiden Mäuse das Highlight.

    Allerdings sind auch pro LTB ca. 7 Duckgeschichten und maximal 2 Micky-Geschichten drin. Sich da bei Micky auf die absoluten Highlights zu beschränken ist einfacher. Bei den Ducks braucht man ja auch viel mehr Material, da kann dann nicht alles so hochklassig sein wie die Castys.
    Und diese sehr guten Micky-Geschichten fallen in der Regel eben gerade nicht unter das übliche Micky-jagd-das-Phantom"-Schema F.

    Zitat Zitat von Sir Damian McDuck Beitrag anzeigen
    Schlussendlich lässt sich sagen: beide Universen sind gleichermassen vielschichtig, es kommt nur darauf an, wie das vorhandene Potenzial genutzt wird, und da gibt es an beiden Orten Künstler, die dazu fähig sind.
    Natürlich haben beide Universen viel Potential, und Mickys Potential wird ja in neueren Geschichten oder auch in Serien wie Micky X auch sehr gut genutzt.
    Insgesamt halte ich die Ducks trotzdem für vielschichter, allein deshalb, weil sie das größere "Personal" und damit viel mehr Möglichkeiten haben, da kann auch mal Gustav, Oma Duck, Dussel (leider....), Düsentrieb, Franz, Primus, die Panzerknacker etc etc.. die Geschichte tragen. Im Micky-Universum gibt es neben Micky und Goofy nicht so viele Möglichkeiten.
    Und nicht nur das: Dagobert ist für mich die vielschichtigste und damit spannendste Figur im ganzen Entenhausen-Universum, von seiner seiner abenteuerlichen Jugend bis hin zum manchmal skrupellosen Kapitalisten in der Gegenwart hat er eine enorme Bandbreite, auch zwischen gut und böse. Und auch Donald oder die Drillinge sind nicht immer auf die Rolle der "Guten" festgelegt.
    Micky schon.

    Zitat Zitat von Sir Damian McDuck Beitrag anzeigen
    Es gibt natürlich auch 08/15-Krimis, aber Storys wie die um das doppelte Geheimnis des Phantoms und andere Klassiker zählen bestimmt nicht dazu.
    Dass das doppelte Geheimnis des Phantom für Geschichten dieser Art grandios ist, ist gar keine Frage.
    Ob einem diese Art Geschichten gefallen, ist aber Geschmackssache, egal wie sehr die Geschichte nun ein Klassiker ist.

    Zitat Zitat von Sir Damian McDuck Beitrag anzeigen
    Die "richtigen" Krimis aus EFFM sind teils zwar auch interessant, unterschätzen die Figuren im Grunde aber.
    Warum?
    Ich kenne leider nicht viele Geschichten aus EFFM, aber die, die ich kenne, sind genau so, wie ich mir Mickys Detektivgeschichten vorstelle: eben ein klassischer Krimi, wo der unbekannte Täter gesucht wird, den der Leser genauso wenig kennt wie Micky. Geschichten dieser Art würde ich persönlich gerne mehr lesen. Davon gibt es aber nicht so viele.

    Zitat Zitat von Sir Damian McDuck Beitrag anzeigen
    Die Redaktion hat mit der Themenwahl also gar nichts falsch gemacht, sondern einen tollen Band mit Krimigeschichten zusammengestellt
    Für Fans von Detektivgeschichten war es nun mal ein Klasse-Band, wie ich den mehrheitlichen Reaktionen hier im Forum entnehme, also hat Ehapa diesbezüglich alles richtig gemacht.
    Ob es so viele Fans von Dektektivgeschichten gibt und ob die Wahl des Themas deshalb richtig war, kann ich nicht beurteilen, ich kenne die Verkaufszahlen ja nicht. Mir persönlich hätte ein anderes Thema besser gefallen, aber die anderen Themen kommen ja sicher noch.

    Zitat Zitat von Sir Damian McDuck Beitrag anzeigen
    Und zum Schluss, als Zusammenfassung: Micky wegen seiner "Krimis" nicht zu mögen oder seine Unbeliebtheit auf den "fehlerfreien Besserwisser" und Detektiv zurückzuführen, sind unhaltbare Behauptungen, die auf einer äusserst selektiven Wahrnehmung beruhen...
    Zugegeben, empirische Untersuchungen gibt es dazu wohl kaum. Meine eigene Wahrnehmung geht aber auch genau in die Richtung.
    Meiner Meinung nach sind diese beiden Punkte aber tatsächlich die größten Handicaps der Maus: man bringt sie in Verbindung mit 08/15-"Krimis" (auch wenn nicht alle 08/15 sind), und weil sie so "fehlerfrei" ist und alles weiß und ihr alles gelingt, kann man sich nicht so leicht mit ihr identifizieren - zumindest nicht so leicht wie mit dem "Normalo" Donald.
    Aber wie gesagt, die aktuellen Micky-Geschichten zeigen doch, dass es auch ganz anders geht.

  13. #63
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    Zu den meisten Punkten hat Mirabell ja schon alles gesagt was zu sagen ist. Da sie das besser ausgedrückt hat als ich es könnte will ich jetzt auch gar nicht weiter darauf eingehen.

    Nur zu deinem letzten Punkt muss ich dann doch noch was sagen:

    Zitat Zitat von Sir Damian McDuck Beitrag anzeigen
    Und zum Schluss, als Zusammenfassung: Micky wegen seiner "Krimis" nicht zu mögen oder seine Unbeliebtheit auf den "fehlerfreien Besserwisser" und Detektiv zurückzuführen, sind unhaltbare Behauptungen, die auf einer äusserst selektiven Wahrnehmung beruhen...
    Ob jemandem eine Geschichte oder ein bestimmter Typ Geschichten gefällt ist Geschmackssache, das hat nichts mit "selektiver Wahrnehmung" oder sonstwas zu tun. Geschmäcker sind halt verschieden.

    Ob diese Geschmackssache nun der Grund dafür ist, dass die Maus generell weniger beliebt ist kann abschließend keiner sagen, aber es ist eine Theorie, die doch von recht vielen Leuten vertreten wird und für die es auch durchaus Argumente gibt. Mich würde mal interessieren was Du denn glaubst warum die Maus bei der Mehrzahl der Leser weniger beliebt ist als die Ducks?

  14. #64
    Moderator D.O.N.R.O.S.A.
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    Wenn die Maus unbeliebt ist, dann aufgrund dieser selektiven Wahrnehmung. Das Genre "Kriminalgeschichte" wird im Bezug auf Micky immer noch grandios überbewertet. Wenn man tatsächlich der Meinung ist, Micky sei ein fehlerfreier, besserwisserischer Detektiv, kennt man zu wenige und die falschen Geschichten. Das ist der springende Punkt bei dieser Diskussion: manch einer glaubt immer noch, die Maus komme zu Recht nicht so gut an. Das ist unhaltbar. Man kann - das vorhandene, wie auch das ausgeschöpfte - Potential beider Universen einfach nicht leugnen. Die Ducks mögen auf den ersten Blick mehr Möglichkeiten bieten und bessere Identifikationsfiguren abgeben, aber die Mäuse haben ganz andere Stärken und Möglichkeiten, die allein mit Duckgeschichten gar nicht zum Tragen kämen. Einzelne Geschichten und Künstler kann man kritisieren, aber eine ganze Gattung pauschalisierend abzustrafen, das entbehrt jeglicher Grundlage.
    "... wie eine Seekuh hineinzuspringen, wie ein Maulesel darin... Ach, wenn ich mich doch nur erinnern könnte!"
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  15. #65
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    Zitat Zitat von Sir Damian McDuck Beitrag anzeigen
    Wenn die Maus unbeliebt ist, dann aufgrund dieser selektiven Wahrnehmung. Das Genre "Kriminalgeschichte" wird im Bezug auf Micky immer noch grandios überbewertet. Wenn man tatsächlich der Meinung ist, Micky sei ein fehlerfreier, besserwisserischer Detektiv, kennt man zu wenige und die falschen Geschichten. Das ist der springende Punkt bei dieser Diskussion: manch einer glaubt immer noch, die Maus komme zu Recht nicht so gut an. Das ist unhaltbar. Man kann - das vorhandene, wie auch das ausgeschöpfte - Potential beider Universen einfach nicht leugnen. Die Ducks mögen auf den ersten Blick mehr Möglichkeiten bieten und bessere Identifikationsfiguren abgeben, aber die Mäuse haben ganz andere Stärken und Möglichkeiten, die allein mit Duckgeschichten gar nicht zum Tragen kämen. Einzelne Geschichten und Künstler kann man kritisieren, aber eine ganze Gattung pauschalisierend abzustrafen, das entbehrt jeglicher Grundlage.
    Das kannst Du aber weder Mirabell noch mir vorwerfen (und wir sind ja die einzigen beiden, die in diesem Thread etwas negatives über diesen Band gesagt haben). Wie du aus der Diskussion hier im Thread schließt, dass irgendjemand der Beteiligten meint die Maus sei zu Recht nicht so beliebt ist mir jedenfalls völlig unklar.

    Wir haben beide deutlich gesagt, dass es wirklich gute Maus-Geschichten gibt, die zeigen dass die Maus auch über das Krimigenre hinaus das Potential hat wirklich zu begeistern und auch facettenreicher zu sein. Gerade deshalb finde ich ja die Geschichten von Casty oder de Vita im Normalfall so klasse: Die beiden zeigen immer wieder aufs Neue, dass die Maus eben doch mehr ist als nur der oberlehrerhafte Besserwisser.

    Das Einzige was wir kritisiert haben ist, dass die Maus halt auch vom Verlag immer wieder auf die alte Rolle in den Krimis reduziert wird und man sich dann nicht wundern darf, dass bei vielen Lesern halt das alte Bild verhaftet bleibt. Das ist gerade aus meiner Sicht extrem schade, denn wir Du selbst sagt: Die Maus kann mehr!

  16. #66
    Zitat Zitat von Sir Damian McDuck Beitrag anzeigen
    Und zum Schluss, als Zusammenfassung: Micky wegen seiner "Krimis" nicht zu mögen oder seine Unbeliebtheit auf den "fehlerfreien Besserwisser" und Detektiv zurückzuführen, sind unhaltbare Behauptungen, die auf einer äusserst selektiven Wahrnehmung beruhen...
    Also ehrlich gesagt ist das ein Punkt, der auch mich dazu bewegt hat, die Maus weniger zu mögen. Ich finde das es sich dabei um ein "gültiges" Argument handelt. Schliesslich und letztendlich ist die Wahrnehmung des Lesers doch ein sehr wichtiger Punkt für die Zeichner und Schreiber um zu sehen, ob ihr Stil bzw. die Richtung die sie einschlagen ankommt oder nicht.

    Dieses Bild des Alles wissenden und könnenden Micky, ist mir besonders in älteren LTB aufgefallen, vor allen Dingen dann, wenn ein gesamter Band nur Mausgeschichten beinhaltet hat. Wahrscheinlich liegt es auch an dieser Häufung. Die heutigen Mausgeschichten, finde ich zum Großteil richtig gut, wie gesagt zum Großteil. Und da sie heute auch nicht mehr in extremen Anhäufungen auftreten habe ich auch mit Mickys "Perfektheit" kein Problem. Gerade deshalb haben mir aber vor allen Dingen auch die Geschichten von Joaquin gefallen. Ich weiß, dass das viele anders sehen, aber ich fand es gar nicht schlecht, dass Micky da auch ein paar andere, nicht so "perfekte" Seiten hatte. Man könnte fast sagen Micky wirkte "menschlicher".

    Allgemein denke ich dass es schwierig ist über einen nahezu perfekten Charakter Geschichten zu schreiben, was will man da schon erzählen? Leider entsteht daraus oftmals (so nehme ich es wahr, vielleicht kenne ich auch einfach zu wenige Geschichten, liegt dann aber am Verlag, wie es B.B.Shrooms gesagt hat, aber das ist das was ich aus einem Großteil der LTB erfahren habe...), dass Micky ein Fehler unterläuft (z.B. Karlo sperrt ihn ein...) und dann durch einen Zufall entkommt und sich alles zum Guten wendet. Dies nimmt ein bisschen von Mickys "Perfektheit" macht die Geschichte aber eher schlechter.

    In letzter Zeit gibt es ja auch immer mal wieder Geschichten wo Micky und Karlo zusammenarbeiten müssen (Siehe Band um den es in diesem Thema eigentlich geht...), diesfinde ich eine sehr gute Idee aus den alten Mustern herauszukommen.

  17. #67
    Dauerhaft gesperrt Avatar von Professor
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    LTB Maus-Edition 3 - Die größten Gegner

    das Argument zieht nicht ganz. Superman und Clark Kent sind auch immer perfekt und trotzdem ist er der populärste Superheld weltweit. Bin aber eher der Fan von Batman.

  18. #68
    Moderator Disney Fan Forum
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    Ich fände es jetzt spannend, wenn Tito Faraci sich an der Diskussion beteiligen würde, denn in Topolino 2996 hat er Mickys (Un-)Perfektion mal wieder zum Thema einer Geschichte gemacht. Nicht das erste Mal übrigens, aber leider wird weder in "Ihr letzter Fall" (http://coa.inducks.org/story.php?c=I+TL+2764-1, LTB 408) noch in "Ein einzigartiges Geschenk" (http://coa.inducks.org/story.php?c=I+TL+2874-1P, LTB Weihnachten 17) in der Übersetzung so richtig deutlich, wie sehr Faraci in seiner Arbeit die Diskussionen und Micky, seinen Charakter, die Länge seiner Hosen und seine Haltung zum Abenteuer thematisiert.

  19. #69
    Moderator D.O.N.R.O.S.A.
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    Zitat Zitat von B.B.Shrooms Beitrag anzeigen
    Das Einzige was wir kritisiert haben ist, dass die Maus halt auch vom Verlag immer wieder auf die alte Rolle in den Krimis reduziert wird und man sich dann nicht wundern darf, dass bei vielen Lesern halt das alte Bild verhaftet bleibt. Das ist gerade aus meiner Sicht extrem schade, denn wir Du selbst sagt: Die Maus kann mehr!
    Das hier niemand die Maus einseitig kritisiert hat, ist mir klar, aber gerade Aussagen wie die obere suggerieren doch, dass einseitige Kritik gerechtfertigt bzw. nachvollziehbar ist. Wer Micky pauschal als langweilig empfindet, kennt nicht genug Geschichten oder diese nicht richtig, das ist also sein eigenes Problem - nicht das der vorhandenen Werke oder ihrer Urheber und auch nicht die Schuld des Verlages, der keineswegs (wenn auch im LTB quantitativ noch zu wenig) ein einseitiges Programm auswählt.
    Dazu gehört auch, wie ich in beiden bisherigen Beiträgen absichtlich betont habe, dass häufig Geschichten mit Micky oberflächlich als Krimis abgestempelt werden - in diesem Band bspw. waren nur der lange De Vita und der kurze Scarpa traditionelle Krimis. Diese kommen also bei genauerer Betrachtung gar nicht so oft vor, wie man gerne meint, womit die "selektive Wahrnehmung" in ihrer Argumentation weiter an Boden verliert.

    @NRW
    Das klingt ja mal interessant, wie hat Faraci das denn thematisiert? Es erinnert mich auf jeden Fall an den Grundsatz, wonach nicht Micky das Abenteuer sucht, sondern das Abenteuer ihn.
    "... wie eine Seekuh hineinzuspringen, wie ein Maulesel darin... Ach, wenn ich mich doch nur erinnern könnte!"
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  20. #70
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    Zitat Zitat von Sir Damian McDuck Beitrag anzeigen
    Es erinnert mich auf jeden Fall an den Grundsatz, wonach nicht Micky das Abenteuer sucht, sondern das Abenteuer ihn.

    ...ein Grundsatz, den Faraci ja maßgeblich verbreitet hat.

    In Entenhausen gibt es neuerdings einen Blog, in dem Micky nahezu als Depp, jedenfalls als alles andere als unfehlbar dargestellt wird. Während Micky, Freunde und Feinde den Autor suchen, steigt die Solidarität mit Micky, der für die Bevölkerung durch seine Schwächen nahbarer wird.

    Mehr dazu aber in Kürze im Topolino-Thread (die Geschichte ist sehr unterschiedlich angenommen wurden und in meinen Augen im LTB inhaltlich nicht gut aufgehoben). Ich muss halt nur mal wieder zwei Stunden Zeit am Stück haben.

  21. #71
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    Zitat Zitat von Sir Damian McDuck Beitrag anzeigen
    Das hier niemand die Maus einseitig kritisiert hat, ist mir klar, aber gerade Aussagen wie die obere suggerieren doch, dass einseitige Kritik gerechtfertigt bzw. nachvollziehbar ist. Wer Micky pauschal als langweilig empfindet, kennt nicht genug Geschichten oder diese nicht richtig, das ist also sein eigenes Problem - nicht das der vorhandenen Werke oder ihrer Urheber und auch nicht die Schuld des Verlages, der keineswegs (wenn auch im LTB quantitativ noch zu wenig) ein einseitiges Programm auswählt.
    Jetzt erschießt Du aber den Überbringer der Botschaft. Bloß weil ich das benenne was meiner Ansicht nach der Grund für die fehlende Popularität der Maus ist macht mich das zum Teil des Problems? Ehrlich gesagt finde ich das eine etwas seltsame Einstellung.
    Was ich dem Verlag übrigens sehr zu Gute halt ist, dass im LTB in letzter Zeit vermehrt die wirklich guten Geschichten von Casty kommen. Aber das war, wie jeder der hier im Forum aktiv ist wohl weiß, ja auch ein harter Kampf vor allem wenn ich an Kommentare von pet denke wie (sinngemäß) "den meisten Lesern ist es egal ob wir einen Casty bringen, einen K-Micky oder sonstwas...sie mögen die Maus einfach nicht".

    Zitat Zitat von Sir Damian McDuck Beitrag anzeigen
    Dazu gehört auch, wie ich in beiden bisherigen Beiträgen absichtlich betont habe, dass häufig Geschichten mit Micky oberflächlich als Krimis abgestempelt werden - in diesem Band bspw. waren nur der lange De Vita und der kurze Scarpa traditionelle Krimis. Diese kommen also bei genauerer Betrachtung gar nicht so oft vor, wie man gerne meint, womit die "selektive Wahrnehmung" in ihrer Argumentation weiter an Boden verliert.
    Naja, da unterschlägst Du jetzt aber "Das Doppelte Geheimnis des schwarzen Phantoms" was ja wohl eine DER klassischen Micky-jagt-Phantom Stories überhaupt ist und mithin genau in die Kategorie fallen von der Mirabell und ich reden. Wie gesagt keine schlechte Story, aber halt genau eine der Stories, die ein Teil der Leser nicht mag.

  22. #72
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    Ich finde allerdings schon, dass "Das Doppelte Geheimnis des schwarzen Phantoms" dann einfach Pech mit der Erstveröffentlichung im LTB (1979) hatte.
    Zu dieser Zeit bestand ja nun wirklich jede Micky-Fortsetzungsgeschichte in seinem Magazin daraus, dass er wahlweise Kater Karlo, das Phantom oder einen anderen bärtigen Gangster gejagt hat. Und auch in den Micky-LTBs war grundsätzlich in jeder zweiten Geschichte Karlo der böse Gegenspieler.

    Aber ist schon richtig, damals habe ich "Das Doppelte Geheimnis..." auch als einfach eine weitere Phantom-Geschichte empfunden. Aber da war ich auch noch in der Grundschule.

  23. #73
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    Zitat Zitat von B.B.Shrooms Beitrag anzeigen
    Naja, da unterschlägst Du jetzt aber "Das Doppelte Geheimnis des schwarzen Phantoms" was ja wohl eine DER klassischen Micky-jagt-Phantom Stories überhaupt ist und mithin genau in die Kategorie fallen von der Mirabell und ich reden. Wie gesagt keine schlechte Story, aber halt genau eine der Stories, die ein Teil der Leser nicht mag.
    Das finde ich persönlich völlig legitim und kann deshalb auch nachvollziehen, dass man dann gerne andere Themen in der Maus-Edition hätte. Was ich aber nicht verstehen kann, ist der Schluss, dass Micky in diesen Geschichten ein "Oberlehrer" sei. Das hast du nämlich einem früheren Beitrag (#32) in Bezug auf "Das doppelte Geheimnis des Schwarzen Phantoms" behauptet:

    Mir persönlich gefällt die Geschichte ehrlich gesagt gar nicht. Liegt einfach daran, dass es für mich wirklich die absolut klassische Micky-Goofy Detektiv Geschichte mit Micky als Oberlehrer ist.
    Normalerweise schätze ich deine Beiträge hier ja sehr, gerade weil sie immer sehr gut begründet sind, aber hier fehlen mir einfach die Belege. Wo ist Micky denn in dieser Geschichte ein Oberlehrer? Ich muss zugeben, dass ich "Das doppelte Geheimnis des Schwarzen Phantoms" schon eine Weile nicht mehr gelesen hab, aber gerade beim Durchblättern hab ich keine Stelle gefunden, bei der sich Micky besserwisserisch verhält. Gerade hier ist er sogar in starkem Maße zum einen auf die Loyalität von Goofy, zum anderen auf die Unterstützung von Gamma angewiesen. Auch der häufig getätigte Vorwurf, Micky sei zu perfekt, trifft in dieser Geschichte also meiner Ansicht nach nicht zu.

    Wie gesagt: Gegen eine Aussage wie "Kriminalgeschichten finde ich langweilig" hab ich nichts einzuwenden, das ist einfach persönlicher Geschmack. Das ganze dann auf die angebliche Besserwisserei der Hauptfigur zurückzuführen, stört mich aber, weil es zumindest bei dieser Geschichte keine Grundlage dafür gibt. Ohne Frage: Es gibt sicherlich Geschichten, in denen auch ich Micky als "Oberlehrer" bezeichnen würde. Aber das sind zumindest bei den italienischen Comics gar nicht mal so viele. Schon gar nicht die von Scarpa.


    Generell noch kurz zur Bewertung von Micky, wozu ich eigentlich auch mal einen längeren Text schreiben wollte: Das Hauptproblem besteht meiner Meinung nach vor allem darin, dass Donald und Micky ständig miteinander verglichen werden müssen. Micky wird oft im Gegensatz zu Donald bewertet, was ich ziemlich unfair. Man kann Micky nicht vorwerfen, dass er nicht dieselben Charaktereigenschaften hat wie Donald, denn ansonsten wäre einer der beiden Figuren überflüssig.
    Bei mir war es schon als Kind so, dass ich beide akzeptiert und gemocht habe, deshalb kann ich das einfach nicht so ganz verstehen. Ich finde es großartig, dass es zwei verschiedene Universen gibt, weil es mehr Abwechslung ins Spiel bringt. Und es gibt in beiden Universen sowohl außerordentlich gute als auch furchtbar schlechte Geschichten. Das darf man finde ich nicht vergessen, so banal es auch ist.


    Um nochmal auf "Das doppelte Geheimnis des Schwarzen Phantoms" zurückzukommen: Vor ein paar Tagen hat sich auch ein Donaldist (zumindest nehm ich das mal an) mit dieser Geschichte befasst - sehr nett zu lesen: http://www.satt.org/comic/13_04_topolino.html

  24. #74
    Zitat Zitat von B.B.Shrooms Beitrag anzeigen
    Jetzt erschießt Du aber den Überbringer der Botschaft. Bloß weil ich das benenne was meiner Ansicht nach der Grund für die fehlende Popularität der Maus ist macht mich das zum Teil des Problems? Ehrlich gesagt finde ich das eine etwas seltsame Einstellung.
    Was ich dem Verlag übrigens sehr zu Gute halt ist, dass im LTB in letzter Zeit vermehrt die wirklich guten Geschichten von Casty kommen. Aber das war, wie jeder der hier im Forum aktiv ist wohl weiß, ja auch ein harter Kampf vor allem wenn ich an Kommentare von pet denke wie (sinngemäß) "den meisten Lesern ist es egal ob wir einen Casty bringen, einen K-Micky oder sonstwas...sie mögen die Maus einfach nicht".
    Man darf dabei nicht vergessen, dass hier im Forum eben nur ein kleiner Teil von LTB Lesern versammelt ist. Dem großen Teil der Leser dürfte es tatasächlich egal sein, ihre Meinung bezüglich der Maus ist halt sehr gefestigt. Sie beschäftigen sich eben nicht so tiefgründig wie wir (oder ihr, weil ich absolut nicht so ein "Experte" bin) mit den Geschichten, Zeichnern, Autoren etc.. Das kann man aber keinem vorwerfen und ich halte das auch für absolut legitim ein LTB oder Disney Comic im allgemeinen, nur der Unterhaltung und des Spaßes (den hatte man in der Mausedition 3 übrigens zur Genüge, mehr als in aktuellen LTB) wegen zu lesen. Das der ein oder andere vielleicht die Qualität der ein oder anderen Mausgeschichte übersieht oder sie nicht sehen will ist natürlich traurig und sehr Schade aber es ist leider nicht zu ändern.
    Als ich angefangen habe LTB zu lesen, habe ich die Maus wie gesagt auch weniger gemocht. Heute bin ich mehr oder weniger dazu übergegangen jede Story praktisch unabhängig zu beurteilen, auch vom Künstler und da gibt es dann in beiden Universen tolle und grottige Geschichten, wie es auch 313er beschrieben hat.

  25. #75
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    LTB Maus-Edition 3 - Die größten Gegner

    Was ich hier lese sind Behauptungen und Meinungen. Oder gibt es wissenschaftliche Studien, die erläutern wer die Maus oder die Ducks lieber mag und welche Art von Geschichten?

    Das einzige was wir haben sind Erklärungen durch Ehapa Mitarbeiter, die sich auf Verkaufszahlen berufen und damit argumentieren. Das kann stimmen, muss es aber nicht. Denn in Verkaufszsahlen sind weder demographische Daten noch Jahreszeiten oder andere Faktoren enthalten. In Wahrheit sind das mit Zahlen argumentierte Meinungen.

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