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  1. #51
    Mitglied Avatar von Racing.Rainer
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    Ich denke es wird sich alles auf ein gewissen Level einpendeln.
    Wer mit der Zeit geht wird überleben wie es schon immer war.

    Mit Comics ist es wie mit CDs oder DVDs.
    Was aktuell und "IN" ist muss man anbieten und vorrätig haben.
    Auch auf den CD und DVD Markt wird viel produziert und es ist nicht möglich alles vorrätig zu haben.
    Was geht steht im Laden und was nicht verkauft wird verschwindet oder wird geramscht.
    Die Leute die Titel aus den Netzt saugen sind eh meist Leute die das Geld nicht haben um sich offizielle Produkte zu kaufen.
    Früher gab es bei Comics genügend Tauschläden, Bücherreien und Freunde die auch gelesen haben. Es gab also damals mehr Möglichkeiten sich Comic kostenlos oder günstig zum lesen zu besorgen. In wie weit das kostenlose runterladen oder ansehen (z.B. bei youtube) den Verkauf fördert oder schadet kann man schlecht einschätzen, in Fällen wie "Gundam Style" hat das Internet zu 100% dem Verkauf genützt.
    Ebay bzw. das Internet selbst hat vor 10 Jahren einen Comicboom ausgelößt.

    Das Problem in Deutschland:
    Comicleser haben das Image der Nerds aus "Big Bang Theorie" und nicht das von Steinbrück oder Finanzexperte Dirk Müller.

  2. #52
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    Zitat Zitat von Racing.Rainer Beitrag anzeigen
    Wer mit der Zeit geht wird überleben wie es schon immer war.
    Absolute Zustimmung. In Wien bin ich leider ein gebranntes Kind diesbezüglich. Jene Fachläden, die ich kenne, quellen an Masse über und laden Kunden nicht zum Kaufen ein. Die Besitzer sind aber auch aus einer anderen Zeitepoche und beratungsresistent.


    Die Leute die Titel aus den Netzt saugen sind eh meist Leute die das Geld nicht haben um sich offizielle Produkte zu kaufen.
    Da wage ich dezent zu widersprechen. Weil ich es in meinem eigenen Umfeld erlebe, wer saugt und wer nicht. Und da gehören eher die besser Betuchten zu den gnadenlosesten Straßenräubern.

    Das Problem in Deutschland:
    Comicleser haben das Image der Nerds aus "Big Bang Theorie" und nicht das von Steinbrück oder Finanzexperte Dirk Müller.
    Wobei die Nerds aus dieser erfolgreichen Serie dem Comicmarkt unschätzbare Dienste leisten. Denn auf gewisse Art und Weise sind sie auch irgendwie cool, diese Nerds.

    Als gemeinsames Fazit kann man wohl festhalten, dass zuverlässige Verlage bessere Handelspartner für den Fachhandel sind. Begonnene Serien, die keine Vollendung erfahren, sind sicher nicht verkaufsfördernd. Da kann der Laden noch so groß sein und es kann noch so viele Läden geben.

  3. #53
    Mitglied Avatar von idur14
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    Naja wenn du schon Wien ansprichst, geh halt mal in den Comictreff oder in die Bilder Box und Comic Virt hab ich vor 3-4 Jahren auch eher ordentlich in Erinnerung auch wenn der Besitzer ein echtes Original ist. Dafür ist der Besitzer der Comic Galerie ein eher jüngeres Semester in einem eher kleinen Laden und allein bei den 3 Hutterer Filialen siehst du unterschiedlichste Größen (allerdings überall etwas überfüllt). Also das streut auch ziemlich.

    Das Netz sehe ich aktuell noch nicht als eine so große Bedrohung an und wenn dann trifft es imho vorerst eher mittelpreisige Comics (eher die Superhelden oder manche Disney Sachen). Bei Mangas sind die Bücher eh günstig und bei Alben kommt das nicht so gut rüber über ein Tablet, GN's sind auch in Diskussion, aber deren Käufer würde ich eher als solche einschätzen, die gerne Bücher in der Hand halten.

    Und ja, ich bin mir nicht sicher ob mehr Comicläden etwas bringen eher die breitere Dichte an Comicangeboten. Wien ist ja ein Sonderthema mit über 10 regulären Läden, dafür hast du in Linz keinen und noch einen in Graz und das wars im Ösi Land. Dito gibts in manchen größeren deutschen Städten keinen oder wenige Läden (wie ist denn das zB in München, da fallen mir aktuell nur zwei Läden ein).

    Als Ersatz könnte sich ein besser betreutes fixes Angebot in Buchläden darstellen. Wenn man das als Ersatz für Comicläden sieht, könnte man schon von mehr Breite ausgehen. Leider sind dort Comics halt auch eine Randerscheinung und viele Buchhändler (vor allem auch in größeren Filialen) nehmen das nebenbei mit. Wäre interessant wenn ein Comicnerd dort angestellt ist und neben Comics halt auch anderes verkauft bzw. pusht.
    Geändert von idur14 (29.01.2013 um 08:54 Uhr)

  4. #54
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    Die Bilder von der Bilder Box habe ich mir jetzt im Netz angesehen. Ja, genau so stelle ich mir einen Comicladen vor. Genau so habe ich Läden aus diversen Städten Frankreichs und teilweise aus London in Erinnerung. Comics Virt kann da net mithalten, auch nicht die Hutterers...

    Diese Box gibt es in Wien ja noch nicht so lange, bekommt aber überall überaus gute Kritiken. Habe ich schon registriert. Sobald ich meinen nächsten Geschäftstermin in der Nähe vom Volkstheater habe, werde ich mal eine Mittagspause opfern und mir diesen Laden ansehen.

    Rund um die Mariahilferstraße in Wien gibt es ein absolutes Nest an Läden. Wiener erledigen den Gratis Comic Tag ja zu Fuß, vier Läden sind da innerhalb einer Stunde locker drinnen.

    Ansonsten kenne ich die Läden in Wien seit Jahrzehnten alle. Die meisten davon mit eher miefigem Hinterhofcharme. Nicht geeignet um neue und andere Kundenstämme zu lukrieren.
    Was nutzen mir die schönsten Graphic Novels, wenn sie mir mit fettigen Leberkässemmelfingern überreicht werden? Dann hole ich sie mir lieber aus dem Internet und lasse sie mir verpackt per Post schicken.

    Jetzt sind wir aber bei den Fachläden. Wichtig wäre, dass manche Verlage endlich lernen, wie sie ihre Ware produzieren müssen. Vorbilder gibt es mittlerweile im deutschsprachigen Raum einige.
    Geändert von Huxley (29.01.2013 um 13:34 Uhr)

  5. #55
    Mitglied Avatar von idur14
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    Wobei viele diesen Hinterhofcharme lieben. Ein zusätzliches Problem zur sehr eingeschränkten Kundengruppe der dauerhaften Comicleser ist dass diese Gruppe (mal mit Ausnahme des Geschlechts, da da doch Männer vorherrschend sind) sehr inhomogen ist.
    Da wird gezieltes Marketing, das alle zufriedenstellt, schwierig. Wenn man dann mal eine neue Kundengruppe lukrieren will (als einen solchen Versuch bewerte ich zB Butterfly in the air), kommt das bei der Altkundschaft nicht so gut an.

    Und wenn ich dann die Gruppe mit dem höchsten Durchdringungsgrad bei den Dauercomiclesern (ex GN) bilden müsste, würde ich eher nicht auf Geschäftsleute tippen. Ist aber nur ne Vermutung und ne Beobachtung von zB den Wiener Comicbörsen, die ja in ihrer Art und Form eben diesen Hinterhofcharme wiederspiegeln. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das groß ändern wird.
    In ihrer Art ist die Bilder Box ja eher eine Spezialbuchhandlung und da leigt vielleicht der Weg schon viel näher als jetzt nochmals klassische Comicläden zu eröffnen.

  6. #56
    Mitglied Avatar von idur14
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    Vielleicht macht es jetzt keinen Sinn über mehrere Threads durch alle Verlagsforen zu diskutieren, nur dazu muss ich schon was sagen:

    Die Comickäuferschaft ist immer noch vorwiegend männlich. Ausnahmen sind GN's wo sich das halbwegs die Waage hält und Mangas. Da spricht bei mir kein Alben Sammler oder Fanboy raus, das lässt sich hier quer durch die Foren lesen.
    Und die Mädels die Mangas kaufen stützen mit ihren Deckungsbeiträgen sicher nicht den Fachhandel. Das sind die männlichen Käufer 20-30 aufwärts (ob die jetzt ungepflegt und Nerds sind, sei mal dahingestellt).

    Die Aussage oben war genauso gemeint, nur dass du von dir nicht auf andere schließen solltest. Die Mehrzahl der aktuellen Comicdauerleser ist nämlich in diesen bunten, miefigeren Läden beheimatet. Selbige lassen sich übrigens auch in den USA finden, nur in den klassischen Albenländern ist das mehrheitlich anders. Ob das gut ist oder ob man es ändern soll/muss seiauch mal dahingestellt.

    Bei den Wiener Läden wirds eine Bereinigung geben (und wohl auch zurecht)nur wenn in ganz Südösterreich gerade mal ein Laden ist und der Rest nach Deutschland ausweichen muss (jaja wir sind alle in der EU), stimmt was mit der Druchdringung nicht.
    Deshalb ertappen sich viele, dass sie eben im Internet kaufen oder für Bände mit ISBN halt in einen Buchladen schauen. Man kann jetzt versuchen wieder eigene Läden aufzumachen, die sich dann mit Merchandising über Wasser halten oder man probiert halt eine Mischung oder man schafft es den klassischen Buchhandel zu überzeugen. Gerade in Mangelzonen könnten neue Läden Sinn machen, in Wien und vielen anderen Gegenden eher nicht.

    PS: Originalcomics halte ich für eine Konkurrenz, diese ist aber weitaus nicht so groß wie man denkt. Bei englischen Titeln könnte sicher Panini was dazu sagen (und haben das auch schon in der Vergangenheit), bei französischen liegt dieser Prozentsatz der Fremdleser noch niedriger. Die Abflüsse die man hier verzeichnet, sind zu verkraften, das Problem sind eher mangelnde neue dauerhafte Comicleser. Aber auch dazu gibts hier schon ellenlange Beiträge und Threads mit allen möglichen ideen.
    Geändert von idur14 (29.01.2013 um 15:29 Uhr)

  7. #57
    Mitglied Avatar von Racing.Rainer
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    Mal abgesehen von den Investitionskosten.

    Was muss ein Comicläden erwirtschaften ?

    Hat man von 12-18 Uhr auf inkl. Samstag kommt man auf 25*6 = 150 Arbeitstunden.
    Selbst bei 400,- Euro Kräften... Stundenlohn 6,- Euro + Sozialabgaben liegen die Personalkosten bei über 1000,- Euro !!
    Dann bekommt man ungelernte Aushilfen die nicht beraten können, es sei denn es ist ein Fan dabei.
    Für ein/e Festangestellte/n + Aushilfskraft ist man schon 1500,- bis 2000,- Euro los.
    Selbst bei 500,- Euro Ladenmiete ist man bei 1500,- bis 2500,- Euro Fixkosten pro Monat.
    Wenn sich die Menge im Wareneinkauf und Verkauf die Waage halten muss man für ca. 5000,- bis 10000,- Euro pro Monat Comics verkaufen damit auch der kleinste Laden keinen Verlust macht.
    Das sind 200,- bis 400,- Euro Einnahmen pro Tag.

    Falls jetzt jemand denkt Personal brauche ich nicht, ich stehe selbst dahinter.
    Als Selbsständiger bezahlt man selbst Renten-, Krankenversicherung usw., und wenn man sein eigenes Gehalt für Miete + Hartz IV Satz dazu rechnet ist man locker auf über 1500,- Fixkosten.

    -----------
    Jetzt überlegt mal wo man mit einen Comicladen 5-10 Tausend Euro Umsatz machen kann wenn die Ladenmiete nur 500,- Euro kosten darf.
    -----------
    und bedenkt !
    Hat man mehr Fläche als 40m² und eine sehr gute Lage das viele Kunden im Laden sind muss man auch mit 2 Leuten premanent anwesend sein was mehr an Personalkosten und Miete kostet.

  8. #58
    Mitglied Avatar von idur14
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    Kann ich nur bestätigen. Selbe Überlegung bereits angestellt und verworfen. Kam selbst auf €6000 Umsatz pro Monat. Sowas mach ich nur wenn ich den EuroMillionen Jackpot gewinne und Geld egal ist bzw. meine Frau einen Vorstandsposten besetzt bzw. ich meine Kinder als Dienstsklaven einsetzen kann.
    Andererseits ist es oft so, dass die Ladenbesitzer ja nebenbei noch halbtags arbeiten und das dann schon noch ergänzt wird, sodass der notwendige Umsatz deutlich schrumpft.

  9. #59
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    Ich wollte ja keinen Fachladen im deutschsprachigen Raum eröffnen. Einige sind da froh, weil ihnen da etwas "erspart" bleibt.

    Nur hat jetzt Linz selbst 200.000 Einwohner, rechne ich den Ballungsraum der angrenzenden Bezirke dazu, komme ich auf eine knappe halbe Million. Diese Leute habe ich täglich in der drittgrößten Stadt Österreichs, weil ein Großteil zum Arbeiten einpendelt.

    Wenn man sich nun bei einer knappen halben Million Menschen im Umkreis von 50 Kilometern nicht vorstellen kann, daß ein Fachladen einen monatlichen Umsatz von knapp 10.000 Euro abwirft, warum darf man dann andererseits nicht erwähnen, dass die mehrfach geforderten Fachläden im deutschsprachigen Raum ergo wirtschaftlichen Nonsens und nur ein Luftgebilde darstellen?

    Übrigens, die "paar Mädels", die da ein "paar Mangas" kaufen, haben im letzten Jahrzehnt ein paar Verlage vorm Absaufen bewahrt. Die "paar Mädels" sind inzwischen die Kunden, die aktuell vermehrt Comics für ihre Kinder suchen.
    Geändert von Huxley (30.01.2013 um 11:03 Uhr)

  10. #60
    Mitglied Avatar von idur14
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    Du hast mit Linz vollkommen Recht, es fehlt ein Comicladen. Der eine den es gab wurde immer kleiner und war dann weg. Inkl. Einpendler liegen wir wirklich bei mind. 500.000 potenziellen Kunden und da sind diejenigen, die lieber nach Linz als nach Graz oder Passau fahren gar nicht dabei. Ersatz bieten eine Riesenbuchhandlung und 2 Kioske (inkl. Bahnhof).
    Genau das meinte ich mit der mangelnden Diversifikation, in Wien ists im Positiven besonders schlimm, aber zB auch in Hamburg gibts doch relativ viele Comicläden im Vergleich zu München, in anderen Ballungsräumen wirds dann sehr mau.

    Der oben genannte Händler würde zu Beginn aber die 10TSD € nicht schaffen, höchstens mit Glück mit Merchandising oder mit anderen Produkten. So ein Fachgeschäft muss sich erst mal etablieren. Dann sollte es aber irgendwann funzen.
    Wenn du mal davon ausgehst, dass Einrichtung und Erstausstattung aus Ersparnissen vorfinanziert ist, kommen als Hauptkosten der Standort und die Personalkosten hin.
    Für den Standort rechne ich mit mind. 1000TSD€, beim Personal 1500 (inkl. Arbeitgeberbeiträge). Bei 30-40% Händlermarge sind das 6-7TSD€ Umsatz.

    Trotzdem liegt die Basisfrage eher bei den Kosten und ob man sich die leisten kann. Kann ich zB aus meinem regulären Job zu Beginn 1Tsd€ für das Thema zuschiessen, muss ich nur mehr 1,5TSD Kosten reinbringen und der erforderliche Umsatz sinkt auf 4-4,5 TSD usw..

  11. #61
    Mitglied Avatar von Racing.Rainer
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    Die Rechnung geht wie ich geschrieben habe nur auf wenn der Wareneingang + Ausgang identisch ist. Also was rein geht auch raus geht und nichts auf Lager bleibt.
    Ein Comicladen muss im Monat für ca. 500,- Euro die wichtigsten Neuheiten in die Backlist aufnehmen und muss dafür 1500,- Euro zusätzlich einnehmen.
    Sollte man eine Backlist der letzten 5 Jahre im Lager haben (ca. 30000,- Euro gebundenes Kapital) dann braucht man das nicht einrechnen da sich durch den Abverkauf nicht nachbestellbarer Titel die Neuheiten finanzieren.

    -------------
    Egal wie groß der Ballungsraum ist.
    Der normale Comickäufer hat seinen Stammhändler wo er seine Neuheiten im Abo hat.
    Zuerst wird nur ein Teil der Amazon Kunden zu den örtlichen Händler wechseln.
    Dann wird man einen kleinen Teil der Laufkundschaft von Kiosken oder Buchhandlungen durch die Lage abwerben.
    Hinzu kommen ein paar neue Kunden die neugierig geworden sind.
    --------------
    In Hamburg funktioniert das mit den Comicläden gut, weil der eine überwiegend Mangas hat, der andere fast nur Antiquariat, der nächste sein Internetgeschäft und den Laden nur auf hat weil immer jemand im Lager ist, und ein weiterer mehr mit Merchandising zu tun hat.
    ...und eigentlich alle Läden seit mehr als 20 Jahren existieren.

  12. #62
    Mitglied Avatar von idur14
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    Das kommt drauf an wie du deinen Laden positionierst und wie du ihn beginnst. Die wichtigsten Neuheiten sind daher relativ (oder um in diesem Thread etwas provokantes zu sagen, dann hab ich halt keine oder kaum Epsilon Neuheiten und liefere diese nur auf Anfrage und verzichte auf viele Mangas usw..). Das entspräche in etwa der Spezialisierung wie in Hamburg.
    Aber ja 500€ als Monatseinsatz ist das mindeste, das scheint mir eher gering angesetzt.

    Was die Neukunden angeht, so kann das zusätzlich zum gesagten nur heissen die Klientel dort abzuholen wo sie auch ist. Das ist für Österreich gesehen im Regelfall auf den Comicbörsen vornehmlich in Wien, wo unmengen Nicht Wiener hinfahren. Das dauert aber. Bei Amazon sind da gar nicht so viele. DAs entspricht in etwa auch der Strategie von Salleck.
    Und ja alles andere stimmt natürlich, zB auch eine Lage zu haben, wo ich schon mal nahe an einer bestimmten Klientel bin. Parkplätze werden auch immer wichtiger usw...

  13. #63
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Ihr rechnet schon ziemlich konservativ. Heinzelmännchen in Stuttgart brauchte 3.000 DM Umsatz am Tag.
    Das ICOM-Heft zum Gratis Comic Tag 2012 jetzt herunterladen (7,3 MB)!

  14. #64
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    Und ist (vielleicht auch deshalb) nicht mehr da.

    Also ich brauche deutlich weniger, da kommen R. Rainers Bespielrechnungen schon ganz gut hin.

    Aber in Hamburg ist die Diversifikation wirklich sehr stark, neben dem Manga- Antiquariats- oder Merchandise- Spezialisten gibt es auch noch den für US-Comics (da sinds sogar zwei) sowie eine Graphic Novel-Boutique.

    Uns fehlt hier zwar das große zentrale Comic-Kaufhaus (das wäre dann am ehesten noch die "Presse & Buch"-Filiale im Hauptbahnhof mit sehr großzügiger Comic-Abteilung) ) aber dafür tun wir uns gegenseitig auch nicht besonders weh.

  15. #65
    Mitglied Avatar von idur14
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    Also ich kann mich bei meinem einzigen Besuch an Comic Cave, Hummelcomic, den Laden am Mundsburger Damm und eben den Hauptbahnhof eirinnern. Ich hoffe ich beleidige da jetzt niemanden, aber der Überburner war da nicht dabei, jeder Laden hatte etwas, aber halt auch seine kleinen Schwächen.
    Den Comic Room und diesen GN Laden im Hafenviertel gabs damals glaub ich noch nicht.

    Was ich oben sagen wollte ist, dass man Mangas, vieles von Disney und Asterix sowie manche GN's auch sehr guit an anderen Orten bekommen kann.
    Wenn man in einer Mangelzone was aufmacht, dann sollte man zwar diese Dinge schon beschaffen können, aber sich zuerst auf anderes konzentrieren.
    Vielleicht resultiert daraus diese Spezialisierung (auch in Großstädten) . oder es basiert eben auf den Vorleiben des inhabers (vor allem bei kleineren Läden).

  16. #66
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    Somit stellt sich also weiterhin hartnäckig die Frage, welcher Ducksche Multimillionär in Zukunft im deutschsprachigen Gebiet weitere hundert Fachläden aus dem Boden stampfen und eröffnen wird, damit der Epsilon-Verlag weiter "wachsen" kann.
    Irgendwie liest man in diesem Forum raus, dass Besitzer bereits existierender Fachläden mit einer umfangreichen Programmvorbestellung des Epsilon-Verlages aus bekannten und verständlichen Gründen schon äußerst vorsichtig geworden sind.
    Als Kunde fragt man sich nun, ob es überhaupt Sinn macht, weitere Serien beim Epsilon-Verlag zu beginnen, wenn man weiß, dass im Original bereits einige Bände am Markt erschienen sind.
    Gibt es da jetzt überhaupt einen Ausweg aus der Krise?

  17. #67
    Moderator Epsilon Forum Avatar von Mark O. Fischer
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    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    Gibt es da jetzt überhaupt einen Ausweg aus der Krise?
    Im Prinzip ist es dank des Internets heutzutage einfacher Comics zu kaufen als je zuvor. Die Kunst besteht immer nur darin, Nachfrage zu erzeugen. Wenn diese Nachfrage steigt, wächst auch das Angebot im Einzelhandel. Wenn nun die bestehenden Fachläden trotz der zuverlässigen Programme anderer Verlage immer noch keinen Gewinn machen und andere Verlage zuverlässige Programme zugunsten kurzfristiger Planungen einstellen, spricht das nicht gerade für ein Wachstum des Marktes. Dieses Wachstum erreicht man nicht durch Rückzug, sondern nur doch Ausbau des bestehenden Angebots.

    Nach einem Monat 2013 kann ich jetzt schon sagen, dass ich meine Investitionen in Produktion und Werbung deutlich steigere. Bereits jetzt sind drei neue Titel gedruckt, fünf in Druck und elf in Vorbereitung und es wird weiter eingekauft. Ich beuge mich dem Wunsch der Händler nach festen Erscheinungsterminen, auf die sie sich einstellen können, und passe meine Auslieferungen diesen an. Werbung wird gratis verteilt, von der Leipziger bis zur Frankfurter Buchmesse über den Gratis Comic Tag und sogar die Polizei hilft mir dabei. Auch der App-Markt wächst langsam.

    Ich kann nur hoffen, dass meine Anstrengungen gewürdigt und unterstützt und nicht durch negative Mundpropaganda ausgebremst werden. Ich weiß selbst, dass ich mir durch zu optimistische Ankündigungen selbst ein Bein gestellt habe. Nichtsdestotrotz habe ich bereits ein reichhaltiges Angebot an Titeln mit vielen abgeschlossenen Geschichten, das auch für nachwachsende Generationen interessant ist. Und darum geht es letztendlich. Denn ein Markt, der nur aus Altsammlern besteht, die nur nach Fortsetzungen schreien, kann nicht wachsen. Die generationsübergreifenden Besteller von heute sind nicht neue Geschichten, sondern bereits 50 Jahre alt.
    Geändert von Mark O. Fischer (31.01.2013 um 13:34 Uhr)
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  18. #68
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Nach einem Monat 2013 kann ich jetzt schon sagen, dass ich meine Investitionen in Produktion und Werbung deutlich steigere. Bereits jetzt sind drei neue Titel gedruckt, fünf in Druck und elf in Vorbereitung und es wird weiter eingekauft.
    Bis zu den Worten "es wird weiter eingekauft", klang alles noch recht positiv und einsichtig. Zusätzlicher Einkauf jedoch sieht weiter nach diesem hartnäckigen Messie-Syndrom aus, das dir beim Horten weiterer Lizenzen nur ein kurzfristiges Hochgefühl beim Einkauf bringt.
    Ich kann nur hoffen, dass meine Anstrengungen gewürdigt und unterstützt und nicht durch negative Mundpropaganda ausgebremst werden.
    Da kannst du dich selbst doch am besten unterstützen. Sämtliche Ankündigungen neuer Serien, die sich realistischerweise doch nur für lange Zeit im Planungsstadium befinden können, müssen sofort von deiner Homepage. Ein bis zwei neue Serien anzukündigen, die im Original auch nur wenige Bände umfassen, ist in deiner Situation gerade noch okay. Dann solltest du sehr bald zugegeben, dass einige Serien in den nächsten Jahren sicher nicht mehr weiter geführt werden, weil finanziell untragbar. Und dann volle Konzentration auf bestehende Titel, die sich halbwegs rentieren. Die Zahlen hast du. Dann zeigen neben den Kunden sicher auch Comicfachhändler wieder Einsicht und Zuversicht. Ist ja unbestritten, dass du neben ein paar unglaublichen Rohrkrepierern auch sehr interessante und vielversprechende Titel im Portfolio hältst.
    Nichtsdestotrotz habe ich bereits ein reichhaltiges Angebot an Titeln mit vielen abgeschlossenen Geschichten, das auch für nachwachsende Generationen interessant ist.
    Und genau diese bereits abgeschlossenen Serien solltest du jetzt lieber vermehrt hervorheben als vollmundig weitere Ankündigungen neuer Reihen zu bringen.

    Als letzten Tipp solltest du dich schnell ein bißchen mehr eindeutig positionieren. Freche Erotik, deutsche Nachwuchsförderung, Aufbereitung frankobelgischer Klassiker und Entdeckung neuer französischer Reihen aller Genrerichtungen sind für einen Kleinverlag wie dich mindestens zwei Abzweigungen zuviel.
    Geändert von Huxley (31.01.2013 um 14:01 Uhr)

  19. #69
    Moderator Epsilon Forum Avatar von Mark O. Fischer
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    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    Bis zu den Worten "es wird weiter eingekauft", klang alles noch recht positiv und einsichtig. Zusätzlicher Einkauf jedoch sieht weiter nach diesem hartnäckigen Messie-Syndrom aus, das dir beim Horten weiterer Lizenzen nur ein kurzfristiges Hochgefühl beim Einkauf bringt.
    Mit dem Einkauf meine ich natürlich vor allem die nachgefragten Titel beliebter Serien und Künstler.
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  20. #70
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    ...

    Bereits jetzt sind drei neue Titel gedruckt, fünf in Druck und elf in Vorbereitung und es wird weiter eingekauft.

    ...
    Welchen Status davon hat denn Dan Cooper GA 3? Und wann erscheint sie jetzt endgültig?

  21. #71
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    Kann man auf der Homepage nachlesen: gehört zu den 11 "in Vorbereitung", was bei Epsilon defacto aber gleichbedeutend mit "in Planung" oder "kommt möglicherweise nie" ist.

    Bereits gedruckt sind wohl Wohlstand und John Lord 1&2, in Druck Golden City 2 (Nachdruck) und 9, Dédé 4, Lucian 3 sowie Damian & Alexander 2.

  22. #72
    Mitglied Avatar von MacGyver
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    Genau wieder nichts dabei. Aber es gibt genügend Alternativen. Also nicht so schlimm.

  23. #73
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    Also Dédé kaufe ich auf jeden Fall, Wohlstand wahrscheinlich, D&A schaue ich mir auch zumindest mal an. Dan Cooper ist mir reichlich egal, frustrierend finde ich die Lage bei Kenya und Golden Cup.

  24. #74
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    Endlich kommt Golden City 2, darauf warte ich seit dem Gratis Comic Tag-Exemplar im Jahr 2011.
    Wenn Band 2 jetzt nachgedruckt vorliegt, kommen Band 1 bis 5 ins Regal, sobald der Nachdruck von Band 6 erscheint, wird bis zum letzten erschienen Band komplettiert. Daumen hoch für die Nachdrucke!

  25. #75
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    1
    Zitat Zitat von Susumu Beitrag anzeigen
    Bereits gedruckt sind wohl Wohlstand und John Lord 1&2, in Druck Golden City 2 (Nachdruck) und 9, Dédé 4, Lucian 3 sowie Damian & Alexander 2.
    "Dédé", "Luzian Engelhardt" und "Damian & Alexander" sind ganz sicher noch nicht gedruckt, die sind ja grade erst fertig gezeichnet. Pünktlich (wann immer das ist, aber zumindest vor dem Comicfestival München) erscheinen werden sie vermutlich trotzdem.
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