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Thema: Jim Henson's Tale of Sand (Winter 2013/2014)

  1. #76
    Moderator Autorenforum / Pony X Press / Katzenjammer Avatar von Spong
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    Der Selbstausbeutungsfaktor in der Comicszene wird von aussenstehenden gerne unterschätzt oder ist schlicht so nicht bekannt. Daher bitte glatte Wellen auf beiden Seiten! Freue mich, dass sich jemand in DE dieses Projekts angenommen hat, dass könnte doch sogar für die Puppenspielerszene interessant sein?

  2. #77
    Moderator dani books Avatar von Jano
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    Zitat Zitat von Spong Beitrag anzeigen
    Daher bitte glatte Wellen auf beiden Seiten!
    Klar, das ja eh. Ich setze auch Leserwünsche in der Regel bekanntlich gern um (künftig besserer Schutz vor angestoßenen Kanten bei den Paperbacks etc.), aber jede teure Spielerei der Originalausgabe muss dann eben trotzdem nicht zwingend mitgemacht werden (solange sie - wie eben bei dem "Notizbuch"-Zeug - keinen tieferen Sinn hat, der mit dem Comicinhalt in Zusammenhang steht). Das gäbe es zwar sicher bei manchen anderen Verlagen ... die würden das Buch dann allerdings auch gleich für 39 EUR oder so in den Handel bringen statt 24 (und hätten dank Buchhandelsvertretern etc. deutlich bessere Vertriebsmöglichkeiten).

    Wenn das fehlende Gummiband der einzige Kritikpunkt bleibt, bin ich aber eh schon zufrieden.

  3. #78
    Moderator dani books Avatar von Jano
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    Wem der Band gefallen hat, kann ihn übrigens gern in diesem Thread für den Max-und-Moritz-Publikumspreis in der Graphic-Novel-Kategorie vorschlagen. Die 20 meistgenannten Titel kommen in die nächste Runde.

  4. #79
    Moderator dani books Avatar von Jano
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    Artikel zu "Tale of Sand" im heutigen Tagesspiegel:


  5. #80
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    warum wird denn nur die englische Ausgabe empfohlen?

  6. #81
    Moderator dani books Avatar von Jano
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    Woran machst du das fest? Die gezeigte Seite stammt aus der deutschen Fassung, die auch am Ende bei den Titeldaten erwähnt wird.

  7. #82
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    upps...hatte den artikel vim Netz gelesen und jetzt erst festgestellt, dass er nicht identisch mit dem geposteten ist, sondern von 2012 ist.

  8. #83
    Moderator dani books Avatar von Jano
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    Hm ... na, also den bislang überschaubaren Leserrückmeldungen hier nach zu urteilen, scheinen sich die Verkaufszahlen momentan wohl eher noch in Grenzen zu halten ... was eher weniger günstig ist, wenn das so bleibt. Aber mal sehen, was Anfang April die Handelsauslieferabrechnung sagt. (bzw. alternativ )
    Geändert von Jano (14.03.2014 um 01:30 Uhr)

  9. #84
    Mitglied Avatar von Schreibfaul
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    Zitat Zitat von Jano Beitrag anzeigen
    Hm ... na, also den bislang überschaubaren Leserrückmeldungen hier nach zu urteilen, scheinen sich die Verkaufszahlen momentan wohl eher noch in Grenzen zu halten
    Vielleicht sind die alle nur Schreibfaul :-)

  10. #85
    Mitglied Avatar von Comic_Republic
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    Zitat Zitat von Schreibfaul Beitrag anzeigen
    Vielleicht sind die alle nur Schreibfaul :-)
    Diese Schreibfaul-en immer...

    Keine Angst, Jano, ich kaufe es noch, aber erst Ende des Monats. Tale of Sand erschien leider sehr ungünstig für meinen monatlichen Comickauf... Dann werde ich aber direkt mal n Nachmittag frei halten!

    C_R
    VERKAUFE COMICS
    (US, Superhelden, Frankobelgisch, Graphic Novel, ganze Serien)


  11. #86
    Mitglied Avatar von Franco
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    Zitat Zitat von Jano Beitrag anzeigen
    Hm ... na, also den bislang überschaubaren Leserrückmeldungen hier nach zu urteilen, scheinen sich die Verkaufszahlen momentan wohl eher noch in Grenzen zu halten ... was eher weniger günstig ist, wenn das so bleibt. Aber mal sehen, was Anfang April die Handelsauslieferabrechnung sagt. (bzw. alternativ )
    Mein Interesse habt ihr auch geweckt. Aber es geht halt nicht immer sofort.

    Gruß, Frank

  12. #87
    Mitglied Avatar von Huckybear
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    Die Leseprobe finde ich sehr spannend und sie hat mich wirklich äußerst neugierig gemacht wie es denn wohl so weiter geht.
    Was vorher bei der reinen Ankündigung, Cover und Nennung des Titels , auch von Jim Henson als Zugpferd, vorher überhaupt nicht der Fall war und mich auch sonst viel eher völlig abgeschreckt hat (Muppets,Fantasy = Rubrik völlig uninteressant für mich)
    Erinnert mich beim lesen der Preview dabei jetzt aber irgendwie an die früheren Richard Bachmann Romane (Stephen King).
    Allerdings ist der Anfang der Leseprobe ja noch in einer sehr realistischen Handlung eingebettet.
    Ich sehe aber in den Kritiken, dass es danach wohl eher zunehmend (ausschließlich ?) abgedrehter und surrealer wird (Hai, Löwe usw.), also weniger R.Rodriguez, Q. Tarantino oder Oliver Stone Stil um es mal mit Filmen zu vergleichen und eher viel mehr im Stil von Terry Gilliam (Fear and loathing in Las Vegas, Brazil).
    Ist dem wirklich so ? Das mag ich eigentlich eher weniger, zumindest wenn es ausschließlich auf solch eine Richtung hinausläuft.
    Das Artwork erinnern mich stellenweise an die Eichborn Bände Parker und Asterios Polyp was schon mal nicht schlecht ist, da ich beide GN sehr toll finde.
    Bin noch unentschlossen...
    Geändert von Huckybear (15.03.2014 um 13:37 Uhr)

  13. #88
    Moderator dani books Avatar von Jano
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    Na ja, also ToS lässt sich eigentlich mit keinem existierenden Film vergleichen ... und hätte als Film auch nicht in der Form umgesetzt werden können, wie das nun als Comic geschafft wurde.

    Am ehesten lassen sich noch Parallelen zu Hensons früheren Werken erkennen (laut Vorwort des Buchs):

    Das Projekt, dessen Bearbeitung am weitesten fortschritt, war ein Drehbuch in Spielfilmlänge mit dem Titel Tale of Sand, welches die Optik, die Atmosphäre und das Tempo von Time Piece mit den Themen von The Cube verband.
    Time Piece (Oscar-nominiert):
    https://www.youtube.com/watch?v=nhrE4VMJM8o

    Im Gegensatz zu seinen ersten Versuchen mit dem Medium, die animiert gewesen waren, handelte es sich bei Time Piece um einen Live-Action-Film, in dem es um die komisch-dramatische Geschichte eines (von Jim gespielten) Mannes ging, der versucht, mit der modernen Welt Schritt zu halten. Jim verwendete die Methoden des Stream-of-Consciousness-Erzählens, mit schnellen Schnitten, die die Bewegung der Handlung durch den Kopf der Hauptfigur spiegelten, von seinem Krankenbett über ein Restaurant und den Dschungel bis hin zu einem Autorennen.
    The Cube:
    https://www.youtube.com/watch?v=gZuYkPmtS-Q

    1966 erarbeiteten sie ein Drehbuch für ein einstündiges surreales Drama mit dem Titel The Cube, das 1969 schließlich für den Sender NBC produziert wurde. Die Geschichte über einen Mann, der in einem fensterlosen Raum festsitzt und von dort nicht fortkommt, erlaubte Jim, visuell darzustellen, wie man in seinen eigenen Gedanken gefangen sein kann, und machte sich Jerrys Talent zunutze, eine strukturierte und mit Humor gespickte Handlung zu schreiben.
    Die Handlung wirkt zwar erst mal merkwürdig, ist aber, wenn man sie am Ende der Geschichte dann schließlich verstanden hat, schon etwas, um sich mal Gedanken drüber zu machen, und nicht wie bei Gilliam nur seltsam, um seltsam zu sein.

  14. #89
    Mitglied Avatar von Huckybear
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    hmm...die Handlungen der anderen Werke erinnern mich phasenweise ein ganz klein wenig an : "Das erstaunliche Leben des Walter Mitty" der neulich im Kino lief
    Aber richtig überzeugt, hast Du mich jetzt mit deinem letzten Satz :.."und nicht wie bei Gilliam, nur seltsam, um seltsam zu sein".
    ich glaube, dass ist das jetzt doch wirklich etwas für mich,
    Ich mag Gilliam Filme normal immer nur von der Idee im Vorfeld und im Ansatz , aber nie im ganzen Verlauf oder gar im Ergebnis, u.a genau aus diesen von Dir gesagten Grund.
    Ich werde mir den Band holen, allerdings erst im April, da mein Budget für März schon mehr als völlig verplant ist und ich diesen Band überhaupt nicht auf meiner Liste hatte.

    Wenn das so ein ambitioniertes Hochrisikoprojekt ist (siehe diesen und andere Threads) , hättest Du den vielleicht doch noch nicht (zumindest zu diesem frühen Zeitpunkt des noch jungen Verlages) bringen sollen.
    Allerdings scheint er ja unter Umständen zumindest gut für das Prestige, Image und evtl. sogar auch hier noch Preisverdächtig zu sein,
    Aber kaufen kann man sich dafür ja auch bekanntlich nicht immer etwas.

  15. #90
    Moderator dani books Avatar von Jano
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    Was man sich bei ToS zudem vor Augen halten muss, ist, dass der Band (im Gegensatz zu gefühlt 99 % aller "Graphic Novels") nicht extra seltsam geschrieben wurde, nur um super pseudo-anspruchsvoll zu wirken und sich im Buchhandel besser zu verkaufen. Das Skript stammt ja schon aus den 1960ern und wurde hier nahezu 1:1 adaptiert. Die Thematik ist einfach das, womit sich Henson damals beschäftigt hat, also keine "Graphic Novel"-Verkaufsmasche.

    Wenn das so ein ambitioniertes Hochrisikoprojekt ist (siehe diesen und andere Threads) , hättest Du den vielleicht doch noch nicht (zumindest zu diesem frühen Zeitpunkt des noch jungen Verlages) bringen sollen.
    Tja, lässt sich jetzt nicht mehr ändern. Und da ich den ja schon Ende 2012 eingekauft hatte, hätte ich das schon ausgegebene Geld für die Lizenz nicht durch weiteres Nachhintenschieben in den Wind schießen wollen, weil man die Sachen immer innerhalb von einem Jahr bis maximal 18 Monaten nach Vertragslegung veröffentlichen muss, sonst verfällt der.

    Na ja, für die beiden April-Titel (MA 3 und Akte X 2) reicht's schon noch und das sind zum Glück zwei Reihen, die immer sehr gut laufen. Und ansonsten halt mal schauen, was für ToS und DG/AdF die Auslieferungszahlen Anfang April sagen. Wenn von beiden im März so jeweils 300 bis 400 ausgeliefert wurden, reicht mir das wieder erst mal ein bisschen (auch wenn mehr trotzdem nicht unangenehm wäre).

  16. #91
    Mitglied Avatar von Schreibfaul
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    Zitat Zitat von Jano Beitrag anzeigen
    Was man sich bei ToS zudem vor Augen halten muss, ist, dass der Band (im Gegensatz zu gefühlt 99 % aller "Graphic Novels") nicht extra seltsam geschrieben wurde, nur um super pseudo-anspruchsvoll zu wirken und sich im Buchhandel besser zu verkaufen.
    Viele GN scheinst du ja nicht gelesen zu haben.
    Vorurteile müssen schon ne tolle Sache sein, dass sie immer so sehr gehegt und gepflegt werden. :-P

  17. #92
    Moderator dani books Avatar von Jano
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    Zitat Zitat von Schreibfaul Beitrag anzeigen
    Viele GN scheinst du ja nicht gelesen zu haben.
    Ähm ... doch.

    Dass das "coole" Label "Graphic Novel" in Deutschland ausschließlich Werbemasche ist, wird doch wohl niemand ernstlich abstreiten. Dadurch sollen halt neue Märkte erschlossen werden, was ja auch okay ist. Ob die so gekennzeichneten Titel dann immer tatsächlich so anspruchsvoll oder interessant sind, wie sie gern sein würden, und ob sich irgendjemand für sie interessiert hätte, wenn sie vor der "Graphic Novel"-Flut in den Handel gekommen wären, ist dann wieder eine andere Frage.

    Comic ist letztlich Comic, egal, wie man's nennt. Und da gibt's eben gute und weniger gute, egal, ob da nun "Graphic Novel" draufsteht, oder nicht. Dass die Leute (vor allem Nicht-Forenleser, also Ottonormalverbraucher) zum Teil nur wegen dieser Bezeichnung Sachen kaufen (und auf einmal toll finden), bei denen man sich früher nur die Haare gerauft hätte - sowohl was das Inhaltliche als auch das Zeichnerische angeht - werden die meisten hier zwar nicht gern hören, ist aber einfach so ... völlig vorurteilsfrei. Kritisch wird es auch noch gar nicht mal, wenn schlechte Sachen auf einmal gut gefunden, sondern wenn die vermeintlich anspruchslosen "normalen" Comics dagegen herabgewürdigt werden, was leider von den Lesern (und zum Teil sogar gelegentlich von Seiten einiger Verlage) ganz gern mal gemacht wird.

    Ich bin mir allerdings sicher, dass es zu diesem Thema bereits mehr als genug Threads hier irgendwo im CF gibt, daher soll das hier jetzt nicht weiter ausgeführt werden.

    Und um den Bogen zu ToS zurückzubringen: Tale of Sand ist sicher speziell. Und ja, ich hab mir beim ersten kurzen Reinschauen vor der Bearbeitung der deutschen Ausgabe auch entsetzt gedacht, was ich mir da denn eigentlich für einen Mist eingekauft habe. Wenn man dann aber mal bei der Handlung durchsteigt und seine eigene Interpretation der Geschichte findet, ist das Ganze sogar richtig gut ... bzw. kann es zumindest sein. Mir gefällt der Band inzwischen jedenfalls hervorragend. Ich schreibe allerdings niemandem vor, das zwingend genauso sehen zu müssen, und kann durchaus nachvollziehen, wenn sich jemand denkt: "Was'n das für'n Schrott?" Die Zeichnungen sind unbestreitbar grandios, aber zu der Handlung findet man halt einen Zugang (in der Regel ganz am Ende der Geschichte) oder nicht (ging Zeichner Pérez auch nicht anders, wie man im Interview im Band nachlesen kann). Von daher einfach mal Lesen und für sich selbst entscheiden. Bei 24 EUR kann man zumindest als Comicfan und -sammler nicht sooo super viel verkehrt machen, denke ich, selbst wenn einem die Handlung am Schluss zu surreal ist. Dafür bekommt man dann halt einen schön verarbeiteten Hardcoverband mit tollen Zeichnungen fürs Regal.
    Geändert von Jano (16.03.2014 um 03:14 Uhr)

  18. #93
    Mitglied Avatar von prami
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    Also ich habe ToS gekauft und gelesen.

    Sureal, das ist das Wort das mir sofort einfällt, müsste ich die Geschichte beschreiben.
    Nix für mal eben so lesen.
    Keine pure Konsum-Unterhaltung: Lesen und vergessen.
    Man muss sich Zeit nehmen, immer wieder auch mal zurückblättern.
    Nachdenken, versuchen zu verstehen (auch wenn dies nicht immer gelingt)
    Schlussendlich aber : einfach nur toll!
    Zuletzt gelesen: Meinen Beitrag hier .....

  19. #94
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    Jim Henson war ein grenzgenialer fantasievoller Visionär. Zu seiner Entstehungszeit beinahe gänzlich unmöglich, wäre selbst heute dieses "verschollene" Drehbuch nur ganz schwer zu verfilmen. Würde eine Menge Budget verschlingen und würde nur eine kleine Schar Anhänger surrealer Traumgeschichten glücklich machen. Wer mit Filmen wie "Mirrormask" oder "Das Kabinett des Dr. Parnassus" etwas anfangen kann, findet sich eventuell in "Tale of Sand" ebenfalls wieder. Was Ramón K. Pérez zeichnerisch hier gezaubert hat, die visuelle Umsetzung der vielen Ideen, das ist wirklich aller Ehren wert. "Tale of Sand" ist auch ein Kind seiner Zeit. Die späten Sechziger waren bunt und berauschend, bewußtseinserweiternde Stoffe in der Künstlerszene en vogue, "Yellow Submarine" kam ein Jahr später ins Kino.
    Subversiv und absurd, eine Rebellion gegen das Establishment, weg von biederer und keimfreier Unterhaltung. Jim Henson war auch hier Wegbereiter und Pionier.

    Ein wenig enttäuscht war ich von der Übersetzung der Einführung und des Vorworts zu Jim Hensons Schaffungsprozess. Etliche Sätze wurden hier eher sperrig in die deutsche Sprache übertragen. Da wäre es mir ganz recht, wenn ein Übersetzer dann doch öfters vom Original abweicht und nicht nur stur Wort für Wort "synchronisiert".
    Da ansonsten nicht wirklich viel Textlastigkeit in "Tale of Sand" vorherrscht, wäre da ein wenig mehr Sorgfalt durchaus angebracht gewesen.

    Der Preis für die Qualität der Umsetzung ist der Hammer. Ich bin mir fast sicher, dass jeder andere Verlag in Deutschland hier wesentlich mehr verlangt hätte. Wohl verlangen hätte müssen. Keine Frage, "Tale of Sand" hat sich ein Plätzchen in einer guten Comicsammlung verdient. Ob nun im Original oder übersetzt, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

  20. #95
    Moderator dani books Avatar von Jano
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    Das Vorwort hab ich bereits so frei wie möglich übersetzt. Die Frau Archivarin hat im Original noch gruseliger geschrieben, das war eher ein Uni-Sekundärliteraturtext als eine Bucheinführung. Wenn ich das noch freier formuliert hätte, wäre von deren Stil gar nichts mehr übrig geblieben, was ich als Übersetzer aus Prinzip nicht mache. Das ist also Absicht und keine "mangelnde Sorgfalt".

    Ich übersetze *nie*, nur um irgendwas schnell fertig zu haben, *jeder* Text ist immer aufs Genaueste bearbeitet, sonst würde ich den gar nicht erst veröffentlichen. Das gilt sowohl für meine eigenen Texte als auch für die von mir lektorierten Texte anderer Übersetzer. Ich veröffentliche Texte ausschließlich dann, wenn ich der Überzeugung bin, dass sie die höchstmögliche sprachliche Qualität haben.
    Geändert von Jano (18.03.2014 um 09:36 Uhr)

  21. #96
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    Zitat Zitat von Jano Beitrag anzeigen
    Wenn ich das noch freier formuliert hätte, wäre von deren Stil gar nichts mehr übrig geblieben, was ich als Übersetzer aus Prinzip nicht mache.
    Deine Entscheidung. Ich hätte es anders gemacht. Gruseliger Stil gehört eindeutig ausgemerzt, du stehst ja selbst am Cover mit deinem Namen dafür gerade. Du hast deine Entscheidung zur Übersetzung jetzt einigen interessierten Forenlesern und mir erklärt, die meisten Ottonormalverbraucher und Käufer bekommen das aber nicht mit.

  22. #97
    Moderator dani books Avatar von Jano
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    Ach, ganz ehrlich, seit den ungeliebten Don-Rosa-Neuübersetzungen bringt mich nichts mehr so leicht aus der Fassung. Wenn's jemand schlecht findet, kann ich sowieso nichts dran ändern, ob ich das demjenigen nun 20 Mal begründe oder nicht. Von daher ist es letztlich irrelevant, ob jemand die Begründung hier liest oder nicht.

    Originalstil sollte meiner Ansicht nach immer beibehalten werden, es ist nicht Aufgabe des Übersetzers, editorisch einzugreifen. Wenn etwas ganz wirr und unverständlich ist, kann das zwar schon mal gemacht werden, im Regelfall sollte aber etwas immer so wiedergegeben werden, wie es auch der Originalschreiber beabsichtigt hatte. Zumal auch die Lizenzverträge vorgeben, dass die Übersetzung mit höchstmöglicher Treue zum Original vorzunehmen ist. Klar *kann* man das besser formulieren. Wenn das Vorwort aber halt von jemandem geschrieben wurde, der einfach nicht besser schreibt, steht es dem Übersetzer nicht zu, da übermäßig einzugreifen. Hätten die Henson Company und Archaia da einen besser formulierten Text gewollt, hätten sie das in der Originalausgabe schon besser lektorieren können. So ist es eben nun der Bericht der Archivarin in deren Stil. Sowohl in der englischen als auch in der deutschen Ausgabe.

  23. #98
    Moderator dani books Avatar von Jano
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    So, also im März bislang ca. 220 ausgeliefert. Reicht erst mal wieder einigermaßen zum Drucken der April-Sachen, aber da geht noch was. Die restlichen 1280 müssen auch noch irgendwann raus. Also immer schön weitererzählen, wenn euch der Band gefallen hat.

  24. #99
    Mitglied Avatar von frank1960
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    Mein Exemplar wird wohl morgen eintrudeln
    Ach wär Ich doch ein Junge noch wie einst
    Mit Bastei-Gruß,
    Euer Frank

  25. #100
    Mein Exemplar kam gestern, aber leider noch keine Zeit gehabt reinzuschauen
    Falls du in Zukunft weitere Titel in diesem Genre planst, wäre ich immer dabei; So surreale Sachen gefallen mir pers. sehr

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