Finix Comics - Das Warten hat ein Ende
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Thema: Jackie Kottwitz - Gesamtausgabe

  1. #801
    Mitglied Avatar von HerrHase
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    Zitat Zitat von Ollih Beitrag anzeigen
    Das sehe ich in Deinen Beiträgen zum Thema "Inhalte" und "Formate" aber nicht, sorry, hier vertrittst du Deinen Standpunkt meist "bierernst" (Stichwort: Vorwurf) (was ja auch ok ist).
    Den Standpunkt, dass man nicht jede Serie im HC veröffentlichen muss? Den hab ich immer noch, seh aber inzwischen ein, dass eine deutsche Veröffentlichung vieler langlaufender Serien nicht (mehr) anders möglich ist als in Gesamtausgaben. Und wenn diese gut gemacht sind, ist ja auch nichts dagegen zu sagen.

    Zitat Zitat von Ollih Beitrag anzeigen
    Interessant wäre noch zu wiessen mit welchen Serien du Jackie K. vergleichst die, deiner Meinung nach, einen wesentlich "besseren" Plot haben.
    Musterbeispiel für eine aktuelle Semifunny-Serie mit hervorragendem Plot ist für mich immer noch "allein" (wobei sich Vehlmann da in den neuesten Alben auch ein wenig zu verzetteln droht). Die Geschichte ist gleichermaßen spannend wie emotional bewegend und trotz aller geschilderten Brutalität kommt der Humor doch nicht zu kurz. Wenn es eher in Richtung Krimi gehen soll, könnte man auch Franka nennen. Bei Jackie K. habe ich ein bisschen das Problem, das ich auch grundsätzlich mit den meisten TV-Krimiserien oder z.B. Filmen aus der Schwarzen Serie habe: Ich mag die Figuren und finde die Atmosphäre ansprechend, aber die Krimihandlung an sich interessiert mich eigentlich nicht.

  2. #802
    Moderator Finix Comic Club Avatar von joox
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    Zitat Zitat von HerrHase Beitrag anzeigen
    Generell mag ich die Serie, würde sie aber nicht zu den frankobelgischen Spitzenserien zählen wie so manche hier im Forum.
    ...
    Da liefert Dodier gleichbleibende Qualität ab, die aber mMn auch hinter der von anderen belgischen Semifunny-Zeichnern wie Frank Pé, Gazzotti oder Janry rangiert.
    Interessante Wortmeldung. Danke dafür.
    Spannend, wie unterschiedlich und doch gleichzeitig ähnlich Geschmäcker sein können. Wobei dein Problem mit Dodier (wie in deinem letzten Post ersichtlich) wohl weniger ein Problem mit Dodier, denn ein Problem mit dem Genre Krimi zu sein scheint.

    Ich zähle den Jackie ebenfalls zu den Spitzen-Serien, weil ich 1. nix gegen Krimis habe und 2. finde, dass Dodier hier eine Autoren-Serie gelungen ist, die einen originären Charme entwickelt und das auch noch als Autor+Zeichner in Personalunion mit kontinuierlich hoher Qualität in Story und Zeichnung.

    Frank Pé, Gazzotti und Janry finde ich auch sehr gut. Aber sie sind doch teilweise recht schwer mit Dodier vergleichbar.
    Frank Pé hat seinen Jonas Valentin seit Ewigkeiten an den Nagel gehängt. Janry macht inzwischen tendeziell nur noch One-Pager und ist wie Gazzotti reiner Zeichner. Gazzotti wiederum orientiert sich mir persönlich vom Stil her zu nah an Janry so dass ihm dadurch das Originäre etwas abhanden geht.

  3. #803
    Moderator Finix Comic Club
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    Interessant ist das Posting auch deshalb, weil es mal wieder zeigt, wie unterschiedlich die Wahrnehmung einzelner Comicserien ist.
    Jackie Kottwitz ist für mich z. B. gar kein Semifunny.
    Mag sein, dass die Hauptfigur etwas "überzeichnet rüber" kommt, aber alles übrige (Setting andere Figuren) hat für mich wenig bis gar nichts, was mich zeichnerisch an Semifunnies erinnern würde.

    Klar Gazzotti mit seiner Serie Soda ist zu nennen, auch Spoon & White + Helden ohne Skrupel, wenn es um schwarzhumorigen Semifunny geht. Im Falle Allein ist eher der reine Comicstil an sich oder auch Spirou Titel jeglicher Coloeur.
    Jackie Kottwitz ist für mich ein rein klassischer Krimi, mit seinem ganz eigenen Stil, der Humor findet ja zumeist nur in ausgewählten Szenen statt. Das macht die Serie ja so eigen.
    So eigen und speziell wie ein Canardo oder Nestor Burma, um nur zwei beliebige Beispiele aus einer Vielzahl individueller Krimis mit eigenem Zeichenstil zu nennen.
    Geändert von Ollih (02.01.2019 um 17:22 Uhr)

  4. #804
    Mich hat JK vom Carlsen Verlag damals fast schon abgeschreckt.

    Mit der GA 1 bin ich auch länger nicht "warm" geworden. Mit GA 2 dann aber zum Fan der Serie.

    Allein = mMn nicht mit JK vergleichbar. Allein kommt niedlich daher, wird immer härter und nach 10 Bänden weiß ich noch immer nicht um was es wirklich geht. Vehlmann ist ein Superstar, aber er baut extrem ab in letzter Zeit.
    Wenn ich da an die Marquis von Anoan Bände 1 - 4 denke ... 5 ging noch. Dann hatte er keine Ideen mehr. Und Allein dürfte sich einfach viel zu gut verkaufen um nicht massiv "gestreckt" zu werden.

    Soda ist toll. Aber auch viel härter als JK.

    JK ist ein liebevoller Krimi der, auch wenns mal hart auf hart zugeht, nie den Columbo-Stil verliert.
    Ich finde das JK fast schon ein Alleinstellungsmerkmal am deutschen Comicmarkt hat. Kenne da echt nichts vergleichbares.

  5. #805
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von Ollih Beitrag anzeigen
    So eigen und speziell wie ein Canardo oder Nestor Burma, um nur zwei beliebige Beispiele aus einer Vielzahl individueller Krimis mit eigenem Zeichenstil zu nennen.
    "Nestor Burma" hat einen eigenen Zeichenstil?
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  6. #806
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    Ja. Tardi hatte zwei Nachfolger, die in seinem Stil zeichnen.

  7. #807
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Eben, nicht im eigenen.
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  8. #808
    Mitglied Avatar von zaktuell
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    Naja: Serien-eigen eben.

    Aber noch mal kurz zurück dazu:

    Zitat Zitat von Ollih Beitrag anzeigen
    Genau, und was ist daran so schlimm? (...)
    Wer hat gesagt, dass daran etwas schlimm wäre?!? Ach, ich wünschte, man könnte einfach mal einen Sachverhalt sachlich darstellen, ohne dass einem da ne Wertung reininterpretiert würde. Wie überhaupt die Welt eine bessere wäre, wenn sich rumspräche, dass anders eben nur anders ist, aber nicht besser oder schlechter. Nur anders.

    Zitat Zitat von Ollih Beitrag anzeigen
    (...) Dissens in Diskussionen ist solange nicht negativ, (...)
    Unfug. Dissens in Diskussionen ist weder positiv noch negativ, sondern notwendig. Ohne Dissens macht ne Diskussion keinen Sinn, bzw. wenn es keinen Dissens gibt, gibt es auch nichts zu diskutieren. Dann sagt einer: 'So isses', der andere sagt 'stimmt'. - Kein Dissens, keine Diskussion. Und es ist nicht zwingend ein Ziel von Diskussionen, dass sie am Ende zu einem Konsens führen und der Dissens aufgelöst wird. Kann. Muss aber nicht.

    Und mit meiner Feststellung, dass es Dodier gar nicht allen recht machen kann (letztlich eine Binsenweisheit), wollte ich lediglich verdeutlichen, dass hier eben ein Fall vorliegt, wo es gar keinen Konsens geben kann und daher erst recht nicht muss. Wenn das (den Diskutanten) klar ist, lässt es sich meist entspannter diskutieren, weil dann auch jedem klar ist, dass das Ziel der Diskussion nicht darin besteht, zu überzeugen oder überzeugt zu werden (das macht Diskussionen nämlich oft so krampfig). Sondern Erkenntnisgewinn der Beteiligten durch den Austausch unterschiedlicher Ansichten, weil sich aus anderen Perspektiven andere Sichtweisen ergeben.
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  9. #809
    Mitglied Avatar von dino1
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    Und wieder mal eine eigentlich schöne Diskussion abgewürgt.

    Wobei ich zaktuell beim Thema Dodier auch recht gebe. Er ist eben in der Falle, für mich könnte er sich auch ein wenig lösen und in manchen Situationen Protagonisten ungewohnt agieren lassen, aber dann kommen eben die Puristen und wollen Jackie pur.
    Insgesamt macht er aber, wie schon oft gesagt, eine herrausragende Arbeit und die Serie gehört für mich zu den besten überhaupt.

  10. #810
    ich denke mir das Dodier eher selbst auch so ein Typ ist.

    Das war er schreibt und zeichnet würde auch zu ihm als Typen passen.

  11. #811
    Moderator Finix Comic Club
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    Zitat Zitat von zaktuell Beitrag anzeigen

    Unfug. Dissens in Diskussionen ist weder positiv noch negativ, sondern notwendig. Ohne Dissens macht ne Diskussion keinen Sinn, bzw. wenn es keinen Dissens gibt, gibt es auch nichts zu diskutieren. Dann sagt einer: 'So isses', der andere sagt 'stimmt'. - Kein Dissens, keine Diskussion. Und es ist nicht zwingend ein Ziel von Diskussionen, dass sie am Ende zu einem Konsens führen und der Dissens aufgelöst wird. Kann. Muss aber nicht.
    Wenn Du Teile des Satzes aus dem Gesamtzusammenhang ziehst, wird es natürlich "unfug".
    Wenn du den Satz in seiner Gänze liest bezieht sich das "negativ" nicht auf den Dissens, sondern auf die Art der Diskussionsführung. Und je stärker der Dissens, desto wahrscheinlicher wird es, dass die Diskutanten "persönlich" werden.

  12. #812
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    @Zaktuell was hat das abfeiern von Dir über den Huxley Spruch, übrigens sehr häufig im Forum angebracht, deshalb ist die Begeisterung von Dir, das es endlich mal gesagt wird nicht gerade nachvollziehbar, über Regalverfrachter die Ihre Comics nicht lesen, mit dem Jakie Kottwitz Thread zu tun?
    War das für Dich zum Warmmachen wichtig um wieder eine Diskussion zu sprengen?
    Ich halte den Vorschlag von OK sehr gut bzw. könnte es einen ganz gesonderten Thread geben für Spitzen außerhalb von Programm Neu Präsentationen bei denen es naturgemäß heiß hergeht und das sollte ja auch so sein.

  13. #813
    Mitglied Avatar von dino1
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    Zitat Zitat von robert 3000 Beitrag anzeigen
    ich denke mir das Dodier eher selbst auch so ein Typ ist.

    Das war er schreibt und zeichnet würde auch zu ihm als Typen passen.

    Merkt man auch in den Interviews, er ist schon sehr besonders und so auch der Protagonist.
    Gleichzeitig aber eben auch besonders stark, dass ja durch die Nebenfiguren und Fälle wieder die Realität dem entgegesteht.
    Wirklich eine besondere Mischung.

  14. #814
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    Gibt in Frankreich jetzt eine SW Integral. Muss noch das Format rausfinden. Dodier Originale sind auch sehr schön.
    Ähnelt von der Stimmung noch am meisten Frank Le Gall.

  15. #815
    Mitglied Avatar von dino1
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    Zitat Zitat von jellyman71 Beitrag anzeigen
    Gibt in Frankreich jetzt eine SW Integral.
    Wird ja auch im Bonusteil der GA 8 erwähnt, das sind die schönen Coverillus, mach ruhig mal die Folie von einem deiner 30 Alben ab und wirf einen Blick rein.

    (Bevor ihr mich vierteilt, jelly kann die Stichelei vertragen)

  16. #816
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    Kann ja dort erwähnt sein wird aber nicht jeder im Forum der hier reinschaut registriert haben, ich oooch nicht.
    Wenn ich alle Folien auf einmal entferne kollabieren endgültig die Weltmeere.
    Arbeite im Moment ganz straight einen Hauch vom ungelesen Stapel ab, wobei Stapel die falsche Bezeichnung ist und in Einzahl auch ziemlich unpassend.
    Aber ich bin dabei...

  17. #817
    Zitat Zitat von jellyman71 Beitrag anzeigen
    wenn ich alle folien auf einmal entferne kollabieren endgültig die weltmeere.
    :d :d :d

  18. #818
    Moderator Finix Comic Club
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    Zitat Zitat von jellyman71 Beitrag anzeigen
    (...)
    Wenn ich alle Folien auf einmal entferne kollabieren endgültig die Weltmeere. (...)
    Nö, tun sie nicht, unsere Folien sind nämlich biologisch abbaubar.
    Du mußt dir also eine neue Ausrede einfallen lassen, warum du deine Finix-Alben nicht ließt

  19. #819
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    Wie, Finix-Alben nicht lesen ? Klar, wenn man einen großen Stapel davon hat, eignen sie sich hervorragend zum Jenga spielen , das ist aber wohl nicht Sinn der Sache.

    Habe gerade die Halbzeit bei Jackie Kottwitz erreicht und Band 4 der GA durch. Mir gefällt die Serie wirklich sehr gut, bin aber der Abwechslung halber jetzt mit Band 1 der Biber Patroullie angefangen, bevor ich mich an die nächsten 4 Gesamtausgaben von Jackie begebe.

  20. #820
    ich lese Jackie immer nur Story für Story. Eine komplette GA am Stück mag ich von JK zb nicht lesen. Ich brauch für den Jackie eine besondere Stimmung da das für mich echt keine 08/15 Kost ist. (nicht abwertend gemeint. Ich brauch und mag auch 08/15 Kost)

  21. #821
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    Zitat Zitat von Ollih Beitrag anzeigen
    Nö, tun sie nicht, unsere Folien sind nämlich biologisch abbaubar.
    Du mußt dir also eine neue Ausrede einfallen lassen, warum du deine Finix-Alben nicht ließt
    Jetzt fällt der Umweltschutz Gedanke weg, dann werde ich mal lösen...Die Jugurtha Alben habe ich mit viel Freude in nie dagewesene Druckqualität angeschaut, aber schon anno dazumal die von Carlsen veröffentlichten Bände gelesen.
    Jackie steht auf der demnächst Liste ganz weit oben.
    Im Moment habe ich Lust auf die Ulli und dann kommt noch Magdas Apokalypse dran und dann...darfs wieder Comichafter, leichter werden, bevor ich das Gefühl habe das sind so ziemlich die letzten Tage vom Rest meines Lebens.
    Frauen hatte ich dann die letzte Zeit in ausreichender Menge, wenn nicht gar überdosiert um die Ohren ;-)

  22. #822
    Mitglied Avatar von dino1
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    Der jelly, heiße Frauen die ihn massenhaft begehren, Comics eingeschweißt in Himalayahöhe, Geld um den Kamin zu heizen...
    Der lebt das gute Leben.

    Glaube ich muss mal zu ihm in die Lehre gehen.

  23. #823
    Mitglied Avatar von the_rooster
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    Zitat Zitat von dino1 Beitrag anzeigen
    Glaube ich muss mal zu ihm in die Lehre gehen.
    Frag ihn doch ganz nett ob er dich nicht adoptieren will.

  24. #824
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    Zitat Zitat von dino1 Beitrag anzeigen
    Der jelly, heiße Frauen die ihn massenhaft begehren, Comics eingeschweißt in Himalayahöhe, Geld um den Kamin zu heizen...
    Der lebt das gute Leben.

    Glaube ich muss mal zu ihm in die Lehre gehen.
    Ist doch alles keine Kunst!
    Man gönnt sich ja sonst nichts...

  25. #825
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    Huch, plötzlich ist hier ja richtig was los! Gleich mal einschalten .

    Zitat Zitat von joox Beitrag anzeigen
    Vielen Dank erst mal für die vielen positiven Rückmeldungen. Bei der vielen Arbeit, die die Jackie-Wälzer immer bedeuten, tut das zugegebenermaßen im Nachhinein immer sehr gut.
    Ich wollte kurz auf dino1's Kritik eingehen, weil ich das nicht so sehe, obwohl Geschmäcker natürlich verschieden sein dürfen.
    Ich fand Jackie in Mathias nicht nervig. Evtl. ist nur der Kontrast zwischen der harmlosen Situationskomik eines Jackie mit der schon fast "brutalen" Action in diesem Band so stark, dass es nicht so harmonisch wirkt wie in anderen Alben. Ein ähnliches Gefühl hatte ich auch schon bei Band 20 mit dem Killer. Den Eingriff der Polizei "ex machina" fand ich nicht wirklich "ex machina", da es ja sehr plausibel ist, dass Jackie ab seinem Einbruch in das Haus von Madame Zeldas Freundin von der Polizei beobachtet wird.

    Aber zugegebenermaßen finde ich auch die Geschichten mit weniger Action und mehr Kauzigkeit vom Gefühl her schöner und runder.

    Was Babette angeht, würde ich auch hier mit Dodier nicht so hart ins Gericht gehen. Wie er im Vorwort ja erwähnt, hat Babette mit der Wildnis als Umfeld so ihre Probleme. Hier hat er mMn sehr schön ihre Marotte aus Band 12 "Eingesperrt" wieder aufgegriffen. Die Szenen der Übernachtung in einem fremden Landhaus spiegeln sich schön. Auch für Babettes andere Marotte, die Kratzbürstigkeit, hat Dodier ja im Eremiten einen Seitenhieb eingebaut. Über die Erlebnisse dieses erschütternden Abenteuers vergessen sowohl Jackie als auch Babette glatt ihre Marotten. Ich kann nur sagen: Hoffentlich finden sie sie in den nächsten Bänden wieder!
    Ich bin ja auch der Meinung, dass der Humor in Jackie eher hit&miss ist, wobei Dodier ab Album 4 die richtige Mischung fand. Es gibt Szenen bei denen lacht man mehr und Szenen da lacht man weniger, aber sie sind auch Teil des Charakters. Denn Jackie mag zwar etwas erwachsener geworden sein (im ersten Sammelband war er ja noch ein unerträgliches Riesenbaby), aber das ändert ja trotzdem nichts daran dass er immer noch ein sehr ... anstrengender Mensch ist. Babette gehört alleine schon deswegen eine Medaille verliehen. Aber diese anstrengenden Attitüden machen ihn halt auch charmant und ohne den Humor würde mir auch was fehlen.

    "Mathias" ist tatsächlich eines der schwächeren Alben, aber ich mag den Twist am Ende und den Running Gag mit der Zelle war sogar einigermaßen amüsant. "Post Mortem" empfinde ich sogar als einen der stärksten Krimis in der Serie, weil da eine solide Handlung mit einem soliden Thema verbunden wird.

    "Der Eremit" ist eine starke Tragödie (inzwischen können wir bei Jackie ja zwischen Kriminalfälle und menschlichen Tragödien unterscheiden). Ich mag es wenn Dodier mit dem Format seiner Serie experimentiert und bewundere wie gut alles am Ende zusammenkommt. Babettes Reaktion fand ich aber auch verständlich: beide sind irgendwo im nirgendwo, sie steckt immer noch in ihrer unpraktischen Uniform und ihr nutzloser Freund (den sie abgöttisch liebt, aber seien wir ehrlich es ist Jackie) wird zwar eine Kugel für sie einfangen, aber ansonsten muss sie wieder seinen Hintern retten wenn es hart auf hart kommt. Die ganze Situation ist so extrem und der Eremit so unheimlich, ich kann da jeden verstehen der sich im Zimmer eingräbt. Selbst Batman hätte so reagiert, wenn er seinen Anzug nicht mitgebracht hätte. Daher fand ich das noch ziemlich passend, dass sie sich da verbarrikadiert und sogar die Feile nimmt.

    Gibt es eigentlich schon Infos zu Band 27? Ich hätte dieses Jahr zu Weihnachten gerne schon Sammelband 9 im Regal stehen . Hoffentlich macht Jackie Babette endlich den Antrag. Werd' erwachsen oder trennt euch, du Baby^^.

    Edit:

    @Ollih

    So, angefixt von dinos Einstieg in Band 8 habe ich die drei Bände nun auch am Stück lesen können, und teile seine Meinung hinsichtlich "Mathias", dass der Plot im Vergleich zu den beiden folgenden Stories abfällt.
    Das ist natürlich in Teilen dem Grundkonstrukt der Geschichte geschuldet, die Jackie irgendwann zu einem Getriebenen macht, der nicht so frei agieren kann, wie in den späteren Bänden.
    Macht aber in diesem Fall durchaus seinen Reiz aus, da die beiden anderen Stories viel, ich nenne es mal, "melancholischer", man könnte auch sagen tragischer, rüber kommen, da tut ein wenig "Slapstick" (eigentlich kein guter Begriff, da Dodier seine Figuren nie wirklich lächerlich macht) zur Abwechslung recht gut und zeigt nur wie gut er unterschiedliche kriminalistische Plots hinbekommt, auch wenn es dann mehr Richtung Standard-Krimi-Kost á la Rick Master geht.

    Babette sehe ich übrigens überhaupt nicht als toughe Figur und finde ihr Verhalten in "Der Eremit" auch nicht wirklich hysterisch.
    Ich denke jede Frau an Jackie Seite muss zwangsläufig stark erscheinen, allein weil die Figur des Detektivs ja eher schrullig, naiv und sogar nicht machohaft rüberkommt.
    Zwei "Weicheier" als Paar würden überhaupt nicht authentisch rüberkommen. D. h. aber im Umkehrschluss nicht, dass Babette deswegen "stark" ist, im Gegenteil, ihr Mass an Eifersucht und Wutanfällen, die sie regelmäßig überkommen, sind meiner Meinung nach eher Ausdruck eines unsicheren Charakters.
    Sie muss meist ja nur deshalb "erwachsen" agieren, weil ihr Jackie keine andere Wahl lässt.
    Im konkreten Fall sind zudem die Umstände am Stausee auch alles andere als normal. Ein verlassener, halb versunkener Ort ist per se schon mal unheimlich und auch das Verhalten des Eremiten (plus dessen Vergangenheit, die Babette ja erst vor Ort erfährt) machen ihr Verhalten schon sehr nachvollziehbar, wie ich finde. Und ein bisschen Komik ist in Anbetracht dieser schon fast "shakespearshaften" Verflechtungen in meinen Augen ein gutes Stilmittel Dodiers, um wenigstens ein paar stimmungsvolle Kontrapunkte zu setzen.
    Sehr gute Analyse von Babettes Charakter und der Dynamik der beiden!
    Geändert von Harry Easter (Heute um 18:43 Uhr)

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