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Thema: Gringos Locos

  1. #1
    Moderator Weildarum Forum Avatar von Fr4nk
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    Gringos Locos

    Erster!

    Das ist ein sehr schönes Album!

    In Gringos Locos erzählt Szenarist Yann zusammen mit Zeichner Schwartz eben diesen Lebensabschnitt der Comicschaffenden, der erste Band der zweiteiligen Serie ist soeben bei Carlsen erschienen. Wie in einem Roadmovie schildert Yann die turbulenten Geschehnisse, eine Geschichte die er auf Grundlage persönlicher Gespräche mit Franquin und Morris zu deren Lebenszeiten konstruiert hat.


    In Belgien hat der Comic einige Wogen geschlagen. Verwandte von Franquin und Morris distanzierten sich öffentlich von der Darstellung. Und so enthält das Album einleitend auch gleich den Hinweis, dass jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen rein zufällig wäre. Vorsichtshalber, An die 48-seitige Geschichte schließt sich eine Interview mit Yann an, der erläutert wie er beispielsweise von Franquin über diese wilde Zeit in den 40er erfahren hat. Er verschweigt jedoch auch nicht, dass seine Kenntnisse lückenhaft sind, oder dass selbst Franquin in seinen Berichten auch gerne mal mehrere, eigentlich einzelne Geschehnisse zu einer einzigen Anekdote im Sinne einer besseren Pointe zusammenfasste.


    Daran schließen sich Gegendarstellungen an, die Tochter Franquins und der Sohn Jijé kommen zu Wort, und schildern u.a. warum sie die Darstellung der Figuren für verfremdet oder unangemessen halten.


    Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo in der Mitte. Der Comic ist eben doch "nur" eine Geschichte, ein Mythos mit einer Dosis Wahrheit. Ob "zum Glück" oder "leider" darf jeder Leser für sich selbst entscheiden. Franquin, Morris und Jijé hätten vermutlich genauso viel Spaß an dem Comic, wie ich. Das ist natürlich eine reine Vermutung. Vorsichtshalber.

    Im Gegensatz zu der Ankündigung des Bandes, der laut Pressetext "die Lachmuskeln auf eine harte Probe stellt", ist der Band übrigens garkeine Schenkelklopfer-Comedy, sondern lebt vor allem durch seinen feinen Humor, durch die vielen kleinen Anspielungen, seiner Mischung aus modernem Comic und Retrostyle.
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  2. #2
    Mitglied Avatar von Harry Haller
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    Na ja. Ein paar gute Gags (z.B. die Szene mit dem KuKluxKlan) und gute Zeichnungen, aber ansonsten hatte ich mehr erwartet. Die Geschichte drei der größten Zeichner des frankobelgischen Comics
    ist zwar comichistorisch gesehen interessant, kann aber nicht wirklich fesseln. Dazu wird sie einfach zu bruchstückhaft abgehandelt. Mal sehen was der zweite Teil bringt (wenn es den überhaupt irgendwann geben wird).

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