Das Warten auf das aktuelle Mosa.X hat sich gelohnt. Ich finde, es ist eine der bisher besten Ausgaben des Heftes. Tolles Cover; es ist zwar schon sehr lange bekannt, bleibt aber trotzdem Spitze. Und dann gleich der erste richtige Artikel von Sebastian, „Vom Bosporus zum Himalaja“, ist der Hammer. Alleine schon damit hat sich das aktuelle Heft selbst übertroffen. Und das Sebastian immer sehr gute Artikel abliefert, hat er ja mittlerweile zur Genüge bewiesen. Auch auch der nächste Artikel zum Thema Tod und Sterben im Mosaik ist sehr gut gelungen, weist aber meiner Meinung nach ein paar Lücken auf. Um ein paar Beispiele zu nennen, die mir ganz spontan einfallen, ohne dass ich jetzt alle Hefte durchschauen muss. Da wäre das genuesische Kurierschiff im Heft 94, wo sicher nicht alle Seeleute mit heiler Haut davongekommen sind. Ich verweise da explizit auf den doch recht hilflos im Wasser schwimmenden, jammernden Seesoldaten, von dem man nur noch den behelmten Kopf und die beiden verzweifelt erhobenen Arme sieht. Und was wurde aus der Besatzung von Kapitän Fiasko in Heft 96, die mit schweren Kettenhemden ins Meer springen, um so dem Feuertod zu entgehen? Doch wie wahrscheinlich ist es, dass sie alle, in dieser, das Schwimmen unheimlich „förderlichen“ Kluft, das rettende Land erreicht haben? Zumindest sieht man nachher keinen Einzigen mehr von ihnen. Oder im Heft 117, wo Runkel im Gefecht einem der genuesischen Seesoldaten mit der vollen Schärfe seines Schwerts auf den Kopf trifft und niederstreckt. Ich denke mal, bei einem solch wuchtigen Hieb ist die Wahrscheinlichkeit, dies zu überleben geringer als umgekehrt, selbst wenn Unglückliche noch eine gepanzerte Haube unter seiner Mütze tragen sollte; allerdings sieht es danach ja gar nicht erst aus. Und dann noch Heft 125, die Darstellung des Sturms auf die Mauern von Konstantinopel. Was sieht man da? Einer der Angreifer bekommt heißes Pech auf den Kopf geschüttet; ein anderer versinkt gerade schreckensbleich, mit erhobenen Armen im Meer; andere stürzen gerade spektakulär von den umgeworfenen Leitern, was sicherlich alles andere als gut für die Knochen ist und unter Umständen auch einen Genickbruch zur Folge haben könnte. Aber zumindest die ersten beiden genannten armen Teufel sollte man hier wohl endgültig abschreiben können. Darüber hinaus gab es dann ja auch noch die eine oder andere Erwähnung von Todesfällen im Text, die aber wohl nicht Gegenstand des Artikels waren.
Es folgt ein recht gut zu lesender Erinnerungsbericht rund um die große Hegen-Ausstellung, die schon wegen der beigefügten Vorträge im Wortlaut ein interessantes Zeitzeugnis darstellt. Ebenfalls immer wieder lustig „Professor Alchemix“, dessen haarsträubende Abenteuer ich immer mit Vergnügen verfolge. Der Rest ist dann für mich eher Füllmaterial, was aber auch sein muss, da einem ja nicht immer alles gefallen kann.
Auf jeden fall ein wieder lohnenswertes Heft, das Lust auf mehr macht.




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Zu Reni: Frag ihn am besten mal selbst
, vielleicht hat er ja noch mehr Geheimbotschaften versteckt. Das ZFL hatten wir zum Beginn und auch im Vorfeld per E-Mail und vor Ort gefragt, ob wir ein Artikel dazu schreiben können sowie auch ein paar Bilder dazu knipsen dürfen. Bekamen wir dann auch genehmigt und auch einen Presseausweis zum fotografieren usw. .... Es kann sehr gern noch mehr kautziges im nächsten Heft kommen, sofern er möchte oder auch kann. Wer ist behle?

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