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  1. #1
    Junior Mitglied Avatar von Gia
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    Question Joker Comics Chronologie

    Hallo zusammen,

    also ich habe die Suche benutzt, aber in der Menge an Threads nichts Passendes gefunden.
    Ihr habt solche Fragen bestimmt schon 100 mal beantwortet, aber ich bin Neuling in Sachen Comics und suche ganz ehrlich Hilfe.

    Ich habe mich wahnsinnig in den Joker verliebt und möchte mir nach und nach Comics kaufen (Deutsch), um mal zu erfahren was er überhaupt schon alles angestellt hat. Als ich dann auf einer Seite mal gesehen habe das der auch im Superman Universum sein Unwesen treibt und in diversen anderen Reihen, hätte ich heulen können. Also ich bin definitiv überfordert, möchte aber alles über den Charakter wissen. Eine einfache Zusammenfassung genügt mir nicht.

    Jetzt ist meine Frage ob irgendjemand eine Chronologie der Comics von Anfang bis heute hat, in denen er eine Rolle spielt? Zum ersten mal kam er 1940 vor, habe ich gelesen. Das ist natürlich wirklich extrem und als ich mal eine Liste aller Batman Reihen angesehen habe, ist mir die Kinnlade runtergefallen. Viele der Comics tragen ja auch den englischen Titel, wie die Originale, also ich komme absolut nicht hinterher.

    Bisher besitze ich nur die "Tod in der Familie" Trilogie. In einem der drei wird erwähnt das der Joker bereits die Schuld an der Querschnittslähmung von dieser Barbara trägt. Das war in "the killing joke", oder? Also ich würde einfach gerne ein System haben, wonach ich die Comics anordnen und kaufen kann. Vor allem da auch nicht alle auf Deutsch erschienen sind, wie ich mitbekommen habe.

    Auf meiner Wunschliste stehen beispielsweise folgende Titel:

    The Killing Joke
    Der Tag Der Narren
    Des Teufels Advokat
    Joker
    Mad Love

    Aber das dürfte gerade mal ein Krümel dessen sein, was es alles gibt, und zusätzlich habe ich halt keinen Schimmer in welche Reihenfolge die Hefte gehören. Vom Problem der deutschen Titel mal abgesehen.

    Ich wäre euch so unendlich dankbar wenn ihr mir helfen könntet.

    Liebe Grüße
    Gia

  2. #2
    Mitglied Avatar von Zyklotrop
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    Nun, ich würde wirklich mit "The Killing Joke" anfangen, weil hier in Rückblenden erzählt wird, wie der Joker zu dem wurde, was er heute ist. Alle anderen angeführten Titel könnte man eigentlich in beliebiger Reihenfolge lesen, da sie in sich abgeschlossen sind.

    Einen wirklich tollen chronologischen Überblick über die wichtigsten Joker-Stories bietet die US-Wikipedia.

    Mein persönlicher Geheimtip: der Joker von Alan Davis. Ein schmucker Sammelband erscheint im Februar 2013 (auf Englisch, logo!). Diese Geschichten handeln zu einer Zeit als Jason Todd noch Robin war, also logischerweise vor "Tod in der Familie".
    Wenn du unbedingt auf Deutsch bestehst, musst Du dir das Batman-Taschenbuch 37 gebraucht besorgen.

    Bei den alten Silver Age-Sachen findet sich viel großartiger Joker-Stoff. Lesereihenfolge: im Prinzip beliebig.

  3. #3
    Mitglied Avatar von Manx cat
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    Lesereihenfolge sowieso beliebig. Mad Love und Killing Joke befinden sich auch nicht annähernd in der gleichen Continuity und der Silver Age Joker würde nie die Dinge aus The Killing Joke machen. Wobei, im PAralleluniversum-Kosmos von damals ist sicher im hintersten Winkel des Universums eine sogenannte Earth-Moore versteckt, in der solche Entwicklungen möglich sind.

  4. #4
    Mitglied Avatar von Zyklotrop
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    Zitat Zitat von Manx cat Beitrag anzeigen
    der Silver Age Joker würde nie die Dinge aus The Killing Joke machen.
    Würde er schon, nur die Comics Code Authority hat ihn nicht gelassen. Wobei die mehr oder weniger gottlob nun Geschichte ist. Hoffentlich können wir auch eines Tages so frohgemut verkünden "BPjM is dead."

  5. #5
    Mitglied Avatar von Manx cat
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    Na immerhin hat der Silver Age Batman auch seine Fans. Eine Figur wie Batman kann man immer auf mehrerlei Weise lesen: Die Geschichten, die zeitnah zueinander veröffentlicht wurden, kann man natürlich im direkten Continuity-Bezug zueinander lesen, was aber 20 oder 30 oder 60 JAhre zurück liegt, ist natürlich ein Kind seiner Zeit und lässt sich nicht mehr problemlos aus dem damaligen zeitgeschichtlichen Kontext lösen. Und hätte es 9/11 und die harte Nu-Horror-Welle der letzten 10 Jahre nicht gegeben, dann hätte sich der Batman der Nuller JAhre vielleicht völlig anders entwickelt. Das mag man für eine Binsenwweisheit halten, aber Tatsache ist, dass viele Comicgeschichten auch Zufallsprodukte sind. So haben DC-Editors schon seit JAhrzehnten die Scripts von Autoren beeinflusst und Entwicklungen gestoppt, die interessant hätten sein können. Man denke nur daran, was aus Swamp Thing hätte werden können, hätte man Rick Veitch nicht gegen Ende seines LAufs mit Nr. 88 zensiert.
    Andererseits war Killing Joke ein Vehikel für Alan Moore, seine Vision zu verwirklichen. Batman ist immer schon eine Hybridkonstruktion aus vorgegebenen Zwängen und durchaus vorhandenen Freiheiten eines Autors. Daraus lässt sich auf Dauer keine vernünftige Continuity entwickeln.

  6. #6
    Moderator SF-Radio Forum & DC-Fanpage Avatar von Michael Heide
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    Als Grant Morrison nach dem Infinite Crisis Event die Batman-Serie übernahm, machte er deutlich, dass alle bisherigen Batman-Geschichten (mit Ausnahme von Paralleluniversen wie die Elseworlds-Geschichten oder auch die Geschichten im Dini/Timm-Universum wie zum Beispiel Mad Love) offiziell Teil der Batmancontinuity sind. Angefangen mit den Golden Age Geschichten, über die bizarren Fälle des Silver Age (wobei einige von denen als Halluzinationen unter Drogeneinfluss abgetan wurden, kein Witz) bis hin zu den moderneren Geschichten wie Knightfall, Contagion, No Man's Land etc. Sein Zweiteiler in Batman #682 und 683 fasst sogar all diese Geschichten in zwei Ausgaben zusammen.
    Sicherlich gibt es zahlreiche Widersprüche (so schaffte Zero Hour Joe Chill als Mörder der Waynes ab und verschaffte ihm ein Alibi, mittlerweile ist er aber wieder der Täter und war es auch immer gewesen), die starke Komprimierung des New 52 Neustarts (Batman ist erst seit etwa sechs oder sieben Jahren aktiv) macht einige Abläufe unmöglich oder stark , unglaubwürdig, und so wie es aussieht, hat es einige Entwicklungen sogar nie gegeben (Tim Drake war nie Robin, sondern von Anfang an Red Robin, es scheint als seien Cassandra Cain und Stephanie Brown nie Batgirl gewesen, allerdings ist da noch nicht das letzte Wort gesprochen), trotzdem schreibt Morrison immer noch Batman Incorporated. Und wenn diese Serie Elemente aus seinen Batman-Heften seit 2006 aufgreift, dann scheint diese wohl immer noch zumindest zu großen Teilen zu gelten. Interessant wäre, ob das auch für Batman #682 und 683 gilt.

  7. #7
    Mitglied Avatar von Manx cat
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    Ich unterstelle Grant Morrison eine ironische Haltung. Ich habe soeben sein Buch "Supergods" fertiggelesen, sein sehr persönliches Fachbuch über Superhelden (sehr lesenswert). Darin wundert er sich über humorlose Fans, für die Continuity zum Fetisch geworden ist.
    Und wenn man die Silver Age-Geschichten als Halluzinationen und die Golden Age-Geschichten als verfremdete Erinnerungen integriert, dann ist das nichts anderes als Grant Morrisons üblicher Ansatz des anything goes. Den gleichen Trich wendete schon Alan Moore in MArvelman an, als er auch die schrottigsten MArvelman Geschichten der 50er JAhre ebenfalls als künstlich generierte Halluzinationen integrierte, mit denen der reale MArvelman ruhig gestellt wurde. Eigentlich ein recht simpler Gedanke.
    Nein, auch wenn DC noch so sehr am Konzept des einen Universums festhält, das es mit Crisis on Infinte Earths generiert hat. Tatsache ist, dass es immer noch unendlich viele Versionen gibt, es darf nur nicht mehr laut gesagt werden. Sonst zerfällt sofort das brüchige Konstrukt.

  8. #8
    Mitglied Avatar von Zyklotrop
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    Zitat Zitat von Manx cat Beitrag anzeigen
    Daraus lässt sich auf Dauer keine vernünftige Continuity entwickeln.
    Nachdem DC die ohnehin alle zwei Wochen für ungültig erklärt, sollte man sich da nicht zu nerdig festbeißen, sondern einfach gute Geschichten genießen, egal aus welchem "Age" sie nun kommen. Nicht mal "New 52" ist in sich logisch, DC nahm schon Textänderungen in den Tradepaperbacks gegenüber den Heften vor, die z.B. erst später hinzugekommene Änderungen (wie eben jene, daß Tim immer schon Red Robin gewesen sein soll) untermauern sollen.
    Eine "vernünftige (in sich logische) Continuity" gab es bei DC höchstens zwischendurch mal vorübergehend.

    Sieh dir nur den New 52-Bane an! 20 Jahre Charakterentwicklung ignorierend präsentiert man uns den tumben Gorilla aus den Computerspielen.

  9. #9
    Junior Mitglied Avatar von Gia
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    Also erst mal vielen Dank für die ganzen Antworten.
    Muss ich es also so verstehen, das der Joker im Prinzip immer wieder ein "anderer" ist?
    Es verwirrt mich total wenn es zu Beginn eines Comics heißt "der Joker ist wieder einmal aus Arkham geflohen" usw. Dann denke ich mir natürlich "was hat er vorher gemacht, das er wieder geschnappt wurde?" Er ist so oft ausgebrochen und wieder inhaftiert worden, das ich einfach nur gerne einen Überblick über seinen "Werdegang" hätte. Eine logische Reihenfolge dessen, was er angestellt hat. So wie ich das hier lese, werde ich das aber wohl vergessen können. Allerdings hatte ich schon die Befürchtung das bei den ganzen Jahren, wo diese Comics erschienen sind, ein Paradoxon nach dem nächsten auftritt. Diese ständigen Charakter-Reboots gehen mir gehörig auf den Senkel, aber das scheint leider Mode zu sein. Altes aufgreifen, umkrempeln und neu verpackt wieder auf den Markt geworfen.
    Daher habe ich mich bisher für den new earth (?) Joker entschieden. An die ganz alten Hefte werde ich wahrscheinlich sowieso nicht mehr rankommen, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen, falls man die überhaupt noch irgendwo beschaffen kann.

    In einem anderen Forum wurden mir teilweise ganze Reihen vorgeschlagen, aber ich habe nun wirklich absolut kein Interesse mich auch noch unnötig mit Figuren wie Bane, Scarecrow, Catwoman, Robin etc. rumzuschlagen, wenn der Joker dabei keine Rolle spielt. Ich hatte mir schon überlegt nur die Comics zu kaufen, die man mir empfiehlt bzw. die einen Beliebtheitsgrad bei den Fans haben um mir daraus meine eigene "Joker-Akte" anzulegen. Ein Unikat, sozusagen. Ich bin es wirklich leid das Charaktere, die es mir angetan haben, am Ende wieder rebootet werden, oder deren "Lebenslauf" aus nichts als Widersprüchen besteht, nur weil sie fünf mal neu entworfen wurden.
    Ich will DEN Joker, nicht einen von... weiß der Geier wie vielen.

    Mit englischen Comics kann ich leider auch nichts anfangen. Mir wurde schon das Buch "Joker; a visual history of the clown prince of crime" empfohlen, mein Englisch ist nur leider viel zu schlecht um das ganze sinngemäß zu verstehen. Daher muss ich gezwungenermaßen auch auf die deutschen Comics zurückgreifen, wo es wohl auch einige geben soll, die nie hier erschienen sind. Vielleicht habe ich ja Glück und das genannte Buch wird noch übersetzt... Wäre immerhin ein Anfang.

    Meine aktualisierte Liste sieht jedenfalls so aus:

    The Killing Joke
    Der Mann Der Lachte (Die Akten)
    Der Tag Der Narren
    Mad Love
    Des Teufels Advokat
    Joker
    Joker's Asylum I (& ggf. II)
    Wer Zuletzt Lacht (DC Monster Edition)
    Arkham Asylum
    Harley Quinn (ist schon unterwegs )
    Die Rückkehr Des Dunklen Ritters
    Batman Collection (Marshall Rogers)

    Dann noch:

    Der Joker Läuft Amok
    Der Joker Kehrt Zurück
    Neue Kriminelle (Sonderband?)
    Im Netz des Jokers (soll aber vergleichsweise schlecht sein, ist das so ein Elseworlds-Ding?)
    Das Lange Halloween (spielt wohl auch eher 'ne kleine Rolle)

    Wenn ihr mir noch irgendwas empfehlen könnt, immer her damit. Nach und nach versuche ich die Liste abzuarbeiten. "Tod in der Familie" ist zumindest schon mal mein Anfang.

  10. #10
    Mitglied Avatar von Manx cat
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    Lass dir durch die reboots den Spaß nicht nehmen. Die Herausgeber bei DC haben da teilweise auch eine undankbare Aufgabe. Einerseits müssen sie aufpassen, dass die verschieden Autoren den DC-Kosmos nicht völlig zerstören durch allzu individuelle Ideen, andererseits werden sie kritisiert, wenn sie die Reihen zu eng führen und gar keine Entwicklungen zulassen. Dementsprechend werden die Uhren eben immer wieder mal zurückgedreht. Innerhalb eines JAhrzehnts bleibt eine Continutity abernormalerweise relativ stabil, manches hält auch deutlich länger.

    Wenn du bloß Joker-Geschichten lesen magst, wirst du die Continuity-Probleme aber sicher stärker wahrnehmen als wenn du eher autorenorientiert vorgehst. Denn kein Autor hatte Lust, in seinen Runs ständig den Joker auftreten zu lassen. Und der ideale NAchfolger zu "Tod in der Familie" ist "A lonely place of dying", in dem Batman beginnt, den Tod von Robin aufzuarbeiten. Dürfte bei uns bei Hethke erschienen sein. Das war zwar auch nicht vom gleichen Autor, ist aber in der damals gültigen Continuity.

    Die Joker Storys, die du aufzählst, sind aus den verschiedensten Zeiten und häufig abgeschlssene Specials. Die sind häufig von Anfang an etwas außerhalb der Continuity und eher für den Gelegenheitsleser. So sind z.B. "Arkham Asylum" und "The Long Halloween" eher für sich stehende Graphic Novels als Teile der Batman-Reihe, scon fast so abseits zur Reihe wie ein Film.

  11. #11
    Mitglied Avatar von Langstrom
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    Beitragen kann ich noch,dass es sich bei der Story “Neue Kriminelle“ um Soba Nr.23 von Panini handelt.“Im Netz des Jokers“ spielt in der Zukunft.Der Soba Nr.16 erzählt,wie der Joker zum Joker geworden ist.Um was geht es bei Jokers Rückkehr?Bei welchem Verlag ist die Story erschienen?

  12. #12
    Junior Mitglied Avatar von Gia
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    @ Manx cat: Gibt es "A lonely place of dying" auch auf Deutsch? Also ist der Titel dort anders?
    Bisher habe ich noch keine Art Datenbank gefunden, die ausschließlich deutsche Comics aufzeigt. Leider musste ich auch vor ein paar Tagen erfahren das der einzige Comicladen, den wir hier mal hatten, schon seit Ewigkeiten dicht gemacht hat. Unsere Buchhandlung hat nur eine lächerlich winzige Auswahl an Comics und somit habe ich keinerlei Beratung, die mir entsprechend auch diverse Comics bestellen könnte. Spielt der Joker in dieser Fortsetzung eigentlich auch mit?

    Mit dem Problem, die Joker-Geschichten nicht alle in einen "Lebenslauf" pressen zu können, musste ich mich leider schon abfinden. Aber bei der Masse an Comics wird es mir sowieso nicht möglich sein, alle zu besitzen (alleine schon wegen den nicht übersetzten Werken und den alten Stücken). Aber sie werden reichen um sich ein gutes Bild von dem Charakter machen zu können, auch wenn er ggf. in einigen Comics anders handelt, als in anderen. Schieben wir es einfach auf seine psychische Gesundheit.


    Entschuldige bitte die Frage, aber was genau sind Graphic Novels? Das steht auch in Klammern immer hinter dem von Dir erwähnten "Joker" Comic, kann aber nichts mit dem Begriff anfangen.


    @ Langstrom: Um was es bei Jokers Rückkehr geht, kann ich Dir leider auch nicht sagen. Da bin ich mal bei eBay oder Amazon drüber gestolpert, finde es aber selbst auch nicht mehr.


    Noch mal eine allgemeine Frage: In Englisch gibt es mind. sechs Bände, die "Joker: Last Laugh" heißen. Scheint also eine zusammenhängende Story zu sein. Hier bei uns finde ich aber nur einen Band der "Wer zuletzt lacht" heißt. Kann es sein das diese sechs Bände bei uns zusammengefasst wurden, zu einem, oder wurden die noch nicht übersetzt? Die Geschichte interessiert mich wirklich sehr (beim Joker wurde ein unheilbarer Gehirntumor festgestellt und daraufhin bereut er es, nicht noch mehr Menschen getötet zu haben). Aber nur ein Band von sechs bringt mir ja nichts.

    Ich habe mich hier umgesehen: http://dc.wikia.com/wiki/Joker_%28Ne...29/Appearances
    Habe so gut wie jeden dieser Comics gescreent, in der Hoffnung das mich das irgendwie beim Vergleich mit den deutschen Comics weiter bringt, aber letzten Endes bin ich nur noch verwirrter.

  13. #13
    Mitglied Avatar von Zyklotrop
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    Zitat Zitat von Gia Beitrag anzeigen
    Gibt es "[COLOR=#333333]A lonely place of dying" auch auf Deutsch? Also ist der Titel dort anders?
    Ja, erschien im Hethke Verlag als Batman-Album #11 bis #13 unter dem Titel "Jeder stirbt für sich allein". Ein tolles Joker-Motiv war das Titelbild von Sonderband #30, schön groß zu sehen im Deutschen Comic Guide.

  14. #14
    Mitglied Avatar von Manx cat
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    Hethke hatte viel gutes DC MAterial. Wenn nur die Alben besser gebunden wären.

    Graphic Novel ist ein Begriff, der gerade bei Amazon häufig falsch verwendet wird. Eine Sammlung von nachgedruckten Einzelheften muss nämlich noch lange keine Graphic Novel sein. Ich verstehe unter Graphic Novel eine in sich abgeschlossene Geschichte, die nicht im Zusammenhang mit der laufenden Continuity einer Serie steht. So wie ich Graphic Novel oben verwendet habe, könnte man wohl vielleicht eindeutiger Miniserie oder Sonderband sagen. Graphic Novel ist in meinen Augen Augen etwas eigenständiges, was man ohne Vorkenntnisse lesen können sollte. So gesehen besteht die Serie LEgends of the Dark Knight, die 1989 gestartet wurde aus einer Aneinanderreihung von Graphic Novels, da nie eine Continuity entwickelt wurde.

    Die besten Geschichten aus LEgends of the Dark knight sind übrigens bei Carlsen in gebundener Form erschienen, allerdings war nie der Joker dabei.

  15. #15
    Mitglied Avatar von Zyklotrop
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    Da es keine allgemeingültige Definition von "Graphic Novel" gibt, kommt hier wohl doch die amerikanische Erklärung zum Zuge: eine GN ist da im Prinzip alles, was ein dickerer Band mit einer in sich abgeschlossenen Geschichte ist, und kann auch ein Nachdruck von Einzelheften sein. Das kann durchaus Teil der Continuity sein, wie Knightfall & Co. Gerade die frühen Legends of the Dark Knight waren anspruchsvolle und romanhafte Graphic Novels in Reinkultur, und trotzdem Teil der Continuity.

    Prinzipiell kann man sagen, daß das Wort hierzulande vorwiegend von Angebern benutzt wird, weil "Ich lese Krapfig Noffels" in Bobo-Kreisen einfach besser klingt als "Ich lese Comicheftchen".
    Geändert von Zyklotrop (18.11.2012 um 14:24 Uhr) Grund: Tippfehler korrigiert.

  16. #16
    Mitglied Avatar von Manx cat
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    Zitat Zitat von Zyklotrop Beitrag anzeigen
    Gerade die frühen Legends of the Dark Knight waren anspruchsvolle und romanhafte Graphic Novels in Reinkultur, und trotzdem Teil der Continuity.
    So gesehen hast du recht. LEgends war sogar ein ziemlich gelungenes Vehikel, um die Continuity von Batman zu modernisieren. Ebenso können ja die Zyklen "Year One" und "Year Two" gut als Graphic Novels durchgehen, sind aber innerhalb der Heftchennumerierung veröffentlicht worden. Es bleibt einfach wirr.

  17. #17
    Mitglied Avatar von Manx cat
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    Zitat Zitat von Zyklotrop Beitrag anzeigen
    Prinzipiell kann man sagen, daß das Wort hierzulande vorwiegend von Angebern benutzt wird, weil "Ich lese Krapfig Noffels" in Bobo-Kreisen einfach besser klingt als "Ich lese Comicheftchen".
    Vielleicht mögen einige Fans von Büchern wie "Asterios Polyp" aber tatsächlich keine Comicheftchen?

  18. #18
    Mitglied Avatar von Zyklotrop
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    Zitat Zitat von Manx cat Beitrag anzeigen
    Ebenso können ja die Zyklen "Year One" und "Year Two" gut als Graphic Novels durchgehen, sind aber innerhalb der Heftchennumerierung veröffentlicht worden. Es bleibt einfach wirr.
    Nicht wirklich. Auch ein ganz und gar bilderloser Roman kann ja zuvor in einer Zeitschrift in Fortsetzungen veröffentlicht worden sein, wie es früher oft, heutzutage aber kaum mehr vorkommt. Deshalb ist es nichtsdestotrotz ein Roman. Der Fortsetzungscharakter von "Year One" schmälert ja nicht den literarischen (wenn man so will) Wert der Story.

    Das zeigt nur, wie sinnentleert diese Begriffsdefinitionsversuche sind, denn zumindest bei uns versucht man sich ja mit dem Label "Graphic Novel" scharf von den Heftchen abzugrenzen. Aber wie man sieht, schließt das eine nicht das andere aus. Nicht mal als Qualitätskriterium taugt der Begriff sonderlich viel. Ich fand schon eine Menge "Graphic Novels" scheiße, und fand im Gegenzug häufig grandiose erzählerische Tiefe in einem schnöden Heftchen. Auch Sandman und Swamp Thing lassen sich nicht so leicht schubladisieren. Watchmen, V wie Vendetta, Dark Knight Returns... alles Heftchen in der Erstausgabe.

  19. #19
    Mitglied Avatar von Zyklotrop
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    Mir fällt gerade auf, daß Deine Betonung auf "innerhalb der Numerierung" und weniger auf "Heftchen" lag... auch das macht ja bei Year One Sinn, denn die neue Origin kam genau nach der "Crisis on Infinite Earths". Jason Todd bekam auch gleich danach eine völlig neue Origin verpasst.

  20. #20
    Mitglied Avatar von Manx cat
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    Es macht wohl keinen Sinn, jetzt die Kriterien aufzuschlüsseln, ab wann ein Comic sich Graphic Novel nennen darf; vor allem da gerade die besten Comics ganz sicher keine Graphic Novels sind: Barks 10-Seiter, Calvin und Hobbes etc.
    Gerade Batman-Specials wie Arkham Asylum, Year One usw. sind aber die Sorte Batman-Geschichten, die man auch dem Nicht-Heftchen LEser gerne mal zum lesen gibt. Aber keine Frage: GErade eine gut ausgearbeitete Continuity, die über Jahre hinweg aufgebaut worden ist, macht natürlich den Hauptreiz vieler Serien aus. Und genau das bieten Heftchen.

    Und wenn wir schon über Continuity und Widersprüche reden: Bei JAmes Bond wurde noch nie über filmübergreifende Brüche diskutiert. Da ging das bisher ganz ohne Crisis on Infinite Earths. Die Risse bei Batman sind nicht anders zu sehen.

  21. #21
    Mitglied Avatar von Langstrom
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    @Gia “ Joker wer zuletzt lacht“,ist bei Panini erschienen,als DC Monster Edition Nr.1

  22. #22
    Junior Mitglied Avatar von Gia
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    Ja, das habe ich gelesen, ich war nur verwirrt weil es in der englischen Datenbank sechs Bände dazu gibt. Deshalb die Frage ob die bei uns alle zusammengefasst sind, oder ob ich noch auf fünf Übersetzungen warten muss. Finde das alles furchtbar kompliziert. In Englisch kommen die Hefte alle einzeln und hier bei uns in Sonderbänden und weiß der Geier, da soll ein Neuling mal durchblicken... Bei den Gotham City Sirens z.B. gibt es ja auch (glaube ich) 26 Hefte, hier in Deutschland sind die dann immer mit mehreren zusammengefasst, so das man dann vllt. vier oder fünf Hefte hat.
    Das hat bestimmt beides seine Vor- und Nachteile, aber es macht, wie gesagt, den Einstieg wirklich schwer.

    Trotzdem danke.

  23. #23
    Mitglied Avatar von Langstrom
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    Ich müsste noch mal nachsehen,wenn ich zu hause bin,aber in der Monster Edition müssten alle Ausgaben drin sein.
    Ich habe nun nachgesehen,enthalten sind : Jokers last laugh secret files 1,Jokers last laugh 1-6
    Geändert von Langstrom (21.11.2012 um 16:52 Uhr)

  24. #24
    Junior Mitglied Avatar von Gia
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    Super, dankeschön. Muss ich haben.

  25. #25
    Mitglied Avatar von DER LETZTE APACHE
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    Zitat Zitat von Zyklotrop Beitrag anzeigen

    Prinzipiell kann man sagen, daß das Wort hierzulande vorwiegend von Angebern benutzt wird, weil "Ich lese Krapfig Noffels" in Bobo-Kreisen einfach besser klingt als "Ich lese Comicheftchen".

    Och,

    diese Angeber meinen, man liest die GN nur in vornehmen Kreisen, zu der sie sich wohl auch dazuzählen. Hast Recht, genau definieren lässt es sich nicht. Muss auch nicht. Unterschied zum Bilderheftchen ist, das die

    Novels auf das ältere Semester zugeschnitten sind. Aber die GN sind nicht neu. Ich hau jetzt einen raus und behaupte folgendes:

    die erste astreine deutsche GN erschien im Dezember 1964 - der Sigurd Sonderband

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