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Thema: FAQs

  1. #1
    KAZÉ Marketing Avatar von Andrea Baumgarten
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    Lightbulb FAQs

    1. Wie entstehen Phantombilder?
    Das Ausgangsmaterial aus Japan liegt in der Videonorm NTSC vor. Um dem überwiegend europäischem Standard PAL zu entsprechen, wird eine Normwandlung vorgenommen, die sowohl die Auflösung als auch die Bildwiederholrate ändert. Das Verfahren an sich ist technisch kompliziert, und es kann dabei zu kaum augenscheinlichen Doppelbildern kommen, insbesondere bei sehr bewegungsreichen Sequenzen. Durch die grundsätzlich unterschiedlichen Videostandards lässt sich dies leider nicht vermeiden. In der Regel fallen diese „Ghosts“ aber nicht auf.

    2. Warum ist das Bild verpixelt?
    Der bisherige europäische Standard für TV-Geräte ist PAL. Neuere HD-Geräte dagegen haben eine sehr viel höhere Auflösung. Ein grobkörniges, verpixeltes Bild tritt also in der Regel dann auf, wenn DVDs in Standard Definition (SD), also in der gängigen PAL-Auflösung, auf High-Definition-(HD)Geräten wiedergegeben werden, ohne das eine Interpolation (Anpassung) durch das Fernsehgerät oder beispielsweise einen Blu-ray-Player vollzogen wird. Das Problem ist leider ein grundlegendes; es beruht auf der Inkompatibilität der beiden Formate.

    3. Warum gibt es nicht immer eine 5.1 Tonspur?
    5.1-Tonspuren werden in der Regel nur für Kinofilme und sehr hochwertige, neue Serien produziert. Ältere Filme und reine TV-Produktionen verfügen im Normalfall nur über eine Stereospur (2.0) – nur für wenige Produktionen existieren überhaupt Surroundspuren. Zwar besteht die Möglichkeit, den 2.0-Ton künstlich „aufzublasen“ – aber dies entspricht nicht mehr dem Original, liefert nur sehr unbefriedigende Ergebnisse und wird von den japanischen Produzenten oft nicht zugelassen. Sofern aber 5.1-Spuren verfügbar sind und uns vom Lizenzinhaber zur Verwendung überlassen werden, bieten wir diese auch an.

    4. Wer sind unsere Übersetzer?
    Unsere Übersetzer sind qualifizierte Übersetzer, die ein Studium der Japanologie abgeschlossen und meistens mehrere Jahre in Japan gelebt haben. Dadurch sind sie nicht nur in der Lage, die Originalskripte einwandfrei zu transkribieren, sondern versorgen die Redaktion auch regelmäßig mit nötigem Hintergrundwissen zu Anspielungen, Wortneuschöpfungen und Differenzen zwischen gesprochenem und geschriebenem Wort.

    5. Wer sind unsere Synchronstudios?
    KAZÉ arbeitet mit etablierten und renommierten Studios zusammen. Das wichtigste Kriterium bei der Wahl des Studios ist die Qualität, gefolgt von der Erfahrung bei der Synchronisation von Anime. Synchronstudio, Redaktion und Übersetzer arbeiten jeweils eng zusammen und verständigen sich gemeinsam auf die Wahl der Sprecher, die Aussprache von Begriffen und Namen und die sprachlich adäquate Umsetzung der Originalskripte. Dennoch spielt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis eine Rolle. Die Aussprache und Betonung japanischer Namen und Worte wird auch in Zukunft für jeden deutschen Sprecher eine immer wieder neue Herausforderung sein.

    6. Warum weichen Untertitel und Synchronfassung voneinander ab?
    Untertitel unterliegen Beschränkungen. Pro Bild darf eine bestimmte Anzahl von Zeichen nicht überschritten werden, damit die Sätze lesbar sind. Deshalb müssen Untertitel manchmal verkürzt, vereinfacht und auf den Punkt gebracht werden. Die Untertitel sind stets so wortgetreu wie möglich. Dennoch muss zwischen wortwörtlicher Übersetzung und Verständlichkeit abgewogen werden. Für die Synchronfassung gelten andere Regeln. Was sich gut liest, hört sich nicht unbedingt gut an. Zudem muss der Text den Lippenbewegungen der Figuren angepasst und die Persönlichkeit der Figur berücksichtigt werden. Es kann darüber hinaus auch notwendig sein, Text zu strecken oder zu kürzen, weil die Satzlänge des Originals und der Übersetzung selten übereinstimmen. Deshalb sind Untertitel und Synchronfassung nicht identisch.

    7. Warum ist die Farbe der Untertitel gelb?
    Bis zum Jahr 2001 waren unsere Untertitel weiß mit schwarzer Umrandung. Da es aber immer wieder kritische Stimmen hinsichtlich der Lesbarkeit der Untertitel gab, baten wir die Fans im Forum um eine Abstimmung. Dabei hat sich eine große Mehrheit für gelbe Untertitel ausgesprochen. Seitdem wird diese Wahl immer wieder positiv bestätigt. Viele empfinden die gelbe Farbe als deutlich besser lesbar, vor allem vor hellen Hintergründen.

    8. Fehler trotz Qualitätskontrolle?
    Wir legen ganz besonderen Wert auf die Qualitätskontrolle. Bevor eine DVD/Blu-ray ins Presswerk geht, durchläuft sie mehr als zehn Schritte der Überprüfung. Dazu gehören Tests der Untertitel, der Tonspuren und der Funktionalitäten sämtlicher Menüs sowie darüber hinaus mehrfache Korrekturläufe sämtlicher Cover, Booklets und Labels. Trotzdem sind wir auch nur Menschen. Deshalb kann es in seltenen Fällen dennoch passieren, dass uns ein Fehler durchschlüpft. Wir arbeiten aber stetig daran, der Perfektion ein Stück näher zu kommen.

    9. Das FSK-Logo …
    … muss sein. Der Gesetzgeber sieht vor, dass alle Bildträger ab dem 1. Juli 2008 mit der neuen FSK-Kennzeichnung zu versehen sind. Das Erste Gesetz zur Änderung des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) regelt sowohl die Größe als auch die Positionierung der Kennzeichnung auf dem Trägermedium. Der verbleibende gesetzliche Spielraum ist eng: Wendecover sind beispielsweise möglich, andere Lösungen nicht. Die detaillierten gesetzlichen Regelungen können auf der Hompage der FSK nachgelesen werden.

    10. Aussprache japanischer Begriffe
    Japanische Namen und Begriffe werden so adäquat wie möglich umgesetzt. Dabei sprechen sich Regie, Redaktion und Übersetzer miteinander ab. Die korrekte Aussprache und vor allem Betonung spezifischer Namen und Worte hängt letzten Endes aber vom Vermögen der Sprecher ab und stellt diese immer wieder vor Herausforderungen. Besonders bei Serien ist eine Vielzahl von Sprechern involviert. Daher bevorzugen wir es, uns für eine kompatible, deutsche Aussprache zu entscheiden, die auch den Hörgewohnheiten solcher Zuschauer gerecht wird, die nicht an japanische Worte gewöhnt sind. Hier muss ein Kompromiss für Puristen und „Normalhörer“ gefunden werden.

    11. Unsere Preise
    Die Preise werden anhand verschiedener Aufwände, wie Lizenz-, Synchronisations-, Druck- und sonstigen Produktionskosten (Gehälter etc.) kalkuliert. Wegen des verhältnismäßig kleinen Markts ist es nicht möglich, die Preise weiter zu senken: Animes sind zum Großteil nicht massenkompatibel. Deshalb können wir niemals Auflagen wie die eines Spidermans, Batmans oder anderen Hollywood-Films erreichen, die im Elektronikfachmarkt um die Ecke irgendwann für 9,99 Euro angeboten werden. Das bedeutet: Bezogen auf die einzelne Box, die ihr beim Händler im Regal findet, ist der Anteil der Produktionskosten erheblich höher als zum Beispiel bei einem amerikanischen Superheldenfilm. Und diese Kosten muss der Verkaufspreis decken. Daneben möchten wir natürlich auch Gewinne erzielen. Letztlich sind wir ein privatwirtschaftlich organisiertes Unternehmen und betreiben dieses Geschäft natürlich nicht nur aus Liebhaberei. Damit wir in Zukunft neue Lizenzen kaufen und eine hochwertige Produktion vorfinanzieren können, brauchen wir Gewinne. Außerdem decken wir über diese Gewinne auch unser unternehmerisches Risiko ab und fangen eventuelle Flops auf.

    12. Bonusmaterial
    Bonusmaterial wird nicht nur von euch oft gewünscht. Auch wir möchten unsere DVDs und Blu-rays mit tollen Extras auf den Markt bringen. Das ist allerdings nicht immer möglich. Voraussetzung ist, dass überhaupt Bonusmaterial vorhanden ist und uns vom Produzenten/Lizenzinhaber zur Verfügung gestellt wird. Leider darf auch nicht jedes in Japan vorhandene Extra in Europa angeboten werden. Wie auch bei den Animes selbst ist dabei ein kompliziertes Geflecht aus lizenzrechtlichen Hintergründen zu berücksichtigen. So kann es möglich sein, dass zum Beispiel für ein Extra die Nutzung in Japan erlaubt ist, in Europa aber nicht – weil der Urheber die Verwertungsrechte für die Region nicht abgetreten hat. Darüber hinaus wägen wir ab, ob der Mehrwert des Bonusmaterials seinen Preis rechtfertigt. Nicht nur das Material an sich ist kostspielig, auch der erhöhte Produktionsaufwand für die Übersetzung, Qualitätssicherung und sämtliche anderen Produktionsbereiche ist hier zu berücksichtigen. Am Ende bedarf es noch einer klugen Einschätzung, ob die Kunden bereit sind, etwas mehr Geld in eine DVD bzw. Blu-ray mit Bonusmaterial zu investieren.

    13. Fanwünsche
    Eure Film- und Serienwünsche sind uns immer willkommen. Auch auf Messen fragen wir immer wieder danach. Jeder Wunsch wird bei uns auf seine Machbarkeit geprüft. Einen Wunsch mehrfach zu äußern führt aber nicht zwangsläufig zu seiner Umsetzung. Denn natürlich müssen wir, bevor wir einen Anime auf den Markt bringen, alle kritischen Faktoren prüfen, so zum Beispiel Zeit, Kosten, Umsetzbarkeit und natürlich an erster Stelle den voraussichtlichen Erfolg am Markt. In Abhängigkeit vom Ergebnis dieser Prüfung entscheiden wir, ob wir eine Lizenz einkaufen oder nicht. Deshalb können wir für die Umsetzung eurer Vorschläge keine Garantie geben. Aber sie sind natürlich eine wichtige Orientierung für uns und wir diskutieren jeden Wunsch.

    14. Titelanfragen zu neuen Lizenzen
    Bitte habt Verständnis dafür, dass wir zu neuen Lizenzen und Veröffentlichungsterminen, die wir nicht offiziell (über Pressemitteilungen) angekündigt haben, keine Aussagen treffen. Die Pressemitteilung ist die frühestmögliche Erwähnung einer geplanten Veröffentlichung. Selbst bei Filmen und Serien, über die wir derzeit verhandeln, kann und darf aus verhandlungsrechtlichen Gründen nichts gesagt werden. Wir wissen, dass dieses Schweigen für Fans sehr unbefriedigend ist, aber internationale Verhandlungen erfordern dieses Vorgehen.

    15. Coverdesign
    Die Japaner sind sehr genau, um nicht zu sagen penibel, wenn es um die korrekte Darstellung ihrer Lizenz geht. Das heißt, ob die Helden in einer Weise dargestellt sind, die das Flair der Serie oder des Films trifft, ob das Logo bzw. Copyright korrekt ist, ob der Klappentext dem Inhalt entspricht und nicht zuviel (oder zu wenig) verrät ...
    In Japan gibt es oft viele Personen, in allen an der Produktion beteiligten Unternehmen (z. B. TV-Sender, Manga-Verlag usw.). Manchmal haben Lizenzgeber bestimmte Änderungswünsche, die wir dann befolgen müssen. Letztendlich entspricht das Endresultat, also die DVD/BD im Laden, zu 100% dem, was der Lizenzgeber wünscht und abgesegnet hat.
    Geändert von Ruth Papacek (16.05.2013 um 12:19 Uhr)

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