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  1. #51
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    Zitat Zitat von Zyklotrop Beitrag anzeigen
    Henry Morgan, einer der berühmt-berüchtigtsten Piraten überhaupt, trat ebenfalls in den Dienst der Krone und wurde Vizegouverneur von Jamaika. Das wird übrigens auch beim "Roten Korsaren" thematisiert, wo Morgan als alter Erzfeind des Titelhelden auftritt. Dieser Konflikt wird in der Serie übrigens nie aufgelöst.
    Das geht lustig durcheinander. Band 6 ("Das Schiff der verlorenen Seelen") spielt 40 Jahre nach dem Tod von Morgan.

  2. #52
    Mitglied Avatar von DER LETZTE APACHE
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    Zitat Zitat von Zyklotrop Beitrag anzeigen
    Aber du weichst mit deiner Erbsenzählerei zu stark vom eigentlichen Thema ab
    Ja.

    Seine fast schon manische Pedanterie geht mir auf den Senkel. Er hat genug detaillierte Antworten bekommen. Mehr geht nicht. Soll er selbst recherchieren

  3. #53
    Mitglied Avatar von zaktuell
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    Bitte? Könnt ihr mal bitte nicht die Tatsachen vom Kopf auf die Füsse zu stellen?

    IHR fangt damit an, den Titel 'Korsar' als 'sachlich falsch' zu kritisieren und nur, weil ich diese Kritik etwas zu relativieren trachte, bin ich plötzlich der 'manisch-pedantische Erbsenzähler'? - Ich hab kein Problem, wenn der rote Korsar 'Der rote Korsar' war, ist und bleibt. Wenn IHR meint, die Begrifflichkeiten um Piraten, Seeräuber, Freibeuter, Korsaren usw. in Frage stellen und sezieren zu müssen, dann ist die Erbsenzählerei doch wohl auf Eurer Seite. ICH hab Eure Argumentation lediglich hinterfragt.
    Gruss!,liver
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  4. #54
    Mitglied Avatar von Zyklotrop
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    Zitat Zitat von DER LETZTE APACHE Beitrag anzeigen
    Seine fast schon manische Pedanterie geht mir auf den Senkel.
    Er ist eine Nervensäge, aber eine liebe Nervensäge. Ohne seine Pedanterie würde mir mittlerweile was fehlen. Also sei nett zu ihm und lass das Kriegsbeil in der Erde, dann wird's vielleicht was mit der Casinokonzession fürs Apachen-Reservat.

    @Hate
    Aber immerhin kann Charlier nichts dafür, die (meines Erachtens nichtsdestotrotz ziemlich gute) Morgan-Story ist von Ollivier. Aber solche Dinge sehe ich eher locker, das fällt für mich unter künstlerische Freiheit.

  5. #55
    Mitglied Avatar von DER LETZTE APACHE
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    Zitat Zitat von Zyklotrop Beitrag anzeigen
    dann wird's vielleicht was mit der Casinokonzession fürs Apachen-Reservat.
    Ich habe nicht vor, eine Spielbank zu eröffnen. Im Apachen Reservat schon mal gar nicht. Es gibt keines mehr. Ich bin der Letzte meiner Art.

  6. #56
    Mitglied Avatar von DER LETZTE APACHE
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    Zitat Zitat von beatleswerner Beitrag anzeigen
    Die Antwort dürfte ganz einfach sein: es kann nur das hochgeladen werden was vorliegt. Also wer die fehlenden Bilder besitzt sollte sie für viele Nutzer des Comicguides an die Verantwortlichen dieser Seite senden. Nur so macht Forschung Spaß.
    Für dich vielleicht.
    Ich sehe das ein wenig differenzierter. Betrifft ja nicht nur den Rotbart.

    Ich könnte die Bilder liefern, um z. B. den Lehning Verlag komplett zu machen. Meinetwegen auch noch mit allen Varianten und den ganzen Pipapo.

    Aber der Zug ist durch den Bahnhof.

    Die dortigen Verantwortlichen haben es sich ( nicht nur mit mir ) verscherzt. Sollte eigentlich bei allen angekommen sein.

  7. #57
    Mitglied Avatar von zaktuell
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    Is doch albern. Erstens muss man, wie ich finde, fein differenzieren zwischen dem Guide und dem Forum des Guides. Zweitens wird die Welt nicht besser, wenn man sich mit gewissen Leuten auf eine Stufe stellt und im Schmollwinkel verzieht. Drittens schadest Du mit Deiner Blockadehaltung nicht 'den Verantwortlichen', sondern den Nutzern des Guide und damit letztlich uns allen.

    Kurz: Auch wenn ich es mir auch mit 'den Verantwortlichen' verscherzt hab (oder die mit mir, je nach Standpunkt): Wenn fehlende Bilder im Guide daran liegen, dass sie nicht vorliegen, dann würde ich zur Verfügung stellen, was mir vorliegt. Leider hab ich die Bastei-Korsaren-Cover auch nicht...
    Gruss!,liver
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  8. #58
    Mitglied Avatar von Manfred G
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    Hallo!
    Das sehe ich allerdings so wie der letzte Apache.Falls ich Info´s über eine Serie haben möchte sind die Antworten im www meistens ausführlicher als im Guide.

    Ps. Wo wird dort Forschung betrieben?
    Geändert von Manfred G (28.10.2012 um 16:31 Uhr)

  9. #59
    Mitglied Avatar von zaktuell
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    Jedem sein Standpunkt.

    Für mich ist der Guide vor allem eine Informationsquelle. Und als solche auch deutlich älter als der Marktplatz. Allein deshalb war er mindestens im Ursprung keine Reklameplattform für irgendwas.

    Infos im www ausführlicher als im Guide? Ich zumindest kenne keine www-plattform, die auch nur annähernd comicale Infos in so geballter Form aufweisen kann. Was nicht heisst, dass der Guide nicht noch optimierbarer wäre. Aber eine optimiertere Quelle kenn ich zumindest nicht.

    Die 'Forschung' findet soweit ich das mitgekriegt hab, vor allem im Internen statt. Und findet dann seinen Niederschlag in öffentlichen Plattformen wie eben dem Guide. Aber auch der Mosapedia. Und was weiss ich wo sonst noch.

    Kurz: Im Grunde ist das 'Problem' nur eine einzige Person. Die meisten anderen sind durchaus engagiert, umgänglich, hilfsbereit usw. Ich denke nicht, dass man da alle in einen Topf werfen sollte oder alle in 'Sippenhaft' nehmen sollte, nur weil man mit EINEM nicht klarkommt. - Es wäre allerdings -angesichts der hier geäusserten anderen Standpunkte- für die 'Sippenhaftenden' mal ne Überlegung wert, obs nicht Mittel und Wege gibt, die 'spaltende Einzelperson' mal entsprechend 'einzunorden', damit man in der Scene wieder etwas mehr miteinander statt gegeneinander - und damit letztlich zum Wohle aller 'arbeiten' kann.

    Aber vielleicht sollte man diese Problematik auch nicht hier erörtern. Das alles hat ja in dieser Dimension nix mit dem roten Korsaren (Thread) oder gar Ehapa (Unterforum) zu tun. Vielleicht kann das hier ja jemand abtrennen und in ein Unterforum verschieben, wo es besser aufgehoben ist...?!
    Gruss!,liver
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  10. #60
    Mitglied Avatar von Zyklotrop
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    Natürlich könnte man anstatt mit dem Flame-Mist einfach anderswo weiterzumachen, einfach einen Schlußpunkt setzen und ein Friedenspfeifchen rauchen...


    Um leichtfertigerweise ganz kurz noch einmal auf die Pirat/Korsar-Thematik zurückzukommen, witzigerweise wird der Rote Korsar in Band 19 -wegen seiner Verdienste in Bd. 15-18 vom französischen König amnestiert- spät, aber doch tatsächlich zum echten Korsaren. Hier kommt es nun auf der ersten Seite zu folgendem Dialog zwischen Rick und seinem Maat Le Guenn:

    "Der Schwarze Falke? Das Schiff des Roten Korsaren?"

    "Nicht diesen Namen, Le Guenn! Nenne ihn nie mehr so... er ist jetzt ein Korsar des Königs."

    Im Originalalbum #20 (das der deutschen #19 entspricht) nennt Le Guenn Barbe-Rouge natürlich einen Piraten... der deutsche Text mutet etwas verwirrend an, à la "Nenn den Roten Korsaren nicht mehr Korsar, er ist jetzt ein Korsar."

    Man könnte jetzt natürlich argumentieren, "Roter Korsar" wäre einfach der Kriegsname als Pirat gewesen und deshalb nun tabu , aber Rick und alle anderen nennen ihn auch trotz dieser empörten Szene munter weiterhin so. Kein Wunder, hat er doch in der deutschen Fassung überhaupt keinen anderen Namen, wie sollte man ihn sonst nennen? (Erst im Spin-Off "Die Jugend des Roten Korsaren" taucht der Name Jean-Baptiste Cornic auf, aber diese Mini-Serie gehört für mich wie die Bände 32-35 nicht mehr zum Kanon der Originalserie).

    In ZACK-Box 43 hat man den Dialog übrigens 1:1 dem Original entsprechend übersetzt. "Ist das nicht das Schiff des Seeräubers Rotbart?" - "Niemals mehr dieses Wort! Gebrauche niemals mehr dieses Wort, wenn du von Rotbart sprichst."

    Zitat Zitat von Hate Beitrag anzeigen
    Das geht lustig durcheinander. Band 6 ("Das Schiff der verlorenen Seelen") spielt 40 Jahre nach dem Tod von Morgan.
    Zitat Zitat von Zyklotrop Beitrag anzeigen
    @Hate
    Aber immerhin kann Charlier nichts dafür, die (meines Erachtens nichtsdestotrotz ziemlich gute) Morgan-Story ist von Ollivier. Aber solche Dinge sehe ich eher locker, das fällt für mich unter künstlerische Freiheit.
    Auch hierzu ein kurzer Nachtrag: im Zyklus aus Band 19-22 von Charlier taucht allerdings auch ein Gegenspieler namens Käpt'n Morgan auf (dessen Name war mir glatt entfallen), was man naturgemäß automatisch mit dem historischen Piraten assoziiert. Aber der alte Fuchs Charlier hat sich wohlweislich gehütet, je seinen Vornamen zu erwähnen, so daß es sich nicht zwangsläufig um die historische Persönlichkeit handeln muß.

    Allerdings sind auch innerhalb des Serien-Kanons der Käpt'n Morgan aus Band 19-22 und der historische Henry Morgan aus Olliviers Band 31 ganz eindeutig nicht dieselbe Person. Ich war mir da unsicher, ob es nicht doch so wäre, aber da Morgan und Rick sich in Band 31 nicht persönlich kennen, ist das eindeutig belegt.
    Geändert von Zyklotrop (29.10.2012 um 01:23 Uhr) Grund: Ergänzungen eingefügt.

  11. #61
    Mitglied Avatar von zaktuell
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    Ach ja? Aber ICH bin der Erbsenzähler?

  12. #62
    Mitglied Avatar von Zyklotrop
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    Ja. Ich zähle nur die Erbsen des Threadthemas, du zählst grundsätzlich sämtliche Erbsen des Universums vom Anbeginn der Zeit an und auch jene jenseits von Zeit und Raum und sortierst sie nach Größe, Farbe, Form, Gewicht und Umfang.

    Es folgen übrigens in Bälde noch mehr Korsaren-Erbsen. In Anbetracht der Tatsache, daß es eine meiner absoluten Lieblingsserien ist, macht das einfach höllischen Spaß.

  13. #63
    Mitglied Avatar von DER LETZTE APACHE
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    Zitat Zitat von zaktuell Beitrag anzeigen
    Ach ja? Aber ICH bin der Erbsenzähler?
    Selbstverfreilich. Aber ohne Fragezeichen.

    Zyklo hält sich streng an das Thema.

    Und nu gibt es nichts, aber auch rein gar nichts mehr zu hinterfragen!

  14. #64
    Mitglied Avatar von zaktuell
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    Zitat Zitat von DER LETZTE APACHE Beitrag anzeigen
    (...) Und nu gibt es nichts, aber auch rein gar nichts mehr zu hinterfragen!
    Doch. zB wer DICH autorisiert hat, das so festzulegen
    Gruss!,liver
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  15. #65
    Mitglied Avatar von Pedrinho
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    Zurück zum Thema.
    Zitat Zitat von Exilphilosoph Beitrag anzeigen
    Hin oder her. Mit Rotbart würde ich eher einen Funny verbinden.
    Hier hat der gute Exilphilosoph den Nagel auf den Kopf getroffen! Der betreffende Funny ist Scharzbart, der Pirat (im Original Le vieux Nick et Barbe-Noire) von Marcel Remacle. Bei dem deutschen Titel Der Rote Korsar geht leider völlig die Anspielung auf Blackbeard, den bekanntesten Piraten der Karibik unter. "Barbe Noire" und "Barbe-Rouge", ich sehe hier einen Zusammenhang.
    Die Titelbilder der Bastei-Bände kann man sich nahezu komplett bei eBay ansehen, die französischen Cover sind mit einer sinnvollen Einteilung in 11 Zyklen unter http://www.auracan.com/Dossiers/JMC/...jmc.php?part=6 zu bewundern. Ob sich Dargaud/ Ehapa wohl an diese Einteilung halten werden? Und was ist mit den beiden 1964 erschienen Barbe-Rouge-Gags aus Pilote 231 und 255?

  16. #66
    Mitglied Avatar von Zyklotrop
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    Ich gehe mal optimistisch davon aus, daß wir die im redaktionellen Teil der Ehapa-Bände bestaunen dürfen! Optimal wäre auch der Abdruck der alten Hubinon-Titelbilder, die man später gegen moderner wirkende Motive von Fremdzeichnern ausgetauscht hat (die auch auf den deutschen Ausgaben prangen).

    Ich sehe Barbe-Rouge nicht zwangsläufig als eine Anspielung auf Blackbeard (dessen einst blutrünstiger Ruf durch die diskriminierende Serie Schwarzbart der Pirat doch etwas gelitten hat), es gab ja anno dazumal auch wirklich einen bekannten Piraten namens Rotbart, den Türken Chaireddin, bei den Europäern Barbarossa genannt (mit dem gleichnamigen Kaiser weder verwandt noch verschwägert). Der war übrigens auch ein klassisches Beispiel des Doppelberufs Pirat und Korsar. Seine europäischen Vorfahren erklären seinen für Türken doch sehr unüblichen roten Bart (obwohl der ohnehin nur eine Legende sein dürfte). Wie Barbe-Rouge kämpfte Barbarossa in späteren Jahren für Frankreich.
    Geändert von Zyklotrop (29.10.2012 um 20:18 Uhr) Grund: Ergänzung eingefügt.

  17. #67
    Mitglied Avatar von zaktuell
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    Zitat Zitat von Pedrinho Beitrag anzeigen
    (...) die französischen Cover sind mit einer sinnvollen Einteilung in 11 Zyklen unter http://www.auracan.com/Dossiers/JMC/...jmc.php?part=6 zu bewundern. (...)
    Sehr schöner Link
    dafür!
    Gruss!,liver
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  18. #68
    Mitglied Avatar von Pedrinho
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    Die Barbarossa/Rotbart-Anspielung ist, um es mit Loriot zu sagen, "fein beobachtet". Cheireddin (1466-1546) wäre natürlich auch eine gute Möglichkeit, ist m.E. aber zeitlich und räumlich weit von unserem Roten Korsaren und Blackbeard entfernt, da er ja das Mittelmeer und nicht die Karibik unsicher gemacht hat. Könnte aber trotzdem stimmen, da muss noch Forschungsarbeit geleistet werden.

    Zitat Zitat von Zyklotrop Beitrag anzeigen
    Wer nun wirklich ein astreiner Korsar war, das war Robert Surcouf. Charlier und Hubinon haben ihm immerhin drei Alben gewidmet - hier wird er im Originaltitel sogar "der König der Korsaren" genannt.



    Eine deutsche Ausgabe war schon lange mein sehnlicher Wunsch - eine einbändige Gesamtausgabe im Anschluß an die RK-GA wäre ein Traum.

    Surcouf war übrigens auch der Held einer Erzählung von Karl May!
    Oh, ja! Oh, bitte! Die Surcouf-GA würde ich auch sofort kaufen. Ulkigerweise ist kürzlich bei Editions 12bis eine neue Surcouf-Reihe ins Leben gerufen worden. Unter den Autoren befindet sich mit Erick Surcouf sogar ein Nachkomme des berühmten Kaperers. Hatten wir den Begriff "Kaperer" schon?

    Mehr zur Serie unter http://12bis.com/bande-dessinee/aventure/surcouf1. Hop!
    Geändert von Pedrinho (29.10.2012 um 20:38 Uhr)

  19. #69
    Mitglied Avatar von Zyklotrop
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    Indirekt. Die Erzählung "Robert Surcouf" von Karl May erschien später unter den Titeln "Ein Kaper" bzw. in den grünen Bänden als "Der Kaperkapitän".

    Wo wir gerade beim Off Topic sind, thematisch passt es aber hierher und ein eigener Thread wäre übertrieben: die schöne Seefahrerserie Jeremie von Paul Gillon würde sich mit vier Alben (eins davon auf Deutsch unveröffentlicht) perfekt machen als Einzelband-Gesamtausgabe.

    Würde in SW wie in Farbe toll aussehen.

    Wie wär's damit, Ehapa?

  20. #70
    Mitglied Avatar von DER LETZTE APACHE
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    Können wir uns denn erst einmal dahingehend einigen, das

    ein Pirat eben ein Pirat im klassischen Sinne ist. Wie wir Ihn alle von der Kindheit her kennen ( Die Schatzinsel, John Silver, Israel Hands ) usw. und

    ein Korsar der "Edelmann" unter den Piraten ist? Ich wüsste nicht, wie man es sonst definieren könnte.

    Gibt es da Einwände ? zak?

  21. #71
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    Völlig falsch:

    "Korsaren waren Piraten, die von der nordafrikanischen Küste aus agierten. Sie waren im dortigen Gebiet vom 16. Jahrhundert bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts die vorherrschenden Piraten.

    Das Wort findet sich in den romanischen Sprachen des westlichen Mittelmeerraums (fr. corsaire, provenzalisch cursar, ital. corsale, corsare, span. corsario, vgl. auch kroat. gusar) und geht letztlich auf lat. cursus „Beutezug“, eigentlich „Lauf“ bzw. cursor "Läufer" zurück; eine spätere Volksetymologie brachte die Korsaren fälschlich mit der Insel Korsika in Verbindung.

    Mit dem Niedergang der Wirtschaft in den Maghrebländern und der Vorherrschaft der christlichen Staaten im Mittelmeer seit dem 15. Jahrhundert entwickelte sich das Korsarentum in den Küstenstädten des Maghreb. Zentren waren dabei die Barbareskenstaaten Algier, Tripolis und Tunis. Die Korsaren setzten sich aus Arabern und Mauren zusammen sowie aus Morisken, die nach dem Abschluss der Reconquista 1492 aus Spanien in den Maghreb geflohen waren. In Europa wurden sie als Sarazenen bezeichnet. In den folgenden Jahrhunderten führten sie ausgedehnte Raubzüge durch das Mittelmeer und bis weit in den Atlantik, zeitweise sogar an der britischen Küste (Cornwall), wobei sie zahllose Schiffe christlicher Nationen kaperten.

    Daneben überfielen die Korsaren auch häufig an der Küste gelegene Dörfer und kleine Städte, deren Einwohner als Sklaven verschleppt wurden. Die größten Sklavenrazzien fanden entlang der Mittelmeerküste statt und trafen z.B. das italienische Vieste und das korsische Bastia. Allerdings kam es auch zu Überfällen auf nordeuropäische Städte. So wurden etwa die irische Hafenstadt Baltimore[1] und das englische Penzance[2] von moslemischen Korsaren überfallen. Ein Raubzug führte sogar bis nach Island am Polarkreis.[3] Zwischen 1530 und 1780 wurden über eine Million christliche Gefangene als Sklaven nach Nordafrika verschleppt.[4]

    Vor allem im Mittelmeer wurde der Seehandel erheblich beeinträchtigt, als die Korsaren 1529 den türkischen Sultan als Oberherrn anerkannten und dafür militärische Unterstützung bekamen. Die bedeutendsten Korsaren waren Arudj, Turgut Reis und Cheir ed-Din Barbarossa, welcher 1534 Tunis eroberte aber ein Jahr später im Tunisfeldzug von Karl V. wieder vertrieben wurde. Mit Hilfe des Sultans konnten aber die Spanier in langwierigen Kämpfen aus dem nordafrikanischen Bereich vertrieben werden. In dieser Zeit befand sich der Kaperkrieg zwischen den Korsaren der Barbareskenstaaten und den christlichen Staaten des Mittelmeers auf seinem Höhepunkt. Der Trinitarier-Orden, ein katholischer Mönchsorden, sah seine Hauptaufgabe im Freikauf oder Austausch von christlichen Gefangenen oder Sklaven von den Barbaresken.

    In Kriegen mit Spanien bildeten sich die Machtzentren Algier, Tunis und Tripolis als die sog. Barbareskenstaaten, die teilweise schon die Grenzen der heutigen Staaten Algerien, Tunesien und Libyen besaßen, ohne allerdings das Hinterland im heutigen Umfang zu kontrollieren. Die Seeräuberei war die Haupteinnahmequelle dieser Staaten. Dieses Unwesen ging noch Ende des 18. Jahrhunderts so weit, dass einige europäische Länder, etwa die seinerzeit unabhängige Hansestadt Hamburg, aber auch die noch jungen USA, sich zu regelmäßigen Zahlungen an die Regierungen der Barbareskenstaaten verpflichteten, damit ihre Handelsschiffe nicht behelligt wurden. Für die europäische Handelsschifffahrt stellte dies ein Problem dar, da die ständigen Lösegeldzahlungen und der Verlust der Schiffsladungen massiven wirtschaftlichen Schaden anrichteten. Um die Schiffsbesatzungen zur Verteidigung der Ladung zu motivieren, wurde Propaganda über die Behandlung von Gefangenen durch die Barbaresken verbreitet. Schon bald gab es umfangreiche Literatur über alles, was mit christlichen Gefangenen der Barbaresken tatsächlich oder angeblich geschah. So sollten diese etwa vor die Mündungen von Kanonen gebunden und jene dann abgefeuert werden; die Gräueltaten wurden in allen Details geschildert. Miguel de Cervantes, der selber von algerischen Korsaren verschleppt worden war und fünf Jahre in Algier als Sklave hatte arbeiten müssen, verarbeitete seine Erlebnisse in dem Theaterstück Los Tratos de Argel.

    Gefecht zwischen der britischen Fregatte HMS Mary Rose und sieben algerischen Korsaren, 1669

    Im 17. Jahrhundert setzte der Niedergang der Korsarenflotten ein, als die europäischen Seemächte wie z. B. England, die Niederlande und Frankreich mit ihren Flotten mehrmals Algier, Tunis und Tripolis bombardierten. Die USA bauten die ersten Kriegsschiffe der US Navy, um die nordafrikanischen Korsaren in ihre Schranken zu verweisen, und erwarben in zwei kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Barbaresken ihre ersten Seekriegserfahrungen. Ihr Ende fand die Piraterie der Korsaren 1827 mit der Schlacht von Navarino, als die Kriegsschiffe der mit dem Osmanischen Reich verbündeten Barbaresken zerstört wurden. Im selben Jahr nahm der französische König Karl X. einen unbedeutenden Zwischenfall zum Anlass, dem Dey von Algier den Krieg zu erklären. In erster Linie war dieser Schritt durch die innenpolitische Lage in Frankreich bedingt, die den König zwang, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die nordafrikanischen Korsaren zu lenken. Der entscheidende Militärschlag gegen Algier erfolgte allerdings erst 1830, als König Karl X. politisch schon am Ende war. Die Eroberung von Algier konnte somit die Revolution von 1830 nicht mehr aufhalten.

    Straßenschilder welche Korsaren in Nantes gewidmet sind.
    Korsaren mit Kaperbrief [Bearbeiten]

    Aus dem Englischen stammend ist Korsar, englisch Corsair, auch die Bezeichnung für einen nicht im Dienst einer Kriegsmarine stehenden Kapitän oder Reeder bzw. dessen Schiff, einem sog. Privateer, der mit einem Kaperbrief (La lettre de course) ausgestattet war. Der Korsar betrieb für den Aussteller des Kaperbriefs Handelskrieg, um den Seehandel des Gegners zu stören und dessen Schiffe auszurauben oder zu versenken. Enrique Dussel schreibt den Raubzügen von Francis Drake in der Karibik einen wesentlichen Anteil am Aufstieg des britischen Imperiums zu. Bis zum Pariser Frieden mit der Seerechtsdeklaration von Paris vom 16. April 1856 war Korsar eine juristische Figur des europäischen Völkerrechtes."

    zitiert nach Wikipedia, abgerufen am 29.10.2012, 22.24 Uhr

  22. #72
    Mitglied Avatar von Zyklotrop
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    Ein Link zur Wikipedia hätte genügt anstatt die komplette Wikipedia hier reinzukopieren. Kostenloser guter Ratschlag, getippt am 29.10. 2012 um 22:35 mit der 2-Finger-Technik.

    Die Definition des Apachen gefällt mir und entspricht auch internationalen Gepflogenheiten (engl. Corsair, frz. Corsaire). Was hab ich da für eine Büchse der Pandora geöffnet?

    Darüber hinaus -folgten wir der Wikipedia- kommt naturgemäß nur die Definition 2 der Wikipedia zum Einsatz, Definition 1 wäre ja noch falscher. Der Rote Korsar ist schon gar kein Musel-Seeräuber aus Afrika.

    Wir könnten jetzt munter weitermachen und anfangen, "Freibeuter" zu definieren, was laut Wikipedia ausschließlich "einen Kaperfahrer, der von einer Regierung per Kaperbrief die Erlaubnis bekommt, feindliche Schiffe auf hoher See aufzubringen" bedeutet, innerhalb der deutschen "Roter Korsar"-Alben aber durch die Bank mit Seeräuberei gleichgesetzt wird. Das ist eine unendliche Geschichte, lasst uns lieber hier einen Schlußstrich ziehen.
    Geändert von Zyklotrop (29.10.2012 um 21:39 Uhr) Grund: Hohn und Spott eingefügt.

  23. #73
    Mitglied Avatar von zaktuell
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    Zitat Zitat von DER LETZTE APACHE Beitrag anzeigen
    (...) Gibt es da Einwände ? zak?
    Was fragste mich?! Ich bin noch mit Erbsen zählen beschäftigt...

    1.304, 1.305, 1.306,...
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  24. #74
    Mitglied Avatar von DER LETZTE APACHE
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    Mir ist aber aufgefallen, das seit meinem gestrigen Beitrag Nr. 56 über 600 Zugriffe erfolgt sind.
    Ich finde, das ist recht ungewöhnlich. Also interessiert es doch den einen oder anderen, was hier geschrieben wird.
    Zyklo ist da nicht ganz unschuldig.
    Das wird den Ehapa-Verantwortlichen ( die hier sicher auch mitlesen ) freuen...

    Ich werde in den nächsten Tagen mal Illu. Klassiker Nr. 14 Der rote Freibeuter und Nr. 74 König der Freibeuter lesen.
    Vielleicht gibt es da ein paar Erkenntnisse.

    Wikipedia können wir ja zu den Akten legen.

    Denn mehr als Wir wissen Die auch nicht!

  25. #75
    Mitglied Avatar von Zyklotrop
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    Das würde die Verwirrung noch steigern, denn Coopers Roman "Der Rote Freibeuter" handelt im Widerspruch zur Wiki-Definition von einem astreinen Piraten und heißt im Original auch "The Red Rover" und keineswegs "The Red Freebooter". Man hat diese Begriffe in deutschen Texten offensichtlich seit jeher ungeachtet der unterschiedlichen Bedeutungen munter durcheinander geworfen. Obwohl das Mißverständnis nachvollziehbar ist, bei "Frei"-Beuter denkt man automatisch an jemand, der sozusagen freischaffender Räuber ist. Aber im Freibad gibt's meistens auch leider keinen freien Eintritt.

    Selbiges trifft auf die Illustrierten Klassiker zu, der "König der Freibeuter" ist im Original "The Buccaneer" und handelt von Jean Lafitte, der auch zur Gattung der amtlichen/freischaffenden Doppelberufler gehört haben dürfte.
    Geändert von Zyklotrop (29.10.2012 um 23:23 Uhr) Grund: Grammatikfehler korrigiert, Ergänzung eingefügt.

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