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Thema: Der Hobbit

  1. #101
    Dreamhafter SysOp Avatar von Minerva X
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    Zitat Zitat von Vainamoinen Beitrag anzeigen
    Der Hobbit ist erheblich straffer, konziser und auch episodaler erzählt. Was im Herrn der Ringe zwei lange Kapitel, wäre im "Hobbit" vielleicht ein kurzes. Ich denke deshalb schon, dass sich die Handlung ohne narrative Schwangerschaftsstreifen filmisch auf zwei Stunden dehnen ließe. Bei Jackson allerdings... platzt der Bauch.
    Eigentlich sind's jetzt ja 6 Stunden für den Hobbit. Oder in er Extended Version vielleicht 9.
    Dass der Hobbit prinzipiell einiges an Stoff hergibt, ist schon klar (sie stolpern ja in einiges an Problemen...). Aber es geht hier um den Vergleich mit HdR...um den mit der Verfilmung von Jackson. Und gerade weil er schon beim HdR seltsam gedehnt hat, wo er an anderer Stelle dafür gekürzt hat, bin ich skeptisch bei drei Verfilmungen. Also ich sehe das mehr oder weniger so wie du.
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  2. #102
    Cubist Avatar von Dave Deschain
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    Ich sehe allerdings ein, dass der spontane Entschluss, aus zwei Filmen drei zu machen, berechtigte Skepsis weckt. Dennoch habe ich vollstes Vertrauen in Jackson und finde ebenfalls, dass Mittelerde genug Stoff hergibt, um den Hobbit in drei Filme zu verpacken. Ich erhoffe mir, ähnlich wie bei HdR, ein paar Geschenke für die Fans, die vielleicht auf Kosten der Vorlagentreue gehen, aber dennoch schön anzusehen sein werden. Ich möchte zum Beispiel Liv Tyler in HdR nicht missen müssen. So wie ich auch die Extended Fassungen immer als zusätzliches Geschenk betrachtet habe, wo immerhin Dinge zu sehen waren, die sie mir zur einzig "echten" Fassung gemacht haben. Ich bin ja sonst auch eher kritisch bei Literaturverfilmungen, aber inzwischen doch aufgeschlossen Veränderungen gegenüber. Nehmen wir doch mal den Blade Runner. Es ist ein völlig anderes Thema als im Buch, aber wer will den Film ernsthaft missen? Wer gute Stories mag, braucht definitiv Buch UND Film im Regal. Ähnlich bei HdR. Ich will in Buch 1 nicht Tom Bombadil missen und auch nicht die Trolle danach, aber im Film bin ich froh, wenn die Hobbits so früh wie möglich in Bree ankommen. HdR (Film) ist eben voller Auslassungen, Vereinfachungen, aber eben auch Ergänzungen und ist damit ein unvergleichlich episches Spektakel geworden. Mir fällt gerade kein bildgewaltigeres, ausufernderes Filmerlebnis ein. Und damit erfüllt er in vollem Umfang den Anspruch des Buches. Auch hier fällt mir kaum ein vergleichbar üppiges Werk ein. Dankbarerweise ersetzt der Film eben nicht das Buch, und das ist doch gut. Ich sehe da sehr hoffnungsfroh in die Zukunft. Dank Jackson. Bei Spielberg oder Lucas wäre ich deutlich skeptischer.
    Eine Ära geht zu Ende! Noch 22 Wochen im Exil!

    Möge der hellste Stern nur für dich leuchten und der Wind die schönste Melodie summen. Wir sehen uns, wenn er Sand über die Spuren vergangener Tragödien geweht hat und das Lachen zukünftiger Feiern in nächster Nähe erklingt. (Oder schon früher)

  3. #103
    Mitglied Avatar von Vainamoinen
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    Zitat Zitat von Minerva X Beitrag anzeigen
    Eigentlich sind's jetzt ja 6 Stunden für den Hobbit. Oder in er Extended Version vielleicht 9.
    Dass der Hobbit prinzipiell einiges an Stoff hergibt, ist schon klar (sie stolpern ja in einiges an Problemen...). Aber es geht hier um den Vergleich mit HdR...um den mit der Verfilmung von Jackson. Und gerade weil er schon beim HdR seltsam gedehnt hat, wo er an anderer Stelle dafür gekürzt hat, bin ich skeptisch bei drei Verfilmungen. Also ich sehe das mehr oder weniger so wie du.
    6 Stunden ist eine wirklich optimistische Schätzung. Die Kinoversionen des Herr der Ringe addieren sich bereits auf (inklusive Abspännen) 9 Stunden 18 Minuten; die Extended Editions legen mit insgesamt 11 Stunden 12 Minuten nochmals heftig nach. Ich fürchte, das ist in etwa das, was wir für den Hobbit zu erwarten haben, da Jackson alles Andere in seinem Schaffen als "antiklimaktisch" empfinden würde. Zumal die Kinotolkieniten, die Jacksons Fan-Fiction-Herangehensweise schätzen, ja nun auch die innerhalb deren Logik berechtigte Frage stellen würden, wieso Sie "nur" drei Zwei-Stunden Filme in drei Jahren bekommen hätten statt doch lieber zwei Drei-Stunden-Filme in zwei Jahren.

    Zitat Zitat von Exilphilosoph Beitrag anzeigen
    ch bin ja sonst auch eher kritisch bei Literaturverfilmungen, aber inzwischen doch aufgeschlossen Veränderungen gegenüber.
    Ich kann hier nur noch einmal wiederholen, dass es kongeniale Literaturverfilmungen gibt, die geradezu brachial Dinge der Vorlage ändern (kürzlich nochmal "Children of Men" gesehen. Da werden fröhlich Charaktere verschmolzen und neue als zentral reingenommen, dass einem die Spucke wegbleibt. Das ist ein GRANDIOSER Film. Einfach GRANDIOS). Und ebenfalls, dass ich bei Jackson diese Hobbit-Änderungs- und Erweiterungswut als aus vollkommen falschen Beweggründen, aus einer komplett inakzeptablen Philosophie geboren ansehe. Siehe oben.
    Geändert von Vainamoinen (19.10.2012 um 12:46 Uhr)

  4. #104
    Mitglied Avatar von LOKInst
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    Meine Erwartungshaltung an den Film:
    Hirn an der Kinokasse abgeben, große Tüte Popcorn und zwei Bier kaufen und dann einige Minuten lustig unterhalten werden. Wenn er das schafft, bin ich nicht total enttäuscht. Mehr sollte man sich evtl. auch besser nicht erhoffen...

    Falls der Film mir doch gar nicht gefällt, lese ich hinterher einfach Haggis "Der Hartmut findet 1 Zauberring", um wieder gute Laune zu bekommen.

  5. #105
    Mitglied Avatar von Vainamoinen
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    Zitat Zitat von Minerva X Beitrag anzeigen
    Na das klingt immer düsterer...niemand hat's gewusst. Hm...Geld stinkt halt nicht. Zwei Filme hätte ich ideal gefunden.
    He comes into many tales, but his part in the story of Bilbo's great adventure is only a small one.
    ...wetten, dass Weaving/Elrond in allen drei Filmen auftaucht?


    Zitat Zitat von Exilphilosoph Beitrag anzeigen
    Und mal ehrlich: man nenne mir fünf Kinofilme der letzten 15 Jahre, die jeden Cent mehr Wert gewesen wäre als HdR.
    Und da beschränkst du dich noch nicht mal auf das Fantasy-Genre? Das ist sicher Geschmackssache, aber ich denke, ich kriege da 50 zusammen. Und ich MOCHTE die Herr der Ringe-Filmtriologie. Großartige Bilder und einige wirklich passende Darsteller. Von der erzählerischen Kohärenz her lässt sich Jacksons Szenencollage dagegen von 10jährigen Stotterern überflügeln.

  6. #106
    Cubist Avatar von Dave Deschain
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    Nein, ich beschränke mich nicht auf Fantasy. Nenn mir 5!
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  7. #107
    Cubist Avatar von Dave Deschain
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    Also, ich selbst würde vielleicht noch Kill Bill ins Rennen führen. Aber wenn ich mich für eins der beiden Werke entscheiden müsste, würde ich wohl doch wieder HdR wählen.
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  8. #108
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    Die Karrikatur der Zwerge ist klasse!

    Ich habe aus zeichnerischer Sicht die Sorge, dass der Film mal wieder einen großen Teil meiner eigenen Vorstellung von Mittelerde überschreibt - das war nämlich blöderweise beim Herr der Ringe so. Deshalb kann ich auch sehr gut nachvollziehen, dass es Fans gibt, die nicht nur ihre zeichnerische, sondern gleich ihre gesamte Vorstellung durch die Filme beeinflussen lassen. Was natürlich total schade ist. Und total nervig. Da will man sich über Tolkiens Mittelerde unterhalten, und dann wird dauernd von orlando Bloom geschwärmt...tztztzzzzzzz

    Trotzdem freue ich mich auf den Film und stehe den Änderungen nicht ganz so skeptisch gegenüber. Ich denke dass der Hobbit sehr viele Ansätz bietet, aus denen man eine längere Geschichte stricken kann, die auch Hand und Fuß haben udn nicht einfach nur Fantasyerfindungen sind um den Plot auf drei Filme zu strecken. Der Hobbit klammert zum Beispiel die Charakterentwicklung und die Beziehung der Charaktere weitgehend aus.
    Wie wird sich Gandalf in die Truppe einfügen - ist doch eigentlich Thorin der Anführer? Wie entwickelt sich Bard? Mal ehrlich, aus erzählerischer Hinsicht war das nicht so dolle, dass da ein "Niemand", der vorher nur einen kurzen Auftrtt hatte, den oberbösewicht erschiesst, während die Helden, die wir auf langer Reise begleitet haben, hilflos auf nem Berg hocken. Es war realtistischer, aber im Kino würde das heute bei nicht-Tolkinisten nicht so gut funktioineren

    Das alles macht mich sehr, sehr neugierig auf den Film, und, ja, ich freue mich auch, dass ich über Seesterne lästern kann, und bin gespannt, wie Jackson diese Axt im Schädel plausibel erklärt. Aufregen kann man sich soweiso am Besten nach dem Film.

    Und ja, es ist Kommerz. Die Normale DVD, Extended Edition, Blue Ray..., 3 D und nciht 3 D, dann auch noch diese Spezielle Tonaufnahmetechnik, die man nur in bestimmten, modernen Kinos geniessen kann...gott sei dank haben wir es alle noch selber in der Hand, was wir konsumieren und was nicht.
    Man is born naked, wet and hungry and screaming.
    Then everything gets worse (Autor unbekannt).

  9. #109
    Mitglied Avatar von digory
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    Ich bin seit längerem auch wieder mal hier im Forum und muss zum Thema gleich meine zwei Cents einwerfen. Als ich gehört habe, dass der Hobbit verfilmt wird, war ich zunächst hell begeistert. Ich liebe das Buch, und Peter Jackson hat der LOTR meiner Meinung nach gut umgesetzt (abgesehen von der letzten Halbstunde im dritten Teil), also warum nicht? Als ich mich dann ein wenig informiert habe, bekam ich doch Bedenken. Drei Filme? Das Problem ist: Die meisten Leute erwarten eine Fortsetzung des LOTR im selben Stil und von derselben Tiefe. Wer aber das Buch kennt, weiss, dass der Hobbit vielmehr eine Komödie ist. Es ist auch (im Original) viel lockerer und leichter lesbar geschrieben als LOTR (wobei LOTR ähnlich beginnt wie der Hobbit, aber dann schnell die Sprache wechselt). Peter Jackson muss das irgendwie unter einen Hut bringen: Die Erwartung des Publikums und der Stoff. Die umgekehrte Reihenfolge wäre viel natürlich gewesen, vom einfachen und lustigen zum majestätischen und ernsten. Aber so, ich weiss nicht...

  10. #110
    Cubist Avatar von Dave Deschain
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    Ich habe den Hobbit zuletzt 2005 gelesen, in der neuen Übersetzung, und war überrascht wie gewalttätig und düster das Buch ist. Ich glaube, der tut sich nix zum HdR, ist nur kürzer. Und genau das wird er ja im Kino nicht sein...
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  11. #111
    Junior Mitglied Avatar von grenzreiter
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    Ich freue mich ja auch riesig drauf. Ich habe natürlich auch Bedenken, dass er damit, mit dieser riesen Aufmachung zu sehr in den Focus rückt, und sich die Leute, wie schon gesagt mehr über die Schauspieler als über die Aufmachung des Films selbst Gedanken machen. Noch ein Link zu nem RANT und das wars dann auch.

    Gruß

    P.S.: Auch mache ich mir Sorgen darum, dass ihn sich viele ansehen, weil "auf Nerd machen" ja immer noch so angesagt ist. Nicht dass das schlimm wäre, aber es ist wie eine Rockband die durch eine sanfte Ballade im Radio super bekannt wird, und du dann nicht mehr zu den Konzerten gehen kannst, weil alle Pärchen warten, dass die Ballade gespielt wird. Den Rest des Konzerts langweilen sie sich. Du solltest das Buch gelesen haben und dich ein wenig mit dem Tolkien-Universum auseinandergesetzt haben um wirklich Spaß am Film zu haben und nicht einfach ins Kino gehen weil ja "hip" und "voll nerdig" ist, sich eine Verfilmung von Tolkien anzusehen.
    Geändert von grenzreiter (28.10.2012 um 10:40 Uhr)

  12. #112
    Cubist Avatar von Dave Deschain
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    Naja, ich glaube die Anzahl derer, die sich intensiv mit Tolkien und HdR beschäftigt haben, ist noch immer hoch und höher als bei jedem anderen vergleichbaren Stoff. Was schon durch die kritische Vorerwartung hier und anderswo belegt wird. HdR ist kein Nerd-Stoff. HdR und Tolkien sind Allgemeinwissen bei allem, was ab 1960 geboren wurde.
    Geändert von Dave Deschain (28.10.2012 um 13:47 Uhr)
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  13. #113
    Mitglied Avatar von Vainamoinen
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    Zitat Zitat von Exilphilosoph Beitrag anzeigen
    Naja, ich glaube die Anzahl derer, die sich intensiv mit Tolkien und HdR beschäftigt haben, ist noch immer hoch und höher als bei jedem anderen vergleichbaren Stoff. Was schon durch die kritische Vorerwartung hier und anderswo belegt wird. HdR ist kein Nerd-Stoff. HdR und Tolkien sind Allgemeinwissen bei allem, was ab 1960 geboren wurde.
    Im Jahr 2000 bin ich in einer Buchhandlung von einer Journalistin zu meinen Vorlieben befragt worden (ich gehe davon aus, dass das in der Nähe des 23. Aprils war, wegen Tag des Buches). Ich nannte Tolkien, sie konnte mit dem Namen überhaupt nichts anfangen. Erst ein bis drei Jahre später ist der Name zum "Allgemeinwissen" geworden - da bin ich sicher. Zumal der Lernprozess pfennigfallmäßig über die vielen "Tolkeins" gut zu beobachten war.

  14. #114
    Cubist Avatar von Dave Deschain
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    Ich glaub das nicht. Ich kann mir vorstellen, dass eine jüngere Generation über die Filme auf Tolkien aufmerksam wurde (da in den 90ern wohl eine gewisse Müdigkeit aufkam. Die Kultur wurde schnelllebiger und flüchtiger und HdR ist ein dickes Buch, dass eigentlich alle mindestens 5x gelesen haben). Aber noch bis in die späten 80er wurde jeder Schnippsel von Tolkien gelesen und sein Werk wurde fast akribisch studiert und interpretiert. Ich kenne keinen, der nicht wenigstens noch das Silmarillion gelesen hat, und viele haben sogar die Fragmentesammlung "Nachrichten aus Mittelerde" sowie die Frühversion des Silmarillions, das "Buch der Verschollenen Geschichten" gelesen und Tolkiens Biographie, mehrfach! Die Neuübersetzung des Hobbit und später des HdR wurden auch nicht nur aus bibliophilen Gründen herausgegeben, sondern weil diese Bücher einfach zur Standardausstattung jedes Bücherregals von mindestens den Generationen dreier Jahrzehnte gehören. Und das betrifft wahrlich nicht nur irgendeine Nerd-Gruppierung. Tolkien ist und war so ziemlich das einzige, was in den Jahren 1960 bis 1990 von niemandem, gleich welcher politischen Fraktion oder kulturellen Gesinnung nicht in Frage gestellt wurde. Seine Geschichten haben Eindruck auf subkulturellste Hippie-Kommunen gemacht, Tolkiens Persönlichkeit und Lebensweise wurden von konservativsten Junge-Unions-Angehörigen gegen diese ins Feld geführt und sein akademischer Grad sorgte für den nötigen Respekt im Vor-Kabel-TV-Kultursender-Kanon. Wenn da eine RTL2-"Journalistin" den Namen Tolkiens nicht kennt, halte ich sie für die Angehörige einer verschwindend kleinen Minderheit.
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  15. #115
    Mitglied Avatar von Vainamoinen
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    Das mag ja exakt so sein - die 80er als Scheitelpunkt der Tolkien-Begeisterung in Deutschland, ein Absinken der Bekanntheit in den 90ern, dann durch die Filme der neue Höhepunkt im neuen Jahrtausend. Wer seine Schulzeit in den frühen 90ern absolvierte, ist nur mittlerweile nicht mehr so ganz die "jüngere Generation". Ich habe den Herrn der Ringe mit 14 gelesen - Überschlagsrechnung: 1992; und weiß mit Sicherheit, dass in meiner Klasse drei Leute mit dem Buch etwas anfangen konnten. Zwei davon nur durch mich.

    Angefixt wurde ich durch Reza aus der Parallelklasse - und der war noch nicht mal deutschstämmig.

    Wo jene 'Journalistin' hingehörte, kann ich heute nicht mehr sagen. Ich habe mich natürlich grün und blau geärgert, dass sie Tolkien zu den Fortsetzungsromanen sortierte. Sagen wir einfach: Im Zweifelsfall war's der Trierische Volksfreund.
    Geändert von Vainamoinen (29.10.2012 um 12:16 Uhr)

  16. #116
    Dreamhafter SysOp Avatar von Minerva X
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    Naja, in meiner Klasse kannte vielleicht eine Person den Herrn der Ringe ausser mir. Von weiter Verbreitung würde ich da nicht reden. Wenn ich meine Kollegen heute fragen würde, wette ich, dass davon mit Glück einer das Buch gelesen hat. Ich denke es kommt sehr stark darauf an, wo man sich bewegt.

    Ich habe ja auch beides als Jungendliche (13?) gelesen - erst den Hobbit, dann den Herrn der Ringe. Mehrfach. Aber ich war nie so besessen, dass ich alles bis ins kleinste studiert habe. Trotzdem ist damit eben ein Stück Kindheit verbunden...besonders mit dem Hobbit. Deswegen fände ich es nicht grandios, wenn Jackson das aus Geldgründen versemmelt.

    Und ja, der Hobbit ist im Kern eine Mischung aus Humor und Tragik. Von Fassreiten und Schnupfenrede bis zu Gier und Tod.
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  17. #117
    Moderator Off Topic Avatar von Neyl
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    Zitat Zitat von Vainamoinen Beitrag anzeigen
    Im Zweifelsfall war's der Trierische Volksfreund.


    Ich verstehe die großen Bedenken die hier herrschen gar nicht.
    Die Bücher unterscheiden sich in vielem sehr (Schreibstil, Länge, ect.),
    aber der Kern ist meiner Meinung nach der Selbe, weshalb der Film-Hobbit
    dem Herr der Ringe-Film angepasst wird, was meiner Meinung nach aus
    beiden Büchern das Beste ist, was man rausholen kann.

    Änderungen/Kürzungen und Zusätze sind Dinge die man erwarten sollte
    und oft der besseren Unterhaltung dienen. Das kann natürlich nicht bei
    jedem gut ankommen, aber eine eins zu eins Verfilmung kann wohl keiner erwarten.
    Da hätten wir bei der Herr der Ringe viele langweilige Minuten erlebt xD
    (Die einzige wirkliche Änderung die mir missfallen hat, war die bereits erwähnte Sache
    mit Faramir, aber auch nur, weil es seinen Charakter verfälscht hat, doch auch darüber kann
    ich hinwegsehen, nachdem der Grund beschrieben wurde)

  18. #118
    Dreamhafter SysOp Avatar von Minerva X
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    @Neyl: Und welcher Grund war das bei Faramir? Weil man den zweiten Film noch genug strecken musste? Änderte halt für mich eine Menge. Faramir wird von weise, bereit etwas zu risikieren für das Richtige, zu völlig vaterabhängig. Und die beiden Hobbits machen einen völlig unnötigen Umweg. Mich hat damals im Buch Faramirs Handlung quasi beeindruckt.
    Sonst kann ich mich schon mit Änderungen anfreunden, aber bei denen, bei denen ein Charakter völlig verdreht wird, bin ich nicht so begeistert. Kürzungen sind sicher notwendig (Bombadil und alles mit ihm zusammenhängende wäre z.B. recht schwer geworden), aber ich finde Änderungen sollten schon einen Sinn jenseits von "strecken wir mal den Film" haben (und auf keinen Fall ein "führen wir mal einen Love interest ein, um es massentauglicher zu machen").
    Und ja, ich mochte Herr der Ringe, besonders die Aufnahmen bei den Schlachten und Landschaftsaufnahmen, die geselligen Teile und Streicher fand ich wirklich gut. Ich mag den Film, aber ich hätte ihn noch lieber mögen können.

    Naja, ich weiss nicht. Beim Hobbit finde ich gerade die Mischung gut. Und der Knackpunkt ist ja schon da, dass der kleine Hobbit viel schafft und bewegt, was ihm niemand zugetraut hat. Wenn man dann die Hälfte der Sachen von anderen Charakteren übernehmen lässt, mindert das schon etwas seine Leistung
    Ich sorge mich auch eher wegen der Länge. Und nach Überlegungen würde ich schon sagen, dass im Herrn der Ringe einfach durch die parallelen Handlungszweige (bis zu 3), einfach mehr Zeit notwendig war, als beim Hobbit, wo doch das meiste in der Gruppe stattfindet.

    Aber herrje, ich würd behaupten, dass der Kern von dem Hobbit und dem Herrn der Ringe nicht derselbe ist. Sagt doch schon Bilbo: Er zog aus, einen Schatz zu finden und Frodo zieht aus, um einen Schatz zu verlieren
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  19. #119
    Moderator Off Topic Avatar von Neyl
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    Zitat Zitat von Minerva X Beitrag anzeigen

    Aber herrje, ich würd behaupten, dass der Kern von dem Hobbit und dem Herrn der Ringe nicht derselbe ist. Sagt doch schon Bilbo: Er zog aus, einen Schatz zu finden und Frodo zieht aus, um einen Schatz zu verlieren
    XD

    Ich sprach auch eher von den Dingen die der Film aussagt, wie Freundschaft z.B.
    Und wie Galadriel so schön sagt. "Selbst der Kleinste vermag den Lauf der Geschichte zu verändern"
    Einfach diese Dinge im Film auszudrücken, anhand von Bildern, schauspielerischer Leistung,...
    Das fand ich in dHdR einfach unglaublich gelungen und trotzdem gab es genug Szenen zum Schmunzeln (Das wird
    bei der Hobbit wohl auch nicht zu kurz kommen).

    Ja, Faramir, wie gesagt es hat mich auch gestört.
    Laut Jackson jedoch ging es weniger um Filmverlängerung, als darum ihnen im zweiten
    Film noch eine Hürde aufzubürgen. Immerhin wurde im Film ja die Spinnenszene in den dritten Teil verlegt.
    Und eine meiner Lieblingsszenen ist dadurch ebenfalls entstanden. ("Es gibt etwas Gutes in dieser Welt und dafür lohnt es sich zu kämpfen")
    Und Faramir hat ja nochmal den Bogen bekommen
    Geändert von Neyl (29.10.2012 um 18:07 Uhr)

  20. #120
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    Zitat Zitat von Minerva X Beitrag anzeigen

    Aber herrje, ich würd behaupten, dass der Kern von dem Hobbit und dem Herrn der Ringe nicht derselbe ist. Sagt doch schon Bilbo: Er zog aus, einen Schatz zu finden und Frodo zieht aus, um einen Schatz zu verlieren
    Frodo und Sam töten die Riesenspinne, aber tötet Bilbo den Drachen? Die Herr-der-Ringe Hobbits erreichen ihr extrem hohes selbstgestecktes Ziel, Bilbo bekommt seine Ziele bis kurz vor Hobbit-Ende vorgegeben. Merry und Pippin kämpfen in großen Schlachten, kämpft Bilbo jedoch mit den fünf Armeen?

    Bilbo ist - wie Gandalf es formuliert hatte - "ein ziemlich kleiner Bursche in einer weiten Welt". Und das ist verflucht gut so.

  21. #121
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    @Vainamoinen: Bilbo hatte aber nicht das Ziel, den Drachen zu töten - er sollte stehlen. Und genau das tut er und effektiv, bringt die Zwerge mit List ans Ziel. Er rettet die Zwerge vor den Spinnen, er verhilft ihnen mit einer List zur Flucht vor den Waldelfen. Bedient sich am Ende einer List, um den Menschen einen Handlungsspielraum zu verschaffen. Nur, was bleibt, wenn man die Zwerge vor den Spinnen von einer Super-Elfin retten lässt und vielleicht munter so weiter verfährt? Dann wird Bilbo wirklich zu dem was du sagst: Jemand, der einfach nur durchstolpert ohne an den Gefahren zu wachsen - trotz seiner Herkunft und Erziehung, stolpert eben wirklich durch die weite Welt (und die nachfollgende Generation hat zumindest den Vorteil, dass er es vor ihnen getan hat).
    Geändert von Minerva X (29.10.2012 um 18:11 Uhr)
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  22. #122
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    Ich fürchte, ihr redet gerade Mittelerde tot. Lieber nochmal zum Buch greifen und es genießen...
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    Möge der hellste Stern nur für dich leuchten und der Wind die schönste Melodie summen. Wir sehen uns, wenn er Sand über die Spuren vergangener Tragödien geweht hat und das Lachen zukünftiger Feiern in nächster Nähe erklingt. (Oder schon früher)

  23. #123
    Mitglied Avatar von Vainamoinen
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    Zitat Zitat von Minerva X Beitrag anzeigen
    @Vainamoinen: Bilbo hatte aber nicht das Ziel, den Drachen zu töten - er sollte stehlen. Und genau das tut er und effektiv, bringt die Zwerge mit List ans Ziel. Er rettet die Zwerge vor den Spinnen, er verhilft ihnen mit einer List zur Flucht vor den Waldelfen. Bedient sich am Ende einer List, um den Menschen einen Handlungsspielraum zu verschaffen. Nur, was bleibt, wenn man die Zwerge vor den Spinnen von einer Super-Elfin retten lässt und vielleicht munter so weiter verfährt? Dann wird Bilbo wirklich zu dem was du sagst: Jemand, der einfach nur durchstolpert ohne an den Gefahren zu wachsen - trotz seiner Herkunft und Erziehung, stolpert eben wirklich durch die weite Welt (und die nachfollgende Generation hat zumindest den Vorteil, dass er es vor ihnen getan hat).
    Aber wer behauptet denn, dass Bilbo nicht gewachsen wäre? Selbstverständlich wächst Bilbos Selbstvertrauen und seine Fähigkeiten im Verlaufe des Buchs kontinuierlich so weit, dass er sich zum Abschluss seiner Helden-Entwicklung sogar in seiner Entscheidung von seinen "Wachstums-helfern" distanzieren und gegen ihre Interessen handeln kann (siehe hierzu z.B. William H. Green, "The Hobbit: A Journey into Maturity"). Mir ging es in meinem Kommentar nur darum, klarzustellen, dass Tolkien Bilbo mehr Grenzen aufzeigt als z.B. Frodo, und er den 'Weg des Hobbits' noch etwas anders definiert. Es wäre ihm doch ein Leichtes gewesen, Bilbo z.B. als [notgedrungenen, nicht "angeheuerten"] Drachentöter den größtmöglichen Heldenglanz zu verpassen. Und eben das passiert_einfach_nicht. Mit Sinn, behaupte ich.

    Zitat Zitat von Exilphilosoph Beitrag anzeigen
    Ich fürchte, ihr redet gerade Mittelerde tot. Lieber nochmal zum Buch greifen und es genießen...
    Die Diskussion der Metaebene hat noch keiner Literatur geschadet. Und als Magister der Literaturwissenschaft steht mir das doch eher zu Gesicht. Zumal es zu Hobbit-Zeiten noch kein "Mittelerde" gab... in "There and Back Again" jedenfalls fallen die Worte "Middle Earth" nicht ein einziges Mal.

    Zitat Zitat von Neyl Beitrag anzeigen
    Änderungen/Kürzungen und Zusätze sind Dinge die man erwarten sollte
    und oft der besseren Unterhaltung dienen. Das kann natürlich nicht bei
    jedem gut ankommen, aber eine eins zu eins Verfilmung kann wohl keiner erwarten.
    Da hätten wir bei der Herr der Ringe viele langweilige Minuten erlebt xD
    Das geht für mich am Kern des Problems - so wie ich es auf Seite 1 ganz subjektiv geschildert und natürlich allzu gerne hinterrücks universal definiert hätte - vorbei. Aber ich habe durchaus in den HdR-Filmen viele, viele langweilige Minuten erlebt, weil Jackson in seiner Megalomanie einfach nicht zu Potte kam mit seiner Erzählung und ich spätestens Ende der TTT größtenteils schlachtenmüde war. Ich kenne jedoch unter Befürwortern wie Gegnern der Hobbit-Verfilmung niemanden, der eine "1 zu 1-Verfilmung" möchte, außer vielleicht einem Rudel viel zu jung gebliebener Harry Potter Fans. Die Medien Buch und Film sind einfach zu verschieden.
    Geändert von Vainamoinen (29.10.2012 um 19:16 Uhr)

  24. #124
    Cubist Avatar von Dave Deschain
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    Ähm, wenn ich mich recht erinnere, hat Tolkien zuallererst die "Verschollenen Geschichten" geschrieben, dann ein paar der Legenden aus dem Silmarillion. Dann hat er für seine Kinder den Hobbit erfunden, der in eben jener Welt spielt. Ich bin mir nahezu sicher, dass Mittelerde schon in den "Geschichten", spätestens aber bei Luthien Mittelerde hieß und damit auch im später entstandenen Hobbit. Fällt der Begriff im Hobbit gar nicht?
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  25. #125
    Cubist Avatar von Dave Deschain
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    Zitat Zitat von Vainamoinen Beitrag anzeigen
    Die Diskussion der Metaebene hat noch keiner Literatur geschadet.
    Sicher. Ich hatte aber den Eindruck, diese Diskussion findet nicht auf der Metaebene statt, sondern auf der Fokussierung auf bestimmte Aspekte der Bücher. HdR und Hobbit sind Team-Bücher. Zwar sind Bilbo und Frodo unzweifelhaft Hauptfiguren, doch ihre Bedeutung innerhalb der Romane, mehr noch aber die Bedeutung der sehr wichtigen anderen Charaktere, können natürlich unterschiedlich wahrgenommen werden. Besonders die Fantasy-Literatur lebt davon, dass man sich als Leser mit bestimmten Wesenheiten mehr identifiziert als mit den anderen. Elben und Zwerge und Waldläufer und Zauberer werden schnell zu den eigentlichen Helden des Buches, sobald ein Leser sich nicht mit haarfüßigen Winzlingen identifizieren kann. Auf solche Weise nimmt man besonders bei Tolkien die ganze Geschichte völlig anders wahr als andere Leser. Man unterhalte sich nur mal darüber, welcher Teil der HdR-Bücher besser oder wichtiger sei: der Frodo-Teil, oder der Rohan/Gondor-Teil. Da gibt es haarsträubend unterschiedliche Ansichten. Ebenso natürlich der Kampf gegen Smaug.
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