Umfrageergebnis anzeigen: Ist der Max und Moritz-Preis in der Krise?

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Ergebnis 1 bis 25 von 29

Thema: Pro & Kontra: Max und Moritz-Preis in der Krise?

  1. #1
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Pro & Kontra: Max und Moritz-Preis in der Krise?

    Pro & Kontra: Ist der Max und Moritz-Preis in der Krise?

    Im Internet machte der 15. Internationale Comic-Salon Erlangen, der vom 7. bis 10. Juni 2012 stattfand, vor allem wegen der Max und Moritz-Preise Schlagzeilen. Bereits im Vorfeld der Vergabe setzte sich etwa der Journalist Stefan Pannor auf seinem Blog mit dem Thema auseinander. Sein Kollege Marc-Oliver Frisch wiederum veröffentlichte nach dem Salon eine ausführliche Kolumne auf Comicgate, nachdem er bereits zuvor ein Interview mit dem Festivaldirektor Bodo Birk zu den Max und Moritz-Preisen geführt hatte.

    Auch Zwerchfells Video-Podcast Zettgeist 173 hatte in der Salon-Nachbetrachtung vor allem ein Thema: Die Max und Moritz-Preise. Genauso wie roterKater in seinem Blog auf Animexx, wo sich eine besonders intensive Diskussion gerade um die Rolle von Mangas und Germangas beim Max und Moritz-Preis anschloss.

    Ist das nur das übliche Gegrummel, das es auch früher regelmäßig in der Szene gab? Oder ist das doch eine echte Krise von Deutschlands wichtigstem Comic-Preis? Hierzu positionieren sich diesen Monat Marc-Oliver Frisch und Andreas C. Knigge, der dieses Jahr der Max und Moritz-Jury angehörte, in unserer Doppelkolumne "Pro & Kontra". Und auch alle Leser sind wieder eingeladen, mit uns über diese Frage zu diskutieren und/oder darüber abzustimmen.

  2. #2
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    PRO

    Die Verlage Reprodukt, Edition 52, Cross Cult, Panini, Ehapa, Zwerchfell, Epsilon, Splitter, Schreiber & Leser, Schwarzer Turm, Tokyopop und Salleck haben seit dem Jahr 2000 zusammen zwölf Max-und-Moritz-Preise gewinnen können, zählt man einzelne Künstler und Sonderpreise mit. Bei Carlsen, der Edition Moderne und Avant kommt man auf insgesamt 27 Preise im selben Zeitraum, davon 16 für Carlsen.

    Glaubt man also der Jury, dann ist vor allem Carlsen das absolute Nonplusultra, was qualitativ bestechende, literarisch anspruchsvolle Comics in Deutschland angeht. Manga hingegen sind minderwertig: Sie haben nur eine Chance, wenn sie entweder bei Carlsen erscheinen und in einer eigenen Kategorie antreten (wie 2006 und 2008) oder vom Publikum nominiert und gewählt werden dürfen (wie 2012).

    Auch was Frauen angeht, herrschen klare Verhältnisse. Die Max und Moritz-Jury hatte 1996 ihr erstes weibliches Mitglied, zwölf Jahre nach Einführung des Preises. Seitdem greift ein komisches Rotationsprinzip, das immer nur genau dann eine neue Frau in die sechs- bis neunköpfige Jury befördert, wenn ihre Vorgängerin ausscheidet.

    Nun ist nicht alles schlecht am Max und Moritz-Preis. Im Gegenteil: Er ist gut organisiert und genießt ein stattliches Echo in der Presse. Sein Ansatz, Werke eines gewissen Anspruchs zu honorieren, ist nicht nur legitim, sondern notwendig – ebenso wie eine unabhängige Jury, die klare inhaltliche Maßstäbe vertritt und anwendet. Zuletzt konnte man sogar eine unterhaltsame Preisverleihung erleben, was nicht immer so gewesen ist.

    Man würde sich nur wünschen, die Entscheidungen der Jury wären ähnlich spritzig und inspirierend wie die Moderationen Hella von Sinnens. Ein Preis, der fest in der Hand gesetzter Herren ist, riesige Teilbereiche (Manga, Webcomics, Genre-Stoffe) konsequent ignoriert und so unverhohlen einzelne Verlage begünstigt, verspielt nicht nur seine Glaubwürdigkeit in der Branche, er wird auch grauenhaft langweilig.

    Die Vergabepraxis ist so berechenbar, dass die Preisträger von 2012 Monate vorher „erraten“ wurden: Carlsen, die Edition Moderne und Avant. Selbst in den Feuilletons werden Stimmen laut, die das triste Einerlei beklagen.

    Wenn die Erzählform fester Bestandteil des Kulturbetriebs werden soll, wie die Veranstalter betonen, dann besteht Handlungsbedarf. Der Comic in Deutschland ist bereit für ein größeres Publikum. Er verdient eine Max und Moritz-Jury, die seine Vielseitigkeit wahrnimmt und fördert und mit seiner Entwicklung Schritt halten kann.

    MARC-OLIVER FRISCH
    Geändert von Martin Jurgeit (17.07.2012 um 12:51 Uhr)

  3. #3
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    KONTRA

    Das Dilemma bei Literaturpreisen ist, dass es keinerlei Messlatte gibt, nicht einmal verlässliche Kriterien. Also sperrt man ein paar Querköpfe zusammen (auf die man zumeist verfällt, weil sie wissen, wovon sie reden) und nennt sie „Jury“. Deren Entscheidungen treffen manchmal die Richtigen, ernten zuweilen aber auch lautstarke Schelte – man denke nur an den Literaturnobelpreis für Dario Fo (1997) oder an Elfriede Jelinek (2004), daran, wie lange Günter Grass hat ausharren müssen oder dass Philip Roth ihn bis heute nicht bekommen hat.

    Nicht viel anders beim Max und Moritz-Preis: schon allein deshalb, weil die Kontroverse nun mal zum Spiel gehört. Zur Not wird – enorm geistreich – beklagt, dass der Jury nur eine Frau angehört, und das auch „erst seit 1996, 12 Jahre nach seiner Einführung“. (Immerhin: ausnahmslos während der letzten 16 Jahre. Und dazu, dass zwei der drei letzten Preisträger in der Kategorie „Bester deutscher Comic-Künstler“ Frauen sind, brauchte es nicht mal Quotenfrauen.)

    Passend wird im Netz von einer „Riege ergrauter alter Herren“ fabuliert, „deren kollektives ästhetisches Empfinden irgendwann um die Jahrtausendwende erstarrt ist, und die die Entwicklungen jenseits ihres Tellerrandes offenkundig nicht mehr wahrzunehmen imstande sind.“ Eine Verschwörung gar wird an die Wand gemalt, da etliche zuletzt prämierte Titel vornehmlich bei drei Verlagen erschienen sind: Verlage aber sind für die Jury weder eine Kategorie noch ein Kriterium bei der Entscheidungsfindung.

    Egal ob, wie 2008, ein Spagat zwischen Anke Feuchtenberger und Hansrudi Wäscher gelingt: Wagt sich sie Jury vor, ist sie schnell „elitär“, treffen ihre Entscheidungen auf breite Resonanz, „vorhersehbar“ ‒ c‘est la vie. Viel mehr überrascht mich immer wieder, wie wenig sich die Vorstellungen der Juroren zu Beginn ihrer Tagung decken – obwohl ich stets meine, man könne kaum anders entscheiden, als ich es für mich im Kopf habe. Am Ende aber steht ein überraschend anderes Ergebnis – weil jeder einen anderen Blickwinkel hat und begründen kann: Wechselte man nur ein Mitglied der Jury aus, würde sich wohl ein wiederum anderes Bild ergeben.

    Betrachte ich die letzten Jahre, dann hat die Jury ‒ in verschiedener Zusammensetzung ‒ gute Arbeit geleistet. Eine Herausforderung wird bleiben, mit den richtigen Kategorien auf ein sich weiter verästelndes Erscheinungsbild zu reagieren, ohne dass die Max und Moritz-Gala am Ende fünf Stunden dauert. Ich bin da zuversichtlich, denn auch das ist in der Vergangenheit immer wieder gelungen – aber Preise zu vergeben ist oft eben nicht ganz so einfach, wie darüber zu lamentieren.

    ANDREAS C: KNIGGE
    Geändert von Martin Jurgeit (17.07.2012 um 12:51 Uhr)

  4. #4
    Mitglied Avatar von Red Kite
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    Herr Knigge bestätigt leider alle Vorbehalte, die sich bei mir gegenüber der Max-und-Moritz-Jury angesammelt haben. Aber der Reihe nach:

    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    KONTRA
    Das Dilemma bei Literaturpreisen ist, dass es keinerlei Messlatte gibt, nicht einmal verlässliche Kriterien.
    Warum wird hier von Literaturpreisen geredet? Der Max-und-Moritz-Preis ist kein Literaturpreis. Er ist ein Comicpreis! Nach wie vor ist wahrscheinlich das größte Missverständnis der M&M-Jury, dass sie, ganz dem Graphic-Novel-Unsinn folgend, Comics wie Literatur behandeln und dementsprechend bewerten. Anstatt Comics als spezifisches Medium mit spezifischen Erzählformen zu behandeln, klammert man sich verbittert an sonstwie eingeschätzte "literarische" Tendenzen, was dann in der Regel den Inhalt über den Audruck setzt. Dementsprechend ist es auch nicht verwunderlich, dass gerade eine ausdrucksintensive Sparte wie Manga von der Jury grundsätzlich vernachlässigt, oder zumindest äußerst stiefmütterlich behandelt wird. Nicht literarisch genug.

    Eine Verschwörung gar wird an die Wand gemalt, da etliche zuletzt prämierte Titel vornehmlich bei drei Verlagen erschienen sind: Verlage aber sind für die Jury weder eine Kategorie noch ein Kriterium bei der Entscheidungsfindung.
    Sagt ein langjähriger Mitarbeiter von Carlsen Comics ...

    Wagt sich sie Jury vor, ist sie schnell „elitär“, treffen ihre Entscheidungen auf breite Resonanz, „vorhersehbar“ ‒ c‘est la vie.
    Herr Knigge hat hier anscheinend das Problem nicht verstanden. Hier wird so getan, es wären Elitarismus und Vorhersehbarkeit am entgegengesetzten Ende des Spektrums verortet. Es wird aber gerade bemängelt, dass die M&M-Jury in ihrer elitären Haltung vorhersehbar geworden ist. Es geht nicht darum, dass die Jury falsch macht, egal was sie tut, sondern dass sie grundsätzlich immer dasselbe tut und eben das das Problem ist.

    Wechselte man nur ein Mitglied der Jury aus, würde sich wohl ein wiederum anderes Bild ergeben.
    Vielleicht sollte man einfach mal ein paar mehr Mitglieder auswechseln. Dann würde sich vielleicht sogar mal ein wirklich anderes Bild ergeben. Irgendwie sitzen ja gefühlt immer wieder dieselben Leute in der Jury. Und eine Verjüngung hat die Jury dringend nötig. Das kann man einfach nicht abstreiten.

    Was mich dabei am meisten stört, ist, dass der Festivaldirektor Teil der Jury ist. Der hat da drin nichts zu suchen. Ein Festivaldirektor zeichnet das aus, von dem er denkt, dass es ihm die beste Presse bringt. Und das sind Comics mit aktuellem Bezug zum Tageszeitungsgeschehen. Nicht zwingend gute Geschichten. Der Mann ist befangen, der muss da Platz machen!

    Betrachte ich die letzten Jahre, dann hat die Jury ‒ in verschiedener Zusammensetzung ‒ gute Arbeit geleistet.
    Eigenlob stimmt. Und das Wort "verschieden" müsste man heir eigentlich sehr, sehr klein schreiben ...

    Eine Herausforderung wird bleiben, mit den richtigen Kategorien auf ein sich weiter verästelndes Erscheinungsbild zu reagieren, ohne dass die Max und Moritz-Gala am Ende fünf Stunden dauert.
    Ich denke, den meisten würde schon genügen, wenn die bestehenden Kategorien ansprechend (und vor allem abwechslungsreich) genutzt würden. Es braucht zum Beispiel keine extra Manga- oder US-Kategorie, wenn Manga und so ziemlich das gesamte Panini-Programm in den bestehenden Kategorien gleichberechtigt mit einbezogen werden. Gleiches gilt für Webcomics.

  5. #5
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    Interessantes Thema.
    Ich glaube, man kann feststellen, dass der Max und Moritz-Preis immer weniger in den Medien besprochen wird und daher zu einer Randnotiz verkommt.
    Ich glaube, woran sich ein Preis messen lassen muss, welche Wirkung es auf verkaufszahlen hat. Ist der Preis verkaufsfördernd?
    Genrestoffe haben es auch beim Deutschen Buchpreis schwer. Es kann daran liegen, dass die Juroren zu blind sind, oder an den Werken. Wahrscheinlich am beiden.
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  6. #6
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Zitat Zitat von Pats Reiseabenteuer Beitrag anzeigen
    (...) Ich glaube, man kann feststellen, dass der Max und Moritz-Preis immer weniger in den Medien besprochen wird und daher zu einer Randnotiz verkommt (...)
    Das zumindest muss ich vehement betreiten. Ich selbst konnte in diversen Publikationen gleich mehrere Beiträge und ganze Seitenstrecken rund um den Max und Moritz-Preis unterbringen, darunter gerade auch in Fachpublikationen des Buchhandels. So etwas wäre noch vor wenigen Jahren völlig unvorstellbar gewesen.

  7. #7
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    Ohne jetzt Namen nenen zu wollen, bin ich auch nicht immer mit der Jury-Zusammensetzung zufrieden, aber der Spruch mit den "ergrauten Herren" ist ja auch etwas neben der Rolle. Ich glaube nicht, dass eine Senkung des Altersdurchschnitts automatisch befriedigendere Ergebnisse bringt, und jetzt im Vorfeld drauf zu achten, nächstes Mal weniger Carlsen, Edition Moderne und avant auszuzeichnen, ist ja auch kein Lösungskonzept. Ich habe keinen Überblick, wie viel Erlanger Gelder an die Jury-Mitglieder fließen und inwiefern die Stadt überhaupt daran interessiert ist, etwas zu verändern, aber wie wäre es denn hiermit:

    Unterschiedliche Jurys für unterschiedliche Preise:

    Lebenswerk: die ergrauten Herren

    Zeitungs-Strips: Redakteure und der obligate Mr. Bulls

    Kindercomics: Experten, Mütter (!?) oder vielleicht eine Kinderjury (!!!), z. B. im Zusammenhang mit einer Erlanger Schulbibliothek o.ä.

    Studentische Publikation: Studenten (vielleicht alle, die schon mal gewonnen haben?)

    Bester deutscher Zeichner: deutsche ZeichnerInnen !!!

    Spezialpreis: Alle Jurys zusammen (nur so eine Idee, aber der Vorteil wäre: wenn sich eine Mehrheit ausbildet, gewinnt jemand, wenn nicht, entfällt der Preis halt).

    usw.

    Es könnte auch mal wieder einen "Newcomer"-Preis, wo Jury-Mitglieder nicht über 34 sein dürfen, dabei sein.
    Ich finde die M&M-Jury jedenfalls besser als die durchschnittliche bei den großen internationalen Filmfestivals, wo immer ein Supermodel o.ä. dabei sein muss, der "Jury-Präsident" seinen alten Kumpels behilflich ist und die restlichen Preise dann per Gießkanne vergeben werden. Stattdessen nehme ich auch einen gelegentlich zu hohen Carlsen-Prozentsatz gern in Kauf.

    Ich wäre übrigens für eine neue Preiskategorie: "Comic mit dem größten Lesespaß" - der würde vielleicht auch die Verkaufszahlen eines bereits populären Werks noch positiv beeinflussen.
    Geändert von Dan Blocker (17.07.2012 um 16:08 Uhr)

  8. #8
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    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    Das zumindest muss ich vehement betreiten. Ich selbst konnte in diversen Publikationen gleich mehrere Beiträge und ganze Seitenstrecken rund um den Max und Moritz-Preis unterbringen, darunter gerade auch in Fachpublikationen des Buchhandels. So etwas wäre noch vor wenigen Jahren völlig unvorstellbar gewesen.
    Für mich ist es weniger geworden.
    Und wenn, dann meistens auch 3 bis 5 Tage zu spät.
    Ich schreibe ja nicht, dass es gar nicht gibt, aber es wird weniger.
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  9. #9
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    Wenn ihr mehr Publikumsresonanz und Berichterstattung in den Medien wollt , dann müsst ihr auch einen Preis für das erfolgreichste Album vergeben.
    Sanchez

  10. #10
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    Das Spiel des Jahres geht ja auch nicht an das erfolgreiche Album, der deutsche Buchpreis auch nicht.
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  11. #11
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von Sanchez Beitrag anzeigen
    Wenn ihr mehr Publikumsresonanz und Berichterstattung in den Medien wollt , dann müsst ihr auch einen Preis für das erfolgreichste Album vergeben.
    Und warum sollte über das erfolgreichste Album berichtet werden? Es ist doch schon das erfolgreichste.
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  12. #12
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Und warum sollte über das erfolgreichste Album berichtet werden? Es ist doch schon das erfolgreichste.
    Na denk mal nach !!! Warum macht die Schallplattenindustrie das wohl. Das hat seinen Grund !!!!!
    Sanchez

  13. #13
    Mit Leib und Seele Admin Avatar von Bernd Glasstetter
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    Ich fand ja sehr interessant, was bei der Abschlussrunde am Sonntag diskutiert wurde: Die Hinzunahme von Frauen in die Jury. Die Aussage der großen Verlage Ehapa und Carlsen: Da gibts doch gar nicht genug kompetente Frauen - und wohlgemerkt kam diese Aussage von zwei Frauen Was ich im Übrigen sehr schade finde, denn die Frauenquote ist hier in der Jury in der Tat sehr gering.

    Davon einmal abgesehen, würde es meiner Meinung nach vermutlich dem Max & Moritzpreis sehr gut tun, wenn die Jury deutlich jünger und sich aus mehr Leuten aus der Szene zusammen setzen würde. Schauen wir uns doch einmal die derzeitige Jury an:

    Christian Gasser (Schriftsteller und Journalist, Luzern)
    Herbert Heinzelmann (Journalist und Medienwissenschaftler, Nürnberg)
    Brigitte Helbling (Journalistin, Arbeitsstelle für Graphische Literatur der Universität Hamburg)
    Andreas C. Knigge (Autor und Journalist, Hamburg)
    Andreas Platthaus (Journalist und Autor, Frankfurt am Main)
    Jan Taussig (Bulls Press, Frankfurt am Main)
    Bodo Birk (Internationaler Comic-Salon Erlangen)

    Man muss es doch einmal deutlich sagen: Bis auf Andreas Knigge sind die Jurymitglieder weniger stark in der Szene verwurzelt. Dass Jan Taussig und Bodo Birk mit dabei sein müssen ergibt sich aus der Tatsache, dass der Preis von Bulls gestiftet und vom Salon veranstaltet wird. Wobei ich einmal kritisch dazu anmerken muss: In der Jury des Sondermann sitzt auch kein Vertreter vom Comicforum oder der Frankfurter Buchmesse, obwohl wir jeweils Mitveranstalter sind. Also sollte auch die Jury-Mitgliedschaft von Jan Taussig in meinen Augen kritisch betrachtet und nicht als gegeben hingenommen werden.

    Sicherlich ist Andreas Platthaus ein Kenner der Szene und ich schätze ihn wirklich sehr, da er auch beim Sondermann sehr gute Arbeit leistet und immer ein Querdenker - im positiven Sinne - ist, der auch kontroverse Positionen vertritt, insbesondere, wenn es um Neuerungen geht. Aber nichtsdestotrotz sollte auch seine Mitgliedschaft in der Jury nicht als gegeben hingenommen werden. Zumal es ihm sicher leichter fallen würde in neutraler Form über den MM-Preis zu berichten, wenn er keine Verknüpfungen mehr hätte. Und seine Medienarbeit könnte dem Preis auch sehr gut tun.

    Andreas Knigges Kompetenz anzuzweifeln wäre sicher nicht von Erfolg gekrönt. Sein Name und seine Kompetenz wären möglicherweise der richtige Grundstein für einen Neuaufbau der Jury. Als Juryvorsitzender könnte er sicherlich maßgeblich zur Erneuerung der Jury und des Preise beitragen. Meiner Meinung nach sollte er als einzige Konstante bei dieser Diskussion betrachtet werden.

    Ich finde, dass die Diskussion gestattet sein sollte, ob es nicht besser wäre die anderen Mitglieder der Jury auf den Prüfstand zu stellen und sie gegen jüngere und mehr in der Szene verwurzelte Personen auszutauschen. Dazu vielleicht noch einen Mahner, der einen Blick von außen auf den Preis bietet. Der Preis ist nun einmal ein Comicpreis. Er ist kein Comicstrip-Preis - auch wenn er von Bulls Press gestiftet ist - er ist auch kein Kunstpreis. Und schon gar nicht ein Literaturpreis. Und die derzeitige Jury setzt sich meiner Meinung nach eher aus Leuten zusammen, die den Preis in Richtung Literaturpreis driften lassen.

    Um zur Anfangsfrage dieses Threads zurück zu kommen: Ist der Preis in der Krise? Derzeit nein, aber wenn es keine Veränderungen gibt und sich der Preis sich nicht an den aktuellen Gegebenheiten orientiert, wird diese Krise meiner Meinung nach über kurz oder lang - eher kurz - eintreten. Noch kann das Ruder meiner Meinung nach herum gerissen werden. Es braucht einen großen Wurf.

    Noch ein, zwei Worte zur Gala. Sicherlich hat Hella von Sinnen den Abend gerettet, denn das hätte auch in die Hose gehen können. Wer kam nur auf die Idee zu jedem nominierten Comic - und das waren eine große Menge - eine ausführliche Vorstellung zu liefern? Es gibt 12 Comics - oder mehr - die nominiert sind? Dann werden die Titel genannt und mehr auch nicht. Die Gala findet vor Fachpublikum statt. Dieses Fachpublikum kennt in der Regel die Comics sowieso schon oder kann - wenn es denn notwendig wäre - eine Vorstellung derselben dann auch noch nachschlagen. Das entschlackt das Ganze deutlich und macht die Gala noch ein wenig kürzer. Ja, sie ist schon kürzer geworden. Aber so bliebe mehr Zeit für Interviews mit den Preisträgern. Die Gala könnte nach 1,5 Stunden durch sein. Und wenn schon Schüler auf die Bühne kommen sollen: Die vorher benachrichtigen, wenn sie im obersten Rang sitzen. Auch wenn das nur 5 Minuten gespart hätte, aber das war der unprofessionellste Punkt bei der vergangenen Gala.

  14. #14
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von Sanchez Beitrag anzeigen
    Na denk mal nach !!! Warum macht die Schallplattenindustrie das wohl. Das hat seinen Grund !!!!!
    Die (Schallplatten-) Industrie hat andere Ziele als der Comicsalon, der mit Steuergeldern finanziert wird.
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  15. #15
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    Freuden der Statistik:

    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    KONTRA

    Und dazu, dass zwei der drei letzten Preisträger in der Kategorie „Bester deutscher Comic-Künstler“ Frauen sind, brauchte es nicht mal Quotenfrauen.

    ANDREAS C: KNIGGE
    Aber auch zwei der letzten vier Preisträger, zwei der letzten fünf, zwei der letzten sechs, der letzten sieben, acht, 9, 10, 11, 12, zwei der letzten 13 Preisträger.
    Und insgesamt immerhin drei von 16.

  16. #16
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Zitat Zitat von Bernd Glasstetter Beitrag anzeigen
    (...) Davon einmal abgesehen, würde es meiner Meinung nach vermutlich dem Max & Moritzpreis sehr gut tun, wenn die Jury (...) sich aus mehr Leuten aus der Szene zusammen setzen würde (...) Bis auf Andreas Knigge sind die Jurymitglieder weniger stark in der Szene verwurzelt (...)
    Zumindest Christian Gasser muss man hier auch noch von dieser Aussage ausnehmen. Außerdem frage ich mich, wie genau du "Leute aus der Szene" definierst? Meinst du hier ausdrücklich Leute aus der engeren Verlagsszene oder auch solche die sich regelmäßig als Journalisten, Festivalmacher etc. mit Comic auseinandersetzen? Denn Letzteres trifft im Grunde auf alle Jurymitglieder zu, die dann ohne Ausnahme im engen Austausch mit der Szene stehen - wenn auch sicherlich nicht mit allen Teilbereichen!

    Eine verstärkte Fokussierung auf die Kernszene - wie es sie früher durchaus gab - hielte ich für problematisch, da die Jury dann noch mehr Angriffen ausgesetzt wäre als heute (mir sind die 1990er Jahre noch gut in Erinnerung). Auch hier im Thema wurde ja Andreas C. Knigge schon in einem Beitrag angegriffen. Wobei bei ihm zur ganzen Wahrheit auch gehört, dass er seinen Führungsjob bei Carlsen nicht gerade freiwillig räumen musste. So gesehen könnte man gerade bei Knigge die Argumentationslinie von Red Kite auch komplett umgedreht lesen

  17. #17
    Mit Leib und Seele Admin Avatar von Bernd Glasstetter
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    @Martin: Ich bin einfach nur der Meinung: Alle Namen in der Jury sollten mal auf den Prüfstand, es sollte kein Tabu geben.

  18. #18
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    Zitat Zitat von Bernd Glasstetter Beitrag anzeigen
    Der Preis ist nun einmal ein Comicpreis. Er ist kein Comicstrip-Preis - auch wenn er von Bulls Press gestiftet ist - er ist auch kein Kunstpreis. Und schon gar nicht ein Literaturpreis. Und die derzeitige Jury setzt sich meiner Meinung nach eher aus Leuten zusammen, die den Preis in Richtung Literaturpreis driften lassen.
    Na, es kommt immer noch darauf an, wie man Literatur definiert.
    Sind Comic Literatur oder nicht?
    Vielleicht sollte man auch Hürden abbauen, Verlage, die glauben, keine Aufsicht auf den Preis haben, werden wahrscheinlich zögern, der Jury ihre X-probeexemplare zu liefern. Die Margen im Comicgeschäft sind ja schon ziemlich klein, da können zu viele Freiexemplare kleinere Verlage schon schmerzen. So kommt man diese nicht zu Gesicht, auch wenn sie preiswürdig wären.
    Ich weiß nicht, vielleicht sollte man diskutieren, was ein gutes Comics ausmacht. Gehören dazu eventuell auch altmeisterliche Zeichenkunst? Oder muss es eher moderne Zeichenkunst sein. Darf es auch mal farbig sein?
    PR empfiehlt: Rückkehr von "der drei" auf www.comicwerk.de. Außerdem unterstützt "der drei" im Wettbewerb bei www.mycomics.de.

  19. #19
    Mit Leib und Seele Admin Avatar von Bernd Glasstetter
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    Nunja, nach der Definition ist alles, was geschrieben wird Literatur. Jetzt ist die Frage: Sind Comics geschrieben? Der Text in den Sprechblasen schon, aber es gibt auch Comics, die keinen Text haben. Also nicht so einfach zu entscheiden, ob Comics = Literatur sind.

  20. #20
    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    Außerdem frage ich mich, wie genau du "Leute aus der Szene" definierst? Meinst du hier ausdrücklich Leute aus der engeren Verlagsszene oder auch solche die sich regelmäßig als Journalisten, Festivalmacher etc. mit Comic auseinandersetzen?
    Idealerweise doch von allem etwas. Ich finde es beispielsweise merkwürdig, dass keinerlei Comic-Zeichner und -Autoren (insbesondere auch ZeichnerINNEN und AutorINNEN) in der Jury sitzen. Auch ein festes Rotationsprinzip wäre dringend vonnöten, um die Jury nicht zu einer Liga der außergewöhnlichen Gentlemen erstarren zu lassen: sagen wir, maximal drei Preisverleihungen hintereinander pro Mitglied, und nicht mehr als fünf insgesamt.

    Ich sehe da eine Grundsatzentscheidung. Will man künftig einen Max-und-Moritz-Preis, der die Privatveranstaltung einer exklusiven Clique bleibt und zusammen mit dieser geschlossenen Gesellschaft an Relevanz verliert und stirbt? Oder will man eine dauerhafte Institution für den Comic in Deutschland schaffen, die in der Lage ist, sich ständig selbst zu erneuern und auf der Höhe der Entwicklung zu bleiben? Ich fände letzteres schön, denn grundsätzlich mag ich den Max-und-Moritz-Preis sehr.

    Diese Weichen dafür werden, wie Bernd sagt, eher gestern als heute gestellt, wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahre anschaut.

    Zitat Zitat von Bernd Glasstetter Beitrag anzeigen
    Nunja, nach der Definition ist alles, was geschrieben wird Literatur. Jetzt ist die Frage: Sind Comics geschrieben? Der Text in den Sprechblasen schon, aber es gibt auch Comics, die keinen Text haben. Also nicht so einfach zu entscheiden, ob Comics = Literatur sind.
    Ich weiß nicht, ob solche Begriffsdebatten zu was führen. Man kann Comics sicher als Literatur begreifen, wenn man sich im Klaren ist, dass die Bilder nicht bloß Dekoration, sondern Teil des Textes sind. Die Literaturwissenschaft beschäftigt sich ja auch gerne und ausgiebig mit dem Film; da sind die Grenzen mittlerweile recht fließend.

    Wichtig ist nicht, wie man's nennt, sondern was man damit anstellt.
    Marc-Oliver Frisch
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  21. #21
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    Zitat Zitat von Marc-Oliver Frisch Beitrag anzeigen
    (...) Ich finde es beispielsweise merkwürdig, dass keinerlei Comic-Zeichner und -Autoren (insbesondere auch ZeichnerINNEN und AutorINNEN) in der Jury sitzen (...)
    Das hat es früher bereits gegeben und sollte auch meiner Meinung nach wieder eigeführt werden. So könnte etwa der Sieger der Kategorie "Bester deutscher Comic-Künstler" regelmäßig zwei Jahre später in der Jury sitzen. So weit ich mich erinnere, war es aber vor allem ein Problem, renommierte Comic-Künstler für die Jury-Arbeit zu finden. Man richtet halt nicht gerne über Kollegen und Freunde.

    Zitat Zitat von Marc-Oliver Frisch Beitrag anzeigen
    (...) Auch ein festes Rotationsprinzip wäre dringend vonnöten, um die Jury nicht zu einer Liga der außergewöhnlichen Gentlemen erstarren zu lassen: sagen wir, maximal drei Preisverleihungen hintereinander pro Mitglied, und nicht mehr als fünf insgesamt (...)
    Das hat bisher eigentlich ganz gut geklappt. Drei Salons zurück etwa gab es in der damaligen Jury neben den "intitutionellen" Teilnehmern Taussig und Birk nur noch Heinzelmann, der auch regelmäßig bei den Folgeveranstaltungen dabei war. Auf den sechs anderen Positionen wurde dagegen munter durchgetauscht. Nicht einmal Platthaus war kontinuierlich dabei.
    Geändert von Martin Jurgeit (18.07.2012 um 14:52 Uhr)

  22. #22
    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    Das hat bisher eigentlich ganz gut geklappt. Drei Salons zurück etwa gab es in der damaligen Jury neben den "intitutionellen" Teilnehmern Taussig und Birk nur noch Heinzelmann, der auch regelmäßig bei den Folgeveranstaltungen dabei war. Auf den sechs anderen Positionen wurde dagegen munter durchgetauscht. Nicht einmal Platthaus war kontinuierlich dabei.
    Dann dürfen wir uns 2014 ja auf eine komplett runderneuerte Jury freuen, wenn das so gut funktioniert.
    Marc-Oliver Frisch
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  23. #23
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    Zitat Zitat von Marc-Oliver Frisch Beitrag anzeigen
    Dann dürfen wir uns 2014 ja auf eine komplett runderneuerte Jury freuen (...)
    Na ja, Platthaus und Gasser dürften wohl noch Aber es war in der Vergangenheit tatsächlich so, dass die Jury-Zusammensetzung immer in gewissen Zyklen stabil blieb und sich dann wieder relativ radikal wandelte.

    Ich hätte aber auch nichts dagegen, wenn lang gediente, verdiente Jury-Mitglieder wie z.B. Lutz Göllner nach einigen Jahren wieder zurückkehren. Also gerade die "Nur fünf Mal"-Regel von dir würde ich dann doch nicht unterschreiben wollen.

  24. #24
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    Zitat Zitat von Marc-Oliver Frisch Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ob solche Begriffsdebatten zu was führen. Man kann Comics sicher als Literatur begreifen, wenn man sich im Klaren ist, dass die Bilder nicht bloß Dekoration, sondern Teil des Textes sind.
    Ich würde eher dieser Definition anhängen, da auch Konkrete Poesie und einige experimentelle Literaten auch grafisch arbeiten, beispielsweise Jonathan Safran Foer. Dann wären Comic die vierte Großgattung der Literatur.
    PR empfiehlt: Rückkehr von "der drei" auf www.comicwerk.de. Außerdem unterstützt "der drei" im Wettbewerb bei www.mycomics.de.

  25. #25
    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    Ich hätte aber auch nichts dagegen, wenn lang gediente, verdiente Jury-Mitglieder wie z.B. Lutz Göllner nach einigen Jahren wieder zurückkehren. Also gerade die "Nur fünf Mal"-Regel von dir würde ich dann doch nicht unterschreiben wollen.
    War ja eher als Beispiel gedacht. Ich würde das auch nicht an bestimmten Personen festmachen, sondern schauen, dass langfristig immer Bewegung in der Jury ist. Es sollten bei jeder Preisverleihung neue, frische Ideen und Geschmäcker mit einfließen, die dem aktuellen Stand gerecht werden. Nicht nur alle zehn Jahre.
    Marc-Oliver Frisch
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