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  1. #51
    Natalie Wormsbecher Avatar von Menolly
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    44.1) Das "beizubringen" ist nicht leicht... Ich werde dazu aber noch einen How To Punkt beim Erzählen/Schreiben machen, denn das hat weniger mit Zeichentechnik, als mit Erzähltechnik zu tun. Generell ist Paneling aber Stilsache und wird von jedem Zeichner in seiner eigenen Art und nach eigenem Gefühl gemacht. Einige gute Tipps kann man zwar geben - z.B. die Panelform (schräg, gerade, offen, geschlossen) an dem Inhalt orientieren (also z.B. keine schrägen Panels in einer ruhigen, melancholischen Szene) und die Panelgrößen an die Wichtigkeit des Gezeigten anpassen (also z.B. kein ganzseitiges Panel um zu zeigen, wie jemand Kaffee trinkt, während das wirklich wichtige der Szene auf der Folgeseite in einem 5x5cm Panelchen passiert). Natürlich sollte auch der Lesefluss beachtet werden und die Bilder, die gezeigt werden, sollten "sinnvoll" sein - nicht zu viele Panels, wenn nichts Relevantes passiert, alles "Unwichtige" soweit es geht kürzen, Timing beachten, Ruhepausen einlegen, auch mal "Gefühlspanels" einstreuen. Usw. Sind zwar recht abstrakte Tipps, ohne konkrete Beispiele zu arbeiten ist schwer... Hm. Vielleicht mache ich doch mal einen eigenen How-To-Punkt dazu...

    46) Das liegt hauptsächlich daran, dass der japanische Markt ungleich größer im Vergleich zum Deutschen ist. Wenn man in Deutschland ein Buch auf den Markt bringen will, ist die allererste Frage "Wie finanziere ich das?". Oft werden Druck- und Bearbeitungskosten vom Verlag vorgeschossen und im Idealfall sollte der Verkauf dieses Geld dann wieder einspielen (nennt sich "Deckungsbeitrag") und wenn's geht noch Gewinn einfahren.

    Ab hier kommt viel Mathematik ins Spiel. Eine gewisse Mindestauflage sollte ein Buch haben, damit die Druckkosten möglichst gering sind. Kurz gesagt kostet ein Buch bei einer Auflage von 10 000 weniger, als bei einer Auflage von 1 000. Nun druckt man aber nicht 10 000, wenn man z.B. nur erwartet 500 zu verkaufen, denn nur weil ein Buch weniger kostet, kostet die Gesamtauflage ja immer noch viel, viel mehr und man müsste dann mind. 9 000 wieder einstampfen. Also versucht man realistisch zu rechnen. Eine Auflage von 100 z.B. würde zwar zu 100% weggehen, aber der Deckungsbeitrag wäre unmöglich zu begleichen. Man rechnet also hin und her und nimmt irgendwas dazwischen, damit das Buch sich rechnet.

    Nun nehmen wir mal den Markt in Japan. Dort sind Manga so verbreitet, dass selbst ungewöhnliche oder für unsere Augen seltsam aussehende Projekte ihre Nische kriegen. Es gibt also auch für solchen "schlecht gezeichneten" Werke genug Käufer, um den Deckungsbeitrag für ein Buch zu decken. Also werden sie verlegt. Hier in Deutschland, wo der Markt um ein Vielfaches kleiner ist, ist man vorsichtiger. Als Verlag nimmt man nur Werke auf, von denen man zumindest erwarten kann, den Deckungsbeitrag zu decken. Sonst geht man ins Minus, was bei einem einzigen Buch vielleicht verschmerzbar ist, auf die Dauer aber in den Ruin führt. Die Verlage schauen zweimal hin, nicht nur bei den deutschen Zeichnern, sondern auch bei japanischen Werken. Auch da ist nicht immer garantiert, dass sich genug Käufer finden. Hier nach Deutschland kommt also in der Regel die Créme de la Créme. Natürlich haben es dadurch ungewöhnliche Projekte schwerer...

    Und deiner Freundin gebe ich den Rat, sich lieber nicht nach unten hin zu orientieren, sondern nach oben. Statt also zu schauen, wer noch schlechter als sie zeichnet und trotzdem verlegt wird, sollte sie lieber schauen, wer noch ungleich besser ist als sie und trotzdem nicht verlegt wird. Auch davon gibt es mit Sicherheit genug Beispiele. Wenn deine Freundin Mangaka werden will, sollte sie üben, bis auch sie ein Projekt zustande bringt, in das ein Verlag sein Geld zu investieren bereit ist.

  2. #52
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    47) Bald ist ja wieder der Manga Talente Wettbewerb. Denkst du, dass es da einige Teilnehmer geben wird, die es drauf haben und auch mehr erreichen könnten?

    47.1) Diese Frage ist eigentlich von einem Freund, der hier nicht angemeldet ist.
    Glaubst du, du würdest einen Platz belegen, wenn du jetzt teilnehmen würdest?

  3. #53
    Natalie Wormsbecher Avatar von Menolly
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    47) Das weiß man vorher nie. Aber bis jetzt hat der Manga Talente Wettbewerb ganz gute Quoten in diesem Bereich gehabt.

    47.1) Nein, ich würde nämlich disqualifiziert werden. Manga Talente ist ein Nachwuchs-Wettbewerb, Profimangaka haben da nichts mehr zu suchen.

  4. #54
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    47.1) Ich meints natürlich, wenn man von dieser Tatsache
    absieht, dass es diese Regel gibt :rolling:

    48) Ich hab vorhin auf Facebook gesehen, dass du Schwarzerkater mit dem PC rasterst. Aber warum? Du sagtest doch selber, dass es dir mit der Hand mehr Spaß macht und du es so auch besser kannst.

    49) Hast du dir nicht vielleicht mal überlegt Merchandising zu Schwarzer Kater zu machen? Also Poster und so. Es gäbe sicherlich viele Leute die daran interressiert wären.

  5. #55
    Natalie Wormsbecher Avatar von Menolly
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    47.1) Wir werden's nie erfahren.

    48) Ja, per Hand zu rastern macht mehr Spaß und ich finde es einfach angenehmer. Aber per PC hat einen großen Vorteil: Es ist billiger. Und weil Schwarzer Kater ein Projekt ist, das ich (erstmal) unentgeltlich mache, will ich die Kosten so gering wie möglich halten.

    49) Habe ich, ja... Aber das muss erstmal warten, das dritte Kapitel geht vor.

  6. #56
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    Guten Tag

    50) Es ist zwar keine Frage, aber ich wusste nicht, wo ich das hier sonst reinschreiben soll.

    Das soll jetzt kein Angriff gegen dich sein, ich klinge nur ein wenig direkt, aber mir ist mal aufgefallen, dass du nichts von dem gut kannst, was man als Mangaka können sollte.

    Fangen wir mal bei den Proportionen an. Deine Charaktere sind alle samt zu klein, was das Kopf zu Körperberhältnis angeht. Außerdem sind deine Hände und Füße nicht sonderlich gut, was die Füße angeht, passen sie oft nicht zum Körper. Auch ist mir aufgefallen, dass deine Charakter keine Kieferknochen besitzen, in der Dreiviertelansicht zum Beispiel geht die Linie vom Kinn direkt zum Ohr, was teils dafür sorgt, dass deine Charaktere aussehen wie Pferde, nicht böse gemeint.

    Perspektiven scheinen auch nicht so zu deinen Stärken zu gehören, ich habe zumindest in deinen Manga selten anspruchsvolle Perspektiven gesehen und die üblichen die du benutzt hast, hatten teils auch ihre Makel.

    Was deine Charaktere betrifft sieht jeder aus wie der andere und dennoch haben die einzelnen Charaktere kein festes Aussehen. Damit meine ich, dass das Aussehen und die Gesichtszüge in der Vorderansicht nicht mit der Seiten oder Dreivirtelansicht übereinstimmt, vorallem was die Nasen angeht sieht man rapide unterschiede.
    Dass sich alle Charaktere sich jedoch sehr stark ähneln fällt einem besonders auf, wenn man sich die Steckbriefbilder auf deiner Homepage ansieht.
    Vielleicht solltest du ausführliche Charakterstudien, wenn du es nicht schon tust, machen.

    Du solltest dir auch mehr Mühe und Zeit für die Gestalltung deiner Charaktere nehmen. Viele der Charaktere erkennt man nur, wenn man weiß von welcher Geschichte sie ist. Die Charaktere sollte auffallende Merkmale haben, an die man sie erkennt, selbst wenn sie jemand zeichnet der absolut nicht zeichnen kann und ich nicht weißt von welcher Geschichte er gerade ein Charakter zeichnet. Es ist zum Beispiel ein leichtes zu erkennen, wenn jemand Naruto zeichnet, wegen der Kleidung, dem Stirnband.

    Auch für die Hintergründe solltest du dir mehr Mühe geben, ich weiß, dass du nicht viel Wert auf Details legst aber gerade bei Hintergründen ist es wichtig um die richtige Atmosphäre rüber zü bringen.
    Hintetgründe sind auch nicht so schwer wie viele denken, es ist nur reine Übungssache, sie sind vielleicht ein wenig nervig weil man oft und viel mit dem Lineal arbeiten muss, aber die Anstrengung ist es Wert.
    Auch sollstest du die Hintergründe lieber mit der Feder inken als mit dem Fineliner, wie du es hinten im ersten Band von Life Tree's Guardian geschrieben hast.

    Was dein Paneling betrifft, ist es eigentlich ganz gut, jedoch finde ich, dass du übertreibst, was die 'offenen Panels' angeht. Diese Panels sind gut um eine bestimmte Atmosphäre rüber zu bringen, etwas hervorstechen zu lassen, aber wenn man es auf jeder Seite macht verliert es seine Wirkung und sieht mit der Zeit hässlich aus.

    Was jedoch gut ist, ist dein Inking. Auch wenn ich nicht verstehe, wieso du die Gesichter und die Haut mit dem Maru-Pen inkst, wenn du es so machst, dass es am Ende mehr nach G-Pen aussieht.

    Bei deinem Raster kann ich auch nicht meckern, jedoch solltest du vielleicht Braune Haare, wie die von June zum Beispiel, eher Raster und die Highlights rein scharben anstatt sie schwarz auszumalen.

    Nun zum letzten Punkt.

    Deine Coloration gefällt mir, sie ist schön sanft, der einzige Makel dabei sind die Highlights in den Haaren. Bei dunklen Haare, solltest du keine weißen Highlights setzten, da sie sonst so aussehen als wären sie sehr stark beleuchtet oder bei schwarzen Haaren, als wären sie fettig. Du solltest die Highlights eher in einem helleren Ton als den Ursprungston setzten, aber nicht weiß, bei blonden und grauen Haaren mag das noch gehen.

    Was ich dir empfehlen kann sind die "How to draw Manga" von Carlsen, da steht sehr viel hilfreiches drin und auch mir haben sie sehr geholfen.

    Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen, denn mir ist aufgefallen, dass viele deiner Fans nur sagen was du gut, aber nicht was du nicht gut kannst. Was ich ehrlich gesagt schade finde, weil man so nicht die Möglichkeit hat sich zu verbessern.

    Ich wünsche dir noch viel Erfolg und dass du dich weiterhin steigerst.

    mit freundlichen Grüßen Kruzifix

  7. #57
    Mitglied Avatar von Sush
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    Löl. Was für ein Beitrag.
    Ich bin ja nun auch ne ehrliche Kritikerin (das denke ich jedenfalls mal stark), aber DAS ist zum Großteil echt übertrieben, tut mir Leid. :wave:

    Aber gut, dass du so mutig bist und Kritik äußerst.

    Sorry wenn ich mich wieder einmsiche...xDDDDDD
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  8. #58
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    Was meinst du mit übertreiben?

    Nicht, dass ich jetzt denke ich hätte mit alldem was ich schreibe vollends recht, aber ich will dann natürlich auch wissen, was andere daran anders sehen

  9. #59
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    Ich muss gestehen, dass mir die lang gezogenen Gesichter auch schon aufgefallen sind. Sie wirken manchmal schon sehr extrem...
    Der Rest ist Ansichtssache mMn und würde mich auch nicht stören, wenn es weiterhin so bleibt. Obwohl Verbesserungen natürlich immer gut sind. xD
    (Früher hatte Menolly irgendwie auch dünnere Beine gezeichnet. Finde ich toll, dass das jetzt nicht mehr so doll ist. )

  10. #60
    Mitglied Avatar von Sush
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    Die langen Gesichter sind mir erst seit den letzten paar Bänden aufgefallen.

    @ Kruzifix: Naja manche Sachen haben eben mit dem Stil zu tun, und über Anatomie brauchen wir uns bei Mangas eh nicht wirklich zu unterhalten, denn die wird selten korrekt gezeichnet. Für mich zählt mehr z.B., dass etwas gekonnt aussieht.
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  11. #61
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    @ Sush

    Das mag natürlich stimmen
    In vielen Shojo-Manga haben die Charaktere zum Beispiel viel zu große Köfper oder zu dünne Hälse, all sowas eben.

    Aber Menolly scheint einen eher realistischeren Stil zu haben, meiner Meinung nach, was die Proportionen und so angeht und da sollte es dann stimmten.

  12. #62
    Mitglied Avatar von Sush
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    Find ich eigentlich nicht. xD
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  13. #63
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    Das mit den Proportionen ist immer so eine Sache...
    Eigentlich dürfen solche immer stark von der Realität abweichen, solange sie in sich stimmig sind. Dann ist es auch kein Problem z.B. wenn die Augen ein Drittel des ganzen Kopfes ausfüllen, wenn dieses Verhältnis eben immer wieder in den Proportionen auftraucht. Dann wäre es konsequent durchgezogen und das menschliche Auge empfindet das dann als stimmig : )

    51) Was mich interessiert ist: Benutz du eigentlich regelmäßig Referenzen für Tiere, Gegenstände usw. wenn du deine Mangaseiten oder Illus malst?

  14. #64
    Natalie Wormsbecher Avatar von Menolly
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    @Kruzifix (50): Hm, du hast recht, das ist eigentlich keine Frage... Oder schließt sich an dieses Feedback noch eine Frage an?

    Ich bitte euch übrigens darum, nicht in diesem Thread zu diskutieren, sonst verliere ich den Überblick! XDD Ich wüsste aber auch nicht wirklich, wo dieser Post am besten hin sollte... Wenn du, Kruzifix, z.B. mit deiner Stilkritik dich hauptsächlich auf LTG beziehst, dann wäre es vielleicht dort passender. Oder halt eine Mail. Ich glaube, ein eigener Feedback-Thread wäre nicht so sinnvoll, denn wie du schon sagst, bekomme ich hauptsächlich positives Feedback und eher selten so einen geballten Kritikbatzen! XDD Aber dennoch danke für deine Sichtweise! Es ist in der Tat immer Hilfreich, verschiedene Ansichten zu lesen, damit man auch mal die andere Seite der Medaille sieht.

    Ich denke auch, dass vieles Auslegungssache ist. Wie ich z.B. die Haare koloriere oder ob ich Haare rastere oder Tusche. Ich zeichne ja nicht nach gut Glück, sondern ich überlege mir schon, wie ich was tue. Bei vielen Dingen entscheide ich mich bewusst für eine bestimmte Gestaltung, wie eben bei den Hintergründen. Meine Figuren sind nämlich auch oft nicht sehr detailliert, würde ich sie in aufwändige Hintergründe klatschen, wäre der Stilbruch zu groß. Hintergründe sind schließlich Hintergründe und dürfen nicht auffälliger als die Figuren sein oder sie gar in den Schatten stellen. Es ist richtig, dass der Grat zwischen "einfach" und "wirkt hingeklatscht" schmal ist und das ist auch oft ein großes Problem. Aber ich arbeite daran und werde auch weiterhin meine einfachen Hintergründe perfektionieren.

    Anatomie... ja. Auch das gelingt mir nicht immer. XD Aber nicht immer ist mir das auch so wichtig. Ein gewisses anatomisches Verständnis sollte vorhanden sein und ein Gefühl für Posen und Körper auch, das ist klar. Und ich meine, dass ich das habe. Aber ob die Anatomie wirklich in jedem Panel einwandfrei sein muss, darüber lässt sich streiten. Solange es richtig "wirkt", ist es auch erlaubt, wie ich finde, zu überzeichnen oder zu stilisieren, wenn es nötig ist. Ich sag nicht, dass alle meine anatomischen "Fehler" Absicht waren, denn das ist nicht immer der Fall. XDD Oft ist man nach drei Jahren Durchzeichnen auch "betriebsblind" und sieht bestimmte Sachen nicht mehr, wie z.B. die langen Gesichter. Als ich am letzten Band von LTG saß, hatte ich den Eindruck, sie seien perfekt. Erst jetzt mit ein bisschen Abstand denke auch ich mir manchmal: "Wie konntest du das nicht sehen???" Aber nu ist ja zu spät. XDD

    Die "How to Draw Manga" Bücher kenne ich auch, aber obwohl sie generell gut sind, würde ich sie nicht unbedingt in meinem Fall zum Üben dazuziehen. Man sieht, dass die Zeichner, die da drin sind, eher Hentai- oder Ecchi-Games und Comics zeichnen, das merkt man an den sehr weiblichen und teils erotischen Ansichten und Darstellungen. Der Fokus liegt fast immer auf Brust und/oder Schritt! XDD Auch da stimmt die Anatomie nicht immer, aber es ist generell schwer ein Manga-Buch zu finden, bei dem das zu 100% richtig ist. Da sind richtige Anatomiebücher besser und von denen besitze ich zuhause auch ein paar. Aber mein Stil ist ja Shojo. D.h. meine Mädchen (und auch Jungs) sind in der Regel schmal und schlacksig gebaut, feingliedrig, mit fliegenden Haaren usw. In dem Sinn sollte ich mich an Shonen-Stilen eher nicht orientieren.

    Kurz, danke für dein Feedback! Ich werde natürlich auch weiterhin üben, um noch besser zu werden und wer Schwarzer Kater verfolgt, wird schon sehr bald erste Ergebnisse sehen. Aber natürlich werde ich auch weiterhin keine Super-Zeichnerin sein, weil ich das einfach nicht bin. Und das ist auch nicht mein Ziel. Ich bin in erster Linie Geschichtenerzählerin und das war ich auch von Anfang an. Das Zeichnen ist für mich in dem Sinne "nur" Mittel zum Zweck. Wenn hier mal was verrutscht, kann ich das eher verkraften, als einen schlechten Storyaufbau oder einen misslungenen Plottwist. XD Ich übe Zeichnen, weil das eben dazu gehört. Und es macht mir Spaß. Ich hab allerdings nicht den Anspruch auf perfekte Zeichnungen, das schaffe ich sowieso nicht und will ich auch gar nicht, weil "perfekt" im Auge des Betrachters liegt. Die einen finden realistische Stile toll, die anderen mögen karikaturhafte lieber. Ich zeiche so gut ich eben kann und konzentriere mich lieber auf die Geschichten, weil es das ist, was am Ende im Kopf hängen bleibt und was die Leute beim Lesen eher befriedigt. Nicht, wie viele Details im Hintergrund zu finden waren, sondern wie oft sie gerührt, belustigt, gespannt und den Tränen nahe waren. Das ist das, weswegen ich Mangaka wurde.

    Zu 51) Ja.

  15. #65
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    Menolly, du hast mir gerade Mut gemacht mit deinem letzten Absatz. :biddö:
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  16. #66
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    Was die Hintergründe betrifft, meinte ich ja nicht, dass du jetzt richtig aufwendige machen sollst wie Takeshi Obata zum Beispiel.
    Aber bei deinen Geschichten habe ich oft das Gefühl, sie spielen ein Theaterstück und der Hintergrund ist eine Leinwand.

    Und was die Manga-Lernbücherbetrifft dachte ich auch eher an die Perspektive.
    Und selbst wenn die einen anderen Stil haben als du, würde es etwas bringen, man muss sich ja nicht die Zeichnungen aneignen, sich nur vielleicht den ein oder anderen Tipp merken.

    Und zum letzten Punkt habe ich dann eine Frage.

    52) Warum zeichnest du dann Manga und schreibst keine Bücher?

  17. #67
    Natalie Wormsbecher Avatar von Menolly
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    Zu 52) Bücher werden ganz anders erzählt als Manga. Wenn man eine Geschichte schreibt, muss man auch erst einen Schreibstil entwickeln. Man muss lernen, Settings, Aussehen und Handlungen mit Worten zu beschreiben. Praktisch alles, was im Manga gezeichnet ist, muss man bei einem geschriebenen Text mit Worten formulieren. Und das fällt mir viel schwerer, als es einfach zu zeichnen. Weil ich zeichnen kann und es mag. Darum habe ich mich auch für das Medium Manga entschieden.

  18. #68
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    Eine Frage hab ich dann noch.

    53) Und zwar, du meintest ja eben, dass du nicht vor hast eine richtig gute Zeichnerin zu werden, hast aber ein paar Beiträge vorher geschrieben, dass du dich auf Konkurenz freuen würdest da man so über sich hinaus wächst.

    Und findest du nicht auch, dass du so mit zu wenig Ergeiz an die Arbeit rangehst, wenn du garnicht vor hast gut zu werden?

    Denn so finde ich es ein wenig fehl am Platz, dass du dich selber als Profimangaka bezeichnest. Auch wenn du schon ein Paar sachen rausgebracht hast, macht dich das noch lange nicht zum besagten.

    Mit der Einstellung bist du eher ein Amateur.

    Nichts für Ungut.

  19. #69
    Natalie Wormsbecher Avatar von Menolly
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    Zu 53) Ich meinte, ich will keine Super-Zeichnerin werden, auf das Zeichnen bezogen. (Ne "richtig Gute" will ich schon werden, soweit es mir eben möglich ist.) Weil ich das einfach nicht bin. Aber zum Mangazeichnen gehört so viel mehr und was das Geschichtenerzählen angeht, habe ich durchaus Ehrgeiz und hoffe da auf mehr Konkurrenz. Trotzdem ist das Zeichnen für mich kein Wettbewerb. Ich zeichne nicht, um besser zu werden oder jemandem was zu beweisen, sondern um Leute zu begeistern, zu unterhalten, zu berühren. Das Besser-Werden ist nur ein schöner Nebeneffekt und das funktioniert mit Konkurrenz, die einen anspornt und inspiriert, besser.

    Natürlich muss man, egal was man für ein Erzähltalent hat, auch ein gewisses Mindestmaß an Zeichentalent mitbringen, um Mangaka zu werden. Sonst wird es schwer. Ich bin immer bereit, meine bisherigen Kenntnisse und Erfahrungen durchaus zu teilen, um Nachwuchs zu fördern und ihnen zu helfen. Und wenn ich dabei Konkurrenz großziehe, die mir selbst gefährlich werden kann, macht mir das nichts. Wenn diese Konkurrenz großartige Geschichten zeichnen kann, die auch mich begeistern, unterhalten und berühren, habe ich keinen Grund zu klagen. Das Lesen von (guten) Geschichten ist nämlich auch eine Leidenschaft von mir.

    Ich finde es schon angebracht, mich selbst als Profimangaka zu bezeichnen, denn per Definition bin ich das auch. Ein Profi ist im Gegensatz zum Amateur jemand, der mit einer Tätigkeit seinen Lebensunterhalt verdient. Da ich fünf Jahre vom Mangazeichnen gelebt habe, ist der Begriff Profi durchaus richtig.

  20. #70
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    Ich sehe das ehrlich gesagt anders, ich finde Profi ist man nicht dann, wenn man in der Lage ist davon zu Leben, sondern wenn man mit der richtigen Einstellung an die Arbeit geht und bei dir habe ich diese Gefühl nicht.
    Man kann zum Beispiel auch ein Profizeichner sein, wenn man noch keine einzige Geschichte bei einem Verlag veröffentlicht hat.

    Ich glaube auch nicht, dass dir Zeichnen wirklich Spaß macht, denn du schreibst es nichtmal in deine Hobbys und benutzt auch öfters in Interviews die man so von dir findet Sätze wie 'Ich habe dennoch Zeit für meine Hobbys'

    Hinzu kommt, dass du dir für einzelne Bilder mehr Mühe gibts als für die Mangaseiten an sich, was man schon allein daran sieht, dass du die Bilder nochmal extra mit dem Leuchtisch nachzeichnest.

    Außerdem habe ich bei dir auch das Gefühl, dass es dir reicht wenn 'man erkennt was es ist' und das finde ich ehrlich gesagt auch ein wenig arm. Klar man sollte die Dinge schon erkennen, aber sie sollten auch gut aussehen, niemand ist perfekt, und das erwartet auch keiner, aber gut sollte es dennoch sein.

  21. #71
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    Doch, bei Definition ist sie Profi. Auch wenn du das Gefühl hast, dass sie es nicht ist, ändert das nichts. Sie ist Profi.
    Und ich finde langsam, du übertreibst etwas. Du kannst nicht in sie hineinsehen und wissen, mit wie viel Ehrgeiz oder Begeisterung sie an ihre Werke rangeht. Vielleicht bringt sie deiner Meinung nach dieses Gefühl nicht rüber, das bedeutet aber nicht, das andere es nicht anders empfinden.
    Auch ist Zeichnen für sie kein Hobby mehr sonder, weil eben Profi, ein Beruf.
    Außerdem geht, wie immer, die Meinung von "gut" weit auseinander. Wenn Tokyopop bisher meinte, ihre Sachen sind gut, dann ist das so für sie. Und die veröffentlichen immerhin ihre Werke. Wenn du das anders siehst, dann ist das halt so. ;D Aber es wäre schon erfreulicher zu sehen, wenn du ein bissl anders reden würdest. Für viele hier ist Menolly ein Vorbild und es wäre lieb, wenn du das mit deiner Art zu schreiben auch berücksichtigen würdest. ^^" (Nur so zur Vorsicht. Streitereien können leicht ausbrechen.)

  22. #72
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    Ich definiere Profi aber halt anders und ich finde nicht, dass nur weil ich etwas als Beruf ausübe es nicht mehr mein Hobby ist und ich daran kein Spaß mehr habe. Nur weil ich jetzt als Elektroniker arbeite macht es mir doch dennoch Spaß mir Schaltungen zu überlegen, sie zu verdrahten und zu sehen, dass meine Arbeit funktioniert.

    Und was meinst du mit 'Ich soll beim schreiben darauf acht geben, dass viele sie als Vorbild ansehen?'

    Klar ich sollte nicht beleidigend werden, aber das bin ich auch nicht, sehe ich zumindest nicht so und wenn hier einige meine direkte Art nicht abkönnen ist das nicht mein Problem.

  23. #73
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    Wie gesagt, wenn du das anders definierst, macht es das noch lange nicht allgemein gültig. Bei ALLGEMEINER Definition ist sie Profi, Punkt.
    Ausserdem hat Menolly nie irgendwo gesagt, das ihr das zeichnen keinen Spaß mehr macht. Natürlich ist es manchmal anstrengend, aber wenn sie keine Liebe für ihre Werke empfinden würde, dann wären die Sachen die sie in ihren Nachworten schreibt wie: "Endlich hat es diese Geschichte aufs Papier gebracht, ich bin sehr glücklich!" (Summer Rain), "Mein zweiter Manga! Ich bin sehr stolz!" (Dämonenjunge Lain) oder "Ich muss sagen, ich hatte beim Zeichnen einen Heidenspaß!" (LTG BAnd 3) ja absolute Lügen. Und ich glaube kaum, das sie so etwas machen würde.

    Übrigens gibt es einen Unterschied zwischen "direkter Art" und "ist mir doch schnurz egal wie ihr das auffast".

  24. #74
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    Ich finde ehrlich gesagt nicht, dass da ein Unterschied ist. Weil es wie gesagt nicht mein Problem ist, wenn mich jemand falsch versteht, du kannst nicht erwarten, dass ich alles für jeden anders schreibe.

    Und nur weil du nicht glaubst, dass sie lügt, heißt es ja nicht, dass es nicht so ist.
    Ich glaube jetzt zwar auch nicht, dass sie lügt, aber es könnte sein und außerdem habe ich Life Tree's Guardian nicht bis Band 3 gelesen, weil es mir zu langweilig wurde, zudem kommt, dass ich das Nachwort nie lese.

  25. #75
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    Ich erwarte nicht, dass du "alles für jeden anders" schreibst, sondern das wir nett und sachlich bleiben, wie es sich gehört.
    (Und nein, ich meine keinen Gänseblümchen Talk, aber zu sagen "ist nicht mein Problem wenn sich wer beleidigt fühlt" zeugt auch nicht gerade von Neutralität.)

    Ich finde es ehrlich gesagt verwunderlich, das du meinst Menolly besser zu kennen als sie sich selbst. Sie schreibt immer wie stolz und glücklich sie auf ihre Werke ist. Wenn du es ihr nicht glaubst, ist das auch gut und schön. Wenn du aber weder ihre Nachwörter liest noch ihre Werke bis zum Ende verfolgst, finde ich es schon dreist zu behaupten, dass sie das was sie tut nicht liebt oder Spaß daran hat. Du passt nicht einmal auf und meinst trotzdem es besser zu wissen.
    Menolly ist Menolly. Sie zeichnet nun mal wie sie zeichnet und wenn dir das nicht gefällt, zu langweilig und zu undetailiert ist, dann ist das eben so. Aber man kann sich die Zeichner nun einmal nicht zurecht biegen. Wenn du sie hinterfragst warum sie etwas macht so wie sie es eben macht, ist das toll. Kritik bringt sie auch weiter. Aber zu sagen "mach mal anders, find ich nicht toll" bringt weder dir noch ihr was.

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