szmtag Verbot von "Killerspielen" [Koalitionsvertrag] - Seite 3
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  1. #51
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    nicht unbedingt
    haben nicht alle so das gute verhältnis zu ihren eltern, dass sie denen alles erzählen
    und ich denke nicht, dass jemand der psychisch so wenig gefestigt ist, dass er nen amoklauf begeht sich bei seinen eltern ausheult
    bzw allgemein kann man ja nun schwer sagen was seine eltern überhaupt für menschen sind
    ich glaub du gehst da echt ein wenig zu sehr von nem funktionierenden elternhaus aus
    das ganze ist grademal nen tag her da kann man echt bisher nur vermuten was zu dem amoklauf geführt hat
    und nur, weil da bisher nichts zu gesagt wurde kann man mobbing oder ein schlechtes elternhaus nicht ausschliessen
    das wird sich alles erst noch zeigen

  2. #52
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    was ist ein "killerspiel"? in einem beitrag des heute journals wurde der begriff vom zuständigen redakteur wie selbstverständlich gebraucht. interessant.

    die "hart aber fair"-sendung war leider, leider wieder einmal nicht sonderlich tiefgängig, dafür auch viel zu kurzfristig angesetzt und mit tom und dem schülersprecher auch zu "schwach" im gegensatz zum promovierten kriminologen und dem lieben herrn bosbach aufgestellt.
    das faszinierende an der sendung war, dass sowohl pfeiffer als auch bosbach sagten, dass spiele mit gewalttätigem inhalt risikofaktoren bei gewaltentwicklung sein KÖNNTEN. trotzdem wird von der hart-aber-fair-redaktion die gefühlte halbe sendung damit verbracht, die brutalität von counterstrike source und die möglichkeit, dass jugendliche solche spiele mit leichtigkeit erwerben können, darzustellen. anstatt einfach mal den kompletten fokus auf den waffenbesitz seines vaters, auf die offensichtlich in dieser schwere nicht erkannten psychischen probleme, auf irgendetwas offensichtlich handfestes zu richten. publikumswirksames hetzfernsehen vom feinsten. der krönende abschluss eines gez-feiertages, an dem die ard lieber vom wintersport berichtete, um am späten abend dann noch ein feuerwerk populistischen bullshits loszulassen.

    dass amokläufe schäubles liebster vorwand neben terrorismus sind, um gesetzeswidrige freiheitsbeschränkungen durchbringen zu wollen, kommt nicht unüberraschend. dass er den waffenbesitz 2007 tatsächlich lockern wollte, es wirklich vorhatte - das ist immer noch eine der geilsten politischen aktionen der letzten jahre.
    eine der größten lachnummern in unserem gruselkabinett.

  3. #53
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    Dieser ganze Schmonzes von wegen "Killerspielen" ist doch eigentlich ein sich ewig wiederholendes Spiel, nicht zuletzt weil den Politikern und ihren Beratern allesamt einfach die Kompetenz im dem Bereich fehlt. Fakten wollen sie nicht hören, wissenschaftliche Erkenntnisse ignorieren sie zugunsten von populistischen Aussagen.

    Und ein einziges Spiel als Grund anzugeben und wieder so hervorzukehren ist eigentlich nur noch lächerlich. Der Junge war noch nicht volljährig und das Spiel ist nur für "über 18", er war regelmäßig im Schützenverein und hat dort gelernt, wie man mit einer Waffe umgeht, hat diverse andere Zielsportarten ausgeübt und hatte am Schluss auch noch lustig Zugang zu echten Waffen - ohne irgendwelche Probleme.
    Das einzige Trostpflaster: Es gibt doch einige Ego-Shooter-Fans und die sind erwachsen. Will man ein generelles Verbot erreichen, muss man die verprellen und es sind am Ende potentielle Wähler...

    Was das Mobbing angeht: Vieles, was bei den gemobbten hängen bleibt, was so passiert in der Schule, bekommen die Lehrer nicht mal im Ansatz mit, egal wie toll sie aufzupassen versuchen, denn die sind nicht immer da. Und dass ein Schüler dagegen vorgeht, wenn ein anderer fertig gemacht wird, ist reine Illusion. Schweigen ist dort die durchgehende Devise.
    Ganz abgesehen davon, dass bei labileren Menschen schon kleinere Sticheleien ziemlich schmerzhaft sein können.
    Und man merkt nun mal, dass die Leute keine Ahnung davon haben, dass es verschiedene Typen von Mensch gibt. Die Grandiosigkeit der Schule und ihrer Angebote hervorstreichen ist ja nett, aber jemand der Probleme hat und sich nicht traut (und der Täter war wohl eher so ein Typ), wird nicht von sich aus auf andere zugehen - und genau das ist bei all den Dingen notwendig, ist bei der Beratung notwendig (Problem ist, dass in unserer Gesellschaft Probleme und besonders psychische als Schwäche angesehen werden und als etwas Schlimmes und nicht als einfache Krankheit - also trauen sich die Leute noch weniger).

    Sollen sie doch endlich mal die armen Killerspiele in Ruhe lassen.
    Like a Dream - Forum für BL, Yaoi, Shonen-Ai, Homoerotik - und Girls Love

    PKT=Persönliche Knallertitel (=was man subjektiv grandios fände, aber nicht unbedingt die Riesenmasse)

    Titelwünsche: Ai no Kusabi (ein BL-Klassiker), Aijin Incubus, Deadlock (Novel), Ilegenes, Kiseiju (Parasyte), Lucky Dog, S, Togainu no Chi; etwas von Akira Norikazu

  4. #54
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    Original von TMSIDR
    Die Polizei hat eine erste Vermutung für ein mögliches Motiv des Amokläufers von Winnenden. Auf dem Computer von Tim K. wurde ein Killerspiel gefunden. Laut Polizei könnte dies ein mögliches Motiv für den Amoklauf sein.
    http://www.focus.de/panorama/vermisc...id_379626.html

    Na wenn das nicht eine hervorragend recherchierte Einleitung ist....
    Ich hörte sogar, das er mit so einem Spiel das schießen gelernt hat [ nicht umsonst hatte er nur Kopfschüsse fabriziert ] So vieles wird erzählt, ob es dann auch wahr ist, steht auf einem anderen Blatt Papier

  5. #55
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    Original von Filmfreak
    Original von TMSIDR
    Die Polizei hat eine erste Vermutung für ein mögliches Motiv des Amokläufers von Winnenden. Auf dem Computer von Tim K. wurde ein Killerspiel gefunden. Laut Polizei könnte dies ein mögliches Motiv für den Amoklauf sein.
    http://www.focus.de/panorama/vermisc...id_379626.html

    Na wenn das nicht eine hervorragend recherchierte Einleitung ist....
    Ich hörte sogar, das er mit so einem Spiel das schießen gelernt hat [ nicht umsonst hatte er nur Kopfschüsse fabriziert ] So vieles wird erzählt, ob es dann auch wahr ist, steht auf einem anderen Blatt Papier
    Ich würde sagen, er hat das Schiessen im Schützenverein gelernt....und die Auswirkung von Kopfschüssen lernt man spätestens im Biologieunterricht (Gehirn = wichtig) .

    Also ich hörte, die Polizei meinte, er hätte seine Opfer nahezu hingerichtet und das macht in Counterstrike eher nicht, und auch sonst sind die meisten 3D Shooter eher nicht geignet, um Amokläufe zu üben. Da fällt mir nur die GTA-Serie oder Saints Row ein, die ähnliche Szenen beinhalten, aber das ganze eher etwas ironisch übertrieben darstellen (etwas geschmacklos ohne Frage). Hätte er sich wild "strafend" (seitwärts rennend) duch die Gegend gehüpft, dann hätte ich auch gesagt, der hätte zu viele 3D-Shooter gespielt, aber so wäre wohl nicht weit gekommen .

    Der Begriff "Killerspiele" geht mir langsam ziemlich auf die Nerven. Hitman ist ein Killerspiel, da man dort einen solchen spielt, aber die meisten 3D Shooter sind mehr oder weniger militärisch angehaucht, und diese Art von Töten von "bösen Buben" dort wird einem auch in jeder Armee der Welt eingetrichtert.

    Ich bin total dafür, dass Altersbeschränkungen bei Spielen eingehalten werden, da man das gesehene auch verarbeiten muss, und das geht umso besser, je älter man ist. An mir selbst beobachte ich auch, dass ich Gewalt in Spielen und Filmen eher abgestumpft bin über die Jahre, und mich vieles nicht mehr schocken kann, aber sobald ich etwas reales in den Nachrichten oder in realistischeren Filmen (nach wahren Gegebenheiten) sehe, bin ich genauso geschockt wie jeder andere auch, wenn nicht sogar noch mehr.

  6. #56
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    Suchtgefährdende Computerspiele: Verbote für Jugendliche gefordert
    16.03.09 - Die Debatte über gewaltverherrlichende und suchtgefährdende Computerspiele erhält neuen Auftrieb, nachdem die Ergebnisse einer Studio des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) bekannt wurden. Das meldet Heise.de.

    Das Institut des Kriminologen und ehemaligen niedersächsischen Justizministers Christian Pfeiffer legt heute eine Untersuchung vor, nach der über 14.000 Neuntklässler nach medizinischen Kriterien süchtig nach Computerspielen sind; mehr als 23.000 Jugendliche sollen darüberhinaus stark gefährdet sein.

    Zu einer Abhängigkeit würde ausuferndes Spielen allein noch nicht führen, doch würde das Spielen von Online-Rollenspielen das Risiko verstärken. Vor allem gelte das für World of Warcraft.

    Die niedrsächsische Sozialministerin Ross-Luttmann will den suchtgefährdenden Spielen den Kampf ansagen, wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung schreibt. Das Ziel ist, in Zukunft Programme wie das Online-Rollenspiel World of Warcraft für Jugendliche zu verbieten.

    Die Bewertungskriterien sollen möglichst schnell geändert werden, nach denen die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) die Altersfreigabe von Computerspielen bestimmt. Dazu will Ross-Luttmann ein Konzept vorlegen, was noch mit den Ländern abgestimmt werden müsste. Suchtgefährdende Spiele dürften dann nur noch an Erwachsene verkauft werden.
    Die USK prüft bislang nur, ob die Darstellungen von Gewalt und Sexualität mit dem Jugendschutz vereinbar sind.

    Auch in den Diskussionen um die Ursachen des Amoklaufs in Winnenden stehen die sogenannten "Killerspiele" weiterhin im Zentrum der Aufmerksamkeit. Der stellvertretende brandenburgische CDU-Vorsitzende und Innenexperte Sven Petke fordert eine Gesetzesänderung beim Waffenrecht und ein Verbot gewaltverherrlichender Videospiele.

    Offenbar habe der problemlose Zugang des 17-jährigen Täters zu einer legalen Schusswaffe erst dessen Taten möglich gemacht, sagte Petke gegenüber der dpa. Behörden müsse es erlaubt sein, die Einhaltung des gesetzlichen Waffenrechts ohne Ankündigung auch in privaten Räumen zu kontrollieren. Dieselbe Position vertrat auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Wochenende.

    Petke verlangte auch ein Verbot für Videospiele, die Gewalt verherrlichen. Offenbar seien die jugendlichen und heranwachsenden Amokläufer gleichzeitig Konsumenten dieser von Gewalt beherrschten Spiele. 'Diese Machwerke gehören verboten.'

    Auch im Internet müsse dieses Verbot durchgesetzt werden, wobei die betreffenden Dienstleister in der Pflicht stünden. 'Die Zeit der Ausflüchte ist vorbei. Wir brauchen entsprechende Web-Filter, die von den Internet- Providern betrieben werden', so Petke.
    CLICK (Heise.de: 'Suchtgefährdende Computerspiele: Verbote für Jugendliche gefordert')

    Quelle: GameFront
    Es geht weiter....

  7. #57
    Mitglied Avatar von Ayumi-sama
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    also langsam wird mir das alles um dieses thema echt zu viel
    ich sehs shcon förmlich vor mir
    das nächste Zelda Spiel hat nen megafettes rotes USK 18/keine Jugendfreigabe aufm cover >__>

    und was soll hier suchtgefährdende Spiele heissen...JEDES spiel kann süchtig machen, den einen mehr, den anderen weniger
    ich find es echt shcon langsam krank
    echt, die machen es sich viel zu einfach, immer alles schön auf die Spiele schieben

    klar ist es nicht gut, dass es so viele Süchtige gibt, aber die wird es immer geben, egal ob man dagegen vorgeht oder nicht
    zudem sind davon nicht nur die Jugendlichen betroffen, sondern auch viele Erwachsene

  8. #58
    Mitglied Avatar von Yllana
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    haben diese Leute jemals so was wie ein MMORPG auch nur von weitem gesehen? Kommt mir irgendwie nicht so vor. Und wieso muss man jetzt auf einmal prüfen, ob in WoW zu viel Sex und Gewalt vorkommt? Ich glaub, ich spinne. Was zurzeit mit den "Forschern" und Politikern in diesem Land abgeht, ist echt gruselig. Und ist es nicht irgendwie seltsam, dass all diese "Forschungsergebnisse" gerade jetzt auftauchen? Bäh...

    Sollte nicht jeder selbst entscheiden können, wann und wie lange er online-games spielt? Nur weil ich sehr viel Zeit mit mangalesen verbringe, bin ich deswegen noch lange nicht süchtig danach (im herkömmlichen Sinne, denn schließlich will ich auch nicht ohne leben ). Wollen die mir dann verbieten, mangas zu lesen?

  9. #59
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    http://www.tagesschau.de/inland/killerspiele102.html

    die Kommentare sind teilweise echt net schlecht.
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  10. #60
    Mitglied Avatar von Yllana
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    wäre echt schön, wenn es von solchen Kommentaren mehr gäbe, bzw wenn die auch in solchen Massen veröffentlicht werden würden, wie das Anti-"Killerspiel"-Geschrei. Aber das passt der öffentlichen Meinung und den allwissenden Politikern ja nicht in den Kram. Mir gefällt besonders der Kommentar des FSC.

  11. #61
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    Gegen WOW-Sucht gibt es für Eltern einfache Mittel: Einfach die Anzahl der erlaubten Spielstunden im Spiel begrenzen. Wenn die Eltern das nicht hinkriegen, sollten sie es halt lernen. Medienkompetenz ist heutzutage ein wichtiger Punkt der Erziehung, und google müssten die meisten heutigen Eltern jawohl verwenden können....

    Genauso kann man in Konsolen wie der Xobx 360 auch den Jugendschutz aktivieren, den Jugendliche auch nicht ohne weiteres aushebeln können.

    die Technik ist da, wenn die Leute zu blöd sind sie einzusetzen, sind nicht die Spiele das Problem, sondern die "Erziehungsberechtigten".

  12. #62

  13. #63
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    Sehr guter Artikel!
    Allerdings merkt man in den Kommentaren wie ignorant manche Leute doch sehen, die gleich meinen der Reporter werde von der Spiele Lobby beeinflusst... welche Spiele Lobby?
    Einer schreibt auch er würde einem Videospieler anraten seine Freizeit mit dem Lesen von Büchern zu verbringen, was mal wieder impliziert, dass Videospieler total verblödete Wesen sind, die den ganzen Tag vor der Mattscheibe verbringen.
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  14. #64
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    gerade die möchtegern-vielbelesenen sollten doch neuen medien und ihren vermittlungsmöglichkeiten aufgeschlossen sein. spiele wie "planescape torment" zeigen in ihrer geschichtlichen intensität, wie mächtig das medium videospiel sein kann, wie es auf ganz unterschiedlichen wegen tiefgehende geschichten über moral, ängste und menschlichkeit erzählen kann. es ist traurig mit anzusehen, wie gekonnt manche kritiker die möglichkeiten und vielfalt von computer- und videospielen ignorieren können, obwohl es doch gerade DAS medium ist, das von den errungenschaften von buch und film mit der richtigen umsetzung vielleicht am meisten profitieren und ein für jeden einzelnen einzigartiges erlebnis schaffen kann.

  15. #65
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    Jetzt gibt es Mal Unterstützung für unsere "Sache":

    Medienforscher: Computerspiele sind nicht für Gewalt verantwortlich

    19.03.09 - Aus Sicht des Medienforschers Johannes Fromme werden Computerspiele allzu häufig vorschnell für reale Gewaltexzesse wie den Amoklauf in Winnenden verantwortlich gemacht. Das meldet Heise.

    'Man merkt jetzt, dass die Diskussionen nach einem bekannten Muster ablaufen, aber nicht fundiert. Es ist alles sehr vorhersagbar, was da kommt', sagte der Professor für Erziehungswissenschaftliche Medienforschung an der Universität Magdeburg gegenüber der dpa.

    'Die Wahrscheinlichkeit, dass ein 17-Jähriger ein Counter-Strike-Spiel oder Ähnliches auf dem Rechner hat, ist relativ hoch. Eigentlich ist das normal.' Inzwischen interessiert sich die Mehrheit der Forscher für die Frage, weshalb Jugendliche Computerspiele spielen und nicht mehr, was die Spiele mit den Jugendlichen anstellten, sagte Fromme.

    Er organisiert in Magdeburg noch bis zu diesem Samstag eine internationale Tagung zum Stand der Computerspieleforschung. 'Die Faszination von Computerspielen hat etwas zu tun mit der Interaktivität, die neu ist und eine andere Erfahrung als beim Film.' Die jungen Menschen erlebten sich selbst als jemanden, der etwas bewirken könne, was ihm im Alltag oft nicht gelinge. 'Gerade Leute, die eher unauffällig und still sind, sich nichts trauen, haben da ein Feld – und das ist erstmal etwas Positives –, wo sie erleben, dass es Wirkung hat, was sie machen.'

    Es sei wichtig, den jungen Menschen den Umgang mit Computerspielen beizubringen. 'Das lernt man vor allem in der Auseinandersetzung mit anderen Menschen, über die Resonanz von anderen, die mir wichtig sind. Die wichtigen Partner können auch im Internet sein.' Entscheidend sei hier allerdings auch die Arbeit der Schulen, wo noch einiges im Argen liege.

    'Ob man damit Geschehnisse wie in Winnenden verhindern kann, ist eine andere Frage. Ich glaube nicht, dass das nur an mangelnder Medienkompetenz lag, was da passiert ist.' Im Abschlussbericht des Amoklaufes von Erfurt im Jahr 2002 habe sich dieses simple Erklärungsmuster nicht bestätigt. Auch bei dem 17 Jahre alten Amokläufer aus Winnenden hatten Fahnder 'Killerspiele' gefunden und einen deutlichen Zusammenhang zu dem Blutbad hergestellt.

    Fromme erteilte pauschalen Forderungen, Computer generell aus Kinder- und Jugendzimmern zu verbannen, eine Absage: 'Das würde ich für unsinnig halten, weil ein Computer ein multimediales Gerät ist, das für alles Mögliche verwendet werden kann.' Dazu gehöre, Filme abzuspielen, Radio zu hören und zu telefonieren oder Bücher zu lesen. 'Natürlich müssen junge Leute lernen, mit dem Computer und den Risiken, die er birgt, umzugehen. Da gilt das gleiche wie im Straßenverkehr oder beim Umgang mit dem anderen Geschlecht.'

    CLICK (Heise: 'Medienforscher: Computerspiele sind nicht für Gewalt verantwortlich')

    Quelle: GameFront

  16. #66
    Mitglied Avatar von Stobo
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    Das klingt schonmal sehr viel objektiver und sachlicher als alles andere was man(bzw. ich) die letzten Tage so lesen konnte. Statt etwas zu verbieten, lieber daran arbeiten den Umgang damit zu verbessern. Ich finde diese "Wir sollten alles verbieten was schaden könnte" Methodik sehr kurzsichtig und viel zu einfach. Damit gibt man sich doch als Statt den Stempel Wir sind nicht fähig mit Medien wie Killerspielen umzugehen, für uns bitte keine mehr. Wir sind leider zu doof dafür.
    Ich würde mir wünschen dass mehr Politiker mal ein wenig in die Richtung der Ursachenforschung und Behebung denken würden, statt einfach nur ein Verbot durchprügeln zu wollen.

  17. #67
    Mitglied Avatar von Ayumi-sama
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    Original von Stobo
    Ich würde mir wünschen dass mehr Politiker mal ein wenig in die Richtung der Ursachenforschung und Behebung denken würden, statt einfach nur ein Verbot durchprügeln zu wollen.
    du nimmst mir die worte aus dem mund

    ganz ehrlich, bei sowas brauchen die sich ned wundern, dass die Jugendlichen/junge Erwachsene (wie mich z.b.) ned wählen gehen >,>
    die schaffen sich so nur Feinde

  18. #68
    Mitglied Avatar von Yllana
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    ja...aber es sind halt bald Wahlen, da ist für obektive Argumente und unbequeme Themen halt keine Zeit. Aber die Politik schafft es wirklich, sich bei Jugendlichen unbeliebt zu machen. Ob sie schnallen, dass sie sich damit (zukünftige) Wähler vergraulen, ist mir ein Rätsel. Wer nur nach Verboten schreit, ohne vorher nachzudenken, macht sich bei mir durch solche Aktionen jedenfalls nicht beliebter.

  19. #69
    Mitglied Avatar von Filmfreak
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    Erste Testkäufe von 'Killerspielen' in Niedersachsen
    30.03.09 - Mit Jugendlichen wurden in Niedersachen die bundesweit ersten Testkäufe sog. 'Killerspiele' durchgeführt, bei der sich die Mehrzahl der überprüften Geschäfte nicht an den Jugendschutz gehalten haben. Das berichtet Heise.de.

    Im Landkreis Gifhorn hätten zwei 16 und 17 Jahre alte Polizeischülerinnen in drei von fünf Fällen nur für Erwachsene freigegebene Computerspiele oder DVDs erhalten, sagte die Kreisjugendreferentin Kathrin Rösel. Den betroffenen Einzelhändlern droht jetzt ein Bußgeld in Höhe von mindestens 500 EUR.

    Der Landkreis wurde auf Bitte des niedersächsischen Sozialministeriums aktiv. Niedersachsen hatte kürzlich als erstes Land neben Alkohol- auch 'Killerspiele'-Testkäufe angekündigt.

    Es sei erschreckend, wie leicht Kinder und Jugendliche an Spiele kämen, die nicht für sie freigegeben seien, erklärte Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU). Auf der nächsten Jugendministerkonferenz von Bund und Ländern will Ross-Luttman das Thema auf die Tagesordnung bringen und bundesweite Computerspiele-Testkäufe vorschlagen.

    Bei den Testkäufen in Gifhorn seien die Verpackungen der Spiele ab 18 Jahren klar gekennzeichnet gewesen, betonte Jugendreferentin Rösel. Eine Angestellte habe sich sogar die Ausweise der eindeutig jugendlichen Testkäuferinnen zeigen lassen und ihnen die 'Killerspiele' trotzdem verkauft.

    In Kooperation mit den Kreisjugendämtern sollen jetzt in ganz Niedersachsen speziell geschulte jugendliche Testkäufer in die Geschäfte geschickt werden. Die Alkohol-Testkäufe hätten laut Rösel einige Händler bereits sensibilisiert. Im Kreis Gifhorn hätten beim ersten Mal 9 von 13 Geschäften Hochprozentiges an Minderjährige abgegeben, beim zweiten Testkauf waren es nur noch 2 von 10.

    CLICK (Heise.de: 'Erste Testkäufe von "Killerspielen" in Niedersachsen')

    Quelle: GameFront
    Wenn ich an die Läden in meiner Stadt denke, kommt da kein
    Jugendlicher unter 18 an solche Spiele ran. Und Ausweis ist eh Pflicht....

  20. #70
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    und schon stehen wir killerspiel-spieler wieder auf einer stufe mit kinderpornografie-besitzern. hat diesmal ja recht lang auf sich warten lassen

    http://www.chip.de/news/Innenministe..._35956392.html

    http://www.golem.de/0904/66255.html

  21. #71
    Mitglied Avatar von Aero
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    Erst denken, dann reden. Das sollten sich einige Leute mal wirklich hinter die Ohren schreiben, bevor sie sich auch noch in Pressemitteilungen so derart aufs Glatteis begeben. Das ist einfach nur dumm...

    Finde ich amüsant, dass ich als Besitzer von "Killerspielen" mit Pädophilen auf eine Stufe gestellt werde. Sehr amüsant...

    Eigentlich müsste ich mich über so eine Dummheit und Dreistigkeit endlos aufregen, aber irgendwie finde ich das einfach nur traurig. Solche Politiker wollen, dass Eltern und Lehrer genauer hinschauen, aber selbst sind sie nichts besser.

    Wirklich schade...
    Le noir, ce mot désigne depuis une époque lointaine le nom du destin.
    Les deux vierges règnent sur la mort.
    Les mains noires protègent la paix des nouveaux-nés.

  22. #72
    Mitglied Avatar von Marduk
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    Irgendwie bin ich froh, dass ich grade ausser Landes bin und das ganze Elend nur aus zweiter Hand mitkriege. :tock:

  23. #73
    Mitglied Avatar von Stobo
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    Original von Nergal
    Irgendwie bin ich froh, dass ich grade ausser Landes bin und das ganze Elend nur aus zweiter Hand mitkriege. :tock:
    Aus Interesse, bekommst du mit ob es in Amerika auch so eine lebhafte Diskussion bezüglich Waffengesetz und Killerspielverbot gibt? Bzw. schwappte das mit dem Amokläufer von Winneden überhaupt nach Amerika rüber?

  24. #74
    Mitglied Avatar von Marduk
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    Ob Winnenden hier drüben wahrgenommen wurde? Ausser einer News auf Kotaku *und diversen anderen Artikeln zum Thema "Schaut mal, wie die Deutschen ihre Game-Cover mit allem möglichen Zeug zukleistern" habe ich nicht wirklich viel mitbekommen.

    Und auch sonst ist Gewalt in den Medien momentan nicht so das Thema. Kein Wunder, Jack Thompson ist ja auch längst nicht mehr so präsent. Nachdem sich die Medien bei der Berichterstattung über "Mass Effect" und die "SexBox" anständig blamiert haben, ist da einigermaßen Ruhe. Und sonst interessieren sich die Mainstream-Medien mehr für die ersten 100 Tage von Barack Obamas Präsidentschaft und wie die Wirtschaftskrise zu lösen ist.

  25. #75
    Mitglied Avatar von Filmfreak
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    Hier ist auch ne Antwort darauf

    [align=center]Thomas Jarzombek (CDU): 'Vergleich von Computerspielen und
    Kinderpornographie vollkommen unangemessen'


    02.04.09 - Der medienpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion erklärt zu der in München losgetretenen Debatte, ob Computerspiele mit 'Drogen und Kinderpornographie auf einer Stufe stehen': 'Ein solcher Vergleich ist vollkommen unangemessen und zeugt davon, dass Medienkompetenzdefizite auch in Regierungen zu finden sind.

    Wer solche Vergleiche zieht, disqualifiziert sich für die weitere Diskussion über Jugendmedienschutz in Deutschland', so Thomas Jarzombek.

    'Gewaltmedien gehören nicht in unsere Kinderzimmer, daher haben wir in Deutschland den strengsten Jugendmedienschutz weltweit. Das ist richtig und muss auch ausgebaut werden, denn offenbar gelangen nach wie vor Jugendliche an Computerspiele und Filme, die nicht für ihr Alter freigegeben sind. Es ist unsere Aufgabe, die bestehenden Rechtsnormen auch wirklich durchzusetzen. Wer nun auf solche Weise die sachliche Diskussion verlässt, hilft niemandem.'

    Zuvor hatte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann auf der Veranstaltung Munich Gaming in München gesagt: 'Killerspiele widersprechen dem Wertekonsens unserer auf einem friedlichen Miteinander beruhenden Gesellschaft und gehören geächtet. In ihren schädlichen Auswirkungen stehen sie auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie, deren Verbot zurecht niemand in Frage stellt.'

    Quelle: GameFront [/align]
    NEU:


    [align=center]Dr. Wolfgang Schäuble erklärt Begriff 'Killerspiele'


    21.04.09 - Bundesminiter des Innern Dr. Wolfgang Schäuble hat auf Abgeordnetenwatch den Begriff 'Killerspiele' erklärt. 'Killerspiele' sind als Begriff nicht juristisch definiert. Aus wissenschaftlicher Sicht ist der Name 'Killerspiel' sogar unsachlich. Dr. Schäuble erklärt jetzt, was er unter 'Killerspielen' versteht:
    CLICK (Abgeordnetenwatch: 'Fragen an Dr. Wolfgang Schäuble'

    Quelle: GameFront[/align]

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