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Ergebnis 3.526 bis 3.550 von 3560
  1. #3526
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    Operation Comeback (In den dunklen Fluten des Mekong)

    Eine Frau begehrt von zwei Männern, aber nur einen liebt sie (dafür gehen sie durch die Hölle) – so hätte ich den Film umrissen. Folgendes hört man zu Beginn: „Eine alte laotische Legende sagt, Kriege und Revolutionen vergehen, aber die Liebe bleibt bestehen“. Damit hat sich der Film selbst geoutet, es ist ein Liebesdrama. Keo wurde zwar auf ihn angesetzt und dennoch war es kein Wunder, das sie sich zu ihm hingezogen fühlt, denn John mag das Land und die Leute. Die Geschichte fesselte mich nicht aufgrund der politischen Brisanz oder das sie auf einer wahren Begebenheit beruht, sondern wegen der Liebe, die Keo und John füreinander empfinden. Alles andere war mir egal. Auch hier macht Michael Landon einen guten Job.

  2. #3527
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    American Splendor

    Dieser Film baut mich nicht auf, er ist furchtbar negativ und nicht unterhaltsam. Aber Joyce fand ich klasse (das sie Comics gelesen hat und den Lebensstil mitmacht und das mit Danielle auch). Viel habe ich nicht gelacht. Der Comic, welcher der DVD beilag, hatte mehr drauf. War lustiger. Ich weiß echt nicht, was an einem trostlosen Leben witzig sein soll.

  3. #3528
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    Casino Undercover

    Scott und Kate haben kein Geld, um ihre Tochter Alex aufs College zu schicken. Da hat Frank, der Freund der Familie, eine Idee: Ein illegales Casino in seinem leeren Haus und das Geld wird geteilt. Hab’s mir witziger vorgestellt, auch wenn Scott und Kate als Eltern cool sind, naja, für Eltern halt. Ich meine, sie schauen mit Alex „The Walking Dead“, was sowas wie ein Ritual ist. Toll, wie die drei sich nach der Zusage des Colleges vor der Webcam freuen. Die Fight Night war ein kleines Highlight, vor allem wenn Martha gegen Laura kämpft. Schräg ist der Film in erster Linie dank der Figuren, allen voran Scott und Kate (!!), Frank, Laura und Martha. Und weil das Casino im „Casino“-Stil betrieben wird – Vorsicht vor dem Butcher *lach*


    7/10

  4. #3529
    Mitglied Avatar von Shima
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    Wer keine Spoiler mag hört hier auf zu lesen...

    Meisterdetektiv Pikachu

    Ja, ich hab mir das wirklich im Kino gegeben, zwischen lauter Kiddies und deren Anhang XD aber es ging noch vergleichsweise ruhig zu auch wenn sich der Film für sehr junge Zuschauer etwas zieht bzw. nicht jede Pointe verstanden werden kann.

    Der Film selbst basiert ja auf dem gleichnamigen Game das für den Nintendo 3DS rauskam (hab ich nie gespielt daher kann ich nicht sagen wie treffend das umgesetzt wurde) und der Film macht auch von Anfang an klar - Service pur für die Fans die die Spielreihe kennen und lieben.

    Als Tim (Justice Smith) widerwillig auf Drängen seines Freundes gleich zu Beginn des Films ein Pokemon fangen soll (ein jammerndes Tragosso) und grandios scheitert (herrlich wie er vor dem kleinen Pokemon flüchten muss) hat eindeutig das Pokemon die Nase vorn und insgesamt kann man sagen das die animierten Kerlchen den menschlichen Schauspielern die Show stehlen.

    Allgemein empfinde ich die im Film anzutreffenden Pokemon als gut animiert aber man sieht natürlich nur ein Bruchteil von den mittlerweile über 800 Viechern, wer also ein bestimmtes Pokemon sehen möchte wird ggf. enttäuscht.

    Dafür entschädigt uns ein Kaffeesüchtiges Pikachu das dem jungen Tim zur Seite steht, es ist flauschig, es ist witzig - man muss es einfach gern haben.

    Die Verschwörung selbst rund um Tims Vater ist größtenteils absehbar (zumindest für den erwachsenen Zuschauer) und zwischendrin plätschernd die Geschichte etwas dahin bis am Ende Pikachu gegen Mewtu antreten darf und auch Tims Suche nach seinem Vater mit einen kleinen A-ha Moment endet.

    Man kann sich jetzt streiten ob jemand wie Ryan Reynolds der einerseits eine wichtige Rolle hat andererseits aber direkt selbst kaum spürbar im Film ist unbedingt verpflichtet werden musste aber ich glaube er hatte hier viel Spaß in seiner Rolle

    Der Film ist in 3D verfügbar aber ich habe mir die normale Filmvariante angesehen und denke auch das das absolut ausreichend ist, bis auf ein- zwei Szenen wüsste ich nicht was die 3D Version noch aus den Film rauskitzeln sollte.

    Fazit: Ein amüsant umgesetzter Pokemon-Film den man zwar nicht zwangsläufig im Kino gesehen haben muss, der aber gemeinsam mit Anderen (Familie, Freunde, Fans) durchaus einen Kinobesuch wert sein kann.

    As long as i have a comfy couch, a remote control, and a cat in my lap to snuggle, the world is a good place.
    Hyun - The Devils Temptation (Manhwa)

  5. #3530
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    Elektra Luxx

    Kaum fängt der Film an, da sieht man den Sex-Blogger namens Bert. Der spricht bei seinem Livestream in die Kamera und teilt sein Wissen mit uns – da mußte ich die ganze Zeit schmunzeln. Mal wird er von seiner Mutter unterbrochen (Müll rausbringen) und dann von seiner Schwester. Denn Schwesterherz hat sein (nerdiges) Passwort gehackt und frivole Bilder auf dem Blog gepostet. Bert war rasend komisch, den hatte ich ich total gern und war jedes Mal richtig happy, wenn er wieder vor der Kamera saß und über Elektra Luxx referierte ^^

    Elektras Sex-Kurs und das sie den falschen Typen vögelt, trug dazu bei, das es interessant blieb. Was Holly beim Dinner so alles von sich preisgibt, auch wenn‘s nicht stimmt, mag die Jungs verschrecken, mich hätte sie mit ihren Äußerungen eher neugierig gemacht ^^ Auf mich wirkte der Film episodenhaft, und mit jeder neuen Einführung kamen tollere Charaktere hinzu. Olive, Cora, Holly (die auf ihre beste Freundin steht) oder Dell (von dem ich dachte, das er Elektras Herz erobern könnte) machten die Sex-Komödie zu was Besonderem.


    7/10
    Geändert von Filmfreak (20.05.2019 um 12:44 Uhr)

  6. #3531
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    The Founder

    Michael Keaton spielt vortrefflich Ray Kroc, welcher mich vorzüglich unterhielt. Denn im Gegensatz zu Dick und Mac war er sympathisch. Und reden konnte der, also mich hat er mit dem Franchise gleich überzeugt ^^ Die McDonald’s-Brüder haben sich keinen Schritt bewegt und hielten an ihren „Standards“ fest, während Ray in größeren Maßstäben dachte – wie ein wahrer Visionär. Mein Lieblingsspruch von ihm: „Mit Verträgen ist es wie mit Herzen: Die müssen gebrochen werden“. Mit den beiden hatte ich kein Mitleid, naja, vielleicht ein bißchen, und nur einmal, wenn Mac am Verhandlungstisch Ray anschaut und weiß, das dieser sein Wort nicht halten wird. Von McDonalds bin ich wahrlich kein Fan, von Ray Kroc aber schon.

  7. #3532
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    Fink!

    In die Slacker konnte ich mich richtig gut hineinversetzen. Außerdem waren sie sehr witzig, immer wenn der Anführer der Vollpfosten, Jason, eine Idee hatte, konnte man sich sicher sein, das es in die Hose geht. Finks (dümmliche) Killer machen es nicht viel besser, das Gespann macht alles falsch, was man nur falsch machen kann – kein Wunder, das ihr Chef ziemlich ungehalten war. Und ich dachte, die wissen, was sie tun, jedenfalls haben sie so getan, aber nichts da ^^ Darüber konnte ich auch lachen, über folgendes nicht mehr: Gangsterboss Terence Fink ist einer, der über Leichen geht und mit dem absolut und keinesfalls zu spaßen ist. Zitat: „Niemand fi*kt Terence Fink! Niemand!“ Den australischen Film fand ich gut, welcher 4 Killer, 3 Loser, 2 Hacker, 1 Undercover-Cop und 1 Hardcore-Gangster und deren Geschichten zeigt, die sich ab und zu kreuzen. Darauf stehe ich ja sowieso.

  8. #3533
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    Mein fast perfekter Valentinstag

    Genevieve ist die ideale (Blumen-)Verkäuferin. Immer am Lächeln, immer fröhlich, sie liebt ihr Singledasein – daher wunderte es mich nicht, das ich so über sie dachte. Eigentlich mag ich keine Leute die ständig lächeln, aber sie war es ganz einfach, nämlich glücklich. Sie ist ehrlich und gerade heraus, und bringt es stets direkt auf den Punkt, wenn es um ihre Ansichten geht – was mir genauso gefiel. Trotz der 5-Dates-Regel, die Genevieve für sich erfunden hat, um nie wieder verletzt zu werden, spürt man sofort, das sie und Greg zusammen gehören.

    Ich hab die Hochzeit schon vor mir gesehen ^^ Als sie in einem Gespräch darauf hingewiesen wird, das es mit Greg bald vorbei ist, schaute sie nicht mehr ganz so glücklich drein. Ihr wurde schmerzlich bewußt, das die Regel ein Hindernis darstellt. Darum fand ich, das sie diejenige sein muß, die jene Regel bricht – schließlich hat sie sie aufgestellt. Freunde schalten sich ein, Peinlichkeiten bleiben nicht aus, doch trotz des kleinen Dramas und der kurzen Trennung, ist es durchweg romantisch – dieser Film hat alle Zutaten, die eine Lovestory braucht.

  9. #3534
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    Die Casting Couch – Heiße Dates und sexy Girls

    Um an heiße Girls und vor allem an Dates zu kommen, gründen Sherman, Glenn und Ritchie eine Casting-Agentur. Angeblich planen sie, einen Independent-Film zu drehen und brauchen dafür „Frischfleisch“, ich meine natürlich die passende Schauspielerin mit den besonderen Fähigkeiten ^^ Als aber klar wurde, das Marina dort anruft und das sie und Ritchie sich nett finden, hatte ich sogleich ein schlechtes Gewissen. Frauen zu veräppeln, die Glauben, einen Job bekommen zu können, mag ich nicht. Allerdings war‘s witzig, mit welchem Elan die Jungs an das Projekt rangegangen sind. Ritchie, das fand ich echt gut, hat mich nicht enttäuscht und machte das, was ich gemacht hätte. Ich hab’s gesagt, er hat’s getan. Liebe verändert einen wirklich ^-^ „Die Stärke vom Strahl“ (wie Männer pinkeln sollten, damit sie attraktiv wirken) hat mich laut lachen lassen. Oder beim Casting, die resolute Sängerin („Messer“) ^_^

  10. #3535
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    Hollywood Reality

    Ein Einstieg nach Maß, wenn’s mit der „Harvey Harrison Show“ und mit Pamela Anderson sowie Jamie Stevens beginnt. Pam war cool, doch mein Hauptaugenmerk galt Jamie. Jene tritt unangekündigt vor die Kameras, von Nicky Whelan überragend gespielt, welche übrigens in einer Doppelrolle zu sehen ist. Sie spielt darüber hinaus die brave und unterschätzte Diane Blaine. Diane hat nämlich ein großes Problem: Sie ist Jamie wie aus dem Gesicht geschnitten, wird ständig mit ihr verwechselt und kriegt deshalb keinen Job in der Filmbranche.

    Beim letzten Vorsprechen lief es ziemlich schlecht und danach hat sie sich volllaufen lassen – mit Schokosauce *lach* Da es mit dem Film so überhaupt nicht vorangehen wollte, stand Jacks Eifersucht (ihr Freund) im Mittelpunkt, was mich leicht wurmte. Zudem läßt er sich mit der Mafia bzw. mit Gino ein, indem er sich Geld von ihm leiht. Aber der Pornoproduzent Sid riss es wieder raus, besonders was er so vom Stapel ließ ^^ Er will, das Diane für ihn arbeitet und läßt einfach nicht locker, während er das tut, schildert er alles mehr als detailliert.

    Gegen Ende bekam ich zu mit, das Jamie in einer Entzugsklinik ist. Was? Ich konnte nicht glauben, was ich da hörte. Ihr ganzer Charme geht doch dann verloren. Kann mir die nüchtern gar nicht vorstellen *lach* Mit Freuden nahm ich zur Kenntnis, das »Hollywood Reality« nicht nur mit Harveys „Familienshow“ beginnt, sondern auch mit ihr endet. Mit Jamie/Diane endet. Eine gute Entscheidung ^-^ Schaue ich mir die zwei so an, kann ich nicht glauben, das Nicky beide spielt ^^ Pam, Sid, Gino, Jamie sowie Diane unterhalten auf hohem Niveau.


    7/10
    Geändert von Filmfreak (14.06.2019 um 09:26 Uhr)

  11. #3536
    Mitglied Avatar von Filmfreak
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    Bohemian Rhapsody (DVD)

    Sein Leben war unschön (Ausländer, Sex mit unzähligen Männern, Aids, jahrelang todunglücklich). Gut, das davon nicht noch mehr gezeigt wurde, ansonsten wäre der Film unschaubar. Die Songs machten es erträglicher. Liegt der Fokus auf der Band, ihren Sessions, bei der wundervollen Mary, oder wenn sich das Live Aid-Konzert mit den 100.000 Menschen nähert, hebt das die Stimmung. Allein die Vorfreude auf das Event und die Bilder, wie die Leute zum Stadion pilgern, das geschäftige Treiben – durch jene Energie am Ende war‘s wieder gut.


    8/10

  12. #3537
    Mitglied Avatar von OK.
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    Zitat Zitat von Filmfreak Beitrag anzeigen
    Sein Leben war unschön (... Sex mit unzähligen Männern ...)

  13. #3538
    Mitglied Avatar von Bücherwurm77
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    Mercury war halt stark bisexuell und in seinen Musikvideos trat er ja auch mal als Frau verkleidet auf (wäre da nur nicht dieser große schwarze Schnurrbart in seinem Gesicht...). :-)

  14. #3539
    Mitglied Avatar von OK.
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    Mein Facepalm gilt Filmfreaks Post, nicht Mercurys Lebenswandel.

  15. #3540
    Mitglied Avatar von Bücherwurm77
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    Ja, ich weiss.
    Sein Post liest sich ein bißchen so, als wäre Mercury hetero gewesen und eher unfreiwillig Sex mit unzähligen Männern gehabt...

  16. #3541
    Mitglied Avatar von franque
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    War er nicht bi? Dass er zunächst mit einer Frau liiert war, wird dann auch wieder als Akt der Selbstverleugnung dargestellt (was es ja vielleicht auch war; nicht, dass ein Hollywood-Schinken, der Live Aid ausgiebig zelebriert und von Brian May "kreativ" begleitet wurde, irgendwas von Geist dazu beizutragen hätte). Den Film fand ich übrigens verheerend, abgesehen von Rami Malek. Inhaltlich wie eine MTV-Auftragsarbeit, handwerklich mittelmässig. Sicherlich Anwärter auf den Titel des schlechtesten Films jemals, der für den Oscar als "Bester Film"* nominiert war. Die verdammte Biopic-Plage.

    *neben u.a. "Die Russen kommen, die Russen kommen" und "The Blind Side", beides *würg*
    Geändert von franque (17.06.2019 um 10:47 Uhr)

  17. #3542
    Mitglied Avatar von Filmfreak
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    7 Mann und ein Luder

    Carlotta ist eine, die den französischen General und seinen Adjutanten liebend gerne neckt. Sie neckt die beiden immerzu und hört damit nicht auf. Die ist echt ein Luder ^^ Und wie die immer lacht (Carlotta hat ein tolles Lachen). Für eine gewisse Zeit waren es nur 2 Mann und 3 Luder. Dann 4 Mann und 3 Luder, und schließlich 7 Männer mit dem Ober-Luder, weil die anderen zwei anscheinend keinen Bock auf einen Roadtrip hatten *lach* Aber im Grunde waren immer nur der General und sein Adjutant ihre Auserwählten. Sie läßt sich stets was neues einfallen und macht so den Männern in Zeiten des Krieges das Leben schwer. Carlotta gefiel mir, man kann sich ihrem Charme einfach nicht entziehen. Unterhaltsames Abenteuer.

  18. #3543
    Mitglied Avatar von franque
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    Lebendig gefressen (Mangiati Vivi), Italien 1980, Regie: Umberto Lenzi

    Frau sucht ihre Schwester im Dschungel von Sri Lanka und muss feststellen, dass sie
    a) zugedrogt einem verrückten Sektenführer (gibt es andere?) hörig und
    b) das Camp der Sekte von fresswütigen Kannibalen umzingelt ist. Der Guru (Ivan Rassimov) ist offenkundig Jim Jones und seinem Guyana-Kult nachempfunden; Jones und der kollektive Selbstmord seiner Jünger durch vergiftete Kool Aid-Limonade wurde ja letztens in "American Horror Story: Cult" herrlich parodiert. Die blonde Schwedin Janet Agren (im selben Jahr auch in Fulcis "Ein Zombie hing am Glockenseil") wird aus unerfindlichen Gründen nackt mit Goldfarbe angemalt.

    Was die alte Frau Lenzi hier sonst vom Stapel lässt, geht mal wieder auf keine Kuhhaut: Die wie üblich liebenswürdige Me Me Lei wird von den Kannibalen zerlegt und... äh, verspeist (wobei das Bein nach Schaufensterpuppe aussieht). Abartigste Szene ist wohl jene, in der ein verängstigtes Äffchen von einer Schlange, nun ja, lebendig gefressen wird (in echt!). Man fragt sich, was wohl Zuschauer dazu sagen würden, die sich schon bei der Kuh-auf-dem Schlachthof-Fließband-Szene in Ildiko Enyedis Totalmeisterwerk "Körper und Seele" aufgeregt haben.*
    Ohnehin ist hier einiges an "animal cruelty" enthalten, und zwar in der US-Blu-Ray-Fassung ungeschnitten. The likes of which we might never see again, denn in Großbritannien z.B. dürfen solche Szenen per Gesetz nicht mehr veröffentlicht werden (daher sind die Kannibalen-Filme von Shameless, 88 Films etc. hier z.T. cut; das betrifft übrigens auch Kunstfilme wie etwa den tarkowskihaften "Frühling, Sommer, Herbst, Winter und... Frühling" von Kim Ki-Duk, in dem ein Mönchskind Steine an einen Frosch bindet).

    Fun Fact: Als sich die gute Me Me Lei nach ihrem Auftritt in Lars von Triers Debüt "The Element Of Crime" vom Film zurückzog, wurde sie Polizistin in Essex und musste auch an Razzien gegen Videotheken etc. wegen der damals verfemten Video Nasties teilnehmen, ihren Kollegen wohlweislich verschweigend, dass sie selber in einigen der wildesten mitgespielt hatte.

    Fazit: Amtlich geschmacklose Bahnhofskino-Sauerei; Deodatos "Cannibal Holocaust" und Lenzis "Cannibal Ferox" sind aber besser.



    *wo ja in den letzten 20 Minuten weiteres an Tabus rührendes Geschehen stattfindet, das im übrigen ebenfalls bei der BBFC (British Board of Film Classification) in Ungnade fallen könnte (ist es Zufall, dass der Film dort trotz des Goldenen Bären und Oscar-Nominierung immer noch nicht auf DVD erschienen ist?)
    Geändert von franque (17.06.2019 um 13:51 Uhr) Grund: unerfindlichen Gründen

  19. #3544
    Mitglied Avatar von franque
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    Bloody Birthday (dt. Kinotitel: Angst), USA 1980, Regie Ed Hunt

    Und noch ein Höhepunkt des guten Geschmacks. Drei unter einer ungünstigen Sternenkonstellation gleichzeitig geborene Kinder machen nun als Zehnjährige die (extrem nach "Halloween"-Country aussehende) Vorstadt-Nachbarschaft unsicher, indem sie nackte vögelnde Paare per Galgenstrick und Papas Dienstrevolver ins Jenseits befördern, die Triple-Geburtstorte mit Insektenvertilgungsmittel versetzen, die strenge Lehrerin Susan Strasberg per Kopfschuss eliminieren, dem offenbar einzigen Sheriff des Kaffs mit dem Baseballschläger die Rübe einschlagen und dies als Skateboardunfall aussehen lassen (yup), den zu neugierigen Nachbarsjungen auf dem Schrottplatz in einem ausrangierten Kühlschrank einschließen etc.
    Rädelsführerin Debbie, ein Engelsgesicht-Satansbraten wie er/sie im Buche steht, lässt für Geld ihre Klassenkameraden in der Besenkammer Peeping Tom spielen, wenn sich ihre erwachsene Schwester mal wieder vor dem Spiegel entkleidet (Audiokommentar von dem obligatorischen Duo Kerswell/Waddell: "...with the worst haircut in movie history"). Als die Schwester auf das Loch in der Spindwand aufmerksam wird, schickt Deb sie per Pfeil und Bogen mit einem Schuss ins Auge über den Jordan.

    Killerkinder gab es vorher schon in einigen entsprechend notorischen Werken, etwa Patty McCormack in Mervyn Leroys "The Bad Seed" ("Böse Saat", USA 1955), der dadurch gewissermaßen relativiert wird, dass am Ende die Schauspieler vor die Zuschauer treten und die Mutter-Darstellerin McCormack "scherzhaft" den Hintern versohlt (!). Außerdem natürlich "Village Of The Damned" ("Das Dorf der Verdammten", GB 1960, Wolf Rilla), nach dem Roman "The Midwich Cuckoos" (Grant Morrison lässt grüßen), dessen Fortsetzung "Children Of The Damned", "Das Omen" ("The Omen", USA 1976, Richard Donner) sowie v.a. der milde verstörende spanische "Quien Puede Matar A Un Nino" ("Who Can Kill A Child", Narciso Ibanez Serrador, 1976), dem in der dt. Fassung ein Prolog angedichtet wurde, der außerirdische Strahlung für das mörderische Treiben verantwortlich macht - *shake head*.
    Geändert von franque (17.06.2019 um 13:44 Uhr)

  20. #3545
    Mitglied Avatar von Filmfreak
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    Life’s a Beach

    Darren wird am Tag der Hochzeit von seiner Zukünftigen eiskalt am Altar stehengelassen. Alles, was ihm bleibt, sind zwei Flitterwochen-Tickets. Sein Trauzeuge und bester Kumpel RJ überredet ihn, die Traumreise nicht verfallen zu lassen, sondern gemeinsam mit ihm ins Luxus-Resort zu fliegen. Das Rebecca sich erdreistet, zu Darren zu gehen, als ob nichts gewesen wäre, ist ein starkes Stück. Das Mißverständnis, sie wären schwul, war nicht meins, wirklich alle denken nur an das Eine, und Isabelle fand ich auch komisch. Doch ich mochte das Urlaubsfeeling, die Insel und die hübschen Mädels, vor allem aber die tollen Stars: Christopher Walken als Rebeccas Vater. Robert Wagner und Morgan Fairchild spielen ein Ehepaar, bei dem das Feuer längst erloschen ist. So ein Urlaub wäre dennoch nichts für mich. Zu viel Action. Anbaggern oder angebaggert werden ist Arbeit. Ich hab’s nicht so mit Arbeit *lach*

  21. #3546
    Mitglied Avatar von PhoneBone
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    X-Men - Dark Phoenix

    Hab mich dazu durchgerungen mal wieder einen Mainstream-Film im Kino zu schauen, hat sich‘s gelohnt? Nein!
    Was für ein vermurkster Film. Da stimmt wirklich gar nix. Langeweile pur, vorhersehbarer Plot, und wenn einem nix mehr einfällt kommen die Außerirdischen. Das war nix. Ich bin zu alt für diesen Sch...

  22. #3547
    Mitglied Avatar von OK.
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    Der Film ist für mich von vornherein gestorben, da Jean Grey von der schrecklich hölzernen Sansa Stark-Darstellerin gespielt wird und nicht von Famke Janssen. Und wenn es schon in die Jugendzeit zurückgeht, hätte man wenigstens eine junge Darstellerin mit Charisma engagieren können, wie man es mit Michael Fassbender für Erik Lehnsherr getan hat.

    Bei Mainstream-Filmen lohnen sich Kinobesuche mMn heutzutage eh nur noch für einige Animationsfime wie demnächst Toy Story 4.

  23. #3548
    Mitglied Avatar von franque
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    Zitat Zitat von franque Beitrag anzeigen
    sowie v.a. der milde verstörende spanische "Quien Puede Matar A Un Nino" ("Who Can Kill A Child", Narciso Ibanez Serrador, 1976), dem in der dt. Fassung ein Prolog angedichtet wurde, der außerirdische Strahlung für das mörderische Treiben verantwortlich macht - *shake head*.
    Die Verfälschung in früheren dt. Fassungen, Kino und Video, ging übrigens noch weiter. Nicht nur erhielt er Schwachsinnstitel wie "Tödliche Befehle aus dem All" und "Scream", sondern es wurde auch der Originalprolog entfernt, eine Doku-Montage über das Leid von Kindern auf der ganzen Welt, und am Ende ein Disclaimer eingefügt, der erklärt, der Inhalt sei fiktiv, könne aber "Wirklichkeit werden". Auch das hat allerdings nicht verhindert, dass der Film indiziert wurde.
    Geändert von franque (21.06.2019 um 13:34 Uhr)

  24. #3549
    Mitglied Avatar von PhoneBone
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    Zitat Zitat von OK. Beitrag anzeigen
    Der Film ist für mich von vornherein gestorben, da Jean Grey von der schrecklich hölzernen Sansa Stark-Darstellerin gespielt wird und nicht von Famke Janssen. Und wenn es schon in die Jugendzeit zurückgeht, hätte man wenigstens eine junge Darstellerin mit Charisma engagieren können, wie man es mit Michael Fassbender für Erik Lehnsherr getan hat.

    Bei Mainstream-Filmen lohnen sich Kinobesuche mMn heutzutage eh nur noch für einige Animationsfime wie demnächst Toy Story 4.
    Sansa Stark ist ja ein eher hölzerner Charakter, daher fand ich Sophie Turner ganz passend für den Job. In Dark Phoenix hat sie mich auch nicht weiter gestört. Der Plot war einfach schlecht. Viel schlimmer fand ich da Richard Madden (Rob Stark) in Rocket Man.

  25. #3550
    Mitglied Avatar von Filmfreak
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    The Hard Word

    Vorher war der Film nicht schlecht, am besten war da noch die Brüder-Dynamik, doch ab dem Melbourne-Coup wurde es besser und spannender. Franks deutscher „Sonny Crockett“ Stimme hörte ich aber von der ersten Sekunde an gerne zu – auch wenn Frank selbst ein Ko**brocken war. Was mir etwas stinkt, ist, das Shane seine Gefängnispsychologin (Jane Morre) und Malcolm, der sich in jene Frau verliebt hatte, die die Jungs nach der Flucht mit dem Auto mitgenommen hat, zurücklassen mußten. Das letzten Endes nichts draus geworden ist. Dale hatte als einziger eine Frau. Schon etwas unfair. Nicht nur weil er die Muskeln in dem Dreiergespann war, er Sachen erkannte, ohne das man sie ausgesprochen hatte, oder wegen Jane, fand ich ihn cool – obwohl das mit die tollsten Szenen überhaupt waren – nein, es war, weil Shane Pepsi favorisierte *yeah* Ausgesprochen sympathische Jungs, die Twentyman-Brüder.


    7/10

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