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  1. #3426
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    Das Chaos Experiment

    Dunkel, düster und geheimnisvoll geht es los. Ein Mann will auf die Titelseite einer Zeitung, um vor der globalen Erwärmung zu warnen, und behauptet, 6 Menschen in einem Dampfbad eingeschlossen zu haben, die in 2 Stunden das Zeitliche segnen, wenn er nicht bekommt, was er verlangt. Dann plötzlich der Einmarsch sowie die Vorstellung der (Dating-)Gladiatoren zu der Musik von Ravels „Bolero“ – was für eine Einführung. Ich war dermaßen aufgedreht, weil ich es gleich erkannt habe und weil „Bolero“ alles aus mir rausholt, so wie hier ^_^

    Grant (überzeugend wie immer: Eric Roberts), der belächelt wurde, da er Viagra mag, hat sie tatsächlich durchschaut. Aber es gehört zu deren Job, zu wissen, was die Leute machen werden. Voraussicht ist die Mutter der Paranoia *lach* Jimmy (Val Kilmer) gefiel mir zu Beginn, wenn er mysteriös die Fäden in der Hand hält und der Polizei auf der Nase herumtanzt. Bis jene „Magie“ sich allmählich verflüchtigte. Ich rätsel allerdings immer noch, weshalb Jessie hier war. Sie hat nicht ausgesehen, als würde sie jemanden kennenlernen wollen.

    Schade, das man die Interviews nicht gezeigt hat, wenn Jimmy sich mit ihnen trifft und ihnen mitteilt, wie der Abend ablaufen soll. Sie hat doch bestimmt erwähnt, warum sie mitmacht. Jessie, die biestige Kellnerin, die ihre Brüste präsentierte, war nicht meine Favoritin, sondern Catherine (blond). Gerne hätte ich gesehen, wie beide Mädels sich dort benommen haben, was sie sagten, was sie anhatten. Guter Film, der stark anfing, dieses starke aber nicht bis zum Schluß beibehalten konnte. Nicht immer ist eine Wendung gelungen oder erwünscht.

  2. #3427
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    Nirgendwo

    Recht wenig was gut war, bis auf folgendes: Wenn die Mädels (Susu, Mischa, Kirsten) untereinander sind und sich über Jungs, Schwangerschaft und Zukunftspläne unterhalten. Dann die Jungs mit Rob, der, wenn er gefragt wird, was er zur Zeit studiert, Frauennamen aufzählt (Jenny im Hauptfach, Janina im Nebenfach und eigentlich mündliche Prüfung bei Anika, aber die hat er abgelegt) ^^ Oder wenn Fresi checkt, das Kirsten schwanger ist und ihre Reaktion darauf (super gespielt). Danny, um den es hier geht, war ein uncooler und langweiliger Typ.

  3. #3428
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    Fantastische Tierwesen 2

    Warum um allen in der Welt hat dieser Film so viele positive Kritiken bekommen? Die Story dieses über 2 Stunden langen Films ist so dünn, dass sie in 3 Sätzen erzählt ist. Noch dazu kann man der Handlung überhaupt nicht folgen, wenn man Teil 1 nicht mehr 100% parat hat. Jeder Harry Potter Film (zumindest bis Teil 4) hat immer eine eigenständig funktionierende Geschichte erzählt. Das ist bei den Tierwesen nicht der Fall. Der Film hat keinen Anfang und auch kein Ende. Die Figuren handeln beliebig und die Logiklöcher sind riesig.
    Immerhin war die Optik OK und Jude Law war als Dumbledore herausragend, was man von Eddie Redmayne in seiner Rolle leider nicht behaupten kann.

    4/10 Punkten

  4. #3429
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    Table 19 – Liebe ist fehl am Platz (DVD)

    Was Eloise mit der Antwortkarte macht, war echt super. Sie kreuzt „Nein“ an, streicht das dann durch und kreuzt „Ja“ an, und weil das nicht reicht, verkokelt sie die Karte auch noch, bevor sie sie abschickt ^^ Dann geht alles seinen Gang, sie ist dabei und sitzt mit 5 anderen (Renzo, Walter, Bina, Jerry, Jo) an Tisch 19 – der Tisch, der besser hätte absagen sollen. Eloises Verlegenheit sieht toll aus, ich sehe sie so wirklich gerne, denn Anna Kendrick spielt das superb. Teddy ist ein richtiger Unsympath wie er im Buche steht – anfangs jedenfalls.

    Ich hatte ihn bereits abgeschrieben, Eloise aber nicht. Lange habe ich nicht verstanden, was sie an ihm findet. Nach der Aussprache jedoch, wo er endlich mit der Sprache rausrückte, was er fühlte und was er dachte, da überraschte er mich. Jenes hätte er ihr vor Monaten schon sagen sollen. Solche Geschichten mag ich total, neben dem Hauptevent wird weiteres gezeigt, nämlich 6 Menschen, die sich gerade erst getroffen haben, sich helfen und füreinander da sind. Ein wahrlich herzlicher und witziger Film trotz des Dramas abseits des Tisches.


    8/10

  5. #3430
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    Die Lincoln-Verschwörung

    Der Norden glaubte, sie hätten leichtes Spiel, wenn sie einen Krieg entfesseln und das er innerhalb einer Woche entschieden wäre. Die Antwort des Südens hat ihnen nicht gepaßt. Daher gaben sie dem Süden die Schuld an dem Konflikt. Ich aber meine, ein Präsident, der sein eigenes Land überfällt, es schändet und ausbluten läßt, hat nichts anderes verdient.

    Darum habe ich dieses Doku-Drama sehr genossen.

  6. #3431
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    Inside the Darkness – Ruhe in Frieden

    Vaughn Ely ist in seinem kleinen Heimatort hoch angesehen. In Wirklichkeit jedoch ist er ein Psychopath, der in seinem Haus ein Geheimnis birgt. Vier Highschool-Freunde (Abby, Travis, Brian, Danny) wollen herausfinden, ob es in diesem Haus Geister gibt. Auch wenn Ely nicht alle Latten am Zaun hat, so denke ich doch, das die Kids mehr Fernsehschauen sollten als in anderer Leute Haus einzudringen, nur weil ihnen langweilig ist. Außerdem hatte er einen guten Grund, seine Gattin und deren Liebhaber zu töten. Wenn aber zwei Liebende darunter leiden müssen, dann kann ich das nicht mit anschauen, und hab die Daumen für Abby und Travis gedrückt. Spannung, zarte Romantik, dunkle Häuser und Särge. Alles drin ^^

  7. #3432
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    Die Beilight-Saga: Breaking Wind – Bis(s) einer heult

    Coole Twilight-Parodie. Es wird gefurzt und geschissen, was das Zeug hält. Was diese Verarsche so reizvoll macht, das ist die nicht mehr ganz so brave Bella ^^ Ich wollte schon immer wissen, was sie in ihren Schubladen hat, ich wollte ebenso wissen, wie groß ihre Vagina ist, noch mehr als das wollte ich wissen, wie es sich anhört, wenn sie auf dem Klo hockt und Durchfall hat – herrlich, alles für den Fan *lach* Waren das am Ende echte Szenen von echten Fans? Diese Version ist frech, versaut und lustig. Ich mag Twilight immer noch ^^

  8. #3433
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    Alle lieben Jake

    Die Mutter war stets gegen Ben, obwohl er nichts tat, was ihren Unmut rechtfertigte. Doch nachdem er ihr Schuhe kaufte, war das Eis gebrochen – was man ihrem Gesicht ansah. Schuhe, hätte man sich gleich denken können ^^ Sie teilten sich davor sowie danach das Sorgerecht für Jake, den Hund. Mit Caitlin (Tochter) wurden sie eine tolle Familie.

    Schöner Hundefilm, dessen Titel absolut stimmt – wirklich alle lieben Jake. Ausnahmslos *lach*

  9. #3434
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    Housebroken

    Nach 25 Dienstjahren wartet endlich der wohlverdiente Ruhestand auf Feuerwehrmann Tom (Danny DeVito) und seine immer noch knackige Gattin (Katey Sagal). Doch zu Hause wollen die beiden längst volljährigen Söhne nicht das Feld räumen. Also dreht Vati ihnen den Geldhahn zu und braust mit Mom zum Camping. Verstört und mit leerem Kühlschrank und ohne Geld zurückgelassen, reagieren die Jungs anders als erwartet. Erwartet habe ich, das es spaßig wird und das war es definitiv. Vor allem in den ersten 30 Minuten, wenn gezeigt wird, wie Quinn und Eliot drauf sind (einfach toll, ihr Supermarktauftritt oder deren Video auf dem Parkplatz als Schotten verkleidet). Sie treiben Unfug am laufenden Band (ja, ein Dildo mischt natürlich auch mit *lach*). Als Mädchen noch dazu kommen, beeindruckte mich die Liebes-Konstellation: Quinn (ruhig) + Suzy (chaotisch) und Eliot (chaotisch) + Sarah (ruhig). Übrigens ist Sarah hier mein Liebling ^-^ Eliot wirkt recht dümmlich, aber sein Spruch „außerhalb des Kästchens denken“ war nicht nur gut beobachtet, es war ebenso genial wie zutreffend.

    Die Chaos-Brüder haben sich verändert, was, wie ich meine, mehr an den Mädels gelegen hat.


    7/10

  10. #3435
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    Das perfekte Weihnachten

    Emily wünscht sich vom Weihnachtsmann, das ein Mann ihrer Mutter ein Kompliment macht. Benjamin mimt den Weihnachtsmann im Einkaufszentrum und während Emily ihm den Wunsch ins Ohr flüstert, sieht er ihre Mutti Nancy und fasst den Entschluß, das er derjenige sein müsse. Der Film war nicht einfach nur weihnachtlich, es war zudem schön romantisch und mit Benjamins Kumpel Jamal sowie Nancys Freundinnen, Brenda und Robin (die ihr eine große Stütze waren), überaus witzig. Toll fand ich auch Queen Latifah als Mrs. Christmas.


    8/10

  11. #3436
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    Bone allein zu Haus

    Familie Conley hat zwei Hunde, ein älterer, erfahrener, ganz ruhiger namens Bone, und ein neuer, kleinerer und lebhafter Hund mit Namen Columbus. Columbus tobt rum, verursacht Chaos – wie im Vorspann zu sehen – und Bone kriegt die Schimpfe ^^ Aber das kennt er schon und hat sich damit abgefunden. Was ich sofort mochte: Die Hunde sprechen miteinander. Sobald Columbus den Mund aufmacht, war ich am Lachen (bei den Dialogen ist es mir nicht anders ergangen). Er klingt schon witzig, da muß er nicht mal was anstellen ^^ Bone aber ist derjenige, der die drei Einbrecher im »Kevin allein zu Haus«-Stil abwehrt. Und das sieht toll aus. Als die Diebe verzweifeln, ruft der Anführer der Bande Cousin Quentin (Kevin Sorbo) an.

    Der ist ein mit allen Wassern gewaschener Hundefänger. Wirklich schön, das Bone sich nicht einschüchtern läßt und Quentin kurz darauf den Rückzug antreten muß (von wegen Hercules *lach*). Über das Aussehen der Kleinganoven, als Bone ihnen übel mitspielt, amüsierte ich mich ebenso wie über die Tatsache, das drei Hunde (zusammen mit Diesel, einem Schäferhund) das Haus, den Tag und das Weihnachtsfest der Familie gerettet haben. Noch etwas war wirklich gut: Die Familie und damit auch die Hunde (Bone und Columbus), sind mit dem Weihnachtsmann verwandt. Ein echtes Weihnachtswunder *lach* Man denkt, es geht nicht besser, bis das schöne Abspannlied ertönt. Sympathischer Hunde- und Weihnachtsfilm.


    7/10

  12. #3437
    Mitglied Avatar von franque
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    Blood Sucking Freaks aka The Incredible Torture Show, USA 1976, Regie: Joel M. Reed

    In der goldenen Tradition von Herschell Gordon Lewis' "The Wizard Of Gore" (1970) sowie Michael Armstrongs "Hexen bis aufs Blut gequält" (1970), Adrian Hovens "Hexen geschändet und zu Tode gequält" (1973) und Don Edmonds' "Ilsa, She-Wolf Of The SS" (1974).


    In der nicht ganz so goldenen Vorreiterrolle zu Eli Roths "Hostel I & II" sowie (v.a.) Scott Spiegels "Hostel III".


    "There isn't a single frame in Blood Sucking Freaks that isn't completely repulsive." (American Cinematheque)


    "Le Théâtre du Grand-Guignol [...] – known as the Grand Guignol – was a theatre in the Pigalle area of Paris [...]. From its opening in 1897 until its closing in 1962, it specialised in naturalistic horror shows. Its name is often used as a general term for graphic, amoral horror entertainment, a genre popular from Elizabethan and Jacobean theatre (for instance Shakespeare's Titus Andronicus, and Webster'sThe Duchess Of Malfi and The White Devil), to today's splatter films." (wikipedia.org)


    "Her mouth shall make an interesting urinal." (Sardu, Master of the Theatre of the Macabre, The Incredible Torture Show)


    - Sardu und sein Zwerg-Gehilfe entführen diverse junge Damen, um mit diesen eine spezielle Show in einem New Yorker Kellertheater aufzuführen - Folter, Verstümmlung und Exekution sind die Attraktionen, das Publikum applaudiert brav, da es die blutigen Darbietungen für elaborierte Tricks hält (dasselbe Konzept wie in "The Wizard Of Gore" von HG Lewis). Wir wissen es besser. Seinen Untergang besiegelt Sardu, als er die berühmte Primaballerina Natasha Di Natalie kidnappt zwecks Einstudierung eines ganz besonderen Todesballetts. Deren Freund und ein Klischee-Italiener-Police Detective bleiben an der Sache dran...


    "Join the fun! Human dartboards, home-style brain surgery, dental hijinks!" (Plakatwerbung)


    "This isn't S&M, this is art!" (Natasha Di Natalie, The Incredible Torture Show)
    Geändert von franque (19.12.2018 um 14:24 Uhr)

  13. #3438
    Mitglied Avatar von franque
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    Slasher Classics Collection

    In GB erscheinen seit ein paar Jahren alle möglichen Exploitation-, Grindhouse- etc. Klassiker und Non-Klassiker auf Blu-Ray, häufig mit jeder Menge Bonusmaterial. Ein weiterer Grund also, dem Brexit mit Bibbern entgegenzusehen (Stichwort: Zölle), aber noch ist es ja nicht so weit. Eines der in diesen Bereichen fleißigen Labels ist 88 Films, das uns u.a. mit der sog. Slasher Classics Collection beglückt. Hier kommen ständig neue Machwerke mit meist liebevoller Ausstattung in die Welt geflattert; ein steter Nachschub an Sex, Gewalt und guter Laune für den Feierabend ist gewährleistet. Die ersten 8 Teile habe ich mir jetzt reingepfiffen.
    Dann kucken mer mal, wat et da bisher zu vermelden jibt, woll?

    1 - Graduation Day (1981, Herb Freed)
    Das ist noch ein durchaus ernsthafter Horror-Thriller, mit dem vollen Programm der Frühachtziger-Slasher-Ästhetik, komplett mit Weichzeichner-Mädchen in der Duschkabine, Kinderlähmungsspots-gleichen abrupt eintretenden Zeitlupen, von subjektiver Kamera verfolgten süßen Jogging-Mädels mit riesigen Walkman-Kopfhörern; einer der Prototypen für "All The Boys Love Mandy Lane" also.
    Ein Verrückter gibt den Sensenmann an einem College, nachdem ein Girl bei einer Art Bundesjugendspiele vor Erschöpfung tot zusammenbrach. Ascheplätze färben sich blutrot.

    Im Bonusmaterial gibt's hier u.a. die spielfilmlange Doku "Scream Queens" mit massenhaft Interviews, u.a. mit Linnea Quigley, Brinke Stevens, Michelle Bauer (unheilige Trias der 80er Scream Queens), Caroline Munro, Emily Booth, Jane March, Lynn Lowry, Caitriona MacColl, Sybil Danning, der absolut hinreißenden Irina Voronina, Danielle Harris et al.


    2 - Mother's Day (Muttertag, 1980, Charles Kaufman)

    Endlich ein Wiedersehen mit diesem hilariousen Asi-Trash-cum-Konsumsatire-Prachtstück, das aus irgendwelchen (noch nie nachvollziehbaren) Gründen sowohl in D als auch GB zu den berüchtigtsten und verfemtesten "Horrorvideos" (Video Nasties) zählte.
    Mami ist knatschgranatenirre, ihre beiden Söhne nicht gerade Schwiegersohnmaterial (der eine mit Pilotenkäppi, eingeschlagenen Zähnen und Glasauge Marke Eigenbau, der anderer bisweilen mit Pappkarton aufm Kopp), was diese allerdings nicht daran hindert, attraktive Girls einzufangen und debile Sado-Spielchen mit ihnen zu treiben. Irgendwann beginnt's schiefzugehen, einmal noch kräftig gerülpst, dann gibt's den Abflussreiniger als Absacker und den ständig Werbespots plärrenden Schrottfernseher über (buchstäblich: über) die Birne.
    Die 2010er Fassung mit Rebecca De Mornay ist eher ein Home Invasion Terror-Beitrag (und ein recht intensiver dazu), also doch eher ein nominelles Remake.


    3 - Don't Go In The Woods (kurze prekäre Existenz als deutsches Video namens Ausflug ins das Grauen) (1981, James Bryan)
    Darauf eingegangen bin ich ja schon in Post 3425.
    Hier ist alles grottenschlecht und hanebüchen geschmacklos von Anfang bis Ende, aber in exakt dem gleichen Maße auch zwerchfellerschütternd. Wäre wohl ein todsicherer Fall für Kalkofe & Rütten, wenn nicht deutsche Männer in Roben da ein Türchen vorher getan hätten.


    4 - Splatter University (Highschool des Grauens, 1984, Richard W. Haines)

    Entflohener Geisteskranker taucht in einer Schule unter. Wer ist der Psychokiller, der u.a. der neuen liebenswerten Lehrkraft Forbes Riley (aka Francine Forbes, auch in der SQ-Doku dabei) den Garaus machen wird?
    Der Beginn in der Klapse ist schon golden, incl. bärtigem Mann in Windeln, der völlig insanely augenrollend eine Babypuppe abtatscht. Halb Kopfschüttel-Trash, halb nasty Horrorsause, ein Produkt von irgendeiner Troma-Nebenfirma.


    5 - Slaughterhouse (1987, Rick Roessler)

    Hier wird's jetzt richtig asozial, wie ja dem Genre angemessen, mit einem echten Monolithen aus schweinemistgetränktem Slasher-Schmutz, zudem in einer gewissen Epigonenschaft zu dem Urvater des Terrors, "The Texas Chainsaw Massacre".
    Ein in den Bankrott geschlitterter Schweinefarm-nebst-Schlachthof-Besitzer übt Rache an Anwalt, Sheriff, Banker usw. Erfüllungsgehilfe ist hierbei sein zurückgebliebenes Riesenbaby von Sohn, der sich lediglich schnaubend und wie ein Schwein grunzend (!) verständigt. Es fliegen die Hackebeile und schlagen die Fleischerhaken ein, bis es kein Morgen mehr gibt.
    Gibt den Begriffen "Heimatscholle" und "Blut und Boden" eine neue Bedeutung. Nasty shit.


    6 - Hollywood Chainsaw Hookers (Mit Motorsägen spaßt man nicht, 1988, Fred Olen Ray)
    Es sollte eigentlich keinen Grund geben, warum dieser Fred-Olen-Ray-Cheapo-Unfug ein so unterhaltsames Partytape abgibt, aber es ist tatsächlich fun for all the family angesagt.
    Mehrere Damen aus dem horizontalen Gewerbe betätigen sich als honeytraps für einen eigentümlichen altägyptischen Kult (think: HG Lewis' "Blood Feast" von 1963), der zudem ein offenbar gestörtes Verhältnis zu Erzeugnissen der Firma Stihl hat. Ein Möchtegern-Neo-Film-Noir-Privatdetektiv ermittelt und gerät in die Fänge der nackig Motorsägen schwingenden Michelle Bauer und Linnea Quigley. Give it to me, babies!
    Der Anführer des Kults wird übrigens von Gunnar Hansen gespielt (Leatherface in dem originalen "TCM").
    Schund hoch zehn, aber zutiefst charmant, irgendwie.


    7 - Nail Gun Massacre (ehemals auch mit dem netten deutschen Untertitel "Blutgericht in Arizona" versehen, 1985, Bill Leslie & Terry Lofton)

    Das ist jetzt wieder ein schwerwiegender Brocken des Unvermögens in allen Belangen, der - was erschwerend hinzu kommt - schon von vornherein als Splatterkomödie angelegt war. So sagt man. Absoluter, bisweilen schwer erträglicher Schrott, der dennoch für manche ebenso ein heiliger Gral der (teils) unfreiwilligen Komik zu sein scheint wie Numero 3, "Don't Go In Die Wutz" (der mMn hundertmal besser ist). Es gibt gleich zwei gutgelaunte Audiokommentare von mehreren Genreexperten; die sind auf jeden Fall mehr Fun als das Machwerk selbst.
    Der Killer übrigens fährt hier sehr unauffällig im Leichenwagen rum, trägt ein Motorradoutfit und eine Pressluftflasche auf dem Rücken, wenn er die Nailgun abfeuert. Leider gibt er dazu auch diabolisch lachend möchtegernwitzige Kommentare ab (Humorlevel: Jürgen von Neunlive meets Palma de Mallorca), durch einen Stimmverzerrer, so ähnlich wie die Geisterbahn etc. auf dem Oktoberfest...


    8 - Dead Of Winter (1987, Arthur Penn)

    Dieses Spätwerk von Penn ("Bonnie And Clyde", "The Miracle Worker", "Little Big Man") ist nicht wirklich ein Slasher, sondern mehr ein Hitchcockepigone (s. auch Curtis Hansons "Bedroom Window" aus demselben Jahr), mit Mary Steenburgen und Roddy McDowall in den Hauptrollen.
    Eine Schauspielerin auf Jobsuche gerät durch ihre Ähnlichkeit mit einer anderen Frau in ein tödliches Komplott.
    Es handelt sich hier um ein verkapptes Remake von Joseph H. Lewis' "My Name Is Julia Ross" (1945); der Hauptbösewicht heißt jetzt Joseph Lewis, eine andere Person Julie Rose. Die Tara-King-Avengers-Folge "Pandora" ist btw auch sehr ähnlich.

    More fun to come in the future.
    Geändert von franque (20.12.2018 um 18:23 Uhr) Grund: wieder interessante Foren-Auto-Zensur, daher

  14. #3439
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    X-Ray aka Hospital Massacre, USA 1981, Regie: Boaz Davidson


    1981, im annus mirabilis des Slasherfilms, erschien neben dem heftigen "Halloween II" noch mindestens ein weiterer Krankenhaushorror*. Anhand dieses merkwürdigen Kleinods zeigt sich mal wieder die Flexibilität von Horrorfilmen im Allgemeinen und selbst innerhalb dieses spezifischen Subgenres.


    Frau geht in ein Krankenhaus, um dort wie verabredet die Ergebnisse ihrer Routineuntersuchung abzuholen, ahnt aber nicht, dass ein irrer Killer emsig daran arbeitet, so viele Personen (Ärzte, Schwestern, Boyfriend etc.) zu eliminieren wie nötig sind, bis er das Objekt seiner Rache (Begierde?) endlich auf dem OP-Tisch hat. Ach ja, es ist Valentinstag. Der Mörder will ihr Herz, kein Witz.

    So bewegt sich die von Ex-Hefner-Gespielin Barbi Benton annehmbar gegebene Susan auf der Suche nach Dr. Jacobs durchs Hospital der Weirdness, wo es von Stockwerk zu Stockwerk rätselhafter zugeht, und wo sie nicht eine Fahrstuhltür öffnen kann, ohne dass irgendwelche schrägen Gestalten gestört rumstehen und/oder gestört glotzen oder sie gleich betatschen wie eine als Running Gag eingesetzte Schnapsdrossel mit Flachmann; wenn's ganz dicke kommt, stehen auf einmal drei Typen mit Gasmasken vor ihr (irgendein Biohazard-Leck auf Etage 9 oder was weiß ich). Was uns neben dem Datum nochmals daran erinnert, dass wir uns hier auch im Jahr von "My Bloody Valentine"/"Blutiger Valentinstag" (George Mihalka, Kanada 1981) befinden, der ungefähr zeitgleich entstand.


    Unterdessen torkelt der Killer mit OP-Maske wild hyperventilierend durch die Flure und exekutiert alles, was ihm zur Vollendung seiner Reunion mit Susan (es gab einen Kindheitsprolog zu Beginn) im Wege steht. Wenn irgendein ein weiterer Patient in den Fokus rückt, dann kann man Gift drauf nehmen, dass dieser wirkt, als ob er gerade aus der Geschlossenen in Sam Fullers "Shock Corridor" rübergewachsen wäre.

    Überhaupt scheint dieses Krankenhaus mit einer Irrenanstalt kombiniert zu sein, wovon u.a. der permanent merkwürdiges Zeug schnatternde Haufen von Susans Zimmergenossinnen beredtes Zeugnis ablegt. Wenn man jetzt noch die Tatsache berücksichtigt, dass es sich hier um eine Cannon-Produktion (vom "Eis am Stiel"-Regisseur) handelt, wundert einen selbstverständlich nichts mehr.

    Aber, und jetzt kommt das ganz große "aber" und was ich mit Flexibilität meinte, interessanterweise ist der ganze Film auch völlig anders lesbar, wodurch er auf einmal auf wunderbare Weise Sinn ergibt, nämlich, wie es auch im Audiokommentar der Genrekenner Justin Kerswell und Calum Waddell zur Sprache kommt, als kafkaesker Alptraum: Als Angsttraum einer Frau, die auf Druck ihrer neuen Versicherung einen angeblichen Routinecheck machen ließ und nun höchst nervös den Ergebnissen entgegenzittert, somit also in einer gewissen Verwandtschaft mit Polanskis "Rosemary's Baby" (als Ausdruck einer Schwangerschaftsneurose interpretierbar) und mehr noch, quasi als die Horrorantwort auf Agnès Vardas Nouvelle Vague-Klassiker "Cléo De Cinq À Sept" ("Cleo - Mittwoch zwischen 5 und 7", von 1962)**.

    War bei "X-Ray" vermutlich so alles nicht beabsichtigt (zumal, this being Cannon), aber macht das was?
    Teil 9 der Slasher Classics Collection von 88 Films.


    *"Das Horror-Hospital"/"Visiting Hours" kommt laut imdb erst 1982
    **in dem eine Frau mehr oder weniger in Echtzeit fieberhaft auf die Ergebnisse einer Krebsuntersuchung wartet

  15. #3440
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    The Boogey Man, USA 1980, Regie: Ulli Lommel


    Als Kinder wurden Lacey und Willy von einem mit Mamas sexy Strumpf vermummten Lover so sehr erschreckt, dass Willy zum Küchenmesser griff und den Stecher ins Jenseits beförderte. Viele Jahre später leben die traumatisierten Geschwister mit Kind und Kegel auf einem Bauernhof. Okay, Lacey wacht oft von Alpträumen geschüttelt schweißgebadet auf und Willy ist jetzt stumm und personifiziert den tumben Tor in Latzhose, doch ansonsten ist alles okey-dokey, bis der Spiegel, in dem sich die damalige Bluttat reflektierte, zerbricht. Die Scherben entwickeln nun ein unangenehmes Eigenleben und beginnen zuweilen zu glühen, dann verselbständigen sich Küchenutensilien und sonstige spitze Objekte, Mistgabeln nageln bäuerliche Personen an die Scheunenwand, ein Pärchen spießt sich im Auto mit scharfer Klinge wie ein Sandwich gegenseitig auf (kann man nicht beschreiben, muss man gesehen haben), der zusammengeklebte Spiegel lodert bei Berührung wie das Höllenfeuer, you get the picture.

    "Freitag, der 13." und die Folgen, diesmal in der übernatürlichen Variante, Lommel-Style, also komplett bonkers. Das Bluttat-Haus übrigens sieht ziemlich genauso aus wie das aus dem Kassenerfolg "The Amityville Horror" (Stuart Rosenberg, 1979), also mit den erleuchteten symmetrischen Dachfenstern als "Augen" und so...

    Mit diesem kommerziell ziemlich erfolgreichen Slasher-Versuch begann eine lange, im Grunde bis zu seinem Tode anhaltende B-Horror-Etappe des Filmemachers, deren weitere Früchte mir bislang versagt blieben und die gelegentlich von anderem Unfug unterbrochen wurde, namentlich dem Unaussprechlichen, "DdZ" hier nur genannt.

    D.h., nach dem "Boogey Man" (bisweilen auch "Bogey Man" geschrieben) begann der lang anhaltende Sinkflug Ulli Lommels, der einst als Schauspieler begann, bald auch und besonders als Teil der Fassbinder-Truppe. 1973 gelang ihm mit dieser Entourage eine sehr erwähnenswerte Regiearbeit, der u.a. von Fritz Langs "M" stark beeinflusste Haarmann-Film "Zärtlichkeit der Wölfe", mit Kurt Raab als der berüchtigte Serienmörder zur Zeit der Weimarer Republik. Ebenfalls im Fassbinder-Umfeld entstand der leider in der Obskurität versunkene "Adolf und Marlene" mit Raab als unser geliebter Führer und Margit Carstensen als Madame Dietrich, der mich von allen meinerseits noch nicht gesichteten Fassbinder & Co.-Filmen neben dem aus rechtlichen Gründen aus dem Verkehr gezogenen "Wildwechsel" am meisten interessieren würde. 1979 drehte Lommel dann im Umfeld Andy Warhols "Cocaine Cowboys", der ihn erstmals mit seiner zukünftigen Frau und Hauptdarstellerin Suzanna Love zusammenbrachte (sehr ansehnlich und interessant in "The Boogey Man", besonders nachher mit funkelnder Spiegelscherbe im Auge, die pyro-telekinetische Strahlen aussendet, hm-mm, yessir).


    Teil 10 der Slasher Classics Collection. Teil 11 wäre übrigens Bloodsucking Pharaohs in Pittsburgh aka Picking Up The Pieces, der (vermutlich zum Glück) out of print ist; 12 wird dann der notorische Nightmares In A Damaged Brain. Das Duschgel steht bereit.

  16. #3441
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    Eine total verrückte Bescherung

    Stu und Bob, zwei ehemals beste Freunde, haben sich seit Jahrzehnten nicht gesehen, da sie eine Fehde am Laufen hatten und sich dadurch entzweiten. Stus ruhiges Leben nimmt ein jähes Ende, als Bob sein neuer Nachbar wird. Er wohnt direkt gegenüber und der verdrängte Ärger von damals lodert wieder auf – es kommt wie es kommen muß: Es gipfelt in einen Nachbarschaftskrieg. Die Waffen? Weihnachtsbeleuchtung *lach* So weit, so gut. Der Wettstreit war nicht halb so gut wie ich es mir ausmalte, doch als deren Frauen sich ebenfalls verkrachen, obwohl sie da nicht mit hineingezogen werden wollten, kam endlich Schwung rein und es wurde turbulenter. Unterdessen bahnt sich eine scheue Liebe zwischen Susi (Bobs Tochter) und Chip (Stus Sohn) an. Abseits des Zwists eine kleine Romanze? Hat funktioniert. Bis Chip wegen der Eltern Schluß macht. Jene Liebelei fand ich erfrischender als den Konkurrenzkampf, auch wenn dieser immer absurdere Züge annahm. Genauso schön, der Spieleabend und das man die ältere Nachbarin von nebenan nicht vergessen hat.

  17. #3442
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    Bullet Head

    Die Geschichte dreht sich um drei Typen, die nach einem Raubüberfall in eine Lagerhalle flüchten. Angefangen hat es wie ein Gangsterfilm, wechselte über zu einem Überlebensfilm und mündete in einen Hundefilm, wo man etwas über den besten Freund des Menschen erfährt. Da hab ich lachen müssen, denn in diesem Jahr, und letztens wieder, hatte ich viele Hundefilme gesehen. Aber das dieser einer sein würde, hätte ich nicht vermutet ^^ Er war erst dröge, sie labern über das, was sie bewegt, und dann ist da noch Gage, der für solch einen Job nicht geeignet ist. Ging es darum, dem 45 Kilo schweren Monster De Niro zu entkommen, gefiel mir »Bullet Head« immer mehr. Hier wird gefragt, was man ist: Ein Hunde- oder ein Katzenmensch. Ich bin nach wie vor ein Katzenmensch, aber Hundefilme mag ich trotzdem sehr. Das der Film eine Liebeserklärung an Hunde ist, sieht man fast schon überdeutlich.

    Und ein Hauch Romantik gibt’s da ja auch noch.

  18. #3443
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    Come and find me

    Kein Abschiedsbrief, kein Hinweis auf eine Entführung, keine Vorwarnung: Von einem Tag auf den anderen verschwand Davids Freundin spurlos aus seinem Leben. Gerade als David dabei ist, nach über einem Jahr die erfolglose Suche nach Claire aufzugeben, stößt er zufällig auf eine neue Fährte. Alle Hinweise deuten darauf hin, das Claire nicht die Person war, die sie zu sein schien. Bereits beim ersten Durchgang, als der Film begann und ich die zwei sah, da stellte ich mir vor, das sie sich vorher schon kannten, ihnen die Erinnerung geraubt wurde und – wie das Leben so spielt – sie sich erneut treffen. Schicksal? Und nun, da ich das Ende kenne, will ich erst recht, das es so ist. Sie streiten sogar, nur nicht laut, dafür schreibgewandt ^^

    Rückblenden zeigen, wie Claire ihn mit ihrer extrovertierten Art erobert, aber auch merkwürdiges, was David sich damals nicht erklären konnte – schnell wurde aus dem Liebesdrama ein Thriller. Es wurde aufregender, die Geschichte entfaltete einen unglaublichen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Verdammt spannend, wenn er von Fremden angegriffen wird, flüchten sowie um sein Leben fürchten muß – und über allem schwebte die Frage: Lebt Claire noch? David zumindest glaubte daran, ich ebenso, denn Liebe kann man nicht einfach beiseiteschieben, Claire hat es bewiesen und David hätte ja aufhören können, so wie die anderen. Solch ein „Butch Cassidy und Sundance Kid“-Ende ist aber nicht jedermanns Sache.

  19. #3444
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    Halo: Nightfall

    Ich kannte „Halo“ weder als Spiel noch jene Filme, die davor erschienen sind, darum waren mir die Spannungen zwischen Sedranern und ONI so fremd. Da fühlte ich mich auf verlorenem Posten, doch als Sedraner und ONI sich für eine Mission rüsten und das Team zu einem Teil des gesprengten Halo-Gürtels fliegt, wurde daraus ein Überlebenskampf einzelner und nicht zweier Parteien. Davon war ich angetan, zumal jeder auszuticken schien, außer den Chefs Locke und Aiken. Die sind hart im Nehmen. Auch cool: Ein Abenteuer, welches fast ohne Technologie auskommen muß, weil die Gegner darauf reagieren. Es sah alles wirklich gut aus (Effekte, Anzüge, Waffen, Raumschiffe, Look) und Talitha Macer war mein Liebling ^^

  20. #3445
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    Ein Musketier für alle Fälle

    Jede Menge Versuchungen – in Form von jungen, wollüstigen Mädchen – stellen sich Philibert in den Weg. Der Hauptdarsteller sieht aus wie Matthias Schweighöfer, darum ist der Film kein französischer für mich *lach* Wenn’s mal ein deutsches Remake gibt, wäre er die erste und einzige Wahl für den unschuldigen Philibert ^^ Die übertrieben zur Schau gestellte Komik, die gerade deswegen so lustig ist und den Charme des französischen Films unterstreicht, überzeugte auf ganzer Linie. Vor allem, weil sich unglaubliches vor einem abspielt. Das Thema „sich neu erschaffen“ durchzieht die Geschichte wie ein roter Faden, was ich toll fand – denn jeder war irgendwie auf der Suche nach etwas – doch ganz besonders stark war, auf welche Art Philibert gefoltert werden sollte. Er ist noch Jungfrau und wartet auf die Eine, daher entsinnt D’Artois teuflisches: Entjungfert soll er werden, und nicht von Ines *lach* Philibert weigert sich trotz des Ständers standhaft. Herrlich ^-^ Oder: Durch eine List tötet unser Held den Vater von Ines. Hinfort die Filmmagie, als dieser kurz blinzelt. Im Grunde unverzeihlich, aber da sich Ines und Philibert, seit sie sich zum ersten Mal sahen, verliebt hatten und ohne einander nicht mehr konnten, drücke ich beide Augen zu ^^ Vergnüglich und unterhaltsam.

  21. #3446
    Mitglied Avatar von franque
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    Nightmares In A Damaged Brain aka Nightmare, USA 1981, Regie: Romano Scavolini


    Durch sexuelles Trauma im Kindesalter zum Psychopathen gewordener Mörder wird nach einer dubiosen Therapie als geheilt entlassen und geht nach Besuch einer Peepshow am Times Square wieder dem mörderischen Tagwerk nach; eine Familie in Florida ist offenbar sein Ziel. Ähnlich wie der Mörder und der Zuschauer hat auch diese Probleme, Realität und Nicht-Reales auseinanderzuhalten, da der Saupanz CJ mit seinen "tödlichen" Streichen nicht nur die heiße Babysitterin an den Rand des Nervenzusammenbruchs bringt. There will be blood.

    Künstlerische Ambitionen sind bei diesem legendären Video Nasty-Heuler nicht von der Hand zu weisen, doch der hochgefahrene Sleaze-Faktor machte auch dieses schwer gestörte Opus zu einem Lieblingskind der Times Square/42nd Street-Knochenmühlen (Fachbegriff: Grindhouses*) der frühen Achtziger. Der Location wird hier zudem liebevoll, und geradezu auf einer Meta-Ebene, eine Hommage erwiesen, wenn George nach seiner Entlassung vor diesem malerischen Panorama entlang flaniert und dann in eine extra fies-schmierige Peepshow abbiegt.
    Inmitten all dieses kaputt-provokanten, extra-grotesk-gorigen Horrormatschs gilt es mal wieder festzustellen: Das war'n noch Zeiten, die komm'n nie wieder...

    Absolut großartiges Titelthema von Avantgardekomponist Jack Eric Williams:
    https://www.youtube.com/watch?v=tapmjwB_DAo

    Wie heißt es so schön in den Endcredits: "Music performed by Das Ersatz Mobien Bänd" (sic)


    *da rund um die Uhr, oft in Double oder Triple Features, heftigste Exploitation-Ware (sprich mit Sex und/oder Gewalt in Hülle und Fülle) ausgestoßen wurde (engl.: to grind out)


    Numero 12 in der Slasher Classics Collection von 88 Films. 13-15 sind die Stephen-King-Verfilmung Children Of The Corn (Kinder des Zorns, USA 1984, Fritz Kiersch) und die ersten beiden Sequels. Die habe ich auch von 88 in einem schicken Schuber, aber vor ca. 2 Jahren gesehen und das reicht für die nächsten hundert (vermutlich).



    Nummer 16 ist:

    Scarecrows aka Paratrooper, USA 1988, Regie: William Wesley


    Eine Gruppe von Söldnern hat nach einem Überfall ein Flugzeug incl. Pilot und seiner Tochter entführt. Als ein Mitglied abtrünnig wird und sich per Fallschirm über einer nächtlichen Südstaaten-Maisfeld-Landschaft absetzt, machen sich seine rachsüchtigen Kameraden auf die Suche. Leider scheinen die pittoresk-schaurigen Vogelscheuchen ein unangenehmes Eigenleben zu entwickeln...
    Yep. Ein überraschend gut gemachter, nicht-trashiger übernatürlicher Slasher-Horror, der zunehmend einen Plot wie aus einer Folge von "Twilight Zone" annimmt. Sind die Verbrecher beim Überfall doch getötet worden und nun in der Hölle gelandet? Man weiß es nicht.
    Der Kameramann Peter Deming drehte später mit David Lynch "Lost Highway", "Mulholland Drive" und das neue "Twin Peaks" sowie z.B. "Scream" 2-4, "The Cabin In The Woods" oder auch Sam Raimis "Drag Me To Hell".
    Geändert von franque (10.01.2019 um 16:31 Uhr)

  22. #3447
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    Albert – Der unsichtbare Hund

    Ein unschuldiger Film, war mein erster Gedanke, da trifft bei schönem Wetter und unter einem herrlich blauen Himmel der Junge Chad auf seine Schulfreundin Sophie (das sie interessiert ist, merkte ich sofort, er aber war mit was anderem beschäftigt). Ich habe die ersten Minuten gesehen und mir gedacht, das man hier wohl nichts großes erwarten könne, bei so viel junger Unschuld. Mit große Lacher rechnete ich nicht, bis ein selten dämliches Verbrecherduo besondere Flüssigkeiten stiehlt und es in einem Chemiekasten versteckt, welches der Vater seinem Sohne (Chad) just in diesem Augenblick kaufen möchte – von da an nahm der Film zügig an Fahrt auf. Apropo: Die Mutter schenkte ihm exakt dasselbe, was meine Mutter mir zum Geburtstag überreichte: Schlafanzug und Socken. Tolles Geschenk *lach* Ein traumatisierendes. Mütter sind wohl alle gleich ^^ Mit dem Duo hatte ich Spaß, die vergessliche Tante Ida war großartig, und Albert, der zuerst zu sprechen beginnt und schließlich unsichtbar wird, konnte ebenso punkten. Was Albert (vorne wie hinten) von sich gab war auch witzig.

  23. #3448
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    Der Sex Pakt

    Lisa, Mitchell und Hunter hetzen ihren Töchtern Julie, Kayla und Sam hinterher, um zu verhindern, das sie Sex haben. Super fand ich, das drei Menschen, die nichts miteinander zu tun haben wollen, auf der Suche nach den Kindern sich näherkommen und anfreunden. Auch sah es währenddessen so aus, als hätten sie mehr Spaß (als sie im Auto waren und die Limo anhalten wollten) als die Mädels ^^ Die Kotzorgie in der Limo war genau mein Ding, urkomisch das Arschsaufen, es gibt ebenso Nacktheit, Lesbismus, peinliches sowie Szenen fürs Herz.

    Damit wird alles schön abgedeckt, was wichtig ist. Von den Mädels hab ich Kayla am meisten gemocht: Sie ist sehr selbstbewußt, sie nimmt kein Blatt vor den Mund (geschnittene Szene), sie weiß stets, was sie will (nämlich ihre Jungfräulichkeit zu verlieren), aber außer große Töne zu spucken, blieb nicht viel davon übrig. Eltern, die durchdrehen (drehen sie am Rad, kann man sich auch ohne Sprüche das Grinsen nicht verkneifen), Töchter, die nicht immer das machen, was sie vorher ankündigen, das wollte ich sehen und hab ich bekommen ^^

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