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Thema: Walk the Line

  1. #1
    Mitglied Avatar von Lost Johnny
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    Walk the Line

    Neulich habe ich Walk the Line gesehen … weitschweifige Worte zum Inhalt spare ich mir, wozu gibt’s denn auf der Hauptseite eine Rezension? Selbiger schließe ich mich übrigens in meiner Meinumg auch weitgehend an: Walk the Line ist ein guter Film. Dass einige der ganz frühen Stationen im Leben Cashs z.T. nur ziemlich kurz angedeutet werden, fällt zwar auf, störte mich aber kaum. Dafür gibt es dann ja auch umso mehr Musik-Szenen, was wahrlich kein Nachteil ist. Denn Joaquin Phoenix und sogar Reese Witherspoon (die ich sonst nicht ausstehen kann) spielen ihre Rollen hervorragend und absolvieren vor allem den musikalischen Part wirklich tadellos.

    Restlose Begeisterung will sich bei mir aber trotzdem nicht so recht einstellen, denn irgendwie war mir die Aufbereitung des ganzen Themas letztlich wohl doch zu sehr traditionelles Hollywood-Kino. Ich hatte das Gefühl, die meisten Szenen hätten auch ebensogut in ein beliebiges Familien-Melodram gepasst – nur hieß diese Familie halt zufällig Cash. Dieser Eindruck wurde vielleicht auch dadurch unterstützt, dass ich Joaquin Phoenixens Gesicht in erste Linie als das des Schauspielers Joaquin Phoenix identifiziere - so viel Ähnlichkeit mit Herrn Cash hat er dann ja doch nicht, auch wenn J.C. wohl zu Lebzeiten darauf bestanden hat, dass Phoenix die Rolle spielt. Jedenfalls habe ich in so mancher Szene gedacht: "Hey, da macht Joaquin den Cash aber verdammt gut nach!" Der Illusion, dass da wirklich Johnny Cash herumläuft, erlag ich jedoch niemals. Das ist etwas schade, weil der Film mich dadurch auf emotionaler Ebene nicht richtig packen konnte. Womöglich wusste ich aber auch einfach nur schon zu viel über Cashs Leben, so dass mir schon ziemlich klar war, wie die Sache ausgehen würde. Es genügt ja schon, mal ein paar seiner Anmerkungen zu seinen Songs gelesen zu haben, um über diverse Episoden recht gründlich informiert zu sein.

    Darüber hinaus fand ich den Symbolismus in Walk the Line an einigen Stellen etwas zu plakativ, besonders bei der

    Traktor-Szene: Johnny versucht, den Traktor (also sich selbst) allein aus dem Dreck zu ziehen, scheitert aber - und June Carter muss ihn dann retten.


    Aber ich weiß nicht, ob das nicht vielleicht schon in J.C.s Autobiographien so angelegt war, die ja dem Film zugrunde lagen.

    Trotz meiner behutsamen Unkenrufe: Den Film kann man sich ruhig ansehen, ohne es zu bereuen. Dafür sorgt allein schon das Thema "Cash". Und es wird bei der Umsetzung auch nichts so richtig falsch gemacht. Sie trifft nur einfach nicht vollständig meinen Geschmack.

  2. #2
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    Das war beim mir im Kino und auch beim Schreiben der Rezension anders. Ich wusste und weiß relativ wenig über Cash und konnte mir so den Film relativ unvoreingenommen geben. Klar, es ist immer so, dass kein Schauspieler einen realen Menschen perfekt nachmachen kann, aber soweit ich das sehe, hat Phoenix das ganz gut hingekriegt.

    Mit der eher seichten Aufbereitung hast du sicher recht, da gabs zB in "Ray" etwas mehr Tiefe. Das wird sicher auch der Grund sein warum die Schauspieler, nicht aber der Film selber für Oscars nominiert sind.

    Die Musiknummern waren für mich aber dann der Grund, wieso ich von dem Film endgültig begeistert war. Ist zwar überhaupt nicht meine Richtung, aber da kann man einfach nicht ruhig sitzen bleiben. Allein der geniale Anfang, das Gefängnis und im Hintergrund der stampfende Beat, echt cool!!
    Act, and you shall have dinner!
    Think, and you shall BE dinner!

  3. #3
    Mitglied Avatar von Lost Johnny
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    Original geschrieben von Major Tom
    ... aber soweit ich das sehe, hat Phoenix das ganz gut hingekriegt.
    Ja, das hat er wirklich. Bei Gestik und Mimik imitiert Phoenix auch die kleinsten Regungen ziemlich gut, ohne dass es aufgesetzt oder unnatürlich wirkt. Wie schon gesagt: Es ist - für mich persönlich - einfach sein Gesicht, das für mich immer das von Joaquin und niemals das von Johnny sein wird.

  4. #4
    Mitglied Avatar von Aventurin
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    Auch wenn ich mich im Großen und Ganzen Lost Johnnys Meinung über den Film anschließen kann, möchte ich noch ein paar Worte über die Synchro verlieren.

    Grundsätzlich war die Synrcho wirklich nicht schlecht, aber der Sprecher, der für Johnny Cashs Part verantwortlich war, klang mir den ganzen Film über einfach zu weggetreten, zu nuschelig, zu alkoholisiert. Anfangs dachte ich, es sei einfach ein Versuch einen regionale Sprachnote nachzumachen, aber nachdem ich Samstagnacht einen Ausschnitt mit Originalton im Fernsehen sehen konnte, fürchte ich, daß da einfach nur daneben gegriffen wurde.

    Auf jeden Fall hört sich Joaquin Phoenix wesentlich besser an als der Synchronsprecher - und somit würde ich empfehlen, wer den Film noch sehen will, sollte es auf jeden Fall im Original tun!

    Oh, und noch ein Kompliment an Reese Witherspoon, ihr Gesang gefiel mir wirklich gut!

  5. #5
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    Walk the Line

    Es war das Jahr 1955, als ein unscheinbarer Gitarrenspieler, der sich selbst J.R. Cash nannte, in das bald schon sehr berühmte Sun Studio in Memphis marschierte. Der Moment sollte die amerikanische Kultur nachhaltig beinflussen, denn mit seiner dunklen Stimme sang er intensive und aus dem Leben gegriffene Songs, wie man sie zuvor noch nicht gehört hatte. Es began die Karriere des Johnny Cash, mit der er den Weg bereitete für Rock, Country, Punk, Folk und Rap.
    Am 12. September 2003 verstarb mit Johnny Cash eines der letzten musikalischen Schwergewichte unserer Zeit. Er prägte die Musik seiner Zeit, wie kaum ein Zweiter. Sein Tod versetzte eine ganze Nation in Trauer. Selbst die junge Generation, die mit der Musik der Country-Legende eigentlich so gar nichts anzufangen wusste, war bestürzt. Knapp zwei Jahre später versucht nun James Mangold mit seinem biographischen Drama „Walk The Line“ der legendären Karriere des Man in Black ein filmisches Denkmal zu setzen.
    Hab den film heute gesehn und finde ihn echt klasse, schauspielerisch wie Gesanglich (Phoenix & Witherspoon -> Top!)
    ich kann den film echt empfehlen

    hat den sonst noch einer bisher gesehen?


    @mods
    kein thread gefunden, weder mit der sufu noch im übersichtsthread...

  6. #6
    Ich habe ihn mir vor ein paar Tagen angesehen und muss sagen, dass ich doch positiv überrascht war.
    Obwohl es mich gestört hat, dass man ihn so unglaublich sympathisch dargestellt hat, wenn man mal bedenkt wie er mit seiner ersten Frau und seinen Kindern vorallem umgegangen ist.
    Aber, im Großen und Ganzen wirklich ein schöner Film für einen n etten Abend.

  7. #7
    Mitglied Avatar von Kayka
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    bisher bester film des jahres würd ich sagen

  8. #8
    Ich war gestern Abend in Walk the Line

    Der Film ist sehr gut.
    Ich hab mich lange nicht mehr so gut unterhalen.
    Die schauspielerischen Leistungen sind auch auf sehr hohem Niveau.
    Aber auf gar keinen Fall darf man die Musik von Johnny Cash und June Carter vergessen.

    Alles in allem ein toller Film. Unbedingt empfehlenswert.

  9. #9
    ICh konnte mit cash bisher auch nicht allzuviel anfangen aber der film hat mir zeihmlich gut gefallen.

    die handlung bewegt sich zwar sehr im vorhersehbaren udn reist eien nicht wirklich vom hocker aber phoenix spielt einfach unheimlich gut.

    aber das hat cpt. sparrow ja auch getan udn keien oscar bekommen...

    3.5 von 5 killern

  10. #10
    Verwechsle bitte nicht einen Captain Sparrow mit Schauspielerei.

    Zum Film: Bin gerade aus dem Kino gekommen und bin hin und weg. Die angeführten Kritikpunkte wie fehlende Identifikation (lieber einen guten Schauspieler als eine schlecht agierende Kopie des Äusseren) oder die leicht bis gravierend beneblete Synchronstimme (Traf das nicht ziemlioch gut seinen damaligen Zustand?) kann ich nicht teilen, fehlende Lobhudeleien an irgendwelche Götter erst recht nicht.
    Ich musste mich vergewissern, dass die Stimmen tatsächlich die der Akteure waren, teilweise kamen sie dem was ich mit dem Namen Cash verbinde näher, als alte Aufnahmen des Herrn persönlich, das möge man meinem geringen Alter und dem damit verbundenen fehlenden Interesse in Sachen Country ankreiden.
    Ein Manko vielleicht; kurz vor Cashs Comeback erfährt der Film eine etwas zähe Vorarbeit, die so gar nicht mit dem eher hektischen Anfang harmonieren will. Aber hey, das reisst diese wunderbare Musik um ein Vielfaches raus.
    Und noch ein halbes Manko; hatte ich mir doch so sehr Cash's 'Hurt' während des Abspanns gewünscht. Nunja. Hol ich das eben jetzt nach.

  11. #11

    Thumbs up

    Original geschrieben von Freund des Azrael

    Und noch ein halbes Manko; hatte ich mir doch so sehr Cash's 'Hurt' während des Abspanns gewünscht.
    Oder "A Satisfied Mind"!
    Richard Stark - Darwyn Cooke

    PARKER: THE HUNTER

  12. #12
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    Mit Überraschung hab ich nachgelesen, wie jung Cash war. Sah immer 20 Jahre älter aus.

  13. #13
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    ich war auch drin, der ist am anfang echt traurig
    aber der film wird immer geiler, vor allem die musik rockt, da macht es richtig spaß! die filmmusik muss ich unbedingt haben, vor allem weil die schauspieler ja in echt singen!
    aber ecjht cool, seine drogensucht wird klar und deutlich gemacht

  14. #14
    ich hab ihn mir auch angeschaut und fand ihn fantastisch *yeah*
    Bin total begeistert von den Film.
    einfach klasse gemacht und die Schauspieler waren genial!

    Aber eine Sache hat mir Angst gemacht, Elvis sah aus wie ein Kumpel von mit. ja ich weiß jeder hat seinen natürlichen doppelgängen aber das war gruselig.

  15. #15
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    Originally posted by Kayka
    bisher bester film des jahres würd ich sagen
    absolut nicht. verharmlosend, verschweigend, pathetisch.

    sehr gute musik (auch wenn es nicht das original ist) und okaye regie. aber als biografie ein schuss in den ofen.

    die miesen jahre der 70er und 80er lässt der film zudem völlig aus. dieser happy-end-drill nervt mich.

  16. #16
    liegt es an mir, oder war johnny cash wirklich so ne sau?
    ich fand ihn ja dermaßen unsympathisch und selbstmitleidig XD"

    interessant ist:
    Sein Vorname lautet tatsächlich "J. R.", erst mit Eintritt in die Air Force wurde aus dem "J." ein "John".


    ²l.n. muhr : tatsächlich. erst nach der ehe mit june carter wird es eigentlich richtig interessant:

    Johnny Cash und June Carter heirateten am 1. März 1968 und zogen nach Hendersonville in der Nähe von Nashville, Tennessee. Im August 1968 kam bei einem Hausbrand der langjährige Cash-Gitarrist und Freund der Familie, Luther Perkins, ums Leben. Kaum zwei Monate später brannte das Haus seines Freundes und Nachbarn Roy Orbison ab, und zwei der drei Orbison-Söhne starben dabei.

    Diese Erlebnisse verursachten bei Johnny Cash eine nachhaltige Sinnkrise. Nach einem Selbstmordversuch hatte er ein Bekehrungserlebnis. Er wurde zu einem "wiedergeborenen Christen" (Englisch: Born-Again Christian) und trat den Baptisten bei. Er entschloss sich, sein Leben völlig zu verändern und Tabletten und Alkohol endgültig zu entsagen.
    Von 1969 bis 1971 hatte Cash beim US-amerikanischen Sender ABC seine eigene Fernsehshow: The Johnny Cash Show

  17. #17
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    du meinst "nach der hochzeit". denn "nach der ehe" kam nicht mehr viel.

    ich bezog mich auch auf seinen kreativen und kommerziellen absturz, der erst mitte der 90er durch ein wunderbares comeback gebremst wurde.

  18. #18
    Mitglied Avatar von Kayka
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    Original von L.N. Muhr
    Originally posted by Kayka
    bisher bester film des jahres würd ich sagen
    absolut nicht. verharmlosend, verschweigend, pathetisch.

    sehr gute musik (auch wenn es nicht das original ist) und okaye regie. aber als biografie ein schuss in den ofen.

    die miesen jahre der 70er und 80er lässt der film zudem völlig aus. dieser happy-end-drill nervt mich.
    Klar, objektiv gesehen gab es schon bessere Filme dieses Jahr, aber nach walk the line war ich in absolut toller stimmung, einige szenen, die dialoge und die musik gingen mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Das hat mich schwer beeindruckt.

  19. #19
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    das war aber alles hollywood-standard.

    bei mir hat sich da auf dauer nix festgesetzt. da pack ich mir die "live in san quentin" rein, das beeindruckt mehr.

    ach ja, am sound haben sie natürlich auch gedreht. so klang cash nie in den sechzigern.

  20. #20
    Mitglied Avatar von Kayka
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    hat ja auch nicht cash gesungen, sondern joaquin phoenix, falls du die stimmen meinst

  21. #21
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    komm grad aus dem Film...naja, war schon nicht schlecht, aber auch nix weltbewegendes.
    die musik war aber gut
    achjaa, ich fands etwas komisch, dass sich die personen nicht wirklich mit der
    Zeit äußerlich verändert haben.

  22. #22
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    Will ich mir morgen angucken! ^^

  23. #23
    Mitglied Avatar von Kayka
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    Original von EvoGT
    komm grad aus dem Film...naja, war schon nicht schlecht, aber auch nix weltbewegendes.
    die musik war aber gut
    achjaa, ich fands etwas komisch, dass sich die personen nicht wirklich mit der
    Zeit äußerlich verändert haben.

    tun sie selten.

    ich seh genauso aus wie mit 7, nur besser!

  24. #24
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    Originally posted by Kayka
    hat ja auch nicht cash gesungen, sondern joaquin phoenix, falls du die stimmen meinst
    nein, ich meine den sound. siehe auch mein posting weiter vorne: "sehr gute musik (auch wenn es nicht das original ist)". na?

    hör dir mal live at san quentin an, in der remastered version. (die live at folsom hab ich grad nicht hier.) klingt definitiv anders. die haben für die filmmusik mehr bass reingemischt, damit es wuchtiger klingt.

  25. #25
    Original von L.N. Muhr
    Originally posted by Kayka
    hat ja auch nicht cash gesungen, sondern joaquin phoenix, falls du die stimmen meinst
    nein, ich meine den sound. siehe auch mein posting weiter vorne: "sehr gute musik (auch wenn es nicht das original ist)". na?

    hör dir mal live at san quentin an, in der remastered version. (die live at folsom hab ich grad nicht hier.) klingt definitiv anders. die haben für die filmmusik mehr bass reingemischt, damit es wuchtiger klingt.
    meine mutter hört ab und zu johnny cash, zwar eine andere cd mit liedern, die im film nicht vorkamen, aber sie gefiel mir überhaupt nicht. während des filmes war ich sehr verblüfft, dass ich die musik mochte. könnte aber daran liegen, dass johnny cash auf der cd schon älter war, also eine ältere stimme hatte?

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