
Zitat von
Susumu
Ich habe vor zwei, drei Monaten beruflich in eine NTSC-VHS der eingefärbten Casablanca-Fassung rein geschaut. Ist freilich grauslich, weil der Film von der s/w-Ästhetik lebt. Man darf aber auch nicht vergessen, dass gerade im frühen Kino (der Nuller- und Zehner-Jahre) sehr viel eingefärbt wurde. (Und die Filme auch dahingehend gestaltet wurden.) Vorwiegend monochrom (entweder Viragen, sprich Einfärben der hellen Stellen im Farbbad oder Tonungen, bei denen das Silber in der Emulsion durch andere Ionen substituiert wurde, wodurch die dunklen Stellen eingefärbt wurden), aber auch durch Hand-, später durch Schablonencolorierung mehrfärbig. Da gibt es schon auch sehr schöne Beispiele. Und in den 20er Jahren hörte sich das Einfärben von sw-Filmen überwiegend auf, dafür gab es bereits vereinzelt Beispiele von Technicolor. (War aber schweineteuer. Stroheim hat 1928 in Wedding March gerade eine kurze Szene, eine Fronleichnamsprozession, die den Stephansdom verlässt, in Farbe gedreht.)
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