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  1. #26
    Was mich aus schierer Neugier interessiert: Von euch allen, die lautstark über die Entscheidung schmollen, dass "Frozen" als CGI-Projekt verwirklicht werden soll - wer hat "Küss den Frosch" UND "Winnie Puuh" im Kino gesehen?

  2. #27
    Mitglied Avatar von chris-85
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    Also ich muss sagen, dass ein erneuter Zeichentrickfilm klasse gewesen wäre. Aber nun ist die Entscheidung halt anders ausgefallen. Freue mich trotzdem auf "Die Schneekönigin".

    "Rapunzel" hat mir trotz CGI aber auch gefallen, auch wenn Alan Menkens Musik hier für ihn als Komponist weit unter seinen Leistungen der 90er war. Hier hat Randy Newman definitiv bessere Arbeit bei "Küss den Frosch" geleistet. Aber das ist jetzt Off-topic.

    Fazit: Beide, "Rapunzel" und "Küss den Frosch", sind schöne Filme. Disney sollte aber auf beide Arten weiterhin setzten, meiner Meinung nach.
    Liebe Grüße Chris

    Wenn die Hoffnung stärker ist als die Angst, wenn der Mut die Verzweiflung besiegt… …gibt es immer ein Morgen.

  3. #28
    Mitglied Avatar von ecilA
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    Natürlich habe ich "Küss den Frosch" im Kino gesehen! Das hätte ich mir nicht entgehen lassen! ^^
    "Winnie Puuh" habe ich verpasst.
    Aber "Rapunzel" habe ich mir nicht angeschaut. Erst auf DVD... Hat mich im Vornherein nicht so angesprochen, als dass ich ihn unbedingt im Kino hätte sehen müssen.
    Nicht falsch verstehen, "Rapunzel" ist klasse! Nur ist CGI in meinen Augen weniger ansprechend als Zeichentrick.
    Daher bin ich enttäuscht, dass ein so schönes Märchen wie "Die Schneekönigin" nun computeranimiert wird. Der Film kann nichts destotrotz super werden, aber Handanimation wäre mir um Welten lieber gewesen!
    Vielleicht besteht ja noch Hoffnung auf einen handgezeichneten "King of the Elves"...

  4. #29
    Mitglied Avatar von Mérida
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    Ich muss sagen, ich hätte auch viel lieber eine handgezeichnete Schneekönigin, weil es meiner Ansicht nach viel besser zu dem Märchen passt! Außerdem würde ich mir wünschen, dass es eher ernsthaft werden würde, also ohne irgendwelche Sidekicks wie Pascal und Maximus. (Obwohl ich diese Tiere liebe!) Aber wahrscheinlich entspricht meine ideale Vorstellung von der Schneekönigin nicht der des Publikums.
    Viel Glück zum Nicht-Geburtstag!

  5. #30
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    Zitat Zitat von Sir Donnerbold Beitrag anzeigen
    Was mich aus schierer Neugier interessiert: Von euch allen, die lautstark über die Entscheidung schmollen, dass "Frozen" als CGI-Projekt verwirklicht werden soll - wer hat "Küss den Frosch" UND "Winnie Puuh" im Kino gesehen?
    Ich war zweimal in "Küss den Frosch" und habe sogar Kollegen und Kinder von Freunden mitgenommen. In "Winnie Puuh" war ich nicht, weil mich diese Filme noch nie begeistert haben. Ich hatte fast immer ein bißchen den Eindruck, "Winnnie Puuh" wird als Zeichentrick realisiert, damit sie ein Argument haben, dass diese Form im Kino nicht mehr akzeptiert wird. Oder war "Winnie Puuh" ein Erfolg? Ich denke es ist falsch, dass man Zeichentrick nur in Verbindung mit Kinderunterhaltung bringt. Nach meiner Erfahrung ist es Kindern egal, ob CGI oder handgezeichnet. Gut muss es sein. Wenn man schaut, wie lange Disney Vorreiter mit seinen handgezeichneten Filmen war, dann ist es traurig, dass es hier keine Innovationen mehr zu geben scheint. Wenn man bedenkt, wie "Die Schöne und das Biest" auch bei den Erwachsenen eingeschlagen hat. Dieses ausdruckstarke Biest, toll. Ebenso bei vielen anderen Filmen. Wenn man "Atlantis" mit "Schneewittchen" vergleicht - was für eine Entwicklung! Beides hangezeichnet. Wow! Ich denke, es müsste einfach ein besseres Marketing geben und man sollte den Künstlern mehr Raum geben, ihre Stoffe zu verwirklichen.

  6. #31
    Mitglied Avatar von LittleMermaid_
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    Zitat Zitat von Mérida Beitrag anzeigen
    Ich muss sagen, ich hätte auch viel lieber eine handgezeichnete Schneekönigin, weil es meiner Ansicht nach viel besser zu dem Märchen passt! Außerdem würde ich mir wünschen, dass es eher ernsthaft werden würde, also ohne irgendwelche Sidekicks wie Pascal und Maximus. (Obwohl ich diese Tiere liebe!) Aber wahrscheinlich entspricht meine ideale Vorstellung von der Schneekönigin nicht der des Publikums.
    Das würde ich mir auch wünschen, ich finde in den letzten Filmen wurde sowieso immer viel zu sehr auf Humor gesetzt..

  7. #32
    Zitat Zitat von LittleMermaid_ Beitrag anzeigen
    ich finde in den letzten Filmen wurde sowieso immer viel zu sehr auf Humor gesetzt..
    Richtig! Wird Zeit, dass Disney wieder so vorlagengetreue, auf humoristische Lieder und sprechende Tiere verzichtende Trickfilme macht. Sowas wie "Cinderella" oder "Arielle".



  8. #33
    Mitglied Avatar von Timon
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    Zitat Zitat von LittleMermaid_ Beitrag anzeigen
    Das würde ich mir auch wünschen, ich finde in den letzten Filmen wurde sowieso immer viel zu sehr auf Humor gesetzt..
    *Unterschreib*
    Humor gehört zu einem Disneyfilm dazu, das ist keine Frage. Trotzdem finde ich, dass frühere Meristerwerke insgesamt mehr Ernsthaftigkeit zeigen als "Rapunzel".

  9. #34
    Mowgli
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    Richtig. Man denke nur an Hercules, Der König der Löwen, Mulan oder Aladdin!

  10. #35
    Mitglied Avatar von -Simba-
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    Dabei find ich den Humor der neueren Filme um einiges langweiliger bzw. unlustiger als bei älteren Filmen...^^

    Joa schade, mal wieder kein Zeichentrickfilm.

  11. #36
    Mitglied Avatar von ecilA
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    Warum ist es denn plötzlich so verwerflich, wenn einige lieber einen ernsteren als einen lustigen Filme sehen wollen...?
    "Pinocchio", "Fantasia", "Bambi", "Dumbo", "Susi und Strolch", "Dornröschen", "101 Dalmatiner", "Bernard und Bianca", "Cap und Capper", "Taran und der Zauberkessel", "Basil, der große Mäusedetektiv", "Oliver und Co.", "Pocahontas", "Der Glöckner von Notre Dame", "Mulan", "Tarzan", "Dinosaurier", "Atlantis", "Der Schatzplanet", "Bärenbrüder", ja, auch "Küss den Frosch" (*lufthol*) sind in ihrem Grundton doch wirklich berührend, ernst und stellenweise sehr erwachsen! Als wenn jedes Disney-Meisterwerk so ein Gag-Feuerwerk wie "Aladdin" oder "Hercules" sein würde...
    Die Meisterwerke zeichnen sich meiner Meinung nach alle durch eine sehr gute Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit aus.
    Nur leider hat in den letzten Jahren auch ein kleiner Überschuss an Humor stattgefunden, und wenn es nur szenenweise geschehen ist...


    Irgendwie schade.
    Ich erhoffe insgeheim ein elternerschreckendes FSK 6!
    Geändert von ecilA (17.01.2012 um 21:32 Uhr)

  12. #37
    Mitglied Avatar von LittleMermaid_
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    Zitat Zitat von ecilA Beitrag anzeigen
    Warum ist es denn plötzlich so verwerflich, wenn einige lieber einen ernsteren als einen lustigen Filme sehen wollen...?
    "Pinocchio", "Fantasia", "Bambi", "Dumbo", "Susi und Strolch", "Dornröschen", "101 Dalmatiner", "Bernard und Bianca", "Cap und Capper", "Taran und der Zauberkessel", "Basil, der große Mäusedetektiv", "Oliver und Co.", "Pocahontas", "Der Glöckner von Notre Dame", "Mulan", "Tarzan", "Dinosaurier", "Atlantis", "Der Schatzplanet", "Bärenbrüder", ja, auch "Küss den Frosch" (*lufthol*) sind in ihrem Grundton doch wirklich berührend, ernst und stellenweise sehr erwachsen! Als wenn jedes Disney-Meisterwerk so ein Gag-Feuerwerk wie "Aladdin" oder "Hercules" sein würde...
    Die Meisterwerke zeichnen sich meiner Meinung nach alle durch eine sehr gute Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit aus.
    Nur leider hat in den letzten Jahren auch ein kleiner Überschuss an Humor stattgefunden, und wenn es nur szenenweise geschehen ist...


    Irgendwie schade.
    Ich erhoffe insgeheim ein elternerschreckendes FSK 6!
    Danke, das ist genau das was ich meine. Sagt doch niemand, dass sie den Humor komplett weglassen sollten, ich fand es bei Rapunzel einfach nur zu viel. Da wurde es, darauf angelegt, dass ein Lacher nach dem anderen folgte und das bezieht sich ja nicht nur auf die Tiere.

    Mich hat der Film kein Stück berührt, nicht mal zum Ende hin. Unterhalten hat er mich, aber nicht berührt und das habe ich einfach sehr vermisst.

  13. #38
    Hier hat doch niemand Probleme mit dem Wunsch nach einem weniger humorlastigen Disney-Trickfilm. Worauf ich hinauswill, und Mowgli ja ganz offensichtlich wohl auch, ist, dass ich die hier teilweise vorgetragene Haltung, die klassischen Trickfilme wären nahezu allesamt ernster als "Rapunzel", für mich vollkommen unverständlich ist.

    Klar, Humor ist eine eher subjektive Sache. Trotzdem wirkt es auf mich derart kurios, dass hier so viele von der Würde eines "Arielle, die Meerjungfrau" rumschwärmen, und zugleich den so böse, böse flapsigen "Rapunzel" beschimpfen, dass ich um den Gedanken nicht herumkomme, dass die Zeichentrickfilme für diese Personen nostalgisch verklärt sind. Oder sie bei "Rapunzel" viel zu sehr auf den Humor achten, weil sie vom Marketing manipuliert wurden. Oder bei CGI halt dank "Shrek" und Co. eh mit mehr Humor rechnen. Oder sogar alles drei zusammen.

    Halten wir doch einfach mal "Arielle" und "Rapunzel" direkt gegenüber.

    Der eine Film ist voller sprechender, tierischer Sidekicks, die sehr viel rumblödeln. Er enthält mehrere rein komödiantische Songs sowie ein zentrales Liebeslied, das durch den Gesang cartooniger Tiere etwas zurückgenommen wird. Der melancholische Grundton des Märchens wird gegen ein Happy End ausgetauscht und ein fetter, französischer Koch ohne jede nennenswerte Relevanz für die Handlung rennt durch die Gegend und dürfte in vierzig Jahren dafür sorgen, dass Leonard Maltin jr. bei der "Unobtanium Edition" des Films ein Intro sprechen muss, bei dem er sich bei den restlichen Franzosen dieser Erde für diesen Rassismus entschuldigt.

    Der andere enthält zwei Tiere, die noch nichtmal freche Sprüche bringen können (weil sie nicht sprechen) und einen komödiantischen Song. Sowie einen nervigen, hässlichen alten Sack (der zwei Szenen hat). Das zentrale Liebeslied wird komödiantisch nicht untergraben.


    Wie gesagt, vielleicht spinne ich und mein kaputtes Humorempfinden sorgt dafür, dass ich die Hälfte der Gags in "Rapunzel" übersehe, während ich in "Arielle" wesentlich mehr Gags entdecke, als es gibt ... Aber seit ihr euch wirklich dermaßen sicher, dass "Rapunzel" sooo viel lustiger ist als "Arielle"? Oder obsiegt da vielleicht auch ein wenig der Frust über's Medium?

    Ich würde "Rapunzel" von der Stimmung her direkt neben "Die Schöne und das Biest" stellen. Und ehe ihr mich nun mit faulem Obst beschmeißt, könnt ihr ja versuchen mir aufzuzeigen, wo "Die Schöne und das Biest" würdevoller ist und wie die singende, tanzende und rumalbernde Einrichtung des verzauberten Schlosses weniger Comic Relief ist als Pascal und Maximus.

    P.S.: Diese Frage geht speziell an Ecila: "Oliver & Co." ... ernsthaft? Ich gehöre ja noch zu den ersten, die sich für dieses von uns Disney-Fans häufig zu unrecht übergangene Meisterwerk einsetzen, aber du möchtest diesen Film doch nicht guten Gewissens als berührender, ernster und erwachsener als "Rapunzel" bezeichnen?! Wie gesagt, ich weiß, Humor ist subjektiv, aber der eine Film kommt aus poppig-humoristischen 80er-Gesangseinlagen nicht mehr heraus, und der andere beinhaltet einige der lyrischsten Disney-Trickszenen, die Disney-Märchen zu bieten haben.
    Geändert von Sir Donnerbold (18.01.2012 um 08:28 Uhr)

  14. #39
    Mitglied Avatar von Hoyrica
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    Danke, Sir Donnerbold, für dieses ausnehmend richtige und richtig rückende Statement.

    Ich bin allerdings nicht Deiner Meinung:
    In 40 Jahren werden die Fans in welchem Forum auch immer erfolglos dafür kämpfen, dass der französische Koch wieder im Film auftaucht, weil er zwischendurch wegretuschiert und/oder durch ein politisch korrektes Wesen ausgetauscht sein wird.
    Zudem glaube ich nicht, dass Leonard Maltin Nachwuchs hat. Es täte mich wundern. Oder doch? Leider über die englischsprachige Wikipedia heute nicht nachprüfbar.

  15. #40
    Mitglied Avatar von Mérida
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    Was mich persönlich immer an Arielles Sidekick Fabius störte, war, dass alles, was er sagte irgendwie unnötig wirkte. Da ist mir der niedliche, stille Pascal schon lieber. Im übrigen denke ich das Rapunzels Tiere schon eher den "alten" tierischen Nebenfiguren, wie Röschens Eule oder Schneewittchens Waldtiere gleichen.
    Der Threat entgleist hier scheinbar zu einem Vergleich zwischen CG und hangemachtem Zeichentrick und Rapunzel und den anderen Klassiker. Ich wette, dass in einigen Jahren Rapunzel hier als Klassiker verehrt wird von heutigen kleinen Mädchen und Jungen im Grundschul- und Kindergartenalter! Und ihre Meinung kann ich dann nur teilen!
    Viel Glück zum Nicht-Geburtstag!

  16. #41
    Zitat Zitat von Hoyrica Beitrag anzeigen

    Zudem glaube ich nicht, dass Leonard Maltin Nachwuchs hat. Es täte mich wundern. Oder doch? Leider über die englischsprachige Wikipedia heute nicht nachprüfbar.
    Wenn man schnell genug den Seitenaufbau stoppt (einfach das "X" drücken, wie auch immer Informatiker es offiziell nennen), kann man auf Wikipedia weiterhin alles ungestört aufrufen. Maltin ist seit 1975 verheiratet und hat eine 1986 geborene Tochter. Ich lag also ein bisschen daneben, als ich von Maltin jr. gemutmaßt habe.

    Ansonsten bedanke ich mich natürlich für das Lob und hoffe, dass man bei Disney das Retuschieren gefälligst unterlässt.

    @ Mérida: Ja, ein wenig entgleist dieses Thema schon, aber die Diskussion passt wohl insofern, als dass man an den differenzierenden Fanmeinungen schon jetzt ablesen kann, wie "Frozen" auf Disney-Fanboards nach Erscheinen aufgenommen wird. Sofern der Film nicht absurd gut oder absurd schlecht sein wird, bin ich mir sicher, dass rund 90% nach ihrem Kinobesuch das gleiche denken werden, wie jetzt. Womit ich niemanden speziell ansprechen möchte. Ich kann genauso gut unter diese 90% fallen - sollte jemand denken, ich würde mich nun auf ein Podest stellen wollen.

  17. #42
    Mitglied Avatar von Hoyrica
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    Zitat Zitat von Sir Donnerbold Beitrag anzeigen
    Maltin ist seit 1975 verheiratet und hat eine 1986 geborene Tochter.
    Da lag ich jetzt aber daneben!

  18. #43
    Mitglied Avatar von ADrian
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    Ich stimme Sir Donnerbold voll und ganz zu: "Rapunzel" steht in meinen Augen bis auf die Animationstechnik wirklich voll und ganz in der Tradition der anderen Disney-Märchen. Humor und Tier-Sidekicks gab es (fast) immer, und zwar oft sogar in noch viel größerem Maße als bei Rapunzel.

    Und die Technik (CGI vs. Zeichentrick) finde ich eigentlich nicht soo wichtig, so lange der Film gut ist und toll aussieht. Wobei ich es freilich schon schön fände, wenn die klassische Zeichentrick-Animation nicht völlig ausstirbt...
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    mein Blog: www.adrian-vom-baur.de
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  19. #44
    Mitglied Avatar von DisneyDanny
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    Ich möchte mal mehr oder weniger auf Donnerbolds Post eingehen:
    Ich beziehe deine Statements jetzt nur auf mich, auch wenn sie nicht an mich gerichtet waren. Es geht mir nicht um einen "weniger humorlastigen" Film, sondern einfach um einen Film, welcher in meinen Augen der alten Disney-Ära gleich kommt. Und ich finde ältere Disney-Filme auch nicht ernster, denn im Grunde besitzt doch jeder Disneyfilm humorvolle Szenen, egal, in welche Richtung der Humor geht

    Wie du sagst, Humor ist eine subjektive Sache. Doch mal ganz aus meiner Sicht: Allein durch das Cover von "Rapunzel" bin ich abgeschreckt! Sofort denke ich an einen Film, der bloß für die Kinder von heute produziert wurde, die natürlich eine Rapunzel brauchen, die ihre Haare als Peitsche hält, einen "Lover", der misstrauisch mit erhobener Pfanne hinter ihr steht, sowie das Pferd, das ebenso dämlich wie unnatürlich (und damit meine ich jetzt nicht die Tatsache, dass es nicht auf vier Beinen steht, ein Schwert im Maul hat, etc.) dreinschaut und natürlich - als Tüpfelchen vom "i" - ein obercooles Chamäleon auf Rapunzels Kopf. Nochmal: Wenn ich das schon sehe, wird jeglicher Gedanke an ein Ansehen, geschweige denn an einen Kauf sofort in die hinterste Ecke meines Kopfes gedrängt, ohne die Möglichkeit, je wieder auch nur ein Stückchen nach vorne zu rutschen.

    Natürlich hat das sicher auch mit Nostalgie zu tun, aber nicht nur! Ich sah beispielsweise Den Glöckner vor etwas über 2 Jahren das allererste Mal in meinem Leben - und er gefiel mir auf Anhieb, was also zeigt, dass ich nicht nur Disney-Filme gutheiße, die ich noch aus meiner Kindheit kenne, sondern auch jene, die ich erst vor kurzem kennen gelernt habe. Nebenbei: Auch Den König der Löwen habe ich vor 2 Jahren das erste mal gesehen - auch hier war ich auf Anhieb begeistert

    Und gewiss hast du auch recht mit dem "Frust über's Medium", weil ich die alten und klassischen Zeichentrickfilme sehr vermisse. Wobei ich nicht mal selbst genau sagen kann, was ich unter alt und klassisch genau verstehe. Wahrscheinlich die Filme, die eine gute Handlung haben, Humor aber auch passende Dramatik beinhalten und die eine atemberaubende Musik zu bieten haben - was ich von "Rapunzel" nicht sagen kann...

    Zuletzt sei natürlich noch gesagt, dass ich außer Trailerausschnitten von Rapunzel noch nichts gesehen habe! Ich kritisiere auch nicht den ganzen Film, denn beispielsweise der Detailreichtum (den man schon ansatzweise im Trailer erkennt) sagt mir durchaus zu. Doch das, was im Trailer an Handlung, Humor und Musik zu sehen/ hören ist nicht. Aus diesem Grund wird es wohl noch lange dauern, bis ich den Film vielleicht einmal zu Gesicht bekomme.
    Mit freundlichen Grüßen, DisneyDanny

  20. #45
    Zitat Zitat von DisneyDanny Beitrag anzeigen
    Wie du sagst, Humor ist eine subjektive Sache. Doch mal ganz aus meiner Sicht: Allein durch das Cover von "Rapunzel" bin ich abgeschreckt!
    Wie die schier endlosen (und manchmal ganz und gar berechtigten) Diskussionen über grässliche Cover neuer Auflagen alter Disney-Meisterwerke wohl längst bewiesen haben sollten: Don't judge a book by it's cover. Und Filme auch nicht.

    Ich finde die handelsüblichen (westlichen) Cover für "Rapunzel" auch grauenhaft, ebenso wie die Poster. In Japan eicht man diese Promomaterialien eher auf den klassischen Disney-Stil.

    Zitat Zitat von DisneyDanny Beitrag anzeigen
    Zuletzt sei natürlich noch gesagt, dass ich außer Trailerausschnitten von Rapunzel noch nichts gesehen habe! Ich kritisiere auch nicht den ganzen Film, denn beispielsweise der Detailreichtum (den man schon ansatzweise im Trailer erkennt) sagt mir durchaus zu. Doch das, was im Trailer an Handlung, Humor und Musik zu sehen/ hören ist nicht. Aus diesem Grund wird es wohl noch lange dauern, bis ich den Film vielleicht einmal zu Gesicht bekomme.
    Ich kann nicht mehr zählen, wie oft hier im Forum und andernorts immer wieder betont wurde, wie schlecht und irreführend die Trailer zu "Rapunzel" sind. Allein ich habe mich hier, hier und hier darüber ausgelassen. Und hier im Forum haben sich unter anderem Leute wie Mowgli und Hoyrica auch schon mehrfach sehr eloquent über die miese Promo-Arbeit Disneys beschwert.

    Bitte missverstehe nicht, ich will keinesfalls besserwisserisch klingen oder dich für dumm verkaufen. Und nein, auch wenn ich diese Links nun zum x-ten Mal poste, will ich keine Eigenwerbung machen. Dass du auch nach der ermüdenden "Das Marketing ist scheiße"-Diskussion von Ende 2010 weiterhin auf Disney reinfällst, zeugt ja davon, dass ich sie offenbar noch nicht penetrant genug angepriesen habe.

    Wirklich: Ich möchte dich nur ermutigen, über Disneys sich an das "klassische DreamWorks-Publikum" anbiedernde Marketing hinwegzusehen und "Rapunzel" mit offenen Augen zu sehen. Denn wie ein Blick auf prominente US-Boards wie Ultimate Disney zeigt, ging es einigen Fans so wie dir (dort kam ja noch erschwerend die Titeländerung in "Tangled" hinzu), und eine überwältigende Mehrheit der Zweifler war nach Sichtung von "Rapunzel" total begeistert. So, wie es Leute gibt, die "Der König der Löwen" absolut überschätzt finden, gibt's natürlich auch manche, die "Rapunzel" mies finden (hier im Thread haben sich ja ein paar davon gefunden), aber es ist tatsächlich so, dass die meisten "Rapunzel" als ein richtig typisches "Old School"-Disney-Märchenmusical genossen haben.

    Also ... nur Mut. Die Chancen, dass dir "Rapunzel" gefällt stehen deutlich besser, als dich Disneys depperte Marketingabteilung denken lässt.

  21. #46
    Was bitte schön sagt denn ein DVD-Cover über den Inhalt eines Filmes aus? Ich les ja schon lang kaum noch hier im Forum mit, weils oftmals mehr um die Verpackung als um den Inhalt geht, aber ja mei, wenns sonst nix zu diskutieren gibt, meinetwegen. Aber in diesem Fall geht mir doch mal echt der Kragen auf.

    Es sollte doch allmählich bekannt sein, auf welche Zielgruppe es die Marketingabteilungen gerade bei Trickfilmen in unserem Land abgesehen haben. Da ist es doch völlig wurscht, wie inhaltstief ein Animationsfilm ist. Hauptsache das Cover ist hübsch bunt und verspricht der kauffreudigen Mutter viel Spaß für ihren Nachwuchs.


    edit: KdL wird total überschätzt ^^

  22. #47
    Mitglied Avatar von Timon
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    Ein Beispiel:
    In "Schneewittchen und die sieben Zwerge" ist der Humor behutsam, aber bewusst eingesetzt. Die Zwerge sind alle Karrikaturen. Sie sehen nicht nur anders aus, sondern bewegen sich auch anders und insgesamt schneller. Sie machen übergroße Sprünge, fliegen durch die Luft oder nehmen eine unnatürliche Geschwindigkeit ein, wenn sie aus dem Haus rennen, weil sie Schneewittchen für ein Gespenst halten.
    Bestimmte Prinzipien der Animation sind hier eingesetzt, z.B. Sqash and Stretch (die Flexibilität des "Materials" der "Figuren"), die Animation des
    "losen Fleisches" als Kategorie der Follow Through-Animation, d. h. die Verzögerung, die damit verbunden ist, dass das "Material" der Karrikaturen flexibler auf dem Skelett sitzt als bei realen Menschen.
    Aber nicht nur in den Figuren, sondern auch in den Szenen zeigt sich diese Art von Humor. Die Szenen, in denen nur die Zwerge vorkommen, sind ganz anders aufgebaut. Es wird weniger eine Handlung vorangetrieben, sondern der Augenblick steht im Mittelpunkt (Tja, Slapstick eben). Die Zwerge hangeln sich von einer Aktion zur nächsten (z.B. die Rückkehr in ihr Haus, das Waschen). Eine Veränderung der Situation ist nur vorhanden, um die Aktionen zu verbinden.
    Genau dasselbe gilt für die Waldtiere. Sie reagieren menschlich und sorgen auch für eine Menge Slapstick.
    Die Menschen dagegen sind mit einer größeren Portion Realismus versehen. Sie haben reale Vorbilder (ein Tänzerpaar) und wurden mit Rotoskopie entwickelt. Bei der Hexe war es Walt Disney bekanntlich wichtig, dass sie realistisch wirkt und keine Karrikatur wie die Hexen in den Cartoons ist. Wenn die Menschen handeln wird meistens die Story vorangetrieben, eine Veränderung tritt ein. Sie bewegen sich normal und ihnen passieren nie solche Missgeschicke wie den Zwergen. Die Szenen sind düster, märchenhaft oder romantisch. Außerdem sind die Szenen, in denen nur Menschen vorkommen meistens humorfrei. Bevor die Waldtiere auftauchen passiert kein einziger Gag.
    Genauso verhält es sich mit den Tieren. Die Tiere am Hof, das Pferd und die Taben (größtenteils zumindest) sind keine Cartoontiere wie die Waldtiere, sondern realistisch.
    Schneewittchen tanzt zwar mit den Zwergen und spricht mit den Tieren, aber man wird immer über deren Reaktion lachen und nicht über Schneewittchen.
    Das zeigt, dass hier der Humor genial verteilt ist und sowohl der Handlung als auch den Figuren angepasst ist.

    Ich habe Schneewittchen gewählt, weil es der klassischste Disneyfilm ist und man es hier noch am deutlichsten sieht. In späteren Trickfilmen ist es genauso. In "Dornrösschen" sorgen die Tiere und die cartoonhaften Feen an bestimmten Stellen für Lacher und auch hier handert sich das Handlungsprinzip von Situation-Aktion-Situation zu Aktion-Situation-Aktion (wie bei den Zwergen), man bedenke die Szene, in der die Feen die Geburtstagsfeier für Dornröschen vorbereiten. Mit der Zeit hat es sich etwas vermischt, aber auch hier ist der Bwusste Einsatz von Humor noch zu erkennen.
    Mulan erzählt eine düstere Geschichte mit sehr vielen tragischen Momenten. Dennoch kommt zwischendurch Humor vor. Mulan sorgt für den ein oder anderen lustigen Spruch mit ihrer Reaktion für einen Lacher. Der Schlagstock-Humor gehört aber noch wie vor den Karrikaturen: Mushu, dem Pferd, der Grille, den drei Kriegern. Mulan würde sich niemals im Holz festbeißen, wenn sie vom Stamm fällt.

    Bei "Rapunzel" gibt es diesen bewusste und sparsamen Einsatz von Humor nicht mehr. Flynn fliegt wie durch die Luft, macht einen Tanz, den sonst nur Caroons tanzen würden (teilweise von Genie übernommen) oder wird von Rapunzels Haar "erschlagen", Rapunzel schwingt sich an ihrem Haar im Kreis. Außerdem gibt es jede Menge dieser Aktion-Situation-Aktion-Komik zwischen den beiden Figuren. Rapunzel versucht Flynn im Schrank zu verstecken und das misslingt ihr mehrmals oder Flynn und Maximus kämpfen um die Tasche. Es gibt keinen allzu großen Unterschied zwischen den Sidekicks und den Hauptfiguren. Es werden die Gags einfach aneinandergereiht.
    Auch wenn es unbewusst ist, hat der Film Färbungen von anderen zeitgenössischen CGI-Komödien.
    Oder anders ausgedrückt: Hätte es diese Szene mit der Bratpfanne in dieser Form auch bei "Dornröschen" geben können? Wenn Dornröschen soetwas machen würde, würde man doch sofort sagen, hier stimmt etwas nicht. Könnte man sich diese Art von Humor in einem Pixar- oder Dreamworksfilm vorstellen? Ich denke schon.
    Zudem ist dieser Humor sehr einseitig, er besteht meistens aus Situationskomik und ab und zu aus einem lustigen Spruch. In klassischen Disneyfilmen gibt es durchaus vielseitigeren Humor. Die Tiere ahmen die Menschen nach, reagieren darauf, kommentieren sie, die menschlichen Karrikaturen überzeichnen Missgeschicke, die uns selbst alltäglich passieren, wodurch wir uns identifizieren können, Figuren sprechen lustig, spielen mit Sprache, etc.
    "Rapunzel" hat zwar eine ernsthafte Grundhandlung, aber sie wird durch zuviel Humor verdeckt. Außerdem kommen einige disneytypische Elemente vor, aber das allein macht noch keinen Disneyfilm aus. Wer die richtigen Zutaten verwendet, kann noch lange nicht kochen, es kommt auch auf die feinfühlige Zubereitung an.


  23. #48
    Mitglied Avatar von Timon
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    Und noch zu Sir Donnerbolds Beitrag:

    Zitat Zitat von Sir Donnerbold Beitrag anzeigen
    Hier hat doch niemand Probleme mit dem Wunsch nach einem weniger humorlastigen Disney-Trickfilm. Worauf ich hinauswill, und Mowgli ja ganz offensichtlich wohl auch, ist, dass ich die hier teilweise vorgetragene Haltung, die klassischen Trickfilme wären nahezu allesamt ernster als "Rapunzel", für mich vollkommen unverständlich ist.
    Wenn du auf mich anspielst: Nicht allesamt, sondern insgesamt. Klar gibt es viele Ausnahmen wie Die Hexe und der Zauberer, Aladdin, Hercules oder Ein Königreich für ein Lama. Aber im Durchschnitt überragt die Ernsthaftigkeit.

    Und ehe ihr mich nun mit faulem Obst beschmeißt, könnt ihr ja versuchen mir aufzuzeigen, wo "Die Schöne und das Biest" würdevoller ist und wie die singende, tanzende und rumalbernde Einrichtung des verzauberten Schlosses weniger Comic Relief ist als Pascal und Maximus.
    Das dürfte mit meinem letzten Post beantwortet sein.

    Wie gesagt, vielleicht spinne ich und mein kaputtes Humorempfinden sorgt dafür, dass ich die Hälfte der Gags in "Rapunzel" übersehe, während ich in "Arielle" wesentlich mehr Gags entdecke, als es gibt ... Aber seit ihr euch wirklich dermaßen sicher, dass "Rapunzel" sooo viel lustiger ist als "Arielle"? Oder obsiegt da vielleicht auch ein wenig der Frust über's Medium?
    Ich denke, es kommt nicht nur auf die Menge des Humors an, sondern auf die Qualität und darauf, wie er eingesetzt ist. Außerdem sollte man dazu den ganzen Film betrachten und nicht nur die einzelne Szene. Frust über das Medium ist es bei mir definitiv nicht. Optisch steht bei mir "Rapunzel" weit über "Arielle".

  24. #49
    Mitglied Avatar von Hoyrica
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    Kann es nicht einfach sein, dass sich die Komikzentren der Menschen in 75 Jahren einfach deutlich verschoben haben?

  25. #50
    Zitat Zitat von Timon Beitrag anzeigen
    Wenn du auf mich anspielst
    Ich habe generell gesprochen, nicht spezifisch auf dich angespielt. Sonst hätte ich dich ja direkt zitiert.

    Ansonsten sehe ich natürlich, aus welcher Perspektive du deine Meinung, "Rapunzel" sei generell flapsiger, humoristischer oder wie man das auch sonst immer bezeichnen will, beziehst. Jedoch teile ich diese Perspektive keineswegs. Du ziehst ja folgendes Fazit:

    Zitat Zitat von Timon Beitrag anzeigen
    Ich denke, es kommt nicht nur auf die Menge des Humors an, sondern auf die Qualität und darauf, wie er eingesetzt ist.
    Naja, das mit der Qualität ist natürlich sehr subjektiv, ich schätze, da können wir uns schnell einig werden. So kann ich über die Gags in "Schneewittchen und die sieben Zwerge" nicht einmal schmunzeln. Dennoch läge es mir fern, ihn deshalb als weniger humoristisch zu bezeichnen.

    Wenn ich dich richtig verstehe, und bitte korrigiere mich, sollte ich das nicht tun, ist dein "Problem" (bewusst in Anführungszeichen gesetzt) mit "Rapunzel" unter anderem, dass sich in diesem Film auch die Hauptfiguren Flynn und Rapunzel ab und zu einen Spaß erlauben. Ich kann nachvollziehen, dass der Film dadurch für dich und manch andere Leute als humoristischer wirkt ... jedoch kann ich das keinesfalls verallgemeinern. Und angesichts der generellen Rezeption des Films würde ich zu behaupten wagen, dass diese Sichtweise eher eine Minderheit darstellt.

    Für mich bedeutet das Scherzen von Rapunzel und Flynn lediglich, dass sie als Figuren nicht so sterbenslangweilig wie Schneewittchen, Dornröschen oder Prinz Charming sind. Würden sie sich nur durch den Humor von ihren frühsten Vorgängern unterscheiden, so käme ich sicherlich auf die gleiche Schlussfolgerung wie du. Jedoch haben Rapunzel und Flynn auch tiefer ausgelotete Persönlichkeiten, ihre Liebesbeziehung wird deutlich besser und "realistischer" ausgearbeitet und beide haben stärker untermauerte Ängste als die durch und durch ernsten, aber auch durch und durch blassen Hauptfiguren aus den von dir genannten, frühen Trickfilmen. Ja, Aurora hätte wohl niemanden mit einer Bratpfanne erschlagen. Aber sie hat sich in ihren Prinzen verliebt "weil ... äh .... Traum" und sie zeigte keine nennenswerten Anzeichen eines inneren Konflikts mit ihren Zieheltern. Und tief in ihr verborgenes Heimweh zeigte sie auch nicht. Rapunzel ist witziger, ja, aber zugleich auch ernster.

    Deswegen käme ich für mich selbst niemals auf die Idee zu denken "Oh, in 'Rapunzel' gibt es keine langweilige Figur, alle sind fähig, auch mal einen Witz zu machen, also muss der Film sehr viel komödiantischer sein als die tieftraurigen Disney-Klassiker 'Schneewittchen' und Co.!" (ich gebe zu, das war böser Sarkasmus, verzeih's mir bitte). Allerdings kann ich erkennen, dass diese andere Verteilung des humoristischen Elements auf manche Zuschauer so eine Wirkung haben kann. Für mich ist es eine bessere, da gleichmäßigere Verteilung. Für dich ist die der früheren Filme genialer.

    Einig werden wir uns also nicht, ob "Schneewittchen" oder "Rapunzel" der "ernstere" Film ist. Ich schätze, dass kann man akzeptieren. Dennoch hoffe ich, dass du, meinem zwischenzeitlichen Sarkasmus zum Trotz, auch akzeptieren kannst, dass ich unmöglich mit ruhigen Füßen zusehen kann, wie hier im Forum diese mir so fern liegende Sichtweise von "Rapunzel" breitgetreten wird. Da macht Disney endlich mal eine interessante Prinzessin, und so straft ihr das.

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