Sieht der deutsche Comichändler so aus wie der »Comic-Typ« aus den Simpsons? Für viele ist der moderne Comicfachverkäufer ein unbekanntes Wesen. Die Freuden, die Sorgen und Nöte dieser Gruppe kommen im Diskurs oft zu kurz und nur pauschalisiert zum Zuge. Heute startet eine neue Kolumne, die fortan in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht wird.
Im »Comicladen-Report« schreiben die beiden Comicfachhändler Ekki Helbig und Björn Steckmeier für CRON über den Comicmarkt aus Sicht des Händlers. Wir haben sie gebeten, als Auftakt ihr tägliches Arbeitsfeld etwas vorzustellen, damit sich die Leser ein besseres Bild davon machen können. Jeder stellt in der nullten Folge den Laden des anderen vor.
Jede Kolumne wird mit unserem Forum verlinkt, damit ein hoffentlich reger Meinungsaustausch stattfinden kann. Dort kann man auch Themen vorschlagen, welche die Autoren in zukünftigen Kolumnen behandeln könnten. Gast-Kolumnen von anderen Händlern sind ebenfalls willkommen.
Folge 0: Wer sind wir?
Ergebnis 1 bis 25 von 427
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24.08.2011, 05:25 #1
Comicladen-Report: Was den Handel bewegt
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24.08.2011, 09:17 #2
Super Idee auch mal diejenigen zu Wort kommen lassen die sehr direkt von dem betroffen sind was in der Branch so vor sich geht und zwar ohne das es auf ein Verlag konzentriert wäre.
Freue mich natürlich das "MEIN" T3 auch dabei ist!Mein Blog: http://blog.starocotes.de
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24.08.2011, 09:22 #3Moderator Epsilon Forum
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Da zeigt sich schon das erste Problem:
Zitat von Bonner Comic Laden
Das mag betriebswirtschaftlich sinnvoll sein, ist für die Verlage aber schlecht, konkurrieren sie doch auf dem begrenzten Platz (Kann man auf 200 bzw. 120 m² überhaupt noch alle Comics unterbringen?) nicht nur mit ihresgleichen, sondern auch noch mit allem möglichen anderen Zeugs, dass da eigentlich nicht hingehört. Das wirkt wie eine Kaufhaus-Mentalität, die schon Karstadt obsolet machte. Kunden, die lieber einen Überblick als eine Auswahl haben wollen, wandern ins Internet ab, was der Möglichkeit einer Expansion des Fachhandels, die zur umfassenden physischen Präsentation neuer Produkte nötig wäre, zusätzlich das Wasser abgräbt.
Zitat von T3
Alle Angaben ohne Gewähr
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24.08.2011, 09:27 #4
wieso problem? genau das hilft dem comicladen zu überleben und überhaupt comics anbieten zu können. als spezialitätenshop für ein spartenprodukt, das eine minderheit kauft, müsste er sich verkleinern und aufs dorf ziehen, um die miete zahlen zu können.
leider leben wir in der realität und nicht im wunschland.
efwe
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24.08.2011, 09:28 #5Mein Blog: http://blog.starocotes.de
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24.08.2011, 09:44 #6Moderator Epsilon Forum
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Das größte Problem ist, wenn manche Comics im Laden gar nicht mehr angeboten werden, weil der Platz fehlt. Verkleinern wäre natürlich eine Verschlechterung des jetzigen Zustands. Wenn vergrößern nicht geht, wäre eine Spezialisierung angebracht, die auch neue Marktlücken für neue Läden/Filialen eröffnet. In Paris gibt es nebeneinander spezialisierte Läden für Superhelden, Mangas oder Alben. Drei ähnliche Läden nebeneinander mit jeweils einer Auswahl von allem könnten nicht existieren.
Die Minderheit ist keine feststehende, sondern eine beeinflussbare Größe und ich stelle in Frage, ob das mit dem Auswahl-Modell funktioniert.Alle Angaben ohne Gewähr
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24.08.2011, 10:00 #7Moderator Carlsen Manga
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@Mark O. Fischer:
Wow, da bin ich baff. Dann haben die Shops ja offenbar nur Glück gehabt, dass sie mit ihrer komischen Kaufhausmentalität so lange überlebt haben, statt einfach nur Comics anzubieten...? Warum machst du nicht um die Ecke vom T3 einen Laden auf, der mal so richtig alle lieferbaren Comics auf einmal präsentiert? Vielleicht da, wo früher COMICA stand, und sich die Miete inzwischen verfünffacht haben dürfte?
Ich meine, sprich doch mal mit den Leuten, warum sie das (bunte Mischung mit angrenzenden / ergänzenden Warengruppen) machen - irgendeinen triftigen Grund müssten sie eigentlich dafür haben.
Und: wann warst du zuletzt in einem Comicladen in Frankreich? Die haben auch jede Menge Merchandise & Co., wie Comic-Shops in Deutschland seit schlappen 20 Jahren.Geändert von Kai Schwarz (24.08.2011 um 10:02 Uhr)
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24.08.2011, 10:05 #8
Ich wollte auch gerade sagen, dass es da ja unterschiedliche Modelle gibt. Die größeren Läden werden wahrscheinlich viel anbieten (wie man hier sieht) und die kleineren werden sich spezialisieren (vielleicht sogar nicht mal auf nur comics, sondern eher auf spielarten von comics wie mangas oder GN's oder Alben).
Und ich würde auch sagen, dass es nicht davon abhängt ob ein shop erfolgreich ist, sondern jeder muss für sich und sein umfeld das richtige konzept finden. Was die verlage wollen ist dann wieder ein ganz anderes thema!
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24.08.2011, 11:09 #9Moderator Epsilon Forum
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Überleben ist eine Sache, Wachstum eine andere. Das sollte eigentlich kein Gegensatz sein, ich stelle nur mal in Frage, ob sich da nicht unterschiedliche Strategien gegenseitig im Wege stehen. Überleben ist natürlich Grundvoraussetzung, aber was dann? Es ist doch wohl unstreitig, dass es zu wenig Comic-Shops in Deutschland gibt. Ein Markt, in dem von vielen Comics nur noch dreistellige Mengen in den Handel erstausgeliefert werden, ist nicht gesund. Das Totschlagargument "Minderheit" ist mir zu einfach.
Dass Wachstum nicht so einfach zu realisieren ist, ist mir schon klar. Als Verlag habe ich leicht reden, was Händler alles tun sollten, genauso wie Händler leicht reden haben, was Verlage alles tun sollten. Würde ich selbst einen Laden eröffnen können, müsste ich schon siebenstellig investieren, wenn ich alles richtig machen will, und Ladenmiete ist der größte Feind.
Doch was ist die Alternative? Alles so lassen, wie es ist? Mit einem Gratis Comic Tag im Jahr ist alles wieder gut? Ich fürchte, dass diese Einstellung eher nach hinten los geht und der Einzelhandel so immer mehr Marktanteile ans Internet verliert, was zur Gewinnung von Laufkundschaft schlecht wäre.Alle Angaben ohne Gewähr
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24.08.2011, 11:18 #10
aus der sicht der händler sieht es aber doch so aus, dass sie das komplette risiko tragen sollen. würde es nach den verlagen gehen, sollten die händler jedes programm - ob verkäuflich oder nicht - komplett in hoher stückzahl abnehmen, und bitte auf gar keinen fall remmittieren. ach ja, werben wäre auch nicht schlecht, und zwar groß und breitflächig, damit neue kunden angelockt werden.
aber so wird es eben nicht funktionieren. jeder gute händler nimmt das ins sortiment, was er in seinem gebiet gut verkaufen kann, und zwar zu den besten konditionen. blöderweise macht es ihm die buchpreisbindung auch noch schwer, mit angeboten oder ähnlichem zu locken, was jeder media markt, saturn oder discounter tun kann.
wäre doch toll, wenn man comics nach gewicht verkaufen könnte. oder nimm 3, zahl 2. aber leider hat der händler diese möglichkeit der angebote ja nicht, weil die verlage die endpreise diktieren wollen.
ist also alles nicht so einfach.
es bringt also nichts, immer wieder zu lamentieren, dass es in anderen bereichen doch auch funktioniert. dummerweise sind dort die prämissen ein wenig anders.
efwe
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24.08.2011, 11:55 #11
Danke Georg

Ich werfe hier mal ein älteres Statement zur Neuheitenflut von Uli Pröfrock in die Debatte:
Quelle: http://www.graphic-novel.info/?tag=uli-profrockBei geschätzten 150 Neuheiten pro Monat, über alle Sparten hinweg gerechnet, wären eigentlich monatlich zwei neue Regalmeter fällig, um auch nur je ein Exemplar dauerhaft vorrätig zu halten. Sollte eine Buchhandlung in der glücklichen Lage sein, das leisten zu können, bliebe immer noch das Problem, einen derart umfangreichen und ständig zunehmenden Lagerbestand zu finanzieren. Da wir mittlerweile von einem durchschnittlichen Preis von beinahe 15 Euro pro Titel ausgehen können, wäre derzeit von einem “ruhenden” Kapital von ca. 15.000 Euro auszugehen, das jährlich zusätzlich benötigt würde. Wie sollte das wohl zu realisieren sein?
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24.08.2011, 12:13 #12Moderator Carlsen Manga
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@Mark: Glaubst du, Comicläden wollen einfach nur überleben, und nicht im Ertrag wachsen? Auf manche mag das ja zutreffen, aber gerade die beiden o.g. haben ja - wie andere Läden auch - bewiesen, dass sie auch über Langstrecke durchhalten können. Ich meine, in der ganzen Zeit, in der sie bereits existieren, sind anderswo ja ganze Imperien auf- und niedergegangen. Ich fänd's auch toll, wenn's mehr Comicläden gäbe, vor allem solche.

Was die dreistelligen Erstmengen angeht: es kommt natürlich auf die Titel an - die Mengen sind vielleicht für die Verlage, die sie produzieren, nicht gesund - für die Shops können sie es aber schon sein, ob es uns Verlagsmenschen nun gefällt oder nicht. Um's mal platt zu formulieren, unverkäufliches Zeug läuft nicht zwingend besser, nur weil man's statt 1-2 mal im Shop zu verstecken im Stapel hinlegt... Und zu dem Markt könnte dann m.E. eher die Aussage zutreffen, dass er vielleicht für bestimmte Titel (zurzeit) zu klein ist. Wie wir aber alle wissen, gibt es auch Titel, die als Erstmenge dreistellig aus den Verlagslagern in den Handel kriechen, jedoch über Mittel- und Langstrecke den Long Distance Runner markieren. In anderen Comic-Segmenten sind die Erstauslieferungsmengen aktuell teilweise fünfstellig, also hängt nicht gleich der ganze Markt in der Kuhle.
Zur Alternative: ich hab ja nirgends gesagt, dass man "alles so lassen soll wie's ist". Aber um Amazon & Co. die Stirn bieten und neue Laufkunden gewinnen zu können, sprich: für Neulinge eine interessante Anlaufstelle zu werden, braucht es eben den lokalen Spezialitätenfaktor - ob Personality hinterm Tresen und/oder Dinge zum Anfassen, Gutfinden und Koofen im Laden, die man eben nicht überall sonst auch haben kann.Geändert von Kai Schwarz (24.08.2011 um 12:45 Uhr)
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24.08.2011, 13:39 #13Moderator Epsilon Forum
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Das Platzproblem ist offensichtlich. Bei der Finanzierung wird die Argumentation heikel. Verlage müssen zunächst mal eine komplette Auflage finanzieren, egal wie schnell die verkauft wird, sollen die dann auch noch nachdrucken und das alles lieferbar halten, also lagern. Das "ruhende" Kapital der Verlage ist um ein Vielfaches höher als das, was hier erwähnt im Handel nicht gehen soll. Wenn dann noch Lagermiete für zu wenig bestellte Titel fällig wird, wird die Kalkulation angesichts der hohen Rabatte abenteuerlich.
Daraus entstehen dann Verschiebungen, Einstellungen und Verramschungen, die dem Markt allesamt nicht gut bekommen sind.
Wenn Händler nur kurzfristig kalkulieren können, gleichzeitig aber von Verlagen verlangen langfristig kalkulieren zu müssen, erscheint mir das als Fehler im System.Alle Angaben ohne Gewähr
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24.08.2011, 13:58 #14
was ist das denn für eine argumantation? so wie keiner gezwungen wird comichändler zu werden, gibt es auch keinen zwang, verleger zu werden? jeder trägt sein eigenes risiko. und was interessiert's den händler, wie hoch das "ruhende kapital" der verlage ist. ist ja umgekehrt genauso, oder?
ich denke, je geschickter ein comichändler sein sortiment zusammenstellt und je kundenorientierter er seine titelauswahl tätigt, desto besser ist es für die ganze branche.
nicht jeder händler hat die gleiche kundschaft. das liegt um umfeld des standortes, der sozio-demografischen struktur etc. immer wieder zu argumentieren, dass man nur alles vorrätig haben muss, dann wird es auch schon kunden geben, die das zeug kaufen, zieht einfach ncht.
ewe
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24.08.2011, 14:10 #15
Wie schon an anderer Stelle hier im Forum von mir ausgeführt, dürfte die Zusammenstellung des Sortiments der Comic-Läden hierzulande sicher nicht unser (der Verlage) Hauptproblem sein. Vielmehr ist es die viel zu geringe Zahl dieser Geschäfte, die teilweise sogar um Halbmillionen-Städte einen Bogen machen. Hätten wir auch nur die doppelte oder dreifache Zahl dieser Geschäfte, für die es in weiten Landstrichen locker noch Platz gäbe, würden sich viele Probleme der Verlage, die vor allem über den Fachhandel ihre Publikationen verkaufen (müssen), sehr schnell relativieren.
Wie wenig stichhaltig das Sortiment-Argument ist, zeigt auch die Tatsache, dass mancherorts Fantasy-Shops, Spieleläden etc. die besten "Comic-Läden" sind - gerade auch bei dir in der Nähe, Mark
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24.08.2011, 14:59 #16Moderator Epsilon Forum
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Wenn Händler mit "ruhendem Kapital" argumentieren, ist eine Relativierung zu Verlagen angebracht.
"Jeder ist sich selbst der nächste" ist natürlich auch eine Argumentation. Ich finde Zusammenhänge interessanter.
Da die meisten Comicläden in Großstädten sind, sehe ich keine spezifische Einschränkung von Kundschaft. Selbst in Kleinstädten sind alle Arten von Charakteren vorhanden. Dass ein Laden für bestimmte Titel keine Kundschaft hat, heißt noch lange nicht, dass es solche nicht vor Ort gibt. Wie man die in den Laden lockt, ist eine Herausforderung, setzt aber natürlich Angebot voraus.
Genau. Es fehlt nur an Leuten, die diese Marktlücke füllen wollen.Alle Angaben ohne Gewähr
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24.08.2011, 15:09 #17
Da sind wir wieder bei meinem Vorschlag des Mischladens, der andernorts heftig kritisiert wurde!
Beinahe alle Comicläden sind jetzt schon im Merchandising, Karten und Figuren Segment tätig. hat man das früher auch so geglaubt?
Überlegt euch mal, was ein solcher Laden noch verkaufen könnte, damit er
1)neue Kundengruppen dazukriegt (unabhängig von Comics)
2)evtl. bei manchen auch noch Synergieeffekte hat (ein Assassins Creed Spieler wird doch nicht das Comic oder eine Figur kaufen?)
3)die Gesamtgröße so steigern kann, dass die Pauschalkosten entsprechend sinken.
Würden der Bonner Laden oder das T3 auch so gut laufen, wenn sie Merchandising, Karten und Figuren nicht hätten?
Wären diese Läden ohne die zusatzprodukte kleiner oder knapper bei Kasse?
Da läge das Potenzial zum von Mark gewünschten nochmaligen Wachstum der Ladengröße!
Das ist aber wie gesagt nur eine Möglichkeit. Es gibt unzählige solcher, die wie efwe auch schreibt, vom Umfeld abhängen. Woanders
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24.08.2011, 15:20 #18Moderator Epsilon Forum
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24.08.2011, 15:33 #19Mein Blog: http://blog.starocotes.de
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24.08.2011, 15:45 #20Moderator Epsilon Forum
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24.08.2011, 16:18 #21Moderator Carlsen Manga
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"Mittlerweile?" Nee, noch gar nicht so lange - erst so seit 20+ Jahren...

*DRRRRRIIING!*
»Taxi!!!«Geändert von Kai Schwarz (24.08.2011 um 16:20 Uhr)
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24.08.2011, 16:42 #22Moderator Epsilon Forum
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24.08.2011, 16:52 #23
nö, sondern in der kundschaft. wenn man junge kunden will - und die sollte man wollen, sonst kann bald dicht machen -, muss man sich auch nach ihren bedürfnissen richten. und damit sind wir wieder bei dem einen thema: der inhalt. nur wenige jugendliche sind wirklich interessiert an "bob morane", "luc orient", "valerian & veronique", "michel vaillant" etc. die habtik eines comicalbums läuft völlig konträr zu dem, was jugendliche gewöhnt sind. und und und
es ist ein hehres unterfangen zu glauben, dass man in den mittelalten deutschen plötzlich die lust auf comics erwecken kann. mit gesamtausgaben und dem immer wieder neuen aufkochen von serien aus den 1980er und 1990er jahren wird man schwerlich so viele neue kunden erreichen, dass plötzlich der comicmarkt zum massenmarkt wird.
bei den jugendlichen muss die sozialisation mit comics genauso ablaufen wie bei den altvorderen hier - über ein medium, das für sie cool ist. früher waren das die heftchen oder kiosokalben und die "neuen" inhalte, die man so noch gar nicht kannte. alten wein in neuen schläuchen wird man kaum an den (jungen) mann bringen.
efwe
-
24.08.2011, 17:09 #24Moderator Epsilon Forum
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24.08.2011, 17:55 #25


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