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Thema: Mazehopper

  1. #51
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    Ich hätte besser "...nach dem ersten oberflächlichen Eindruck zu verurteilen,..." schreiben sollen. Wir sind uns doch wohl einig, dass man einen Comic nicht in Bausch und Bogen verdammen kann, ehe man ihn gelesen hat. Der Händler meines Vertrauens empfiehlt mir z.B. immer wieder mal Comics, die ich wegen des Artworks sicher nicht auf dem Radar gehabt hätte und bisher hab ich's nie bereut. Ich nehme an, dass Du es bei Deiner Stammkundschaft genau so machst. Und darum geht's doch letztendlich, sich auch mal Sachen zu geben, die einen auf Anhieb nicht oder wenig ansprechen.

  2. #52
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    Sorry, aber um "verkäuflich" zu sein zählt der erste Eindruck nunmal sehr stark.
    Dann erklär mir mal, was aus deiner subjektiven Sicht „verkäuflich” sein soll. Am Besten mit konkreten Beispielen, so dass wir uns so richtig in deine Gedankenwelt reinversetzen können.
    blog.eriks-deae.de

  3. #53
    システムオペレーターの鬼 | SysOp no oni Avatar von Clint Barton
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    Zitat Zitat von Der Erik Beitrag anzeigen
    Dann erklär mir mal, was aus deiner subjektiven Sicht „verkäuflich” sein soll. Am Besten mit konkreten Beispielen, so dass wir uns so richtig in deine Gedankenwelt reinversetzen können.
    [kurzer Einwurf]

    Spontan fielen mir da so 95% der Titel des Verlages-der-nicht-genannt-werden-soll ein. Halt Mainstream: Glatt, ohne Kanten, möglichst realistisch, mit vielen Brüsten und viel Blut und entweder SciFi oder Fantasy.
    Bei Superhelden darf ja auch nichts von der "Norm" abweichen. Leute wie Marc Silvestri und Jim Lee, die ums Verrecken keine Frau korrekt zeichnen können, werden bejubelt, während Leute wie Humberto Ramos, die ihr Handwerk und das stilistische Mittel "Comic" perfekt verstehen, gehasst und verdammt werden.
    "Unverkäuflich" ist ja auch nicht gleichbedeutend mit "schlecht". Die Zeichnungen von z.B. "FOG" von Cyril Bonin mag man auf den ersten Blick auch als unverkäuflich ansehen, wenn man den jeweiligen Band dann aber liest, möchte man gar keine anderen Zeichnungen. Das muss man als Händler dann halt vermitteln.
    Alternativ gilt auch alles als "verkäuflich", was gerade auf irgend einer Welle mitschwimmt.

    [/kurzer Einwurf]
    Meine SAMMLUNGEN: [ Comics || Bücher || Filme/Serien || Musik || Video Games ]
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  4. #54
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    Sie sind Geschwister? Vielleicht sogar zwei Brüder - Bücherwurm und Techniknarr - sowie die große Schwester - jemand muss ja den Ton angeben! Ach, und Sie leben in einem Vulkan, in einem Drachenei, aber jetzt ist der Zeit zum Aufbruch gekommen - meinen die Alten. Nur dumm, wenn die Kobolde rund um den Vulkan ein undurchdringliches Labyrinth aufgebaut haben, in das man zwar - höchst unfreiwillig - sehr schnell rein, aber nicht wieder heraus kommt - vorerst. Ach ja, die Kobolde mögen keine Mazehopper - also Wesen, die versuchen, ihrem feingesponnenen Labyrinth zu entfliehen - und machen einem schon mal die Hölle heiß - oder schicken sie ihn ein endlos-Möbiusband... Wie gut, wenn unter den Mazehoppern auch ein Ufo-Techniker seine helfende Hand ausstreckt. Nicht ganz so gut, wenn dieser Techniker zwar vom Äußeren jung aber ansonsten ungefähr so schusselig wie ein Professor aus dem Bilderbuch ist... Und ab geht's zur Trollhexe... Nicht nötig zu erwähnen, dass ganze neun Dimensionen das Labyrinth in steter Bewegung halten!

    Meine Meinung: Die Zeichnungen haben ihren Charme, eine Art Ligne Claire ein wenig Richtung Trondheim. Jedenfalls ein ganz eigener - besonderer und auch etwas minimalistischer Zeichenstil, den man so noch nicht kennt und auf seine Art nicht unsympathisch oder gar langweilig ist. Die Storyline erinnert in ihrem Ideen-Feuerwerk ein wenig an den "Trondheimschen Aberwitz", hat aber seine ganz eigene Note.

    Fazit: Wer sich auf die Zeichnungen einlässt und nicht gleich die Nase rümpft lässt sich in ein Abenteuer ein, welches Lust auf mehr macht - zumal der Schluss so ganz diamentral zur Startsituation steht - soviel sei verraten.

    Geändert von mschweiz (29.06.2011 um 20:02 Uhr)

  5. #55
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  6. #56
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    Habe mir den Band im Comicladen angeschaut. Durchaus sympathisch. Wenn Band 2 erscheint, bin ich dabei.

  7. #57
    Junior Mitglied Avatar von pixcomix
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    so. jetzt sag ich mal was: da luis aus innschbrugg...wenn ihr so wollt: eh alles super, aber: ja trondheim ist mein grosser held, da er es voll drauf hatte was eigenes zu kreiiren. da hab ich beschlossen, auch ernsthaft an einer geschichte zu feilen. trondheim, joan sfar und manu larcenet.die meister des lockeren strichs. oder der "ligne environ".ich könnte auch andere helden aufzählen: alf poier -der philosoph unter den clowns, zbsp. - klar man hat viele vorbilder und trotzdem sollte man versuchen, was eigenes zu schaffen und sich aus deren windschatten zu befreien.
    ich könnte jetzt sagen: mazehopper könnte die alf poier- version des herrn der ringe sein. wieder eine schublade. aber ihr habt für mazehopper eh ganz coole schubladen gefunden. :-) bla bla.
    "fresse halten selber machen...."ein song von mono und nikitaman. ein super lied. und: in den comicläden tu ich mich auch schwer. titel, cover super. hineinblättern, scheiss zeichnungen. oder super zeichnungen scheiss text,....
    ich halte mich immer noch an spirou und solche sachen. mazehopper ist ein teenagercomic , ein frankobelgischer manga. style: ligne environ, storyboardfeeling!!..... schöne urlaubsgrüsse aus innsbruck! PIC, oder luis oder wie auch immer....

  8. #58
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    @ Eldorado: Den Anfang von Clints Post hatte ich als Satire verstanden. Aber wenn du für Blut und Brüste plädierst, kein Problem.

    Für deutschsprachige Autoren macht es dennoch keinen Sinn, auf die Gegebenheiten des deutschen Marktes zu schielen, geschweige denn auf die Klientel eines einzelnen Händlers. Ginge es nach deinen Schilderungen, hätte es viele gute und erfolgreiche Comics erst gar nicht gegeben. Wenn man sich als Autor überhaupt am Markt orientieren sollte, dann allenfalls an Frankreich. Der Rapport von Ratier weist den Humoristiques (ieS Funnies) seit Jahren das größte und stabilste Marktsegment zu (ein Drittel), gemeinsam mit den Historiques ist so schon die Hälfte des Marktes vergeben. SciFi und Fantasy machen zusammen gerade zwischen 15 und 20 % des Marktes aus. Fantasy lag schon höher, aber wenn du dich als Autor an sowas orientierst, kannst du nur verlieren. Denn bis deine Fantasy-Saga fertig ist und mit dem Bilderwahn dieses Segments mithalten kann, sind längst wieder Kriegscomics angesagt. Als Autor kannst du dich nur auf das verlassen, was du wirklich erzählen willst (und kannst). Dieses Recht spreche ich auch dem Autor von Mazehopper zu.

    Wenn ein Comic Mist ist, sollte man das auch schreiben. Wenn er aber nur als Mist empfunden wird, weil jemand glaubt, es gäbe Verkaufsrezepte, an die sich Autoren gefälligst zu halten haben, empfinde ich das als unkorrekt.
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  9. #59
    Mitglied Avatar von idur14
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    Zitat Zitat von Clint Barton Beitrag anzeigen

    Und Funnies in Deutschland gehen einfach nicht, sofern es nicht seit Jahrzehnten etablierte Figuren (Spirou, Gaston, Asterix, LL, Minimenschen, Yakari) sind.
    Jedes Mal, wenn ich einen französischen Funny in der Hand halte, dann denke ich "Scheisse, warum gibt es das nicht auf deutsch?!".
    Weil die Deutschen halt zum Lachen in den Keller gehen. (Das war aber jetzt Satire).

    Man beachte auch dass der Künstler ein Österreicher ist. Und falls er das da oben war, sein Vorbild Alf Poier ein sogar für Österreich nicht gerade gewöhnlicher Kabarettist ist.
    Das birgt einiges an Potenzial zum außergewöhnlichen, ob jetzt gut oder schlecht.

  10. #60
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    Es scheint Dir recht schwer zu fallen, zwischen den rein faktischen Erfahrungen, (die sowohl Händler wie Clint und ich als auch die Verlage machen) und unseren persönlichen Vorlieben zu unterscheiden.
    Keine Sorge, das schaffe ich schon. Es fällt mir dagegen schwer, zu verstehen, dass aus schlechten Nachrichten vermeintliche Erfolgsrezepte abgeleitet werden, die dann in Form von Ansprüchen an den Autoren oder den Verlag weitergegeben werden. Denk das mal zu Ende und du landest beim Groschenroman, der ewig die gleichen Leserbedürnisse bedient, entsprechend keine Preisakzeptanz entwickelt, dem Händler kaum Ertrag bietet und seine Kompetenz als Berater sowie Vermittler unterschiedlicher Arbeiten und Ansprüche negiert.

    Zwischen Autor und Leser gibt es viele Stationen, vom Verlag über den Vertrieb bis zum Handel. Jeder Spieler folgt in seinem Abschnitt eigenen Spielregeln, Ansprüchen und Zwängen. So entsteht Vielfalt, mit Einfalt kommt kein Markt lange zurecht. Lassen wirs an der Stelle gut sein, viel Erfolg weiterhin.
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  11. #61
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    Ist der Humor von Mazehopper so verquer, dass ihn keiner versteht? Ist Humor nicht sowieso "Geschmackssache"?
    Leider gibt es kaum neue Zeichner, die vom Start weg perfekt sind. Man sollte dem Band eine faire Chance geben. Leider habe ich bislang noch keine fundierte Rezension zu dem Band irgendwo gelesen. Woran mag das liegen?

  12. #62
    Moderator Avatar von LeGuy
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    Rezension bei Comicgate:
    Mazehopper liest sich von vorne bis hinten wie die Comicadaption eines Videospiels, das es nie gab. Das ist vom Autor offensichtlich so gewollt und auf den ersten Blick eine ganz originelle Idee, aber hier liegt das große Problem des Comics: Was in Videospielen auf schräge Art sympathisch oder gar kultig sein kann, funktioniert in einer Erzählung unter Umständen längst nicht so gut.
    (...)
    Das ist schade, denn der lockere, recht reduzierte Zeichenstil mit Anleihen aus frankobelgischen Funnies und einem Hauch von Manga hat unbestritten etwas. Die Umsetzung der drolligen Figuren in ihrer verschachtelt-expressionistischen Welt, in der selbst die Häuser zu leben scheinen, erreicht zwar bei weitem (noch) nicht die Klasse der Arbeiten des unübersehbaren zeichnerischen Vorbilds Lewis Trondheim, aber macht in ihrer ganz eigenen Ästhetik durchaus Laune.
    http://www.comicgate.de/Rezensionen/...ale-karte.html

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