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  1. #1
    Schräger Admin Avatar von Bernd Glasstetter
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    Der Web Sondermann 2012 - Wie stellt Ihr Euch eine Umgestaltung vor?

    Einige Fragen zum Web-Sondermann 2011 werden hier kontrovers diskutiert:

    http://www.comicforum.de/showthread.php?t=112274

    Hier in diesem Thread wollen wir nun Vorschläge sammeln, wie Ihr den Web Sondermann verändern würdet, wie Ihr Euch einen gerechten Preis im Jahr 2012 vorstellen würdet.

    Diese Diskussion soll vollkommen ergebnisoffen stattfinden. Da das Comicforum einer der Veranstalter des Sondermann ist, werden Eure Meinungen und Ideen direkt im engen Kreis der Veranstalter gehört werden.

    Wie können Eurer Meinung nach sowohl Newcomer, als auch etablierte Webcomic-Macher adequat geehrt werden? Wie kann verhindert werden, dass es zu oft denselben Macher trifft (da es nun einmal auch und vor allem ein Publikumspreis ist)? Wie könnte man die Vorauswahl anders gestalten, um auf die Nominierten zu kommen?

  2. #2
    Mitglied Avatar von nil
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    Zu den Zulassungskriterien:
    Einfach alles zulassen, was nach eigenständiger Web-Publikation aussieht. Unabhängig davon, ob es eine Printadaption, Verfilmung oder Hörspiel dazu gibt.
    Dabei darf jeder nur einmal gewinnen und bei Erfolg den glorreichen Titel "Web-Sondermann-Preisträger" führen.

    Ein Preis der gleichzeitig Newcomer und etablierte Webcomic-Macher gleichermaßen berücksichtigt ist im Sinne eines "Publikumpreises" nicht machbar. Nicht umsonst ist der Nachwuchs-Sondermann ja auch ein Jurypreis, oder? SOLLTE es einen Newcomer geben, der neben den Etablierten besonders berücksichtigt werden müsste, kann dieser ja immer noch im Vorentscheid von der Jury in den Wettbewerb genommen werden. So ist auch eine ausreichende Aufmerksamkeit für eher unbekannte Teilnehmer durch den Wettbewerb gegeben.
    Geändert von nil (10.06.2011 um 12:31 Uhr)

  3. #3
    Moderator Pony X Press / Katzenjammer / Webcomics Avatar von Laburrini
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    Word!
    Alle Comics, die ihren Ursprung im Netz haben und/oder dort regelmäßig erscheinen würde ich zulassen.

    Und… Mir ist klar, dass man eine einheitliche Methode braucht, um die Klickzahlen zu zählen, ähnlich wie beim Print-Sondermann die Verkaufszahlen.
    Dass man MyComics als Partner braucht, ist auch klar. Aber, wie schon im letzten Jahr gesagt, dieser ellenlange Abstimmungsprozeß mit dem alle 24-Stunden-neu-abstimmen- können und ein monatelanges Anbiedern bei der Leserschaft hat mich z.B. dazu veranlasst dieses Jahr nicht teilzunehmen (was ich ja jetzt eh nicht mehr könnte). Zweimal abstimmen würde genügen. Einmal am Anfang und einmal am Ende. Zum Beispiel.
    Ich weiß ja nicht wie das dieses Jahr überhaupt aussieht, aber das hatten wir ja damals schon deutlich kritisiert.

  4. #4
    Ok, dann kommen die Vorschläge, die ich schon im Thread für 2011 geschrieben habe jetzt eben hier noch mal:

    • Für den Sondermann 2011 bewerben kann sich jeder Comic, der regelmäßig online erscheint, bzw. in den letzten 12 Monaten regelmäßig erschienen ist.
    • Man bewirbt sich via mycomics.de und die Jury entscheidet, wer von diesen Bewerbern in die Runde der letzten 10 geschickt wird.
    • Die Teilnehmer verpflichten sich für einen Monat auf Ihrer Seite einen Besucher-Counter zu installieren, an einem bestimmten Stichtag werden die Zahlen verglichen – und die 3 Webcomics mit den meisten Unique-Visitors kommen weiter.
    • Anschließend kommt dann die Finalrunde der letzten 3 mit der schon letztes Jahr praktizierten Abstimmung.

    Folgende Vorteile:
    • Alle wären in der ersten Runde mit dabei und könnten auf den Wettbewerb hinweisen.
    • Die Jury hat die freie Auswahl, wen sie nominiert oder nicht. – Was dann natürlich ähnlich kontrovers diskutiert werden könnte (und dann wahrscheinlich auch wird), wie bei den Oskars.
    • Mycomics.de wird – als Präsentationsplattform auf der man alle Teilnehmer in der Übersicht sehen kann – die gleiche Aufmerksamkeit bekommen wie letztes Jahr, aber das schon von Laburrini angesprochene "monatelange Anbiedern" fällt weg.
    Beste Grüße aus Solingen!
    thirtyseven

    Psst... heute schon die Union der Helden gelesen?

  5. #5

    Meine Wahrheit:

    Es gibt keine gerechten Preise.
    Und es gibt keine allwissenden Veranstalter, die supergerechte Wettbewerbsbedingungen formulieren. Die ständigen Diskussionen im Vorfeld zu ICOM Preis, Sondermann und M & M zeigen das - irgendwas stimmt immer nicht.

    Und wie gerecht können Publikumspreise sein?
    'Millionen Fliegen können sich nicht irren' und die Einschaltquoten im Fernsehen zeigen doch, was da bei rumkommen kann. Da würde ich dann auch die Bedingungen von vornherein nicht so eng schrauben - einen kulturrelevanten Preis kriegt damit niemand hin. ;-)

    Deutsche Webcomics entstehen mit aus der Misere, daß deutsche Verlage hauptsächlich im Lizenzgeschäft tätig sind und weniger eigene Produktionen mit heimischen Autoren & Zeichnern unter professionellen Bedingungen mit Perspektive an den Start bringen. So weichen die Comics- Macher ins Netz aus und veröffentlichen dort.
    Das hat zum Glück eine eigene Dynamik bekommen (Interaktivität, riesige Fan- Gemeinden, neue Wege der Gewinngenerierung, etc.). Bei der Verleihung eines Preises den Bewerbern 'einen Strick daraus zu drehen', daß sie es vielleicht geschafft haben, auch gedruckt zu werden, ist absurd. Da hat jemand was nicht richtig verstanden.

    myComics.de ist ein tolles Portal und eine fantastische Möglichkeit für Macher und Leser von Comics - aber myComics.de ist keine Plattform für Webcomics. Wieso wird da keine Kooperation mit einem der bestehenden deutschen Webcomics- Verzeichnisse eingegangen, die viel für die Popularität deutscher Webcomics getan haben? Links und Klicks und Traffic und all das lassen sich da auch generieren und gerecht wäre das auch ...
    peter schaaff - comics & cartoons
    Komm zu Dämonika - Blog des Bösen!
    PS auf deviantArt

  6. #6
    Moderator Pony X Press / Katzenjammer / Webcomics Avatar von Laburrini
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    Weil MyComics die 1000 Euro Preisgeld sponsort.

  7. #7
    Schließe mich da voll und ganz Peter an.
    Suche Zeichner für dramatisches SciFi

  8. #8
    Mitglied Avatar von Jot
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    Eine Auszeichnung zu der man sich selbst nominiert + die angesprochene Daueranbiederung bei der Leserschaft ... Da komme ich mir irgendwie "falsch" bei vor.
    Ich hab auch so'n Zwitscher Zeugs
    https://twitter.com/SheJot

  9. #9
    Mitglied Avatar von nil
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    @Jot: Du musst dich anmelden. Nominiert wirst du erst zur Vorrunde durch eine mycomics-Jury. Und eine Daueranbiederung ist vielleicht hilfreich, aber keine Pflicht. Man könnte es also "richtig" machen

  10. #10
    Schräger Admin Avatar von Bernd Glasstetter
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    Zitat Zitat von Jot Beitrag anzeigen
    Eine Auszeichnung zu der man sich selbst nominiert + die angesprochene Daueranbiederung bei der Leserschaft ... Da komme ich mir irgendwie "falsch" bei vor.
    Aber was wäre Dein Vorschlag, damit Du Dir "richtig" vorkommst? Das wäre in dieser Diskussion ja interessant.

  11. #11
    Schräger Admin Avatar von Bernd Glasstetter
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    Zitat Zitat von Laburrini Beitrag anzeigen
    Aber, wie schon im letzten Jahr gesagt, dieser ellenlange Abstimmungsprozeß mit dem alle 24-Stunden-neu-abstimmen- können und ein monatelanges Anbiedern bei der Leserschaft hat mich z.B. dazu veranlasst dieses Jahr nicht teilzunehmen (was ich ja jetzt eh nicht mehr könnte). Zweimal abstimmen würde genügen. Einmal am Anfang und einmal am Ende. Zum Beispiel.
    Man kann jetzt nur noch einmal die Woche eine Stimme abgeben. Das ist eine Neuerung, die wir aufgrund der Kritik aus dem Vorjahr eingeführt haben.

  12. #12
    Vielleicht bringt eine einmalige, gestaffelte Punkteverteilung wie beim ESC etwas, dazu Jury-Punkte.

    Der aktuelle Modus ist eher suboptimal, nicht dass ich mitmachen wollen würde (da mein kleines Projekt wohl erst in 2-3 Jahren für sowas reif ist), aber auch so wirkt das Ganze nicht ausgereift für den Maßstab.

  13. #13
    Moderator Edition Panel Avatar von Jähling
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    Zur Zulässigkeit von Comics

    Zur Zulässigkeit von Comics als Webcomics habe ich bereits 2010 drei Kriterien angegeben. Hier etwas aktualisiert:

    - Vorrangige, aber nicht unbedingt alleinige Veröffentlichung im Netz;
    - Vollständige Veröffentlichung im Netz;
    - Vollständige Zugänglichkeit im Netz (also nicht eine Woche online stellen und dann runternehmen, wenn das Album kommt, oder hinter einer Paywall verstecken).

    "Vorrangig" heißt nicht unbedingt, dass die Erstveröffentlichung im Netz passiert sein muss. (Einige der beliebtesten internationalen Webcomics haben gedruckt angefangen - Girl Genius, Dr McNinja.) Es heißt nur, dass die "erste Adresse" des Comics der Webcomic ist und nicht eine Verlaggseite oder ein Shopangebot. Vollständig muss sein, denn das unterscheidet den Webcomic von der Leseprobe. Und Zugänglichkeit gehört sich einfach.

    Ein oft geäußertes Kriterum ist noch die Regelmäßigkeit. Das ist bei einem täglich oder wöchentlich erscheinenden Strip leicht zu entscheiden, bei einem Comic, der (wie meine Conny Van Ehlsing bis Ende 2010) sporadisch je nach Abschluss einer Geschichte im MyComics-Reader oder so erscheint, etwas schwieriger. (Die jetzige Formulierung, die Comics "müssen eine Dauerhaftigkeit erkennen lassen (keine „Eintagsfliegen“)", ist mir da gerade vage genug.)

    Auch schwierig ist die Frage, ob der Comic eine erkennbare eigene Webadresse haben soll. Irgendwie gehört das ja schon zur Präsentationsform, aber spätestens dann wären alle Comics, die beispielsweise ausschließlich in LOA erscheinen, draußen.

  14. #14
    Mitglied Avatar von Jot
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    Zitat Zitat von peter schaaff Beitrag anzeigen
    E
    Deutsche Webcomics entstehen mit aus der Misere, daß deutsche Verlage hauptsächlich im Lizenzgeschäft tätig sind und weniger eigene Produktionen mit heimischen Autoren & Zeichnern unter professionellen Bedingungen mit Perspektive an den Start bringen. So weichen die Comics- Macher ins Netz aus und veröffentlichen dort.
    ...
    Das halte ich für eine pauschalisierung deutscher Webcomics, die schlichtweg nicht mehr stimmt. Wenn ich mir heute deustche Webcomics anschaue, gehe ich eher davon aus, dass sie enstehen, einfach nur, weil es das Web als veröffentlichungsplattform giebt. Ein signifikanter Teil der Zeichner wird eine Verlagsveröffentlichung oder die Zielsetzung einer Verlegung anfangs gar nicht im Kopf haben und weicht daher auch nicht vom Verlag auf das Web aus, da er in der Ausgangsplanung keine Rolle spielt.
    Ich hab auch so'n Zwitscher Zeugs
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  15. #15
    Der Web-Sondermann als Publikumspreis ist alles andere als gerecht. Letztes Jahr wusste ich schon vor den ewigen Tagen des Votens, wer am Ende oben steht. Auf eine Nominierung kann man zwar stolz sein, wenn man dann aber trotzdem mit seinem Projekt auf dem letzten Platz landet, einfach weil es von vornherein weniger Leser hat, dann ist das nicht sehr aufbauend. Die Umstellung auf einen Jury-Preis oder jedenfalls Einbindung von Jury-Punkten wäre ganz klar mein Vorschlag.

  16. #16
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    Deutsche Webcomics entstehen mit aus der Misere, daß deutsche Verlage hauptsächlich im Lizenzgeschäft tätig sind und weniger eigene Produktionen mit heimischen Autoren & Zeichnern unter professionellen Bedingungen mit Perspektive an den Start bringen
    @ Peter: Und aus welcher Misere entstehen Webcomics in Ländern mit florierenden Comic-Märkten? (Das dürften wohl 99% aller Web-Comics sein.)

    @ Arne: Regelmäßiges Erscheinen erscheint mir eher als das letzte Erbe der Print-Magazin-Ära. Unregelmäßigkeit oder gar Einmaligkeit sind für mich wirklich Web.

    @ Jot: Du bist in der Wolle gefärbt, aber du hast recht. Einen Comic macht man nur, weil man ihn machen will. Ganz unabhängig von möglichen Erscheinungsformen.

    @ Bernd: Ich kann nichts konstruktives beitragen zum Web-Sondermann.

    @ Weihnachtsmann: Lieber Weihnachtsmann, bitte mach, dass es einen Award für Webcomics gibt, der möglichst viele Webcomics einem möglichst großen Publikum vorstellt und nicht nur den/die Gewinner/in hyped. Bitte mach, dass möglichst viele Medienpartner dafür gefunden werden (gerne auch jenseits des Webs). Sieh bitte auch zu, dass es sich nicht nur um einen quantitativen Award handelt, bei dem die Regularien für die Klicks mehr Raum einnehmen als die Qualität der Comics. Ich war auch (fast) ímmer ganz artig und stelle jetzt schon mal die Stiefel raus für 2012.
    blog.eriks-deae.de

  17. #17
    Mitglied Avatar von nil
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    @kroko_dok: Wieso sollte das Urteil der Masse "ungerechter" sein als das einiger ausgewählter Kritiker? Das lässt sich imho nicht miteinander vergleichen, da völlig verschiedene Maßstäbe angelegt werden. Das einzige Problem einer "Gerechtigkeit" für beide Kategorien ergibt sich in der Fähigkeit der Jury und wie man die Leserzahlen misst.

    @Peter: Schlag mich, aber ich halte ein Publikumsurteil durchaus für kulturrelevant. Gerade das deckt nämlich so ziemlich komplett den Aspekt der Popkultur. Und gerade im Web, wo eben nicht gilt dass der Meistgelesene sofort das meiste Geld verdient, ist es umso wichtiger auch die Werke zu würdigen. Der Web-Publikumspreis ansich hat also schon seine Berechtigung (insbesonders im Vergleich zu den anderen Kategorien).

  18. #18
    Ich gebe ignoranten Senf dazu, aber vielleicht hilft es, neue Ideen anzuzetteln.

    Ich weiss ehrlich gesagt nicht, was genau der Sondermann-Preis ist, und ich will gar nicht erst anfangen zu diskutieren, was in der Juri unter dem WEB-Sondermann verstanden werden sollte. Ich interessiere mich für Comics und damit meine ich das Zeug, bestehend aus schwarzen Strichen auf weissem Grund mit Farbe drin. Sprich: Die Zeichnung. Natürlich gehört je nach Stil auch eine Story dazu. Aber was mich eigentlich bei einem Comic überhaupt nicht interessiert, ist die Person, die das gemacht hat. Versteht mich nicht falsch, ich schätze, bewundere und beneide die Arbeit von vielen Comicschaffenden, aber ich fokusiere mich dabei auf die Arbeit, nicht die Person dahinter. Und leider sind solche Auszeichnungen fast immer für das letztere bestimmt.

    Solche Auszeichnungen enden leider, egal, wie sie aufgebaut sind, immer in intrigantem Verhalten. Es gibt immer jemanden, der irgend eine Regel zu seinem Vorteil ausnutzt. Somit betreffend Jots Kommentar: Sich selbst für eine Auszeichnung zu nominieren empfinde ich ebenfalls als total verkehrt. Ja, ich habs auch schon mal irgendwo gemacht. Mea culpa.

    Betreffend dem Counter auf der Website: Leider impraktikabel, da auf praktikablem Niveau stets manipulierbar. Und ich persönlich würde mich schlicht weigern, sowas auf meine Seite zu tun.


    Kritisieren ist einfach, aber ich liefere auch einen Vorschlag:

    Wie wäre es Anstelle einer Auszeichnung mit einem Jahrbuch? Viele Webcomics mit Beschreibung. Jedes Jahr andere (Pro Künstler ein Comic) Keine Rangliste. Zusammengestellt von hunderten von eingesendeten Kritiken, positiv wie negativ, die bis zu einer Deadline eingesendet werden müssen. Webcomics, zu denen noch zuwenige aussagekräftige Kritiken existieren, werden auf einer unabhängigen Internetseite aufgelistet mit der Bitte, Kritiken zu hinterlassen. Am Anfang ist die Internetseite leer und jeder kann neue Webcomics vorschlagen. Ausgewählt werden rund ein Drittel aus denjenigen mit genügend Kritiken an einem festgelegten Datum und zwar per.... Trommelwirbel... Zufall!

    Und dann, das ist der Clou, nicht einfach all diese Kritiken zusammenwürfeln, sondern schönes Deutsch, zusammengefasst von jemandem, der regelmässig Artikel schreibt. Pro Webcomic eine viertel bis halbe Seite (Web oder Print). Ja, da müsste der Veranstalter einiges an Zeit investieren und das Publikum muss auch mal etwas mehr wie nur "Nicht lustig find ich sehr lustig" schreiben (Das Beispiel ist plakativ, nicht böse nehmen). Diskussion über Stil, Material, Machart, Storytelling, Typographie, ... all das, was den Künstlerbereich hier im Comicforum so spannend macht.

    Sowas tät mich interessieren, das tät ich auch gerne anschauen, wäre unter gewissen Umständen sogar bereit, was für einen Print zu zahlen. Da kommt zudem das Publikum mit ein bisschen Ahnung zum Zuge. Eine Eintragung in so einem Jahrbuch wäre eine tolle Auszeichnung (und die Print-Form ein begehrtes Sammelobjekt). Nennung des Künstlers und des Herausgebers in der Fussnote oder im Anhang. Fokus vollständig auf Inhalt. Jede Seite eine Auszeichnung für sich.

    Bei Erfolg kann eine Wiedereintragung eines Künstlers erst nach drei Jahren erfolgen.

    Ob man sowas dem Publikum zumuten kann... mal ausprobieren.
    Ob jemand ein solches Projekt finanziert / unterstützt... weiss nicht.

  19. #19
    Mitglied Avatar von Geier
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    Wenn ein Webcomic nachträglich auch gedruckt zu haben ist, ist das kein Grund ihn pauschal auszuschließen. Ziemlich wahrscheinlich gibts dann auch neue Seiten die nur im Web zu sehen sind und die sollten dann auch zur Abstimmung stehen.
    Bei ner Volksabstimmung gewinnt zwangsläufig derjenige mit den meisten Lesern. Damit weniger beachtete Perlen nicht untergehen könnte zusätzlich eine fachkundige Jury mitmachen wie es auf Zampano gemacht wurde - da gabs nen guten Schnitt mit dem, glaube ich, alle leben können.

  20. #20
    Zitat Zitat von Beetlebum Beitrag anzeigen
    @kroko_dok: Wieso sollte das Urteil der Masse "ungerechter" sein als das einiger ausgewählter Kritiker? Das lässt sich imho nicht miteinander vergleichen, da völlig verschiedene Maßstäbe angelegt werden. Das einzige Problem einer "Gerechtigkeit" für beide Kategorien ergibt sich in der Fähigkeit der Jury und wie man die Leserzahlen misst.

    @Peter: Schlag mich, aber ich halte ein Publikumsurteil durchaus für kulturrelevant. Gerade das deckt nämlich so ziemlich komplett den Aspekt der Popkultur. Und gerade im Web, wo eben nicht gilt dass der Meistgelesene sofort das meiste Geld verdient, ist es umso wichtiger auch die Werke zu würdigen. Der Web-Publikumspreis ansich hat also schon seine Berechtigung (insbesonders im Vergleich zu den anderen Kategorien).
    In der Theorie mag das stimmen, aber in der Praxis ist es eben so, dass kaum ein Leser objektiv einen Favoriten aus der Liste wählt, sondern die meisten Voter eben Stammleser der teilnehmenden Blogs sind und daher auch nur für die jeweiligen abstimmen.

  21. #21
    Mitglied Avatar von Skorpion
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    Aber ist der Sondermann nicht sowieso ein Publikumspreis? Die Printnominationen werden ja auch durch die Verkaufszahlen (sprich Anzahl Leser) bestimmt. Wie Sinnvoll das ist kann man grundsätzlich diskutieren, aber ich finde es Sinnvoll, wenn bei den Webcomics nicht total andere Regeln gelten als in den anderen Kategorien.

  22. #22
    Mitglied Avatar von Jot
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    Das abgestimmt wird ist okay, wie auch, dass die leser eines Blogs für ihren Liebling stimmen. Ein Comic hat nicht so viele Leser, wenn er nur shit produziert.
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  23. #23
    Dann sollte das ganze aber nicht in einer langwierigen Abstimmungs-Prozedur verpackt sein, wenn man auch einfach die Besucher-Counter vergleichen kann.

  24. #24
    Decken Counter auch Feedreader ab?


    Alan: We're not setting examples, Denny. We're just being true to who we are.
    BL 2#24

  25. #25
    Bei mir nicht. Aber das klingt doch auch nach einer eher dürftigen Begründung für den nervigen Abstimmungsprozess, oder? ...Feedreader?

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