Rezension von: Marcus Koppers

Lange war es ruhig um die blauen Kobolde, die versteckt im Wald schlumpfen und allerhand Abenteuer erleben. Doch ein neuer Film, der im August in die Lichtspielhäuser kommt, verlieh dem Franchise frischen Wind und das neu gegründete Label toonfish erkannte die Möglichkeiten der Marke. Es legt die alten Alben neu auf und veröffentlicht zeitgleich neue Abenteuer der Schlümpfe.
Die Schlümpfe betraten die Bühne des Comics als Gaststars in der Serie Johann und Pfiffikus (erscheint ebenfalls bei toonfish) und fanden beim Publikum so großen Anklang, dass sich Schöpfer Peyo dazu entschied, den blauen Gnomen eine eigene Serie zu spendieren.
Die Geschichte, die im Rahmen den Gratis Comic Tag 2011 veröffentlicht wird, ist die Vorgeschichte zum ersten Auftritt der Schlümpfe. Das Abenteuer ist gut ausgewählt und versprüht den liebenswürdigen Charme der blauen Pilzbewohner mit ihrer eigentümlichen Sprache. Das Abenteuer nimmt langsam an Fahrt auf, um zum Ende hin geradezu dramatische Züge anzunehmen und noch mal richtig spannend zu werden. Einige der Entwicklungen sind sehr überraschend, wirken jedoch nie an den Haaren herbeigezogen.
Neben den offensichtlichen Pointen gibt es auch versteckte Insiderwitze, die sich nur erschließen, wenn man sich im Schlumpf-Universum auskennt. So hüpft beispielsweise ein von Kohlen schwarz gefärbter Schlumpf mit einem "Gnak” auf seine Kameraden zu. Das ist eine augenzwinkernde Referenz auf die kontrovers diskutierte Geschichte um die Schwarzschlümpfe.
Die Schlümpfe sind im typischen franko-belgischen Stil gezeichnet, der hervorragend zur Rahmenhandlung passt. Insbesondere die vielen Dorfbewohner wirken sehr individuell und regen mit ihrem an eine Karikatur erinnernden Erscheinungsbild zum Schmunzeln an.
Bei der Übersetzung hat sich allerdings der Fehlerteufel eingeschlichen. So wird ein befreundeter Weiser von Papa Schlumpf sowohl Omnibus als a [ Weiter geht es in der Rezension selbst... ]

Weiterlesen...