Bezüglich Nolan wird man erst mal sehen müssen, wie er seine Trilogie zu Ende bringt. Ich persönlich hoffe ja, dass seine Interpretation relativ endgültig endet - ob das nur mit einem Tod des Titelhelden geht, weiß ich nicht, würde mir aber gefallen. Wichtig wäre mir, dass die drei Filme am Ende eine Runde Sache sind, für sich allein stehen und von niemandem aufgegriffen oder weitergeführt werden - nicht einmal von Nolan selbst. Das Kapitel sollte sich dann schließen, wenn es (hoffentlich) am besten ist.
Dann sollte auch erst mal einige Jahre Ruhe sein, auch wenn es wahrscheinlicher ist, dass die die Kuh schnellstmöglich weiter melken wollen. Mit Crossover und JLA-Projekten kann ich mich persönlich nicht sonderlich anfreunden. Mir erscheinen die anderen Helden aus dem DC-Universum nicht sonderlich interessant und da Batman eigentlich genügend Popularität genießt und mit vielen Geschichten auffährt, hat er auch eigene Filmreihen verdient.
In einem Reboot seine Anfangsgeschichte zu erklären, wäre natürlich nach "Batman Begins" unnötig und ermüdend. Vielleicht könnte man die neue Reihe ja einfach zu einem späteren Zeitpunkt im Leben des Dunklen Ritters ansetzen und verschiedene Dinge als bereits gegeben annehmen. Ich könnte mir hin und wieder kleine Flashbacks wie in Burtons "Batman" vorstellen, aber auf jeden Fall nicht so ausgiebig wie in "Batman Begins". Aber es wäre trotzdem gut, wenn sie durch verschiedene Kniffe wie Optik und Erzählweise einen klaren Cut zu Nolans-Trilogie ziehen, damit der Zuschauer auch schnell merkt, dass er sich hier in einem anderen Universum befindet.
Gedanklich schwebt mir ein grober Handlungsumriss für eine Trilogie, beziehungsweise Quadrologie vor, in deren Verlauf Gegenspieler wie Mr. Freeze, Poison Ivy, Riddler oder der Pinguin vorkommen könnten. Allerdings finde ich, dass es für eine Neuinterpretation auch den Joker, Catwoman und Two-Face bräuchte - die sind meiner Meinung nach eh die Essenz aus Batmans Schurkenkabinett. Zusätzlich wäre es wirklich interessant - wie es B.P. schon meinte - einen Robin einzuführen und damit eine neue Seite an Batman zu thematisieren. Ich bin jetzt zwar kein Robin-Experte, aber irgendwie würde ich meinen, dass Jason Todd trotz seiner Unbeliebtheit eine Menge Potential hätte. Im Prinzip ist er doch ein Jugendlicher, dessen Eltern Two-Face auf dem Gewissen hat und der aufgrund seiner Emotionen ebenfalls gefährlich werden könnte. Batman möchte das aufgreifen, ihm eine Vaterfigur bieten und seine Kräfte auf ein Ziel ausrichten, wobei er letztendlich scheitert. Da steckt doch viel Filmdramatik drin.



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