szmtag 30 Jahre PLOP steht an
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  1. #1
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    30 Jahre PLOP steht an

    Kürzlich ist mir aufgefallen, daß das dienstälteste deutsche Comic-Fanzine PLOP demnächst ein Jubiläum feiert. Ich war bis Anfang 2008 etliche Jahre lang Herausgeber. Deshalb habe ich ein Rundmail an alle Leute geschickt, die ich in meiner Mailadressenliste gefunden habe.

    Mit den meisten von ihnen hatte ich allerdings seit zweieinhalb Jahren kaum noch Kontakt oder keinen mehr, habe also keinen Überblick mehr, wer schon abgesprungen war und vor allem, wen ich vergessen haben könnte. Deshalb poste ich das Mail nochmal hier - um möglichst noch ein paar mehr Freunde von PLOP zu erreichen:

    Im April 1981 hat Heike Anacker beim Kölner Comictauschtag PLOP # 1 kostenlos verteilt, also vor bald 30 Jahren. Inzwischen sind 84 (reguläre) Ausgaben erschienen, insgesamt wohl um die 90.

    Es hat ja schon einige Hommagen und auch Denkschriften für PLOP gegeben. Und 30 Jahre sind kein echtes Jubiläum. Trotzdem fände ich es nicht schlecht, wenn wir etwas machen würden. Vielleicht kriegen wir ja ein Jubiläumsheft hin.

    Man könnte das Projekt ziemlich einfach halten. Ich könnte mir vorstellen, daß Leute, die nicht so gut zeichnen können, ein Statement zu PLOP abgeben, und andere könnten eine Illu oder einen Cartoon zeichnen, was sich dann zu einem Heft zusammensetzen ließe. Natürlich kann man auch viel mehr machen.

    Vielleicht laufen ja auch bei Euch schon irgendwelche Vorbereitungen - dann könnten wir das koordinieren. Denkbar wäre auch, daß wir nicht nur intern feiern, sondern mit dem Jubiläum an die Öffentlichkeit treten - vielleicht könnten wir am Jahresende die Comic-Fachmagazine kontaktieren. Hat dazu jemand von Euch eine Meinung oder gegebenenfalls schon etwas vor?
    Ihr könnt Euch, wenn Ihr Euch angesprochen fühlt, gern per pN bei mir melden.

  2. #2
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    Inzwischen habe ich mir ein Konzept für das Jubiläums-PLOP überlegt. Ich habe deshalb eben nochmal ein Rundmail abgesandt - und hoffe, daß das hier ein paar weitere Leute lesen, die sich angesprochen fühlen:

    Etwa 15 Leute wollen bisher bei dem Heft mitmachen – damit könnte daraus etwas werden. Es scheint niemanden zu geben, der selbst schon etwas zu 30 Jahre PLOP plant. Deshalb möchte ich jetzt ein Konzept vorschlagen, das mir zwischendurch eingefallen ist: Wie sieht das Fanzine PLOP der Zukunft aus? Ich bin darauf gekommen, weil ja im Moment unklar ist, wie der derzeitige PLOP-Herausgeber weitermacht. Aber ich gerate auch allgemein immer wieder in Diskussionen, ob es eigentlich noch – abgesehen von ein paar Dinosauriern – gedruckte Fanzines gibt, bzw. ob es sie künftig noch geben wird oder alles ins Internet wandert und ob selbstgemachte nichtkommerzielle Comics hierzulande generell eine Zukunft haben.

    Ich denke, dieses Thema ist interessanter als noch mal ein Rückblick, eine Hommage oder nostalgische Verklärung des alten PLOP. Gleichwohl will ich einen Text beisteuern, der auf die Geschichte von PLOP eingeht. Das Thema „PLOP der Zukunft“ halte ich für Euch so offen wie möglich. Ihr könnt ein paar Jahre in die Zukunft blicken oder ins 23. Jahrhundert („Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise…“), Euer Beitrag kann ernst oder satirisch sein, Ihr könnt Euch mit PLOP oder mit gedruckten Medien allgemein beschäftigen. In der Regel sollten es Comics sein, und zwar möglichst kurze – vielleicht könnt Ihr Euch an einer Seite Umfang orientieren. Ich nehme aber auch andere druckfähige Arbeiten an.

    Es wäre gut, wenn Ihr mir mitteilen würdet, was Ihr vorhabt, damit ich ein bißchen planen kann. Ihr hättet noch Zeit – ich stelle mir vor, daß ich das Jubiläumsheft im Januar 2011 zusammenstelle und im Februar drucken lasse. Dann kann ich vor April 2011 Rezensionsexemplare versenden, so daß es vielleicht auch etwas Medienresonanz auf 30 Jahre PLOP gibt. Natürlich bekommt wie üblich auch jeder, der sich mit einem Beitrag beteiligt, ein Belegexemplar.

    So, jetzt bin ich gespannt auf Eure Antworten. Noch ein Hinweis: Bernhard Bollen (PLOP-Herausgeber 1988 bis 1993) hat vor kurzem eine neue PLOP-website kreiert (www.plop-fanzine.de). Dort lohnt es sich, ab und zu mal vorbeizuschauen.

  3. #3
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    Meine Plop Webseite ist soeben ordentlich aufgepeppt worden. Jeder Comic ist jetzt auf einer eigenen Seite, und alle Comics sind komplett auf diesem Thumbnail Index versammelt. Einfacher geht's glaub ich nicht:
    http://konkykru.com/plop

    Meine Hauptseite ist auch verbessert:
    http://konkykru.com

    Zum Beispiel die umfangreichen Photos von Comicfestivals
    http://www.konkykru.com/festivalphotos

    Oder die historischen Comics, jetzt auch nach Sprache geordnet:
    http://www.konkykru.com/earlycomics.html#language

    Fast 30 deutsche Zeichner...

    Andy Konky Kru

  4. #4
    Mitglied Avatar von peter schaaff
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    30 Jahre PLOP

    Angesichts der digitalen Präsenz (gleich zwei (!!) Webseiten) und Andreas´ Plänen für die 30 Jahre- Ausgabe kann man, trotz der noch ausstehenden neuen Print- Ausgabe, nicht anders als denn tirilieren: 2010 - PLOP lept ... äh ... lebt!

    Das Thema 'PLOP der Zukunft' ist auch gut gewählt. Angesichts des Niedergangs gedruckter Comic- Hefte und - Magazine und des ewigen Kampfes ums Überleben bei dem Comicfanzine PLOP seit der ersten Ausgabe wird es wohl Zeit, neue Wege zu finden, die immer noch zahlreichen jungen und stetig nachdrängenden Kreativen und ihre Arbeiten zu präsentieren. Vielleicht finden sich bei den von allen Fesseln der Realität befreiten Beiträgen zum Jubiläumsheft auch einige Ansätze und Gedankenspiele, die ein weiteres Erscheinen von PLOP ermöglichen ohne existenzbedrohende Selbstausbeutung der Herausgeber.

    Ein erstes Licht und Fingerzeig deucht mich die ansprechende Präsentation älterer Comic- Beiträge auf Andy Konky Krus PLOP- Seite im Internet.
    peter schaaff - comics & cartoons
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  5. #5
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    @ Peter: Ist das jetzt Dein Beitrag zum Jubiläums-PLOP?

  6. #6
    Mitglied Avatar von peter schaaff
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    Wo? Was?

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  7. #7
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    Ich spielte auf diesen gelungenen Kurz-Essay an:

    Angesichts des Niedergangs gedruckter Comic- Hefte und - Magazine und des ewigen Kampfes ums Überleben bei dem Comicfanzine PLOP seit der ersten Ausgabe wird es wohl Zeit, neue Wege zu finden, die immer noch zahlreichen jungen und stetig nachdrängenden Kreativen und ihre Arbeiten zu präsentieren. Vielleicht finden sich bei den von allen Fesseln der Realität befreiten Beiträgen zum Jubiläumsheft auch einige Ansätze und Gedankenspiele, die ein weiteres Erscheinen von PLOP ermöglichen ohne existenzbedrohende Selbstausbeutung der Herausgeber.
    Könnte man ja noch ein bißchen ausbauen...

  8. #8
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    Jetzt habe ich mal zusammengeschrieben, wie ein Beitrag zum Jubiläumsheft aussehen sollte. Für alte PLOP-Mitarbeiter gilt: (fast) alles wie immer.

    - Thema – schon bekannt: „Das Fanzine (PLOP) der Zukunft“. Ihr könnt es in Comics, Cartoons, Illustrationen und Texten verarbeiten.

    - Die Jubiläumsausgabe soll aussehen wie meine alten PLOPs (DIN A 5, Glanzumschlag, schwarz-weiß), wobei mein Drucker immer DIN A 4-Vorlagen haben wollte. Wenn Ihr Dateien schickt, ist das nicht so wichtig, aber verkleinert sie nicht zu sehr, das mindert die Druckqualität. Beiträge auf Papier nehme ich auch. Ansonsten: schwarz-weiß, Graustufen sind möglich, bitte Rand lassen. Bei Texten kümmere ich mich um das Layout, denn das soll einheitlich aussehen. Ich werde übrigens Dateien und nicht Papier zum Druck einreichen.

    - Beiträge sollen eine Seite (oder weniger) umfassen. Ich habe nichts gegen drei bis vier Seiten im Ausnahmefall, aber wenn mehrere Leute zehn oder mehr Seiten schicken, bekomme ich ein Problem. Ich rechne mit zahlreichen Beiträgen, und auch wenn’s nicht so viele werden, kann ich mir ein Jubiläumsheft mit, sagen wir: 32 Seiten eher vorstellen als einen superdicken Band.

    - Als Deadline schlage ich den 16. Januar 2011 vor. Ich denke mir, dann habt Ihr die Weihnachtsferien für Euren Beitrag. Falls etliche von Euch bis dahin nicht fertig werden, kann ich den Abgabeschluß auch noch hinausschieben, denn das PLOP-Jubiläum ist erst im April. Ich hätte aber das Heft gern im Februar fertig, um vor April Presseexemplare zu versenden. Es hilft mir, wenn Ihr mir schon vor Januar was schickt, dann müsste ich nicht am Ende vielleicht Nächte durcharbeiten.

    - Falls ich jetzt etwas Wichtiges vergessen habe, bitte nachfragen. Im übrigen freue ich mich schon auf Eure Arbeiten. Wie gewohnt bekommt jeder, der im Jubiläumsheft vertreten ist, ein Gratis-Belegexemplar.
    Geändert von Peter L. Opmann (22.09.2010 um 08:13 Uhr)

  9. #9
    Mitglied Avatar von peter schaaff
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    Ich kann mich gerne schwadronierend noch ein wenig über das PLOP der Zukunft auslassen. Ich würde aber auch gerne was zeichnen. Ist soviel Platz?
    Na ja, ich mach erstmal ... und finde es - by the way - toll, daß du, lieber Andreas, wieder mal die Herausgeberfäustlinge anlegst und ein Jubiläumsheft der Mutter aller Comic- Fanzines stemmst - Respekt.
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  10. #10
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    Ist aber wirklich ein einmaliger Rückfall. Ansonsten soll der neue Herausgeber ran!

    Peter, Du kannst gern auch was zeichnen - was sollte ich dagegen haben? War nicht ganz ernst gemeint, was ich zu Deiner Betrachtung über die Zukunft von PLOP gesagt habe...

  11. #11
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    Hier mal eine erste Zwischenbilanz - sieht noch nicht allzu gut aus:

    Bis jetzt habe ich zwar einige Zusagen, etwas beizusteuern. Aber eingetroffen sind bisher nur ein Text und ein Cartoon (der soll übrigens zuerst exklusiv woanders erscheinen, aber das sollte bis Januar 2011 erledigt sein). Es fehlen auch noch Cover und Backcover (falls jemand da besondere Ambitionen hat). Noch immer ist relativ viel Zeit, aber ich will doch mal appellieren, möglichst nicht alles erst Mitte Januar zu senden.
    Und noch eine Bemerkung zum Versand:

    Neulich wollte ich eine Büchersendung ins europäische Ausland senden. Dabei habe ich festgestellt, dass die inzwischen 2,70 Euro kostet. Natürlich weiß ich noch nicht, wie viele Jubiläums-PLOPs ich ins Ausland schicken werde, aber unter Umständen (wenn mehr als drei bis fünf Hefte ins Ausland gehen) wird es schwierig, meine gewohnte Praxis beizubehalten, das Porto auf meine Kappe zu nehmen. Das heißt, wer ein Jubiläumsheft kauft, müsste zusätzlich das Porto übernehmen – das Ganze würde dann ins Ausland 5 bis 6 Euro kosten. Wer ein Belegexemplar erhält, müsste zumindest das Porto zahlen. Wärt Ihr damit einverstanden?

  12. #12
    Mitglied Avatar von peter schaaff
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    Kostenpflichtiges Belegexemplar

    Eigentlich ist es ein Unding, von Mitarbeitern einer Pressepublikation (die unentgeldlich Beiträge beisteuern) auch noch Geld zu verlangen. Auch andere Projekte und kleine Verlage verfahren ähnlich. Ich halte das aber für ein perspektivloses Veröffentlichungsmodell und respektlos und demotivierend gegenüber den Kreativen.

    Aus jetzt fast 30jähriger begleitender 'Freundschaft' und gelegentlicher Mitarbeit weiß ich andererseits, daß die Herausgeber des PLOP immer draufgezahlt haben (und das jetzt eingeforderte Porto nicht zu einer nie vorhandenen Gewinnermaximierung beiträgt). Andreas Alt hat sogar mir als Leserbriefschreiber mehrmals unaufgefordert ein Belegexemplar zukommen lassen (von meinen Belegexemplaren für 'richtige' Beiträge ganz zu schweigen).
    PLOP dient als fast basisdemokratische Plattform für ComiczeichnerInnen ohne jede Gewinnerzielungsabsicht. Es handelt sich eigentlich bei Plop um ein Vereinsmagazin (dem aber keine Vereinsbeiträge zur Verfügung stehen) denn eine normale Pressepublikation. Nur sagt das niemand*.

    Überlegungen zum PLOP der Zukunft könnten sich mit einer Neugestaltung der Basis für ein solch wichtigen Publikation für die Comicszene wie PLOP beschäftigen (Unterstützerverein; Abgabe nur an Abonnenten; Umstellung auf weniger kostenintensive Veröffentlichungsformen, z.B. online auf comicstars.de o.ä.; PLOP als ICOM- Publikation, etc.). Diese Basis sollte dann neuen HerausgeberInnen helfen, sich ganz auf ihre eigentliche, schon sehr aufwendige Arbeit zu konzentrieren und nicht noch für jede neue Ausgabe Geld klauen zu müssen.


    * zum besseren Verständnis bitte hier klicken, ganz nach unten scrollen bis zum 'Über PLOP' und zum Beispiel den Beitrag von Wittek goutieren, der sich sehr schön mit dem Phänomen PLOP beschäftigt
    Geändert von peter schaaff (14.11.2010 um 12:37 Uhr)
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  13. #13
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    Eigentlich ist es ein Unding, von Mitarbeitern einer Pressepublikation (die unentgeldlich Beiträge beisteuern) auch noch Geld zu verlangen.
    Da stimme ich dir absolut zu. In all meinen Jahren in der Fanszene habe ich das damals (ist auch schon ein paar Jahre her) nie erlebt. Belege muessen kostenlos sein, ist es doch der "Pay-off" fuer die harte Arbeit. Kein Wunder es kommen keine Arbeiten rein .

    EWIGER HIMMEL jetzt mit Skizze vorbestellen!

  14. #14
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    Ich wollte das Problem mit dem Porto wirklich nur mal zur Sprache bringen. Wenn ich wenige Hefte ins Ausland schicke, ist es gar kein Problem. Ich weiß noch nicht, was aus dem Projekt wird. Es haben sich ziemlich viele Leute gemeldet, die etwas beisteuern wollen, aber da sind bisher nur die beiden erwähnten Beiträge. Und wie viele Leute darüber hinaus ein Jubiläums-PLOP bestellen wollen, weiß ich erst recht nicht. Wenn ich 20 oder 30 Hefte ins Ausland schicken müßte, dann wäre für mich so langsam die finanzielle Schmerzgrenze erreicht.

    Mir haben ein paar Leute geschrieben, daß sie das Porto gern übernehmen (auch aus dem Inland übrigens). Peter und David sind die ersten, die das kritisieren. Ich sehe das durchaus selbst auch kritisch. Man darf Comiczeichnern, die für PLOP kostenlos etwas zeichnen, nicht auch noch Geld abknöpfen. Bei den übrigen Lesern sehe ich das gerechtfertigt. Man sollte aber Mitarbeiter und Nur-Leser auch nicht zu unterschiedlich behandeln (die einen gratis - die anderen Heftpreis plus hohes Porto). Man sollte auch In- und Ausländer nicht unterschiedlich behandeln, obwohl ich die bisherigen 85 Cent gern trage. Aber 2,70 Euro sind doch was anderes. Um das aufzufangen, müßte ich den Coverpreis von 3 auf vielleicht 5 Euro erhöhen, und das wäre ganz schön happig.

    Also ich habe noch nicht entschieden, was ich mache. Vielleicht wird das alles am Ende für mich nicht so teuer. Ich hoffe, daß ich keinen Unterstützerverein brauche. Aber auf jeden Fall wird das Jubiläums-PLOP ein Papier-Heft werden. David hat mir nebenbei erwähnt sein "Zampano"-Projekt auf der Frankfurter Buchmesse schon ziemlich schmackhaft gemacht. Ich habe mir das auch schon überlegt. Aber nachdem ich mehr als 40 Papier-PLOPs herausgebracht habe, würde ich es irgendwie als Verrat ansehen, für die voraussichtlich letzte Ausgabe ins Internet zu gehen.

    Wartet mal ab - mein nächstes Rundmail kommt bestimmt.
    Geändert von Peter L. Opmann (15.11.2010 um 16:46 Uhr)

  15. #15
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von Peter L. Opmann Beitrag anzeigen
    Man sollte aber Mitarbeiter und Nur-Leser auch nicht zu unterschiedlich behandeln (die einen gratis - die anderen Heftpreis plus hohes Porto).
    Und warum nicht? Sie leisten ja einen sehr unterschiedlichen Beitrag zum Heft. Auch die Arbeit eines Anfängers sollte mit mehr als 4 Euro zu taxieren sein.
    Das ICOM-Heft zum Gratis Comic Tag 2012 jetzt herunterladen (7,3 MB)!

  16. #16
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    Hier zwei Gedanken zu Peters Kommentar:

    1. Erhöhe den Preis der Ausgaben auf den Level, wo die Gesamteinnahmen der Auflage die Gratishefte der Zeichner unterstützen, ohne dass du Geld verlierst. Prinzip: Plop ist ein Produkt, dass die Leute kaufen weil sie es wollen. Ein zu tiefer Preis ist kein wirklicher Anreiz (wird ja nicht in Aldi und Lidl verkauft). Wie viel der Preis sein muss, kann ich nicht einschätzen aber irgendwo zwischen 3 und 4.50 Euro scheint vernünftig.

    2. Eine Plop Webcomicseite kann sehr wohl neben dem Heft existieren. Wo sollen die neuen Leser herkommen? Eine Webseite ist das beste Mittel neue Leser zu rekrutieren. Wie könnte das aussehen? Vielleicht bringt man von längeren Stories nur ein Teil online und den Rest im Heft oder man macht gewisse Stories nur online und andere (vielleicht die Semi-Profi Arbeiten) im Heft. Weiss nicht, sind ein paar Ideen. Key ist: Soviel Conent wie möglich auf der Webseite zu bringen, so dass die Leser oft zurückkommen müssen. Hat für mich funktioniert.

    EWIGER HIMMEL jetzt mit Skizze vorbestellen!

  17. #17
    Mitglied Avatar von Mervyn
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    Wo der David recht hat, hat er recht.

    Und ganz ehrlich, wer ein special interest Heft wie das Plop kaufen will, der ist doch auch bereit für die voraussichtlich letzte Nummer 4 Euro oder mehr zu bezahlen. Der Preis ist für die Käufer doch nicht das entscheidende. Vor allem wenn die Kostenprobleme offen und ehrlich diskutiert oder erläutert werden.

  18. #18
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Sie leisten ja einen sehr unterschiedlichen Beitrag zum Heft. Auch die Arbeit eines Anfängers sollte mit mehr als 4 Euro zu taxieren sein.
    Tha, wenn man anfängt, über den angemessenen Heftpreis nachzudenken, wird's schnell ziemlich kompliziert! Dabei könnte ich's ja ganz einfach haben: Moderater Heftpreis plus Gratishefte für alle, die irgendwas zum PLOP beitragen. Egal, wieviel ich drauflegen muß.

    Aber daß ich gezwungen bin, vielleicht 50 Euro oder mehr für Porto auszugeben, die ich früher nicht ausgeben mußte, wurmt mich doch irgendwie.

    @ David:
    Klar, eine PLOP-website zusätzlich ist natürlich eine interessante Option. Aber ich hatte schon daran gedacht, kein Heft zu machen, damit ich die Vertriebskosten vermeide. Das will ich dann aber lieber doch nicht.

    (PLOP gibt's übrigens schon im Internet, und zwar mehrfach: eine website von Andy Bleck, eine von Ex-Herausgeber Bernard Bollen und eine vom aktuellen Herausgeber Melchior Condoi.)

  19. #19
    Mitglied Avatar von peter schaaff
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    In erster Linie ist PLOP doch mal ein Produkt, daß für Geld verkauft wird. Um die nötigen Mindesteinnahmen und damit den Verkaufspreis zu errechnen gehören neben den Druckkosten (und der Miete für das lichtdurchflutete BüroLoft) ja wohl die Kosten für Belegexemplare und den Versand der Hefte egal wohin* dazu.
    Ein ComicsHeft durch ständiges 'Zubuttern' aus Herausgebers Tasche und (im geringen Teil) die Mitarbeiter zu finanzieren ist doch eigentlich absurd. Publizistisches Harakiri.
    In Zeiten des Internets und der (quasi kostenlosen) digitalen Publikation wäre ich als aufstrebende/ r und oft mittellose/ r ZeichnerIn ja bescheuert, auch noch Geld für meine eigene Arbeit zu zahlen. Zumal die Zahl der Leser auf einem ComicsPortal schnell die des PLOP übersteigt.

    Warum sponsorn nicht die kleinen und grossen Verlage PLOP? Kein anderes Magazin hat ihnen über die Jahre regelmäßig neue Talente wie zum Beispiel Kim Schmidt, Haggi Klotzbücher oder Walter Moers präsentiert, mit denen sie später erfolgreiche Projekte realisieren konnten. Stattdessen zergeln wir hier mit einem 'armen' Herausgeber über ein paar Briefmarken. Sch*** deutsche ComicsSzene!

    *wobei ich das entsprechende Porto doch gut am jeweiligen Besteller und seinem Heimatland festmachen kann
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  20. #20
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    PLOP war in meiner Ägide nie kommerziell. Da das Jubiläumsheft aller Voraussicht nach mein letztes Projekt sein wird, muß sich das jetzt auch nicht mehr ändern. Ich denke deshalb zunehmend, ich hätte die Diskussion um die Portokosten nicht aufmachen sollen. Wird schon nicht so schlimm werden... Und Peter hat völlig recht: Wer gratis an PLOP mitarbeitet, darf nicht noch für sein Belegexemplar zur Kasse gebeten werden. Allerdings hätte ich die Ausgaben früher als festangestellter Redakteur mit gutem Gehalt leichter stemmen können als jetzt, wo ich erstmal sehen muß, was Anfang 2011 an Honoraren reinkommt.

    Der Sponsoring-Vorschlag ist gut - hat es bei PLOP aber schon gegeben. Der neue Herausgeber (ein 15jähriger Schüler) hat ja wegen Geldmangel überhaupt keine Gratishefte mehr versenden wollen, worauf ein anonymer Spender ihm das dann ermöglicht hat. Vorbildlich!

  21. #21
    Mitglied Avatar von peter schaaff
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    Sponsoring

    Was heißt bei Dir 'kommerziell', lieber Andreas?
    kommerziell = mit Gewinnabsicht oder ist bei Dir schon kommerziell = ohne Verlustabsicht?



    Ein ComicsHeft verlustfrei publizieren zu können (und dabei immer schon ein paar Euro für die nächste Ausgabe in peto zu haben) sollte schon das Minimalziel eines Herausgebers sein. Das ist zwar unternehmerisch, aber in meinen Augen noch nicht abwertend 'kommerziell' gedacht.

    Sicherlich ist der Sponsoring- Gedanke nicht neu (und meines Wissens vom ICOM löblicherweise in Form von Anzeigen auch schon mal umgesetzt worden). Aber rückblickend auf 30 Jahre PLOP und den 'ewigen Kampf ums liebe Geld' ist es arm, wie wenig Unterstützung von anderen ComicsVerlagen für diese einmalige weil allein schon über Jahrzehnte (!!!) so kontinuierlich erscheinende Plattform für neue ComicsZeichnerInnen in all den Jahren kam.
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  22. #22
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    Interessante Diskussion (wenn auch nur mit zwei Beteiligten)!

    "Kommerziell" war auf Deine Aussage gemünzt:
    In erster Linie ist PLOP doch mal ein Produkt, daß für Geld verkauft wird.
    Ich bin Dipl.Volkswirt und sehe das daher nicht unbedingt abwertend - wenn ich meinen Lebensunterhalt verdienen will, muß ich Gewinn machen, ganz klar. Aber PLOP hatte eben keine Gewinnerzielungsabsicht. Manche haben Fanzines schon als "Rundbrief an Freunde und Gleichgesinnte" bezeichnet, und so möchte ich das eigentlich auch sehen.

    Daß die Verlage mal was für eine Talentschmiede wie PLOP tun sollten, will ich schon gern unterschrieben. Wenn sie sich aber darauf einlassen sollten, werden sie wahrscheinlich sagen: Wenn schon Nachwuchsförderung, dann machen wir unsere eigene. Also da können Fanzinemacher sicher nichts einfordern.

    Um nochmal an den Ausgangspunkt zu erinnern: Ich habe für PLOP immer drei Euro (ursprünglich vier DM) verlangt und keine Portokosten zusätzlich erhoben (und Mitarbeiter bekamen das Heft gratis als Beleg). Jetzt komme ich in die Situation, daß ich für Sendungen ins Ausland allein 2,70 Euro Porto zahlen muß - aber, wie gesagt: Ich denke mal, daß ich nicht so viele Hefte ins Ausland schicken werde, und "einmal kann man das ja machen..."

  23. #23
    Mitglied Avatar von peter schaaff
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    Aber mit EUR 3,- kannst/ konntest Du doch niemals Druck und Versand des einzelnen Exemplars finanzieren! Das verstehe ich nicht - auch wenn meine Zeiten als Herausgeber der Tote Helden Comix schon mehr als zwanzig Jahre zurückliegen und sich die Preise, Währungen und das Wetter seitdem geändert haben.

    Nun habe ich aber keine Zeit mehr zum Tippen - ich habe noch einen fantastischen Beitrag für das Jubiläumsheft zu kreieren. Freut euch auf meine Version eines futuristischen PLOP mit all den schönen Dingen, die heutzutage für endlos Umsatz sorgen ...
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  24. #24
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    Zitat Zitat von Peter L. Opmann Beitrag anzeigen
    Jetzt komme ich in die Situation, daß ich für Sendungen ins Ausland allein 2,70 Euro Porto zahlen muß
    Aber eigentlich sind das Mehrkosten, die nur die Empfänger im Ausland bezahlen sollten. Mir ist zumindest nicht bekannt, daß es ein übliches Verfahren wäre, den Mittelwert aus Auslands- und Inlandsporto zu berechnen.
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  25. #25
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    Meine Überlegungen zum Versand und zum Preis des Jubiläums-PLOP sind zugegeben sehr unausgegoren. Deshalb denke ich auch, ich lasse am besten alles, wie es ist.

    Das heißt:
    - Alle Mitarbeiter (innerhalb oder außerhalb Deutschlands) bekommen einen Gratis-Beleg.
    - Alle übrigen zahlen drei Euro inclusive Versand - und ich setze mal darauf, daß ich das finanzieren kann.

    Aber es ist doch nachvollziehbar, daß ich mich erstmal ärgere, wenn ich sehe, daß die Post Büchersendungen konsequent verteuert und damit unattraktiv macht. Was natürlich wiederum auch wieder was mit der Abwanderung von Zeitschriften ins Internet zu tun haben dürfte.

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